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Mikrofonauswahl für Henkelmann, mal wieder ...



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Frage von Pickslow:


Hallo Fachleute,

es geht ( mal wieder ) um die Wahl eines guten Stereo Mikrofons für einen HC X1 bzw. AG UX 180 von Panansonic.

Die Cams haben ja externe 2 XLRXLR im Glossar erklärt Anschlüsse. Das heißt für zwei externe Stereo Mikros?
Dann gehe ich hoffentlich Recht in der Annahme dass man für ein Stereo Richtmikro nur eine XLRXLR im Glossar erklärt Buchse ( z. B. Buchse 1 am oberen Blitzschuh ) braucht , richtig ?
Nun habe ich bei Stöbern im Netz viele Camcorder Mikro mit 3,5 mm Klinke ( z.B. Sennheiser MKE 400, Rode usw. ) gesehen. nimmt man da dann nur einen Adapter auf XLRXLR im Glossar erklärt oder muss man Mikros mit XLRXLR im Glossar erklärt nehmen?
Gibt es da technische oder qualitative Gründe/ Überlegungen vor dem Kauf zu beachten ?
Ist dann bei den Klinkenmikros und Adapter die Audio Regelsektion des verwendeten Input an der Cam benutzbar ?



Antwort von Jott:

Pickslow hat geschrieben:
Dann gehe ich hoffentlich Recht in der Annahme dass man für ein Stereo Richtmikro nur eine XLRXLR im Glossar erklärt Buchse ( z. B. Buchse 1 am oberen Blitzschuh ) braucht , richtig ?
Nö. Stereo = zwei Tonkanäle = zwei XLR-Buchsen, Mono = ein Tonkanal = eine XLR-Buchse.

Du kannst für Stereoton zwei Monomikros an jeweils einen Eingang anschließen (höchst unpraktisch) oder halt ein Stereomikro. Das erkennst du daran, dass zwei XLR-Stecker dran baumeln, die du logischerweise brauchst. Denn wie solltest du sonst mit dem Stereosignal auf die beiden Tonkanäle kommen?

Zum Beispiel:
https://www.thomann.de/de/beyerdynamic_ ... arch_prv_4



Antwort von beiti:

Pickslow hat geschrieben:
Nun habe ich bei Stöbern im Netz viele Camcorder Mikro mit 3,5 mm Klinke ( z.B. Sennheiser MKE 400, Rode usw. ) gesehen. nimmt man da dann nur einen Adapter auf XLRXLR im Glossar erklärt oder muss man Mikros mit XLRXLR im Glossar erklärt nehmen?
Gibt es da technische oder qualitative Gründe/ Überlegungen vor dem Kauf zu beachten ?
Man kann Klinkenmikros, die ihre eigene Stromversorgung (Batterie) haben, mit einem simplen Adapter auf XLRXLR im Glossar erklärt adaptieren. Wichtig ist, dass bei Verwendung solcher Adapter die Phantomspeisung am Camcorder abgeschaltet bleibt (sonst Kurzschluss).
Wenn das Klinkenmikro PlugIn-Speisung benötigt (z. B. Tascam TM-2X), wird es schwieriger; dann wäre ein teurer Adapter nötig, der aus den 48 V Phantomspeisung des Camcorders die benötigten 2 V PlugIn-Speisung fürs Klinkenmikrofon macht. Das lohnt sich kaum.

Solange das Mikro nur auf der Kamera sitzen soll, also mit einem relativ kurzen Kabel angeschlossen, kann so eine Adapterlösung praktikabel sein. Wenn jedoch auch mal längere Mikrofonkabel zum Einsatz kommen sollen, wäre ein echtes XLR-Mikrofon mit symmetrischem Ausgangssignal besser. Klinken-Mikrofone können nur asymmetrisch angeschlossen werden - sind also realativ anfällig für eingefangene elektromagnetische Störungen. (Hier mehr zum Unterschied symmetrisch/asymmetrisch.)

Abgesehen davon sind XLR-Verbindungen mechanisch wesentlich robuster als Miniklinken. Im harten Einsatz sind die Klinken-Verbindungen immer Schwachstellen; ein einziger Rumpler auf den Stecker genügt, und die Buchse kann hinüber sein.
Wenn ich dauerhaft ein batteriebetriebenes Kinken-Mikrofon an einem XLR-Camcorder verwenden würde, würde ich wohl auf den Adapter verzichten und stattdessen feste XLR-Stecker ans Kabel löten. Das ist mechanisch robuster, weil die Klinken-Schwachstelle entfällt. Symmetrisch wird die Verbindung damit jedoch nicht.

Stereomikrofone mit echten, symmetrischen XLR-Ausgängen sind übrigens gar nicht so leicht zu finden. Sie sind entweder für die Montage auf Henkelmännern zu groß und zu schwer, oder sie sind ziemlich teuer, oder beides.
Eine gute Wahl dürfte das Sony ECM-MS2 sein, weil es einigermaßen kompakt und dabei noch bezahlbar ist.








Antwort von Jott:

Das oben genannte Beyerdynamic ist günstiger und ebenfalls kompakt.



Antwort von Pickslow:

hallo,
ok, das würde dann in der Konsequenz bedeuten , dass ein beliebiges Stereo Mikrofon mit 3,5 mm Klinke einen Adapter braucht auf zwei XLRXLR im Glossar erklärt Stecker für den Input 1 +2 an der AG UX 180 .

In dem Test der Zeitschrift Videoaktiv wird eine 3,5mm Stereo Mikrofon- Buchse erwähnt, die finde ich aber in der originalen Gerätebeschreibung nicht wieder. Etwas verwirrend.



Antwort von Jott:

Wieso verwirrend? Für eine Pro-Kamera mit XLR-Eingängen (die gibt es ja nicht zum Spaß) kauft man sich keine Mikros mit labberigem Klinkenstecker.



Antwort von Pickslow:

Hi,

ich meinte damit die unterschiedlichen Angaben der genannten Quellen ;-)) .



