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Interviewfilm: GH5, A7R II oder A7S II oder Camcorder?



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Frage von Heiner Kunk:


Servus!

Eine Interviewreihe steht an, die ich größtenteils auf eigene Faust und ohne Licht- oder Tonmenschen werde durchziehen müssen. Die Spots werden disparat sein, also nicht immer optimale Lichtsituationen.

Ich nahm daher lange an dass ich mit der A7S II gut aufgestellt sei. Dann dachte ich über eine zweite Kameraeinstellung nach. Eine A7S II und ein Camcorder sind zu teuer. Meine Lösung war: eine A7S (brauche kein 4K) und eine Pana HC-X1 für die Totale oder Außendrehs.

Nun kam die GH5 ins Spiel, die ja über alle Zweifel erhaben sein soll. Allerdings ist der MFT Sensor für mich fragwürdig, ich müsste ja dann schon ein 1835er SIGMA mit einem METABONES SPEED BOOSTER kaufen um genug Licht rauszuholen, nicht wahr?

Nun kam die A7R III raus, was wohl den Vorgänger günstiger werden lassen wird. Auch eine Überlegung, denn dann hat man gleich eine brauchbare Fotokamera für Standaufnahmen. Und schlecht soll ja das Videobild auch nicht sein, wie auch nicht so lichtschwach wie man denken könnte.

Ton werde ich über einen Marantz Rekorder per Funkstrecke aufnehmen, brauche also keinen XLR-Adapter.

Was meint ihr, welche Kamera(s) würdet ihr wählen?

Danke!



Antwort von dienstag_01:

Willst du im Dunkeln drehen?



Antwort von Heiner Kunk:

Sagen wir so, ich kann mir keine Voigtländer Noktron-Linsen leisten. und sicher werde ich mal im Winter gegen 17 Uhr drehen, da kann es leicht schon dunkel sein…








Antwort von dienstag_01:

Im Winter kann man sowieso keine Interviews draußen machen und Innen wird es ja vielleicht wenigstens eine Lampe geben. ;)



Antwort von Drushba:

"Heiner Kunk" hat geschrieben:
Servus!
Nun kam die GH5 ins Spiel, die ja über alle Zweifel erhaben sein soll.
Die GH5 hat einen besseren CodecCodec im Glossar erklärt, aber bedient IMHO ansonsten alle Zweifel!

Bei Interviews: Wenn Du ohne Licht bzw. Einleuchten drehen willst und auf diese Form der Bildqualität stehst, dann reicht zur Not auch die Deckenlampe, um es ausreichend hell zu machen. Du mußt nicht in der Dämmerung drehen. Bedenke, daß ein Interview mit Vollformat sogar für den Geübten keine leichte Herausforderung ist. Der Interviewpartner wird sich bewegen, sich auch mal nach vorne beugen etc. Da der Schärfebereich nur wenige Zentimeter tief ist, die Schärfe aber immer auf den Augen liegen muß, wirst Du in solch einem Fall sehr viel unbrauchbares Material generieren.

Wenn Du alleine unterwegs bist, kannst Du auch nicht immer an den Geräten rumschrauben, weil Deine ganze Aufmerksamkeit dem Interviewpartner gelten muß. In diesem Falle würde ich entweder auf 1/3 Zoll Chips drehen, auch mal ein Iphone-Paar erwägen (sehr handlich) oder Kameras mit genügendem Autofokus bzw. Facetracking nutzen. Aber für letzteres benötigt es auch wieder genügend Licht. Die günstigsten Kameras mit teilweise ausreichendem Autofokus/Facetracking kommen aus der Sony A6500 Reihe. Zum Vergleich: Die GH5 verliert den Autofokus bzw. das Facetracking selbst nach Firmwareupdate fast genauso häufig wie zuvor - das hat eine Menge Leute ihre Cams umtauschen lassen, die dachten mit der GH5 eine Interviewmaschine erstanden zu haben ;-)



Antwort von Funless:

@Heiner:

Also wenn 4K nicht benötigt wird, dann würde ich dir empfehlen dir mal die Canon C100 mit DPAF Upgrade anzuschauen. Die gibt es gebraucht schon für'nen recht schmalen Taler und sollte die von dir beschriebenen Interviewanforderungen locker erfüllen können.



