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Kosten und Einnahmen eines 1 Mio Indie-Films offengelegt



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Newsmeldung von slashCAM:


Wer plant, einen eigenen Indie-Film zu produzieren, bekommt selten vorher Einblick in die kompletten Ein- und Ausgaben eines solchen Projekts


Hier geht es zur Newsmeldung mit Link und Bildern auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Kosten und Einnahmen eines 1 Mio Indie-Films offengelegt




Antwort von iasi:

Sind die Produktionskosten erst mal eingespielt, wird so ein Film eben zum Goldesel ... und auch die großen Studios wissen das und wollen den Esel eben so oft wie möglich Gold kacken lassen (deshalb auch VHS, dann DVD, dann BD und nun UHD BD).

Die Vermarktung ist wirklich schwierig - die Finanzierung und Kostenkalkulation biete aber Möglichkeiten ...



Antwort von Bommi:

Nennt mich einen Verschwörungstheoretiker, aber auf mich macht der verlinkte Blogbeitrag den Eindruck, als wäre er vom Weltverband der Major Film Production Companies bestellt, um Indies vom Filmemachen abzuschrecken.

Man kann sich ja darüber streiten, was einen Indie-Film ausmacht, aber Papadopoulos & Sons ist sicher nicht das, was man sich unter unabhängigem Filmemachen vorstellt. Sieht mir eher nach einer Abschreibungsgeschichte aus, denn während im Blogpost erzählt wird, der Filmemacher habe das 1,16 Mio. Euro Budget 'from his own bank account' gezogen, erklärt dieser in einem Kommentar darunter:

What I did was create a lo an from my brother and I’s company http://www.Dynamis.co.uk to Double M Films. It was a commercial lo an that I envisaged I would pay back quickly because I believed I was making a £3m movie for £1m so even if I sold the movie for £1.5m or £2m we would be in profit.
Die Naivität ist zwar lustig, die Ausgabe aber steuerlich relevant, denn die Absicht zur Erzielung eines Gewinns wird ja bekundet.

Beim Dreh schöpft der Filmemacher aus dem Vollen! Beispiele, aus dem Budget Plan entnommen:

- Extras £19,014 (27.000 Euro für Statisten)
- Location/Studio Caterers £24,654 (34.800 Euro für belegte Brote)
- Walkie Talkies £945 (1330 Euro, obwohl PMR-Handquetschen ab 15 Euro/Stück zu haben sind
- Water £720 (teures Nass für 1014 Euro)
- Musik £ 25.000 (35.000 Euro für Musi ist nicht Indie-Style)
- Makeup Trainee, Camera Trainee, Sound Trainee £4600 (schön, dass 6500 Euro für Azubis ausgegeben werden konnte)

-

Ein echter Indie-Film ist selbstverständlich sehr viel günstiger herzustellen. Bis heute bin ich fasziniert von Mad Max:

- gedreht auf abgelegenen Wirtschaftswegen und Landstraßen
- ausgestattet hauptsächlich mit Autowracks vom Schrottplatz, die mit aufgeklebten Windhutzen ("Poah, Turbolader!!!") und mordsmäßigem Motorsound vom Band aufgewertet wurden
- Statisten allesamt vom lokalen Motorrad-Club, die ihre Mopeds natürlich mitbrachten und mit 1 Kiste Bier bezahlt wurden

Mad Max soll eine drittel Million gekostet haben, was damals sicherlich viel Geld war. Mit heutiger Technik und 'fix it in post' mittels Blackmagic Software für lau könnte man den oder einen ähnlichen Film für sehr viel kleineres Geld produzieren.

-

In keinem Business wird so sehr manipuliert wie in der Filmbranche. Avatar soll ja auch Verluste eingefahren haben. Ein hierzu passenderes Beispiel wäre 'Fish Tank'.

