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Beasts of No Nation - A Netflix Original Film



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Frage von iasi:




Im Kino gibt"s nur noch Jahrmarktskrawall - die interessanten Sachen laufen mehr und mehr im Heimkino



Antwort von nachtaktiv:

uwe bolls "darfour" - nur in gut ?



Antwort von Axel:

Laut Wiki zahlte Netflix lediglich 12 Millionen Dollar für die weltweiten Verbreitungsrechte über ihr Netz-Abo. Der sicher nicht geringe Rest, bis die Produktionskosten eingefahren sind, soll durch zeitgleiche Auswertung in Kinos erfolgen.

Ob das wohl klappt? Hierzulande kostet Netflix monatlich weniger als eine Kinokarte.

Das ist wohl das Kalkül.

Der Regisseur des Films machte mit der ersten Staffel von True Detective von sich reden, einer Unterhaltungsserie mit dermaßen starkem Drehbuch (aus einem Guss), dass man quasi Schopenhauer gelesen haben muss, um es vollends würdigen zu können. 10 von 10 Punkten auf fast allen Bewertungsportalen.

Auch die von mir erwähnte Serie Narcos ist sicher, da hat WoWu wohl Recht, Unterhaltung. Aber als solche weit überdurchschnittlich. Der Erzählstil erinnert an Scorseses Good Fellas, die Amerikaner sind keinesfalls einfach nur "die Guten", und der wohl unbestreitbar verbrecherische Escobar ist alles andere als ein eindimensionaler Film- oder Serienschurke.

Die Serie, mit der Netflix am meisten protzt, House Of Cards, ist im Grunde Denver oder Dallas vergleichbar. Fiese Intrigen, ausgewalzt auf viele Stunden Kasperletheater. Und dass selbst der amerikanische Präsident ein Schurke sein kann ist wohl nicht gerade eine Vorstellung, die unser Weltbild ins Wanken bringt.





Antwort von handiro:

Auch wenn das "historisch" sein soll und die Abschlachterei zwischen Hutu und Tutsi noch frisch im Almheizer Speicher der Medienkonsumisten wabert, ist es doch wieder ein typischer Ami Kack mit Knarren, Wummen und viel Blut, der uns auf den nächsten Krieg vorbereiten soll, den so viele wollen. Und damit man schon mal abgehärtet ist, wenns ernst wird, zieht man sich ordentlich viel davon rein. Jetzt im Sonderangebot auf NetFix.



Antwort von iasi:

Auch wenn das "historisch" sein soll und die Abschlachterei zwischen Hutu und Tutsi noch frisch im Almheizer Speicher der Medienkonsumisten wabert, ist es doch wieder ein typischer Ami Kack mit Knarren, Wummen und viel Blut, der uns auf den nächsten Krieg vorbereiten soll, den so viele wollen. Und damit man schon mal abgehärtet ist, wenns ernst wird, zieht man sich ordentlich viel davon rein. Jetzt im Sonderangebot auf NetFix.

Hast du"s schon gesehen oder sind das nur wieder deutsche Vorurteile?

Lass mal die Schubladen zu und urteile erst, wenn du urteilen kannst.



Antwort von iasi:

Laut Wiki zahlte Netflix lediglich 12 Millionen Dollar für die weltweiten Verbreitungsrechte über ihr Netz-Abo. Der sicher nicht geringe Rest, bis die Produktionskosten eingefahren sind, soll durch zeitgleiche Auswertung in Kinos erfolgen.

Ob das wohl klappt? Hierzulande kostet Netflix monatlich weniger als eine Kinokarte.

Das ist wohl das Kalkül.

Der Regisseur des Films machte mit der ersten Staffel von True Detective von sich reden, einer Unterhaltungsserie mit dermaßen starkem Drehbuch (aus einem Guss), dass man quasi Schopenhauer gelesen haben muss, um es vollends würdigen zu können. 10 von 10 Punkten auf fast allen Bewertungsportalen.

Auch die von mir erwähnte Serie Narcos ist sicher, da hat WoWu wohl Recht, Unterhaltung. Aber als solche weit überdurchschnittlich. Der Erzählstil erinnert an Scorseses Good Fellas, die Amerikaner sind keinesfalls einfach nur "die Guten", und der wohl unbestreitbar verbrecherische Escobar ist alles andere als ein eindimensionaler Film- oder Serienschurke.

