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Ein trauriges Stück Geschichte jährt sich mal wieder



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Frage von blickfeld:


26 jahre ist diese tragödie fast auf den tag genau her. eine sehenswerte doku über dieses erreignis.




Antwort von Axel:

So etwas bricht mir das Herz. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Gestern habe ich auf Netflix noch einmal den m.E. großartigen Gran Torino gesehen. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben (lahme romantische Durchhalteparole) ...



Antwort von Jörg:

So etwas bricht mir das Herz.

und dieser Pöbel ist im Aufwind.
Getarnt als besorgte Bürger, geschützt von gleichgesinnten in Uniform
und Zivilisten in den Amtsstuben.

Wenn das keine Grüße aus Weimar sind....








Antwort von blickfeld:


So etwas bricht mir das Herz. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Gestern habe ich auf Netflix noch einmal den m.E. großartigen Gran Torino gesehen. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben (lahme romantische Durchhalteparole) ...

wenn jeder von uns diese lahmen romantischen durchhalteparolen noch mit ein wenig tatkraft im eigenen umfeld unterstützt, sind diese gar nicht mehr so lahm.



Antwort von cantsin:

Damals war eine Jugend- und Familienministerin im Amt, die - gelinde gesagt - hilflos agierte. In ihrem Ministerium wurde dann ein Konzept namens "akzeptierende Jugendarbeit" aufgegriffen und durchgesetzt, dass dazu führte, dass Skinheads und rechtsextremistische Kameradschaften öffentlich finanzierte Jugendzentren zu ihren "national befreiten Zonen" machten.

Der Name der Ministerin: Angela Merkel.

Kurz nach den Angriffen auf das Rostocker Sonnenblumenhaus fährt die damalige Bundesjugendministerin nach Lichtenhagen. Am 31. August 1992 steht sie im Jugendclub Groß-Klein in unmittelbarer Nähe des Flüchtlingsheims. Sie möchte wissen, was junge Leute im Osten der Republik umtreibt, aber auch Präsenz zeigen. Ihr Name: Angela Merkel.

Ein Foto zeigt die damals mäßig bekannte CDU-Ministerin im Gespräch mit jungen Rechtsextremen. Wie irritierend und kläglich der Auftritt war, den die spätere Kanzlerin ablieferte, zeigt jedoch ein Filmausschnitt, den "Report München" vor zwei Jahren auf seiner Facebookseite postete. Die Sequenz offenbart einen Mangel an irgendeiner Haltung zum fremdenfeindlichen Hintergrund der Rostocker Gewalttaten.

Was passiert wäre, wenn ein Ausländer, beispielsweise ein Vietnamese ein Bier im Jugendclub hätte trinken wollen, fragt Merkel da den jungen Skin. "Da hätten wir auch was dagegen", antwortet der. "Also das hättet ihr nicht gestattet?", hakt die Ministerin nach. "Nö, wir hätten ihm das wohl höflich klar gemacht, dass er hier sein Bier nicht trinken kann. Also ohne Gewalt ihm das gesagt", antwortet der Jugendliche mit großer Selbstverständlichkeit. Die CDU-Politikerin nickt. Aha, aha.
https://www.sueddeutsche.de/politik/ein ... -1.3614739



Antwort von Drushba:

Es ist immer wieder erschütternd die Pogrome in Rostock Lichtenhagen zu sehen. Damals habe ich aus Wut und Verzweiflung dann bei der örtlichen Antifa mitgemacht. Vielleicht ist es langsam Zeit, das wieder zu tun.



Antwort von blickfeld:


Damals war eine Jugend- und Familienministerin im Amt, die - gelinde gesagt - hilflos agierte. In ihrem Ministerium wurde dann ein Konzept namens "akzeptierende Jugendarbeit" aufgegriffen und durchgesetzt, dass dazu führte, dass Skinheads und rechtsextremistische Kameradschaften öffentlich finanzierte Jugendzentren zu ihren "national befreiten Zonen" machten.

Der Name der Ministerin: Angela Merkel.

Kurz nach den Angriffen auf das Rostocker Sonnenblumenhaus fährt die damalige Bundesjugendministerin nach Lichtenhagen. Am 31. August 1992 steht sie im Jugendclub Groß-Klein in unmittelbarer Nähe des Flüchtlingsheims. Sie möchte wissen, was junge Leute im Osten der Republik umtreibt, aber auch Präsenz zeigen. Ihr Name: Angela Merkel.

Ein Foto zeigt die damals mäßig bekannte CDU-Ministerin im Gespräch mit jungen Rechtsextremen. Wie irritierend und kläglich der Auftritt war, den die spätere Kanzlerin ablieferte, zeigt jedoch ein Filmausschnitt, den "Report München" vor zwei Jahren auf seiner Facebookseite postete. Die Sequenz offenbart einen Mangel an irgendeiner Haltung zum fremdenfeindlichen Hintergrund der Rostocker Gewalttaten.

Was passiert wäre, wenn ein Ausländer, beispielsweise ein Vietnamese ein Bier im Jugendclub hätte trinken wollen, fragt Merkel da den jungen Skin. "Da hätten wir auch was dagegen", antwortet der. "Also das hättet ihr nicht gestattet?", hakt die Ministerin nach. "Nö, wir hätten ihm das wohl höflich klar gemacht, dass er hier sein Bier nicht trinken kann. Also ohne Gewalt ihm das gesagt", antwortet der Jugendliche mit großer Selbstverständlichkeit. Die CDU-Politikerin nickt. Aha, aha.
https://www.sueddeutsche.de/politik/ein ... -1.3614739

meinste nicht, dass es ein wenig billig ist, dass in merkel-bashing umzuwandeln? ja, ziemlich viele haben in der damaligen ostpolitik versagt. merkel war eine davon. und wie man sehen kann, haben leute sich weiter entwickelt.
ich habe frau merkel noch nie eine stimme gegeben, jedoch hat sie das bashing auch nicht verdient. aber egal.
viel erschreckender finde ich, dass meinungen, die zu der damaligen zeit nur im verborgenen ausgetauscht worden sind, heute salonfähig sind. mensch lauthals krakelen, andere menschen sollen absaufen. rassistische parteien im bundestag sitzen und ein kleiner teil der bevölkerung meint, dass es vollkommen ok ist, hass zu predigen und menschverachtung offen durch die straßen zu tragen.
sollte man nicht meinen, dass man 26 jahre nach dem scheiß gelernt hat? sorry, die schuld politikern in die schuhe schieben ist da zu einfach. die haben natürlich eine teilschuld, nur jeder von uns hat von sich aus die wahl, ob er sich auf die seite der menschenverachtenen arschlöcher stellt oder sich ihnen in den weg stellt. denn pegida, die afd und co stehen halt für ereignisse wie rostock-lichtenhagen.



Antwort von Starshine Pictures:

Ich habe mich nach unserem sehr ausführlichen Diskussionsthread über die "Toten Medien" mit den Ereignissen in meiner Heimatstadt Hoyerswerda 1991 beschäftigt. In einer lokalen Facebook Gruppe habe ich gefragt ob Augenzeugen von damals ihre Erfahrungen schildern könnten, wie sie die damaligen Ereignisse erlebt haben, weil ich das Gefühl habe über die Medien nicht ausreichend informiert zu sein. Mit der riesigen Resonanz in dem Posting habe ich nicht gerechnet, die Menschen kommentierten und schrieben wie losgelassene Gefangene denen man endlich die Möglichkeit gibt sich zu äussern. Man spürte regelrecht wie es aus den Menschen raus platzte und sie endlich ihre Erlebnisse los werden durften und gehört wurden. Die Meinungen, Standpunkte und Erlebnisse waren vollkommen unterschiedlich, aber es wurde sachlich diskutiert.

Eine Kommentatorin empfahl mir eine Webdokumentation die versucht, die Ereignisse im Chaos so gut es geht nach zu vollziehen, ohne Aufbauscherei und Vereinfachung durch die Medien. Es zeigt sich ein kapitales Versagen aller Beteiligter. Und es wird zwar nicht explizit so benannt, aber die Rolle der Laubag AG in dem ganzen Debakel sollte eigentlich jeden spitzfindigen Journalisten aufhorchen lassen.

https://www.hoyerswerda-1991.de

Man findet hier Texte, Originalaufnahmen und Interviews mit Augenzeugen. Ein absolut sehenswertes Dokument!

Grüsse, Stephan



Antwort von cantsin:


meinste nicht, dass es ein wenig billig ist, dass in merkel-bashing umzuwandeln? ja, ziemlich viele haben in der damaligen ostpolitik versagt. merkel war eine davon. und wie man sehen kann, haben leute sich weiter entwickelt.
Mir war beim Schreiben schon bewusst, dass mein Kommentar komisch klingen könnte in Zeiten, in denen sich AfD und Pegida auf Merkel als ihr Hassobjekt eingeschossen haben. Aber leider kommt sie bei mir nicht weg (d.h. auch ihre heutige Politik wird für mich nicht besser dadurch, dass sie jetzt Feind meiner politischen Gegner ist). Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda und Mölln waren der Anfang einer Geschichte, die mit dem NSU leider nicht geendet ist und aus der aus meiner Sicht keine wirklichen politischen Konsequenzen gezogen wurden bzw. keine wirkliche politische Verantwortung genommen wurde. (Wie etwa eine Grundreform wenn nicht sogar Abschaffung des "Verfassungsschutz" genannten Inlandsgeheimdiensts.) Politisch verantwortlich damals in den 90ern waren eben auch die Bundesjugendministerin, politisch endverantwortlich heute ist die Bundeskanzlerin. Und dann habe ich es nur über ein Politikfeld von vielen.



Antwort von blickfeld:

wenn man jetzt dazu die bilder aus chemitz sieht, wird einem echt flau im margen...



Antwort von Jost:

Ja, Rassismus liegt dem Deutschen offenbar im Blut.
Boatpeople haben wir blitzschnell in "Das Boot ist voll" umgemünzt.
Eine unsägliche, unerträgliche Geschichte des Versagens
zum Bild http://fs1.directupload.net/images/180828/wpuizeko.jpg
Und jetzt sag noch einer, Geschichte wiederholt sich nicht.



Antwort von blickfeld:

eher eine unerträgliche geschichte der angst, des hass und der menschenverachtung, die da gerad abgeht. wenn menschen die sich "als mitte" sehen schulter an schulter mit rechtsradikalen maschieren, dann sollten die sich fragen, ob sie wirklich die mitte der gesellschaft sind oder ob sie sich das bloss einreden wollen. aber wir alle können den einfach entgegen treten und solche kranken aktionen wie im chemnitz in zukunft unterbinden.








Antwort von Axel:

aber wir alle können den einfach entgegen treten und solche kranken aktionen wie im chemnitz in zukunft unterbinden.

Und wie? Vor allem: "einfach"?



Antwort von blickfeld:


aber wir alle können den einfach entgegen treten und solche kranken aktionen wie im chemnitz in zukunft unterbinden.

Und wie? Vor allem: "einfach"?

einfach, in dem man es einfach tut. einfach auf gegendemos mit gehen. einfach menschen im persönlichen umfeld mitteilen, wenn sie rassistische äußerungen von sich geben und fakten dagegen setzen. einfach, in den internetseiten, in denen wir unterwegs sind, klar und sachlich stellung beziehen. wenn das jeder von uns in seinem persönlichen umfeld macht, würde das schon eine große wirkung haben.
in bielefeld haben wir die letzten drei großen nazimärsche am hbf friedlich gestoppt. bei jeder rechten kundgebung sind immer mindestens 5-mal so viele gegendemonstranten vor ort.



Antwort von Axel:

Ach so, du meintest "entgegentreten" wörtlich. Ja, das müssen wir tun.



Antwort von blickfeld:


Ach so, du meintest "entgegentreten" wörtlich. Ja, das müssen wir tun.

ja, so wie ich es schreibe. ich bin selten ein freund der verschrobelten worte.



Antwort von Jott:

Wird das slashcam-Forum jetzt wirklich zur Bühne dieser Gestalten im Fahrwasser der in den letzten Wochen hier bereits hübsch platzierten üblichen Verdächtigen?

www.psiram.com/de/index.php/Hagen_Grell

www.psiram.com/de/index.php/Frank_Stoner

www.psiram.com/de/index.php/NuoViso



Antwort von blickfeld:



Keine Angst, keine Diskussion. Hätte eh keinen Zweck. Bin schon wieder weg.

Immer wieder lustig, das keine argumente kommen und gleich die opferhaltung eingenommen wird. schade, ich hätte mich auf seriöse Fakten gefreut. Bei Hitlers leben in Argentinien bin ich leider raus, für Fakten jedoch offen.



Antwort von Pianist:


Bin schon wieder weg.
Danke.

Matthias



Antwort von Frank B.:

In Chemnitz waren die Tage ca. 8000 Rechtsradikale auf der Straße. Man weiß nicht so richtig warum. Es muss irgendwie Übergriffe auf evtl Deutsche mit Migrationshintergrund gegeben haben oder auf Flüchtlinge oder auf Migranten oder auf fremdländisch aussehende Menschen. Sogar ein Halbkubaner soll dabei von den Rechtsradikalen umgebracht worden sein.

