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DOP-Interview: Wer kreiert den Look? - DOP vs Color Artist



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Newsmeldung von slashCAM:



Die digitale Filmproduktion hat die Entscheidung über den finalen Look vom Set weg deutlich hin in die abgeschlossene Studioumgebung des Color Artist verlagert. Während i...

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DOP-Interview: Wer kreiert den Look? - DOP vs Color Artist




Antwort von ruessel:

Der Kameramann wird in der Zukunft nur noch wackelfreie RAW Schnipsel liefern, die Post wird von jungen unterbezahlten Leuten -verstreut über die ganze Welt- in InternetCafes erledigt? Ich befürchte das ist bei dem ganzen "Transformermist" im Kino schon heute der Fall......



Antwort von Jalue:

Grading wird inzwischen oft gnadenlos übertrieben, sogar im piefigen "Tatort" und jeder DoP tut gut daran, seinen Daumen draufzuhalten. Zumeist ist das wohl einfach auf dümmliche Begeisterung der Beteiligten für das Machbare zurückzuführen, der Ablauf ähnlich wie beim Klamottenkauf: Im gestylten Ladengeschäft sieht die quietschgrüne, zudem voll preiswerte Jacke noch cool aus, wie sich Kunde und Verkäufer gegenseitig versichern. Zurück auf der Straße wird man damit zum Fremdschäm-Objekt.





Antwort von iasi:

Arbeitsteilung - darauf kommt es beim Film schon immer an.

Jeder trägt seinen Teil dazu bei, Wirkung und Aussage des Films zu befördern.
Die digitale Technik hat das filmsprachliche Vokabular erweitert - wer sich diesen neuen Möglichkeiten widersetzt, sollte besser in Rente gehen.

Ein DOP bestimmt ja schließlich nicht nur die Farbe.
Er sollte sich auf die Gestaltungsmöglichkeiten konzentrieren, die in der Post eben nicht beinflusst werden können - und dabei hat er dann sehr viel kreativen Spielraum.

Im Sinne einer Produktion ist es sowieso, wenn zeitraubende Dinge in die Post verlagert werden können.
Konzentraktion auf das Wesentliche erhöht die Qualität von dem, was in der begrenzten Drehzeit erreichbar ist.
ab 4:17 macht er einen guten Punkt



Antwort von Paralkar:

Es ist wie ein Editor und ein Regisseur oder DIT & DOP, wenn die Leute harmonieren und gut zusammen arbeiten, kann was tolles draus entstehen und viel bereichern, ein Colorist ist nicht nur jemand der stumpf das Programm bedient und sich mit der Umsetzung auskennt, bestenfalls bringt er seine Ideen und Tricks mit ein um etwas besonders zu gestalten oder auf etwas hinaus zu kommen.

Ein Editor kann ja auch nicht nur mit Avid umgehen....

Ein DOP wird niemals all umfassend all das können/ wissen, was ein Colorist kann/ weiß, weil der Colorist das 8h pro Tag, 5 Tage die Woche macht. (außer er war selbst mal hauptberuflich Colorist)



Antwort von Peppermintpost:

meiner erfahrung nach trennt sich die film welt in 2 gruppen, die einen die eine vorstellung oder vision haben wie was werk aussehen soll und die das kommunizieren können und die die denken sie könnten jeden job besser als der der es tatsächlich macht und die alles kontrollieren wollen. das gilt für das grading, wie schnitt, kamera, ton, das kann man auf alle bereiche anwenden.

ich finde es gut wenn der kameramann mir sagt was seine vorstellung ist. ich ermutige leute immer mir bilder mit zu bringen die den look haben den sie mögen, weil man sich dann über etwas konkretes unterhält. habe ich einen look den der DOP oder Director mag kann ich denn in ein paar sekunden nachbauen und dann kann man schauen ob es wirklich zum film passt oder nicht. von dem startpunkt aus kann man dann noch ein paar vorschläge machen und dann ist man sehr schnell da wo man hin will und bekommt am ende auch ein gutes ergebniss.

