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Einstieg Broadcasting/Streaming



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Frage von Liam_Addams:


Hallo zusammen,

gemeinsam mit einem Kollegen betreiben ich einen Veranstaltungsservice. Da wir unser Angebot gerne um das Broadcasting und damit verbundenes StreamingStreaming im Glossar erklärt erweitern möchten, haben wir uns in den letzten Tagen intensiv mit möglichen Einstiegslösungen beschäftig.

Am interessantesten für den Einstieg finden wir das neu auf dem Markt gekommene Blackmagic Design ATEM Televisionstudio HD.
Dazu würden wir gerne dann noch den Blackmagic Design UltraStudio Mini Recorder kaufen um das Signal auf einen PC zu bekommen.
Letzteren würden wir an ein MacBook Pro 13" (2,9GHz Dual-Core, Intel IrisIris im Glossar erklärt Graphics 550, 8Gb Ram) anschließen.

Nun zu den Fragen:
1. Da wir überwiegend Firmenveranstaltungen betreuen werden wir oft nur 2-3 Quellen anschließen. 2 Kameras und 1 Präsentationsquelle.
Ist das mit der Präsentationsquelle problemlos möglich, oder muss man hier darauf achten, dass alle Quellen (Kameras und PC) die gleiche Auflösung haben? Oder braucht man dazu einen Scaler (falls ja, welche Geräte eigenen sich hierfür)
2. Wenn ich das Signal über den Mini Recorder auf das Macbook gebe, wie bekomme ich diesen dann in einen Stream? Ist hierzu eine spezielle Software erforderlich/empfehlenswert oder macht es mehr Sinn hier eines der folgenden Produkte zu kaufen:
Blackmagic Design Web presenter
Livestream Broadcaster mini / pro (binde ich mich hier an die Livestreamplattform und ist hierzu ein kostenpflichtiges Abo erforderlich?)

Ich freue mich von euch zu hören.
Vielen Dank vorab für euer Hilfe.



Antwort von GrauerHund:

Für das Streamen wirst du mit dem Dual-Core Macpro nicht weit kommen, das sollte schon ein Quadcore sein.


Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
Einerseits kannst du das Televisionstudio HD kaufen. Für die Steuerung wirst du noch einen Laptop brauchen, das kann dein Macbook Pro. Grundsätzliches kann man auch mit den Tasten am Gehäuse steuern, wenn es um Bild in Bild oder Inserts geht, brauchst du einen zusätzlichen Computer.
Mit dem Programmsignal kannst du über einen BM Mini Recorder in einen Computer gehen und damit über verschiedene Arten streamen.
Womit du streamst, hängt davon ab, was du brauchst: Facebook und Youtube kannst du über OBS Studio streamen.

Du kannst natürlich auch mit einem Livestream Broadcaster Pro nehmen, der funktioniert aber nur direkt mit Livestream.com
Bessere Alternativen wären da der Teradek Cube um ca 2000 EUR oder der AJA Helo. Beide könne übrigens mehr oder weniger gut aufnehmen, der Aja ist ganz neu. Nachteil: du siehst nicht, was raus geht ins Internet, du bist auf die eine Netzwerkleitung angewiesen, die du hast. Komplizierte Netzwerkinstallation, du brauchst einen Rechner im gleichen VLAN, um überhaupt irgendwas einstellen zu können, bei fremden Netzwerken nicht immer leicht!

Für Einspieler brauchst du einen extra Computer, der meist über HDMIHDMI im Glossar erklärt angeschlossen wird, alle Quellen müssen die selbe Auflösung und Bildwiederholfrequenz haben (kann zB mit einem Decimator MD-HX geregelt werden, 350 EUR)
Für das Aufnehmen brauchst du ein eigenes Gerät. Für mobile Einsätze empfehle ich da einen BlackMagic Video Assist, 5 Zoll reichen da schon aus, du hast eh kein 4K mit diesem Mischer, ca. 600 EUR), ist besonders bei der TV-Studio HD Lösung praktisch, da du bei allen Quellen die Auflösung kontrollieren kannst (läuft mit Akkus!), und wenn du damit fertig bist, kannst du auch noch aufnehmen. Du brauchst zusätzlich zum Mischer einen Monitor und einen Laptop zum steuern.