Antwort von Pickslow:

Hi,
Was wäre denn eine gute Empfehlung für ein Stereo Mikro mit XLRXLR im Glossar erklärt für den AG UX 180 ?
( für Sprache, Musik , universell verwendbar und gute Qualität )



Antwort von Jott:

Wozu brauchst du überhaupt ein Stereomicro? Für einfache AtmoAtmo im Glossar erklärt haben beide Kameras meines Wissens schon eins eingebaut.

Für Sprache ist Stereo Unsinn, außerdem ist ein Mikro auf der Kamera eigentlich für alles außer simpler AtmoAtmo im Glossar erklärt an der falschen Stelle.

Ansonsten wurden dir doch zwei Mikros genannt? Das sind die beiden Üblichen.



Antwort von Pickslow:

Hi ,
den Bericht von Beiti hatte ich übersehen, danke für den Hinweis......



Antwort von StanleyK2:

Aus meiner Praxis:

Hatte schon mal das Thema allgemein behandelt:

viewtopic.php?f=1&t=134499#p886706

Nochmal zusammengefasst:

1) interne Mikrofone: für eine Run&Gun Kamera die einfachste und sicherste Lösung mit ausreichender Qualität für Ambient. Ggf. ein kleines Fellmützchen.

2) Externes Shotgun-Mikrofon (wie Rode NTG-x), an der Kamera montiert und mit kurzem XLR-Kabel an der vorderen Buchse, hat leichte Richtwirkung und höhere Qualität

3) Externes Mikrofon, entfesselt: längeres XLRXLR im Glossar erklärt Kabel an der hinteren Buchse, klassisch der zweite Mann mit Mikrofon direkt in der Hand oder mit Mikrofonangel, und bei sehr starkem Wind zusätzlich mit Blimp.

Ansteckmikrofone und Funkstrecken sind noch ein anderes Thema.

Für grössere Entfernungen braucht man ein richtiges Richtmikrofon.

Für wirklich gute Stereoaufnahmen braucht man zwei separate Mikrofone in passender Anordnung (wie z.B. Bild im zitierten Thread). So etwas kann man zwar auch auf der Kamera montieren, hab ich aber noch nie gemacht oder gesehen. Stellt man besser auf eine separates Mikrofon-Stativ, mit zwei längeren Kabeln an die beiden XLRXLR im Glossar erklärt Buchsen, sonfern man dann nicht eh einen separaten Audiorekorder verwendet.

4) auch ja, geht auch noch: handlichen Audiorekorder auf dem Henkelmann montieren. Allerdings sind deren interne MIkrofone auch nicht das gelbe vom Ei.

Hoffe, konnte zu Verwirrung beitragen. Aber so ist das: DAS optimale Setup für alle Fälle gibt es nicht.

Ich würd mit den internen Mics anfangen und dann erst konkretem Bedarf spezifisch aufrüsten.



Antwort von TomStg:

StanleyK2 hat geschrieben:
Für grössere Entfernungen braucht man ein richtiges Richtmikrofon.
Unsinn.

Ein RichtmikrofonRichtmikrofon im Glossar erklärt ist nicht dafür da, um Entfernungen zu überbrücken, sondern um seitliche Störgeräusche möglichst wirksam auszublenden. Wie jedes Mikro gehört auch ein RichtmikrofonRichtmikrofon im Glossar erklärt möglichst dicht an die Schallquelle und nicht auf die Kamera. Gilt natürlich auch für einen externen Recorder mit seinem Mikro.
Wie schon von Jott erwähnt, ist die einzige Ausnahme für ein Mikro an oder auf der Kamera die Aufnahme einer Atmo.








Antwort von wolfgang:

Je näher ein Mikro an der Quelle ist, umso besser. Aber in der Praxis ist beides möglich - sowohl auf der Kamera wie auch fix bei der Tonquwelle. Bei einigen Hochzeiten bin ich damit gut gefahren, ein NTG2 auf der Kamera zu haben (auch da sich die Örtlichkeit der Tonquelle ändert). Bei einer Konzertaufnahme wurde das gleiche Mikro verkabelt und neben dem Sänger fix positioniert. Hängt also schon vom Anspruch und der Situation ab.

Das hier genannte Beyerdynamic habe ich auch, aber das rauscht recht stark und scheint nicht an allen Kameras gleich gut zu funktionieren.



Antwort von ruessel:

Für Konzerte gibt es nur ein richtiges Stereo Mikrofon ;-)

Einfach hinstellen, auspegeln und fertig.......

viewtopic.php?f=68&t=114237&hilit=Kugel ... enmikrofon
Demo:




Antwort von pixelschubser2006:

Was mich noch interessieren würde: Was willst Du filmen?

Es gibt nämlich noch eine Knackpunkt bei der Sache. Wenn Du sehr hochwertig Aufnahmen machen möchtest, ist ein richtiges Stereo-Mic tatsächlich interessant. Möchtest Du einfach nur ne AtmoAtmo im Glossar erklärt einfangen, sind die eingebauten Mics tatsächlich nicht übel. Tatsächlich ist es meist weniger der Klang, sondern der Einfluss von Störgeräuschen, der einem die eingebauten Kapseln verleidet. Das ist bei großen Camcordern meist harmloser als bei filmenden Fotokameras. Ich habe auf meiner Sony noch ein kurzes Rohrrichtmikro und schalte auf dem zweiten Kanal meist auf internes Mic, wenn nix anderes dran ist. Obwohl ich ein ganz anständiges Gehör habe, sind mir zwischen den Kanälen noch keine dramatischen Unterschiede bei Atmo-Aufnahme aufgefallen.
Was dagegen überbewertet ist, ist die Richtwirkung von externen Mics. Einen O-Ton in zwei Meter Entfernung kannst Du damit auch nicht vernünftig einfangen. Hatte neulich Probleme, weil ich meinen Kopfhörer nicht am Start und nen Bock mit dem Handmikro geschossen hatte. Das wurde nicht aufgezeichnet. Wer nun glaubt, das Richtmikro, was auf der Kamera ca. 2m vom Sprecher entfernt war, könnte es retten, irrt. Der O-Ton war futsch!
Jedenfalls muss man sich genau überlegen, wofür man sein Geld ausgibt. Und um es richtig kompliziert zu machen: Wenn Du zeitweise noch ein Handmikro benutzt, ergo nur einen Kanal vom Stereo-Mic, brauchst Du streng genommen eines, welches nach dem Mitte-Seite-Verfahren arbeitet. Das ist die Theorie und soweit auch richtig. In der Praxis und für AtmoAtmo im Glossar erklärt ist das aber fast immer scheissegal.
Letztendlich würde ich empfehlen, ein Mono-Rohrrichtmikro zu kaufen, was Du auch mit der Hand bei Interviews nutzen kannst. Für eher kleines Geld sind da Rode NT1 oder NT2 zu empfehlen. Das NT2 kostet fast das gleiche (ist aber lt. der Specs eine ganz andere Konstruktion als das NT1) und kann auch per Batterie benutzt werden. Für die Kamera ist das NT1 besser, weil kürzer. Universeller ist das NT2. Wenn Dein Budget für nen Sennheiser ME600 reicht - dann hast Du schon was richtig anständiges!



