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Abstimmung EU Parlament/Uploadfilter/"Wer das Internet kaputt macht"



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Frage von nachtaktiv:


"Abstimmung des Voss-Berichts zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt mit Uploadfiltern und einem Leistungsschutzrecht für Presseverleger, von denen maßgeblich Springer profitiert."

https://pbs.twimg.com/media/Dm5phn4WwAEG_cx.jpg

verdammte uploadfilterseuche -.- ... gut, das wir einen satiriker vor ort haben, der von solcherlei spaßigen dingen berichtet.



Antwort von handiro:

Die Lex Döpfner sollte sie heissen. Unfassbar wie lobbysiert und merkbefreit der ganze Haufen ist.



Antwort von Giftpilz:

Ihr würdet anders darüber reden, wenn Ihr mit angesehen hättet, wie Eure Arbeit von anderen gestohlen, und kommerziell ausgebeutet wird. Ein Kumpel von mir ist Musiker. Auf YouTube veröffentlichte er einen Song, den er geschrieben und gesungen hatte. Zwei Jahre später findet er durch Zufall sein Lied auf einer Streamingplattform, wo damit Kohle gemacht wurde. Er schrieb die an, bat um Löschung. Der amerikanische Anbieter weigerte sich mit dem Hinweis, dass er auf YouTube das Video eingestellt hatte, und es dadurch jeder nutzen kann. Leider hat mein Kumpel kein Geld für ne Klage. Das Einzige, was er getan hat, war, sein Video bei YouTube zu löschen.
Wenn ein Künstler etwas erschafft, ist es sein geistiges Eigentum, außer, er verkauft die Rechte. Und das wollte die EU erreichen: Der Schutz geistigen Eigentums.





Antwort von Giftpilz:

Die Medienwelt hat sich Dank des Internets verändert. Zeitungen werden nicht mehr so oft gekauft, weil man alles im Internet findet. Um nicht Pleite zu gehen, muss ein Ausgleich her, also, z.B., dass User des Internets für Artikel oder den Seitenzugang zahlen.



Antwort von Frank Glencairn:


Auf YouTube veröffentlichte er einen Song, den er geschrieben und gesungen hatte. Zwei Jahre später findet er durch Zufall sein Lied auf einer Streamingplattform, wo damit Kohle gemacht wurde. Er schrieb die an, bat um Löschung.

Schön blöd, anstatt froh um die kostenlose Werbung zu sein.

Die Medienwelt hat sich Dank des Internets verändert. Zeitungen werden nicht mehr so oft gekauft, weil man alles im Internet findet. Um nicht Pleite zu gehen, muss ein Ausgleich her, also, z.B., dass User des Internets für Artikel oder den Seitenzugang zahlen.

Das Problem ist, daß sie nicht geneigt sind, dafür zu zahlen, was dann wiederum in die Pleite führt.
Nur ganz wenige Artikel hinter Paywalls werden tatsächlich bezahlt und gelesen - meistens reine Fachartikel.

Beide Beispiele zeigen was passiert, wenn man versucht alte Modelle einfach 1:1 ins Internet zu übertragen, ohne das ganze überhaupt verstanden zu haben.



Antwort von nic:



Auf YouTube veröffentlichte er einen Song, den er geschrieben und gesungen hatte. Zwei Jahre später findet er durch Zufall sein Lied auf einer Streamingplattform, wo damit Kohle gemacht wurde. Er schrieb die an, bat um Löschung.

Schön blöd, anstatt froh um die kostenlose Werbung zu sein.

Die Medienwelt hat sich Dank des Internets verändert. Zeitungen werden nicht mehr so oft gekauft, weil man alles im Internet findet. Um nicht Pleite zu gehen, muss ein Ausgleich her, also, z.B., dass User des Internets für Artikel oder den Seitenzugang zahlen.

Das Problem ist, daß sie nicht geneigt sind, dafür zu zahlen, was dann wiederum in die Pleite führt.
Nur ganz wenige Artikel hinter Paywalls werden tatsächlich bezahlt und gelesen - meistens reine Fachartikel.

Beide Beispiele zeigen was passiert, wenn man versucht alte Modelle einfach 1:1 ins Internet zu übertragen, ohne das ganze überhaupt verstanden zu haben.

Und du hast es verstanden?



Antwort von Frank Glencairn:

Ich hab verstanden, daß es mich auf lange Sicht weiter bringt, Informationen, Artikel, Clips, etc. gratis im Netz zur Verfügung zu stellen, anstatt mich hinter Paywalls zu verstecken, wo mich keine sieht.



Antwort von dienstag_01:


Ich hab verstanden, daß es mich auf lange Sicht weiter bringt, Informationen, Artikel, Clips, etc. gratis im Netz zur Verfügung zu stellen, anstatt mich hinter Paywalls zu verstecken, wo mich keine sieht.

Hab keine Filme auf deiner Seite gefunden, nur Showreels. Wo sind die?



Antwort von Frank Glencairn:

Auf meinem YT Channel



Antwort von dienstag_01:


Auf meinem YT Channel

Stimmt, sind fast alle zu sehen ;)



Antwort von Sammy D:


Auf meinem YT Channel

Kickstarter Project "Pingu Clock" - NOW!



Antwort von Frank Glencairn:



Kickstarter Project "Pingu Clock" - NOW!

Hehehe :D



Antwort von dosaris:


Beispiele zeigen was passiert, wenn man versucht alte Modelle einfach 1:1 ins Internet zu übertragen, ohne das ganze überhaupt verstanden zu haben.

that's it !

viele content-producer (mis-)verstehen sich selber gern als die Quelle aller
Innovationen. In der Realität werden aber immer bisherige Info-Module neu
permutiert. Und dann kommt zB ein neues Musikstück raus.
Das nennt sich Ausbildung/Qualifizierung.
Schon Mozart hatte dies erkannt und einen Walzer-Bausatz erstellt,
mit dem jeder sein "eigenes" Musikstück generieren kann.
Es gibt eben keinen Fortschritt ohne die Anwendung bisheriger
Erkenntnis/Informationsmodule etc.
Uploadfilter und rigide Aussortierung - zur Berücksichtigung der
kommerziellen/politischen Interessen weniger - behindern Neukreationen.

Bemerkenswerter Weise kommt die Forderung nach rigidem Copyright
vorwiegend von den Lobby-Gruppen der Verwertungsindustrie. Die
wertschöpfenden Künstler partizipieren davon nur marginal.
zB bekommen sie nur ca 15% der Einnahmen aus Musik-CD-Verkauf.
Der größste Anteil geht an die Verwerter, die mit der künstlerischen Wertschöpfung
nichts zu tun hatten. Viele Künstler sind daher bereits dazu über gegangen, ihre
Werke selber zu verteilen.

Würde man dieser Logik des rigiden Copyrights folgen müsste zB ein Busfahrer
dafür zahlen, dass er "Kunden" zu Kunstobjekten fährt, wo
diese dann die Objekte ansehen.

Nix anderes machen die content-provider:
sie betreiben die technische Infrastruktur um Information (im weitesten SInne)
einem Publikum verfügbar zu machen.

Dass die Verfügbarkeit von Information nicht jedem gefällt ist naheliegend.
Das Prizip nennt sich Presse- u Lern-Freiheit.

Wer die Einrichtung rigider automatischer Filter fordert, will damit die technische
Infrastruktur schaffen, um später unliebsames aus der breiten Wahrnehmung
zu tilgen. Ein Grundbaustein totalitärer Regime.

Wer nicht will, dass seine "Schöpfungen" verteilt/genutzt werden, sollte die
nicht in's Netz stellen!

so,
und nun möchte ich für dieses Geschreibsel üppig entlohnt werden.
Und dass niemand auf die Idee kommt, dieselben Worte in seinem eigenen Text zu
nutzen ohne mich zu bezahlen.

D



Antwort von dosaris:

CANCEL



Antwort von dienstag_01:

Man kann auch gegen das Gesetz sein, ohne die Problematik auf so naive Art zu vereinfachen, wie das hier meist geschieht.
Man kann nämlich das Internet auf beide Arten *verlieren*, einmal, indem man Inhalte nur noch über Bezahlschranken zugänglich macht, zum zweiten, indem man es einigen wenigen erlaubt, unermessliche Gewinne abzuschöpfen und das dann *Freiheit* nennt. Das Modell *Ladenstraße* gegen das Modell *Werbeplattform* (so nenne ich das mal), wer will denn hier wirklich klare Position beziehen.
Und eine Sache sollte spätestens jetzt jeder begriffen haben, in die Totalüberwachung können beide Richtungen führen, nicht nur eine.



Antwort von markusG:

Der amerikanische Anbieter weigerte sich mit dem Hinweis, dass er auf YouTube das Video eingestellt hatte, und es dadurch jeder nutzen kann. Leider hat mein Kumpel kein Geld für ne Klage. Das Einzige, was er getan hat, war, sein Video bei YouTube zu löschen.
Ganz ketzerisch und naiv - gibt es dafür nicht Verwertungsgesellschaften a la GeMa, die die Rechte für einen Einklagen? Bzw. Genossenschaften?



Antwort von nachtaktiv:



Uploadfilter und rigide Aussortierung - zur Berücksichtigung der
kommerziellen/politischen Interessen weniger - behindern Neukreationen.

dazu mal mein erlebnis von gestern. ich besitze vier sony kameras. ich filme musik und tanz. unter anderem auch tanzschulen.

dann lade ich mein material, mit der dortigen geräuschkulisse, bei youtube hoch.

dann wird mein video gesperrt, weil im hintergrund zwischen dem getrampel der ballettkidies und dem geplapper und gekreische musik läuft, auf die SME das copyright hat.

SME ist Sony Music Entertainment.

mit anderen worten: die gleiche firma, die mir kameras verkauft, sorgt gleichzeitig dafür, das ich sie nicht benutzen kann.

wofür soll ich jetz noch mal kameras kaufen?

achja. für stummfilme.



Antwort von Starshine Pictures:

Die Youtube Chefin Susan Wojcicki hat in einem Blogeintrag vor der Schliessung von Youtube gewarnt. Dies giesst neues Öl ins Feuer der Diskussion über die Urheberrechtsreform der EU. Golem.de kommentiert:

https://www.golem.de/news/eu-urheberrec ... 37570.html

Und hier der originale Blog Eintrag:

https://youtube-creators.googleblog.com ... r.html?m=1

https://youtu.be/sWXDNPLlovE

Grüsse, Stephan



Antwort von Frank Glencairn:

Irgendwie vergeht keine Woche mehr, in der die Technokratenbande in Brüssel nicht versucht, mein Leben immer wieder ein bisschen schlechter, komplizierter oder teurer zu machen.



Antwort von dosaris:


Die Youtube Chefin Susan Wojcicki hat in einem Blogeintrag vor der Schliessung von Youtube gewarnt. Dies giesst neues Öl ins Feuer der Diskussion über die Urheberrechtsreform der EU. Golem.de kommentiert:

auch wenn dies von gehörigem YT-Eigen-Interesse geleitet ist, so ist doch einiges davon evident.

Wer die Aktion gegen Kastration des Internets unterstützen will hat hier die Gelegenheit:

https://www.change.org/p/stoppt-die-zen ... loadfilter



Antwort von Frank Glencairn:



Und das wollte die EU erreichen: Der Schutz geistigen Eigentums.

Wieder mal Opfer der eigenen Filterblase geworden.

Die große Urheberrechtsreform der EU sollte Kunstschaffende vor unfairen Verträgen und Ausbeutung schützen. Doch bei Geheimgesprächen strichen die Verhandler die Schutz-Artikel einfach wieder raus

https://netzpolitik.org/2018/urheberrec ... VqgOPbGIO4

Wer sich einbildet die EU hat irgendein Interesse an Künstlern, oder den "Schutz des geistigen Eigentums" der glaubt auch an die flache Erde. Hier geht's ganz offenkundig auschließlich um die Lobbyinteressen der Verwerter der Musik-Industrie.



Antwort von Starshine Pictures:

Die Youtube Cheffin hat in einem neuen Blogeintrag nach gelegt und hält ein Geoblocking für Youtube in Europa für die wahrscheinlichste Folge falls das Gesetz in vollem Umfang verabschiedet wird. Dann geht bei uns also das Licht aus. Denn was für Youtube gilt verhält sich natürlich gleich mit allen Seiten die Creators Content anbieten. Instagram, Facebook, Vimeo usw usw. Uploadfilter können den Inhalt niemals soweit sauber halten dass die Hoster safe sind. Die logische Schlussfolgerung ist die Schliessung der Angebote.

https://youtube-creators.googleblog.com ... o.html?m=1

Wer glaubt dass es der EU hier nur um den Schutz der armen Copyright Inhaber geht erkennt wahrscheinlich nur die halbe Wahrheit. Ein solches Gesetz verfolgt exakt den Zweck Informationsangebote zu limitieren da man natürlich einkalkuliert dass sich die Hoster zurück ziehen. Im Zusammenhang mit dem geplanten Medienstaatsvertrag erleben wir das völlige Abschneiden der Bürger von der Möglichkeit eigene Inhalte zu veröffentlichen. Natürlich nur zum Schutze selbiger...

Man muss aber anmerken dass im aktuellen Entwurf des Medienstaatsvertrages ein Änderungsvorschlag notiert ist der Youtube und Co. als "medienintermediär" von diesem ausschliesst. Allerdings muss dieser Vorschlag noch gesondert abgestimmt werden.
Keine Medienplattformen in diesem Sinne sind Medienintermediär jedes Telemedium, das auch journalistisch-redaktionelle Angebote Dritter aggregiert, selektiert und allgemein zugänglich präsentiert, ohne diese zu einem Gesamtangebot zusammenzufassen.

https://www.rlp.de/fileadmin/rlp-stk/pd ... ug2018.pdf



Antwort von handiro:

Natürlich gibts für alle diese Urheberrechtsraubmordterroristen wie youtube, spotify, apple,amazon etc. auch Möglichkeiten für den Urheber sein Urheberrecht wahrgenommen zu bekommen, allerdings zahlen die 0.0012 C E N T pro stream/download....da kriegste mit nem Welthit wie "Happy" mal gerade 10k$ zusammen:-(
für internetradio und satellite gibts z.b. www.soundexchange.com

ABER
Davon kann man nicht leben! Aber das geht dem Axel am A vorbei, der steckt im Mastdarm der Verleger wie Springer etc...für die ist diese Lachnummer gemacht aber noch nicht durch. Also Popcorn raus und abwarten.



Antwort von pixelschubser2006:

In dieser Diskussion wird ziemlich viel durcheinandergeworfen, finde ich jedenfalls.

Es wird ein Beispiel gebracht, wo ein Stück von Youtube geklaut wird. Das ist schlicht nicht in Ordnung, vor allem nicht, wenn damit Kohle gemacht wird. Da soll man sich mit einem eventuellen Werbeeffekt abfinden? Sehe ich nicht so. Allerdings ist es gerade international witzlos, sich mit Unternehmen anzulegen.

Nächster Punkt: Wer eine Sony Kamera kauft, soll damit auch das Recht erwerben, geschützte Titel aufnehmen und verarbeiten zu dürfen? Das ist doch nun wirklich keine Meinung, die man ernst nehmen kann. Es gibt ja schließlich noch eine gewisse künstlerische BandbreiteBandbreite im Glossar erklärt zwischen AtmoAtmo im Glossar erklärt mit Musik und Stummfilm. Allerdings könnte man in diesem Szenario wirklich sagen, daß die Musikindustrie zu hart vorgeht. Immerhin kann es hier ja wirklich einen gewissen Werbeeffekt geben. Jedenfalls ist es räudig, als regionaler Blogger Videos über kulturelle Veranstaltungen nur stark eingeschränkt drehen zu können, weil man ständig irgendwelche geschützten Werke in der AtmoAtmo im Glossar erklärt hat. Das ist völlig übertrieben.

Paywall bei Online-Portalen von Zeitungen: Das ist ein heikles Kapitel, bei dem bislang noch keine Zeitung den goldenen Lösungsweg gefunden hat. Ich arbeite sehr viel für einen Zeitungsverlag einer Medien-Gruppe, die deutschlandweit ziemlich führend ist. Dort werden ausgerechnet die interessantesten Nachrichten gratis verteilt. D.h. der Abonnent hat sie mindestens einen Tag später, manchmal auch erst zwei. Der Gratis-Leser bekommt sie beinahe in Echtzeit. Zwar trägt sich das System durch Werbung, aber richtig ist es nicht. Die WAZ und die Rhein-Zeitung haben harte Paywalls, viele Zeitungen im Ruhrgebiet auch. Das wiederum schreckt wieder ab. Es ist nicht so einfach, aber m.E. kann der richtige Weg nur sein, Kurzformen der Berichte mit einem Bild gratis zu bringen, und die volle Leistung dann gegen Bezahlung. Mir fehlt die Phantasie, daß es so wie aktuell ewig weitergehen kann. Es sei denn, man kupfert mehr beim Fernsehen ab. Dort ist Werbung zwar massiv, aber nicht so extrem wie in Online-Portalen. Wobei die eigenen Mediatheken der Privatsender grauenhaft sind. Das ist so beschissen, da verzichte ich drauf.



Antwort von handiro:

Ich muss gerade grinsen:
https://www.welt.de/politik/deutschland ... -kann.html

Ei verflixt nochmal, da ist dem Axel aber was durchgerutscht:-) Jetzt hoilt die Springerpresse...meine Fresse.



Antwort von Darth Schneider:

Was für ein Theater, was ich dabei überhaupt nicht verstehe ist, wenn ich jetzt ein Lied mir immer wieder auf YouTube anhöre und das nicht gekauft habe, ist das dann nicht auch geklautes Gut ? Das müsste doch eigentlich so sein.
Oder anders herum gesagt, wenn ein Musiker seinen Song mit einem Musicvideo auf YouTube postet, ist es doch veröffentlicht, und alle Leute die wollen können es gratis hören, und sehen, das jederzeit, also was soll jetzt daran so viel weniger schlimm sein, als wenn jemand das beschissene MP3 File auf seinen Computer lädt ?
Durch das, das der Musiker den Song im INTERNET veröffentlicht, nimmt er sich somit ja eh die Chance mehr Musikträger in irgend einer Form zu verkaufen....also, klarer Fall von selber schuld.
Die Musikindustrie schafft sich so also langsam selber ab....
Früher haben wir vom Live Radio doch Musikaufnahmen gemacht....das war auch nicht illegal. Wir haben LPs auf Kassetten kopiert und verschenkt....
Also ich denke dieses Thema wird in Zukunft noch viel komplizierter werden als es heute ist, da gibt es keine klaren und keine logischen Gesetze, so wie ich das sehe.
Alle wollen am liebsten alles veröffentlichen und Millionen von Likes dazu, aber anschauen, oder gar kopieren, zum wieder anschauen darf man das Zeugs am Schluss dann nicht, wegen dämlichen Gesetzen, super !