Die Serie, mit der Netflix am meisten protzt, House Of Cards, ist im Grunde Denver oder Dallas vergleichbar. Fiese Intrigen, ausgewalzt auf viele Stunden Kasperletheater. Und dass selbst der amerikanische Präsident ein Schurke sein kann ist wohl nicht gerade eine Vorstellung, die unser Weltbild ins Wanken bringt.

Die Kinoauswertung muss sein, wollen sich die Macher Hoffungen z.B. auf Oscar-Nominierungen machen.
Der Release ist eben auch "Limited".

Nicht nur Netflix wagt eben mehr als die Kinobranche - Daredevil und Jessica Jones kommen auch von Netflix - und haben immerhin etwas mehr KanteKante im Glossar erklärt als die weichgespülten Superheldenkloppereien im Kino - auch wenn sie "nur" Unterhaltung bieten.

"Deutschland 83" ist eine TV-Produktion - schaut man sich im Vergleich dazu mal an, was da an deutschen Produktionen über die Kinoleinwände
flimmert ...

"Beasts of No Nation" behandelt ein Thema, das man nicht mehr auf der Leinwand zu sehen bekommt - und da ist bitter - aber glücklicherweise gibt es heute große TV-Bildschirme.



Antwort von handiro:

iasi schrub:"Beasts of No Nation" behandelt ein Thema, das man nicht mehr auf der Leinwand zu sehen bekommt - und da ist bitter - aber glücklicherweise gibt es heute große TV-Bildschirme."

Genau: wenn der Barrel der 45er Magnum auf Dich gerichtet wird, muss das Mündungsloch mindestens so gross sein, dass Du Deinen Kopf reinstecken kannst. Sonst nix bitter ;-)



Antwort von Axel:

Was iasi glaube ich meinte ist, dass du behauptest, der Film sei kriegsverherrlichend, ohne ihn gesehen zu haben. Auch ich habe ihn nicht gesehen, und ich bin, was politische Realitäten betrifft, wahrscheinlich naiv. Ich fiel ja damals auch anfangs auf diese schäbige Kampagne herein.

Damit verbunden ist wohl die Frage, wie harmlos Massenunterhaltung eigentlich ist, wie viel Propaganda darin steckt, die schlimme Dinge zementiert, indem sie "Geschichtsklitterung" (WoWu) betreibt oder Feindbilder bestätigt.

Im Falle von Beast Of No Nation werden wir es sehen. Zumindest merkt man schon in diesen wenigen Kommentaren (von uns, die weltanschaulich vermutlich nicht sehr weit auseinander liegen), dass man das kontrovers sehen kann. Ist das bei aktuellen Kinostarts gegeben? Ich nehme mal "Fritz Bauer". Ein Film, der Zeitgeschichte aufarbeitet, aber im Grunde kein Wässerchen trübt. Weil er nicht von 1960 ist. Jeder stimmt zu, die NS-Vergangenheit wurde juristisch nicht zügig aufgearbeitet, ts ts ts ... - aber keinerlei Ansatz im Sinne von Brechts Der Schoß, aus dem dies kroch ist fruchtbar noch.

Fukunga traue ich zu, Fiktion und Authentizität gegeneinander zu stellen und Motive und Legitimationen zu hinterfragen. Das ist eigentlich die treibende Kraft hinter dem wenigen, was ich bisher kenne (Sin Nombre, Jane Eyre, True Detective), so dramatisiert er Stoffe. Wenn es da was zu mäkeln gibt, ist es wohl Mäkeln auf hohem Niveau. Aber hinterher weiß man immer mehr.



Antwort von handiro:

Lieber Axel!
Es gibt zum Glück immernoch ab und zu neue Filme, in denen keine Glocks oder AK47 rumballern. Für mich sind prinzipiell die Filme, in denen geballert wird, nix zum ansehen. Auch die aktuelle Überflutung mit Detektiv Filmen gehört dazu.
Als jemand der jahrelang an der Herstellung diverser Verarschungen im TV beteiligt war, habe ich einfache Konsequenzen gezogen und bin ausgestiegen. "Der Staat gegen Fritz Bauer" lässt mich hier schon zweifeln: http://www.fritz-bauer-film.de/ge/index.htm (auf "Partner" klicken:-)



Antwort von iasi:

Lieber Axel!
Es gibt zum Glück immernoch ab und zu neue Filme, in denen keine Glocks oder AK47 rumballern. Für mich sind prinzipiell die Filme, in denen geballert wird, nix zum ansehen.

aha - und wie sieht es mit Stech- und Schlagwaffen aus?
Oder körperlichen Auseinandersetzungen?