Antwort von rush:

@pixel... Du schreibst versehentlich immer vom NT1 bzw. NT2... Du meinst natürlich die NTG Reihe ;-)



Antwort von pixelschubser2006:

Asche auf mein Haupt.. Du hast völlig recht. Kam mir gerade schon beim Schreiben so komisch vor. Aber immerhin: Das Nt1 kriegste auch Stereo als matched pair. Bisserl sperrig, aber sicher guter Klang ;-)



Antwort von beiti:

pixelschubser2006 hat geschrieben:
Das NT2 kostet fast das gleiche (ist aber lt. der Specs eine ganz andere Konstruktion als das NT1) und kann auch per Batterie benutzt werden. Für die Kamera ist das NT1 besser, weil kürzer. Universeller ist das NT2. Wenn Dein Budget für nen Sennheiser ME600 reicht - dann hast Du schon was richtig anständiges!
Das NTG2 macht leider mit Phantomspeisung an einigen Sony-Camcordern Probleme (erhöhtes Rauschen). Eventuell betrifft es inzwischen noch weitere Marken; das müsste man austesten.
Von daher halte ich, wenn schon Phantomspeisung vorhanden ist, das NTG1 sogar für universeller - eben weil es an allen phantomtauglichen Geräten problemlos funktioniert.
Wenn man unbedingt noch die Option der Batteriespeisung will, würde ich gleich das Sennheiser MKE600 nehmen - oder, falls Sennheiser zu teuer ist, das Beyerdynamic MCE 85 BA. Gibt ja genug Auswahl in dem Marktsegment.



Antwort von Jott:

"Ich habe auf meiner Sony noch ein kurzes Rohrrichtmikro und schalte auf dem zweiten Kanal meist auf internes Mic, wenn nix anderes dran ist."

Das ist dann aber kein Stereo. Ich schreib's mal hin, weil der Theeadstarter in diesen Dingen unsicher scheint.



Antwort von ruessel:

Immer diese Richtrohre...... filmt Ihr auch ständig mit 600mm Tele? :-)



Antwort von rush:

ruessel hat geschrieben:
Immer diese Richtrohre...... filmt Ihr auch ständig mit 600mm Tele? :-)
Du müsstest es doch eigentlich am besten wissen... ;-) ein Richtrohr hat doch nichts mit Tele zu tun.

Aber ich habe trotzdem lieber einen sauberen Dialog von der Person bzw. dem Geschehen direkt vor der Kamera als ein atmosphärisches Umgebungswirrwar ala Ohrwurm welches man als Betrachter (der nicht vor Ort war) nur schwer zuordnen kann ;-) Die Geschmäckle und Anforderungen sind eben verschieden und daher immer der gewünschten Anforderung nach zu wählen...








Antwort von pixelschubser2006:

Naja, sicherlich keines, welches hohen Maßstäben standhält. Aber es ist schon Stereo. Steht ja nirgendwo geschrieben, daß bei Stereophonie immer identische Mics benutzt werden müssen. Fakt ist nach meiner Erfahrung: Die Qualität ist besser als erwartet und es entsteht ein gewisser Raumeindruck. Reicht für AtmoAtmo im Glossar erklärt völlig. Man kann es aber auch auf die Spitze treiben. Es gibt Stereo-Mikros, die kameratauglich sind und dennoch ordentlich wirken. DIe kosten aber ein Schweinegeld. Ob die das wert sind und ob das Ergebnis das auch wert ist, sind aber zwei sehr gute Fragen, auf die ich keine Antwort habe.
Jott hat geschrieben:
"Ich habe auf meiner Sony noch ein kurzes Rohrrichtmikro und schalte auf dem zweiten Kanal meist auf internes Mic, wenn nix anderes dran ist."

Das ist dann aber kein Stereo. Ich schreib's mal hin, weil der Theeadstarter in diesen Dingen unsicher scheint.




Antwort von Jott:

Oh je.



Antwort von ruessel:

Auf einer Kamera gelten immer schwierige Bedingungen, Geräusche von der Kamera/Bedienung sind eigentlich oft unvermeidlich. Alle gerichteten Mikrofone (ab Niere aufwärts) sind immer Windempfindlich und Körperschallempfindlich, außerdem ist der Frequenzgang in den tiefen beschnitten, manchmal sogar sofort hörbar. Ich war mehrere Jahre (XHA1 & EX1R) mit dem Rode NT4 auf der Kamera unterwegs. Guter Stereo Sound bei leider sehr hohen Gewicht. Entkopplung wurde über Gummispinne ausgeführt und gegen Wind ein kräftiger Langhaarpuschel, der manchmal im Weitwinkel in einer Bildecke auftauchte.
ein Richtrohr hat doch nichts mit Tele zu tun.
Das sag den anderen hier mal. Das sitzt anscheinend in den Köpfen schon jahrelang fest. Ich glaube auch das ein Richtrohr eher als Statussymbol bei manchen auf der Kamera hockt, je länger desto lieber. Ich habe hier noch ein seltenes Sennheiser Richtrohr, 1 Meter lang ;-)
Von einer bekannten Firma gibt es für viel Geld ein kurzes Stereo-Richtrohr....optisch.... in Wirklichkeit sitzen zwei Nierenkapseln direkt an der Mikrofonspitze, das Rohr ist nur ein Blender..... das Auge hört anscheinend mit ;-)

Alle Gerichteten Mikrofone ob Niere oder Superkeule haben ihre Seitenunterdrückung auch nur bei bestimmten Frequenzen, ist also auch in einer lärmenden Umgehung nicht immer ein Heilmittel. Was fast immer wirkt, immer dort den Schall abnehmen wo er entsteht..... aber wer kann das schon als Einmannshow.