Fish Tank ist ein recht gutes Drama, das aussieht, wie mit einer HandyCam™ aufgezeichnet. Michael Fassbender spielt mit, aber eher in einer Nebenrolle. Hauptdarstellerin Katie Jarvis hatte gar keine Filmerfahrung, als man sie in einem Bahnhof gefunden hat.

Fish Tank soll 2,5 Mio. Euro gekostet haben. 2.500.000 Euro für WAS??? Hat man ein paar der Wohnblocks gekauft, in deren Sozialwohnungen sich die Handlung abspielt?

-

Daher: Interessanter Blogpost mit netter Kostenaufstellung, aber von Wahrhaftigkeit scheinen mir die gegebenen Informationen weit entfernt zu sein. Durch den sollte man sich nicht davon entmutigen lassen, einen Indie-Film zu erstellen. Und wenn die Kosten nur ein Hundertstel einer Million betragen, fällt auch der Druck weg, die Investitionen schnellstens hereinzuholen.





Antwort von Peppermintpost:

@Bommi

also wirklich klasse finde ich deinen letzten Satz, das man sich durch so einen Blog nicht entmutigen lassen sollte einen Film zu drehen. Da hast du vollkommen recht.

Was das Thema Indi/Low Budget angeht, da haben Amerikaner durchaus andere Vorstellungen als wir sie haben. Also 30Mio $ Produktionen können in Amerika durchaus noch als Indi gesehen werden, wenn sie nicht von einem der 6 Grossen Studios kommen. Filme wie z.B. "Iron Sky" die hatten so weit ich weis ein Budget von 6-7 Mio $ (1 Mio aus Crowdfunding) und gelten in Amerika absolut als vorzeige Exemplare von Indi.

Das wir dier in Deuschland einen Spielfilm für 1Mio produzieren (können) hat ja mit Amerikanischer Warnehmung erstmal nichts zu tuen.

Im Gegenzug must du natürlich auch bedenken, das unsere Filme, mit wenigen Ausnahmen keiner sehen will. Also scheint erstmal der Amerikanische Ansatz "Think Big" zu funktionieren. Das war im konkreten Beispiel zwar ein Englischer Film, wenn ich das richtig vertanden habe, aber die Engländer haben da ein ähnliches Denkmuster, wenn kein Major Studio dahinter steht, dann ist es Indi, das Budget ist dabei egal.

Was die Gewinnchancen von Indi Filmen angeht, ich habe in den letzten 20 Jahren so viele Rückstellungsverträge gesammelt, ich könnte mein Wohnzimmer damit Tapezieren, Geld hab ich aber nie gesehen.
Also auch wenn man einzelne Positionen bei der Kalkulation sicherlich in Frage stellen kann, die Rechnung ist klar, am Ende zahlt man drauf wenn man nicht die passenden Vertriebsstrukturen hat.
Ich selbst finde die waren was den Vertrieb angeht schon recht gut aufgestellt, weil sie ja durchaus Einnahmen hatten die garnicht so unerheblich waren.

Die Erfahrung die ich selbst mit Indi Filmen habe ist, wenn du Geld damit machen willst, dann geht das nur wenn du eine Film Finanzierung hast bevor du drehst, und das Geld was du machst ist lediglich die Bezahlung deiner Arbeitskraft. Einen Film zu produzieren und auf Einspielergebnisse zu hoffen, das ist wie Lotto spielen, da gewinnen auch ab und zu Leute, aber kein Lotto Spieler würde seine Zukunft auf die Hoffung eines Gewinns planen. Als Filmemacher ist man sehr gut beraten das auch nicht zu tuen.

Selbst bei grossen Hollywood Produktionen mit Millionen nur für Werbung entstehen immer wieder Flops "John Carter of Mars" war so ein Beispiel, das haben Profis Produziert, die Story ist nicht schlechter als andere, alles sah gut aus und auch der Cast war akzeptabel, die haben alles richtig gemacht, wollte aber dennoch keiner sehen. Pech gehabt.