Naja, so recht unübersichtlich ist die Lage geworden. Bloß, als ich schon 2015 Bürgerkrieg auf unseren Straßen voraus gesagt habe, hat man mich ausgelacht. Ich bin auch übelst als Rechter beschimpft worden, nur weil ich gesagt habe, dass wir das wahrscheinlich nicht schaffen, so wie es unsere Königin voraus gesagt hat. Und Königinnen und ihren Hofschranzen sollte man tunlichst nicht widersprechen, wenn man nicht auf dem Scheiterhaufen landen will.
Deshalb bin ich auch jetzt wieder hier weg.



Antwort von Jörg:

als ich schon 2015 Bürgerkrieg auf unseren Straßen voraus gesagt

das war auch nicht schwer vorauszusagen, hat sich ja Jahrzehnte lang angedeutet wozu das Gesocks,
das sich nach der Wende aus den Tiefen des deutschen Nationalistensumpf hervorgesudelt hat, fähig ist.
Ich kann nur wederholen, solange sich solch dubiose Organe wie BND, Verfassungsschutz, offenbar auch Teile von Polizei und Justiz ganz unverhohlen auf deren Seite schlagen, solange wird das Gespenst von Weimar nicht verschwinden...
Die erwähnten Organe dienen den Mächtigen, den Herrschenden, und auf welcher Seite die stehen?








Antwort von Frank B.:

https://www.mdr.de/thueringen/ost-thuer ... n-100.html

Kommt immer drauf an, wer an der Macht ist. Das unterscheidet schon mal Terror von Dumme-Jungen-Streichen oder Terroristen von Widerstandskämpfern. Aber ich wollt ja nicht mehr...

...und nein, ich erinnere mich genau, ich stand ziemlich allein mit meiner Voraussage, dass es Bürgerkrieg geben wird. Und nochwas, falls es jemandem entgangen sein sollte, mein obiger Beitrag strotzt nur so von Sarkasmus. Die Ursachen-Wirkungs-Mechanismen sind wahrscheinlich nicht allen klar.

Auch der Begriff "Gesocks" wird unterschiedlich interpretiert und endet hin und wieder mal in KZs und Straflagern für betreffende Klientel. Ja, sry, tut mir Leid, das sagen zu müssen, aber da sind die Ostdeutschen doch ein wenig näher am Puls der Geschichte.



Antwort von Pianist:


Die Ursachen-Wirkungs-Mechanismen sind wahrscheinlich nicht allen klar.

Doch, absolut. Ich bin zum Beispiel nicht bereit, zwischen Zugereisten und Einheimischen zu unterscheiden, sondern nur zwischen guten und schlechten Menschen. Und der Anteil schlechter Menschen dürfte unter den "besorgten Bürgern", AfD-Sympathisanten, Neu- und Altrechten deutlich größer sein als unter den Flüchtlingen.

Matthias



Antwort von Frank B.:

Was zu beweisen wäre. Es ist allerdings schon einiges erwiesen bzw bewiesen, wird aber ignoriert, da nicht hilfreich. Wer beweist, dass die Erde rund ist, wenn alle glauben sollen, sie sei flach, oder gern auch umgekehrt, lebt halt gefährlich.
Aber dein grundsätzlich positives Menschenbild ehrt dich. Nur triffts leider nicht alle Menschen. Dann kannst du das aber auch nicht von anderen fordern.



Antwort von Drushba:


...und nein, ich erinnere mich genau, ich stand ziemlich allein mit meiner Voraussage, dass es Bürgerkrieg geben wird.

Würde mich langsam freiwillig zur Bundeswehr melden, wenn diese in Sachsen einrückt, um den Rechten wirksam entgegenzutreten.



Antwort von Frank B.:

:)
Tus doch! Nicht nur reden. Die Bundeswehr braucht fähige Leute. Was tut man nicht alles fürs Vaterland?

Dein Sinnspruch ist übrigens sehr schön. ;)



Antwort von Pianist:


Würde mich langsam freiwillig zur Bundeswehr melden, wenn diese in Sachsen einrückt, um den Rechten wirksam entgegenzutreten.

Vorsicht! Ich kenne jemanden, der neulich im BMVg gekündigt hat, weil es ihm unheimlich wurde, dass es dort so viele AfD-Sympathisanten gibt. Und in der sächsischen Polizei ist das offenbar auch so. Also man kann womöglich nicht mehr uneingeschränktes Vertrauen in unseren Staat haben. Das halte ich für eine Katastrophe.

Matthias



Antwort von Frank B.:

Ach du Schreck... es gibt Menschen, die kein Vertrauen mehr in den Staat haben?

Muss auf Arbeit jetzt. War nett mit euch mal wieder über Politik zu reden.



Antwort von Drushba:



Würde mich langsam freiwillig zur Bundeswehr melden, wenn diese in Sachsen einrückt, um den Rechten wirksam entgegenzutreten.

Vorsicht! Ich kenne jemanden, der neulich im BMVg gekündigt hat, weil es ihm unheimlich wurde, dass es dort so viele AfD-Sympathisanten gibt. Und in der sächsischen Polizei ist das offenbar auch so. Also man kann womöglich nicht mehr uneingeschränktes Vertrauen in unseren Staat haben. Das halte ich für eine Katastrophe.

Matthias

Man scheint sich dessen bewußt zu sein und rekrutiert bereits frische Demokraten: https://www.bento.de/politik/bundeswehr ... 0002278865



Antwort von Funless:


Ach du Schreck...

"Ach du Schreck?"

Ja tatsächlich ... das für mich erschreckende ist, dass unter dem Deckmantel des "besorgten Bürgers" ganz unverhohlen Menschenverachtung praktiziert wird.

Die Geschichte wiederholt sich, immer und immer wieder ... die Verachtung seiner eigenen Spezies liegt in der Natur des Menschen. Man könnte genausogut mit annähernder Lichtgeschwindigkeit zum Alpha Centauri und wieder zurück fliegen und würde das selbe festellen. Die Wiederholung der Geschichte.

Andererseits sind wir mit dem Einschlag eines Planetenkillers eh' schon im Rückstand von gut 150.000 Jahren vielleicht kommt ja bald die Erlösung, kann diesem Planeten mit seiner Flora und Fauna nur gut tun.








Antwort von Jörg:

kann diesem Planeten mit seiner Flora und Fauna nur gut tun.

der wartet nur auf die Selbstausrottung der "intelligentesten spezies"



Antwort von Funless:


kann diesem Planeten mit seiner Flora und Fauna nur gut tun.

der wartet nur auf die Selbstausrottung der "intelligentesten spezies"

Bleibt ihm ja nichts anderes übrig.



Antwort von Starshine Pictures:


kann diesem Planeten mit seiner Flora und Fauna nur gut tun.

der wartet nur auf die Selbstausrottung der "intelligentesten spezies"

Das ist pubertäre Schulsprecherpolemik und nicht zielführend.

Das Hauptproblem, dass es zu einem solchen ekligen Ausbruch realnationalistischer Kundgebungen in Chemnitz gekommen ist, ist die Ignoranz der Bildungselite gegenüber den Gefühlen der "Normalbürger". Auch hier im Forum haben wir lesen können wie man sich über die Meinung anderer hinweg setzt und diese als schwachsinnig, haltlos oder blödsinnig darstellt. Und wem dauerhaft erzählt wird, dass er zu doof ist, sich eine Meinung bilden zu dürfen, platzt irgendwann tatsächlich der Hut. Probleme müssen gehört, interpretiert, abstrahiert und ernst genommen werden. Wer das nicht tut darf sich nicht darüber beschweren dass jemand anderes in die Lücke springt. Das Versagen der Altparteien im Umgang mit den Bedürfnissen aller Bürgerschichten bedeutet das Erstarken der AFD.

Es nützt der Gesellschaft und ihrem Zusammenhalt nichts, wenn sich die linken Eliten mit intellektuellem Tunnelblick fort bewegen und die Wahrheitshoheit ausschliesslich für sich beanspruchen. Gerade Menschen mit Führungsanspruch müssen zwingend Menschen mit konträren Meinungen zuhören, diese ernst nehmen und nach gemeinsamen Lösungen für alle Probleme suchen!

PS: Ich schaue heut schon den ganzen Abend phoenix und bin doch angetan von der überraschend ausgewogenenen und sachlichen Berichterstattung mit dem deutlichen Bedürfnis allen Meinungen eine Stimme zu geben. Daumen hoch!

https://youtu.be/p0bRJiLYA0M


Grüsse, Stephan



Antwort von Jörg:

Das ist pubertäre Schulsprecherpolemik und nicht zielführend.

so ähnlich haben sich in meiner Schulzeit die Kommentare der zumeist faschistischen Veteranenlehrerschaft angehört,
die 1968 noch einen Großteil des "humanistischen Bildungskörpers" stellten...
die haben uns sowas von zugehört, uns dermaßen ernst genommen, die haben sogar Wasserwerfer auffahren lassen um uns zuzuhören, und Gummiknüppelattacken aufgeführt, so ernst haben die uns genommen, und nach gemeinsamen Lösungen unserer Probleme gesucht...
Halleluja



Antwort von Starshine Pictures:

Du empfindest es also tatsächlich als hilfreich, Problemlösungsfindungen mit dem Satz zu beenden dass die Welt eh bald unter geht? Echt?

Du gehst zu deinem Chef um ihn um Sonderurlaub zu bitten weil deine Tochter mit Leukämie im Krankenhaus liegt und du bei ihr sein möchtest. Und dein Chef sagt „Nö, wir rotten uns eh aus und sie geht mit bestem Beispiel voran!“ Find‘ste gut ja? Merkste was?



Antwort von Jörg:

Du gehst zu deinem Chef um ihn um Sonderurlaub zu bitten weil deine Tochter mit Leukämie im Krankenhaus liegt und du bei ihr sein möchtest. Und dein Chef sagt "Nö, wir rotten uns eh aus und sie geht mit bestem Beispiel voran!" Find‘ste gut ja? Merkste was?

mal im Ernst: du hast sie noch alle?



Antwort von Starshine Pictures:

Ja hab ich. Und ich hab vor 2 Jahren von meinem Chef auf diese Frage hin Gott sei Dank eine adäquatere Lösung vorgeschlagen bekommen. Vielleicht denkst du das nächste Mal dran wenn du wieder mal lapidar von oben herab die Probleme anderer negierst oder mit dem sowieso nahenden Weltuntergang abtun möchtest.

Grüsse, Stephan



Antwort von Pianist:

Das Hauptproblem, dass es zu einem solchen ekligen Ausbruch realnationalistischer Kundgebungen in Chemnitz gekommen ist, ist die Ignoranz der Bildungselite gegenüber den Gefühlen der "Normalbürger". Auch hier im Forum haben wir lesen können wie man sich über die Meinung anderer hinweg setzt und diese als schwachsinnig, haltlos oder blödsinnig darstellt.

Das Problem dabei ist, dass bei diesem Thema zwei vollkommen unterschiedliche Tatsachenwelten aufeinandertreffen. Gestern Abend bei dem Bürgergespräch hat eine junge Frau gesagt, dass sie in Chemnitz ständig von Flüchtlingen belästigt wurde und daher nicht mehr durch bestimmte Gegenden und Parks geht. Das muss man zunächst mal als Tatsache akzeptieren, und ich gehe einfach mal davon aus, dass sie nicht gelogen hat. Desweiteren haben wir es in den vergangenen Monaten tatsächlich in Deutschland mit einer erheblichen Anzahl von Messermorden durch Flüchtlinge zu tun gehabt. Das ist schon schlimm genug. Aber in den meisten Fällen hat sich hinterher dann auch noch herausgestellt, dass die Täter ohnehin schon polizeibekannt waren und gar nicht mehr hätten hier sein dürfen.

Von daher habe ich dafür Verständnis, wenn selbst der gutmütigste Bürger irgendwann die Nase voll hat. Wie soll man denn den Leuten noch erklären, dass 99,9 Prozent der Flüchtlinge eben keine Mörder, Vergewaltiger und Belästiger sind? Denn das ist ja die andere Tatsachenwelt.

Dennoch aber ist es natürlich keine angemessene Reaktion, wenn nun Neonazis öffentlich Jagd auf Menschen mit sichtbarem Migrationshintergrund machen.

Mir ist es jedenfalls vollkommen schleierhaft, was in den Köpfen derjenigen Flüchtlinge vor sich geht, wenn sie meinen, dass sie sich hier wie die Axt im Walde benehmen können. Ihnen müsste doch klar sein, dass sie damit ihre eigenen Lebensumstände und die ihrer Landsleute erheblich verschlechtern, wenn sie Anlass zum Generalverdacht liefern.

Einen Lösungsansatz habe ich allerdings auch nicht. Soll man nun sämtliche Flüchtlinge zurückschicken, weil ein geringer Teil von ihnen sich massiv danebenbenimmt?