Antwort von TomStg:

ruessel hat geschrieben:
ein Richtrohr hat doch nichts mit Tele zu tun.
Das sag den anderen hier mal. Das sitzt anscheinend in den Köpfen schon jahrelang fest. Ich glaube auch das ein Richtrohr eher als Statussymbol bei manchen auf der Kamera hockt, je länger desto lieber.
Genauso sehe ich diesen Richtrohr-Auf-Kamera-Fimmel auch. Hat mit Akustik nix zu tun, aber umso mehr mit Wichtigtuerei. Leider wird dieser Quatsch von diversen Zeitschriften immer wieder ohne jeden Sachverstand oder gegen besseres Wissen publiziert - videoaktiv ist auch dafür das absolute Negativbeispiel.



Antwort von pixelschubser2006:

ruessel hat geschrieben:
Was fast immer wirkt, immer dort den Schall abnehmen wo er entsteht..... aber wer kann das schon als Einmannshow.
Stimmt 100%. Geht aber auch als Einzelkämpfer... wenn man es nicht wie in meinem Beispiel aus der Praxis versemmelt. Was ich auch festgestellt habe: Ich habe eine Weile ein Rode M3 für Interviews und O-Töne benutzt. Einfach nur, um das mal anzutesten, und es hat gut funktioniert. Habe dann ein Sennheiser K6 / ME66 gebraucht geschossen und nutze dies seitdem mit Windschutz und Fell darüber. Das ist quasi Standard und ist bei meinen Aufgaben in seinem Element. Ich muss ständig Polizei und Feuerwehr im O-Ton aufnehmen, was naturgemäß zwischen Troubel und lauten Einsatzfahrzeugen passiert. Das Sennheiser hat eine etwas stärkere Richtwirkung, aber die Unterschiede sind nicht riesengroß. Ich kann gefahrlos das Mic um etwa 20cm weiter vom Kopf des Sprechenden weghalten. Das ist schon eine gewisse Erleichterung, bedeutet aber nicht, daß das M3 in der Praxis unbrauchbar wäre. Es hat immer zu sendefähigem Material geführt. Wenn was nicht ok gewesen wäre, hätte ich das schon zu hören bekommen.

Bevor wir uns hier die Köpfe heißreden, wäre es allerdings schön, wenn der TO uns etwas mehr über sein Vorhaben verraten würde!



Antwort von dienstag_01:

Ich möchte bloß mal wissen, warum die kleinen schmalen Dinger dann Richtmikrofone heißen, wenn sie doch gar keine Richtcharakteristik haben. Muss ein Übersetzungsfehler sein ;)



Antwort von beiti:

Viele Anfänger haben ja die Vorstellung, sie müssten nur ein "besseres" Mikrofon oben auf die Kamera setzen, und dann käme ein super Ton in allen Situationen raus. Dabei wissen sie oft noch nicht mal, ob es ein Richtmikro oder ein Stereomikro sein soll...

Dennoch darf man nicht so weit gehen, Kameramikros pauschal zu verteufeln. Es gibt zig verschiedene Szenarien, wo sie sinnvoll sein können - nicht nur für AtmoAtmo im Glossar erklärt, sondern sogar auch für Interviews und dergleichen.
Wie man theoretisch den besten Ton bekommt, ist die eine Sache - aber was man praktisch unter bestimmten Umständen hinbekommt, eine ganz andere. Speziell die "Einzelkämpfer" müssen ständig Kompromisse eingehen.
Dass man im Trubel eines Unfallortes oder einer lauten Baustelle oder auf einem Jahrmarkt etc. mit einem Richtmikro aus zwei Metern Entfernung nicht viel ausrichten kann, dürfte jedem Praktiker klar sein. Ich kenne aber durchaus Beispiele von Fußgängerzonen-Interviews, die aus ca. 1,5 Metern Abstand mit Richtmikro auf der Kamera aufgenommen wurden und recht brauchbar sind. Je nachdem, wie spontan hier gedreht wird, hat der Einzelkämper gar keine andere Chance, denn es gibt keinen Assi, der das Mikro halten könnte, ein Verkabeln der die Passanten mit Lavalier kommt aus Zeitgründen nicht in Frage - und irgendwelchen Laien ein Handmikro in die Hand zu drücken endet sowieso fast immer im Sprechabstands-Chaos. Also dann doch lieber Richtmikro auf der Kamera, solange die Umgebungslautstärke es vertretbar erscheinen lässt.
Auch bei "allgemeinen Aufnahmen", wo man auf den ersten Blick nur an Stereo-Atmo denkt, kann ein Richtmikro die bessere Wahl sein. Es gibt ja doch immer wieder (und sei es nur kurz) wichtige Geräusche vor der Kamera, die dann doch per Richtmikro einen Tick besser aufgenommen werden als per Stereomikro. Zu unterstellen, die Leute würden das Richtmikro samt Fell-Windschutz nur als Protzerei aufsetzen, ist hier nicht angemessen.
Abgesehen davon kann das Kamera-Richtmikro auch wertvolle Dienste als Backup leisten. Ich denke hier an YouTuber, die Interviews führen und selber mit im Bild sitzen. Da ist niemand da, der den Ton live kontrolliert. Wenn die z. B. Lavaliers und Recorder verwenden, bleibt ja immer ein Unsicherheitsfaktor, ob mit den Aufnahmen alles klappt. Das Richtmikro auf der Kamera bietet dann immerhin einen "Not-Ton", so dass die Videos bei Ausfall der eigentlichen Lavalier-Aufnahme nicht komplett unbrauchbar sind. In reflexionsarmen Innenräumen mit wenig Hintergrundgeräuschen sind solche Aufnahmen selbst aus zweieinhalb Metern Abstand noch erstaunlich brauchbar. Ist ja nicht so, als ob Interviews ausschließlich in lauter und/oder halliger Umgebung geführt würden.