Ein Indi Film hat es noch 100 mal schwerer sein zahlendes Publikum zu finden, und er tritt ja in Konkurenz zu den grossen Produktionen. Wenn ich als Zuschauer die Wahl habe zwischen "Iron Sky" und "Star Wars VII", dann tut es mir leid für "Iron Sky".

Man sollte Filme produzieren, weil man sie produzieren will, wenn man das aus finanziellen Gründen tut, dann hat man in Europa schon am Start verloren.

Schau dir Bullis "Schuh des Manitu" an. Da hat Bulli doch nicht alles so gemacht das er damit Geld verdient. Der hatte einfach Bock auf low Budget Trash, die haben sich mit sicherheit beim Dreh den Arsch ab gelacht, und genau das hat sich im Film auch vermittelt, und genau deswegen war er so mega erfolgreich. Geplant war das mit absoluter sicherheit nicht.

Aber ich will abschliessen wie du.

Durch den Blog sollte man sich nicht davon entmutigen lassen, einen Indie-Film zu erstellen



Antwort von iasi:

Also wenn"s nur Spaß machen soll, dann sollte man überlegen, ob einen Film zu drehen, das richtige ist.

Und Bulli hatte nur das geliefert, was seine Fans erwartet hatten - und mit was er sie auch angeheizt hatte.
Da lief schon die Marketingmaschine auf vollen Touren noch bevor die erste Klappe geschlagen war.

Natürlich kann und muss man auch bei einem Indi-Film die Kosten hocrechnen - da sammelt man dann eben die Rechnungen des Pizzalieferanten ein, auch wenn jeder selbst sein Essen gezahlt hat.
Da rechnet man eben nicht das Praktikantengehalt, sondern mit dem üblichen Stundensatz, auch wenn der Praktikant nur ein paar Kröten sieht.

Wenn sich da einige Leute zusammentun, um einen Indi-Film zu machen, bringen sie vielleicht ihr Arbeitszeit und Ausrüstung als Teilhaber ohne Bezahlung mit ein, aber bei der Kostenrechnung werden natürlich der übliche Stundensatz und die üblichen Leihkosten aufgeführt.

Wenn da wirklich jemand den Wert eines Hauses riskiert, wird es ihm nicht nur um Spaß am Dreh gehen. Und das sollte eauch allen Beteiligten klar sein.

Es soll aber auch Leute geben, die wollen das Medium Film dazu nutzen, etwas auszusagen - aber dann ist ihnen auch daran gelegen, dass möglichst viele Leute auch hören, was sie zu sagen haben, also den Film auch sehen.

Ein Film, den niemand sieht, ... das ist eben nicht nur ein finanzieller Misserfolg.



Antwort von Frank Glencairn:

Star Wars. The Passion Of The Christ, Being John Malkovich, Lost in Translation, Stranger Than Paradise, Memento, The Usual Suspects, The Terminator, Reservoir Dogs, Léon: The Professional, Pulp Fiction, American Beauty. American Psycho, Se7en, One Flew Over the Cuckoo's Nest, Apocalypse Now, Fargo, Dirty Dancing, Elysium, Platoon, Pretty in Pink, The Hurt Locker, Gangs of New York, Blue Velvet, Brokeback Mountain, No Country for Old Men, - alles Indie Filme.

Indie heißt nur "nicht von einem Studio Produziert" - mit Budget hat das per se nix zu tun (außer daß die Budgets traditionell kleiner sind als die von Studio Filmen)

In Deutschland denkt bei "Indie" jeder and reine Guerrilla Drehs, was natürlich Quatsch ist.



Antwort von iasi:

Star Wars war auch ein Indie Film.

Indie heißt nur "nicht von einem Studio Produziert" - mit Budget hat das per se nix zu tun (außer daß die Budgets traditionell kleiner sind als die von Studio Filmen)

In Deutschland denkt bei "Indie" jeder and reine Guerrilla Drehs, was natürlich Quatsch ist.

... es gibt ja schließlich keine großen Studios mehr in D, die diese Bezeichnung auch noch verdienen ...