Matthias



Antwort von TomStg:

Das Hauptproblem, dass es zu einem solchen ekligen Ausbruch realnationalistischer Kundgebungen in Chemnitz gekommen ist, ist die Ignoranz der Bildungselite gegenüber den Gefühlen der „Normalbürger“. Auch hier im Forum haben wir lesen können wie man sich über die Meinung anderer hinweg setzt und diese als schwachsinnig, haltlos oder blödsinnig darstellt. Und wem dauerhaft erzählt wird, dass er zu doof ist, sich eine Meinung bilden zu dürfen, platzt irgendwann tatsächlich der Hut. Probleme müssen gehört, interpretiert, abstrahiert und ernst genommen werden. Wer das nicht tut darf sich nicht darüber beschweren dass jemand anderes in die Lücke springt. Das Versagen der Altparteien im Umgang mit den Bedürfnissen aller Bürgerschichten bedeutet das Erstarken der AFD.

Es nützt der Gesellschaft und ihrem Zusammenhalt nichts, wenn sich die linken Eliten mit intellektuellem Tunnelblick fort bewegen und die Wahrheitshoheit ausschliesslich für sich beanspruchen. Gerade Menschen mit Führungsanspruch müssen zwingend Menschen mit konträren Meinungen zuhören, diese ernst nehmen und nach gemeinsamen Lösungen für alle Probleme suchen!

Das ist auch für mich die wesentliche Ursache des aktuellen Hochkochens diverser bürgerlicher Reaktionen. Extremfälle wie zB der Hitlergruss auf der Strasse sind sicher als rechtsradikal einzuordnen und damit indiskutabel. Aber ein Aufbegehren gegen jahrelanges offensichtliches Staatsversagen kann man nicht pauschal in die rechte Ecke drücken.

Es zeugt von unglaublicher Ignoranz, wenn die SPD-Justizministerin Barley im öffentlichen Fernsehen verkündet, dass die Ereignisse wie die in Chemnitz nicht der Anlass sein könnten, nach Sorgen und Nöte der Menschen zu fragen.








Antwort von Pianist:


Aber ein Aufbegehren gegen jahrelanges offensichtliches Staatsversagen kann man nicht pauschal in die rechte Ecke drücken.

Wobei man da ja schon diskutieren muss, wo das Staatsversagen begonnen hat. Für einige war es ja schon ein Fehler, dass 2015 relativ viele Flüchtlinge aufgenommen wurden. Das alleine ist meiner Meinung aber noch nicht das Problem gewesen. Für mich beginnt die Problemlage erst in dem Bereich, wo die Behörden gezeigt haben, dass sie nicht in der Lage sind, gefährliche Personen rechtzeitig außer Landes zu bringen. Da kann man von mir aus die Toleranzschwelle auch relativ niedrig ansetzen. Wer sich hier vernünftig benimmt und aus seinem Leben etwas machen möchte, kann jede Unterstützung bekommen. Aber wer in einem Park herumlungert und Frauen anfällt, muss meiner Meinung nach noch am gleichen Tag im Flugzeug sitzen. Das wäre dann auch ein deutliches Signal an alle anderen, sich ordentlich zu benehmen.

Matthias



Antwort von Frank B.:


Wer sich hier vernünftig benimmt und aus seinem Leben etwas machen möchte, kann jede Unterstützung bekommen. Aber wer in einem Park herumlungert und Frauen anfällt, muss meiner Meinung nach noch am gleichen Tag im Flugzeug sitzen. Das wäre dann auch ein deutliches Signal an alle anderen, sich ordentlich zu benehmen.

Matthias

Dafür wäre ich vor kurzem hier im übertragenen Sinne gesteinigt worden. Ich merke, es setzen Umdenkungsprozesse ein.



Antwort von Frank Glencairn:


Soll man nun sämtliche Flüchtlinge zurückschicken, weil ein geringer Teil von ihnen sich massiv danebenbenimmt?

Wie wär's für den Anfang, wenn man wenigstens die tatsächlich zurückschickt die zur Abschiebung anstehen, wie der Typ, der diesen Daniel in Chemnitz abgestochen hat, der sollte seit über 4 Jahren zurück nach Bulgarien abgeschoben werden. Die deutschen Behörden haben den Termin allerdings ein geschlagenes halbes Jahr lang verpennt, und die ganze Nummer danach einfach vergessen. Laut "Welt" stellten 2016 die deutschen Behörden 4899 sogenannte Übernahmeersuchen an Bulgarien, das dortige Migrationsamt bestätigte in 2643 Fällen seine Zuständigkeit. Tatsächlich wurden aber nur 95 weitergereiste Asylbewerber dorthin zurückgebracht. Kein Wunder, wenn die Leute da sauer werden. Der Mann könnte noch leben, wenn die Behörden nicht wieder mal völlig versagt hätten.



Antwort von Axel:

Einen Lösungsansatz habe ich allerdings auch nicht. Soll man nun sämtliche Flüchtlinge zurückschicken, weil ein geringer Teil von ihnen sich massiv danebenbenimmt?

Wir ernten, was wir säen. Europa (welches?) hätte schon vor Jahrzehnten den Ursachen der vermeidbaren Migration vorbeugen (einerseits ernst gemeinte Entwicklungshilfe nach dem Subsidiaritätsprinzip, andererseits strenge, aber humane Einwanderungs- und Asylgesetze) und sich trotzdem auf die unvermeidliche Migration einstellen müssen. Hätte, hätte, Fahrradkette. Aber so ist es. Die Geschichte holt uns ein, die "Festung Europa" ist belagert, wir werden auf mittlere Sicht aushungern. "Wir" sind freilich der Weiße Mann, der schon immer mit unerträglicher Selbstgerechtigkeit und Doppelmoral auf Kosten anderer in den Tag hinein schmarotzte. Und wie es immer lief in den letzten Jahrhunderten, so wird es auch jetzt kommen. In die Enge getrieben greifen wir zur Gewalt, zum Krieg, zum Völkermord.



Antwort von Frank B.:

Und noch ein kleiner Nachtrag von mir. Die gesamte nationalsozialistische Szene (ich rede bewusst nicht von Rechts, weil das immer mit rechtskonservativ vermischt wird von denen, die nicht damit leben können, dass der Nationalsozialismus was mit Sozialismus zu tun haben könnte) ist vom Verfassungsschutz unterwandert, und mich sollte es nicht wundern, wenn die hitlergrußzeigenden Leute auch bewusst von diesem dort postiert wurden, um den berechtigten "Volkszorn" (vielleicht besser Zorn der Menschen, denn es sind auch viele ausländische Mitbürger bzw. Deutsche mit Migrationshintergrund darunter) im Misskredit zu bringen. Beweise habe ich nicht, es muss auch nicht so sein, aber ich finde es auch nicht allzusehr herbeigeholt.



Antwort von Frank B.:


Einen Lösungsansatz habe ich allerdings auch nicht. Soll man nun sämtliche Flüchtlinge zurückschicken, weil ein geringer Teil von ihnen sich massiv danebenbenimmt?

Wir ernten, was wir säen. Europa (welches?) hätte schon vor Jahrzehnten den Ursachen der vermeidbaren Migration vorbeugen (einerseits ernst gemeinte Entwicklungshilfe nach dem Subsidiaritätsprinzip, andererseits strenge, aber humane Einwanderungs- und Asylgesetze) und sich trotzdem auf die unvermeidliche Migration einstellen müssen. Hätte, hätte, Fahrradkette. Aber so ist es. Die Geschichte holt uns ein, die "Festung Europa" ist belagert, wir werden auf mittlere Sicht aushungern. "Wir" sind freilich der Weiße Mann, der schon immer mit unerträglicher Selbstgerechtigkeit und Doppelmoral auf Kosten anderer in den Tag hinein schmarotzte. Und wie es immer lief in den letzten Jahrhunderten, so wird es auch jetzt kommen. In die Enge getrieben greifen wir zur Gewalt, zum Krieg, zum Völkermord.

Das ist doch alles Kikifatz, den uns irgendwelche Leute eingeredet haben, seit wir in die Schule gingen. "Wir" sind nicht der weiße Mann. Es gibt auch weiße Frauen. Und bei Sklavenhandel und Hexenverbrennungen sind wir nur unter ferner liefen anzusiedeln. Da sind bis heute die moslemischen Länder und Afrika führend. Wenn ich das schon höre, dass der weiße Mann für das gesamte Unheil der Menschheit verantwortlich ist, könnte ich kotzen. Man nimmt damit anderen Verbrechern die Verantwortung.



Antwort von Pianist:


Und noch ein kleiner Nachtrag von mir. Die gesamte nationalsozialistische Szene (ich rede bewusst nicht von Rechts, weil das immer mit rechtskonservativ vermischt wird von denen, die nicht damit leben können, dass der Nationalsozialismus was mit Sozialismus zu tun haben könnte) ist vom Verfassungsschutz unterwandert, und mich sollte es nicht wundern, wenn die hitlergrußzeigenden Leute auch bewusst von diesem dort postiert wurden, um den berechtigten "Volkszorn" (vielleicht besser Zorn der Menschen, denn es sind auch viele ausländische Mitbürger bzw. Deutsche mit Migrationshintergrund darunter) im Misskredit zu bringen. Beweise habe ich nicht, es muss auch nicht so sein, aber ich finde es auch nicht allzusehr herbeigeholt.

Nachdem nun sogar ein Gericht in Berlin erkannt hat, dass ein Mord im Rockermilieu vermeidbar gewesen wäre, wenn das LKA Berlin das Wissen seiner V-Leute genutzt hätte, und nun herauskommt, dass auch im Amri-Umfeld mindestens ein V-Mann aktiv war, halte ich es nicht mehr für ausgeschlossen, dass das Attentat auf den Weihnachtsmarkt hätte verhindert werden können. Und um noch einen Schritt weiterzugehen: Ich halte es auch nicht mehr für ausgeschlossen, dass es billigend in Kauf genommen wurde.

Matthias



Antwort von Frank B.:

Auch der ganze NSU-Prozess hat schon den Sumpf um die Involvierung des Verfassungsschutzes in die Szene offengelegt.



Antwort von Pianist:


Auch der ganze NSU-Prozess hat schon den Sumpf um die Involvierung des Verfassungsschutzes in die Szene offengelegt.

So ist es. Und wenn nun auch noch aktuell der Eindruck entsteht, dass jemand wie der BfV-Präsident mit rechten Kreisen sympathisiert, dann steuern wir da wohl auf eine handfeste Staatskrise zu. Vermutlich war es blauäugig von mir, einfach davon auszugehen, dass die Verfassungsschutzbehörden den Extremismus bekämpfen. Es könnte auch sein, dass sie ihn anstacheln, um sich nicht ihrer eigenen Daseinsberechtigung zu berauben...

Matthias








Antwort von Axel:



(...)"Wir" sind freilich der Weiße Mann, der schon immer mit unerträglicher Selbstgerechtigkeit und Doppelmoral auf Kosten anderer in den Tag hinein schmarotzte. Und wie es immer lief in den letzten Jahrhunderten, so wird es auch jetzt kommen. In die Enge getrieben greifen wir zur Gewalt, zum Krieg, zum Völkermord.

Das ist doch alles Kikifatz, den uns irgendwelche Leute eingeredet haben, seit wir in die Schule gingen. "Wir" sind nicht der weiße Mann. Es gibt auch weiße Frauen. Und bei Sklavenhandel und Hexenverbrennungen sind wir nur unter ferner liefen anzusiedeln. Da sind bis heute die moslemischen Länder und Afrika führend. Wenn ich das schon höre, dass der weiße Mann für das gesamte Unheil der Menschheit verantwortlich ist, könnte ich kotzen. Man nimmt damit anderen Verbrechern die Verantwortung.

Mach doch mal den Was-Wäre-Wenn-Test. Wie *könnte* die gegenwärtige verkorkste Situation zum Guten aufgelöst werden? Was wäre nötig, um inneren und äußeren Frieden und gefühlte Gerechtigkeit herzustellen? Die entsprechende Politik, die Antwort auf den Was-Wäre-Wenn-Test, wurde in der Zeit seit dem zweiten Weltkrieg nicht gemacht, nun sind wir in einer Zwickmühle. Man hat uns eingeredet, wir seien die Erfinder des industriell organisierten Massenmords? In Wirklichkeit unter ferner liefen? Das sind erschütternde Aussagen.

Du wirst erleben, "wir" werden uns wehren, und das wird nicht schön. Die Zeichen der Zeit stehen nicht auf Entspannung.



Antwort von Pianist:


Die Zeichen der Zeit stehen nicht auf Entspannung.

Leider ist das so. Ich habe jetzt mal eine ganz blöde Frage: Gibt es denn bei den Flüchtlingen so eine Art "Willkommensansprache"? Ich meine: Sagt denen jemand, dass es in Deutschland nicht üblich ist, Konflikte mit einem Messer auszutragen oder im Park Frauen anzugrapschen?

Wenn man in die USA fliegt, muss man im Flugzeug ein Formular ausfüllen, wo man unter anderem bestätigen muss, dass man nicht die Absicht hat, den Präsidenten zu ermorden...