Sind die dann noch OK oder werden diese auch prinzipiell aussortiert?



Antwort von Axel:

Nun ja, handiros Argument ist nicht von der Hand zu weisen. Schusswaffen sind natürlich vor allem eine US-amerikanische Marotte. Man kann sich noch am ehesten vorstellen, dass das permanente "Lösen" von Konflikten mittels Waffen der Waffenindustrie gelegen kommt sowie das Publikum verroht.

Obwohl ich selbst kein Waffenfan bin glaube ich dennoch (wie ich schon oft hier dargelegt habe), dass hier das Symptom mit der Ursache verwechselt wird. Waffen sind ein Zeichen von Schwäche, ja sogar von Geistesschwäche. Wie die Art von Konflikt, der mit ihnen ausgetragen wird, zwangsläufig auf angemaßten Positionen beruht, die die Konfliktpartner einnehmen, ist die Abbildung von Waffen (Maschwitz, Clarence Boddicker zitierend: Guns! Guns! Guns! - zur Erhöhung des production value in Actionfilmen empfohlen) entweder selbstzweckhafter Fetischismus oder die Bloßstellung einer atavistischen Drohgebärde.

Bei einer Behandlung des Themas Kindersoldaten würde noch der naivste Gutmensch-Regisseur den Einfluss der Waffen auf die Gemüter der Kinder kritisch sehen. Hier gäbe es kein Interesse der Waffenlobby, den Film zu fördern. Fukunga ist kein solcher Naivling. Die Welt ist eine Vorstellung (im mehrfachen Sinn, ein Erklärungsmodell, eine Imagination, eine Inszenierung, eine äußere Erscheinung, die uns vorgestellt wird). Was wird ein Autor mit dieser Einstellung aus dem Thema machen? Finde ich spannend.



Antwort von iasi:

Nun ja, handiros Argument ist nicht von der Hand zu weisen. Schusswaffen sind natürlich vor allem eine US-amerikanische Marotte. Man kann sich noch am ehesten vorstellen, dass das permanente "Lösen" von Konflikten mittels Waffen der Waffenindustrie gelegen kommt sowie das Publikum verroht.

Obwohl ich selbst kein Waffenfan bin glaube ich dennoch (wie ich schon oft hier dargelegt habe), dass hier das Symptom mit der Ursache verwechselt wird. Waffen sind ein Zeichen von Schwäche, ja sogar von Geistesschwäche. Wie die Art von Konflikt, der mit ihnen ausgetragen wird, zwangsläufig auf angemaßten Positionen beruht, die die Konfliktpartner einnehmen, ist die Abbildung von Waffen (Maschwitz, Clarence Boddicker zitierend: Guns! Guns! Guns! - zur Erhöhung des production value in Actionfilmen empfohlen) entweder selbstzweckhafter Fetischismus oder die Bloßstellung einer atavistischen Drohgebärde.

Bei einer Behandlung des Themas Kindersoldaten würde noch der naivste Gutmensch-Regisseur den Einfluss der Waffen auf die Gemüter der Kinder kritisch sehen. Hier gäbe es kein Interesse der Waffenlobby, den Film zu fördern. Fukunga ist kein solcher Naivling. Die Welt ist eine Vorstellung (im mehrfachen Sinn, ein Erklärungsmodell, eine Imagination, eine Inszenierung, eine äußere Erscheinung, die uns vorgestellt wird). Was wird ein Autor mit dieser Einstellung aus dem Thema machen? Finde ich spannend.

Eigenartige Sichtweise - somit sind also die Waffen Schuld.
Na wenn es so einfach ist, dann hoffen wir doch einfah darauf, dass die guten alten Zeiten wiederkehren mögen, in denen es noch keine Schusswaffen gab.
Wie friedlich lebten damals doch die Menschen zusammen.
"Apocalypto" zeigt das ja sehr schön:
Zuerst das Zusammenleben der Menschen ohne Schusswaffen ... und dann kommen die Europäer ...