Antwort von Heiner Kunk:

Funless hat geschrieben:
@Heiner:

Also wenn 4K nicht benötigt wird, dann würde ich dir empfehlen dir mal die Canon C100 mit DPAF Upgrade anzuschauen. Die gibt es gebraucht schon für'nen recht schmalen Taler und sollte die von dir beschriebenen Interviewanforderungen locker erfüllen können.
Hm, das wäre auch eine Überlegung wert. Ich muss mir die mal näher ansehen, auch die MKII bekommt man ja inzwischen für wenig Geld. Warum wird diese Baureihe nicht so sehr im öffentlichen Diskurs herangezogen? Handling?



Antwort von didah:

"Heiner Kunk" hat geschrieben:
Warum wird diese Baureihe nicht so sehr im öffentlichen Diskurs herangezogen? Handling?
bitrate und codec sind die krücke der c100



Antwort von rush:

didah hat geschrieben:
"Heiner Kunk" hat geschrieben:
Warum wird diese Baureihe nicht so sehr im öffentlichen Diskurs herangezogen? Handling?
bitrate und codec sind die krücke der c100
Naja - im Vergleich zur A7 Reihe ist das wohl noch vertretbar ;-)

Darüber hinaus... Es geht um Interviews und keine Highspeed Action bei der ein schwacher CodecCodec im Glossar erklärt ans Limit kommt... Ein paar Nasen bekommt man auch bei 8 bit und einem halbgaren CodecCodec im Glossar erklärt mehr als ausreichend auf die Speicherkarte gebannt.

Ich würde wahrscheinlich eine "alte" A7s wählen wenn Beleuchtung ein Problem werden könnte...

Aber würde das auch ohne Bedenken mit meiner a7rII im S35 Crop Mode drehen wenn 4k gewünscht ist.....

und eine c100 würde da ebenfalls locker für taugen... AF ist doch bei Interviews sowieso kaum nötig sofern der Hans nicht urst wild rumzappelt...



Antwort von Funless:

"Heiner Kunk" hat geschrieben:
Funless hat geschrieben:
@Heiner:

Also wenn 4K nicht benötigt wird, dann würde ich dir empfehlen dir mal die Canon C100 mit DPAF Upgrade anzuschauen. Die gibt es gebraucht schon für'nen recht schmalen Taler und sollte die von dir beschriebenen Interviewanforderungen locker erfüllen können.
Hm, das wäre auch eine Überlegung wert. Ich muss mir die mal näher ansehen, auch die MKII bekommt man ja inzwischen für wenig Geld. Warum wird diese Baureihe nicht so sehr im öffentlichen Diskurs herangezogen? Handling?
Hat mit dem Handling nix zu tun, sondern schlicht und ergreifend, dass sie kein 4K hat und somit für die hippen Trendster, für die der 4K Aufkleber auf dem Kamerabody unentbehrlich ist um nicht als zurückgebliebener Oldie angesehen zu werden, aus dem Fokus fällt.

Und dass die Bitrate und der CodecCodec im Glossar erklärt die "Krücke" bei der C100 wäre ist (nett ausgedrückt) kompletter Schwachsinn. Perverso-Farbverbieger brauchen natürlich mindestens 10Bit, sonst kommt das böse böse Banding um den Seelenfrieden auf ewig heimzusuchen. Die Color Science der C100 ist OOTB schon recht gefällig, so dass eine exorbitante Perverso-Farbverbiegerei per se nicht notwendig ist und leichte Farbkorrekturen (sofern denn unbedingt nötig) hält das Footage der C100 locker aus.



Antwort von Starshine Pictures:

Ohne Licht werden deine Interviews per se schlecht aussehen. Da ist es fast egal mit welcher Kamera du das filmst. Aber von Vollformat würde ich als One-man-show auch abraten. Die Schärfe ist da echt tricky zu treffen, da reichen kleinste Positionsänderungen deines Interviewpartners und es ist unscharf. Die C100 ist da sicher ein gutes Arbeitstier. Und das Codec-Gequatsche kann man getrost ignorieren.


Grüsse, Stephan



Antwort von Jott:

Genau. Und da Codecs für so was völlig egal sind und Ton sowieso extern aufgenommen werden soll, werfe ich mal - wenn 4K nicht gewünscht ist - zwei mal Sony A6000 in den Topf. Spottbillig, S35-Look, ebenfalls viele günstige wunderbare Optiken erhältlich. Sony 50 1.8 zum Beispiel, oder die manuellen Samyangs für E-Mount.