Vom Recht aufs eigenen Bild fange ich gar nicht an zu schreiben.... der ganze Himmel voller versteckter Kameras, alles schön Globalisiert und vernetzt, fast alle schmeissen alles auf Facebook und Insta, und die Politiker reden über Gesetze über das Recht am eigenen Bild...
Das ist nur noch idiotisch und schon längst voll ausser Kontrolle.
Gruss Boris



Antwort von dosaris:


... wenn ich jetzt ein Lied mir immer wieder auf YouTube anhöre und das nicht gekauft habe, ist das dann nicht auch geklautes Gut ? ...

ne, ist nicht geklaut (aka gestohlen).
Diebstahl setzt die Fortnahme voraus, der "geschädigte" hätte danach weniger.
Dies ist beim kopieren nicht gegeben, ergo ist es kein Diebstahl. Dies war nur
eine permanente Agitation, um einen banalen Vorgang zu kriminalisieren.
Die nächste Steigerung wäre dann vielleicht eine Anklage wegen Mord,
also Kunst-Mord od so ähnlich.
Alles absurd, aber irgendwas wird schon hängen bleiben...

Früher haben wir vom Live Radio doch Musikaufnahmen gemacht....das war auch nicht illegal. Wir haben LPs auf Kassetten kopiert und verschenkt....

ist für private Zwecke (incl Freunde) auch weiterhin erlaubt. Verboten ist die
gewerbliche Vervielfältigung und der unauthorisierte Verkauf/
öffentliche Aufführung (was ich auch i.O. finde)

da gibt es keine klaren und keine logischen Gesetze, so wie ich das sehe.
Alle wollen am liebsten alles veröffentlichen und Millionen von Likes dazu, aber anschauen, oder gar kopieren, zum wieder anschauen darf man das Zeugs am Schluss dann nicht, wegen dämlichen Gesetzen,

da hatten sich wohl einige rechte Politiker als Büttel (und Wahlkampfspenden-Empfänger)
der Verwertungsindustrie-Lobby erniedrigt, um derartige Gesetze zu produzieren.



Antwort von Starshine Pictures:

Seit wann kümmern sich Politiker in den obersten Kreisen um das Wohl der kleinen Menschen? Oder gar um das Recht von Darth Schneider an seinem eigenen Bild? Dieser Vorwand wird zwar öffentlich so dargestellt, die Intension hinter dem Gesetz ist aber mit Sicherheit eine andere.



Antwort von Alf_300:

Ich war immer der Meinung bereits beim anhören werden die Daten in den Cache des PC kopiert



Antwort von Jan:


"Abstimmung des Voss-Berichts zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt mit Uploadfiltern und einem Leistungsschutzrecht für Presseverleger, von denen maßgeblich Springer profitiert."

https://pbs.twimg.com/media/Dm5phn4WwAEG_cx.jpg

verdammte uploadfilterseuche -.- ... gut, das wir einen satiriker vor ort haben, der von solcherlei spaßigen dingen berichtet.

Martin Sonneborn war doch der geniale Mann, der extra Redezeit beim Parlament beantragt hat und nichts sagen wollte, nur damit er die Redezeit von einem NPD-Mitglied verhindern wollte.



Antwort von Giftpilz:

Wenn ich ein Buch oder einen Film produziere, will ich nicht, dass irgend jemand anders sich damit ne goldene Nase verdient. Wer die Arbeit hat, soll auch von den Früchten ernten dürfen.
Hab vor kurzem einen echt tollen Film auf YouTube gesehen. Gutes Drehbuch, gute Umsetzung. Stellt Euch mal vor, ich würde den Stoff für mich benutzen, und damit einen Haufen Kohle verdienen. Der Autor, Regisseur oder Produzent hätte nichts davon. Würdet Ihr das fair finden? Ich nicht!



Antwort von Darth Schneider:

Ganz einfache Lösung, dann solltest du dein Buch und dein Film, oder deine Musiik halt nicht einfach so Online stellen, dann kann das auch niemand klauen.

Online stellen heisst ja mit anderen Worten "veröffentlichen" das ist nun mal etwas öffentlich machen....lass dir das mal auf der Zunge vergehen, dann ist das eigentlich, klar wie Klosbrühe....
Also wenn ich ein Foto irgendwo hin poste, ist das doch eigentlich in diesem Moment der Veröffentlichung eigentlich schon geklaut.
Ich gehe im Kopf wenigstens davon aus, das erspart mir später böse Überraschungen, und so poste ich halt auch nix was ich nicht will das jemand das mir klaut...
Eigentlich ist es heute schon ein Risiko wenn man mit seinem Smartphone die eigenen Kinder oder die Frau fotografiert, ohne die Fotos ins Netz zu stellen, die Chancen sind überhaupt nicht klein das das Smartphone mitsamt den Fotos darauf geknackt wird, oder schon längst ist....
Das entspricht eher der Realität als diese Pseudo Sicherheit die die IT Welt uns vortäuscht, und ein paar idiotische Gesetze und Anti Virus Programme und tolle Passwörter. die unsere unsere Daten im Netz und auch den Geräten schützen sollen, nützen da höchst wahrscheinlich absolut fast gar nichts, und sind mehr Show, als eine Hilfe.
Gruss Boris



Antwort von Frank Glencairn:


Stellt Euch mal vor, ich würde den Stoff für mich benutzen, und damit einen Haufen Kohle verdienen. Der Autor, Regisseur oder Produzent hätte nichts davon. Würdet Ihr das fair finden? Ich nicht!

Dazu müßtest du erst mal einen viel größeren Haufen Kohle ausgeben, um mit dem Stoff deinen eigenen Film zu produzieren.



Antwort von Darth Schneider:

Irgendeiner hat mal geschrieben:
Es gibt gar keine neuen Geschichten, es wurde jede schon erzählt, immer und immer wieder, mit kleinen Änderungen...
Es wird eh geklaut, übernommen, und kopiert bis zum abwinken, überall.
Beim Film sowieso.
Hab grad gestern mir den uralten Kampfstern Galactica Film angeschaut......da hat’s verdächtig viel von Star Wars drinn.
Aber in Star Wars hat’s auch sehr viel von den noch älteren Valerian et Laureline Comics drinn, Raumschiff Designs, wichtige Figuren, Story Elemente, bis hin zu Kostümen und coole Aliens....Alles abgekuckt, leicht abgeändert und frech übernommen.
Der Zauberer aus Merlin ist auch die absolut selbe Figur wie Gandalf aus Herr der Ringe, was wiederum die selbe Figur ist wie Dumbeldore aus Harry Potter.
Wobei auch schon die Figur Harry Potter sehr viel von Frodo hat.....und überhaupt, die ganze Geschichte vom kleinen schwächlichen Typ der mal eben schnell die Welt rettet...schon 100 000 mal erzählt, eigentlich immer die selbe Geschichte, eigentlich müsste Tolkien alle verklagen....Aber das könnte er gar nicht, weil ja die Brüder Grimm waren schon vorher da...
Gruss Boris



Antwort von Giftpilz:

Wenn ich ein Bild veröffentliche, außer, es ist eine Public Domain, gehören die Rechte am Bild immer noch mir. Wenn also jemand mit meinem Bild Werbung macht, darf ich ihn zur Kasse bitten.
Wenn ich ein Drehbuch schreiben würde (oder ein Buch), und jemand verfilmt es ohne meine Erlaubnis, egal, ob ich es ins Internet gestellt habe oder nicht, darf derjenige ebenfalls zahlen.
Vor kurzem fand ich heraus, dass ein englischsprachiges Drehbuch von mir von einer Seite veröffentlicht wurde, die dazu keine Erlaubnis von mir hatte. Nachdem ich die angeschrieben hatte, mit der Bitte, das Drehbuch zu entfernen, da sonst ne Menge Gerichtskosten auf sie zukommen würden (Gerichtsstand wäre Deutschland, nicht die USA gewesen, was ihm noch zusätzliche Kosten bereitet hätte), willigte er ein, und meine Story wurde gelöscht.



Antwort von Darth Schneider:

Ja aber, wenn er dein Drehbuch nur leicht in Details abgeändert, und er die Namen ausgetauscht hätte und es verfilmen würde und Millionen verdienen würde mit deiner Geschichte, könntest du genau mal nix machen..
Also bringt es dann nicht viel, so.
Gruss Boris



Antwort von Frank Glencairn:



Vor kurzem fand ich heraus, dass ein englischsprachiges Drehbuch von mir von einer Seite veröffentlicht wurde, die dazu keine Erlaubnis von mir hatte. Nachdem ich die angeschrieben hatte, mit der Bitte, das Drehbuch zu entfernen, da sonst ne Menge Gerichtskosten auf sie zukommen würden (Gerichtsstand wäre Deutschland, nicht die USA gewesen, was ihm noch zusätzliche Kosten bereitet hätte), willigte er ein, und meine Story wurde gelöscht.

Hast du das Drehbuch schon verfilmt? Wo können wir den Film sehen?



Antwort von dosaris:


Wenn ich ein Bild veröffentliche, außer, es ist eine Public Domain, gehören die Rechte am Bild immer noch mir. Wenn also jemand mit meinem Bild Werbung macht, darf ich ihn zur Kasse bitten.

gute Problembeschreibung:
wenn jemand anschließend von der selben Position aus dasselbe Motiv gleichartig
ablichtet dann sollte der an Dich für die Veröffentlichung löhnen?
Wenn ja: da stand zuvor auch schon jemand und hat auf den Auslöser gedrückt.
Zahlst Du dann an den?

Macht Euch nix vor:
die schöpferische Wertschaffung ist bei den meisten Kamera-Auslöser-Drücken-Aktionen
verschwindend gering, nahezu NULL

Und was ist mit den Erstellern des Motivs im öffentlichen Raum, das dann geknipst wird?
Sollen dann alle an den zahlen?

Dies Prinzip wäre einfach absurd.



Antwort von rotwang:



Wenn ich ein Bild veröffentliche, außer, es ist eine Public Domain, gehören die Rechte am Bild immer noch mir. Wenn also jemand mit meinem Bild Werbung macht, darf ich ihn zur Kasse bitten.

gute Problembeschreibung:
wenn jemand anschließend von der selben Position aus dasselbe Motiv gleichartig
ablichtet dann sollte der an Dich für die Veröffentlichung löhnen?
Wenn ja: da stand zuvor auch schon jemand und hat auf den Auslöser gedrückt.
Zahlst Du dann an den?

Auf so eine KIndergarten-Argumentation muss man erst mal kommen.
Selbstverständlich beansprucht niemand Urheberrechte von ähnlichen Fotos.

Wer etwas erschafft hat auch grundsätzlich die Rechte daran.
Welchen Wert das Werk dann für andere hat und ob er es lizensieren kann oder verkauft ist eine andere Frage.
Das entscheidet und bewertet der Schöpfer und kein Dritter.
Die allgemeine Einschätzung das die Werke von Künstlern oder wem auch immer keinen Wert besitzen wird uns immer wieder eingeredet (das Umsonst-Internet).
Davon profitieren alle, aber am wenigsten diejenigen, die das Buch geschrieben, die Musik komponiert, den Film oder das Photo geschossen haben.
Das muss sich ändern.



Antwort von Giftpilz:


Ja aber, wenn er dein Drehbuch nur leicht in Details abgeändert, und er die Namen ausgetauscht hätte und es verfilmen würde und Millionen verdienen würde mit deiner Geschichte, könntest du genau mal nix machen..
Also bringt es dann nicht viel, so.
Gruss Boris

Falsch! Darüber gab es in Hollywood schon Prozesse, die fast alle von denen gewonnen wurden, die nachweisen konnten, dass jemand ihr Drehbuch benutzt hat. In H. ist die weit verbreitete Masche von Produzenten, nicht angeforderte Drehbücher abzulehnen, diese leicht zu verändern, und so das Geld für den Autor zu sparen. Nur, man kann trotzdem beweisen, wer der Autor ist, wenn man Original mit Bearbeitung vergleicht.

Hast du das Drehbuch schon verfilmt? Wo können wir den Film sehen?

Nein, weil ich das Drehbuch, welches ich auf Simply Scripts veröffentlicht hatte (er hieß "The Pink Demon") zu schlecht fand, um es jemanden anzubieten.

gute Problembeschreibung:
wenn jemand anschließend von der selben Position aus dasselbe Motiv gleichartig
ablichtet dann sollte der an Dich für die Veröffentlichung löhnen?
Wenn ja: da stand zuvor auch schon jemand und hat auf den Auslöser gedrückt.
Zahlst Du dann an den?

Bei digitalen Bildern steht der Name der Kamera, das Datum der Aufnahme und noch vieles mehr drin, wenn man mit Rechtsklick ein Bild anklickt. So kann man sehen, wer das Bild gemacht hat. Wenn zwei dasselbe Bild von derselben Position geschossen haben, ist es kein Problem, weil niemand zahlen muss. Nur, wenn jemand mein Bild kopiert, es als sein eigenes ausgibt (was man mit dem Original beweisen kann) und z.B. für Werbung missbraucht, ohne meine schriftliche Einwilligung zu haben, ist es ein Verstoß gegen das Urheberrecht (außer, ich habe mein Bild im Internet so reingestellt, dass jeder es benutzen kann (z.B. bei Pixabay), auch für Werbung.



Antwort von handiro:


Irgendeiner hat mal geschrieben:
Es gibt gar keine neuen Geschichten, es wurde jede schon erzählt, immer und immer wieder, mit kleinen Änderungen...
Es wird eh geklaut, übernommen, und kopiert bis zum abwinken, überall.

Das ist völlig richtig. Wer seinen Campbell kennt und weiss aus welchen Mythen der Heldenepos entstand und welchen Einfluss Campbell auf Lucas hatte...ABER
Bei der Musik gibts auch nur 11 verschiedene Töne....Es gibt aber die schöpferische Höhe.
Simples Abkupfern landet vor Gericht.
Siehe ice ice baby und david bowie...
Es gibt auch den seltenen Fall bei dem zwei Komponisten fast gleichzeitig auf zwei verschiedenen Kontinenten die fast gleiche Musik geschrieben haben....die beiden haben sich aussergerichtlich geeinigt.

Im digitalen Zeitalter haben sich die Dinge verschoben. Napster war irgendwann weg, dann wurden google und die anderen so gross, dass sie sich das Urheberrecht zurechtbogen wie es ihnen passte. Das musste sich ändern: Ich habe gerade das erste mal von der Gema youtube Tantiemen erhalten obwohl ich meine Musik da gar nicht hochgeladen hatte :-)



Antwort von Starshine Pictures:

Upload-Filter: EU-Staaten winken Urheberrechtsreform durch

Der Ministerrat hat die Übereinkunft der EU-Gremien zur Copyright-Novelle nebst Upload-Filtern befürwortet. Auch Deutschland stimmte dafür.

Die EU-Urheberrechtsreform hat die vorletzte größere Hürde passiert. Nachdem sich die Verhandlungsführer der EU-Gremien vorige Woche prinzipiell auf einen vielfach kritisierten Kompromiss geeinigt hatten, haben Regierungsvertreter im Ministerrat nun am Mittwoch den Deal bestätigt. Damit muss nur noch das Parlament im Plenum in den nächsten Wochen zustimmen, damit die Richtlinie in Kraft treten kann. Viele Plattformbetreiber mit nutzergenerierten Inhalten müssten dann Upload-Filter einsetzen, Presseverleger erhielten ein zweijähriges Leistungsschutzrecht im Internet.


Mehr auf https://www.heise.de/newsticker/meldung ... iY44mT3UrM



Antwort von Frank Glencairn:

War doch so klar, die Lobby will endlich was sehen für ihr Geld.



Antwort von Frank Glencairn:

Willkommen in China





Antwort von dosaris:

wer dies nicht so einfach hinnehmen will kann hier per Petition etwas unterstützen:

https://www.change.org/p/stoppt-die-zen ... urinternet

bisher haben ca 4.5 Mio gezeichnet



Antwort von cantsin:

Und der Hammer ist, dass der (deutsche CDU-) Politiker, der das Gesetz für die EU entwickelt und vorangetrieben hat, es selbst nicht verstanden hat:

https://www.zeit.de/digital/2019-02/eu- ... -axel-voss



Antwort von Starshine Pictures:


Und der Hammer ist, dass der (deutsche CDU-) Politiker, der das Gesetz für die EU entwickelt und vorangetrieben hat, es selbst nicht verstanden hat:

https://www.zeit.de/digital/2019-02/eu- ... -axel-voss

Das ist echt geil. Hoffentlich stürzt sich da mal "Die Anstalt" drauf.



Antwort von Alf_300:

Man kann also davon ausgehen dass in absehbarer Zeit, nur noch legale Dateien im Netz sind.

Nachdem der Download, oder das kopieren von Dateien aus legalen Quellen erlaubt ist, hat so ein uploadfilter
für denn Internetnutzeer auch seine Vorteile.



Antwort von Darth Schneider:

Nur noch legale Daten im Netz ?
Träum weiter.
Die Kriminellen ITler sind ja schon informiert und können letzt in aller Ruhe reagieren....
Ich denke diese Gesetzte machen vorallem erst mal nur eins:
Alles ganz schön viel komplizierter.
Gruss Boris



Antwort von Alf_300:

Genau das ist das Problem, - die Leute denken zuviel-



Antwort von Darth Schneider:

Es gibt aufjedenfall dieses Jahr ein neues Schlagwort neben Datenschutz...nämlich, Informationsfreiheit.
Die Beiden könnten sich gegenseitig ziemlich im Weg sein.
Jetzt ist nur die Frage welcher dann gewinnt.
Gruss Boris



Antwort von Alf_300:

Schon gehört oder gelesen.
Der Spiegel und die Sudd. Zeitung haben gerade je einen preisgekrönten Journalisten entlassen,



Antwort von bArtMan:


wer dies nicht so einfach hinnehmen will kann hier per Petition etwas unterstützen:

https://www.change.org/p/stoppt-die-zen ... urinternet

bisher haben ca 4.5 Mio gezeichnet

Sind sogar schon 4,7 Mio Unterzeichner. Aber da schei..en die in Brüssel drauf. Hier mal eine Seite, wo man gegen diesen Unsinn demonstrieren kann:
https://savetheinternet.info/demos

Hoffentlich kippt §13 noch bei der Abstimmung im Parlament. Ansonsten gehts dann am 26.5. rund bei der Europawahl. Ich sag nur #NieWiederCdu.



Antwort von Alf_300:

Den Rot-Grünen Aktivisten geht die Muffe, dass sie ihre Ideologie nicht mehr an den Mann/Frau bringen. :-(((



Antwort von Steelfox:

Eigentlich etwas verwunderlich, dass sich zumindest hier nicht Seitenweise (wie bei Heise) darüber ausgelassen wird. Sollte uns als "Contentersteller" doch betreffen, wie bei der DSGVO damals...