International tut sich nichts für Produktionen aus D und im deutschsprachigen Raum reicht"s nur für Einnahmen, die nur kleinere Budgets erlauben. Und weil nur kleine Budgets zur Verfügung gestellt werden, tut sich international eben auch nichts ... ein Teufelskreis.
Aber vor allem traut sich eben auch kein Geldgeber selbst bei den deutschen Budgets etwas zu riskieren - und das bringt uns eben Komödien, Außenseiterschicksale und Geschichtsunterhaltung ...
Kreativität? Neue Themen? ... ne ... nix ... weil Indi ja nicht automatisch "unabhängig" bedeutet ...



Antwort von iasi:

Star Wars. The Passion Of The Christ, Being John Malkovich, Lost in Translation, Stranger Than Paradise, Memento, The Usual Suspects, The Terminator, Reservoir Dogs, Léon: The Professional, Pulp Fiction, American Beauty. American Psycho, Se7en, One Flew Over the Cuckoo's Nest, Apocalypse Now, Fargo, Dirty Dancing, Elysium, Platoon, Pretty in Pink, The Hurt Locker, Gangs of New York, Blue Velvet, Brokeback Mountain, No Country for Old Men, - alles Indie Filme.

Indie heißt nur "nicht von einem Studio Produziert" - mit Budget hat das per se nix zu tun (außer daß die Budgets traditionell kleiner sind als die von Studio Filmen)

In Deutschland denkt bei "Indie" jeder and reine Guerrilla Drehs, was natürlich Quatsch ist.

na - also da sind die Übergänge ja doch sehr fließend:

nur als Beispiel:
Elysium:
"Production Companies

TriStar Pictures (presents)
Media Rights Capital (in association with)
QED International
Alpha Core (as AlphaCore)
Simon Kinberg Productions (as Kinberg Genre)
Genre Films
Sony Pictures Entertainment (SPE)"

Nur weil sich einige Filmemacher besondere Freiheiten zusichern lassen können, ist"s doch nicht gleich ein Indi-Film.

oder
No Country for Old Men
Production Companies

Paramount Vantage
Miramax
Scott Rudin Productions
Mike Zoss Productions

"Apocalypse Now"
Copolla hatte zuvor große Erfolge und konnte mit seiner eigenen Produktionsfirma daher auch genügend Geld einsammeln.

Wenn all die Crew-Mitglieder und Schauspieler ihre Gage zurückstellen und dann aber doch nach Catering, Anreise und Übernachtung verlangen, muss da eben jemand sein, der dafür das Geld aufbringt und riskiert ...
Und sobald da einer ist, der die Show finanziert, sind eben auch finanzielle Interessen mit im Spiel.



Antwort von Gooerkfish:

WE entertain Y O U !

Ich bin immer noch hunds-total fertig von gestern. und..DIE
haben UNS ENTERTAINT.
-es hat ihnen Spass gemacht, rießßßßen Spass, heiden Spass, mega-Spass.
Iasi-- mir scheint das Dir so gar nix Spass macht.
Stell Dir des so vor..was nehmen wir.. Angus
Gittarrengoot von AC DC maximales Können trift auf maximalen Spass.

hast des verstanden. Du willst wh. einen theoretischen Film machen ( der
nie entstehn wird) ( weil du nie anfängst) der so zu sagen in der dunklen
Kammer deines Spiegelbildes existiert = Du hättest einen Mörderstoff.