Matthias



Antwort von Frank Glencairn:



Sagt denen jemand, dass es in Deutschland nicht üblich ist, Konflikte mit einem Messer auszutragen oder im Park Frauen anzugrapschen?

Das wissen die auch so, aber die sehen ja schon ihre eigenen Frauen nur als ne Mischung aus Sexobjekt und Gebärmaschiene an, ungläubige Frauen sind da nochmal ne gute Stufe drunter.



Antwort von Funless:



Die Zeichen der Zeit stehen nicht auf Entspannung.

Leider ist das so. Ich habe jetzt mal eine ganz blöde Frage: Gibt es denn bei den Flüchtlingen so eine Art "Willkommensansprache"? Ich meine: Sagt denen jemand, dass es in Deutschland nicht üblich ist, Konflikte mit einem Messer auszutragen oder im Park Frauen anzugrapschen?

Wenn man in die USA fliegt, muss man im Flugzeug ein Formular ausfüllen, wo man unter anderem bestätigen muss, dass man nicht die Absicht hat, den Präsidenten zu ermorden...

Matthias

Wie soll denn das funktionieren? Die Behörden waren schon überfordert damit die Leute überhaupt adäquat zu registrieren (s. LaGeSo damals hier bei uns in Berlin).


Wir ernten, was wir säen. Europa (welches?) hätte schon vor Jahrzehnten den Ursachen der vermeidbaren Migration vorbeugen (einerseits ernst gemeinte Entwicklungshilfe nach dem Subsidiaritätsprinzip, andererseits strenge, aber humane Einwanderungs- und Asylgesetze) und sich trotzdem auf die unvermeidliche Migration einstellen müssen. Hätte, hätte, Fahrradkette. Aber so ist es. Die Geschichte holt uns ein, die "Festung Europa" ist belagert, wir werden auf mittlere Sicht aushungern. "Wir" sind freilich der Weiße Mann, der schon immer mit unerträglicher Selbstgerechtigkeit und Doppelmoral auf Kosten anderer in den Tag hinein schmarotzte. Und wie es immer lief in den letzten Jahrhunderten, so wird es auch jetzt kommen. In die Enge getrieben greifen wir zur Gewalt, zum Krieg, zum Völkermord.

Das ist doch alles Kikifatz, den uns irgendwelche Leute eingeredet haben, seit wir in die Schule gingen. "Wir" sind nicht der weiße Mann. Es gibt auch weiße Frauen. Und bei Sklavenhandel und Hexenverbrennungen sind wir nur unter ferner liefen anzusiedeln. Da sind bis heute die moslemischen Länder und Afrika führend. Wenn ich das schon höre, dass der weiße Mann für das gesamte Unheil der Menschheit verantwortlich ist, könnte ich kotzen. Man nimmt damit anderen Verbrechern die Verantwortung.

Und wie immer mit dem Finger auf andere zeigen sowie Null Selbstreflektion. Schon interessant, dass gerade die Fans der alternativen Medien/Fakten natürlich auch nur die Nachrichten und Meldungen für relevant halten, die in ihr eigenes Weltbild passt, alles andere ist Lügenpresse.

Danke für die wiederholte exemplarische Darstellung.



Antwort von Axel:

Ich habe jetzt mal eine ganz blöde Frage: Gibt es denn bei den Flüchtlingen so eine Art "Willkommensansprache"? Ich meine: Sagt denen jemand, dass es in Deutschland nicht üblich ist, Konflikte mit einem Messer auszutragen oder im Park Frauen anzugrapschen?

Meine Schwester lebt in Niederbayern, wo sie als Honorardozentin Asylanten die deutsche Sprache und Kultur nahebringt. Sie wohnt in einem 6000-Seelen-Kaff, in das gegen den erklärten Willen der Anwohner 300 Asylanten verbracht wurden, eingepfercht (anders kann man es nicht nennen) in einem alten Schulgebäude. Die Asylanten sind gemischten Alters und Geschlechts, aber die Alterspyramide steht bei uns ja bekanntlich auf dem Kopf, daher ist die Mehrzahl weit unter 30. Wenn dir das eine Vorstellung von der Komplexität der Problematik andeutet, dürfte das der Wirklichkeit ziemlich nahe kommen. Es ist ein Kampf und ein Krampf. Angesichts der Ausgangslage, muss man fairerweise sagen, tut die selbstredend CSU-regierte Verwaltung hier keinen schlechten Job. Aber meine Schwester sagt immer wieder, hier brennt eine Lunte.



Antwort von Pianist:


Meine Schwester lebt in Niederbayern, wo sie als Honorardozentin Asylanten die deutsche Sprache und Kultur nahebringt.

Genau das war ja meine Frage. Ich habe keine Vorstellung davon, was in den Integrationskursen tatsächlich vermittelt wird. Erzählt man denen dort was von Bach und Beethoven? Oder von Adenauer und Brandt? Vielleicht müsste man sie noch viel früher abholen und ihnen erklären, dass bei uns Mann und Frau gleichberechtigt sind und man nicht einfach eine Frau erstechen darf, weil sie den Beischlaf verweigert.

Matthias (für alle, die erst später eingeschaltet haben: Ich habe wirklich nichts gegen Flüchtlinge, aber benehmen müssen sie sich)



Antwort von Frank Glencairn:



Und wie immer mit dem Finger auf andere zeigen sowie Null Selbstreflektion. Schon interessant, dass gerade die Fans der alternativen Medien/Fakten natürlich auch nur die Nachrichten und Meldungen für relevant halten, die in ihr eigenes Weltbild passt, alles andere ist Lügenpresse.

Danke für doe wiederholte exemplarische Darstellung.

Ich denke nicht, daß Frank "auf Kosten anderer in den Tag hineinschmarotzt", noch daß er Kriege und Völkermord anzettelt - was genau soll er da also "selbstreflektieren"?



Antwort von Frank Glencairn:



Genau das war ja meine Frage. Ich habe keine Vorstellung davon, was in den Integrationskursen tatsächlich vermittelt wird. Erzählt man denen dort was von Bach und Beethoven? Oder von Adenauer und Brandt? Vielleicht müsste man sie noch viel früher abholen und ihnen erklären, dass bei uns Mann und Frau gleichberechtigt sind und man nicht einfach eine Frau erstechen darf, weil sie den Beischlaf verweigert.


Hier ist ein sehr interessantes und unaufgeregt sachliches Interview mit einer desillusionierten Flüchtlingshelferin für dich Matthias

https://diekolumnisten.de/2018/03/02/in ... ca-sommer/



Antwort von blickfeld:



Sagt denen jemand, dass es in Deutschland nicht üblich ist, Konflikte mit einem Messer auszutragen oder im Park Frauen anzugrapschen?

Das wissen die auch so, aber die sehen ja schon ihre eigenen Frauen nur als ne Mischung aus Sexobjekt und Gebärmaschiene an, ungläubige Frauen sind da nochmal ne gute Stufe drunter.

sorry, stumpfer pausschalieren geht nimmer, oder? die aussage, alle flüchtlinge sehen ihre eigenen frauen nur als ne Mischung aus Sexobjekt und Gebärmaschiene an, ungläubige Frauen sind da nochmal ne gute Stufe drunter. ist einfach nur komplett daneben. und damit drücke ich mich noch freundlich aus. ich hoffe einfach mal, dass du einfach nur unpräziese warst, aber das kannst nur du aufklären frank.

zurück zum thema. gewalt ist immer ein tragisches thema. und gewalttäter sollten ihre strafe erhalten. aber jenseits von ihrer herrkunft, hautfarbe und religion. und so sehr ich im normalfall deine reflektierten aussagen schätze matthias, ist Aber wer in einem Park herumlungert und Frauen anfällt, muss meiner Meinung nach noch am gleichen Tag im Flugzeug sitzen. diese aussage jeseits des rechtsstaates. erst muss die schuld, wie bei jedem anderen menschen, durch die justiz festgestellt werden. und damit wird auch noch die gefahr, die bei der rückführung wartet eingeschätzt. wenn dann entweder die straftat nicht nachgewiesen werden konnte oder die gefahr, den rechtsbruch übersteigt, wäre es fatal, deine aussage durchzuführen. über die rechtssprechung urteilen aber zum glück profis, die im gro den job gut machen. und nein, das volk darf die rechtssprechung nicht selbst in die hand nehmen.
ich komme heute nachmittag, wenn ich wieder im büro bin, noch zu der demografie und ein paar anderen sachen.








Antwort von Axel:

Ich habe keine Vorstellung davon, was in den Integrationskursen tatsächlich vermittelt wird. Erzählt man denen dort was von Bach und Beethoven? Oder von Adenauer und Brandt? Vielleicht müsste man sie noch viel früher abholen und ihnen erklären, dass bei uns Mann und Frau gleichberechtigt sind und man nicht einfach eine Frau erstechen darf, weil sie den Beischlaf verweigert.

Die Asylanten sind sehr neugierig darauf, alles über den deutschen Alltag, Sitten und Gebräuche, zu erfahren. Sie spüren das Misstrauen, das die (Großstädterarroganz:) Dorfbewohner ihnen gegenüber haben. Meine Schwester erklärt ihnen dann, dass diese deutschen Bürger Angst vor dem Fremden, Unbekannten haben, aber auch vor Gewalt und Verbrechen. Dass das Vorurteile seien, und dass es wichtig sei, diese Vorurteile nicht zu bestätigen. Aber auch die Flüchtlinge haben Vorurteile, und leider schult niemand die Deutschen darin, sie nicht voller Selbstbewusstsein, in seinem eigenen Kuhdorf der Boss zu sein, immer wieder zu bestätigen. Dann und wann gibt es gute, Hoffnung schürende Begegnungen, aber die Gesamtsituation bleibt sehr konfliktträchtig.

Hier ist ein sehr interessantes und unaufgeregt sachliches Interview mit einer desillusionierten Flüchtlingshelferin für dich Matthias

https://diekolumnisten.de/2018/03/02/in ... ca-sommer/

Desillusion ist immer gut. Gutmenschen erschweren die Aufgabe natürlich noch zusätzlich. Uns wurde die Gnade einer Geburt in ein freiheitliches, aufgeklärtes Land zuteil, viele der verarmten Flüchtlinge aus muslimischen Ländern haben das nicht. Darauf antworte ich, was sowohl Israelis wie Palästinenser sich mal auf gegenseitige Gewaltvorwürfe gegenseitig antworteten: man verdient sich Menschenrechte nicht durch sein Verhalten!



Antwort von Frank Glencairn:



sorry, stumpfer pausschalieren geht nimmer, oder? die aussage, alle flüchtlinge sehen ihre eigenen frauen nur als ne Mischung aus Sexobjekt und Gebärmaschiene an, ungläubige Frauen sind da nochmal ne gute Stufe drunter. ist einfach nur komplett daneben...

Und auch du solltest das Interview, das ich weiter oben verlinkt habe lesen, und deinen Horizont etwas erweitern.



Antwort von Pianist:


diese aussage jeseits des rechtsstaates. erst muss die schuld, wie bei jedem anderen menschen, durch die justiz festgestellt werden. und damit wird auch noch die gefahr, die bei der rückführung wartet eingeschätzt.
Das war jetzt auch mehr symbolisch gemeint. Natürlich muss es ein rechtsstaatlich einwandfreies Verfahren geben. Aber das müsste eben schneller gehen als bisher. Gilt übrigens auch für alle anderen Straftaten, die mit der öffentlichen Ordnung zu tun haben.

Matthias



Antwort von blickfeld:



sorry, stumpfer pausschalieren geht nimmer, oder? die aussage, alle flüchtlinge sehen ihre eigenen frauen nur als ne Mischung aus Sexobjekt und Gebärmaschiene an, ungläubige Frauen sind da nochmal ne gute Stufe drunter. ist einfach nur komplett daneben...

Und auch du solltest das Interview, das ich weiter oben verlinkt habe lesen, und deinen Horizont etwas erweitern.

was ändert das interview an deiner aussage, dass alle flüchtlinge so sind? hast du deine aussage wirklich pauschalisiert gemeint?



Antwort von Frank Glencairn:

Offensichtlich bezieht sich meine Aussage auf die Frage vorher, und da gings um die, die Frauen angrabschen - erspar uns dein virtue signaling.

Außerdem solltes gerade du da den Ball flach halten, du bist doch der King of Pauschalisierung.



Antwort von blickfeld:


Offensichtlich bezieht sich meine Aussage auf die Frage vorher, und da gings um die, die Frauen angrabschen - erspar uns dein virtue signaling.