Spaß beiseite. Man streitet über Uploadfilter, der nie genannt wird, ohne den (Begriff) es aber nicht geht. Und allen daraus enstehenden Konsequenzen. Schon seltsam, dass im Sinne der Urheber gehandelt wird, der kleine Knaupler davon aber gar nichts hat, sollte er sein "Zeug" nicht irgendwo (bei einem Verwalter) integriert haben. So eckt bei mir der Artikel 7 an, worin bei diversen Verwertungsgesellschaften (sinngemäß) zukünftig für jeden ihrem Bereich betreffenden Content (z.B. Gema und Musik) eine Lizenz erworben werden soll. Was z.B. auch gemafreie Musik betreffen würde, also Musik von Leuten die nichts mit der Gema am Hut haben. Kein Wunder warum sich Heker darüber so freut. Nettes Statement von ihm auf Seiten der Gema zum Thema.

Klar, es geht erstmal nur um die großen Plattformen, was ist, wenn später die die jetzigen Parameter (entsprechend viele Nutzer, älter als 3 Jahre etc) enger gefasst werden, zukünftig jede Plattform betrifft, darf den bei slashcam kein sehenswertes yt-video mehr eingebettet werden? Oder Bilder von neuen Cams und Zubehör? Muß slashcam die Bilder ohne Lizenz filtern?
Absurd.

Und ja, ich hoffe, dass die Verantwortlichen bei der nächsten Wahl die Quittung bekommen. So wie es jetzt ist, ist es Mist.



Antwort von bArtMan:

Wundert mich auch, dass hier bei dem Thema nicht die Luzi abgeht. Ich mache momentan gerade ein Video, was den ganzen Shit versucht zu erklären, um die Leute zu motivieren, diese Flachpfeifen in Brüssel abzuwählen. Und dann natürlich zur Demo gehen. Barley hab ich auch schon geschrieben. Sie hat aufgrund des massiven Drucks schon gegen Uploadfilter gestimmt. Nur hat die Kanzlerin mal wieder ihre Meinung gegen fast ALLE in der Union und Regierungskoalition durchgesetzt.



Antwort von pillepalle:

Nichts wird so heiß gegessen wie's gekocht wird. Am Ende wird das ein ähnlich heißer Entenfurz wie die DGSVO. Für Leute die bisher schon die Urheberrechte anderer gewahrt haben wird sich auch nicht viel ändern, für diejenigen die sie bisher nicht beachtet haben schon. Die können eben nicht mehr fremdes Material unreflektiert verwursten und warum das die Informationsfreiheit einschränken sollte ist mir auch ein Rätsel. Eigentlich ist es ganz erfrischend sich wenn der Müll der täglich hochgeladen wird etwas ausdünnt. Etwas geistige Eigenleistung schadet keinem Content Creator... im Gegenteil, vielleicht nutzen sie dann öfters mal den eigenen Hirnschmalz.

VG



Antwort von bArtMan:

Dein Optimismus in Gottes Gehöhrgang. Ob das dann Voss, Merkel & co auch so sehen, vage ich zu bezweifeln. Ich dreh trotzdem weiter am Rad ;-)



Antwort von Alf_300:

Eine Frage ist noch offen

wer steckt dahinter ?

die, die Informationen und Content haben verlangen mehr Schutz

Was wollen Gegner



Antwort von Darth Schneider:

Die Gegner ? Ich bin noch nicht so sicher auf welche Seite ich soll.
Aber ein solcher Schutz im Netz ist halt eine Klinge mit zwei scharfen Seiten. Schutz bedeutet erstmal immer Kontrolle und Kontrolle bedeutet immer eine gewisse Einschränkung von Freiheit.
Dann kommt natürlich die Frage, wie weit geht das mit dem Uploadfilter ?
Wenn ein Kreativer seine Fotos oder seine Filme hochzuladen möchte um seine Brötchen damit zu verdienen und diese Filter machen ihm Leben dann unnötig kompliziert, und das alles nur, weil 1 oder 2 % der Menschheit VollIdioten sind die den anderen irgendwelche Bildchen oder Filmchen im Netz klauen ????
Dann finde ich das ganze ziemlich idiotisch...
Nicht zuletzt weil für die finanziell klein aufgestellten Profis, die sich nicht vor jedem Upload einen Notar, oder einen Anwalt, leisten können, könnte das dann aber echt beschissen werden, jenachdem wie komplex das ganze am Schluss dann wird.
Wenn s dann soweit kommt, mit diesem Filter das dann fast jeder, jeden verklagt, weil die Gesetze zu streng definiert sind, hilft das niemandem am Schluss, (Wobei den Grosskonzernen e.v. schon, die können dann Milliarden verdienen mit Anklagen ) auf die andere Seite finde ich Datenschutz schon auch sehr wichtig....
Ich vermute ganz so einfach wie einige hier denken wird das nicht.
Es bleibt auch die Frage:
Wer kontrolliert dann die Uploadfilter und wer darf das programmieren und steuern ?
Putin ? NSA, Trump ? Huawei ?
(Die werden gaaaanz sicher ihre Finger auch ganz tief da drinn haben, ob wir wollen oder nicht)
Ob das Netz dann sicherer wird ?
Gruss Boris



Antwort von Alf_300:

Wer kontrolliert ?

Niemand, die bisherige Praxis dasss nur auf Antrag gelöscht wird, wird beibehalten.

aber weil es einen vermeintlich erhöhten Aufwand gibt, werden die Internetplattformen oder Teile davon kostenpflichtig.
oder meinst das Du das ewig umsonst kriegts

Titel; Sorry for Your Heartache
Künstler: Rick Derringer
Album: Back to the Blues
Lizenziert an YouTube durch The Orchard Music (im Auftrag von Shrapnel Records, Inc.) und 4 musikalische Verwertungsgesellschaften



Antwort von Darth Schneider:

Was macht denn ein Uploadfilter denn anderes als Dateien kontrollieren ?
Natürlich wird kontrolliert wie sollen dann sonst die Datenklauer entlarvt werden.
Das Gesetz (egal welches ) dient doch immer ausschliesslich nur der Kontrolle.
Und janatürlich, irgendjemand wird auch den Uploadliter kontrollieren müssen.
Ohne Menschen gehts ja dann doch noch nicht, zum Glück.
P.s.
Das mit dem Mehraufwand verstehe ich nicht ganz. Die Internet Firmen machen doch schon fette Kohle mit nichts als unseren Daten, diese zu kontrollieren und anzuschauen ist wirklich nicht an uns User das zu berappen.
Internet ist nicht gratis, wir bezahlen schon Gebüren, ertragen grässliche Werbung und stellen dann doch noch als Bonus unsere privaten Daten dem Netz zur Verfügung....
Das ist alles andere als Gratis und mir schon mehr als kostenpflichtig genug.
Gruss Boris



Antwort von Alf_300:

Dart

Bist halt noch ein schlecter Geschäftsmann

Die von Googles Youtube werden aber 100%ig von Spotify abkupfern undf auch ein Premium einführen



Antwort von Darth Schneider:

Ich glaube YouTube hat schon ein Premium Abo seit kurzem...
Und ja das stimmt, ich bin wirklich ein schlechter Geschäftsmann.
Gruss Boris



Antwort von pillepalle:

@ Darth Schenider

Von welcher Freiheit redest Du? Von der anderen Menschen auf die Füße zu treten? Da wo ich die Rechte anderer verletze hört die persönliche Freiheit auf. Ganz ohne Regeln geht es nun mal nicht und bisher wurden die Regeln eben nicht beachtet (weil es unmöglich war jede Rechtsverletzung zu verfolgen). Natürlich würden von einem Uplaodfilter auch viele Personen betroffen die möglicherweise gar keine Urheberrechtsverletzung begangen haben, aber verglichen mit der jetzigen Situation ist das womöglich das kleinere Übel. Man wird schon eine Regelung finden mit der alle Leben können und es wird auch nicht das Ende des Internets sein, genauso wenig wie die DGSVO das Ende der Fotografie, oder Filmschaffenden, war. Deine Meinung wirst Du immer öffentlich machen können, vielleicht nicht mehr so leicht mit Zitat wie es bisher gemacht wurde bzw. durch andere Wege, aber wir verlieren dadurch nichts schützenswertes. Schau Dir mal an was bei Youtube in den Trends ist... da findest Du eben Alexi Bexi und Konsorten. Unsere intellektuelle Elite die die Volksmeinung prägen, oder besser gesagt die unserer Jugend :) Es wird alles anders werden, aber nicht unbedingt schlechter.

VG



Antwort von Jott:

Wie kommt‘s, dass für manche das Recht auf Urheberrechtsverletzung so unendlich wichtig ist? Ich versteh‘s nicht.



Antwort von pillepalle:

@ Jott

Vielleicht weil die Kunst von geistigem Eigentum lebt und man damit ein Bewußtsein dafür schafft? Vielleicht auch weil wir in einer 'Cpoy&Paste' Gesellschaft leben und diesen Zustand schon als Normalität empfinden? Es ist die Bequemlichkeit sich nicht kümmern zu müssen die verloren geht und die Leute auf die Straße treibt. Die Angst vor Veränderung des Status Quo. Aber das sind keine wirklichen Argumente die dagegen sprechen.

VG



Antwort von Frank Glencairn:


Was macht denn ein Uploadfilter denn anderes als Dateien kontrollieren ?

Ich frag mich, wie das funktionieren soll.
Sagen wir mal, ich mach ein Foto von meiner tollen neuen Mattebox, und möchte es hier ins Forum stellen.
Dann muß Slashcam vorher kontrollieren, ob das nicht ein geklautes Foto ist.
Dazu muß Slashcam zunächst mit allen potentiellen Urhebern weltweit einen Lizenzvertrag abschließen - das wären dann 7,7 Milliarden Verträge.
Diese 7.7 Milliarden Leute, müssten dann alle ihre Photos, Zeichnungen, Texte, Gedichte, Drehbücher, Music und Videos etc. die sie jemals gemacht haben, in die Slashcam Filter Datenbank hochladen, damit der Filter mein Bild damit vergleichen kann. Irgendjemand muß dann auch noch irgendwie überprüfen, ob die Materialien die da hochgeladen werden, auch tatsächlich vom Urheber hochgeladen wurden.

Bin ich der einzige der glaubt, daß da jemand was nicht zu ende gedacht hat.



Antwort von bArtMan:

Du bist nicht allein. Das ganze ist der übliche EU-Bürokraten-Schwachsinn. Kein Gegner dieser sogenannten Reform will das Urheberrecht verletzen.



Antwort von Starshine Pictures:

Hier mal eine praxisnahe Erklärung durch einen Juristen.

https://youtu.be/3xCfwbJYWuM



Antwort von pillepalle:

Wie die praktische Umsetzung aussieht weiß noch niemand so genau, aber im wesentlichen geht es darum das dann die Forenbetreiber dafür verandtwortlich wären, was auf ihren Server hochgeladen wird und die sich anschließend dann mit Dir auseinander setzen müssten, falls es zu einer Klage kommt. Gut möglich das User dann nichts bei Slashcam hochladen könnten. Vielleicht setzt Du dann einfach einen Link auf Deinen eigenen Server/Webspace, wo das Bild liegt. Dann kann jemand der das Recht auf das Bild beansprucht eben nur Dich verklagen. Wird man sehen, aber irgendeine Lösung findet sich mit Sicherheit.

VG



Antwort von Steelfox:

bei slashcam (u.ä.) spielt es erstmal keine Rolle, da das Forums nicht mit den derzeitigen Vorgaben dafür übereinstimmt. Aber wer weiß, vielleicht wirds später mal auf alle ausgeweitet. Vielleicht kann dann nur derjenige (natürliche registrierte Person) noch ein Forum betreiben, wenn er eben vorher pauschale Lizenzverträge mit allen Verwertungsgesellschaften abschließt.
Wer das dann machen will?

Ich "Aluhute" (spinne) mal:
Will man dann so (unter dem Deckmantel der Lizenzverträge und "Urheberechten") die Kommunikation untereiander einschränken, damit auf allen Plattformen die Leute sich nicht mehr untereinander z.B. über dieverse Zustände auslassen und sich organisieren können?
Neee, das ist Quatsch....
Oder?



Antwort von Alf_300:

Also ich seh das einfacher,
wenn ein Bild hochgeladen wurde, dann greift der Uploadfilter wenn es ein zweites mal hochgeladen wird.

Bei Texten genauso, wenn einer ein "e" hochgeladen hat, dann darf kein anderer ein weites "e" hochladen ;-))



Antwort von Frank Glencairn:


bei slashcam (u.ä.) spielt es erstmal keine Rolle, da das Forums nicht mit den derzeitigen Vorgaben dafür übereinstimmt.

Wieso nicht?

Slashcam ist älter als 3 Jahre und kommerzielle Absicht - Volltreffer.



Antwort von Frank Glencairn:


.. Wird man sehen, aber irgendeine Lösung findet sich mit Sicherheit.

Deine Naivität ist geradezu rührend.



Antwort von Jott:

Ich frag mich, wie das funktionieren soll.

Automatische Bilderkennung, wie es bei Musik ja schon lange geht.

Was meinst du, wovon Stockfoto-Agenturen leben? Nicht von den paar Euro Lizenzen, sondern vom lukrativen Abmahnen/Verklagen derjenigen, die das Zahlen dieser paar Euro partout nicht einsehen wollen. Die Scannen das Web nach ihren Bildmotiven.

Wie der Stand bei Bewegtbild ist, weiß ich nicht. Aber da man bei einigen großen Portalen heute schon automatisch Clips suchen lassen kann, indem man eine ähnliche Szene als Suchvorlage anbietet, wird das auch laufen. Die schlauen Inhalte-Diebe spiegeln die Sachen, damit die Algorithmen ihre Dreistigkeit nicht erkennen. Katz und Maus halt.

Wenn ein Uploadfilter anschlägt, weil offensichtlich gemopste Inhalte erkannt werden - egal ob Text, Musik, Fotos oder Bewegtbild - dann darf es aus meiner Sicht gerne so sein. Das Unrechtsbewusstsein sollte schon ein wenig geschärft werden. Ich bin mal erfolgreich gegen irgendwelche Finnen vorgegangen, die sich eine Website aus Motiven von meiner Website gebaut hatten. Denn selbst ein so kleines Lichtlein wie ich kriegt mit, wenn Assets geklaut werden!



Antwort von Steelfox:

Das Urheberrechte zukünftig besser geschützt werden sollen, damit hat ja erstmal keiner ein Problem.
Die Plattformbetreiber sollen sicherstellen, dass eben so ein geklautes Bild oder Video oder Ton etc nicht in Umlauf gebracht wird. Wie soll das gehen? Die entsprechenden Filter hat Google. Sollen sich die Plattformbetreiber so einen Filter "kaufen" und installieren?
Und was hat am Ende der davon, dessen Bild geklaut wurde? Oder dann eben nicht mehr geklaut wird?
Was ist, wenn ich sein Bild aber nun für mein Video brauch, wie kann ich ihn dafür bezahlen? Wie unterscheidet der "Filter" wann was legal erworben wurde und eben was nicht?
Herr Voss hat keine Antwort darauf.



Antwort von pillepalle:

In einem Upload Filter finden sich höstens die Werke der Medienriesen, sicher nicht die des einzelnen kleinen Künstlers. Wie sollte das auch gehen? Aber möglicherweise werden von Nutzern dann neue Nutzungsvedingungen vereinbart werden, die sie im streitfall dann haftbar machen. Wie gesgat, das ist zur Zeit noch alles reine Spekulation. Man braucht deshalb aber keine neue Verschwörungstheorie.

VG



Antwort von Frank Glencairn:



Wenn ein Uploadfilter anschlägt, weil offensichtlich gemopste Inhalte erkannt werden...

Der Filter kann nur auf das anschlagen was er kennt.
Willst du jetzt alle deine Fotos, Clips und sonstige Werke in unzählige Plattformfilter hochladen?
Die Verwaltung und das hosting deiner Dateien, werden die nicht gratis für dich machen. Wieviel bist du bereit dafür zu zahlen?
Von dem Datenwust und dem zusätzlichen Traffic der durch den Schwachsinn entsteht mal ganz abgesehen.

Und was diese ganze Urheber Hysterie anbetrifft, sagen wir mal jemand macht mit nem Foto, das irgendwo im Web steht ein Meme, und das verbreitet sich dann zigtausendmal im Web.

Der Fotograf bekommt genau 0 dafür - boohoo.
Wenn jetzt niemand sein Foto genommen hätte, und kein Meme gemacht hätte, hatter er was bekommen? Ebenfalls genau 0.
Wenn man jetzt Lizenzkosten zahlen muß, dann macht man halt keine Memes mehr mit fremden Fotos und der Fotograf bekommt genau 0.
Wer sind die einzigen die in Zukunft Geld verdienen?

Google, weil sie die einzigen sind, die es im Kreuz haben einen Uploadfilter zu betreiben, und die Lizenz wird bestimmt nicht billig.
Abmahnanwälte, Rechteverwerter und Contentmafia.

Wer wird zahlen? Wir alle.



Antwort von dienstag_01:

Interessant ist ja, dass vor ca. 5 Jahren schon einmal ein Gesetz sehr deutlich in Richtung Google verabschiedet wurde. Also nicht für, sondern gegen Google (es ging um die Anzeige von Artikelvorschauen in Suchmaschinen). Rausgekommen ist eher das Gegenteil, einige kleine Content Aggregators sind verschwunden, Google stärker denn je.
Und so ähnlich wird es wieder werden. Denn wer bitte soll denn den Content vorhalten, den man als Grundlage zur vergleichenden Analyse für Uploadfilter braucht?!



Antwort von pillepalle:

Wenn man nichts illegales hochlädt dürfte es schwer werden abgemahnt zu werden. Und der Sinn der Übung ist auch nicht der, das Künstler ihr Geld zukünftig durch Rechtsstreitigkeiten verdienen, sondern durch ihre Kunst... genau wie bisher.

Ich habe auch meine Zweifel das der Einzelne dadurch viel besser geschützt sein wird, aber das tut der Sache keinen Abbruch.

VG



Antwort von dienstag_01:


Wenn man nichts illegales hochlädt dürfte es schwer werden abgemahnt zu werden. Und der Sinn der Übung ist auch nicht der, das Künstler ihr Geld zukünftig durch Rechtsstreitigkeiten verdienen, sondern durch ihre Kunst... genau wie bisher.

Ich habe auch meine Zweifel das der Einzelne dadurch viel besser geschützt sein wird, aber das tut der Sache keinen Abbruch.