Schade auch, dass so viele Hitchcock-, Kubrick-, Lean-, Kurusawa- ... Filme, durch das Schußwaffen-Raster in den Mülltopf fallen - ich fand sie eigentlich bisher recht gut.



Antwort von Axel:

@iasi

Seltsam, aber das ist eigentlich genau mein Reden. Die Waffen sind nur ein Werkzeug, wie eine Kamera ja auch. In den USA kommen 1,3 % der Todesfälle durch Schussverletzungen, Tendenz steigend, weil immer mehr Desperados bis an die Zähne bewaffnet über die Straße gehen. Einen Zusammenhang ganz zu leugnen geht auch nicht ...



Antwort von iasi:

@iasi

Seltsam, aber das ist eigentlich genau mein Reden. Die Waffen sind nur ein Werkzeug, wie eine Kamera ja auch. In den USA kommen 1,3 % der Todesfälle durch Schussverletzungen, Tendenz steigend, weil immer mehr Desperados bis an die Zähne bewaffnet über die Straße gehen. Einen Zusammenhang ganz zu leugnen geht auch nicht ...

"Bowling for Columbine"

in Kanada sind Schusswaffen auch sehr verbreitet - dort verzeichnet man aber eben nicht 1,3% der Todesfälle durch Schussverletzungen ... die Gründe scheinen also doch etwas komplexer.



Antwort von Frank Glencairn:



Damit verbunden ist wohl die Frage, wie harmlos Massenunterhaltung eigentlich ist, wie viel Propaganda darin steckt, die schlimme Dinge zementiert, indem sie "Geschichtsklitterung" (WoWu) betreibt oder Feindbilder bestätigt..

Viele so genannte Dokus, liegen irgendwo zwischen Pseudodoku und Propaganda, weil nur einseitige Aussagen, Zahlen und Bilder gezeigt werden, welche die eigene Agenda unterstützen, aber keine gegenteiligen Standpunkte. Cowspiracy, Supersize Me und natürlich die unseelige Global Warming "Doku" des unseeligen Al Gore, sind gute Beispiele für sowas.



Antwort von Axel:

Ich habe den Film nun gestern gesehen. Kein Propagandafilm. Was dann? Schwer zu kategorisieren. Eine Doku ist es auch nicht. Denn der Roman ist bereits völlig fiktiv, sein Autor kein Kriegskind. Es ist mehr ein von der Sprache (von nigerianischen Dialekten gefärbtes Englisch) getriebenes, meditatives Gedicht. Der Off-Ton des Erzählers, unterlegt von Synthesizer-Trance, erinnert an Der Schmale Grat von Terrence Malick. Die Ähnlichkeit scheint mir anfangs beabsichtigt zu sein. Agu, der zehnjährige Protagonist, ist fest verwurzelt in seiner Dorfgemeinschaft. Es herrscht Armut, und Agu erklärt, "unter diesen Umständen" müsse man nehmen, was man kriegt. "Das" ist in den Eröffnungsszenen ein altes Fernsehergehäuse, das er von seinem älteren Bruder geklaut hat. Mit seinen gleichaltrigen Freunden macht er für andere "Phantasie-Fernsehen". Sie stellen sich hinter den Rahmen, spielen Telenovelas, Tanz, Kung Fu.

Dann überrollt der Krieg das Dorf. Agu verliert in fünf Minuten alles. Die stärksten Anker, die sein Geist noch hat, sind die Erinnerung an seine geflohene Mutter und deren Mahnung, immer an Gott zu denken.

Ein wichtiger Punkt, an dem Fukunga Malicks Pfade inhaltlich verlässt. Und auch die des anderen berühmten "ick", Kubrick mit Full Metal Jacket. Um Agu zu einer Bestie zu machen, braucht der "Kommandant" (Idris Elba) keine Gehirnwäsche.

Was Menschen zum Leben genauso brauchen wie Sauerstoff ist Identität, das Bewusstsein, jemand zu sein. Man ist jedoch nur jemand durch Identifikation, durch das Sich-Klammern an eine Vorstellung. Eine anthropologische Erkenntnis, der Fukunga "anhängt".

