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Großartiges Interview mit Geoff Boyle



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Frage von Frank Glencairn:


Großartiges Interview mit Geoff Boyle

https://www.youtube.com/watch?x-yt-cl=8 ... 1422579428



Antwort von Niko M.:

Danke !



Antwort von iasi:

leider widerspricht er sich - auf der einen Seite sei das Ergebnis (der Look) wichtig, das eine Kamera erzeuge - und dann plötzlich verkürzt er alles auf Bitraten.

Das Maximale aus einer Kamera zu holen - das ja.
Wenn man mit einer Alexa dreht, wäre dies Raw.

Unkomprimiertes Raw als das ausschlaggebende Kriterium - das nein.





Antwort von Niko M.:

leider widerspricht er sich - auf der einen Seite sei das Ergebnis (der Look) wichtig, das eine Kamera erzeuge - und dann plötzlich verkürzt er alles auf Bitraten.

Ich habe es so verstanden, dass die Auswahl der Kamera, also der spezifische Look, nicht unbedingt in seinen Händen liegt. Also muss er je nachdem Kompromisse machen. Persönlich schätzt er aber unkomprimiertes RAW mit hohen Bitraten sehr. Wegen den Möglichkeiten und den Post-Optionen.
Aber er bekommt auch so einen guten Look hin. "I don't care !"



Antwort von iasi:

Es bleibt ein Widerspruch ... und den höre ich eigentlich immer, wenn jemand seine Kamerawahl zu begründen versucht:

Da wird vom "Look" geredet, die die Kamera liefert, und andererseits möglichst flexibles Material für die Post verlangt.
Da denke ich mir: Ja was denn nun?

Im digitalen Zeitalter kann ich dem Bild jeden Look verpassen, den ich will, sofern das Material so flexibel ist, wie Boyle es ja will.

Wer eine Alexa, Red, Sony etc. richtig belichtet und bedient, erhält Aufnahmen, die sich in der Post zu jedem gewünschten "Look" bearbeiten lassen.

Die gebotene Flexibilität ist enorm - ebenso, wie die Gestaltungsmöglichkeiten.
Daran ändert auch die Komprimierung von Raw nichts.

Aber eines stört mich vor allem:
Es ist schlicht dogmatische Blödsinn, generell zu sagen, es sei immer hoher DR und unkompimiertes Raw nötig.
Dabei sollte doch eher gelten: Die geeignetste Kamera für die Anforderungen des Drehs!

Und dann gebe ich ihm recht: Aus dieser Kamera, dann das Maximale herausholen!

Ein kleine und kompakte GH4 an einem Shogun kann durchaus für ein bestimmtes Projekt geeigneter sein, als eine der dicken und schweren High-End-Kameras.

Für ein Projekt, das von vorhandem Licht bis hin zum Mondschein bestimmt wird, ist vielleicht eine Sony 7s die beste Wahl.



Antwort von Niko M.:

Stimme ich voll zu.

Beim Thema "Look" werden wir aber wohl auf keinen grünen Zweig kommen, vermute ich zumindest....



Antwort von iasi:

Stimme ich voll zu.

Beim Thema "Look" werden wir aber wohl auf keinen grünen Zweig kommen, vermute ich zumindest....

Erklär doch bitte mal, was dieser "Look" sein soll, der aus einer Raw-Kamera kommt.
Ehrlich: Mir ist das nicht ganz klar.



Antwort von Frank Glencairn:

Klar kann ich ne RED, ne Alexa (raw) und ne BMCC (raw), in der Post so aneinander angleichen, daß es dem Otto Normalzuschauer nicht auffällt.

Aber trotzdem haben alle drei Kameras einen eigenständigen Charakter, eine unterschiedliche Colorscience und eine unterschiedliche Farbresponse - vom Rolloff ganz zu schweigen. Jemand der hinter der Kamera oder in der Post mit dem Material arbeitet sieht das auch sofort. Das Material "fasst" sich in der Post auch anders an.

Wo ich mit Boyle 100%ig übereinstimme ist: Ich will immer unkomprimiert und raw, wenns irgendwie machbar ist. Datenmengen interessieren mich dabei nicht.



Antwort von Niko M.:

So schön hätte ich es natürlich nicht sagen können, aber das meinte ich.
Jede Cam hat doch einen anderen Look. Eine ander Wirkung auf einen...
Ein deutliches Beispiel sind die unterschiedlichen Farben einer Canon und einer Panasonic. Vor allem das Grün.
Haben beide eine ganz unterschiedliche Wirkung auf mich.