Vom gesparten Geld ein kleines Set mit Akku-LED-Lämpchen einpacken, wirkt Wunder im Gegensatz zu no light, und sei es nur für Haarglanz und Augenlicht.

Haken: begrenzte Aufnahmezeit. Würde mich persönlich davon abhalten, so was mit Fotoapparaten zu machen, aber die große Masse scheint's nicht zu jucken, wenn ein Interview deshalb unterbrochen werden muss. Also was soll's! :-)








Antwort von rush:

Jott hat geschrieben:


Haken: begrenzte Aufnahmezeit. Würde mich persönlich davon abhalten, so was mit Fotoapparaten zu machen, aber die große Masse scheint's nicht zu jucken, wenn ein Interview deshalb unterbrochen werden muss. Also was soll's! :-)
Keine Ahnung was du so drehst: Aber 30 Minuten Interview am Stück ist schon echt eine lange Zeit... Zudem: wenn man sich mit dem Autor abspricht oder nicht ganz auf die Nase gefallen ist, hat man ungefähr ein Gefühl dafür in einer Fragestellung auch kurz die Aufnahme zu beenden und neu einzustarten... Ein Hexenwerk ist das nun wirklich nicht. Ein Akkuwechsel kann in dem Zusammenhang ebenfalls vorgenommen - oder notfalls auch mal vorgeschoben werden. Wenn ich da an frühere Zeiten denke... und da meine ich nicht mal Film... denn selbst die gängigen Digibeta-Tapes waren doch nach 32 Minuten durch - und ein wirkliches Problem war auch das nie. Man wusste eben damit umzugehen. Und manchmal war es sogar ein guter Indikator des Aufnahme/Sende-verhältnisses.



Antwort von Jott:

rush hat geschrieben:

Keine Ahnung was du so drehst
Genau.

Ich hab doch geschrieben: wenn‘s nicht juckt, ist alles gut.



Antwort von dosaris:

m.E. ist entscheidend, wer das timing vorgibt.

Bei Vortrags-Monologen/Podiums-Interviews (größere Veranstaltung)
ist ein Einzelkämpfer schwer gefordert.

Wenn ich das timing für die takes vorgeben kann ist's einfacher
und ich komme meist allein zurecht.

vorab: ich traue mich (ähnliche Voraussetzung wie skizziert) weiterhin,
meine TV-Reportagen in 1080P25 zu produzieren.

Bei genügend vorhandenem Licht für den Interview-Dreh steht eine
action-cam auf Totale statisch in der Mitte und läuft durch, bei
schwachem Licht eine m43-Cam mit speedbooster.

ca 30° links eine 3Chip-HD-Cam (Slave, 4Mpx) auf Halbtotale fernbedient, halbrechts 30°
stehe ich mit der Master-Cam (3Chip, 4Mpx mit RX für Remote-Ton+ Fernbedienung
für slave) variabel. Oder umgekehrt, je nach location.
Wenn möglich.

ja, also vorwiegend camcorder (alle Pana).
Für meinen workflow hat sich das meist bewährt.



Antwort von Heiner Kunk:

ja, sehr disparate Äußerungen allesamt ;-)
Es ist schwer zu entscheiden. Ist es wirklich so schwer die Schärfe zu treffen bei Vollformat in 4K?
Das wäre dann bei der APS-C A6500 ja dann kein Problem, richtig.

Eigentlich drehe ich im im MF, aber der AF der 6500 bzw. FACE DETECT soll gut sein, was man von der GH5 nicht behaupten kann. Vom Handling, halte ich die GH5 aber für sehr fein. Ach, keinen Meter weiter ;-)



Antwort von Heiner Kunk:

dosaris hat geschrieben:
m.E. ist entscheidend, wer das timing vorgibt.

Bei Vortrags-Monologen/Podiums-Interviews (größere Veranstaltung)
ist ein Einzelkämpfer schwer gefordert.

Wenn ich das timing für die takes vorgeben kann ist's einfacher
und ich komme meist allein zurecht.

vorab: ich traue mich (ähnliche Voraussetzung wie skizziert) weiterhin,
meine TV-Reportagen in 1080P25 zu produzieren.