VG

Dein Beitrag lässt vermuten, dass du noch nicht verstanden hast, dass es hier nicht um Abmahnungen gegen den Urheberrechtsverletzer, der Illegales hochlädt geht, sondern um Abmahnungen gegen Plattformbetreiber, die das nicht von vornherein verhindern.
Wenn da deine Phantasie nicht anspringt, weiss ich auch nicht ;)



Antwort von Starshine Pictures:



Wenn man nichts illegales hochlädt dürfte es schwer werden abgemahnt zu werden. Und der Sinn der Übung ist auch nicht der, das Künstler ihr Geld zukünftig durch Rechtsstreitigkeiten verdienen, sondern durch ihre Kunst... genau wie bisher.

Ich habe auch meine Zweifel das der Einzelne dadurch viel besser geschützt sein wird, aber das tut der Sache keinen Abbruch.

VG

Dein Beitrag lässt vermuten, dass du noch nicht verstanden hast, dass es hier nicht um Abmahnungen gegen den Urheberrechtsverletzer, der Illegales hochlädt geht, sondern um Abmahnungen gegen Plattformbetreiber, die das nicht von vornherein verhindern.
Wenn da deine Phantasie nicht anspringt, weiss ich auch nicht ;)

Den Eindruck hab ich auch. Er hats nicht wirklich kapiert. Schau dir mein vorher gepostetes Video an und die Blockade ist gelöst.

Google und Facebook sind riesige Datensammler und Verbreiter. Diese Daten werden zugleich geliebt und gehasst. Die Geheimdienste finden es geil weil sie so an unglaublich viel Informationen kommen, die Politiker finden es doof weil man dort Stimmung gegen sie machen kann. Da man davon ausgehen kann dass Geheimdienste und Militär am längeren Hebel sitzen werden diese alles dafür tun Google und Facebook zu schützen. Auch wenn öffentlich und mit einem Scheingesetz á la Artikel 13 die bösen Datenkraken angegriffen werden, wird es niemals dazu kommen dass sie irgendwie eingeschränkt werden. Dazu sind die Infos viel zu wichtig für die die im Hintergrund sitzen.



Antwort von pillepalle:

Mein Beitrag war eine Antwort auf Franks Rechenbeispiel man würde nicht mehr verdienen.

Natürlich richtet es sich gegen Plattformbetreiber, aber das wird nicht das Ende der Plattformen werden. Es wird neue Regeln geben und keinen Weltuntergang, wie von vielen befürchtet.

VG



Antwort von Frank Glencairn:

Die völlige Ignoranz (wird schon nicht so schlimm werden) von einigen hier, gepaart mit totaler Staatshörigkeit (das werden die schon irgendwie lösen), ist immer wieder beachtlich.



Antwort von Jott:



Wenn ein Uploadfilter anschlägt, weil offensichtlich gemopste Inhalte erkannt werden...

Der Filter kann nur auf das anschlagen was er kennt.

Eben. Wer Texte, Bilder, Videos ins Netz pumpt, die niemand anderem gehören, der hat ja deshalb auch kein Problem. Oder?

Eigene Bilder/Videos zu schützen ist ein anderes Thema, aber das hat ja nichts mit dieser Diskussion zu tun.

Der Fotograf, der was verdienen will, geht über die boomenden Bildagenturen. Die wissen, wie schon gesagt, was zu tun ist, damit Kohle reinkommt. Sonst gäbe es sie ja nicht.



Antwort von Peppermintpost:


Die völlige Ignoranz (wird schon nicht so schlimm werden) von einigen hier, gepaart mit totaler Staatshörigkeit (das werden die schon irgendwie lösen), ist immer wieder beachtlich.

Frank das nennt sich Stockholm Syndrom ;-)



Antwort von dienstag_01:



Der Filter kann nur auf das anschlagen was er kennt.

Eben. Wer Texte, Bilder, Videos ins Netz pumpt, die niemand anderem gehören, der hat ja deshalb auch kein Problem. Oder?

Eigene Bilder/Videos zu schützen ist ein anderes Thema, aber das hat ja nichts mit dieser Diskussion zu tun.

Der Fotograf, der was verdienen will, geht über die boomenden Bildagenturen. Die wissen, wie schon gesagt, was zu tun ist, damit Kohle reinkommt. Sonst gäbe es sie ja nicht.

Das verstehe ich. Für Leute, die das Internet ausschließlich als Wirtschaftsraum sehen, wird mit dem neuen Gesetz alles besser. Nur leider ist es nicht ausschließlich ein Wirtschaftsraum, sonst hieße es wahrscheinlich Intermall ;)



Antwort von cantsin:


Natürlich richtet es sich gegen Plattformbetreiber, aber das wird nicht das Ende der Plattformen werden.

Nicht das Ende der großen Plattformen wie YouTube und Facebook, die ja schon heute die Technologie und Infrastruktur im Einsatz haben, um hochgeladenen Content mit Mustererkennungssoftware automatisch auf Urheberrechtsverletzungen zu scannen.

Eng könnte es aber eben für kleine Plattformen wie z.B. Slashcam werden, vor allem, wenn die Abmahn-Anwaltsindustrie (und andere Trolle) da eine Marktlücke für sich sieht und drauf stürzt.

Alles, was die dann brauchen, sind bezahlte Hilfskräfte, die hier urheberrechtlich geschütztes Bildmaterial hochladen, um dann mehrere tausend Euro Abmahnforderung direkt hinterher zu schicken - und dieses Spiel endlos zu wiederholen.

Anders als früher gilt da nicht mehr die Verteidigung, dass Moderatoren solches Material nach Meldung schnell wieder löschen.

Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, aber gerade hier auf/mit Slashcam könnten wir noch unser blaues Wunder erleben...

EDIT: Eigentlich müsste Slashcam den ""-Tag und das Hochladen eigener Bilder gleich aus der Forensoftware entfernen, um Rechtsrisiken zu vermeiden.



Antwort von Frank Glencairn:



Wer Texte, Bilder, Videos ins Netz pumpt, die niemand anderem gehören, der hat ja deshalb auch kein Problem. Oder?

Du hast noch nicht mal das Problem verstanden.

Da auf die Plattformen drakonische Strafen zukommen, werden sie dich nix hochladen lassen, für daß sie keine Lizenz haben, oder sonstwie 100%ig sicher sein, daß du der Urheber bist. Aber wie willst du das beweisen? Du wirst dann genau gar nix mehr ins Netz pumpen.



Antwort von Jott:

So kann man's natürlich auch sehen. Schauen wir mal, wie's kommt!

Ich bin mir recht sicher, dass es nicht so kommt. Schlimmstenfalls muss ich dann vor einem Upload mit einem Kreuzchen bestätigen, dass ich der alleinige Urheber bin und YouTube eventuelle Anwürfe zu mir abwälzen darf. Mache ich dann gerne. So wie heute schon für Kunden, die rechtssichere Sachen für ihre Channels verlangen (völlig korrekt), oder auch für Kopierwerke. Freistellungsdokument nennt sich so was. Gibt es schon immer. Was also wäre wirklich neu und so unendlich bedrohlich für "das Internet"?

Ich wiederhole mich: wieso meinen die Leute, sie haben das Recht, Dinge zu veröffentlichen, die nicht ihnen, sondern anderen gehören? Die Meinung, dass alles im Netz allen gehört, vertreten doch heute nur noch Zehnjährige und völlig naive Zeitgenossen.

Eng könnte es aber eben für kleine Plattformen wie z.B. Slashcam werden, vor allem, wenn die Abmahn-Anwaltsindustrie (und andere Trolle) da eine Marktlücke für sich sieht und drauf stürzt.

Dann verlangt Slashcam halt schlimmstenfalls auch, vor jedem Posting ein entsprechendes Kreuzchen anzuklicken.



Antwort von dienstag_01:


So kann man's natürlich auch sehen. Schauen wir mal, wie's kommt!

Ich bin mir recht sicher, dass es nicht so kommt. Schlimmstenfalls muss ich dann vor einem Upload mit einem Kreuzchen bestätigen, dass ich der alleinige Urheber bin und YouTube eventuelle Anwürfe zu mir abwälzen darf. Mache ich dann gerne. So wie heute schon für Kunden, die rechtssichere Sachen für ihre Channels verlangen (völlig korrekt), oder auch für Kopierwerke. Freistellungsdokument nennt sich so was. Gibt es schon immer. Was also wäre wirklich neu und so unendlich bedrohlich für "das Internet"?

Ich wiederhole mich: wieso meinen die Leute, sie haben das Recht, Dinge zu veröffentlichen, die nicht ihnen, sondern anderen gehören? Die Meinung, dass alles im Netz allen gehört, vertreten doch heute nur noch Zehnjährige und völlig naive Zeitgenossen.

Vor einem Upload muss man auch heutzutage schon bestätigen, dass man die Rechte dazu hat. Solltest du eigentlich wissen.



Antwort von cantsin:


Dann verlangt Slashcam halt schlimmstenfalls auch, vor jedem Posting ein entsprechendes Kreuzchen anzuklicken.

Das entlässt aber Slashcam nicht aus der Haftung und - was durch das Gesetz neu ist - der Pflicht, das hochgeladene Material VOR der Veröffentlichung im Forum zu blockieren.

Das gilt übrigens auch für alle Foren-Textbeiträge.

Davon auszugehen, dass das Gesetz in der Praxis nicht durchgesetzt wird, wäre naiv, weil das die Abnahnindustrie und Troll-Anwälte selbst in die Hand nehmen können und sicher auch tun werden.

Den einzigen Ausweg, den ich da sehe, ist dass Drittanbieter bezahlte Third-Party-Dienstleistungen an Forenbetreiber anbieten werden, um automatische Contentfilterung für sie in der 'Cloud' bzw. per Outsourcing zu erledigen.



Antwort von bArtMan:


Da auf die Plattformen drakonische Strafen zukommen, werden sie dich nix hochladen lassen, für daß sie keine Lizenz haben, oder sonstwie 100%ig sicher sein, daß du der Urheber bist. Aber wie willst du das beweisen? Du wirst dann genau gar nix mehr ins Netz pumpen.

Genauso isses. Deshalb ja auch die Aufregung. Die kleinen YT-Kanäle können dicht machen. Sogar die grossen zittern, weil sie nicht wissen, ob YT mit ihnen eine Lizenzvereinbarung abschliessen wird. YT und co wollen Geld verdienen.

Ich würde gerne mal wissen, warum man den eigentlichen Verursacher einer Urheberrechtsverletzung aus der Haftung nimmt. Damit öffnet man doch Tür und Tor für Urheberrechtsverletzungen.

Das ganze kann eigentlich nur den Hintergrund haben, dass man die Konkurrenz aus dem Netz loswerden und klassische Medien fördern will. Wenn man sich mal anschaut, von wem die Basisidee für diesen Shit kommt, dann muss man nur 1 und 1 zusammenzählen.
https://www.lobbycontrol.de/2017/01/oet ... -konzerne/

Hier eine zeitliche Aufarbeitung des Themas:
https://netzpolitik.org/2019/urheberrec ... n-geschah/

Und hier der aktuelle Stand:
https://www.change.org/p/stoppt-die-zen ... tm_term=cs



Antwort von Jott:

Vor einem Upload muss man auch heutzutage schon bestätigen, dass man die Rechte dazu hat. Solltest du eigentlich wissen.

Keine Sorge. Ich weiß von Kindesbeinen an, dass ich nur mit Dingen umgehen darf, die mir auch gehören. Es sei denn, der Besitzer anderer Dinge erlaubt's mir. Und so habe ich mich mein Leben lang verhalten, privat wie beruflich. Voll spießig. Auch ohne Kreuzchen! :-)

Zum Wirtschaftsraum Internet: ist halt so, ist heute ein Alltags-Medium geworden.

Dass jetzt wieder Verschwörungstheorien hochkommen, ist klar. Die Welt wird untergehen, so wie sie schon wegen der Datenschutzverordnung untergegangen ist.

Gut gemeinte, aber leider schwachsinnig formulierte Gesetze sind das eigentliche Problem.



Antwort von Starshine Pictures:

Hier kann man sich mal belesen wie sachverständig der Hauptverhandler der CDU für Artikel 13 eigentlich ist ...

https://www.zeit.de/digital/2019-02/eu- ... -axel-voss

Edit: Grad gesehen dass es schon mal gepostet wurde. Scheinen sich trotzdem nur wenige durch gelesen zu haben ...



Antwort von pillepalle:

Diejenigen die sich aufregen sind vor allem die großen Plattformen die ihr Geschäftsmodell umklrempeln müssen. Deshalb gehen ja unter anderem auch so viele Youtuber auf die Straße die bisher relativ ungestraft fremdes Material für ihre eigenen kommerziellen Zwecke genutzt haben. Für viele Content Creator ist Youtube ein Geschäftsmodell und sie profitieren bisher von den unklaren Rechtsverhältnissen, bzw. das sich niemand ernsthaft darum gekümmert hat. Jetzt werden die Palttformbetreiber gezwungen sich darum zu kümmern und viele Nutzer müssen mit den Konsequenzen leben.

Eine Plattform wie slashCAM kann auch ohne Uplaods auf den eigenen Server weiter existieren und auch nach der Urheberrechtsreform werden die Leute weiterhin in Foren diskutieren. Was sich ändern wird ist im Wesentlichen die Art wie man mit Uploads von Dateien (Bildern und Filmen) umgeht. Möglicherweise werden diese dann eben extern verlinkt um das Forum aus der Haftung zu nehmen.

Die ganzen Verschwörungstheorien und Horrorszenarien werden sich als genau so haltlos erweisen wie diejenigen die es schon zur DGSVO gab.

VG



Antwort von Frank Glencairn:


Deshalb gehen ja unter anderem auch so viele Youtuber auf die Straße die bisher relativ ungestraft fremdes Material für ihre eigenen kommerziellen Zwecke genutzt haben.

"Youtuber" laden für gewöhnlich überhaupt kein fremdes Material hoch. Was soll den bei den ganzen Reviews, Schminkfilmchen, Kochclips, DIY Tipps, Talkshows etc. auch Fremdmaterial nötig sein? Macht ja keinen Sinn. Und wenn mal was drin war, dann hat YT das bisher schon selbst per contentID geregelt.

Desweiteren gilt im Rest der Welt sowieso fair-use, und das wird auch so bleiben.
D.h. das einzige was sich hier "umkrempeln" wird ist nicht das YT Geschäftsmodell, sondern das was EU Publikum zu sehen erlaubt ist.
Erinnere dich an die unseelige GEMA Nummer, da wars genau so. In Deutschland geblockt, der Rest der freien Welt konnte schauen.



Antwort von pillepalle:

Dann schau Dir mal ein paar Videos an... Du wirst Dich wundern. Die meisten großen Youtuber achten schon darauf keine größeren Verletzungen zu begehen, aber nur um nicht getagged zu werden. Dann droht nämlich eine Demonetarisierung. In vielen Fällen werden die Vergehen nicht geahndet, denn eigentlich hat Youtube gar kein Interesse daran. Die kümmert es nicht die Bohne solange die Kunden Anzeigen schalten und Klicks gereriert werden. Es ist gut das die Leute ein Bewußtsein dafür bekommen und etwas Medienkompetenz lernen, erst recht wenn es ein Geschäftsmodell ist. Und natürlich ist das für einige unbequem, sonst würden sie nicht so schreien.

VG



Antwort von cantsin:


Eine Plattform wie slashCAM kann auch ohne Uplaods auf den eigenen Server weiter existieren

Nein, weil bereits Dein geposteter Beitrag ein Upload ist. Das Urheberrecht unterscheidet nicht zwischen Text und Bild.

Slashcam ist jetzt eigentlich rechtlich verpflichtet, alle Forenbeiträge auf Urheberrechtsverletzungen zu kontrollieren, bevor sie auf der Website stehen.



Antwort von pillepalle:

Das ist prinzipiell richtig, aber in eigenen Texten wird kein Urheberrecht verletzt denn man ist selber der Urheber ;) Wobei ich glaube das man mit einem Post in einem Forum nicht die geistige Gestaltunghöhe erreicht, das dieser Text wirklich schützenswert wäre. Habe so meine Zweifel das jeder Text auch ein Werk ist. Und ja, vielleicht müssen die Leute ja auch lernen richtig zu Zitieren., aber das ist schon machbar. Man sollte nicht den eigentlichen Sinn des Gesetzes aus dem Auge verlieren.

VG

Nein, weil bereits Dein geposteter Beitrag ein Upload ist. Das Urheberrecht unterscheidet nicht zwischen Text und Bild.

Slashcam ist jetzt eigentlich rechtlich verpflichtet, alle Forenbeiträge auf Urheberrechtsverletzungen zu kontrollieren, bevor sie auf der Website stehen.




Antwort von Frank Glencairn:


Wobei ich glaube das man mit einem Post in einem Forum nicht die geistige Gestaltunghöhe erreicht,

Ja, du mußt dir da natürlich keine Sorgen machen, da deine Texte tatsächlich weit unter jeglicher geistiger Höhe sind



Antwort von pillepalle:

@ Frank Glencairn

Zum Glück sind Deine ja umso intelligenter :)

VG



Antwort von cantsin:


Das ist prinzipiell richtig, aber in eigenen Texten wird kein Urheberrecht verletzt denn man ist selber der Urheber ;)

Was ausser einer KI niemand weiß. Dein Beitrag könnte ja ein Plagiat eines anderswo publizierten Texts sein, oder er könnte eine Nachrichtenmeldung so ausführlich zitieren, dass die Grenzen des Zitatrechts überschritten sind.

Wie gesagt, sind das keine neuen Probleme und war das schon früher urheberrechtlich nicht erlaubt.

Was neu ist, ist, dass der Forenbetreiber keine Frist mehr hat, um solche Beiträge zu entfernen, sondern rechtlich verpflichtet (und haftbar dafür ist) ist, sie gar nicht erst auf der Website erscheinen.

Und das geht eben nur über (a) menschliche Redakteure, die jeden Beitrag vor Erscheinen kontrollieren oder (b) sehr komplexe algorithmische Filter, die Datenbank- bzw. Mustererkennungszugriff auf alle verlegerischen bzw. urheberrechtlich geschützten Inhalte haben.

Die alte Regel, dass Forenbetreiber erst eine Ermahnung kriegen können und dann Inhalte entfernen, gilt nicht mehr.



Antwort von pillepalle:

Natürlich dürfen sie ermahnt werden. Bisher haben sie sich nur dahinter versteckt nichts dafür zu können was gepostet wird und an den Nutzer verwiesen der die Urheberrechtsverletzung begangen hat. Der war aber oft nicht greifbar.

Ich werde ohnehin hier kaum jemanden davon überzeugen können, aber es wird eine praktikabele Lösung geben. Ihr könnt euch gerne weiter hochschaukeln...

VG



Antwort von Frank Glencairn:


Natürlich dürfen sie ermahnt werden.

Eben nicht, sie müssen jetzt sofort zahlen.

Bisher haben sie sich nur dahinter versteckt nichts dafür zu können was gepostet wird

Das ist ja auch vernünftig - wer außer dem Uploader soll denn für den Upload verantwortlich sein?