Ich habe zwar selbst eine GH4, aber ich hätte viel viel lieber den Look einer Pocket von Blackmagic oder einer Canon. Oder Dragon ;)



Antwort von iasi:

na also - ich kann"s also angleichen - und wenn ich also letztlich die selben Ergebnisse erhalte, ist es doch egal, ob in der Post nun einige Regler anders gedreht und während der Aufnahme die Belichtung kameraspezifisch erfolgen muss.

Das ist dann eben auch der Unterschied zu Film: da bekomme ich mit der Entwicklung eben nicht 2 Negative von 2 Herstellern angeglichen. Nicht umsonst hatte man von einem Negativtyp sogar nur Material aus einem Produktionsprozess genommen.

Ich "fühle" auch keinen Unterschied zwischen komprimiertem und unkomprimiertem Raw.

All das Reden über "Look" rührt doch eher von dem verständlichen Beharren auf der Kamera her, die man gewohnt ist.
Aus einer Kamera, mit der man oft gearbeitet hat und sehr gut eingearbeitet ist, holt man eben auch das Maximale heraus.

Aber ich bezweifle schlicht, dass der Unterschied zwischen Alexa, Red, Sony usw. am Ende de Post exsitiert.
Mit den Leuten in der Post ist es genauso, wie mit den Kameraleuten: Aus dem Material, mit dem sie die meiste Erfahrung haben, kommen sie am besten zurecht und holen das meiste heraus - und daher bevorzugen sie dieses Material.

Letztich konnten die Profis beim Camera-Shootout doch auch nicht sagen, mit welcher Kamera welche Aufnahme gemacht wurde.



Antwort von Niko M.:

Also egal ist es doch sicher nicht. Oder ich bilde mir da vielleicht doch etwas ein?
Hab mich zwar schon oft erfolgreich überprüft und getestet, aber wer weiss. Spannend!
Da jeder ja etwas anders sieht, wahrnimmt und empfindet, wird es allerdings schwierig an sowas wie objektive "Wahrheit" zu gelangen befürchte ich.

Als Cutter oder Grader z.B. kann es in meinen Augen sehr hilfreich sein wenn man die Unterschiede sehen kann. Sparrt sicher Zeit und Nerven.
Oder wenn man entscheiden muss welche 2 Cams man am ehesten kombinieren kann für einen gewissen shoot etc.
Und in welcher Szene man welche am besten einsetzt...für den gewünschten Look.

Vieles hat mit Geschmackssache zu tun, klar. Als ich aber damals die ersten Pre-Model GH4 96fps Aufnahmen von Andrew gesehen habe, dachte ich nur "Oh Gott, sieht das scheisse aus." Ich war total entsetzt, weil ich schon vorbestellt hatte und dabei absolut nichts schönes sehen und fühlen konnte. Nichts ! Obwohl es Zeitlupe war. Dann liest man die Kommentare und denkt sich "wie bitte?, warum sind denn jetzt so viele davon begeistert?"
Ich fand auch den Look der GH2 schöner als den der GH3. Geschmackssache?
Bei den ersten Pocket-Aufnahmen, wusste ich nicht was ich da sehe, wusste damals auch nicht was z.B. 8 oder 10bit und 4:4:44:4:4 im Glossar erklärt etc bedeutet.
Blackmagic hatte ich noch nie vorher gehört.
Na ja, mein Bauch hat verrückt gespielt. Ich habe sofort gewusst das wird meine neue Kamera. Dann habe ich recherchiert und mich aus praktischen Gründen dagegen entschieden. Hatte zu dem Zeitpunkt die GH2.

Kenne aber kaum Leute, die einen Unterschied sehen oder emotional bei Bildern werden...komisch komisch das Ganze.



Antwort von Frank Glencairn:

na also - ich kann"s also angleichen - und wenn ich also letztlich die selben Ergebnisse erhalte, ist es doch egal, ob in der Post nun einige Regler anders gedreht und während der Aufnahme die Belichtung kameraspezifisch erfolgen muss.

Ich hab nicht gesagt daß es das selbe ist, ich hab nur gesagt, daß der Otto Normalzuschauer den Unterschied nicht mehr wahrnimmt. Hab kürzlich eine Doku, die wir mit BMC und Red gedreht hatten im Kino gesehen, und für mich war es offensichtlich, aber das ist ja auch mein Job.



Antwort von iasi:

na also - ich kann"s also angleichen - und wenn ich also letztlich die selben Ergebnisse erhalte, ist es doch egal, ob in der Post nun einige Regler anders gedreht und während der Aufnahme die Belichtung kameraspezifisch erfolgen muss.