Antwort von ruessel:

Ja, ich benutze auch eine ganze Auswahl an Mikrofonen, ohne ganz spezielle Mikrofone in ganz speziellen Situationen gehts nicht. Mir ging es eigentlich nur um das reflexartige empfehlen von langen Richtröhren auf den Kameras.

Ich will nicht die langen Dinger verteufeln, aber in 10 Jahren habe ich mein richtrohr einmal wirklich gebraucht. Es war eine Rede eines gut bewachten Politikers auf freien Feld an einem Rednerpult. Auf dem Pult durfte nix gestellt werden,sondern nur 2 Meter entfernt und nicht höher als 50cm. Also Richtrohr NTG3 mit Zeppelin auf Stativ und 20 Meter XLRXLR im Glossar erklärt Kabel in die Ex1R. Das Mikro zeigte schräg nach oben zum Rednerpult in Mundhöhe...... das meiste war auch brauchbar, aber ein Pressewilli machte Aufnahmen vom Heli und kreiste einige hundert Meter über dem feld.......

Schauen wir mal ein paar Mikros genauer an:

Druckempfänger (Kugel) sind ungerichtet Wert=1

Breite Niere Wert=1.5
Der wert bedeutet, der Abstand zur Schallquelle darf 1,5 mal weiter entfernt sein um wieder die gleiche Mischung von der eigentlichen Schallquelle und dem Hintergrundschall (Diffusschall) zu bekommen.

Niere Wert= 1.7

Superniere Wert= 1.9

Hyperniere Wert=2
Hier gibt es nun den Effekt, das Mikrofon ist auf der 180 Grad Achse (Rückseite) wieder empfindlich

Ein Richtrohr ist speziell, seine Wirkung hängt von der Länge ab.
Sollte ein Richtrohr von 20-20kHz funktionieren, müsste es 17,20 Meter lang sein. Beschränken wir uns auf 1kHz bis 1.5kHz (Sprache) benötigen wir eine Rohrlänge von 26cm oder 30cm, nur Rohr ohne Elektronik und XLRXLR im Glossar erklärt Anschluss. Leider ist dann alles unterhalb 1kHz nicht besser als eine Hyperniere. Außerdem gibt es noch mehr oder weniger Kammfiltereffekte die je nach Frequenz und Entfernung (und Mikrofonqualität) unterschiedlich stark hörbar sind.



Antwort von wolfgang:

Ist das jetzt hier aber keine Werbeveranstaltung für Kugelmikrofone oder? Und tun alle ernsthaft so als wären Mikrofone wie das NTG2 auf der Kamera nur pfui-pfui?

Das ist dann eben so sehr ein Unfug wie der Glaube ans andere Extrem. Mit einer Gummispinne entkoppelt hat man keine Kamerageräusche drauf, für eine one-man-show kann das schon passend sein.








Antwort von StanleyK2:

@Ralf: Antwort auf PN kann es nur geben, wenn der Empfang von PN in den Profileinstellungen freigeschaltet ist :-)



Antwort von Frank B.:

ruessel hat geschrieben:
Was fast immer wirkt, immer dort den Schall abnehmen wo er entsteht..... aber wer kann das schon als Einmannshow.
Deshalb habe ich auch für so manchen Einsatzzweck immer einen kleinen Audiorecorder mit. Die Stereomikros der kleinen Dinger sind oft erstaunlich gut und ein kleines Sennheiser MKE 300 als RichtmikrofonRichtmikrofon im Glossar erklärt ist auch mit dabei. Damit kann man schon viel anfangen. Vor allem ist der ganze Kram auch von der Kamera und den Griffgeräuschen entkoppelt. Bei AtmoAtmo im Glossar erklärt ist das alles kein Problem. Etwas frickeliger wirds, wenn dann später das Bild und der Ton synchron sein soll. Aber dazu gibts ja Timecodeapps bzw. Filmklappenapps fürs Handy.
Kann man nicht überall machen aber doch recht oft.



Antwort von Pickslow:

Hi Stanley,
hab ich geändert, wusste ich vorher nicht.......



Antwort von pixelschubser2006:

Nein, absolut nicht. obwohl ich für bestimmte Zwecke tatsächlich gerne ganz kleine Kugelkapseln für AB-Stereo auf der Kamera hätte. Aber da hab ich auf dem Markt nix gefunden und wirklich brauchen tue ich es auch nicht.

Es ist aber ganz gut, wenn Beiti und Ruessel mal technisch fundiert die Erwartungen geraderücken.

Was noch nicht so betont wurde: Auch eine AtmoAtmo im Glossar erklärt darf eine gewisse Richtwirkung haben. Wenn man z.b. eine Gesprächsgruppe filmt (häufig bei politischen Veranstaltungen), dann ist es doch gut, wenn die AtmoAtmo im Glossar erklärt zum Bild weniger Gewurtschel um einen herum im Ton hat. Oder für meine Fachrichtung: Wenn ich eine Bergung filme, ist es doch besser, wenn die Geräusche von Kran und Maschinen etc. hervorgehoben werden und nicht so sehr der Lärm der vorbeifahrenden Autos.

Das sind alles typische Szenarien für einen Videojournalisten, und da macht ein Mic wie ein NTG2 oder ME600 einfach Sinn.

Darüber hinaus verachte mir keiner die Kugelmikros. Beim Radio sind die Teile sehr gut geeignet, um AtmoAtmo im Glossar erklärt unkompliziert und wohldosiert mit einzufangen. Beim Fernsehen werde ich schon mit dem MD421 doof angeguckt, obwohl mein Haussender die für Radio fleissig im Einsatz hat und der Aufnahmeabstand der gleiche ist. Benutze den "Rasierer" höchst selten, da es bei 95% meiner Anwendungen nicht das richtige Werkzeug ist. Hat mir dennoch in unerwarteten Situationen schon sehr geholfen. Auch bei der schwierigen Akustik in Kirchen (der zweite Spitzname "Pastorenmikro" hat wohl eine mehrfache Berechtigung ;-) ).
wolfgang hat geschrieben:
Ist das jetzt hier aber keine Werbeveranstaltung für Kugelmikrofone oder? Und tun alle ernsthaft so als wären Mikrofone wie das NTG2 auf der Kamera nur pfui-pfui?