Kein Messerhersteller haftet für einen Mord, der mit einem seiner Messer begangen wird.
Wenn ich illegales Material mit der Post verschicke, sagt auch keiner, die Post ist dafür verantwortlich das da nix illegales verschickt wird, deshalb muß jeder Brief und jedes Paket geöffnet und geprüft werden.

Wenn sich zwei per Telefon, zu einer Straftat verabreden, fordert auch niemand, daß die Telekom jeden Satz vorher überprüfen muß, bevor er an den Gesprächspartner weitergeleitet wird.

Warum soll das ausgerechnet auf einer Plattform anders sein?

..und an den Nutzer verwiesen der die Urheberrechtsverletzung begangen hat. Der war aber oft nicht greifbar.

Und jetzt muß er auch nicht mehr greifbar sein, weil der Upoader aus der Haftung raus ist, und die Plattform die alleinige Verantwortung trägt.



Antwort von pillepalle:

Der Plattformbetreiber ist der einzige der sich darum kümmern kann. Wer denn sonst? Die Vergangenheit hat doch gezeigt das es über den Nutzer nicht möglich ist.

Es wird neue Regeln geben und wie die im Einzelnen aussehen weiß noch niemand. Aber das Gesetz zielt nicht darauf ab alle kleinen Internetplattformen dicht zu machen, oder die Meinungsfreiheit einzelner einzuschränken. Alle anderen Rechte haben weiterhin Gültigkeit und es wird auch in diesem Fall eine Abwägung geben, welche Rechte Vorrang haben. Das Urheberrecht steht nicht über allen anderen Rechten.

VG



Antwort von Frank Glencairn:

Du verstehst nicht mal im Ansatz worum es bei der Nummer geht.

Ließ doch mal den Entwurf, damit du überhaupt weißt, wovon wir hier reden.

http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/ ... ter_EN.pdf

Schon der erste Satz in dem Entwurf zeigt klar um was es wirklich geht:

Der Vertrag sieht die Errichtung eines internationalen Marktes und die Einrichtung eines Systems vor, das sicherstellt, dass der Wettbewerb auf diesem internationalen Markt nicht beeinträchtigt wird.

Die "Einrichtung eines internationalen Marktes" ist das Ziel - und wenn du glaubst der kleine Urheber, oder Künstler würde davon irgendwie profitieren, dann glaubst du wahrscheinlich auch an die flat earth. Hier geht es nur um Rechteverwerter - das Geldmachen mit der arbeit anderer, ohne selbst irgendeine kreative Leistung zu erbringen. Dieser internationale Markt wird von wenigen Konzernen betrieben, und für Urheber und Künstler geht's steil bergab - das haben wir ja bei der Verlagsabgabe schon gesehen, wo die Künstler, die man schützen wollte jetzt nur noch die Hälfte bekommen.



Antwort von pillepalle:

Um eine Vereinheitlichung auf EU Ebene, denn das Internet ist grenzübergreifend. Und es macht auch Sinn Rechtssicherheit zu haben. Es wird nie ein Gesetz geben mit dem alle glücklich sind, aber die Dinge deshalb nicht zu regeln ist auch nicht besser.

VG

PS: Es wird sich für die Großen mit Sicherheit mehr lohnen als für die Kleinen, aber das tut es ohnehin. Es wird niemandem etwas weg genommen sondern nur strenger darauf geachtet was veröffentlicht wird. Das muss kein Nachteil sein.



Antwort von Frank Glencairn:


. Es wird niemandem etwas weg genommen sondern nur strenger darauf geachtet was veröffentlicht wird. Das muss kein Nachteil sein.

Dachte mir schon, daß dir das zu hoch ist.

Wir sprechen uns in einem Jahr wieder



Antwort von dienstag_01:

Naja, man macht jetzt jeden Plattformbetreiber automatisch zu einem (Urhebrrechts-) Polizisten. Für mich klingt das nach Wahnsinn. Zumal, am eigentlichen Urheberrecht mit seinen verschiedenen Regeln in den einzelnen Ländern ändert sich meines Wissens nichts. Noch mehr Wahnsinn.



Antwort von Steelfox:

Damit schließt sich der Kreis doch wieder. Es geht - wie schon oft gesagt - nur vorgeschoben um Urheberrechte des Einzelnen. Die standen nie zur Debatte.
Es geht primär um die Aufteilung/Kontrolle des gesamten Contentmarktes unter verschiedenen Verwertern. Es geht um Lizenzen die erworben werden sollen (im Sinne der Urheber, die aber kaum was davon sehen werden), es geht um die Sicherung der Einnahmen von vom Aussterben bedrohten Arten wie Zeitungsverlagen etc. (springer/bertelsmann)



Antwort von tom:

Hier ein gutes Video vom Fachanwalt Christian Solmecke, der an einem Beispiel durchspielt, was Artikel 13 für viele Webseiten bedeuten würde.

Artikel 13 würde auch das slashCAM Forum betreffen, welches wir wohl nach dessen Verabschiedung nicht mehr so weiterbetreiben könten.



Und hier mehr dazu, wie Foren von Artikel 13 betroffen sind:
https://www.ig-foren.de/2019/02/22/uplo ... r-sonntag/

Thomas
slashCAM



Antwort von pillepalle:

Habt ihr euch das Ding eigentlich selber mal durchgelesen? Da steht überhaupt nichts davon das ein Service Provider im voraus das Material prüfen muss, sondern das er nachweisen muss nach menschlichem Ermessen schnell zu handeln um den illegalen Content zu entfernen, oder nachweisen kann, daß er sich um dessen Rechteklärung vergeblich bemüht hat, oder mit hohen professioenllen Standarts (das sind dann die Uplaodfiler) ein hochladen illegaler Inahlte vermeidet. Und wenn ich das richtig sehe sind Service Provider die weniger als 5 Millionen Besucher pro Jahr haben davon gar nicht betroffen. Darüberhinaus soll sicher gestellt werden das für Nutzer die Zitate, Kritiken, Besprechungen, Parodien hochladen davon ausgenommen sind.

Ich habe gerade nicht Zeit mir alles durchzulesen, aber es wird eigentlich relativ klar, daß es auf kommerziell genutze Inhalte abzielt, und nicht auf private und nicht kommerzielle. Aber ich gebe die Hoffnung auf hier irgend jemand noch von irgend etwas überzeugen zu können ;)

VG



Antwort von tom:


Habt ihr euch das Ding eigentlich selber mal durchgelesen? Da steht überhaupt nichts davon das ein Service Provider im voraus das Material prüfen muss, sondern das er nachweisen muss nach menschlichem Ermessen schnell zu handeln um den illegalen Content zu entfernen, oder nachweisen kann, daß er sich um dessen Rechteklärung vergeblich bemüht hat, oder mit hohen professioenllen Standarts (das sind dann die Uplaodfiler) ein hochladen illegaler Inahlte vermeidet. Und wenn ich das richtig sehe sind Service Provider die weniger als 5 Millionen Besucher pro Jahr haben davon gar nicht betroffen. Darüberhinaus soll sicher gestellt werden das für Nutzer die Zitate, Kritiken, Besprechungen, Parodien hochladen davon ausgenommen sind.

Ich habe gerade nicht Zeit mir alles durchzulesen, aber es wird eigentlich relativ klar, daß es auf kommerziell genutze Inhalte abzielt, und nicht auf private und nicht kommerzielle. Aber ich gebe die Hoffnung auf hier irgend jemand noch von irgend etwas überzeugen zu können ;)

VG

Das sieht ein Fachanwalt aber ganz anders (s.o.)



Antwort von pillepalle:

Ja kar, der macht Panik weil er dadurch Klicks generiert :) Ich lese mir das morgen mal alles in Ruhe durch aber ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher das euer Forum z.B. davon gar nicht betroffen wäre. Das wäre nicht das erste mal das vermeitliche Fachleute Gesetze falsch interpretieren.

VG



Antwort von tom:


Ja kar, der macht Panik weil er dadurch Klicks generiert :) Ich lese mir das morgen mal alles in Ruhe durch aber ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher das euer Forum z.B. davon gar nicht betroffen wäre. Das wäre nicht das erste mal das vermeitliche Fachleute Gesetze falsch interpretieren.

VG

Artikel 13 betrifft auch Foren wie unseres (er gilt ja ebenso für Videos wie Bilder und Texte):
https://www.ig-foren.de/2019/02/22/uplo ... r-sonntag/

Ich finde die Argumentation von RA Solmecke anhand des Gesetzestextes sehr verständlich - welchen Punkt würdest Du anders als er interpretieren?

Die Wahl hiesse entweder universelle Nutzungverträge mit allen möglichen Rechteinhabern deren Werke möglicherweise bei einem Upload bei uns verletzt werden könnten oder ein Uploadfilter, der jeden geposteten Beitrag vor der Veröffentlichung hier im Forum auf mögliche Verletzungen prüft.

Thomas
slashCAM



Antwort von pillepalle:

Aber niemand zitiert richtig den Gesetzestext, sondern stellt die eigene Interpretation davon in den Raum. Auch der Fachanwalt schwurbelt das ganze Video nur rum. Schaut euch doch mal bitte dieses Thumbnail an... sieht das nach einem seriösen Beitrag aus?

Man muss nur mit den Rechteinhabern verhandeln die auch etwas hochladen wollen, also schon mal nicht mit allen. Und man muss das nur bei kommerziellen Inhalten, oder ab einer gewissen Größe (mehr als 5 Millionen Besucher pro Jahr). Eine nicht kommerzielle Plattform ist davon vermutlich gar nicht betroffen.

VG



Antwort von tom:


Aber niemand zitiert richtig den Gesetzestext, sondern stellt die eigene Interpretation davon in den Raum. Auch der Fachanwalt schwurbelt das ganze Video nur rum. Schaut euch doch mal bitte dieses Thumbnail an... sieht das nach einem seriösen Beitrag aus?

Man muss nur mit den Rechteinhabern verhandeln die auch etwas hochladen wollen, also schon mal nicht mit allen. Und man muss das nur bei kommerziellen Inhalten, oder ab einer gewissen Größe (mehr als 5 Millionen Besucher pro Jahr). Eine nicht kommerzielle Plattform ist davon vermutlich gar nicht betroffen.

VG

Doch:

Die Ausnahmen von Artikel 13 treffen nur zu, wenn ALLE drei folgenden Kriterien erfüllt werden:
-die Plattform ist jünger als 3 Jahre alt
-sie erwirtschaftet einen Jahresumsatz von weniger als 10 Millionen Euro
-sie hat weniger als 5 Millionen Nutzer pro Monat

Aufgrund von #1 wäre also auch das slashCAM-Forum (und die meisten anderen Foren) betroffen

Quelle:
https://www.wbs-law.de/urheberrecht/gep ... ube-78689/



Antwort von pillepalle:

Das steht im Originaltext den Frank gepostet hat anders. Da reicht es unter 5 Million Besucher zu haben. Der andere Fall wäre junger als 3 Jahre und weniger als 10 Millionen Umsatz.

VG



Antwort von tom:


Das steht im Originaltext den Frank gepostet hat anders. Da reicht es unter 5 Million Besucher zu haben. Der andere Fall wäre junger als 3 Jahre und weniger als 10 Millionen Umsatz.

VG

Leider nein, zwar heißt es:

38b) In particular, the specific regime applicable to new online content sharing service
providers with an annual turnover below 10 million euros, whose average number of
monthly unique visitors in the Union does not exceed 5 million should not affect the
availability of remedies under national law and EU law.


Aber dann werden diese zwei Ausnahmebedingungen (Umsatz unter 10 Millionen Euro und unter 5 Millikonen Unique Visitors pro Monat) später im Text eingeschränkt auf drei Jahre:

38ba) ...The modified regime applicable to new service providers with a small turnover and audience
should benefit genuine new enterprises and should therefore cease to apply three years after
they became first available online in the Union.


Orginal-Gesetzestext:
https://juliareda.eu/wp-content/uploads ... romise.pdf

Thomas
slashCAM



Antwort von dienstag_01:


Das steht im Originaltext den Frank gepostet hat anders. Da reicht es unter 5 Million Besucher zu haben. Der andere Fall wäre junger als 3 Jahre und weniger als 10 Millionen Umsatz.

VG

Super, dann poste ich ab heute die Fotos von Freunden und Familie über Slashcam ;)



Antwort von cantsin:


Das steht im Originaltext den Frank gepostet hat anders. Da reicht es unter 5 Million Besucher zu haben. Der andere Fall wäre junger als 3 Jahre und weniger als 10 Millionen Umsatz.

Da irrst Du Dich:

"4aa. Member States shall provide that when new online content sharing service providers whose services have been available to the public in the Union for less than three years and which have an annual turnover below EUR 10 million , the conditions applicable to them under the liability regime set out in paragraph 4 are limited to the compliance with the point (a) of paragraph 4 .

Where the average number of monthly unique visitors of these service providers exceeds 5 million , they shall also demonstrate that they have made best efforts to prevent further uploads ".

"these service providers", also diejenigen, auf welche die im Absatz davor genannten Kriterien zutreffen.

Anders gesagt: Alle drei Kriterien müssen zutreffen. Bei Slashcam ist das nicht der Fall, also fällt das Forum unter die neuen Regelungen (und hat ohne Upload- und Content-Filter für alle Nutzerbeiträge keine Rechtssicherheit).

Die absehbare Folge ist, dass kleinen privaten Forenbetreibern die Sache zu heiss bzw. zu riskant wird - und Nutzerforen (und andere "user-generated content"-Website) stattdessen in Facebook- und Google-Gruppen migrieren werden.

Tolle Kiste, damit erreicht die EU genau das Gegenteil dessen, was sie beabsichtigt hatte - weil die Verlegerlobby (vor allem vom Axel-Springer-Verlag, der schon das deutsche Leistungsschutzgesetz geschrieben hatte) immer noch denkt, dass auf diese Weise ihr altes Geschäftsmodell zurückkehrt.



Antwort von Darth Schneider:

Ich verstehe irgendwie nur noch Bahnhof, gibt es irgendwo eine Übersetzung für Normalsterbliche ?
Das Thema wäre doch durchaus eine SlashCAM Analyse wert...?
Gruss Boris



Antwort von tom:


Ich verstehe irgendwie nur noch Bahnhof, gibt es irgendwo eine Übersetzung für Normalsterbliche ?
Das Thema wäre doch durchaus eine SlashCAM Analyse wert...?
Gruss Boris

Hier ganz kurz zu Artikel 13 von Julia Reda, die im EU Paralament sitzt und das von Anfang an mitverfolgt:

-Kommerzielle Webseiten und Apps, wo Nutzer*innen Beiträge veröffentlichen können, müssen "bestmögliche Anstrengungen" unternehmen, vorab Lizenzen zu erwerben für alles, was ihre Nutzer*innen möglicherweise posten könnten – also: alle Inhalte der Welt, die unter das Urheberrecht fallen. Eine unmögliche Aufgabe.

-Zusätzlich müssen alle Dienste außer die allerkleinsten und allerneuesten alles in ihrer Macht stehende tun, um Inhalte von Vornherein zu blockieren, bei denen es sich um unerlaubte Kopien handeln könnte. Sie müssen aktiv nach Kopien von Werken (und Teilen davon) Ausschau halten, die Rechteinhaber bei ihnen hinterlegt haben. Das geht nur mit Uploadfiltern, die naturgemäß sowohl sehr teuer als auch sehr fehleranfällig sind.

-Sollte ein Gericht jemals feststellen, dass ein Dienst nicht genügend Anstrengungen zur Lizensierung oder Filterung unternommen hat, wird dieser für Urheberrechtsverletzungen seiner Nutzer*innen direkt haftbar gemacht, als ob die Betreiberfirma sie selbst begangen hätte. Diese Drohung wird dazu führen, dass Dienste bei der Befolgung des Gesetzes sogar überschießen werden, um auf der sicheren Seite zu sein – mit um so mehr Einschränkungen für unsere Redefreiheit.

https://juliareda.eu/2019/02/artikel-13-endgueltig/



Antwort von cantsin:

Wenn man die ganze Direktive liest, sieht man sofort, dass die EU-Politiker mit dem Internet nur drei Kategorien von Websites verbinden: (1) Große Plattformen (Google & Co.), (2) Nichtkommerzielle/Open Source Plattformen (Wikipedia & Co.), (3) Bildungsplattformen (universitäre Intranets etc.).

Denen - plus der klassischen, inhalteproduzierenden Verlags- und Medienwirtschaft - versucht die Direktive gerecht zu werden.

Kleine bzw. "mittelständische" Angebote kann sich die EU nur als Startups vorstellen. (Daher die Regelungen mit 3 Jahren Befristung + unter 5 Millionen Besuchern.)

Sowas wie Slashcam - ein etabliertes, mittelständisches, auf kleinem Niveau kommerzielles "social media"-Angebot - gibt's in deren Welt einfach nicht und droht der Kollateralschaden dieser Novelle zu werden.



Antwort von Alf_300:

Ab sofort gibts also das jährliche Slashcam Forum

Slashcam- Forum 2019, 2020, 2021 ....

Dann ist die Plattform immer jünger als 3 Jahre.

;-)))



Antwort von bArtMan:

Das wundert ja auch nicht, denn der Urheber des Erstentwurfes ist der Digital-Kommissar Oettinger. Und der ist Lobbyist und hat vom Internet keinen Plan. Fragt man sich nur, warum die keiner beraten hat. Wahrscheinlich hatte die Berater-Firma kein Interesse an der Wahrheit. Kennt man ja auch aus der IT-Branche. Da laufen meist auch nur JA-Sager als Berater rum.

https://youtu.be/88OGXLFpeMw

Wie kann man denn hier ein Video direkt einbinden? Schon abgeschaltet die Funktion ;-)



Antwort von tom:


Wie kann man denn hier ein Video direkt einbinden? Schon abgeschaltet die Funktion ;-)

Einfach den Link zu YouTube posten (ohne URL-Tags), dann wird das Video automatisch eingebetet (ichj habs jetzt bei Deinem gemacht)

Thomas#slashCAM



Antwort von bArtMan:

Danke Tom :-)



Antwort von bArtMan:

https://youtu.be/0NnwLqOU6c4

Hier eine Aufarbeitung von mir zu dem Thema. Der Anfang ist etwas aus Musikersicht aber auch auf Video-Content übertragbar.

Es wäre sehr nett, wenn ihr mir keine Dislikes reinhaut, nur weil ich beim Green-Screen bisschen gepatzt habe. Hatte mein Tonstudio in 5.1 und die Kameraposition etwas verändert. Deshalb war die Ausleuchtung des green-screen nicht mehr optimal.



Antwort von pillepalle:

Ich habe mal versucht den Artikel 13 sinngemäß ins Deutsche zu übersetzen. Ist weder eine tolle, noch eine perfekte Übersetzung (ist auch echt ein beschissener Text), aber macht zumindest einigermaßen deutlich was dort drin steht. Auf wen das jetzt tatsächlich Anwendung findet ist nochmal ein anderes Paar Schuhe.