Außerdem solltes gerade du da den Ball flach halten, du bist doch der King of Pauschalisierung.

bin ich gespannt, wo ich pauschalisiere? wenn du damit meinst, dass ich die meinung vertrete, dass bestimmt nicht jeder, der in chemnitz mitgelaufen ist, ein nazi ist, gerne. auch bin ich der meinung, dass jeder, der sich einer rechten demo anschließt auch mit guten recht als arschloch bezeichnet werden darf, da er bei einer veranstaltung mitläuft, die hass, angst und menschenverachtung propagiert. da das leider die kernkompetenzen von pegida, der afd und konsorten sind, was ich dir auch gerne mit fakten nachweisen kann, sollte jeder erwachsene wissen, was er tut und mit den konsequenzen rechen. falls das wort konsequenzen zu drakonisch klingt, siehe die arschloch aussage.
und deine antwort bezog sich auf matthias frage, in der keine eingrezung drin war. sorry. und ich habe ja auch davor geschrieben, dass ich wohl eher der meinung bin, dass du dich nicht richtig ausgedrückt hast. aber da die dann bei deiner aussage nur gemeint hast, dass ich das interview lesen sollte, habe ich noch mal nachgefragt, ob du es pauschalisiert, wie du es geschrieben gemeint hast oder ob du dich einfach ungenau ausgedrückt hast, um es einfach klar zustellen.



Antwort von Frank B.:



Offensichtlich bezieht sich meine Aussage auf die Frage vorher, und da gings um die, die Frauen angrabschen - erspar uns dein virtue signaling.

Außerdem solltes gerade du da den Ball flach halten, du bist doch der King of Pauschalisierung.

bin ich gespannt, wo ich pauschalisiere? wenn du damit meinst, dass ich die meinung vertrete, dass bestimmt nicht jeder, der in chemnitz mitgelaufen ist, ein nazi ist, gerne. auch bin ich der meinung, dass jeder, der sich einer rechten demo anschließt auch mit guten recht als arschloch bezeichnet werden darf, da er bei einer veranstaltung mitläuft, die hass, angst und menschenverachtung propagiert. da das leider die kernkompetenzen von pegida, der afd und konsorten sind, was ich dir auch gerne mit fakten nachweisen kann, sollte jeder erwachsene wissen, was er tut und mit den konsequenzen rechen. falls das wort konsequenzen zu drakonisch klingt, siehe die arschloch aussage.
und deine antwort bezog sich auf matthias frage, in der keine eingrezung drin war. sorry. und ich habe ja auch davor geschrieben, dass ich wohl eher der meinung bin, dass du dich nicht richtig ausgedrückt hast. aber da die dann bei deiner aussage nur gemeint hast, dass ich das interview lesen sollte, habe ich noch mal nachgefragt, ob du es pauschalisiert, wie du es geschrieben gemeint hast oder ob du dich einfach ungenau ausgedrückt hast, um es einfach klar zustellen.

Zum Glück bist du nicht der das entscheidet, was rechts und was links ist, wer ein Arschloch ist und wer nicht oder was richtig und ist und falsch. Zu letzterem gibt es Gesetze und alles andere braucht keine Erklärung von dir. Das erkennt jeder für sich. So kannst du zwar gern zu deinen privaten Erkenntnissen kommen. Diese sind aber nicht bindend für alle anderen. Es sind genau diese Erklärbären in Politik und Presse, deren die Menschen überdrüssig sind.



Antwort von Starshine Pictures:

Es gibt für das Problem tatsächlich noch eine Lösung, die aber grosse Investitionen nach sich ziehen würde, die sich in den nächste Jahren aber vielfach auszahlen würde. Wir brauchen mehrere riesige geschlossene Auffangzentren. Diese müssen wie eine kleine Stadt aufgebaut sein. Es gibt Schulen, Kindergärten und Universitäten. Auch eine mittlere medizinische Versorgung mit kleinem Krankenhaus gibt es vor Ort. Zudem gibt es ausreichend Wohnraum für jeden einzelnen! Niemand muss sich mit anderen Personen ein Zimmer teilen, Familien bekommen innerhalb der Zentren sogar angemessen grosse eigene Wohnungen. Jeder hat ausreichen Privatsphäre. Es gibt gepflegte Spielplätze und Parks, Restaurants und Vereinsgebäude.

Ausnahmslos alle Asylsuchenden kommen in diese Zentren, werden schon am ersten Tag erfasst und nach Vorbildung und bisherigen Tätigkeiten einzelnen Aufgaben zugeteilt. Wer Strassen gebaut hat wird der Strassenmeisterei zugeteilt, wer Lehrer war kommt in die Schulen, Mediziner ins Krankenhaus usw. Die Menschen bekommen vom ersten Tag an Sozialkunde unterrichtet um sich in Deutschland zurecht zu finden, was ist hier üblich, wie tickt die deutsche Gesellschaft. Zudem bekommen ausnahmslos alle eine Ausbildung oder eine Anerkennungsweiterbildung bereits vorhandener Abschlüsse. Zudem werden alle Antragssteller psychologisch betreut und etwaige Posttraumatische Störungen bestmöglich behandelt. Während des Aufenthaltes werden zügig Asylanträge bearbeitet und unberechtigte Antragssteller werden erst nach ihrer Ausbildung wieder abgeschoben oder bekommen die Möglichkeit, über einen vorhandenen Arbeitsplatz vorerst in Deutschland zu bleiben. Während der Jahre der Ausbildung können Ausgangsregelungen gelockert werden, bis nach angemessen beurteilter Adaptation die Menschen die Zentren verlassen können und ihren Weg gehen. Möchten die Menschen dauerhaft in Deutschland bleiben entscheidet die Wohngemeinde und Personen des öffentlichen Lebens (Lehrer der Kinder, Arbeitskollegen, Polizei etc.), ob der Aufenthaltsstatus dauerhaft wird oder nicht.

Das wäre meine ganz persönliche Utopie um die Probleme in den Griff zu bekommen.

Grüsse, Stephan



Antwort von Jörg:

Das wäre meine ganz persönliche Utopie um die Probleme in den Griff zu bekommen.

du meinst so eine Mischung aus KZ und Schlaraffenland?








Antwort von Pianist:


Das wäre meine ganz persönliche Utopie um die Probleme in den Griff zu bekommen.
Könnte man, wenn man entsprechend drauf ist, auch als "Internierungslager" oder "Disneyland" bezeichnen. Meiner Meinung nach ist das aber nicht erforderlich. Ich würde einen anderen Weg gehen: Flüchtlinge so schnell wie möglich in solche mit besserer und weniger guter Bleibeperspektive einteilen. Die mit besserer Bleibeperspektive dann so schnell wie möglich mitten in die Gesellschaft lassen und ihnen auch die legale Aufnahme einer Arbeit ermöglichen. Und natürlich eine dichte Betreuung.

Fakt ist: Die Menge an Flüchtlingen wird eher zu- als abnehmen. Möglicherweise müssen wir sogar zu dem Ergebnis kommen, dass wir unser Asylrecht komplett ändern müssen. Wenn wir uns wirklich um die Menschen kümmern wollen, darf die Anzahl nicht zu stark ansteigen. Vielleicht ist unsere derzeitige Regelung zu weitreichend. "Politisch Verfolgte genießen Asyl" lautet der Artikel im Grundgesetz derzeit. Möglicherweise wäre es eine Lösung, wenn man das präzisiert: "Wer durch politische, wissenschaftliche, gesellschaftliche oder journalistische Betätigung verfolgt wird, genießt Asyl". Damit käme Asyl nur noch in Frage, wenn sich jemand aktiv irgendwo betätigt hat, und es reicht nicht mehr, passiv betroffen zu sein. Damit würde man die Zahl der Asylberechtigten deutlich reduzieren, und das Asylangebot richtet sich dann eher an Leute aus höheren Bildungsschichten wie Journalisten, Wissenschaftler und Leute aus dem politischen Bereich. Die sollten dann auch bei uns besser integrierbar sein.

Ansonsten bin ich immer noch der Meinung, dass es besser wäre, in den Herkunftsländern (ggf. auch mit Brachialgewalt) für Frieden und Stabilität zu sorgen, damit Fluchtgründe entfallen. Letztendlich verlässt doch niemand gerne seine Heimat, wenn er dort halbwegs vernünftige Perspektiven hätte.

Matthias



Antwort von Pianist:


du meinst so eine Mischung aus KZ und Schlaraffenland?

Oh, Deine Formulierung ist noch besser als meine... :-)

Matthias



Antwort von Sammy D:


Es gibt für das Problem tatsächlich noch eine Lösung, die aber grosse Investitionen nach sich ziehen würde, die sich in den nächste Jahren aber vielfach auszahlen würde. Wir brauchen mehrere riesige geschlossene Auffangzentren. Diese müssen wie eine kleine Stadt aufgebaut sein. Es gibt Schulen, Kindergärten und Universitäten. Auch eine mittlere medizinische Versorgung mit kleinem Krankenhaus gibt es vor Ort. Zudem gibt es ausreichend Wohnraum für jeden einzelnen! Niemand muss sich mit anderen Personen ein Zimmer teilen, Familien bekommen innerhalb der Zentren sogar angemessen grosse eigene Wohnungen. Jeder hat ausreichen Privatsphäre. Es gibt gepflegte Spielplätze und Parks, Restaurants und Vereinsgebäude.

Ausnahmslos alle Asylsuchenden kommen in diese Zentren, werden schon am ersten Tag erfasst und nach Vorbildung und bisherigen Tätigkeiten einzelnen Aufgaben zugeteilt. Wer Strassen gebaut hat wird der Strassenmeisterei zugeteilt, wer Lehrer war kommt in die Schulen, Mediziner ins Krankenhaus usw. Die Menschen bekommen vom ersten Tag an Sozialkunde unterrichtet um sich in Deutschland zurecht zu finden, was ist hier üblich, wie tickt die deutsche Gesellschaft. Zudem bekommen ausnahmslos alle eine Ausbildung oder eine Anerkennungsweiterbildung bereits vorhandener Abschlüsse. Zudem werden alle Antragssteller psychologisch betreut und etwaige Posttraumatische Störungen bestmöglich behandelt. Während des Aufenthaltes werden zügig Asylanträge bearbeitet und unberechtigte Antragssteller werden erst nach ihrer Ausbildung wieder abgeschoben oder bekommen die Möglichkeit, über einen vorhandenen Arbeitsplatz vorerst in Deutschland zu bleiben. Während der Jahre der Ausbildung können Ausgangsregelungen gelockert werden, bis nach angemessen beurteilter Adaptation die Menschen die Zentren verlassen können und ihren Weg gehen. Möchten die Menschen dauerhaft in Deutschland bleiben entscheidet die Wohngemeinde und Personen des öffentlichen Lebens (Lehrer der Schüler, Arbeitskollegen, etc.), ob der Aufenthaltsstatus dauerhaft wird oder nicht.

Das wäre meine ganz persönliche Utopie um die Probleme in den Griff zu bekommen.

Grüsse, Stephan

Glueckwunsch, du hast das Konzept von Strafvollzugsanstalten entdeckt! Heute auf dem Curriculum: "Wir lernen Gesellschaft".



Antwort von Funless:


Das wäre meine ganz persönliche Utopie um die Probleme in den Griff zu bekommen.

du meinst so eine Mischung aus KZ und Schlaraffenland?

Er meint eher sowas wie in District 9, definitiv keine Berührungspunkte zwischen den "guten Einheimischen" und den (vor der Nachselektierung erst mal per se allen) "schlechten Fremden". Für mich persönlich keine Utopie, sondern eine Dystopie.



Und wie immer mit dem Finger auf andere zeigen sowie Null Selbstreflektion. Schon interessant, dass gerade die Fans der alternativen Medien/Fakten natürlich auch nur die Nachrichten und Meldungen für relevant halten, die in ihr eigenes Weltbild passt, alles andere ist Lügenpresse.

Danke für doe wiederholte exemplarische Darstellung.

Ich denke nicht, daß Frank "auf Kosten anderer in den Tag hineinschmarotzt", noch daß er Kriege und Völkermord anzettelt - was genau soll er da also "selbstreflektieren"?

Doch das sollte er. Genauso wie ich, wie du und wie sowohl jeder Teilnehmer/stiller Mitleser an dieser Diskussion, als auch jedes Mitglied unserer "Wohlstandsgesellschaft".

Weder in deinem, noch in meinem oder noch in Frank B.‘s Haushalt gibt es auch nur einen einzigen Gegenstand der nicht zumindest eine Komponente enthält welches auf dem Rücken anderer unfair gefördert/produziert/ausgebeutet wurde.

Für unseren Wohlstand müssen andere leiden. So läuft nun mal der Kapitalismus und wir alle in unseren Europa-Gefilden nehmen das wohlwollend in Kauf oder (eigentlich noch schlimmer) verschließen die Augen vor dieser Tatsache. Und dass genau das dann irgendwann Konsequenzen nach sich zieht ist genauso logisch wie unabwendbar. Wir tragen alle die Verantwortung dafür egal ob durch aktives mitmachen, durch mitlaufen oder ignorieren.