dann gibts die zweite fraktion. die bringt grundsätzlich nichts mit. die weiss aber ganz genau was sie will, das gibts halt nur nicht ausser in deren köpfen, dann können die nicht kommunizieren was die vision ist, weil sie eigendlich auch keine vision haben und dann wird in vollkommen ungeeigneten begriffen jedes micro detail beschrieben was ebenfalls nirgendwo hin führt, und dann beginnt eine endlose vor und zurück odyssee.

die erste gruppe ist toll. mit denen arbeitet man super gerne und da kommen auch meistens die besten ergebnisse zu stande und alle haben gute laune.

die zweite gruppe teilt sich in zwei fraktionen. die einen die garnix können ausser dummes zeug zu labern und nur beim film sind weil taxifahren nicht den gleichen sozialen status hat wie film. aber grundsätzlich sind die nicht zu gebrauchen.

die anderen haben ahnung, sind talentiert und können einfach nur nicht kommunizieren und haben kein vertrauen. die lernen dann jeden scheiss selbst und machen es dann auch selbst. da können dann durchaus sachen bei raus kommen die man sich ansehen kann, es bleibt dann aber dennoch hinter wirklich guten arbeiten zurück, weil man halt nicht für jede disziplin die gleiche begabung hat. ein 5 kämpfer kann halt alles echt gut, aber die 100meter läuft ein sehr guter 100m läufer halt dann doch schneller. also bei maximal talentierten leuten ist es besser als der durchschnitt, aber nie wirklich spitze. in den 70ern und 80er haben wir das mal autorenfilm genannt.



Antwort von iasi:

Eigentlich ist es die Aufgabe des Regisseurs alle kreativen Fäden zusammenzuführen und nicht die des DOP.
Nun gibt es eben noch einige weiteren Fäden durch die digitalen Möglichkeiten.

Deshalb ist er ja auch in allen Phasen der Produktion mit dabei.



Antwort von Ab-gedreht:

DIT ist hier das Stichwort...
Der sollte die Schnittstelle zwichen Set und Labor/Post herstellen.
Muster und looks werden am Set vom DOP und dem DIT erstetllt und in die Post gegeben.
So sieht auch der Colorist trotz seinem jungfräulichen RAW/LOG material, was sich der Kameramann am Set dabei gedacht hat....

viele Grüße,
Lukas



Antwort von iasi:


DIT ist hier das Stichwort...
Der sollte die Schnittstelle zwichen Set und Labor/Post herstellen.
Muster und looks werden am Set vom DOP und dem DIT erstetllt und in die Post gegeben.
So sieht auch der Colorist trotz seinem jungfräulichen RAW/LOG material, was sich der Kameramann am Set dabei gedacht hat....

viele Grüße,
Lukas

Der DOP muss sich eben damit abfinden, dass es einen weiteren Kreaktiven in der Produktion gibt, der ihm einen Teil der Kontrolle entzieht.
Aber das ist doch nichts wirklich Neues.
Die Effektleute hatten schon seit Beginn am Bild herumgedoktert.



Antwort von Darth Schneider:

Schlussendlich entscheidet doch sicher bei der Hälfte der Filme der Kunde, oder der Produzent und die Hälfte von denen haben nicht viel Ahnung, aber die guten darunter hören auf die Profis, sprich die Regie, Kamera und die Lichtprofis, die unter ihnen arbeiten, vorausgesetzt sie haben die richtigen Profis für den Job eingestellt. Ob der Look eher beim filmen oder in der Postproduktion, oder bei beidem, definiert wird, hängt von den Entscheidenden, vom Budget und von der Art des Films ab, das sind doch aber auch verschiedene Arbeitweisen, das ist auch Einstellungs und somit Geschmacksache. Es ist und bleibt aber immer Teamwork, ausser einer kann alles selber machen, und die anderen haben die Geduld und die Nerven mit ihm zu arbeiten.




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