Bei genügend vorhandenem Licht für den Interview-Dreh steht eine
action-cam auf Totale statisch in der Mitte und läuft durch, bei
schwachem Licht eine m43-Cam mit speedbooster.

ca 30° links eine 3Chip-HD-Cam (Slave, 4Mpx) auf Halbtotale fernbedient, halbrechts 30°
stehe ich mit der Master-Cam (3Chip, 4Mpx mit RX für Remote-Ton+ Fernbedienung
für slave) variabel. Oder umgekehrt, je nach location.
Wenn möglich.

ja, also vorwiegend camcorder (alle Pana).
Für meinen workflow hat sich das meist bewährt.
welche Pana?
Ich teste mal die HC-X1.



Antwort von rush:

"Heiner Kunk" hat geschrieben:
Ist es wirklich so schwer die Schärfe zu treffen bei Vollformat in 4K?
Achwo... BlendeBlende im Glossar erklärt notfalls leicht ab - aber dank PeakingPeaking im Glossar erklärt und digitaler Vergrößerungen ist es an einer A7rII bzw A7s nicht wirklich schwer zu fokussieren... Ich finde sogar, das man die Schärfe oft sogar besser trifft weil der Unschärfebereich größer ist und man entsprechende Unschärfen auch schneller sieht.
Zumindest kann ich in totaleren Einstellungen am Vollformat die Schärfe besser beurteilen als an einem kleinen mft oder gar 2/3" Sensor.

Zudem: Du sprichst ja von Interviews... Da ändert sich die Schärfeebene ja nicht ständig komplett - da taugt MF eigentlich vollends und ich würde das besonders bei gut gebauten Bildern auch immer noch einem AF vorziehen falls die Dinger doch Mal steil gehen und pumpen... Hängt ja auch immer von den Gläsern ab wie gut die automatische Fokussierung dann wirklich arbeitet



Antwort von Heiner Kunk:

rush hat geschrieben:
"Heiner Kunk" hat geschrieben:
Ist es wirklich so schwer die Schärfe zu treffen bei Vollformat in 4K?
Achwo... BlendeBlende im Glossar erklärt notfalls leicht ab - aber dank PeakingPeaking im Glossar erklärt und digitaler Vergrößerungen ist es an einer A7rII bzw A7s nicht wirklich schwer zu fokussieren... Ich finde sogar, das man die Schärfe oft sogar besser trifft weil der Unschärfebereich größer ist und man entsprechende Unschärfen auch schneller sieht.
Zumindest kann ich in totaleren Einstellungen am Vollformat die Schärfe besser beurteilen als an einem kleinen mft oder gar 2/3" Sensor.

Zudem: Du sprichst ja von Interviews... Da ändert sich die Schärfeebene ja nicht ständig komplett - da taugt MF eigentlich vollends und ich würde das besonders bei gut gebauten Bildern auch immer noch einem AF vorziehen falls die Dinger doch Mal steil gehen und pumpen... Hängt ja auch immer von den Gläsern ab wie gut die automatische Fokussierung dann wirklich arbeitet
Die a6500 hat wohl den besseren AF als z.B. die A7s II, die ja VF ist. Der AF an einem Camcorder ist noch immer weitaus besser, oder liege ich da falsch. Ich meine, es ist schon schwer etwas falsch zu machen mit einer HC-X1 z.B. Na ja, aber sind die Bilder nicht so filmisch, was sie auch nicht müssen, finde ich, bei einem Interview. Aber inzwischen sind ja fast alle Dokfilme filmisch, was mich immer sehr verwirrt bei Festivals. Tiefenschärfe und super Bookeh muss doch nicht sein bei einem Dokfilm und Interviews…



Antwort von Darth Schneider:

Starshine Pictures hat doch recht.
Ich finde die C100 auch viel geeigneter, gerade für Interwiews. Das willst du doch nicht wirklich mit einem Fotoapparat filmen ? Ich hatte die C100 mal gemietet, die macht überigens super schöne Bilder und sie ist genial zum bedienen, nicht zu vergleichen und viel besser als das Gefummele mit einer A6500 oder auch einer A7r. Der CodecCodec im Glossar erklärt ist überigens super bei der Canon, finde ich, das Video sieht mehr nach richtigem Film aus, im Gegensatz zu den eher videotypischen Sony Bilder. Würde mir sofort eine kaufen wenn ich die Kohle hätte, auch wenn heute wahrscheinlich die c200 interessanter wäre, aber auch zirka 7000 Franken teurer.
Ich würde die c100 trotz ihres Alters bevorzugen. Versteht mich nicht falsch, die Gh5 und die Alphas sind super, aber ich würde doch viel lieber mit einer C100 Auftragsfilme drehen, schon alleine wegen dem Formfaktor und den vielen schönen richtigen Knöpfen am Gerät, so wie es sich gehört. Überigens muss man bei der Canon auch nicht alle 20 Minuten den Akku wechseln, was auch nicht unwichtig ist, wenn man damit keine Hobbyfilmer machen möchte.
Gruss Boris



Antwort von rush:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Das willst du doch nicht wirklich mit einem Fotoapparat filmen ? Ich hatte die C100 mal gemietet, die macht überigens super schöne Bilder und sie ist genial zum bedienen, nicht zu vergleichen und viel besser als das Gefummele mit einer A6500 oder auch einer A7r.
Gefummel? Also das finde ich jetzt schon etwas an den Haaren herbeigezogen... hast du denn mal mit der A7rII gearbeitet?
Die hat für nahezu alle Zwecke entsprechende Knöpfe und Funktionstasten - sei es für BlendeBlende im Glossar erklärt, Zeit, WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt, Fokusvergrößerung, PeakingPeaking im Glossar erklärt usw...
Die Empfindlichkeit etwa habe ich aufm rückwertigen Rädchen liegen und kann da schneller und feiner reagieren als an vielen Camcordern die oft nur sehr grobe Verstärkungsstufen zulassen - nur so als Beispiel.
Drehe ich in 4k für spätere Full HD Ausgabe - habe ich sogar noch die Möglichkeit hin und wieder eine zweite "Kameraeinstellung" im Schnitt zu simulieren - durch einen optisch verlustfreien Ransprung.

Einzigst der fehlende ND ist halt ein Nachteil - aber indoor wird man eher in der Situation sein Licht zu setzen oder zumindest die ISO's zu puschen wenn man auf Leuchtmittel verzichten möchte/muss.

Ganz ehrlich: Wenn man damit eingespielt ist, kann man damit unglaublich schnell und effektiv arbeiten. Man muss weder ins Menü noch hat man sonst viel "Gefummel". Ist zumindest meine Erfahrung und ich habe sonst auch mit anderen Broadcast-Modellen und Co zu tun.

Und nochmal: Es ging Ausgangs im einen "Interviewfilm" - Also Nasen und Köppe.... nichts, was man mit einer A7rII oder dergleichen nicht auch problemlos bewerkstelligen könnte.

Klar: Die C100 macht natürlich rein haptisch und äußerlich etwas mehr her und man kann damit sicherlich auch den Auftraggeber der keine Ahnung von der Materie hat beeindrucken... das ist sicher immer auch ein Argument. Akku ist sicher auch ein Pro-Camcorder Vorteil... wobei man im Netzbetrieb oder mit Powerbank auch eine spiegellose Kamera länger "powern" könnte... aber das sind dann eher Spielereien :)

Canons C100 Reihe ist gut und da macht man auch nichts mit falsch - gar keine Frage. Aber die kleinen Sony's kann ich aus eigener Erfahrung eben nicht so "schlecht wegkommen" lassen wie Du sie darstellst ;)








Antwort von dienstag_01:

Der AF an einem Camcorder ist noch immer weitaus besser, oder liege ich da falsch. Hier liegst du falsch. Camcorder haben prinzipiell kleinere Sensoren und daraus resultierend eine größere Schärfentiefe. Sie *reagieren* also unempfindlicher auf Fehlfokussierung. aber sind die Bilder nicht so filmisch, was sie auch nicht müssen, finde ich, bei einem Interview. Aber inzwischen sind ja fast alle Dokfilme filmisch, was mich immer sehr verwirrt bei Festivals. Tiefenschärfe und super Bookeh muss doch nicht sein bei einem Dokfilm und Interviews… Vielleicht entdeckst du hier gerade etwas sehr wesentliches: die Ästhetik des Films. Was will ICH sagen und welche Mittel sind dafür die richtigen.