Das ist dann eben so sehr ein Unfug wie der Glaube ans andere Extrem. Mit einer Gummispinne entkoppelt hat man keine Kamerageräusche drauf, für eine one-man-show kann das schon passend sein.




Antwort von wolfgang:

Es gibt keine universell gültige Lösung in der Mikrofonierung, was man erfolgreich verwendet hängt immer von der Situation und den eigenen Möglichkeiten ab.

Das ist eine Frage technischer Hilfsmittel und nicht emotionaler Verachtung.



Antwort von Pickslow:

Hallo,
zunächst erst einmal vielen Dank für die vielen aufschlussreichen Antworten.

Da ich ja mit meiner etwas " komischen " Frage als Anfänger enttarnt wurde , will ich zumindest einmal kurz schildern , wie ich zu meiner Frage gekommen bin.

Mein allgemeiner grundsätzlicher Ansatzpunkt war, einfach ein etwas hochwertigeres und etwas zielgerichteteres Tonsignal einer doch inzwischen möglichen sehr hochwertigen Videoaufnahme anzufügen und dafür nicht nur mit den eingebauten Stereo Mikro arbeiten zu müssen. DAs diese On Board Mikros in den Kameras begrenzte Möglichkeiten haben , ist mir klar. Ich meinte auch kein extremes RichtmikrofonRichtmikrofon im Glossar erklärt, sondern ein Mikrofon, welches etwas definierter in die Aufnahmerichtung die Signale auffängt. Das eine nahe an der Quelle und dem Verwendungszweck angepasste Mikrofonierung ( Mikroangel, Ansteckmikro usw. ) immer das Optimum darstellt, ist mir klar.

Damit begann dann das Thema.

Wie ich inzwischen bemerkt habe , sind viele dieser Mikros aber "nur" Mono ?! Das hatte mich dann echt gewundert.
Meine Vorstellung war aber bisher, dass es mit einem zusätzlichen aufgesteckten Mikro doch zu einem hochwertigeren Ergebnis führen sollte, als mit dem internen Stereo Mikro. Und da wäre ja ein normales Mono- Mikro ja doch ein gewisser Rückschritt, oder ???? Da macht man beispielsweise 4 K Videos und hat entweder das eingebaute Stereo Mikro oder extern dann " nur " ein Mono Signal ???
Dann sah ich hier und da im Netz mal ein Stereo Mikro , aber halt immer mit den 3,5 mm Klinken. Mikros mit zwei XLRXLR im Glossar erklärt Anschlüssen habe ich so gut wie nicht gesehen.
Und dann war mein Interesse geweckt, oder ich dachte , ich habe eine falsche Herangehensweise an das Thema Mikrofon. Ich möchte relativ viel Geld ausgeben für eine "anständige " Kamera da finde ich es im Ansatz ja nur recht und billig, wenn dann auch ein möglichst guter ( warum nicht Stereo- ? ) Ton dabei sein könnte.
Um's Geld geht es da im Moment erst mal gar nicht.

Die Verwendung der Kamera soll universell sein, also keine Beruflichen Reportagen usw. Halt alles im Privaten was man so filmen kann und möchte, Freizeit mit Familie, Enkelkind, Hund, usw. gerne mal Tierpark, beim Spazieren gehen, immer mal so zum Mitnehmen für unterwegs, aber gerne auch mal Flugzeuge, Hafen und Schiffe, Natur , Vögel, Wald, usw. im Moment keine Konzertmitschnitte, kein Internet- oder Youtube Kram oder so was .
Ich will halt optisch möglichst hochwertige Aufnahmen machen mit der Kamera und mit einen guten Ton ( in Stereo ??? ) dazu. Dabei ist eben aber die Standard Option die Montage eines Mikros auf der Kamera. Und auch wenn das nicht die optimale Lösung ist, wollte ich dass dann zumindest von der Hardware her mit den besten Möglichkeiten umsetzen . Andere Optionen ( Tonangel usw. ) wollte ich dabei nicht anstreben.
Ich kann mich auch anfreunden mit der Überlegung, mehrere Mikroarten in unterschiedlichen Situationen zu verwenden. Also z. B. Bei Naturaufnahmen im Wald ein Mikro für AtmoAtmo im Glossar erklärt, und bei Signalquellen die frontal erfasst werden sollen , eben ein Modell mit einer gewissen zielgerichteten Erfassung des Signals. Also für die normalen nach vorn gerichteten Aufnahmeziele , sei es optisch und akustisch.

Vielleicht habt Ihr noch den einen oder anderen Vorschlag für mich.



Antwort von domain:

wolfgang hat geschrieben:
Das ist eine Frage technischer Hilfsmittel und nicht emotionaler Verachtung.
Gab es im Thread bisher eine emotionale Verachtung (deinerseits)?
Ganz wurscht was geschrieben wird, du fühlst dich immer irgendwie angepisst.
Ist aber dem Forentraffic zuträglich, denn man weiß immer, wenn du was schreibst, bist du auf Stunk aus und das interessiert in der Folge die Leute ;-)



Antwort von K.-D. Schmidt:

Mikros mit zwei XLRXLR im Glossar erklärt Anschlüssen habe ich so gut wie nicht gesehen.
Dieses z. B.: AT BP4029.
Den Vorgänger (AT 835S) betreibe ich seit zig Jahren an meinen Henkelkameras.



Antwort von ruessel:

Ich persönlich würde dir ein Stereo XLRXLR im Glossar erklärt mit Nierenkapseln empfehlen. Ich weiß nicht genau was es zur Zeit gibt, ich besitze zwei Rode NT4, der Klang und Rauschabstand ist recht anständig. Nicht billig und recht schwer..... war aber im Vergleich zu anderen Firmen (AKG etc.) damals das Beste in meinen Praxistest (Rauschen & Empfindlichkeit). Das Teil hat kräftige halbzoll Kapseln, das ist schon recht gut für das Pegeln.


zum Bild









Antwort von pixelschubser2006:

Kurzer Hinweis für Neulinge: Bei Stereomikrofonen mit XLRXLR im Glossar erklärt arbeitet man mit 5poligen XLR-Buchsen und einem Y-Kabel mit jeweils einem normalen Mono-XLR-Stecker. Da große EB-Cams, insbesondere die mit 4 Tonspuren, häufig auch mit Stereo-Mics für die AtmoAtmo im Glossar erklärt bestückt werden, kann ich mir gut vorstellen, daß die direkt 5polige Buchsen eingebaut haben. Sicher kann ich das aber nicht sagen.