Sobald die "Realität" des Kommandanten, Anführer der Kindersoldaten im Krieg zu sein, durch den läppischen Umstand unhaltbar wird, dass Munition und Nahrung ausgehen (dass zuvor sinnlos Leben vergeudet wurden, stärkte seine Position eher), kommt es zur unerwartet unblutigen Meuterei. "Ihr wollt gehen? Dann geht doch!"

Das tun die Kinder, indem sie sich UN-Soldaten ergeben. Der freundlichen Psychologin erklärt Agu, sie habe von nichts eine Ahnung. Er sei früher von allen geliebt worden, er wolle nichts als glücklich sein, und er sei eine Bestie.

Gibt es ein Fazit, das diese drei Aussagen unter einen Hut kriegt? Kaum, obwohl die UN-Tante verständig nickt (Agu wird im Gegenschuss in einer leicht ovalen VignetteVignette im Glossar erklärt gezeigt: Phantasie-Fernsehen?).



Antwort von Jens1967:


Hast du"s schon gesehen oder sind das nur wieder deutsche Vorurteile?

Lass mal die Schubladen zu und urteile erst, wenn du urteilen kannst.

Hahaha... schreibt jemand, der vorgestern über Star Wars sagte:

"Lahmer Trailer.

Das wirkt alles nur aufgebacken.

Zudem scheint da nicht ein einziges Gesicht eine Mimik zu besitzen."



Antwort von didah:

Auch wenn das "historisch" sein soll und die Abschlachterei zwischen Hutu und Tutsi noch frisch im Almheizer Speicher der Medienkonsumisten wabert, ist es doch wieder ein typischer Ami Kack mit Knarren, Wummen und viel Blut, der uns auf den nächsten Krieg vorbereiten soll, den so viele wollen. Und damit man schon mal abgehärtet ist, wenns ernst wird, zieht man sich ordentlich viel davon rein. Jetzt im Sonderangebot auf NetFix.

jetzt wär ich aber mal schon sehr gespannt, wie DU eine geschichte über einen völkermord erzählst, ohne dass dabei "knarren" und "wummen" oder "viel blut" darin vorkommt... *kopfkratz*



Antwort von didah:

Auch wenn das "historisch" sein soll und die Abschlachterei zwischen Hutu und Tutsi noch frisch im Almheizer Speicher der Medienkonsumisten wabert, ist es doch wieder ein typischer Ami Kack mit Knarren, Wummen und viel Blut, der uns auf den nächsten Krieg vorbereiten soll, den so viele wollen. Und damit man schon mal abgehärtet ist, wenns ernst wird, zieht man sich ordentlich viel davon rein. Jetzt im Sonderangebot auf NetFix.

jetzt wär ich aber mal schon sehr gespannt, wie DU eine geschichte über einen völkermord erzählst, ohne dass dabei "knarren" und "wummen" oder "viel blut" darin vorkommt... *kopfkratz*



Antwort von dirkus:

Deutsche Filme brauchen keine Action - wir unterhalten mit unserem "überlegenen Intellekt"!
zum Bild http://www.bilder-hochladen.net/files/5jev-16o-91ae.jpg



Antwort von iasi:


Hast du"s schon gesehen oder sind das nur wieder deutsche Vorurteile?

Lass mal die Schubladen zu und urteile erst, wenn du urteilen kannst.

Hahaha... schreibt jemand, der vorgestern über Star Wars sagte:

"Lahmer Trailer.

Das wirkt alles nur aufgebacken.

Zudem scheint da nicht ein einziges Gesicht eine Mimik zu besitzen."

Es ist ein Unterschied, ob man Antiamerikanismus verbreitet oder die Bilder eines Trailer beurteilt.

Aussagen also Gehalt eines Star Wars-Filmes = 0
oder eigentlich mit all dem Reaktionismus = -10
Mit all dem Quatsch von den Edelblütigen. Das war bei Tolkin und den Verfilmungen aber auch nicht besser.

Verlogene Kriegsfilme sind"s ja aber eh alle, diese Superhelden-, Fantasy- und StarWars-Filmchen.
Wer dann meint, ein Film wie "Beasts of No Nation" sei kriegstreiberisch, sollte wirklich nochmal nachdenken.