Antwort von Funless:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Ich würde die c100 trotz ihres Alters bevorzugen. Versteht mich nicht falsch, die Gh5 und die Alphas sind super, aber ich würde doch viel lieber mit einer C100 Auftragsfilme drehen, schon alleine wegen dem Formfaktor und den vielen schönen richtigen Knöpfen am Gerät, so wie es sich gehört. Überigens muss man bei der Canon auch nicht alle 20 Minuten den Akku wechseln, was auch nicht unwichtig ist, wenn man damit keine Hobbyfilmer machen möchte.
Gruss Boris
Da stimme ich dem guten Boris mal uneingeschränkt zu.



Antwort von Darth Schneider:

An Funnless
Danke.
Ich bin auch am schauen wegen einer neuen Kamera. Die Gh5 würde mir schon gefallen, aber ich habe keinen Bock auf Speedbooster, xlr Modul und den ganzen Zubehör Quatsch, das ist mir einfach zu teuer. Ausserdem habe ich jetzt inzwischen für mich gelernt das filmende Fotoapparate auch nicht alles sind, zum filmen, obwohl sie so viel können. Der Formfaktor. Und das Hanling sprechen dagegen, darum habe ich auch die C100 oder die C100 Mark 2 im Auge. Das die Kameras nicht die neusten sind stört mich nicht, im Gegenteil, das macht die doch günstig. Ausserdem, Full Hd genügt mir immer noch.
Gruss Boris



Antwort von cantsin:

Vor allem ist das, was die C100 mit ihrem internen h264-Codec ausgibt, trotz nicht besonders hoher Datenraten qualitativ IMHO erheblich besser, als das, was die Sony A7-Serie intern aufzeichnet - wahrscheinlich, weil in dem größeren Gehäuse eine bessere Videosignalverarbeitung betrieben wird.



Antwort von Darth Schneider:

Das habe ich auch schon gelesen. Die c100 hat ja noch einen Lüfter, dann wird Intern schon einiges heisser gerechnet werden als bei der Sony Alpha Serie.
Die Hd Filme von der C100 sehen immer noch besser, beziehungsweise auch viel filmischer, aus als die Filme nicht weniger 4K Kameras. Wie schlägt sich eigentlich diese Canon Xc15 oder xc10 im Vergleich mit der c100 ? Arbeitet jemand damit ? Die sind so schön günstig und komplett, wenn man von den teuren, dämlichen 4K cfast Karten mal absieht.
Gruss Boris



Antwort von cantsin:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Wie schlägt sich eigentlich diese Canon Xc15 oder xc10 im Vergleich mit der c100 ?
Auch sehr gut, der CodecCodec im Glossar erklärt ist sogar besser bzw. identisch mit dem der C300 (erste Generation). Die Kamera ist von der BBC mit dem höchsten Qualitätssiegel ("tier 1") für FullHD-Aufzeichnung versehen worden.

Allerdings ist die Kamera bei Schwachlicht ein paar Stufen schlechter als die C100, wegen der Kombination des deutlich kleineren Sensors und des nicht sonderlich lichtstarken, fest eingebauten Zoomobjektivs.



Antwort von Starshine Pictures:

Solltest du dich für die C100 entscheiden würde ich aber zur Mark II raten. Das Bild ist zwar vergleichbar, aber das drumherum drastisch besser als bei der ersten Version. Besserer Viewfinder, besseres Display, es gibt ein internes Mikro im Body um nur ein paar Vorteile zu nennen. Hier mal ein älteres "Review" der C100 von mir. Ist zum grössten Teil nur blödes Gequatsche, aber im Kern kommen die Nachteile der ersten Generation gegenüber der Mark II gut raus.

https://vimeo.com/135808524


Grüsse, Stephan



Antwort von Heiner Kunk:

Hallo Stephan & Co,

und worin liegt nun der große Unterschied zu einer vielleicht etwas zukunftssicheren Cam wie der HC-X1?



Antwort von cantsin:

"Heiner Kunk" hat geschrieben:
und worin liegt nun der große Unterschied zu einer vielleicht etwas zukunftssicheren Cam wie der HC-X1?
In Sensorgröße und Wechselobjektiven.