Ich hab nicht gesagt daß es das selbe ist, ich hab nur gesagt, daß der Otto Normalzuschauer den Unterschied nicht mehr wahrnimmt. Hab kürzlich eine Doku, die wir mit BMC und Red gedreht hatten im Kino gesehen, und für mich war es offensichtlich, aber das ist ja auch mein Job.

Beim Camera-shootout konneten die Profis nicht sagen, welche Aufnahme mir welcher Kamera gemacht wurde.

Ich würde mich auch immer hinterfragen, ob ich die Unterschiede im Kino nicht deshalb erkenne, weil ich weiß, mit welcher Kamera, was gedreht wurde.

Aus der einen Kamera kommen z.B. schärfere Aufnahmen als aus der anderen - in der Post ist dies schnell ausgeglichen.
Weicherers Auslaufen in den Lichtern:
Die Alexa kann man etwas unbekümmerter belichten, was die Highlights betrifft. Bei einer BMCC muss man die Lichter schützen. Belichte ich kameraspezifisch richtig, bekomme ich am Ende Aufnahmen, die ich in der Post zu jedem beliebigen Ergebnis hinbiegen kann.

"Look" ist auch ein viel zu schwammiger Begriff und blendet die konkreten Bildeigenschaften aus, die man im Hinblick auf die Bildwirkung erzeugen will.



Antwort von Niko M.:

Jede Kamera hat einen spezifischen, eigenen Look. Der generell wiedererkennbar ist, da er sich in der Wirkung, der Colorscience etc. von anderen unterscheidet. Oft nur minimal oder subtil.
2 Canons mit dem gleichen Obkjektiv sind viel schwerer zu unterscheiden als eine Canon und Panasonic.
Von dieser Look-Basis aus, kann man dann über die Settings und Objektive, verschiedene (Unter-) Looks generieren.

Beim Zacuto Shootout war es das Ziel, identische Ergebnisse herzustellen.
Man kann wahrscheinlich nur nach sehr viel Erfahrung, die unmarkierten Bilder den entsprechenden Modellen fehlerfrei zuordnen - aber man sieht oder erkennt doch beim anschauen, dass das Bild immer etwas anders aussieht, und es sich entweder um verschiedene Modelle oder manchmal vielleicht auch nur um ein anderes Objektiv handeln muss. (Beim Zacuto war es immer das gleiche Objektiv)

Es geht dann nur darum welches einem davon subjektiv, am besten gefällt. Oder welcher Look die Stimmung für einen persönlich am besten einfängt...etc.

Ist es jetzt nicht mehr so schwammig?



Antwort von iasi:

Der "Look" der aus der Kamera kommt, ist doch unerheblich, denn am Ende ist es das Grading, das darüber entscheidet, was man letztlich zu sehen bekommt.

Selbst RedRaw sieht je nach "Colorscience" unterschiedlich aus - es ist doch gerade die Flexibilität, die das Material einer Raw-Kamera bietet, die es unerheblich macht, wie die Raw-Aufnahme, die aus der Kamera kommt, aussieht.

Wenn eine Kamera einer Aufnahme ihren "Look"-Stempel aufdrückt, dann nimmt sie Gestaltungsspielraum in der Post.

Aus der Kamera kommt Raw - in der Post wird es "entwickelt" und das Bild gestaltet.

Während der Aufnahme lege ich "nur" den Bildausschnitt und die Schärfeebene/DoF fest.
Ansonsten belichte ich kameraspezifisch optimal (inkl. Korrekturfilterung).
Wer während der Aufnahme auf den Monitor starrt und um dort einen "Look" zu beurteilen, der hängt in der ProResProRes im Glossar erklärt etc.-Welt fest und hat Raw noch nicht ganz verstanden.



Antwort von Niko M.:

Das sind 2 oder 3 verschiedene Dinge, aber du willst wohl nicht auf meine Anmerkungen eingehen scheint mir...

Natürlich ist mit RAW alles wesentlich einfacher, flexibler und "gleicher". In der Post.
Bin mir sicher du hast im RAW-Video Berreich mehr Erfahrung als ich.
Vielleicht sieht das Bild da während der Aufnahme und auf der Karte bei allen RAW-Kameras gleich aus, wer weiss.
Kann es mir aber nicht vorstellen...

Siehst du zwischen einer Pocket und einer GH4, oder einer GH2 und GH4 Aufnahme einen Unterschied ?
Oder wolltest diese mal aneinander angleichen ?

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