Wird das gefilmte Bild auch auf Beamern oder Fernsehern gezeigt? Wenn nicht, wäre auch eine Softwarelösung denkbar.



Antwort von Liam_Addams:

Vielen Dank für die Infos GrauerHund.

Folglich habe ich das Einstiegssetup nun angepasst.

1x BMD ATEM Television HD
1x BMD Ultrastudio Mini Recorder (+Quadcore Rechner der das Bild dann über OBS an Youtube und FB übertragen kann)
1x Decimator Design MD-HX um damit im Eingang von Laptop zu ATEM die Auflösung und FramerateFramerate im Glossar erklärt an die der Kamreas anzupassen.

Da das Ganze, wie schon richtig vermutet, auch Live in der Halle an einen Beamer angeschlossen werden soll, wäre es dann sinnvoll noch einen Decimator Design MD-HX zu besorgen um das Ausgangssignal an die jeweiligen Beamer anzupassen?

Darüber hinaus ist die Kabeltechnik im HD SDISDI im Glossar erklärt Bereich für mich noch ein kleines Rätsel. Bei Sommer habe ich schon folgende Produkte gesehen:

600-0174 (Long Range, kann man hiermit mindestens 100m sicher in HD SDISDI im Glossar erklärt übertragen(Bitrate)?)
600-0211 (PUR Kabel, bevorzuge ich durch die hohe Flexibilität auch hier die Frage nach der möglichen Reichweite)
600-0162 (standart pvc, eignet sich vll als Patchkabel(?)

Wie robust sind diese Kabel gegenüber Belastungen z.B. am Sportplatz wenn dort mal eine Person auf das Kabel treten sollte.
Brauche ich bei längeren Strecken zwingend einen Konverter auf optical?

Fragen über Fragen ;)

Auch dieses Mal schon jetzt vielen Dank für eure Hilfe.

Beste Grüße
Liam_Addams








Antwort von GrauerHund:

An sich wirst du für den Beamer einen Konverter brauchen, nicht, weil du die Auflösungen konvertieren musst (Die meisten Beamer können einigermaßen alle Auflösungen) sondern weil der Beamer meist nur einen HDMi-Anschluss hat und der AUX-Ausgang nun einmal SDISDI im Glossar erklärt ist. Ein zweiter Decimator ist da keine blöde Idee. Du könntest aber auch mit einem BM Video Assist verwenden, da hast du auch noch eine Kontrolle, was raus geht. Der wandelt von SDISDI im Glossar erklärt auf HDMIHDMI im Glossar erklärt, und umgekehrt. Sonst sollten die neuen BM Microconverter auch funktionieren, kenn sie aber noch nicht. Wie schon vorher geschrieben empfehle ich den Video Assist dringend, besonders zur Fehlersuche.

Zu SDI: Ich bin mit dem Belden 1694f sehr zufrieden. Weiches Kabel. Ist nicht günstig, aber Bildausfälle sind teurer.
DIe Sommer Kabel kenne ich nicht, vielleicht weiß sonst jemand bescheid.
Eine günstige Quelle ist auch noch http://www.koschuh.com/steirische_kabel ... rtikel.htm, da hab ich auch ein paar Kabel her. Mir gefällt das Grün aber nicht.

Dort, wo Menschen drüber laufen, ist bei jedem Kabel eine Kabelbrücke zu empfehlen. Drauf steigen zerstört irgendwann jedes Kabel.

Entfernungen: Bis maximal 100 Meter kannst du auf SDISDI im Glossar erklärt zählen, wenn es länger ist, musst du einen Reclocker dazwischen hängen, die BM Micro Converter können das angeblich (ich glaub pro Stück 70 EUR), bei den Mini Convertern weiß ich es, dass sie es können. Der Decimator kann das auch.
Oder sonst auf Glasfaser umwandeln.



Antwort von Liam_Addams:

So, die erste Veranstaltung mit unserem kleinen Setup liegt nun hinter uns.

Zum ersten einstellen und zurechtfinden in Software und den angeschlossenen Quellen hat am Ende alles hervorragend funktioniert.
Gut das wir den Decimator MD-HX hatten. Die dinger sind gold wert, gerade wenn es schnell gehen muss. Hier vielen Dank an GrauerHund für den Tipp.