INDY:: die INDY-FILM-INDUSTRIE ist genau so groß oder klein wie die
ander die INDUSTRIE-INDUSTRIE ( Hollywood)--nur in Hollywood--habens
30 terrabillarden ( die wollens eig net. ausgebn / net für Mitarbeiter...:))$
und so weiter und so fort-- 2015 is halt net 1970--als damalige Rebellen anfingen um alles in Holywood auf den Kopf zu stellen, und heute musst
genau so denken-- it is always the same.
damals Fernsehen-- der Totfeind vom Filmemacher
heute KOnsole-die hat den Totfeind Smartphone = Aufmerksamkeitslevel der Menschen wird in 1000000000 Segmente zerlegt.
Da musst mal dagegenhalten ( in unserem Kleinsadtkino müss ma den
Berteiber danken das während der Vorstellung absolutes Verbot von und zu und so weiter ist... es gibt auch keine 13 gängigen Menüs--wir sind
KINO nicht Ristorante.. egal..) ( und ein etwas breiters Programm)...

Beispiel für saubilligen und maximalen WIRKUNGSFILM ist

R E C.. der hat einen scheiss gekostet-aber wirkt 100%

und net schon wieder, jaaaaaaaaaaaaa des is nix und aaaaaaaaaaa i mag net. und ohhhhhhhhhh es is zu grün und neiiiin.
bedeute mit billiger 1300 Euro BMC MINI 2 ( 4k chip der und so weiter)
bin ich billig INDY- erzeil meine WIRKUNG-dann folgt nach HÜGEL ein BERG..
so LONDON.... untergroundmusic... tschüss.



Antwort von iasi:

einen Film drehen ist das eine - für ihn dann auch ein Publikum zu finden, etwas anderes

Bulli-Filme waren eben früher gut vermarktet worden ...
so mancher potentielle Blockbuster eben dann eher nicht - und wenn ein Film Legs hat und eigentlich durch Mundpropaganda richtig gut in Fahrt kommen könnte, bleibt eben die Frage, wie lange er sich in den Kinos hält.

Viele guten Filme konnten ihr Publikum nicht finden und sind in der Versenkung verschwunden ... andere weniger gute Filme wurden (und werden) gut verkauft ... so war"s schon immer ...

diesen Film nimmt wahrscheinlich kaum jemand wahr:


der hier schaffte es immerhin in die Medien - aber noch nicht mal auf DVD:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9181501.html



Antwort von freezer:

Beim Dreh schöpft der Filmemacher aus dem Vollen! Beispiele, aus dem Budget Plan entnommen:

- Extras £19,014 (27.000 Euro für Statisten)
- Location/Studio Caterers £24,654 (34.800 Euro für belegte Brote)
- Walkie Talkies £945 (1330 Euro, obwohl PMR-Handquetschen ab 15 Euro/Stück zu haben sind
- Water £720 (teures Nass für 1014 Euro)
- Musik £ 25.000 (35.000 Euro für Musi ist nicht Indie-Style)
- Makeup Trainee, Camera Trainee, Sound Trainee £4600 (schön, dass 6500 Euro für Azubis ausgegeben werden konnte)

Wie soll ich das jetzt freundlich formulieren? Hmm, ich sage es einfach wie es ist: Du hast keine Ahnung von Filmbudgets und kannst anscheinend auch nicht rechnen.

Im Gegensatz zu Dir habe ich mir den Film auch angesehen und der ist absolut solide gemacht, kein Vergleich mit vielen Ultra-Lowbudget-Filmen die so in Deutschland gedreht werden und denen man an jedem Eck das nicht eingesetzte Budget ansieht.

Der Film hat eine Länge von knapp 100 min, was auf ca. 35 Drehtage schließen lässt. Am Set waren rund 30 Leute, also ca. 45 Flaschen Wasser pro Tag, sind in Summe 1.575 Flaschen.
€2.600 für den Kameraassi für fast 2 Monate sind auch nicht gerade viel.
35.000 für Musik ist völlig normal, v.a. wenn sie sich nicht mit irgendwelchen Samples zusammenklatschen lässt, den größten Brocken haben die Tonstudioaufnahmen gemacht.

Gerade weil das alles so ordentlich gemacht wurde, war dieser Film für einen Indie recht erfolgreich und ließ sich in andere Länder verkaufen.