Antwort von blickfeld:


Es gibt für das Problem tatsächlich noch eine Lösung, die aber grosse Investitionen nach sich ziehen würde, die sich in den nächste Jahren aber vielfach auszahlen würde. Wir brauchen mehrere riesige geschlossene Auffangzentren. Diese müssen wie eine kleine Stadt aufgebaut sein. Es gibt Schulen, Kindergärten und Universitäten. Auch eine mittlere medizinische Versorgung mit kleinem Krankenhaus gibt es vor Ort. Zudem gibt es ausreichend Wohnraum für jeden einzelnen! Niemand muss sich mit anderen Personen ein Zimmer teilen, Familien bekommen innerhalb der Zentren sogar angemessen grosse eigene Wohnungen. Jeder hat ausreichen Privatsphäre. Es gibt gepflegte Spielplätze und Parks, Restaurants und Vereinsgebäude.

Ausnahmslos alle Asylsuchenden kommen in diese Zentren, werden schon am ersten Tag erfasst und nach Vorbildung und bisherigen Tätigkeiten einzelnen Aufgaben zugeteilt. Wer Strassen gebaut hat wird der Strassenmeisterei zugeteilt, wer Lehrer war kommt in die Schulen, Mediziner ins Krankenhaus usw. Die Menschen bekommen vom ersten Tag an Sozialkunde unterrichtet um sich in Deutschland zurecht zu finden, was ist hier üblich, wie tickt die deutsche Gesellschaft. Zudem bekommen ausnahmslos alle eine Ausbildung oder eine Anerkennungsweiterbildung bereits vorhandener Abschlüsse. Zudem werden alle Antragssteller psychologisch betreut und etwaige Posttraumatische Störungen bestmöglich behandelt. Während des Aufenthaltes werden zügig Asylanträge bearbeitet und unberechtigte Antragssteller werden erst nach ihrer Ausbildung wieder abgeschoben oder bekommen die Möglichkeit, über einen vorhandenen Arbeitsplatz vorerst in Deutschland zu bleiben. Während der Jahre der Ausbildung können Ausgangsregelungen gelockert werden, bis nach angemessen beurteilter Adaptation die Menschen die Zentren verlassen können und ihren Weg gehen. Möchten die Menschen dauerhaft in Deutschland bleiben entscheidet die Wohngemeinde und Personen des öffentlichen Lebens (Lehrer der Kinder, Arbeitskollegen, Polizei etc.), ob der Aufenthaltsstatus dauerhaft wird oder nicht.

Das wäre meine ganz persönliche Utopie um die Probleme in den Griff zu bekommen.

Grüsse, Stephan

fangen wir mal mit dem positiven an. ja, die menschen brauchen mehr platz und dürfen nicht, wie es leider heute oft der fall ist, eingepfercht werden. und auch bildung und kultur etc sind extrem sinnvoll. jetzt kommen wir zu den punkt, der katastrophal ist, in meinen augen. du willst ghettos bilden. du willst die integration verhalten. du willst parallelgesellschaften schaffen. du forderst alles, vor dem moderne pädagogik, soziologie und psychologie warnt. sorry, eine horrorvorstellung mit wie gesagt sinnvollen ergänzungen.



Antwort von Pianist:


Er meint eher sowas wie in District 9, definitiv keine Berührungspunkte zwischen den "guten Einheimischen" und den (vor der Nachselektierung erst mal per se allen) "schlechten Fremden". Für mich persönlich keine Utopie, sondern eine Dystopie.

Vermutlich lag Günter Grass nicht ganz falsch, als er kurz vor seinem Tod forderte, dass am besten jeder einen Flüchtling aufnehmen solle...

Matthias



Antwort von Frank B.:


... du willst ghettos bilden...

Genau darauf habe ich gewartet. Habe allerdings auf den Begriff Konzentrationslager gewettet.



Antwort von acrossthewire:

Man nehme ein paar hundert in der Mehrzahl männliche Deutsche, finanziell schlecht gestellt, zwischen 18-30 Jahre alt schön gemischt aus Oberbayern, Hamburg, Ruhrgebiet und meinetwegen SüdOstSachsen bringe sie in einem Wohnheim unter, teile ihnen ein sehr knappes Geld zu, lasse sie nicht arbeiten gehen, gebe ihnen bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Gefühl unerwünscht, minderwertig, gefährlich und im allgemeinen lästig und Schuld an jedwedem Unbill des Landes zu sein, und schaut dann mal wie dick die Decke der Zivilisation tatsächlich ist und ob es nicht vor allem die LEBENSUMSTÄNDE sind welche vermehrt Gewalt hervorbringen. Im übrigen bei den allermeisten Gewaltvorfällen bei denen Asylsuchende beteiligt waren ist das Opfer auch ein Asylsuchender. Wenn hier immer davon geredet wird das dieses Land nicht noch mehr Asylsuchende aufnehmen kann (während in meiner Strasse die Autos seit Jahren immer neuer und immer dicker werden), sollte man sich eher fragen was es mit einem Land wie dem Libanon macht, wenn es bei einer Einwohnerzahl von 6 Millionen zusätzlichen zu den palästinensischen Flüchtlingen (ca. 400.000) noch 1 Millionen syrische Flüchtige aufnehmen musste (20% der Bevölkerung). Es ist immer schlimm wenn ein Mensch sein Leben wegen einer Gewalttat verliert aber die Reaktionen darauf die wir in den letzten Tagen sehen sind in höchstem Maße unangemessen, insbesondere da die Tatverdächtigen in Chemnitz ja bereits dingfest gemacht wurden, also so die grundsätzliche Vereinbarung unserer Gesellschaft das die Justizorgane die Verfolgung und Ahndung von Straftaten vornehmen, in Frage gestellt wurde. Die jahrelange Weigerung eines Teils der Bundesregierung endlich mal mit einem Zuwanderungsgesetz um die Ecke zu kommen, verschärft die Problematik zusätzlich. Abseits davon - die Welt dreht sich weiter und nichts aber auch gar nichts wird bleiben wie es war und darauf Einfluss nehmen in welche Richtung es geht können wir nur bedingt. Wir können aber einen moralischen Kompass behalten der weitgehend unabhängig von den Entwicklungen ist und vor allem unabhängig von unserer persönlichen Vorteilsnahme ist.



Antwort von Starshine Pictures:

Matthias hat wenigstens noch einen adäquaten Gegenvorschlag gebracht. Aber die anderen maulen nur. Was wäre denn euer Gegenvorschlag? Alle Einheimischen vergasen damit keiner mehr ausländerfeindlich ist?

Ihr müsst euch mal von diesem Link zur NS-Zeit oder irgendwelchen Fantasy-Dystropien lösen. Immer wird alles abgelehnt was auch nur schon im Wording nach Nazideutschland klingt. Für mich ist die Idee eines geschlossenen Auffangzentrums kein KZ oder Gefängnis, sondern ein geschützter Raum. Und es heisst ja nicht dass die Menschen nie wieder raus dürfen, sondern nach Einschätzung der Mitarbeiter angemessen schon recht früh, oder spätestens nach ihrer Ausbildung. Der Aufenthalt ist also auf 2-3 Jahre begrenzt. Wer dann immer noch nicht die hiesigen Gesetze akzeptieren kann weil er gewalttätig ist wird der abgeschoben oder rechtstaatlich verurteilt. Zudem kommen alle freiwillig in diese Zentren da sie ja freiwillig um Asyl bitten!

Ehrlich. Geht die Idee mal ganz nüchtern und frei von „Ich böser Deutscher werde für immer büssen-Emotionen“ durch.








Antwort von Frank B.:


Man nehme ein paar hundert in der Mehrzahl männliche Deutsche, finanziell schlecht gestellt, zwischen 18-30 Jahre alt schön gemischt aus Oberbayern, Hamburg, Ruhrgebiet und meinetwegen SüdOstSachsen bringe sie in einem Wohnheim unter, teile ihnen ein sehr knappes Geld zu, lasse sie nicht arbeiten gehen, gebe ihnen bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Gefühl unerwünscht, minderwertig...

Das nannte man zu meiner Jugend Armee und von denen hat niemand einen auf der Straße abgestochen.



Antwort von Jörg:

Das nannte man zu meiner Jugend Armee und von denen hat niemand einen auf der Straße abgestochen.

warum fällt mir jetzt ausgerechnet der Begriff "Republikflüchtling" ein ?



Antwort von acrossthewire:



Das nannte man zu meiner Jugend Armee und von denen hat niemand einen auf der Straße abgestochen.

Oh na dann lass Dir mal die alten Polizeistatistiken kommen wieviele von der "Fahne" oder vom "Bund" z.B. in Kneipenschlägereien verwickelt waren und wieviele Totschläger es unter den ehemaligen Bundis und NVAlern gibt.
Im übrigen war ich auch bei der Fahne und kann dazu nur eins sagen, diese Art Kasernierung ist dazu imstande das Schlimmste in den Menschen rausholen.
Im übrigen haben wir hier wieder einen "Frank B. Klassiker" ala "das hat es früher nicht gegeben" Natürlich hat es das früher gegeben das da ein Volksfest war, zu viel Alkohol floss es einen Streit gab und am Ende einer tot oder schwerverletzt auf dem Rasen lag.
Schau dir die alten Statistiken an die Rate an Gewaltverbrechen lag weitaus höher als heute. Nein es ist symptomatisch das Deinesgleichen die Welt in vor der Flüchtlingswelle (alles supi wir hatten uns alle lieb) und nach der Welle einteilt (die haben uns alles versaut).



Antwort von Pianist:


warum fällt mir jetzt ausgerechnet der Begriff "Republikflüchtling" ein ?

Hartgesottene SED-Nostalgiker führen da gerne mal an, dass "ja niemand gezwungen war zu flüchten". Vielleicht erklärt sich daraus auch die bemerkenswerte Nähe zwischen Anhängern der Linkspartei und der AfD beim Flüchtlingsthema. Die Denkweisen ähneln sich. Hinzu kommt, dass beide Gruppen einen starken Staat haben wollen, der sich um alles kümmert, und seine Bürgerinnen und Bürger vor allem möglichen pauschalen Ungemach schützt. Durch die Mauer wurde nach deren Meinung "das friedliche Volk der DDR vor den bösen Imperialisten aus dem Westen" geschützt. Und heute wird eben verlangt, deutsche oder europäische Außengrenzen gegen Menschen zu verteidigen, von denen die einen sagen, dass sie ein Leben in Frieden und Freiheit mit Perspektiven für sich und ihre Familien suchen, und wo andere meinen, dass das alles ungebildete und nichtintegrierbare Schmarotzer sind, die es sich auf unsere Kosten gutgehen lassen wollen, und die die Scharia einführen, sobald sie hier die Mehrheit der Bevölkerung stellen.

Da stehen sich eben mindestens zwei Fronten ziemlich unversöhnlich gegenüber. Ich neige ja eher dazu, das Gute im Menschen zu sehen, bin über die Zahl der Messereinsätze in den vergangenen Wochen allerdings auch entsetzt.

Matthias



Antwort von acrossthewire:


Ehrlich. Geht die Idee mal ganz nüchtern und frei von "Ich böser Deutscher werde für immer büssen-Emotionen" durch.

Ich kann Dir dazu nur das sagen. Und das immer wieder.




Antwort von Frank Glencairn:



Weder in deinem, noch in meinem oder noch in Frank B.‘s Haushalt gibt es auch nur einen einzigen Gegenstand der nicht zumindest eine Komponente enthält welches auf dem Rücken anderer unfair gefördert/produziert/ausgebeutet wurde.

LOL - da kennst meinen Haushalt schlecht, aber ich versteh schon was du meinst.

Für unseren Wohlstand müssen andere leiden. So läuft nun mal der Kapitalismus und wir alle in unseren Europa-Gefilden nehmen das wohlwollend in Kauf oder (eigentlich noch schlimmer) verschließen die Augen vor dieser Tatsache. Und dass genau das dann irgendwann Konsequenzen nach sich zieht ist genauso logisch wie unabwendbar. Wir tragen alle die Verantwortung dafür egal ob durch aktives mitmachen, durch mitlaufen oder ignorieren.

Erstes Missverständnis: "müssen andere leiden" - nö die haben einen Job, wenn auch einen beschissenen - beschissene Knochenjobs, bei denen man sich kaputt und krank arbeitet, gabs bei uns auch lange Zeit, das ist kein Alleinstellungsmerkmal, die sind einfach 100 Jahre hintendrann. Wenn wir ihnen den Job jetzt wegnehmen, bleiben sie dann eher da oder wäre das erst recht ein Anreiz zu uns zu kommen?

Zweites Missverständnis "Kapitalismus" - nö das ist überall so, selbst im tiefsten Kommunismus müssen die einen für die anderen leiden.

Drittes Missverständnis: "in Europa" - nö auf der ganzen Welt, wo man es sich leisten kann.

Viertes Missverständnis: "unser Wohlstand"
Wohlstand hat hier nur der, der ihn sich leisten kann - sprich dafür arbeitet. Der angebliche "Wohlstand" wird hier nicht importiert, sondern erarbeitet.

Wir nehmen gar nix "in Kauf" oder verschließen die Augen, wir haben schlicht keine Wahl, weils nix anderes zu kaufen gibt. Wir haben dabei auch nichts zu melden, das entscheiden andere für uns. Deshalb tragen "wir" auch keine Verantwortung für irgendwas.