Ja - wenn die Helden die Bösen im Dutzend wegkloppen, dann ist das natürlich toll und schön - wenn"s da aber gar keine Guten und Bösen gibt, weil selbst ein kleiner Junge Menschen tötet, dann ist das ganz schlimm.



Antwort von iasi:

Deutsche Filme brauchen keine Action - wir unterhalten mit unserem "überlegenen Intellekt"!
zum Bild http://www.bilder-hochladen.net/files/5jev-16o-91ae.jpg

Gute Filme brauchen nicht die Bösen und die edelblütigen Helden.

Superhelden, Könige, Jedis, ... alle zeichnen sich doch vor allem durch eines aus: Sie können die Bösen im Dutzend platt machen.

Und wenn das Fußvolk in ihren Reihen gelichtet wird, dann macht"s natürlich nichts - das gehört sich so - die beissen ja auch gern für ihre Könige ins Gras (was anderes haben sie eh nicht zu tun) ...

Und die Bösen - zu viele um mitzuzählen, tilgen unsere Helden mit Leichtigkeit aus ...



Antwort von Jott:

Ins Gras kratzen. Sehr hübsch.

Och schade, ist geändert ...



Antwort von Axel:

Korrektur: Der Regisseur heißt nicht Fukunga, sondern Fukunaga.

Das Budget war, zumal für einen im afrikanischen Busch gedrehten Film, lächerlich: 6 Millionen Dollar. Fukunaga selbst bediente die Kamera (Arri 2,5k, zuvor hatte er stets auf physischem Film bestanden) und gradete - eigenhändig - den Film so, dass er nach 70er-Jahre Filmmaterial aussehen sollte - Blooms Filmconvert?) Der Stil sollte an Foto-Reportagen dieser Zeit erinnern.

Quelle für alles: imdb.



Antwort von iasi:

Ins Gras kratzen. Sehr hübsch.

Och schade, ist geändert ...

so schnell wird Belangloses obsolet :)



Antwort von -paleface-:

Fukunaga selbst bediente die Kamera (Arri 2,5k, zuvor hatte er stets auf physischem Film bestanden) und gradete - eigenhändig - den Film so, dass er nach 70er-Jahre Filmmaterial aussehen sollte - Blooms Filmconvert?) .

Und fing sich Malaria ein.

Also ich finde den Film auch gut.
Vielleicht gibt mir das Ende ein wenig zu wenig, aber das ist schon in ordnung.
Meine damit nicht das ich ein HAPPY END gewünscht hätte.

Kamera technisch auf jedenfall auch sehr schön...wirkt alles sehr echt.
Auch das die Kinder bekommen haben und vor laufender Kamera zeigt wie sie so brutal töten...respekt.

Ob sowas auch in Deutschland ginge?



Antwort von Axel:

Auch das die Kinder bekommen haben und vor laufender Kamera zeigt wie sie so brutal töten...respekt.

Ehrlich gesagt hasse ich solche Filme. Für mich ist es peinigend, auf brutale Szenen warten zu müssen, von denen ich weiß, dass der Film sie enthalten muss. Ich bin dann weniger schockiert darüber als abgestoßen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass lediglich das Mindestmaß an Grauen gezeigt wurde, dass der Film im Grunde eine Menge angedeutet hatte. Unter anderem, dass der "Kommandant" Agu und Strika auch sexuell missbraucht hatte. Ich weiß nicht, wie ich dazu stehen soll. Respekt ja, mögen nicht.

Vielleicht gibt mir das Ende ein wenig zu wenig, aber das ist schon in ordnung.
Meine damit nicht das ich ein HAPPY END gewünscht hätte.

In gewisser Hinsicht ist es doch ein Happy End. Zeigt nicht das letzte Bild, wie die Kinder ausgelassen in der Brandung toben? Das ist nicht mehr im Reportage-Stil, das ist ein Votivbild.

Passend zu dem ersten Bild, das die Dorftotale durch den Begrenzungsrahmen des Fernsehapparates zeigt. Die erste Begegnung mit "unserer" Zivilisation ist ein flüchtiger Blickkontakt Agus mit einer Frau in einem schneeweißen UN-Jeep. Auch sie ist in diesem Rahmen. Sie hat genauso wenig "Ahnung" von der blutigen Schlacht, die die Kinder in gerade dieser Szene um sie herum austragen, wie Agu Ahnung hat von ihrer Sicht der Dinge. Keiner macht sich, im vieldeutigen Wortsinne, eine Vorstellung vom anderen. Parallele Universen.