Antwort von Funless:

@ruessel

Die Lampe da rechts im Hintergrund sieht aus wie die Rakete von Tim & Struppi. Gefällt mir! 👍



Antwort von beiti:

Pickslow hat geschrieben:
Ich meinte auch kein extremes RichtmikrofonRichtmikrofon im Glossar erklärt, sondern ein Mikrofon, welches etwas definierter in die Aufnahmerichtung die Signale auffängt.
Aber das ist doch genau die Definition von Richtmikrofon. ;)
Wie ich inzwischen bemerkt habe , sind viele dieser Mikros aber "nur" Mono ?! Das hatte mich dann echt gewundert.
Das liegt in der Natur der Sache. Selbst wenn es technisch noch stereo wäre (also zwei getrennte Kapseln), hätte man ab einer gewissen Richtwirkung keinen nennenswerten Stereo-Effekt mehr. Da ist es nur konsequent, Richtmikrofone gleich mono zu bauen.
Meine Vorstellung war aber bisher, dass es mit einem zusätzlichen aufgesteckten Mikro doch zu einem hochwertigeren Ergebnis führen sollte, als mit dem internen Stereo Mikro. Und da wäre ja ein normales Mono- Mikro ja doch ein gewisser Rückschritt, oder ???? Da macht man beispielsweise 4 K Videos und hat entweder das eingebaute Stereo Mikro oder extern dann " nur " ein Mono Signal ???
Du hast offenbar eine etwas niedrige Meinung von Mono-Aufnahmen.
Sieh's mal so: Ein Mund eines Menschen gibt auch nur mono aus.
Ein gut aufgenommener Mono-Ton ist tausendmal besser als irgendein jämmerlicher, laienhaft und mit schlechtem Mikro aufgezeichneter Stereo-Ton.
Ein Stereo-Effekt ist eine nette Ergänzung, aber kein Muss. Es gehört zu den Dingen, über die man sich freut, wenn sie da sind - aber die kaum jemand vermisst, wenn sie fehlen. (Ausnahmen sind natürlich Heimkino-Freaks mit irgendwelchen aufwendigen Dolby-Dingsbums-Anlagen. Wobei denen wahrscheinlich Stereo dann auch nicht reicht.)
Um's Geld geht es da im Moment erst mal gar nicht.
Wenn Geld wirklich keine Rolle spielt, käme für Deine Zwecke vielleicht ein Audio-Technica BP 4029 in Frage. Das ist im Kern ein RichtmikrofonRichtmikrofon im Glossar erklärt, das aber zusätzlich noch einen leichten Stereo-Atmo-Anteil mit aufzeichnet. So kann man auf einfache Weise einen Ton aufnehmen, der so klingt, als sei er aus Richtaufnahme und AtmoAtmo im Glossar erklärt zusammengemischt.



Antwort von Pickslow:

Hallo,

@ beiti,
zu 1: ich meinte damit keine extremen Richtmikrofone sondern eben ein Mikro was nicht rundum aufnimmt sondern leicht nach vorn gerichtet die Signale erfasst, halt in gewisser Weise "synchron" mit der visuellen Aufnahmerichtung.

zu2 und 3: ich hatte bisher nur die Auffassung, das ein Stereo Signal anders, bzw. räumlicher wahrgenommen wird als ein Mono Signal, welches auf beide Kanäle gelegt wird. Liege ich da so falsch ? Wäre aber tatsächlich eine Erklärung dafür dass es wirklich sooo viele Camcorder Mono Mikros gibt und bei weitem nicht so viele Stereo Mikros.

zu 4: der Aspekt Geld steht nicht im Vordergrund , damit sollte es nur heißen, dass es erst einmal nicht darum geht, was ggf eine Lösung kosten würde. habe mir das AT angesehen. Tolles Teil, nur würde ich nun wissen wollen , ob ein anderes Mikro ähnliche Eigenschaften hätte zu einem geringeren Preis hat.
ich lese oft in anderen Foren , wo ich so unterwegs bin , dass Leute High Class Dinge suchen für 'nen Appel und ein Ei und sich wundern, dass das nicht klappt. Diesen Fehler wollte ich nicht machen.



Antwort von Jott:

"Mikros mit zwei XLRXLR im Glossar erklärt Anschlüssen habe ich so gut wie nicht gesehen."

Ich schon, und viele andere auch. Die Lösungen sind im Thread versteckt! :-)



Antwort von pixelschubser2006:

Du sprichst in Rätseln... meinst Du das, was ich etwas weiter oben beschrieben habe?
Jott hat geschrieben:
"Mikros mit zwei XLRXLR im Glossar erklärt Anschlüssen habe ich so gut wie nicht gesehen."

Ich schon, und viele andere auch. Die Lösungen sind im Thread versteckt! :-)




Antwort von Jott:

Nein, die bereits genannten konkreten, existenten, käuflichen und gern genommenen Modelle von guten Kamera-Stereomikros mit zwei XLR-Steckern hinten dran (bzw. mit beigelegter Peitsche von 5-Pol XLRXLR im Glossar erklärt auf 2x3-Pol XLR). Exakt das, was der Threadersteller sucht. Daher verstehe ich ehrlich gesagt nur noch Bahnhof! :-)

Und nein, ein Monosignal von einem Mono-Mikro auf zwei Spuren aufnehmen ist immer noch mono.



Antwort von beiti:

Pickslow hat geschrieben:
ich meinte damit keine extremen Richtmikrofone sondern eben ein Mikro was nicht rundum aufnimmt sondern leicht nach vorn gerichtet die Signale erfasst, halt in gewisser Weise "synchron" mit der visuellen Aufnahmerichtung.
Die meisten Richtmikros sind gar nicht so extrem gerichtet wie man vielleicht glauben möchte.