Aber ich mach dir nen Vorschlag:
1. Ziehe nach Venezuela in den real existierenden Sozialismus und schau wie das für dich läuft.
2. Kaufe nur noch Gegenstände für die niemand "leiden mußte"

Ich kann Dir dazu nur das sagen. Und das immer wieder.

Brasch ist so ein unsäglicher Schwätzer - quasi jeder einzelne Satz ist falsch oder wirr.



Antwort von Pianist:


Erstes Missverständnis: "müssen andere leiden" - nö die haben einen Job, wenn auch einen beschissenen - beschissene Knochenjobs, bei denen man sich kaputt und krank arbeitet, gabs bei uns auch lange Zeit, das ist kein Alleinstellungsmerkmal, die sind einfach 100 Jahre hintendrann. Wenn wir ihnen den Job jetzt wegnehmen, bleiben sie dann eher da oder wäre das erst recht ein Anreiz zu uns zu kommen?

Aktuelles Beispiel: Elektroautos. Deren Batterien benötigen Rohstoffe, die zum Teil unter eher problematischen Bedingungen abgebaut werden. Stichwort: "Kongolesische Kobaltkinder". Wenn wir hier also mit Elektroautos fahren, um die Innenstädte von Abgasen zu entlasten, dann unterstützen wir damit die Praxis, dass im Kongo Kinder im Bergwerk arbeiten, statt in die Schule zu gehen. Nun gibt es mindestens zwei Möglichkeiten. Entweder sagen wir: Ist uns egal, können wir eh nicht ändern. Oder aber wir bevorzugen beim Kauf eines Elektroautos den Hersteller, der uns garantiert, dass seine Rohstoffe unter menschenwürdigen Bedingungen abgebaut werden. Es ist also schon möglich, etwas zu tun.

Matthias



Antwort von acrossthewire:

Der angebliche "Wohlstand" wird hier nicht importiert, sondern erarbeitet.

Erarbeitet - so wie sich z.B. die Quandts sich ihr Vermögen "erarbeitet" haben und es dann an Ihre Nachfahren weitest gehend ungestört weiterreichen konnten.
Sorry Frank aber bei der Vermögensverteilung in Deutschland (10% der Haushalte besitzen ca. 60% des Gesamtvermögens) ist relativ klar das der Grossteil des Wohlstands vererbt und nicht erarbeitet wird.



Antwort von Frank Glencairn:



Aktuelles Beispiel: Elektroautos. Deren Batterien benötigen Rohstoffe, die zum Teil unter eher problematischen Bedingungen abgebaut werden. Stichwort: "Kongolesische Kobaltkinder". Wenn wir hier also mit Elektroautos fahren, um die Innenstädte von Abgasen zu entlasten, dann unterstützen wir damit die Praxis, dass im Kongo Kinder im Bergwerk arbeiten, statt in die Schule zu gehen. Nun gibt es mindestens zwei Möglichkeiten. Entweder sagen wir: Ist uns egal, können wir eh nicht ändern. Oder aber wir bevorzugen beim Kauf eines Elektroautos den Hersteller, der uns garantiert, dass seine Rohstoffe unter menschenwürdigen Bedingungen abgebaut werden. Es ist also schon möglich, etwas zu tun.


Da bin ich mal gespannt welcher Hersteller dir das tatsächlich garantieren kann, wie du das nachprüfen willst, und ob du dir die Karre dann noch leisten kannst.

Sorry Frank aber bei der Vermögensverteilung in Deutschland (10% der Haushalte besitzen ca. 60% des Gesamtvermögens) ist relativ klar das der Grossteil des Wohlstands vererbt und nicht erarbeitet wird.

Ach so, und das geerbte Vermögen ist vom Himmel gefallen?
Irgendeiner hat mal dafür gearbeitet. Daß er es nicht zum Fenster rausgeworfen hat, sondern an seine Kinder weiter gibt, ändert nichts daran.

Außerdem gings eher nicht um Vermögensverteilung. Auch das Smartphone eines Harz4 Empfängers wird mit akkus aus problematischen Quellen gespeist.








Antwort von Pianist:


Sorry Frank aber bei der Vermögensverteilung in Deutschland (10% der Haushalte besitzen ca. 60% des Gesamtvermögens) ist relativ klar das der Grossteil des Wohlstands vererbt und nicht erarbeitet wird.

Das macht doch nichts. Wenn Familien über Generationen hinweg vieles richtig gemacht haben, dann kommt dort eben viel Vermögen zusammen. Wer zehntausenden Menschen Arbeit gibt, darf gerne auch ein paar Milliarden auf der hohen KanteKante im Glossar erklärt haben. Meistens ist das Geld ohnehin gar nicht schnell flüssig zu machen, weil es zum Beispiel in Aktien steckt, deren Kurs man ruinieren würde, wenn man plötzlich große Mengen der Papiere verkauft.

Außerdem: Viel Besitz bedeutet auch viel Verantwortung. Solche Leute schlafen womöglich schlechter als ein Normalbürger, weil sie viel mehr zu verlieren haben. Nun will ich nicht sagen, dass ein mittelloser SGBII-Leistungsempfänger besser schläft, das wäre zynisch. Aber diese pauschalen Aussagen zur Vermögensverteilung helfen niemandem weiter. Manche Leute können auch einfach nicht mit Geld umgehen. Die sind nach kurzer Zeit wieder pleite, egal wie viel Geld sie vorher mal bekommen haben.

Da bin ich mal gespannt welcher Hersteller dir das tatsächlich garantieren kann, wie du das nachprüfen willst, und ob du dir die Karre dann noch leisten kannst.

Hersteller: Tesla. Nachprüfen: kann ich nicht. Leisten können: ja. Leisten wollen: nein.

Matthias



Antwort von Frank Glencairn:

Geh doch mal zu Tesla, und sag denen du willst einen Wagen mit Menschenwürde-Garantie. Die lachen dich aus.
Was hast du dann "getan" - gar nix, außer dich lächerlich gemacht.

Dann probierst du das bei anderen Firmen, und irgendwann findest du vielleicht eine, die dir so einen Garantieschein zeigt - macht dann 250.000 Euro der Herr - kannste dir nicht leisten.
Was hast du dann "getan" - wieder nichts.

Und irgendwann begreifst du, das du völlig bedeutungslos bist, und überhaupt nichts machen und ausrichten kannst in der Welt. Und das es völlig wumpe ist auf wie viel zu verzichtest, was du kaufs oder nicht kaufst, und wie viel du für irgendwas zahlst, du machst einfach keinen Unterschied.

Danach lebt es sich allerdings viel entspannter.:-)



Antwort von acrossthewire:


Das macht doch nichts. Wenn Familien über Generationen hinweg vieles richtig gemacht haben, dann kommt dort eben viel Vermögen zusammen. Wer zehntausenden Menschen Arbeit gibt, darf gerne auch ein paar Milliarden auf der hohen KanteKante im Glossar erklärt haben. Meistens ist das Geld ohnehin gar nicht schnell flüssig zu machen, weil es zum Beispiel in Aktien steckt, deren Kurs man ruinieren würde, wenn man plötzlich große Mengen der Papiere verkauft.

Außerdem: Viel Besitz bedeutet auch viel Verantwortung. Solche Leute schlafen womöglich schlechter als ein Normalbürger, weil sie viel mehr zu verlieren haben. Nun will ich nicht sagen, dass ein mittelloser SGBII-Leistungsempfänger besser schläft, das wäre zynisch. Aber diese pauschalen Aussagen zur Vermögensverteilung helfen niemandem weiter. Manche Leute können auch einfach nicht mit Geld umgehen. Die sind nach kurzer Zeit wieder pleite, egal wie viel Geld sie vorher mal bekommen haben.

An dem was Du sagst sind sicher einige Punkte die stimmen. Aber du argumentierst, eventuell unbewußt, um den Staus Quo der für Dich, (unterstelle ich mal) vorteilhaft ist, zu halten. Wo ist da die gesellschaftliche Gerechtigkeit, wenn eine Krankenpflegerin, die aus einem Haushalt kommt der deutlich unterhalb des Durchschnittseinkommens liegt, Vollzeit arbeitet und trotzdem nur den Bruchteil dessen verdient was ein Kind reicher und gut vernetzter Eltern aufgrund deren Beziehungen und seines "Stallgeruchs" an Einkommen erzielen kann. Was ich sage will ist das durch die staatlich geförderte Zementierung der riesigen Einkommensunterschiede, dieses Land auch an innerem Zusammenhalt verliert und damit letztlich auch Verhältnisse wie in Sachsen wo die staatliche Autorität in Abrede gestellt wird, befördert.



Antwort von acrossthewire:



Danach lebt es sich allerdings viel entspannter.:-)

Oder auch nicht - Siehe Frank B.



Antwort von Pianist:


Und irgendwann begreifst du, das du völlig bedeutungslos bist, und überhaupt nichts machen und ausrichten kannst in der Welt. Und das es völlig wumpe ist auf wie viel zu verzichtest, was du kaufs oder nicht kaufst, und wie viel du für irgendwas zahlst, du machst einfach keinen Unterschied.

Aber wenn das jeder so sehen würde, gäbe es ja nie irgendwelche Fortschritte. Ich meine schon, dass es sich lohnt, bestimmte Dinge anzupacken. Beispiel Ozonloch. Da wurden die FCKW als maßgebliche Verursacher identifiziert und in relativ kurzer Zeit weltweit verboten. Ergebnis: Das Ozonloch ist merklich kleiner geworden. Nun kann man zwar behaupten, dass das auch ohne den FCKW-Verzicht durch natürliche Zyklen passiert sein kann, aber ganz sicher wird man das nicht sagen können. Oder Beispiel Kleidung: Das Bewusstsein der Menschen hat deutlich zugenommen, und damit auch der Druck auf die Modebranche, über die gesamte Wertschöpfungskette für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Vermutlich zurückzuführen auf ein einziges Foto von einem einzigen Kleidungsstück mit einem KIK-Logo in einer abgebrannten Fabrik mit vielen Todesopfern. Manchmal braucht man eben solche Auslöser.

Von daher: Doch, Dinge können besser werden. Zum Glück.

An dem was Du sagst sind sicher einige Punkte die stimmen. Aber du argumentierst, eventuell unbewußt, um den Staus Quo der für Dich, (unterstelle ich mal) vorteilhaft ist, zu halten. Wo ist da die gesellschaftliche Gerechtigkeit, wenn eine Krankenpflegerin, die aus einem Haushalt kommt der deutlich unterhalb des Durchschnittseinkommens liegt, Vollzeit arbeitet und trotzdem nur den Bruchteil dessen verdient was ein Kind reicher und gut vernetzter Eltern aufgrund deren Beziehungen und seines "Stallgeruchs" an Einkommen erzielen kann. Was ich sage will ist das durch die staatlich geförderte Zementierung der riesigen Einkommensunterschiede, dieses Land auch an innerem Zusammenhalt verliert und damit letztlich auch Verhältnisse wie in Sachsen wo die staatliche Autorität in Abrede gestellt wird, befördert.

Also ich bin ein totaler Fan von Besitzstandswahrung und daher zum Beispiel strikt gegen sowas wie Erbschafts- und Vermögenssteuer. Das Geld muss in den Familien bleiben. Übrigens der einzige Punkt, wo ich mit der AfD einer Meinung bin. Das bedeutet ja nicht, dass die Krankenschwester in Armut leben soll. Wer vollzeitmäßig arbeitet, soll zumindest so viel verdienen, dass er oder sie davon leben kann, ohne aufstocken zu müssen. Und das ist nun wieder der einzige Punkt, wo ich mit der Linkspartei einer Meinung bin. Ich glaube jedenfalls nicht daran, dass es einer Friseurin auch nur einen Deut besser ginge, wenn Hasso Plattner eine Milliarde weniger hätte. Im Gegenteil: Solche Leute spenden und stiften überdurchschnittlich viel Geld und fördern damit auch wieder Aufstiegschancen.