Ob sowas auch in Deutschland ginge?

Klar. Scheitert aber bestimmt an der deutschen Mentalität. Wir brauchen eine Botschaft. Selbst wenn wir Bestien wären, wären wir's nicht ohne Nation. Kennt man doch.



Antwort von -paleface-:

SPOILER ALARM!

Vielleicht gibt mir das Ende ein wenig zu wenig, aber das ist schon in ordnung.
Meine damit nicht das ich ein HAPPY END gewünscht hätte.

Ich deute das nicht als Happy End.
Mehr als ein reintasten wieder ein Kind zu sein. Und ein Versuch sich zu "reinigen". In einer Szene davor sieht man wie er Nachts Alpträume hat.

Was ich aber eigentlich meinte war, das es kein Finale gab wo der Bösewicht getötet wird.
Man weiß lediglich das auch er ein Armes Würstchen ist.



Antwort von Axel:

Ich deute das nicht als Happy End.
Mehr als ein reintasten wieder ein Kind zu sein. Und ein Versuch sich zu "reinigen". In einer Szene davor sieht man wie er Nachts Alpträume hat.

Alpträume verstehe ich in diesem Zusammenhang als Selbstheilungsprozess, die einen ähnlichen Sinn haben wie alptraumhafte Filme. Das Konzept des unschuldigen Kindes ist vielleicht ohnehin nicht haltbar. Der Begriff Schuld selbst ist vielleicht nicht sehr sinnvoll, sie programmiert doch eigentlich das eigene Selbstbild zum Negativen. Insofern, als wir als Individuen uns zu einem sehr großen Teil als Produkte unserer Vergangengheit, unserer persönlichen Geschichte verstehen. Kubricks Thema (vor allem in Full Metal Jacket) ist die Konditionierung durch die Gesellschaft, Fukunagas Thema, dass unsere eigenen Biografien Fiktionen sind, mit denen wir uns selbst konditionieren. Die Erkenntnis, zum Teil eine Bestie zu sein (aber eben nicht nur), ist lebenswichtig für Agu.

Was ich aber eigentlich meinte war, das es kein Finale gab wo der Bösewicht getötet wird.
Man weiß lediglich das auch er ein Armes Würstchen ist.

Er sagt, ich hab euch gerettet, und in einem perversen Sinne hat er Recht. Er sagt auch, und deswegen müsst ihr mich beschützen. Es hat eine gewisse Logik. Der fällt er ja letztlich zum Opfer, denn als er nicht mehr leisten kann, was er versprochen hat, lassen ihn alle im Stich. Sein Ego war dermaßen aufgeblasen, dass er jetzt plötzlich nichts mehr ist. Welchen Sinn hätte es gehabt, ihn im Drehbuch sterben zu lassen? Es hätte im Zuschauer die Vorstellung bestätigt, dass es eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt, dass auf Schuld die Strafe folgt. Jedes Schuldbekenntnis steht nur der Selbsterkenntnis im Wege. Wer ständig seine Schuld eingesteht (siehe inflationärer Gebrauch der Floskel "I'm sorry") wird mit sich selbst nicht aufrichtig sein.



Antwort von -paleface-:

NOCH MEHR SPOILER!

Es ist aber halt klassisch in den meisten Filmen das der "Bösewicht" halt am Ende umkommt.
Damit in dem Falle der "Held" abschliessen kann.

Ich sage nicht das es ein muss ist, das jemand sterben muss, keinefalls.
Ich fand nur das letzte Gespräch sehr unspektakulär und kein schönes Ende für diese Interessante Figur.

Wenigstens eine Aufnahme wie er dann ganz alleine im Camp steht, als Totale und sich dann müde auf seinen Stuhl fallen lässt.

Sowas vielleicht...



Antwort von iasi:

Das zeichnet einen guten Film aus:
Leute, die ihn gesehen haben, diskutieren über seinen Inhalt und das Thema, das er transportiert.

Und:
"Beasts of No Nation" bleibt einem im Gedächtnis.

Ein sehr guter Film. Ein wichtiger Film.




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