Und Deine Aussage, dass ein echter (was soll das bitte sein) Indie selbstverständlich viel günstiger herzustellen sei? Bitte? Darf ein Film nur unter Selbstausbeutung und Ausnutzung der Gratisarbeitskraft anderer entstehen um ein Indie zu sein? Das ist doch völliger Unsinn. Hast Du sowas überhaupt schon mal durchgezogen? Ich schon. Lustig ist was anderes. Und 2 Monate für lau arbeiten ist auch nicht gerade vielen möglich, weil von was lebt man in der Zeit? Faktisch lässt man sein Filmprojekt von allen anderen querfinanzieren, was eigentlich ins Budget reinzurechnen wäre.

Und was soll das Beispiel mit Mad Max? Das ist storytechnische eine ganz andere Baustelle, genauso wie Blairwitch, Rec, Monster und wie sie alle heißen. Wenn man nicht vorhat sowas ähnliches zu drehen, dann lassen sich weder die Bedingungen noch die Budgets vergleichen.

Daher: Interessanter Blogpost mit netter Kostenaufstellung, aber von Wahrhaftigkeit scheinen mir die gegebenen Informationen weit entfernt zu sein. Durch den sollte man sich nicht davon entmutigen lassen, einen Indie-Film zu erstellen. Und wenn die Kosten nur ein Hundertstel einer Million betragen, fällt auch der Druck weg, die Investitionen schnellstens hereinzuholen.
Ich verstehe nicht, wie Du Dir anmaßen kannst, die Kostenaufstellung anzuzweifeln, obwohl Du so offensichtlich keine Ahnung vom Budgetieren hast. Und gerade diesen Film möchte ich sehen, wie Du den in dieser Qualität um 10.000 machst. Das ist einfach nur lächerlich.



Antwort von iasi:

Beim Dreh schöpft der Filmemacher aus dem Vollen! Beispiele, aus dem Budget Plan entnommen:

- Extras £19,014 (27.000 Euro für Statisten)
- Location/Studio Caterers £24,654 (34.800 Euro für belegte Brote)
- Walkie Talkies £945 (1330 Euro, obwohl PMR-Handquetschen ab 15 Euro/Stück zu haben sind
- Water £720 (teures Nass für 1014 Euro)
- Musik £ 25.000 (35.000 Euro für Musi ist nicht Indie-Style)
- Makeup Trainee, Camera Trainee, Sound Trainee £4600 (schön, dass 6500 Euro für Azubis ausgegeben werden konnte)

Wie soll ich das jetzt freundlich formulieren? Hmm, ich sage es einfach wie es ist: Du hast keine Ahnung von Filmbudgets und kannst anscheinend auch nicht rechnen.

Im Gegensatz zu Dir habe ich mir den Film auch angesehen und der ist absolut solide gemacht, kein Vergleich mit vielen Ultra-Lowbudget-Filmen die so in Deutschland gedreht werden und denen man an jedem Eck das nicht eingesetzte Budget ansieht.

Der Film hat eine Länge von knapp 100 min, was auf ca. 35 Drehtage schließen lässt. Am Set waren rund 30 Leute, also ca. 45 Flaschen Wasser pro Tag, sind in Summe 1.575 Flaschen.
€2.600 für den Kameraassi für fast 2 Monate sind auch nicht gerade viel.
35.000 für Musik ist völlig normal, v.a. wenn sie sich nicht mit irgendwelchen Samples zusammenklatschen lässt, den größten Brocken haben die Tonstudioaufnahmen gemacht.

Gerade weil das alles so ordentlich gemacht wurde, war dieser Film für einen Indie recht erfolgreich und ließ sich in andere Länder verkaufen.