Artikel 13
Verwendung geschützter Inhalte durch Dienstanbieter (Service Provider)

1. Die Mitgliedstaaten sehen vor, dass ein Anbieter von Online-Diensten, die Inhalte gemeinsam nutzen, eine Handlung der Veröffentlichung oder eines Akts der öffentlichen Nutzung im Sinne dieser Richtlinie tätigt, wenn sie der Öffentlichkeit Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken oder anderen geschützten Werken gewährt, die von den Nutzern hochgeladenen werden.

Ein Dienstanbieter muss daher eine Genehmigung von den Rechteinhabern gemäß Artikel 3 Absätze 1 und 2 der Richtlinie 2001/29 / EG erhalten, zum Beispiel durch Abschluss einer Lizenzvereinbarung, um der Öffentlichkeit seine Werke zur Verfügung zu stellen, oder öffentlich zu machen.

2. Die Mitgliedstaaten sehen vor, dass nach Erhalt einer Nutzungsgenehmigung vom Rechteinhaber, auch über eine Lizenzvereinbarung mit einem Dienstanbieter, diese Nutzungsgenehmigung auch Handlungen der Nutzer des Dienstanbieters abdeckt, die unter Artikel 3 der Richtlinie fallenden Dienste vorgenommen werden 2001/29 / EG, wenn sie nicht kommerziell handeln, oder ihre Tätigkeit keine erheblichen Einnahmen erzielt.

3. Wenn ein Dienstanbieter eine Veröffentlichtung tätigt, oder ein Akt der öffentlichen Bereitstellung unter den hier festgelegten Bedingungen der Richtlinie tätigt, soll die Haftungsbeschränkung gemäß Artikel 14 Absatz 1 der Richtlinie 2000/31 / EG keine Anwendung finden, wenn sie den Artikel nicht betreffen. Dies berührt nicht die mögliche Anwendung von Artikel 14 Absatz 1 der Richtlinie 2000/31 / EG die nicht in den Geltungsbereich dieser Richtlinie fallen.

4. Wenn keine Nutzunggenehmigung erteilt wird, haften Dienstanbieter für unerlaubte Handlungen der öffentlichen Wiedergabe urheberrechtlich geschützter Werke, sofern die Diensteanbieter nicht nachweisen, dass sie:

a) die bestmöglichen Anstrengungen unternommen haben, um eine Nutzunggenehmigung zu erhalten, und

(b) in Übereinstimmung mit den hohen Branchenstandards und der beruflichen Sorgfalt
bestmögliche Anstrengungen unternommen haben, um die Nichtverfügbarkeit bestimmter Werke sicherzustellen, falls die Rechteinhaber den Diensteanbietern mit den nötigen Informationen einer Urheberrechtsverletzung informiert haben und in jedem Fall

c) nach Eingang einer hinreichend begründeten Urheberrechtsverletzung durch den Rechteinhaber, diese von ihren Websites zu entfernen oder den Zugriff auf die betreffenden Werke zu sperren
und die bestmöglichen Anstrengungen zu unternehmen, um zukünftige Uploads entsprechend zu verhindern, in Einklang mit Paragraph (b).

4a. Bei der Feststellung, ob der Dienst seinen Verpflichtungen nach Absatz 4 nachgekommen ist und im Licht des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit sollte unter anderem Folgendes berücksichtigt werden:

(a) die Art, die Nutzerstruktur und die Größe der Dienstleistungen sowie die Art der Werke, die von den Benutzern hochgeladen werden;

b) die Verfügbarkeit geeigneter und wirksamer Mittel und deren Kosten für Diensteanbieter.

4aa. Die Mitgliedstaaten geben dies an, wenn neue Online-Diensteanbieter in der Union seit weniger als drei Jahren online und einen Jahresumsatz von weniger als 10 Mio. EUR im Sinne der Kommissionssmpfehlung 2003/361 / EG haben, dann beschränken sich die für sie nach dem Haftungssystem geltenden Bedingungen in Absatz 4 dargelegen Maßnahmen auf die Einhaltung von Absatz 4 Buchstabe a und von nach Eingang einer hinreichend begründeten Urheberrechtsverletzung rasch tätig werden, oder den Zugriff auf diese Inhalte sperren.

Wenn die durchschnittliche Anzahl der monatlichen Einzelbesucher dieser Dienstanbieter 5 Millionen übersteigt, berechnet auf der Grundlage des letzten Kalenderjahres, müssen sie auch nachweisen, dass sie sich nach besten Kräften bemüht haben, weitere Uploads der als Urheberrechtsverletzung mitgeteilten Werke zu verhindern, für die die Rechteinhaber relevante und notwendige Informationen zur Verfügung gestellt haben.

5. Die Zusammenarbeit zwischen Dienstanbietern und Rechteinhabern soll nicht zum Ergebnis führen das Nutzer die das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte nicht verletzen am hochladen und bereitstellen ihrer Inhalte gehindert werden, auch nicht, wenn es sich um Werke handelt die unter eine Ausnahme, oder Einschränkung fallen.

Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass sich die Nutzer in allen Mitgliedstaaten (*) auf folgende bestehende Ausnahmen und Einschränkungen beim Hochladen und Bereitstellen von Inhalten bei Dienstanbietern verlassen können:

(a) Zitate, Kritiken, Rezensionen;

(b) Verwendung zum Zwecke der Karikatur, Parodie oder Imitation.

6.

7. Die Anwendung der Bestimmungen dieses Artikels sollen zu keiner allgemeinen Überwachung
verpflichten.

Die Mitgliedstaaten sehen vor, dass Diensteanbieter, die Online-Inhalte bereitstellen, Rechteinhabern auf Verlangen angemessene Informationen über das Funktionieren ihrer Praktiken geben, hinsichtlich der in Absatz 4 genannten Zusammenarbeit und bei Lizenzvereinbarungen
zwischen Diensteanbietern und Rechteinhabern geschlossene Informationen über die Verwendung von Inhalten die unter die Vereinbarungen fallen.

8. Die Mitgliedstaaten sehen vor, dass ein Dienstanbieter eine wirksamen und schnellen Mechanismus für Beschwerden von Urheberrechtsverletzungen und Wiedergutmachung einrichten, der den Benutzern des Dienstes zur Verfügung steht, bei Streitigkeiten über die Entfernung oder Sperrung des Zugangs zu den von ihnen hochgeladenen Werken.

Wenn die Rechteinhaber beantragen, den Zugriff auf ihre spezifischen Werke zu entfernen oder zu deaktivieren müssen sie dies austreichend begründen. Beschwerden, die eingereicht werden
müssen ohne unnötige Verzögerung unverzüglich bearbeitet werden, und für den Fall das beschlossen wird den Zugang zu entfernen, oder die Inhalte zu sperren, eine Überprüfung durch den Menschen erfolgen muss.

Die Mitgliedstaaten stellen auch sicher, dass außergerichtliche Rechtsbehelfsmechanismen zur Beilegung von Verfügung stehen. Diese Mechanismen müssen eine unparteiische Streitbeilegung ermöglichen und darf den Nutzer nicht des Rechtsschutzes des nationalen Rechts berauben,
das Recht der Nutzer auf effiziente gerichtliche Rechtsbehelfe. Insbesondere stellen die Mitgliedstaaten sicher, dass die Nutzer Zugang zu einem Gericht oder einer anderen zuständigen Justizbehörde haben, um die Durchsetzung des Gerichts zu einer Ausnahme oder Einschränkung der Urheberrechtsregeln zu gewährleisten.

Diese Richtlinie berührt in keiner Weise rechtmäßige Verwendungen wie Verwendungen unter Ausnahmen und im Unionsrecht vorgesehenen Beschränkungen und führen nicht zu einer Identifizierung von Einzelpersonen, oder zur Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten gemäß der Richtlinie 95/46 / EG Richtlinie 2002/58 / EG und der allgemeinen Datenschutzverordnung.

Anbieter von Online-Inhalten zum Teilen von Inhalten müssen die Nutzer in ihren Geschäftsbedingungen über die Möglichkeit informieren, Werke unter Ausnahmen oder
Beschränkungen des Urheberrechts und verwandter Rechte nutzen zu können, die im Unionsrecht vorgesehen sind.

9. Ab dem hat die Kommission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten Interessengruppen-Dialoge zu organisieren, um praktikabele Verfahren für die Zusammenarbeit zwischen den Dienstanbietern und Rechtsinhabern zu organisieren.
Die Kommission stellt in Abstimmung mit Diensteanbietern für Online-Inhalte, Rechteinhabern,
Nutzerverbände und anderen relevanten Interessengruppen und unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Interessengruppen-Dialoge, Leitlinien zur Anwendung von Artikel 13, insbesondere in Bezug auf die Zusammenarbeit gemäß Absatz 4.

Bei der Erörterung der besten Vorgehensweisen, soll unter anderem die Ausgewogenheit der Grundrechte und die Ausnahmen und Einschränkungen des Urheberrechts besondere Berücksichtigung finden. Zum Zwecke dieses Interessengruppen-Dialogs sind den Nutzerverbänden
Zugang zu angemessenen Informationen zur Funktionsweise und Praktiken der Dienstanbieter in Bezug auf Absatz 4 gewährleistet werden.

VG



Antwort von pillepalle:

Nachdem ich mir das meiste der Richtlinie durchgelesen habe, ist für dieses Forum z.B. vor allem Punkt 37 interessant, unter den ihr meiner Meinung nach gar nicht fallt, denn euer Hauptziel weder das bereitstellen von urheberrechtlich geschützten Werken noch die Gewinnorientierung.

(37) In den letzten Jahren hat das Funktionieren des Marktes für Online-Inhalte an Komplexität zugenommen. Online-Dienste zum Teilen von Inhalten, die Zugriff auf eine große Anzahl von urheberrechtlich geschützten Inhalten bieten, die von ihren Benutzern hochgeladen wurden, sind die Hauptquellen für den Online-Zugriff. Onlinedienste bieten einen breiteren Zugang zu kulturellen und kreativen Werken und bieten der Kultur- und Kreativwirtschaft große Möglichkeiten, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Obwohl sie einen vielfältigen und einfachen Zugriff auf Inhalte ermöglichen, stellen sie jedoch auch Herausforderungen dar, wenn urheberrechtlich geschützte Inhalte ohne vorherige Genehmigung der Rechteinhaber hochgeladen werden.

Es besteht Rechtsunsicherheit hinsichtlich der Frage, ob solche Dienste urheberrechtlich relevante Handlungen enthalten und von den Rechteinhabern Genehmigungen für die von ihren Nutzern hochgeladenen Inhalte eingeholt werden müssen, die nicht die entsprechenden Rechte an den hochgeladenen Inhalten besitzen, unbeschadet der Anwendung der vorgesehenen Ausnahmen und Einschränkungen im Unionsrecht. Diese Ungewissheit wirkt sich auf die Möglichkeiten der Rechteinhaber aus, zu bestimmen, ob und unter welchen Bedingungen ihre Werke verwendet werden, sowie ihre Möglichkeiten, eine angemessene Vergütung dafür zu erhalten.

Es ist daher wichtig, die Entwicklung des Lizenzmarktes zwischen Rechteinhabern und Anbietern von Online-Inhalten für gemeinsame Nutzung von Inhalten zu fördern. Diese Lizenzvereinbarungen sollten fair sein und ein für beide Seiten angemessenes Gleichgewicht halten. Rechteinhaber sollten eine angemessene Entlohnung für die Verwendung ihrer Werke oder anderer Gegenstände erhalten.

Da die Vertragsfreiheit durch diese Bestimmungen jedoch nicht berührt werden soll, sollten die Rechteinhaber nicht verpflichtet sein, eine Genehmigung zu erteilen oder Lizenzvereinbarungen zu treffen.

(37a) Bestimmte Dienste der Informationsgesellschaft dienen als Teil ihrer normalen Nutzung dazu, urheberrechtlich geschützten Inhalten oder sonstigen von ihren Nutzern hochgeladenen Inhalten Zugang zu der Öffentlichkeit zu gewähren. Die Definition eines Dienstes zum Teilen von Online-Inhalten gemäß dieser Richtlinie sollte nur auf Online-Dienste abzielen, die auf dem Markt für Online-Inhalte eine wichtige Rolle spielen, indem sie mit anderen Online-Inhalt-Diensten wie Online-Audio- und Video-Streaming-Diensten für die gleiche Zielgruppe konkurrieren. Bei den von dieser Richtlinie erfassten Diensten handelt es sich um solche Dienste, deren Hauptzweck oder einer der Hauptzwecke darin besteht, den Nutzern das Speichern und Freigeben einer großen Anzahl von urheberrechtlich geschützten Inhalten zu ermöglichen, um daraus direkt oder indirekt einen Gewinn zu erzielen, indem es organisiert und gefördert wird, um ein größeres Publikum anzusprechen, unter anderem durch Kategorisierung und gezielte Werbung. Die Definition umfasst keine Dienste, die einem anderen Hauptzweck dienen, als dem Benutzer das Hochladen und Freigeben einer großen Menge von urheberrechtlich geschützten Inhalten zu ermöglichen, um aus dieser Aktivität Gewinn zu ziehen. Dazu gehören beispielsweise elektronische Kommunikationsdienste im Sinne der Richtlinie 2018/1972 zur Einführung des Europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation sowie Anbieter von Business-to-Business-Cloud-Diensten und Cloud-Diensten, die es den Nutzern ermöglichen, Inhalte zur eigenen Verwendung hochzuladen. B. Cyberlocker oder Online-Marktplätze, deren Hauptaktivität der Online-Handel ist und keinen Zugriff auf urheberrechtlich geschützte Inhalte gewährt. Anbieter von Dienstleistungen wie Open-Source-Softwareentwicklungs- und -plattformen, gemeinnützige wissenschaftliche oder Bildungseinrichtungen, sowie nicht gewinnorientierte Online-Enzyklopädien sind ebenfalls von dieser Definition ausgeschlossen.

Um ein hohes Maß an urheberrechtlichem Schutz zu gewährleisten, sollte das in Artikel 13 vorgesehene Haftungsfreistellungsverfahren nicht auf Dienstleistungserbringer Anwendung finden, deren Hauptzweck darin besteht, Urheberrechtspiraterie zu betreiben oder zu erleichtern.

(37b) Die Beurteilung, ob ein Anbieter von Online-Diensten, die Inhalte gemeinsam nutzen, eine große Anzahl von urheberrechtlich geschützten Inhalten speichert und Zugriff darauf gewährt, muss von Fall zu Fall vorgenommen werden und eine Kombination von Elementen, wie z.B. Zielgruppe des Dienstes und die Anzahl der Dateien mit urheberrechtlich geschütztem Inhalt, die von den Nutzern der Dienste hochgeladen werden.

VG



Antwort von tom:

Hi pillepalle,

Wahnsinn, klasse Übersetzung - Danke für Deine Mühe!

37a) und 37b) klingen in der Tat hoffnungsvoll, aber es hängt wohl alles daran, wer im Endeffekt entscheidet, welche Dienste unter Artikel 13 fallen oder nicht und wie das letztendliche Gesetz aussieht.

Gefährlich finde ich das sollte ("..sollte nur auf Online-Dienste abzielen, die auf dem Markt für Online-Inhalte eine wichtige Rolle spielen..") und welche Instanz beurteilt das am Ende? ("Die Beurteilung, ob ein Anbieter von Online-Diensten, die Inhalte gemeinsam nutzen, eine große Anzahl von urheberrechtlich geschützten Inhalten speichert und Zugriff darauf gewährt, muss von Fall zu Fall vorgenommen werden...")

Ein Forum könnte betroffen sein nach diesem Verständnis, weil ja jeder Beitrag ein urheberrechtlich geschützter Inhalt ist/sein könnte.

Und die Frage ist, wie sich 37a/37b zu 4aa), 38b) und 38bs) verhält.

Thomas
slashCAM



Antwort von pillepalle:

@ tom

gern geschehen... mich hat das ab einem gewissen Punkt auch selber interessiert was in dem Gesetzestext tatsächlich drinsteht und worum es eigentlich geht. Wenn man sich wirklich mal die Mühe macht den anzuschauen wird man feststellen, dass an mehrerer Stellen im Text erwähnt wird auf große Plattformbetreiber abzuzielen die Bilder- und Videos hochladen. Nicht auf alles was im Netz veröffentlich wird, wie das manche behaupten. Im Gegenteil wird sogar darauf hingewiesen das die Nutzer die keine illegalen Uploads tätigen, von den Plattformen nicht an ihren legalen Uploads gehindert werden dürfen.

Es geht darum das die großen Dienstanbieter zum einem die Möglichkeit bereit stellen Urheberrechtsverletzungen schnell zu melden und dann auch verpflichtet sind schnell zu handeln. Das wird den großen, wie Youtube, natürlich nicht schmecken und auch für die Nutzer dürfte sich dadurch einiges ändern, denn Youtube wird sicher in Zukunft stärker darauf achten was hochgeladen wird. Wie auch immer sie das dann umsetzen. Ich finde den Ansatz und die TTatsache eine Regelung zu finden nach wie vor nicht so schlecht.

VG



Antwort von dienstag_01:

Paragraph 37 etc. klingt nach Youtube, nicht nach einem Forum wie Slashcam. Das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Werken findet hier eher selten statt.



Antwort von Alf_300:

Ich glaub ja, bis das erste Urteil gesprochen wurde, gibts keine Rectssicherheit
und ich erwarte von SlahCasm nicht dass sie ein Forum unter Aufsicht von Anwälten betreiben.
Also sollte der Upload und was sonst nich zweilichtig sein könnte fürs erste deaktiviert werden.



Antwort von tom:


@ tom

gern geschehen... mich hat das ab einem gewissen Punkt auch selber interessiert was in dem Gesetzestext tatsächlich drinsteht und worum es eigentlich geht. Wenn man sich wirklich mal die Mühe macht den anzuschauen wird man feststellen, dass an mehrerer Stellen im Text erwähnt wird auf große Plattformbetreiber abzuzielen die Bilder- und Videos hochladen. Nicht auf alles was im Netz veröffentlich wird, wie das manche behaupten. Im Gegenteil wird sogar darauf hingewiesen das die Nutzer die keine illegalen Uploads tätigen, von den Plattformen nicht an ihren legalen Uploads gehindert werden dürfen.

Es geht darum das die großen Dienstanbieter zum einem die Möglichkeit bereit stellen Urheberrechtsverletzungen schnell zu melden und dann auch verpflichtet sind schnell zu handeln. Das wird den großen, wie Youtube, natürlich nicht schmecken und auch für die Nutzer dürfte sich dadurch einiges ändern, denn Youtube wird sicher in Zukunft stärker darauf achten was hochgeladen wird. Wie auch immer sie das dann umsetzen. Ich finde den Ansatz und die TTatsache eine Regelung zu finden nach wie vor nicht so schlecht.