Matthias



Antwort von Frank B.:

Republikflüchtling und Schießbefehl waren ja zwei sich gegenüber liegende Dinge. Das erste war ein Drang nach Freiheit und das zweite die Reaktion des Staates. Es war nach heutiger Deutung Mord auf Befehl. Viele haben geschossen aus tiefer Überzeugung wie auch eine Generation früher viele aus Überzeugung KZs bewacht haben. Die Geschichte und die nachfolgenden Systeme haben ihr Urteil darüber gesprochen. Es wäre aber wahrscheinlich anders ausgefallen, wenn die jeweiligen Systeme Bestand gehabt hätten. Und ich sage euch, viele von euch wären auch dabei gewesen beim Schießen oder Bewachen. Das ist für mich fakt.
Ich meine, mit der gleichen Begeisterung wie einige von euch die Demos in Chemnitz niederknüppeln oder gleich niederschießen wollten, mit der gleichen Begeisterung wärt ihr in den Krieg gezogen und mit gleicher Überzeugung hättet ihr auf Republikflüchtlinge geschossen. Ihr hattet weitestgehend die Gnade, nicht in einem totalitären System aufzuwachsen und wenn ihrs wärt, wäre lange nicht erwiesen, dass ihrs nicht gestützt hättet.
Ich weiß, was es bedeutet, mit einer Bibel im Spint bei der NVA "erwischt" zu werden. Ich habe Charaktere studieren können. Und doch versuche ich niemanden von vorn herein zu verurteilen. Aber ich bin auch nicht bereit, jede Idiotie mehr mitzumachen. Wo ich spüre, es läuft nach meiner Ansicht was schief, sag ich das hin und wieder, auch wenn ich Gegenwind bekomme. Ich bin wahrlich kein sehr mutiger Mensch und meine Erlebnisse sind im Vergleich zu anderen lächerlich gering gewesen, aber ich habe eine Diktatur durchlebt und stellenweise durchlitten und zwar auch mit einer Zeit der Anpassung und des Mitlaufens. Dann aber bin ich meinen Weg gegangen. Ich lasse mir auch nicht von jedem Hanswurst unwidersprochen nationalsozialistisches Gedankengut unterstellen.
Wenn ihr also über KZs, Gettos, Republikflüchtlinge und Schießbefehl nachdenkt, denkt auch daran, wessen Befehlen wir heute folgen, wer überhaupt Befehle zum Töten bekommt und woher!
Wenn heute eine Regierung Gesetze erlässt und sie selbst beugt oder nicht konsequent durchsetzt, leben wir in keiner Demokratie mehr. Wenn dem Volk dauerhaft Dinge gegen seinen Willen auferlegt werden von Politikern, die man praktisch nicht abwählen kann, dann ist Demokratie nur noch ein Schein. Wenn man Urteile nach Anschauung der Person fällt und Straftaten von den einen duldet oder relativiert und bei anderen mit Härte verfolgt, wächst das Gefühl der Ohnmacht. Jahrelang hatten wir miese Wahlbeteiligungen. Das hatte seine Gründe.
Nun läuft das Fass an manchen Stellen über. Aber nicht das überlaufende Wasser ist Schuld, sondern, die es ins Fass gegossen haben.
Ich wurde weiter oben nach meinen Lösungsvorschlägen gefragt. Ich persönlich denke, wir lösen da gar nix mehr. Das Ding ist durch. Das überlaufende Wasser wird über kurz oder lang zu Blut. Es ist nur die Frage, wer am Ende das meiste Blut an den Händen hat. Aber wie gesagt, zwischen Terror und Heldentum liegt nur die rückwirkende Betrachtung der nachfolgenden Generationen.
Wenn es hier noch eine Lösung geben sollte, wird sie auf jeden Fall sehr schmerzhaft.



Antwort von Funless:



Weder in deinem, noch in meinem oder noch in Frank B.‘s Haushalt gibt es auch nur einen einzigen Gegenstand der nicht zumindest eine Komponente enthält welches auf dem Rücken anderer unfair gefördert/produziert/ausgebeutet wurde.

LOL - da kennst meinen Haushalt schlecht, aber ich versteh schon was du meinst.

Für unseren Wohlstand müssen andere leiden. So läuft nun mal der Kapitalismus und wir alle in unseren Europa-Gefilden nehmen das wohlwollend in Kauf oder (eigentlich noch schlimmer) verschließen die Augen vor dieser Tatsache. Und dass genau das dann irgendwann Konsequenzen nach sich zieht ist genauso logisch wie unabwendbar. Wir tragen alle die Verantwortung dafür egal ob durch aktives mitmachen, durch mitlaufen oder ignorieren.

Erstes Missverständnis: "müssen andere leiden" - nö die haben einen Job, wenn auch einen beschissenen - beschissene Knochenjobs, bei denen man sich kaputt und krank arbeitet, gabs bei uns auch lange Zeit, das ist kein Alleinstellungsmerkmal, die sind einfach 100 Jahre hintendrann. Wenn wir ihnen den Job jetzt wegnehmen, bleiben sie dann eher da oder wäre das erst recht ein Anreiz zu uns zu kommen?

Zweites Missverständnis "Kapitalismus" - nö das ist überall so, selbst im tiefsten Kommunismus müssen die einen für die anderen leiden.

Drittes Missverständnis: "in Europa" - nö auf der ganzen Welt, wo man es sich leisten kann.

Viertes Missverständnis: "unser Wohlstand"
Wohlstand hat hier nur der, der ihn sich leisten kann - sprich dafür arbeitet. Der angebliche "Wohlstand" wird hier nicht importiert, sondern erarbeitet.

Ja richtig nicht nur in Europa, sondern in der Tat so gut wie überall auf der Welt. Wie ich schon desöfteren schrieb liegt Ausbeutung von Schwächeren eben in der Natur des Menschen. Die weltweit agierenden Konzerne in Ihrer menschenverachtenden wachstumsorientierten Ausbeutung nicht in Form des Konsums ihrer Produkte und Dienstleistungen zu unterstützen wäre schon mal ein Anfang. Und die Leute die 100 Jahre hintendran sind, das ist schon seit 50 Jahren so und in vielen von diesen 100 Jahre hintendran Ländern waren die Umstände vor 50 Jahren "angenehmer", bzw. zumindest "erträglicher" als jetzt. Ich bin wahrlich kein Marxist, jedoch ist *unser* derzeitiges weltumspannendes die-Macht-des-Stärkeren-System krank, korrupt und die Konsequenzen dessen werden uns früher oder später vor die Füße fallen. Und genau das führt zum nächsten Punkt ...

Wir nehmen gar nix "in Kauf" oder verschließen die Augen, wir haben schlicht keine Wahl, weils nix anderes zu kaufen gibt. Wir haben dabei auch nichts zu melden, das entscheiden andere für uns. Deshalb tragen "wir" auch keine Verantwortung für irgendwas.

Eben genau da ("Weil es nichts anderes zu kaufen gibt") liegt ja die Wurzel des Übels: das System welches auf Handel, Ertrag und Gewinn basiert. Und sehr wohl haben wir etwas zu melden und könnten diesen Planeten auf einen Schlag sogar zu etwas besseren für alle Menschen machen. Dafür müsste aber jeder von uns bereit sein Opfer zu bringen indem wir die Attribute "Gier" und "Egoismus" loswerden. Das wäre mein Gegenvorschlag und keine Maßnehmen die letztendlich nur dazu dienen den Status Quo aufrecht zu erhalten. Dass das jedoch irgendwann Realität wird ist aber bedauerlicherweise genauso unwahrscheinlich wie dass ich zur Sonne fliege um mir an der Korona eine Zigarette anzuzünden.

Um Agent Smith aus Matrix zu zitieren:

Mankind is a virus!

... so unrecht hat er aus meiner bescheidenen Sicht nicht.

Aber ich mach dir nen Vorschlag:
1. Ziehe nach Venezuela in den real existierenden Sozialismus und schau wie das für dich läuft.
2. Kaufe nur noch Gegenstände für die niemand "leiden mußte"

Ich muss nicht nach Venezuela um festzustellen dass "real existierender Sozialismus" weder gut für mich, noch für die Menschheit an sich ist. Und du hast ja bereits bestätigt, dass es so gut wie nichts zu kaufen gibt für die niemand leiden musste zudem ich selber ja ebenfalls ein (ob ich will oder nicht) aktiver Teil dieses kaputten Systems bin.



Antwort von Pianist:


Und ich sage euch, viele von euch wären auch dabei gewesen beim Schießen oder Bewachen. Das ist für mich fakt.

Volle Zustimmung. Das ist genau das, was Helmut Kohl damals als "Gnade der späten Geburt" bezeichnet hat und dafür ziemlich angegangen wurde. Meiner Meinung nach hatte er aber vollkommen Recht: Wir sollten und müssen dankbar dafür sein, in einer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft aufzuwachsen, in der wir eben genau nicht in eine solche Situation gebracht werden.

Matthias (und nein, wir müssen heute keine Mistgabeln gegen Politiker oder Flüchtlinge einsetzen, wie eine ehemalige Pegida-Frontfrau gefordert hat)



Antwort von Frank B.:

Die Mistgabel war ein Symbol für ausmisten, nicht für erstechen. Wir sollten nicht immer eskalieren. Manchmal reicht es auch, sich über Aussagen anderer Gedanken zu machen, ohne gleich im Dreieck zu springen und Nazi, Nazi zu brüllen.
Nach dem Motto: Haltet den Dieb, er hat noch mein Messer im Rücken.



Antwort von Frank Glencairn:



Eben genau da ("Weil es nichts anderes zu kaufen gibt") liegt ja die Wurzel des Übels: das System welches auf Handel, Ertrag und Gewinn basiert.

Das Dumme dabei ist, das bisher immer nur Systeme die auf Handel, Ertrag und Gewinn basieren, Wohlstand geschaffen haben.
Jeder Versuch von "Gleichheit", Planwirtschaft und anderen Utopien ist grandios gescheitert.


Dafür müsste aber jeder von uns bereit sein Opfer zu bringen indem wir die Attribute "Gier" und "Egoismus" loswerden.

Warum sollen wir Opfer bringen? Abgesehen davon daß die Mehrheit hier froh ist, wenn sie mit der Kohle die ihnen nach Steuern und Abgaben übrig bleibt. bis zum Monatsende hinkommt.
Gerade Afrika ist wort-wörtliche ne Goldgrube, und ne Diamantengrube, und allgemein ne Rohstoffgrube, riesengroß und besteht zu einem guten Teil aus extrem fruchtbaren Böden.
Eigentlich müßte es denen prächtig gehen, im Vergleich mit einem so kleinen und rohstoffarmen Land wie Deutschland, wo wir so gut wie alles importieren müssen. Die haben alle Möglichkeiten und Voraussetzungen, schlagen sich aber entweder lieber gegenseitig den Schädel ein, oder lassen ein korruptes und kriminelles Regime nach dem anderen an die Macht. Das ist aber ein afrikanisches Problem, daß die selbst lösen müssen, wir haben weder das Recht noch die Pflicht uns da einzumischen, Opfer bringen schon gleich gar nicht, die bring ich schon genug fürs Finanzamt.



Antwort von bubffm:

Jedes Forum hat derzeit seinen Thread wo sich der Nazi heimisch fühlt. Gut das die schweigende Mehrheit " das Volk" repräsentiert.



Antwort von Pianist:


Gut das die schweigende Mehrheit „ das Volk“ repräsentiert.
Gut, dass die Mehrheit vernünftig tickt. Schlecht, dass sie schweigt.

Matthias



Antwort von Frank B.:

Mehrheiten könnt ihr euch ans Knie nageln. Das Problem sind immer Minderheiten.
Die Mehrheit ist die Schafherde, die Wölfe sind die Minderheit. Die Wölfe sind die Jäger und sie bestimmen, was passiert.



Antwort von Pianist:


Mehrheiten könnt ihr euch ans Knie nageln. Das Problem sind immer Minderheiten.

Mit welchen Minderheiten haben wir denn mehr Probleme? Mit der Minderheit der Flüchtlinge, von denen sich die meisten anständig benehmen - oder mit der Minderheit der Rechtsextremen, von denen sich die meisten nicht anständig benehmen?

Matthias



Antwort von Frank B.:

Wir werden mit beiden Probleme bekommen. Beide Gruppen haben Potential, die Schafe zu reißen. Es gibt zur Zeit viel weniger Rechtsextreme als Flüchtlinge. Aber das kann sich ändern.
Wobei ich wie gesagt nicht gern von Rechtsextremismus rede. Das wird mir zu sehr mit Rechtskonservativ vermischt.



Antwort von BigT:



Ehrlich. Geht die Idee mal ganz nüchtern und frei von "Ich böser Deutscher werde für immer büssen-Emotionen" durch.

Ich kann Dir dazu nur das sagen. Und das immer wieder.
""

Als im "Exil" geborener und lebender Deutscher hatte ich nie Berührungsängste mit der angesprochenen Vergangenheit. Bücher darüber füllen bei mir ganze Tablare im Regal.
Aber erst kürzlich, vertraute mir meine Mutter (84) fast im Flüsterton an dass der Opa damals ein "politisch Unzuverlässiger" war, weil er mit seinem LKW ein paar jüdischen Familien geholfen hatte mit ihrem Hab und Gut von Rastenburg an die Ostsee zu gelangen.
Und all jene mit etwas historischen Geografiekenntnissen wissen jetzt, wie diese Geschichte zwangläufig endete. Und die Jahre als Flüchtlinge unter Landsleuten... Stoff für die Story, die ich noch schreiben werde.

Es sind Steinzeit-Instinkte die tief in uns allen stecken und das hat auch überhaupt nichts mit Deutschland im Speziellen zu tun. Im Falle der Juden ist es damals einfach auf eine absolut krasse Art und Weise ausgeartet.

Das verpflichtet uns und weitere Nachgeborene sicher nicht zur endlosen Selbstkasteiung, aber ganz sicher und noch für lange Zeit zu glasklarer Wachsamkeit, nicht nur im eigenen Land.




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