Und Deine Aussage, dass ein echter (was soll das bitte sein) Indie selbstverständlich viel günstiger herzustellen sei? Bitte? Darf ein Film nur unter Selbstausbeutung und Ausnutzung der Gratisarbeitskraft anderer entstehen um ein Indie zu sein? Das ist doch völliger Unsinn. Hast Du sowas überhaupt schon mal durchgezogen? Ich schon. Lustig ist was anderes. Und 2 Monate für lau arbeiten ist auch nicht gerade vielen möglich, weil von was lebt man in der Zeit? Faktisch lässt man sein Filmprojekt von allen anderen querfinanzieren, was eigentlich ins Budget reinzurechnen wäre.

so so - lässt "man" ...
Es gibt eben 2 Arten einen Film zu finanzieren:

1. Ein Produzent riskiert sein Geld und heuert Leute an, die für ihn an dem Film mitarbeiten. Und damit ist es dann SEIN Film.

2. Leute tun sich zusammen und arbeiten gemeinsam an IHREM Film. Jeder trägt seinen Teil des Risikos mit bei.

Wer nicht bereit ist, zu investieren - und sei es auch nur 2 Monate seiner Zeit - ist eben ein Angestellter.

Den Film als "erfolgreich" zu bezeichnen, ist aber doch ein wenig übertrieben. Der Film hat sein Geld nicht eingespielt. Da hat also jemand ordentlich Geld verloren - und sicherlich weit mehr als nur den Lohn für 2 Monate Arbeit.

Und was soll das Beispiel mit Mad Max? Das ist storytechnische eine ganz andere Baustelle, genauso wie Blairwitch, Rec, Monster und wie sie alle heißen. Wenn man nicht vorhat sowas ähnliches zu drehen, dann lassen sich weder die Bedingungen noch die Budgets vergleichen.
Natürlich lassen sich die Budgets vergleichen. Warum denn nicht?
Mad Max1 hatte ein ähnliches Budget.
Es get hier um die Finanzierung und nicht den Inhalt.

Daher: Interessanter Blogpost mit netter Kostenaufstellung, aber von Wahrhaftigkeit scheinen mir die gegebenen Informationen weit entfernt zu sein. Durch den sollte man sich nicht davon entmutigen lassen, einen Indie-Film zu erstellen. Und wenn die Kosten nur ein Hundertstel einer Million betragen, fällt auch der Druck weg, die Investitionen schnellstens hereinzuholen.
Ich verstehe nicht, wie Du Dir anmaßen kannst, die Kostenaufstellung anzuzweifeln, obwohl Du so offensichtlich keine Ahnung vom Budgetieren hast. Und gerade diesen Film möchte ich sehen, wie Du den in dieser Qualität um 10.000 machst. Das ist einfach nur lächerlich.

Natürlich kann und darf er die Kostenaufstellung in Frage stellen.
Ob du jedoch so einen Ton anschlagen darfst, sollten mal deine Mama und dein Papa entscheiden.

Du redest hier vor allem davon, dass andere erst mal so einen Film machen sollen, jammerst aber schon herum, wenn du ein paar Wochen ohne Bezahlung an einem Filmprojekt beteiligt bist.

Nochmal:
Finanziell war der Film ein Mißerfolg, wenn man der Kostenaufstellung Glauben schenkt. Und zwar in einer Größenordnung die jenseits von "2 Monate für lau" liegt. Verdien" erst mal solch eine Summen mit deiner Gage, die die Verluste deckt - da musst du dann ein paar Monate mehr arbeiten.



Antwort von freezer:

Ich glaube, ich werde auf die Antwort vom Iasi-Kasperl nicht eingehen, da er nichtmal mein Posting verstanden hat.

Will vielleicht noch jemand von den restlichen Erwachsenen die selbst schon einen Kinofilm gemacht haben hier mitdiskutieren?



Antwort von iasi:

Ich glaube, ich werde auf die Antwort vom Iasi-Kasperl nicht eingehen, da er nichtmal mein Posting verstanden hat.

Will vielleicht noch jemand von den restlichen Erwachsenen die selbst schon einen Kinofilm gemacht haben hier mitdiskutieren?

Und warum redet dann das freezerle doch wieder so, wie es Mama und Papa sicherlich nicht gefallen dürfte?




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