Jetzt steht die nächste Herausforderung bevor.
Wir planen in der kommenden Spielzeit ein Fussballspiel des örtlichen Sportvereins live ins Netz zu streamen.
Dazu sind jetzt noch einige Unklarheiten da.

1. Kamras - Als Kameras würden wir gerne einmal eine gute Broadcastingcam auf einem Fluidstativ als Hauptkamera einsetzten. Jetzt die Frage welche Kamera macht hier Sinn? Es wäre Super wenn wir direkt per SDISDI im Glossar erklärt die Kamera anschließen können. Daher haben wir die Canon XF105 ins Auge gefasst oder wäre etwas mit wechselbarem Objektiv besser? Wir möchten die Kamera auch gerne dafür einsetzten und z.B. auf Tagungen den Redner live via Beamer auf die Leinwand zu bringen etc. Ich freue mich auf euere Vorschläge bzgl. der richtigen Kamera. Darüber hinaus möchten wir noch eine Kamera (günstiger Full-HD Camcorder) nah am Feld einsetzen und ggf. noch 2 GoPros jeweils in den Toren platzieren.

2. Spielzeit - Wir möchten gerne die Uhrzeit mitlaufen lassen. Wie können wir dieses am besten Anstellen? Ein- und Auswechselungen, Statistiken etc. würden wir über das Photoshop Implent abbilden. Aber bei der Uhrzeit haben wir einen plan wir wir das machen können. Gibt es hier Möglichkeiten dies über einen der keyer abzubiöden?

3. Zeitlupe - Nach Möglichkeit würden wir gerne auch mit Slow motion Elementen arbeiten. Wie können wir das am besten umsetzten? Ist ein Hyperdeck von BMD da der richtige Baustein für und braucht man dann für jede Kamera einen wenn man Slowmos einbinden möchte?

Ich freue mich auf euere Tipps.

Vielen Dank vorab.

Beste Grüße
Liam_Addams



Antwort von GrauerHund:

Ambitionierte Pläne!

Kameras: Ich weiß nicht, in welcher Liga und zu welcher Zeit dein örtlicher Verein spielt, aber wenn es nicht grad Bundesliga ist, solltest du Kameras mit lichtstarken Objektiven mit durchgehender BlendeBlende im Glossar erklärt verwenden. Ich hab da mit der Sony PXW-X180 gute Erfahrungen gemacht, gibt es auch als X160 leicht abgespeckt günstiger. Sonst: Ausleihen. Vielleicht gibts von den Kollegen gute Vorschläge.
Gopros sind aus meiner Sicht nicht ideal, da du praktisch keine Möglichkeit hast, manuell etwas zu beeinflussen, vor allem beim WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt ist das sehr kritisch. Du musst auch auf SDISDI im Glossar erklärt umsetzen - sonst geht sich das mit der Kabellänge gar nicht aus. Empfehle stattdessen Marshall Kameras: http://www.lcdracks.com/servers-cameras/HD-SDI-cameras/
Auch die kann man meiner Meinung nur für Effektshots verwenden.

Stativ: Schau, dass es ein gutes ist. Gut heißt meist teuer und nur in wenigen Fällen Manfrotto. Der Kameramann braucht auch eine Fernbedienung für die Kamera, https://www.manfrotto.de/fernbedienung-lanc-sony-canon. Sonst wackelt die Kamera jedes mal, wenn du nach vorne greifst.

Spielzeit: Schließ einen Laptop an, lass die Spieluhr vor irgendeiner Farbe laufen und blende die Farbe aus.

Zeitlupe: wird wohl mit einem Hyperdeck gehen, es gibt sogar eine Software dazu: https://www.sixbeckmedia.de/software.cgi Wirst pro Kamera einen Hyperdeck brauchen.
Habs noch nie ausprobiert. Eventuell nach Softwarelösungen suchen?

Ein-und Auswechseln und andere Grafiken: Falls du das öfters machst, versuchs mit Caspar CG. Falls das bald stattfindet, nicht. Ist nicht ganz trivial. Ohne hochladen oder ähnliches ginge auch eine einfache Powerpoint, die auf einem Rechner läuft. Eine Hintergrundfarbe festlegen, mit der du keyst, und fertig ist die Sache.