VG

Hallo Pillepalle,

Ich hab Julia Reda zu 37a/b) gefragt:
"Eine Verständnisfrage: Wird der Geltungsbereich von Artikel 13 (alle Dienste die jünger als 3 Jahre UND weniger als 10 Millionen Euro Umsatz UND weniger als 5 Millionen Unique Monthly Visitors haben) haben, nicht relativiert durch 37a und 37b?"

Ihre Antwort:
"Nur begrenzt, denn Erwägungsgründe wie 37a und 37b sind nicht rechtlich bindend und können nur zur Interpretation des Artikels herangezogen werden, soweit sie diesem nicht widersprechen. In der Praxis werden sie von Gerichten und Mitgliedstaaten leider oft ignoriert."



Antwort von pillepalle:

Danke für die Info Tom.

Nun, das ist ihre Interpretation der Dinge. Das eine ist der Gesetzestext selbst, das andere auf wen er Anwendung findet. Genau dafür sind die vierzig Anmerkungen die sich niemand genau angeschaut hat, oder wissentlich nicht darauf eingeht. Ich bin kein Jurist aber schon der gesunde Menschenverstand sagt einem doch anhand der verwendeten Zahlen, das wir hier nicht über die Pommesbude an der Ecke reden. Der Paragraph 13 zielt eindeutlig auf die großen Player und möchte ihnen Regeln auferlegen. Wie gesagt, hier im Forum werden wir das eh nicht klären, aber die Diskussion ist , wie so oft, nicht besonders sachlich und teilweise gehen Leute auf die Straße die gar nicht genau wissen wofür, bzw. wogegen.

VG



Antwort von tom:


Danke für die Info Tom.

Nun, das ist ihre Interpretation der Dinge. Das eine ist der Gesetzestext selbst, das andere auf wen er Anwendung findet. Genau dafür sind die vierzig Anmerkungen die sich niemand genau angeschaut hat, oder wissentlich nicht darauf eingeht. Ich bin kein Jurist aber schon der gesunde Menschenverstand sagt einem doch anhand der verwendeten Zahlen, das wir hier nicht über die Pommesbude an der Ecke reden. Der Paragraph 13 zielt eindeutlig auf die großen Player und möchte ihnen Regeln auferlegen. Wie gesagt, hier im Forum werden wir das eh nicht klären, aber die Diskussion ist , wie so oft, nicht besonders sachlich und teilweise gehen Leute auf die Straße die gar nicht genau wissen wofür, bzw. wogegen.

VG

Na ja, ich sehe schon einige vailde Punkte im Gesetztestext gegen die es sich zu protestieren lohnt.
Meine bisherigen Erfahrungen mit z.B. YouTubes ContentID System lassen mich befürchten, daß die (impliziten) Uploadfilter von Artikel 13 viele valide Inhalte ungerechtfertigt ausfiltern werden. Wie solche grade auch auf Texte (bzw. Textschnippsel) angewendet werden sollrn, ist mir auch schleierhaft.



Antwort von tom:


... Im Gegenteil wird sogar darauf hingewiesen das die Nutzer die keine illegalen Uploads tätigen, von den Plattformen nicht an ihren legalen Uploads gehindert werden dürfen.

Das könnte sich aber böse beißen mit der Forderung, das Inhalte/Uploads vor der Veröffentlichung auf mögliche Rechteverletzungen geprüft werden müssen.

Wie soll das funktionieren, wenn nicht mit absoluter Sicherheit festgestellt werden kann, wann ein Inhalte legal ist und im Zweifelsfall (er wurde nicht als "illegal" erkannt und veröffentlicht) der Platformbetreiber dann dafür haften muss?



Antwort von pillepalle:

@ Tom

Ja, das kann ich gut verstehen. Man kann auch gegen das Gesetz sein und den jetzigen Zustand beibehalten wollen. Es geht mir auch eher darum ein Minimum an Aufklärungsarbeit zu leisten und die Leute zu animieren sich ein eigenes Bild zu machen und nicht unrefelktiert irgend etwas nachzuplappern, was man bei einem vermeidlichen Experten aufgeschnappt hat. Diskussionen im Netz nehmen eben schnell Stammtischniveau an.

Es muß nicht vorab geprüft werden, ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Das wird in keinem Punkt des Gesetzestextes erwähnt. Die Leute die etwas bei der jeweiligen Plattform hochladen wollen müssen nur vorab eine Lizenzvereinbarung mit der Plattform treffen. Und falls dann eine Urheberrechtsverletzung vorliegt, muss der Dienstanbieter zum einen Möglichkeiten bereitstellen diese melden zu können und dann auch schnell handeln. Es wird sogar gesagt das ein Mensch das sperren des Contents vornehmen muss und es gar nicht automatisiert geschehen darf.

VG



Antwort von kundesbanzler:

Es muß nicht vorab geprüft werden, ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Das wird in keinem Punkt des Gesetzestextes erwähnt. Die Leute die etwas bei der jeweiligen Plattform hochladen wollen müssen nur vorab eine Lizenzvereinbarung mit der Plattform treffen.
Hier besteht das wesentliche Missverständnis: die Richtlinie verlangt nicht eine Lizenzvereinbarung mit dem Uploader, sondern mit allen Urhebern von im Upload enthaltenen Werken, um eine Haftung der Plattform im Zweifelsfall auszuschließen. Um das sicherzustellen, muss die Plattform natürlich vorab prüfen, ob eine potenzielle Urheberrechtsverletzung vorliegt, anders käme sie überhaupt nicht in die Lage, Lizenzvereinbarungen mit den jeweiligen Urhebern zu treffen.

Das Grundproblem an der Richtlinie ist, dass sie von einer klaren Sender-Empfänger-Trennung ausgeht, wie sie vor 40 Jahren in der Medienlandschaft vorlag. Wenn für jedes Werk die möglichen Urheber- oder Verwertungsrechte-Inhaber an einer Hand abzählbar sind, ist es natürlich einfach die nach Lizenzen zu fragen. Aber in einer Situation, wo jede Einzelperson nicht nur tausendfacher Urheber ist, sondern auch selbst Plattformbetreiber mit potenziell riesigem Publikum sein kann, schaffen derartige Gesetze ausschließlich Rechtsunsicherheit. Das geht am Ende zu Lasten aller, bis auf ein paar weniger Player mit entsprechender Rechtsabteilung.



Antwort von pillepalle:

Nein. Es steht nirgendwo das der Plattformbetreiber mit allen Urhebern dieser Welt Lizenzverträge vorab schließen muss. Das wäre auch gar nicht möglich. Der Nutzer der etwas hochläd kann nur für sein eigenes handeln verantwortlich sein, daran ändert sich auch nichts durch diese Reform. Für das was er hochläd muss der Nutzer die Nutzungsrechte haben (was im Streitfall dann geklärt wird) und durch den Lizenzvertrag mit der Plattform soll der Plattformbetreiber sicherstellen, das er die Erlaubnis hat die Inhalte vom Nutzer zu veröffentlichen und kommerziell zu nutzen. Die Plattform kann auch gegen den Nutzer vorgehen, nur zieht sie das erstmal nicht aus der Verantwortung und befreit auch nicht davon erstmal handeln zu müssen.

Was sich ändert ist, das zukünftig die Plattform für Urheberrechtsverletzungen haften soll, und nicht wie bisher der Nutzer selber, auf den dann bisher immer verwiesen wurde. Das wird natürlich dazu führen das Plattformen stärker auf Urheberrechtsverletzungen achten werden. Nur funktioniert das kaum mit einem Uploadfilter, wie die Kritiker ihn vorhersagen. Wie die Umsetzung konkret aussehen wird, kann noch niemand vorhersagen, denn das wird erst noch verhandelt werden müssen. Vielleicht einigt man sich ja auch eine andere Art, mit Pauschalen oder ähnlichem. Jedenfalls muß es eine praktikabele Lösung geben und im Gesetz selber wird die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme angesprochen. Aber das sind alles Dinge die in einer öffentlichen Diskussion in einem Forum nicht zu klären sind.

VG



Antwort von dienstag_01:

Das wäre auch gar nicht möglich.
Langsam, ganz langsam scheint bei dir sowas wie eine düstere Ahnung einzusickern ;)
Ansonsten zeigt dein Statement nur deine komplette Realitätsverweigerung, man sollte wenigstens Gegenpositionen mal zur Kenntnis nehmen. Die Diskussion läuft ja nun nicht erst seit gestern.



Antwort von pillepalle:

Die Realität ist das sich scheinbar kaum jemand die Mühe macht sich mit dem Gesetztesvorschlag ernsthaft auseinander zu setzen. Ich finde diesen Vorschlag sehr vernünftig denn er zwingt die großen Plattformen zum Handeln und dazu das es eine Einigung und Rechtsicherheit geben wird. Es ist auch wahrscheinlich das z.B. Youtuber zukünftig nicht mehr so sorgenfrei wie bisher Urheberrechtsverletzungen begehen können und das am Ende hauptsächlich die großen Rechteverwerter finanziell davon profitieren. Nur werden die Rechte der einzelnen Nutzer dadurch nicht eingeschränkt, sondern nur die derjenigen, die auch Urheberrechtsverletzungen begehen. Und das die großen wie Youtube mehr auf Urheberrechte achten, bzw. für deren Vergehen eventuell auch etwas zahlen, ist auch mehr als fair. Schließlich profitieren sie auch davon.

VG



Antwort von dienstag_01:


Die Realität ist das sich scheinbar kaum jemand die Mühe macht sich mit dem Gesetztesvorschlag ernsthaft auseinander zu setzen. Ich finde diesen Vorschlag sehr vernünftig denn er zwingt die großen Plattformen zum Handeln und dazu das es eine Einigung und Rechtsicherheit geben wird. Es ist auch wahrscheinlich das z.B. Youtuber zukünftig nicht mehr so sorgenfrei wie bisher Urheberrechtsverletzungen begehen können und das am Ende hauptsächlich die großen Rechteverwerter finanziell davon profitieren. Nur werden die Rechte der einzelnen Nutzer dadurch nicht eingeschränkt, sondern nur die derjenigen, die auch Urheberrechtsverletzungen begehen. Und das die großen wie Youtube mehr auf Urheberrechte achten, bzw. für deren Vergehen eventuell auch etwas zahlen, ist auch mehr als fair. Schließlich profitieren sie auch davon.

VG

Wie du darauf kommst, dass kaum jemand sich die Mühe macht, sich ernsthaft mit dem Gesetzesvorhaben auseinander zu setzen, wird wohl dein Geheimnis bleiben. Dass du aber offenbar glaubst, als einziger die Vorlage *richtig* zu interpretieren, grenzt schon an Hybris.



Antwort von pillepalle:

Ich habe auch nicht behauptet sie als einziger richtig zu interpretieren. Ich habe nur darauf aufmerksam gemacht das die in der Diskussion aufgestellten Behauptungen überhaupt nicht den Tatsachen entsprechen, bzw. noch völlig unklar sind. Und das kann man überprüfen indem man sich die Gesetzesvorlage anschaut. Wer von einem Uploadfilter schwadroniert und davon das auch alle Foren betroffen sein werden, der scheint jedenfalls nicht richtig rein geschaut zu haben.

VG



Antwort von dienstag_01:


Ich habe auch nicht behauptet sie als einziger richtig zu interpretieren. Ich habe nur darauf aufmerksam gemacht das die in der Diskussion aufgestellten Behauptungen überhaupt nicht den Tatsachen entsprechen, bzw. noch völlig unklar sind. Und das kann man überprüfen indem man sich die Gesetzesvorlage anschaut. Wer von einem Uploadfilter schwadroniert und davon das auch alle Foren betroffen sein werden, der scheint jedenfalls nicht richtig rein geschaut zu haben.

VG

Immerhin kenne ich jetzt eine Person, bei der der Trick mit der Nichterwähnung des Begriffes Uploadfilter gewirkt hat. Allerdings kann ich mich über soviel Naivität jetzt auch nicht wirklich freuen.



Antwort von pillepalle:

Und ich würde mich freuen wenn Du sachlich etwas zur Diskussion beiträgst :) Zeig mir einfach die Passage die belegt das ich Unrecht habe ;) Wie gersagt, es geht nicht darum hier irgendjemanden von irgendwas zu überzeugen. Ich finde es auch gut wenn jemand Gründe hat dagegen zu sein. Nur sollte er sinnvolle Argumente bringen und nicht bloß pauschal gegen die EU und deren Gesetze wettern, ohne zu wissen worum es eigentlich geht.

VG



Antwort von dienstag_01:


Und ich würde mich freuen wenn Du sachlich etwas zur Diskussion beiträgst :) Zeig mir einfach die Passage die belegt das ich Unrecht habe ;) Wie gersagt, es geht nicht darum hier irgendjemanden von irgendwas zu überzeugen. Ich finde es auch gut wenn jemand Gründe hat dagegen zu sein. Nur sollte er sinnvolle Argumente bringen und nicht bloß pauschal gegen die EU und deren Gesetze wettern, ohne zu wissen worum es eigentlich geht.

VG

Den einzigen, von dem ich weiss, dass er nicht weiss, worum es geht, bist du.
Mal anders gefragt, findest du eigentlich überhaupt auch nur einen Kommentar im Netz, der deine abstrusen Behauptungen stützt? Denn einfach nur mit *Nein* auf eine Richtigstellung hier im Forum zu antworten, trägt nach meinem Verständnis nicht zur Versachlichung bei.



Antwort von kundesbanzler:

Nein. Es steht nirgendwo das der Plattformbetreiber mit allen Urhebern dieser Welt Lizenzverträge vorab schließen muss.
Sobald es zum Verstoß kommt, muss der Plattformbetreiber nachweisen, alles erdenkliche getan zu haben, um eine Freigabe zu erhalten. Wie soll er das sonst machen, als jeden potenziellen Urheber eines Uploads im Vorhinein gefragt zu haben. Die gesamte Richtlinie regelt diejenigen Fälle, wo der Uploader eben nicht der (alleinige) Urheber ist. Wenn sich die Plattform einfach rausreden könnte, sie ginge immer davon aus, dass der Uploader stets der Urheber ist, dann wäre der Artikel komplett wirkungslos. So ist er aber nicht formuliert.

Du widersprichst dir aber ohnehin komplett selbst. Dein erster Absatz in diesem Post skizziert eine sinnvolle Regelungssituation, wie sie momentan der Fall ist. Im zweiten Absatz nimmst du alles zurück und behauptest das Gegenteil.

Der Nutzer der etwas hochläd kann nur für sein eigenes handeln verantwortlich sein, daran ändert sich auch nichts durch diese Reform. Was sich ändert ist, das zukünftig die Plattform für Urheberrechtsverletzungen haften soll, und nicht wie bisher der Nutzer selber, auf den dann bisher immer verwiesen wurde.



Antwort von Alf_300:

Das kann gann in Zulunft ganz schon kompliziert werden, wenn man sich die derzeitige Praxis von Youtube anschhaut.

Einer hat Sinéad O'Connor mit mehrsprechigem Text (Lyrics) hochgeladen und Youtube macht folgende Angaben dazu.

Untertitelautor (Russisch): SuslikV
Untertitelautor (Französisch): Lovew
Untertitelautor (Italienisch): Valentino Amos
Untertitelautor (Niederländisch): Gummy Noodles
Untertitelautor (Chinesisch (Taiwan)): P Amily
Untertitelautoren (Arabisch): Suhair Tayyem Yassin Khalifa
Untertitelautor (Deutsch): Ludwig Brantner
Untertitelautoren (Rumänisch); Catalin Serban Andrei Radu
Untertitelautoren (Hindi): COME ON FULL ENTERTAINMENT saddam Husen x whybow x
Untertitelautoren (Portugiesisch): Rodrigo LiberdadeBatora Ines Diogo Vitor Hugo leandro martins

Kategorie: Musik
Titel ; Nothing Compares 2 U
Künstler: Sinead O'Connor
Album: I Do Not Want What I Haven't Got
Songwriter : Prince

Lizenziert an YouTube durch
Kobalt (AWAL Digital Limited) (im Auftrag von Chrysalis Records); LatinAutor - UMPG, UMPI, UBEM, Sony ATV Publishing, CMRRA, UMPG Publishing, LatinAutor und 16 musikalische Verwertungsgesellschaften



Antwort von pillepalle:

@kandesbanzler

Er muss nachweisen das er alles mögliche getan hat um das Einverständnis des Urhebers zu bekommen, aber nicht aller Urheber dieser Welt. Wie kommt man auf so einen Gedanken? Und das mit den Mitteln die unter Punkt 4 in Prargraph 13 genannt werden.

@ dienstag

Na ja, man kann schlecht mit ja auf eine Aussage reagieren die man für nicht richtig hält. Bei jedem Vertrag den man schließt, auch bei Lizenzverträgen, kann man nur davon ausgehen das der Vertragspartner redlich handelt. Wenn er das nicht tut, bricht er den Lizenzvertrag und muss auch mit den Konsequenzen leben. Das er deshalb, sozusagen im vorauseilendem Gehorsam, mit allen möglichen Rechteinhabern (wer auch immer das sein sollte) ebenfalls Lizenzverträge schließen muss steht nirgendwo. Hier nochmal die betreffende Passage:

Ein Dienstanbieter muss daher eine Genehmigung von den Rechteinhabern gemäß Artikel 3 Absätze 1 und 2 der Richtlinie 2001/29 / EG erhalten, zum Beispiel durch Abschluss einer Lizenzvereinbarung, um der Öffentlichkeit seine Werke zur Verfügung zu stellen, oder öffentlich zu machen.

2. Die Mitgliedstaaten sehen vor, dass nach Erhalt einer Nutztungsgenehmigung vom Rechteinhaber, auch über eine Lizenzvereinbarung mit einem Dienstanbieter, diese Nutzunggenehmigung auch Handlungen der Nutzer des Dienstanbieters abdeckt, die unter Artikel 3 der Richtlinie fallenden Dienste vorgenommen werden 2001/29 / EG, wenn sie nicht kommerziell handeln oder ihre Tätigkeit keine erheblichen Einnahmen erzielt.

3. Wenn ein Dienstanbieter eine Veröffentlichtung tätigt, oder ein Akt der öffentlichen Bereitstellung unter den hier festgelegten Bedingungen der Richtlinie tätigt, soll die Haftungsbeschränkung gemäß Artikel 14 Absatz 1 der Richtlinie 2000/31 / EG keine Anwendung finden, wenn sie den Artikel nicht betreffen. Dies berührt nicht die mögliche Anwendung von Artikel 14 Absatz 1 der Richtlinie 2000/31 / EG die nicht in den Geltungsbereich dieser Richtlinie fallen.