Aber Du suchst ja offenbar - warum auch immer - einen Kompromiss aus Stereo-Ton und Richtwirkung. Da gibt es schon Lösungen. Neben dem genannten BP4029 denke ich z. B. an das Sennheiser MKE440, das zwei kleine Richtrohre mit schrägem Winkel in einem gemeinsamen Gehäuse vereint - allerdings auch wieder nur Klinkenstecker hat. Auch das Azden SMX30 hat nur Klinkenstecker; dafür vereint es Stereomikro und Richtmikro in einem Gehäuse, so dass man bei Bedarf je nach Motiv umschalten kann.
Im Profi-Bereich besteht offenbar kein Bedarf für sowas. Daher gibt es nichts, was dem MKE440 oder dem SMX30 entspricht, fertig mit XLR-Steckern.
ich hatte bisher nur die Auffassung, das ein Stereo Signal anders, bzw. räumlicher wahrgenommen wird als ein Mono Signal, welches auf beide Kanäle gelegt wird. Liege ich da so falsch ?
Da liegst Du schon richtig. Entsprechende Abhöre vorausgesetzt (Boxen mit entsprechendem Abstand oder Kopfhörer), klingt ein Stereo-Signal räumlicher. Außerdem ermöglicht es die räumliche Ortung einzelner Geräusche (z. B. vorbeifahrendes Auto).
Aber damit der Stereo-Effekt wirklich hörbar ist und die Ortung gelingt, muss die Stereo-Basis einigermaßen breit sein. Ein solches Mikrofon ist dann ungeeignet fürs Aufnehmen einzelner Ton-Ereignisse - insbesondere Sprache in gewisser Entfernung (was nicht heißt, dass ein Richtrohr auf der Kamera hierfür das Optimum wäre, aber es ist zumindest besser als ein Stereo-Mikro).
Wäre aber tatsächlich eine Erklärung dafür dass es wirklich sooo viele Camcorder Mono Mikros gibt und bei weitem nicht so viele Stereo Mikros.
Wenn man sich entscheiden muss, stellt sich die Frage, was wichtiger ist: Eine im Zweifelsfall noch verständliche Sprachaufnahme - oder ein Stereo-Effekt, den man nur in bestimmten Abhör-Situationen hören kann, und den ggfs. niemand vermisst wenn er fehlt.
Tolles Teil, nur würde ich nun wissen wollen , ob ein anderes Mikro ähnliche Eigenschaften hätte zu einem geringeren Preis hat.
Das ist ziemlich einzigartig. Es gibt ein günstiges Nachahmer-Produkt (Superlux E525S), aber das hat nicht den besten Ruf und ist wohl nicht umsonst so viel billiger.
ich lese oft in anderen Foren , wo ich so unterwegs bin , dass Leute High Class Dinge suchen für 'nen Appel und ein Ei und sich wundern, dass das nicht klappt. Diesen Fehler wollte ich nicht machen.
Der Ansatz ist schon gut. Mach aber bitte nicht den umgekehrten Fehler, zu glauben, das Audio-Technica BP4029 müsse aufgrund des sehr hohen Preises irgendwelche Wunderdinge tun. Der hohe Preis hat nicht nur mit der Qualität zu tun, sondern auch mit der gebauten Stückzahl.
Für weniger Geld könntest Du sowohl ein Sony ECM-MS2 als auch ein Sennheiser MKE600 kaufen, um je nach Bedarf zu wechseln. Oder ein Azden SMX30 bzw. Sennheiser MKE440 nehmen und auf XLRXLR im Glossar erklärt umlöten lassen.



Antwort von srone:

wie meistens wäre die kombi super/hyperniere und acht in m/s-technik die lösung, damit hätte man alles auf 2 spuren, regelbar in der post.

lg

srone








Antwort von Pickslow:

Hallo,

@ beiti , vielen Dank für die Mühe und die gute Nachhilfe, natürlich auch den anderen Feachleuten, die gepostet haben.

Ich werde mir nun in Ruhe die Optionen und die in Frage kommenden "Kandidaten " mal genauer ansehen .



Antwort von Frank B.:

Der ZoomZoom im Glossar erklärt Pocketrecorder H6 hat sowas eingebaut. Da kann man die Mikrokapseln wechseln, dem entsprechenden Bedarf anpassen und im sogenannten RAW-Format aufnehmen, bei dem man in der Post die StereobasisStereobasis im Glossar erklärt anpassen kann und dazu auch noch eine Richtcharakteristik heraus holen kann. Obs beim H5 auch geht, weiß ich nicht, nehms aber an. Den H6 hab ich selbst.
Zoom hat auch ein Stereo Richtmikro im Angebot, das dann w.g. in der Post noch angepasst werden kann.

https://www.zoom-na.com/products/produc ... q8-u-44-f4



Antwort von pixelschubser2006:

@Jott: Schau bitte mal nach, was ich geschrieben habe. Nämlich nix anderes. Was willst Du also?

Und ZWEI Mics nebeneinander und getrennt aufgezeichnet sind Stereo. Da kannste Dich auf den Kopf stellen. Zwar schlechtes, und meist ein wilder Mix aus AB- und XY-Stereophonie (oder ORTF, je nach Anordnung). Aber eben Stereo. Fakt ist: Die eingebaute Kapsel meiner Sony und das externe Richtmikro klingen so ähnlich, daß sich einem einem bei AtmoAtmo im Glossar erklärt keine gravierenden Unterschiede aufdrängen, und eine gewisse Räumlichkeit ergibt sich auch. Wenn Du das nicht glaubst, dann komm auf nen Kaffee oder Bier vorbei und ich führe es Dir vor!



Antwort von Jott:

Wenn dir so was gefällt (du hast von einer Kombi internes und externes Mikro geredet, jeweils auf einer Spur) und das für dich Stereo ist, dann hält dich keiner davon ab! :-)
Deine EB-Kundschaft kann mit echtem Stereo sowieso nichts anfangen, nehme ich an. Der Threadstarter will aber so was.




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