Was du auch brauchst:
1 Kameramann (besser 3, einer in der Mitte und seitlich im Torbereich, mit richtigen Kameras)
1 Statistikmann
1 Zeitlupenmann
1 Cutter
1 Regisseur, der das Ganze im Überblick hat (der Cutter schafft das nicht allein)
Eventtuell einen Redakteur, der Interviews nach dem Spiel macht
(können auch Frauen sein!)

Eine gute Intercom für all diese Menschen
Viel Zeit für den Aufbau und den Test am Tag davor
Regenschutz für die Kameras (kann durch Gottvertrauen oder das Prinzip Hoffnung ersetzt werden)
Viel Glück.



Antwort von Lutz Dieckmann:

Hi,

nur ein kurzes Wort zur Kamera. Hast Du Dir mal die JVC GY HM200SP angeschaut? Die kann im Live Modus Einblendungen machen, also Torstand, Namen, Logos usw. Das lässt sich von außen (Laptop) einspielen - vom Design her was Du halt erstellst, und man kann es live mit dem Handy ändern, also wenn der Spielstand sich ändert zum Beispiel. Ich find das praktisch. Und sie kann auch direkt streamen, also man kann alles in die Kamera eintragen.

Ist nur eine Idee.

Liebe Grüße
Lutz Dieckmann



Antwort von Kameradurchguckerin:

Hello, I’m Anett from Berlin and I’m a multi camera live editor. I had the same problem: how to generate slow motions for sport streaming events?
Together with Nina, an IT specialist für iOS devices, we developed an app to control up to 4 Blackmagic Hyperdecks as a SlowMotion system.
I used it in many live productions, with cameras using synchronized timecode and cameras using no timecode. For cameras with timecode the app provides more functionality.
HyperSlow for iOS supports functions like record, playback with different speeds and tagging. A "SuperPlay" function allows to play back a scene in slow motion from different camera angles one after the other, given that the cameras use synchronized timecode.
We developed and tested the app over the last 12 months and improved it from event to event.
You can learn more about the app on liveskills.net.
Characteristics of HyperSlow:
• Connect Hyperdecks with an iPad using Wi-Fi or a separate LAN and start recording simultaneously
• Use 4 "event keys" to tag important moments in the time line and playback all decks synchronously
• In record mode the key "Stop Reverse" allows to jump before a tagged event to start play back in slow motion. The jump time can be freely defined.
• Use normal SlowMotion playback to play the same scene synchronous from all connected decks. Therefore you can switch on your live switcher from one camera angle to another in the continuous scene.
• Use "SuperPlay" to automatically play back slow motions sequentially from different angles. You need timecode synchronized cameras to use this feature.
• Use HyperSlow to create a list of custom events, store them and export them with the respective timecodes as Excel file.
• Reach good slow motion results with image rates of 50/60 fps and playback speed of 50%. Acceptable results are still possible with 25% play back speed.
As "HyperSlow" cannot play back and record at the same time, you may need another Hyperdeck or recording device to continue recording the video signal while playing back slow motion material.

Prices and availability:
HyperSlow can be downloaded in Apple’s AppStore here: https://itunes.apple.com/de/app/hyperslow/id1147161413



Antwort von Drushba:

Liam_Addams hat geschrieben:
So, die erste Veranstaltung mit unserem kleinen Setup liegt nun hinter uns.
Hallo, ich interessiere mich auch fürs Streamen. Wie habt ihr das mit der Sendelizenz gelöst und was kostet die? Ab 500 Zuschauern ist diese ja zwingend notwendig, auch um nicht abgemahnt zu werden. Mein Schreiben an die Landesmedienanstalt BaWü blieb bisher unbeantwortet, ein Telefonanruf brachte mich ebenfalls nicht weiter. Es gab lediglich nochmal die mündliche Bestätigung, daß es tatsächlich einer Sendelizenz bedarf. Offenbar dauert es derzeit Monate, bis so etwas erteilt wird, von Preistransparenz kann dabei keine Rede sein...




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