Antwort von Starshine Pictures:

Es kommt immer darauf an wie der Look deines Filmes sein soll. Das Bild der C100 ist weicher und wirkt filmischer. Zudem hat man mit den Wechselobjektiven praktisch unendliche Möglichkeiten der individuellen Bildgestaltung im Gegensatz zu einem fix verbauten Objektiv.

Ich persönlich würde mir niemals eine Kamera kaufen die ein solches Bild macht:
https://youtu.be/ENmMhmlnwaI



Antwort von Heiner Kunk:

ok, aber warum nicht die SONY FS700? Die hat ja auch Wechsellinsen und auch eine 4K-Option. Das wäre in Hinsicht der Zukunftswertigkeit doch etwas schlauer, oder?



Antwort von TomWI:

Geht"s hier eigentlich immer noch um den Film für Deine Dissertation?

Mir kam der ganze Thread irgendwie bekannt vor. Du hast Dich hier doch schon im Februar 2017

viewtopic.php?f=39&t=134845

und mit ähnlicher Fragestellung im Januar 2015

viewtopic.php?p=768229

im Kreis gedreht.

Meine ehrliche Meinung: Nimm irgendeine der angesprochenen Kameras – die sind für Deine Zwecke alle geeignet – und fang an Deine Interviews zu drehen. Dieses Suchen und Hoffen auf die "optimale" Kamera ist doch reine Prokrastination und bringt dich keinen Schritt weiter.

Ich drehe eigentlich auch nur Interviews/Statements und habe dafür seit Ende 2014 die X70 im Einsatz. Habe jetzt für die Fälle in denen der Kunde "filmischen Look" wünscht oder ich etwas mehr Freistellung brauche noch eine C100 Mark II gekauft. Alles bestens.



Antwort von Heiner Kunk:

TomWI hat geschrieben:
Geht"s hier eigentlich immer noch um den Film für Deine Dissertation?

Mir kam der ganze Thread irgendwie bekannt vor. Du hast Dich hier doch schon im Februar 2017

viewtopic.php?f=39&t=134845

und mit ähnlicher Fragestellung im Januar 2015

viewtopic.php?p=768229

im Kreis gedreht.

Meine ehrliche Meinung: Nimm irgendeine der angesprochenen Kameras – die sind für Deine Zwecke alle geeignet – und fang an Deine Interviews zu drehen. Dieses Suchen und Hoffen auf die "optimale" Kamera ist doch reine Prokrastination und bringt dich keinen Schritt weiter.

Ich drehe eigentlich auch nur Interviews/Statements und habe dafür seit Ende 2014 die X70 im Einsatz. Habe jetzt für die Fälle in denen der Kunde "filmischen Look" wünscht oder ich etwas mehr Freistellung brauche noch eine C100 Mark II gekauft. Alles bestens.

… wie auch die Promotion gerne mal durch aufgeschoben wird. Genau ;-)

Nimmst du Funkstrecken für den Ton?

Habe mich heute dazu entschlossen die C100 MII zu kaufen, ein paar EF Linsen habe ich noch rumstehen. Mal sehen was da rauskommt. Heute habe ich die Blackmagic Ursa Mini4.6 testen können, ich finde die Bedienung sehr befremdlich.

Danke für euren wenn auch sehr unterschiedlichen Ansichten!



Antwort von Darth Schneider:

Unterschiedliche Ansichten ? Wenn alle dieselbe Meinung hätten gäbe es nicht so viele unterschiedliche Kameras.
Ich denke du wirst sehr zufrieden sein mit deiner C100M2. Viel Spass beim Filme machen.
Gruss Boris



Antwort von TomWI:

"Heiner Kunk" hat geschrieben:
Habe mich heute dazu entschlossen die C100 MII zu kaufen, ein paar EF Linsen habe ich noch rumstehen...
Guter Entschluss, Glückwunsch!
"Heiner Kunk" hat geschrieben:
Nimmst du Funkstrecken für den Ton?
Zum Teil. Ich habe zwei Sony UWP-D11, die sind ganz o.k., wenn"s schnell gehen muss. Wenn ich etwas mehr Zeit habe oder an einem Set mehrere Interviewpartner hintereinander kommen, dann angele ich den Ton lieber. Entweder hab ich dann jemanden für den Ton dabei oder die Tonangel kommt aufs Stativ mit Boom Boy.




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