Bisher hat natürlich hauptsächlich die Youtube-Lobby mobil gemacht, weil sie das Gesetz tatsächlich auch betreffen würde. Kann ich auch verstehen, muss ich aber nicht teilen.

VG



Antwort von kundesbanzler:

Er muss nachweisen das er alles mögliche getan hat um das Einverständnis des Urhebers zu bekommen, aber nicht aller Urheber dieser Welt. Wie kommt man auf so einen Gedanken? Und das mit den Mitteln die unter Punkt 4 in Prargraph 13 genannt werden.

Um sicherzustellen, dass ich das Einverständnis aller Urheber eines Uploads habe, muss ich alle potenziellen Urheber kontaktiert haben. Und das sind nun mal alle. Ansonsten bleibt das Risiko bestehen, dass sich nach der Veröffentlichung ein bislang unbekannter Urheber meldet, und den Betreiber in die Haftung nimmt, da dieser schließlich niemals den Versuch unternommen hat, das Einverständnis zu bekommen, wie die Richtlinie bzw. später das nationale Gesetz von ihm verlangt.

Diese "Das steht aber nicht wörtlich in der Richtlinie drin!" Argumentation wird langsam ermüdend. Einfach mal zwei Schritte selbst denken, was eine Regelung in der Praxis bedeuten würde.



Antwort von dienstag_01:

Bisher hat natürlich hauptsächlich die Youtube-Lobby mobil gemacht, weil sie das Gesetz tatsächlich auch betreffen würde. Kann ich auch verstehen, muss ich aber nicht teilen.
Dieses Reformvorhaben läuft schon über 5 Jahre. Damit einher gehen Wortmeldungen, Stellungsnahmen und Kritik. Dass du die Kritik hier zu diskreditieren versuchst, bringt mich zu der Vermutung, dass du nicht auf der Seite eines fairen Urheber- und Leistungsschutzrechtes stehst. Dann hättest du das nämlich nicht nötig.

Ansonsten: die von dir zitierten Paragrafen lese ich erst gar nicht, ich bin kein Jurist. Ich verfolge aber seit einigen Jahren die Entwicklung des Vorhabens, und da wirken deine Statements nach einmaliger Beschäftigung mit dieser hochkomplexen Materie irgendwie weltfremd. Positiv ausgedrückt.



Antwort von pillepalle:

Wer sind denn alle potentiellen Urheber eines Uploads? ;) Nur derjenige der den Upload tatigt, oder ein Dritter, in dessen Einverständnis er handelt. Aber es gibt immer nur einen Urheber, denn das Urheberrecht ist nicht übertragbar. Die Nutzungsrechte schon. Es gibt Sonderfälle bei denen mehrere Leute gleichzeitig die Urheber sein könnten, dabei handelt es sich aber um eine bestimmte und überschaubare Menge an Personen. Das hat überhaupt nichts mit der allgemein gemachten Behauptung zu tun, man bräuchte Lizenzvereinbarungen mit Gott und der Welt.

Ich glaube zwar nicht wirklich das es was bringt, aber laß uns nur mal annehmen Du hättest Recht und es wäre gar nicht möglich die Forderungen des Gesetzes zu erfüllen. Was hätte das für Konsequenzen? Würde man das Gesetz verabschieden und alle Online-Dienste in Europa schießen? Den Nutzern Uploads verbieten? Man muß schon ein paar Science-Fiction Filme zuviel geschaut haben um daran ernsthaft zu glauben.

ustellen, dass ich das Einverständnis aller Urheber eines Uploads habe, muss ich alle potenziellen Urheber kontaktiert haben. Und das sind nun mal alle. Ansonsten bleibt das Risiko bestehen, dass sich nach der Veröffentlichung ein bislang unbekannter Urheber meldet, und den Betreiber in die Haftung nimmt, da dieser schließlich niemals den Versuch unternommen hat, das Einverständnis zu bekommen, wie die Richtlinie bzw. später das nationale Gesetz von ihm verlangt.

Diese "Das steht aber nicht wörtlich in der Richtlinie drin!" Argumentation wird langsam ermüdend. Einfach mal zwei Schritte selbst denken, was eine Regelung in der Praxis bedeuten würde.

VG



Antwort von Steelfox:

Hab grad gesehen, das ein anderes Forum (movie-infos.net) mal eben einen Upload-/Bilder-freien Tag eingelegt hat, um zu verdeutlichen, was das zukünftig bedeuten könnte. In einem dafür erstellten Thread wurde diese Problematik nochmal deutlich angesprochen und zum Handeln aufgerufen. Ob das jetzt folglich auch so kommen würde, sei mal dahingestellt. Ein Forum komplett ohne Bilder (Avatare, Signaturen etc) sieht schon doof aus und verliert über kurz oder lang Mitglieder.



Antwort von pillepalle:

@ Steelfox

Da bin ich vollkommen bei Dir. Ich wäre auch kein Befürworter davon. Aber genau das versuche ich hier ja (scheinbar vergeblich) zu erklären. Meinst Du ernsthaft alle Politiker sind strunz-doof und nehmen ihren Bürgern ihr liebstes Spielzeug weg? Natürlich würden die Leute dann auf die Barrikaden gehen. und da wäre ich auch dabei. Aber hier geht es um etwas völlig anderes. Etwas vereinfacht gesagt, Youtube für die Urheberrechtsverletunzgen zur Kasse zu bitten, denn nur so werden sie dafür Sorgen diese Verletzungen auch ahnden.

VG



Antwort von dosaris:


es wird eine praktikabele Lösung geben. Ihr könnt euch gerne weiter hochschaukeln...

davon gehe ich auch aus.

Es klärt aber nicht die Frage, wem es nützen soll/wird.

Vielleicht nochmal unmissverständlich:
es geht zuerst um die technische Realisierung einer Zensur-Infrastruktur !
Hinlängliche aktuelle Beispiele siehe Türkei.

Die (pseudo-)Argumentation, man müsse schließlich die Welt vor KinderPirnis schützen oder
den braven Bilderknipser vor bösen Dieben sind reine Nebelkerzen.

Es ist (geschätzt) gerade mal 3 Jahre her, als sich hier alle aufregten, dass in China eine
derartige Infrastruktur installiert werden sollte. Großer Aufreger!.
Nun gilt eher bei einigen Politikern:
was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern, heute will ich auch sowas haben!
Die Rechteverwerter zahlen schließlich meinen Wahlkampf!

Quinteszenz:
jede realisierte Zensurmöglichkeit wird irgendwann politisch misbraucht!



Antwort von pillepalle:

@ dosaris

Das könnte man befürchten würde diese Zensurgefahr nicht bereits im Gesetz ausgeschlossen. Es wird sogar eine Automatisierung verboten. Vermutlich werden für diese Arbeiten dann, wie so oft, preiswerte Mitarbeiter in dritte Welt Ländern angeheuert. Es geht der EU nicht um Zensur. Es geht um Geld und in diesem Fall nicht mal zu unrecht.

VG



Antwort von dosaris:



Das könnte man befürchten würde diese Zensurgefahr nicht bereits im Gesetz ausgeschlossen. Es wird sogar eine Automatisierung verboten.

ganz schlechtes Beispiel:

Wieso pirnis (in meinem Posting)?
Weil genau dazu hier der Zensurautomat schon zugeschlagen hatte.
Es ist bereist jetzt nicht mehr möglich, dies als Beispiel inhaltlich zu zitieren!
Versuche einfach, den benachbarten Vokal auf der Tastatur im Posting zu nutzen.

Und genau so wird es weitergehen.
Wer das Gesetz befürwortet sollte sich darüber im klaren sein, dass genau dies die
Konsequenzen sein werden!



Antwort von kundesbanzler:


Aber es gibt immer nur einen Urheber, denn das Urheberrecht ist nicht übertragbar.
Ist das so? Nehmen wir mal als Beispiel ein Video, das aus einer Diashow von zwanzig Fotos verschiedener Fotografen besteht, unterlegt mit einem Lied einer Band. Du glaubst also, dieser Upload hat nur einen Urheber?

Bislang hatte ich gedacht, du denkst einfach zu wenig über die konkrete Ausgestaltung der Regelung nach, aber scheinbar fehlt dir hier auf viel grundsätzlicher Ebene der Sachverstand.



Antwort von pillepalle:

@ dosaris

Na ja, offengestanden empfinde es nicht als Zensur wenn versucht wird die Zahl der möglichen 'unflätigen' Bemerkungen zu reduzieren. Wobei ich zugeben muß, dass es in Deinem Beispiel schon etwas albern ist :) Es gäbe sicher auch andere Möglichkeiten zu einem besseren Umgangston zu finden. Aber irgendwelche Spielregeln muss es geben, auch wenn die nicht jedem immer passen. Sogar die oft Zitierte Parodie, Kritiken, Rezensionen ect. werden im Gesetz ausdrücklich erlaubt. Genauso wie die Freiheit der Presse und der Wissenschaft.

@ kandesbanzler

Haha... das ist ja ein super Beispiel :) Wenn nicht alle Bilder vom demjenigen sind, der die Bilder hochläd darf er sie gar nicht hochladen, weil er dann gegen den Lizenzvertrag verstößt, den er mit der Plattform abgeschlossen hat. Und wenn er das Einverständnis der Urheber hat, dann ist alles in Butter. Aber das ändert nichts an der Tatsache das die Plattform nicht vorhersehen kann, wer der tatsächliche Urheber der Werke ist. Das wird sie nie können, wenn er Nutzer der die Bilder hochläd nicht die Wahrheit sagt. Aber sie hat sich nach dem Gesetz bemüht das Recht einzuholen und kann das auch nachweisen.

VG



Antwort von dienstag_01:

Ein Passus wie *den Nachweis, bestmögliche Anstrengungen unternommen zu haben* eröffnet vollkommen unterschiedlichen Auslegungen der einzelnen Gerichte Tür und Tor. Effektiver lässt sich Rechtsunsicherheit nicht schaffen.



Antwort von Frank Glencairn:

Yup, das ist heutzutage immer öfter ein Problem mit Gesetzen.
Statt Rechtssicherheit schaffen sie Rechtsunsicherheit, da sie so schwammig definiert sind, daß ich erst, wenn ich (unwissentlich) dagegen verstoßen hab, durch mehrere Instanzen vor Gericht klären lassen muß, was der Gesetzgeber gemeint hat.

Letztendlich bedeute das, Recht ist zum reinen Glücksspiel verkommen, bei dem letztendlich nur noch entscheidend ist, welche Meinung der Richter gerade hat, den ich zufällig gerade bekommen hab.



Antwort von kundesbanzler:


Haha... das ist ja ein super Beispiel :) Wenn nicht alle Bilder vom demjenigen sind, der die Bilder hochläd darf er sie gar nicht hochladen, weil er dann gegen den Lizenzvertrag verstößt, den er mit der Plattform abgeschlossen hat. Und wenn er das Einverständnis der Urheber hat, dann ist alles in Butter. Aber das ändert nichts an der Tatsache das die Plattform nicht vorhersehen kann, wer der tatsächliche Urheber der Werke ist. Das wird sie nie können, wenn er Nutzer der die Bilder hochläd nicht die Wahrheit sagt.
Du hast gerade sehr schön auf den Punkt gebracht, warum die Regelung in der Praxis das rechtssichere Betreiben einer Plattform verunmöglicht, da sie die Pflichten, die eigentlich der Uploader/Nutzer hat, auf den Betreiber abwälzt, der diesen unmöglich nachkommen kann.

Du scheinst immer noch zu glauben, sowas bescheuertes kann doch niemand in ein Gesetz schreiben. Eben doch, genau das steht da nämlich drin. Das ist doch genau das Problem, von dem wir reden.



Antwort von pillepalle:

@ kandesbanzler

Das wird aber nicht zu den Horrorszenarien führen die von den Gegnern vorhergesagt werden. Man wird eine vernünftige Einigung finden. Im Grunde ist doch mittlerweile relativ klar worum es geht. Sollen die großen Plattformen für die Urheberrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werden und einen Teil ihres Gewinns an die Urheber abgeben, oder soll alles so bleiben wie bisher?

Man sollte sich eben darüber im klaren sein, daß man im Grunde für die Interessen der großen Plattformbetreiber protestiert, wenn man auf die Straße geht.

VG



Antwort von rdcl:

Wenn man primär Content hochlädt den man nicht selbst erstellt hat und an dem man keine Rechte hat könnte das Gesetz ein Problem werden, ja. Das ist aber auch jetzt schon nicht erlaubt. Es wird maximal geduldet.

@ Kundesbanzler: Warum kann der Uploader dem denn umöglich nachkommen? Der wird doch wissen woher sein Content stammt. Und wenn er Material von Dritten ohne Rechte nutzt, dann trifft ihn das Gesetz ja völlig zurecht.



Antwort von dienstag_01:


@ kandesbanzler

Das wird aber nicht zu den Horrorszenarien führen die von den Gegnern vorhergesagt werden. Man wird eine vernünftige Einigung finden. Im Grunde ist doch mittlerweile relativ klar worum es geht. Sollen die großen Plattformen für die Urheberrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werden und einen Teil ihres Gewinns an die Urheber abgeben, oder soll alles so bleiben wie bisher?

Man sollte sich eben darüber im klaren sein, daß man im Grunde für die Interessen der großen Plattformbetreiber protestiert, wenn man auf die Straße geht.

VG

Ich persönlich gehe doch lieber mit den großen Plattformbetreibern auf die Straße, die ja nichts anderes machen, als was die anderen auch wollen, nämlich Geld verdienen, als in der Gegenrichtung mit den Befürwortern der Totalüberwachung zu marschieren. Denn darauf läuft es raus: für Leistungsschutzrecht und Urheberrecht die Meinungs- und Informationsfreiheit zu opfern. Scheinen einige gut zu finden.

Edit: ich habe übrigens - im Internet - gelesen, dass die Kosten für Google auf Basis des (existierenden) Leistungsschutzrechtes für Presseverlage in den letzten Jahren Richtung Deutschland genau Null Euro gewesen sind. Was kann man daraus lernen: hat schon mal gut geklappt, mit so einem Gesetz gegen Google. Und jetzt denken die gleichen Leute in die selbe falsche Richtung weiter. Warum dürfen die das? Weil Macht ohne Medien nicht funktioniert und deshalb von der Macht alles für die Medien getan wird.



Antwort von pillepalle:

@ dienstag

Genau darin liegt der Irrtum. Die Meinungs-,Pressefreitheit. oder eine Überwachung stehen überhaupt nicht zur Debatte. Du hälst Dich für Robin Hood wenn Du auf die Straße gehst, aber kämpfst für die genau andere Seite. Nämlich die großen Plattformen.

VG



Antwort von rdcl:



@ kandesbanzler

Das wird aber nicht zu den Horrorszenarien führen die von den Gegnern vorhergesagt werden. Man wird eine vernünftige Einigung finden. Im Grunde ist doch mittlerweile relativ klar worum es geht. Sollen die großen Plattformen für die Urheberrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werden und einen Teil ihres Gewinns an die Urheber abgeben, oder soll alles so bleiben wie bisher?

Man sollte sich eben darüber im klaren sein, daß man im Grunde für die Interessen der großen Plattformbetreiber protestiert, wenn man auf die Straße geht.

VG

Ich persönlich gehe doch lieber mit den großen Plattformbetreibern auf die Straße, die ja nichts anderes machen, als was die anderen auch wollen, nämlich Geld verdienen, als in der Gegenrichtung mit den Befürwortern der Totalüberwachung zu marschieren. Denn darauf läuft es raus: für Leistungsschutzrecht und Urheberrecht die Meinungs- und Informationsfreiheit zu opfern. Scheinen einige gut zu finden.

Ich sehe da auch die Gefahr eines Monopols derjenigen, die sowieso schon an den längsten Hebeln sitzen.
Andererseits verstehe ich es aber auch so: Nicht-kommerzielle Plattformen sind davon garnicht betroffen, oder irre ich mich da. Das heißt also es läuft auf folgendes hinaus: Wer mit dem Content anderer Geld verdient könnte demnächst ein Problem haben. Und das finde ich, zumindest so simpel betrachtet, schon nicht verkehrt. Jeder der professionell in der Medienlandschaft arbeitet muss sich permanent um sowas kümmern, Lizenzen aushandeln, Nutzungsrechte etc. Das kostet alles Kohle und Zeit. Warum soll das für "Youtube-Creator" nicht gelten?



Antwort von pillepalle:

@ rdcl

Im Grunde schon, nur das das Gesetz auf die großen Player am Markt abzielt und nicht auf kleine Plattformen. Erst wenn es die Plattformen Geld kostet, werden sie aktiv werden müssen. Freiwillig wird da gar nichts passieren.

VG



Antwort von dienstag_01:



Ich persönlich gehe doch lieber mit den großen Plattformbetreibern auf die Straße, die ja nichts anderes machen, als was die anderen auch wollen, nämlich Geld verdienen, als in der Gegenrichtung mit den Befürwortern der Totalüberwachung zu marschieren. Denn darauf läuft es raus: für Leistungsschutzrecht und Urheberrecht die Meinungs- und Informationsfreiheit zu opfern. Scheinen einige gut zu finden.

Ich sehe da auch die Gefahr eines Monopols derjenigen, die sowieso schon an den längsten Hebeln sitzen.
Andererseits verstehe ich es aber auch so: Nicht-kommerzielle Plattformen sind davon garnicht betroffen, oder irre ich mich da. Das heißt also es läuft auf folgendes hinaus: Wer mit dem Content anderer Geld verdient könnte demnächst ein Problem haben. Und das finde ich, zumindest so simpel betrachtet, schon nicht verkehrt. Jeder der professionell in der Medienlandschaft arbeitet muss sich permanent um sowas kümmern, Lizenzen aushandeln, Nutzungsrechte etc. Das kostet alles Kohle und Zeit. Warum soll das für "Youtube-Creator" nicht gelten?

Ich kann nirgends erkennen, dass es nur um kommerzielle Plattformen geht.
Und der Glaube, dass etwas, was auf die Großen zielt, die Kleinen nicht trifft, ist eben nicht mehr als ein Glaube.
Und letztendlich ist es nach meiner Meinung auch ein Mythos, dass es in erster Linie um Youtube geht, in erster Linie geht es um den Axel-Springer-Verlag. Da ist man ja schon einmal mit einem Gesetzt gescheitert, da wird jetzt weiter daran rumgedoktert.

Man muss sich wahrscheinlich von dem Gedanken verabschieden, alles was Google und Co schadet, ist per se gut. Für die Demokratie und uns ist das überhaupt nicht gut. Leider.



Antwort von Frank Glencairn:


Warum soll das für "Youtube-Creator" nicht gelten?

Ich bin mal gespannt, wie du YT beweisen willst, daß du die Rechte an dem Content besitzt, den du da gerade hoch lädst.



Antwort von Funless:

Wenn man das alles so liest, könnte man glatt glauben, dass die Welt vor Google, YT und Co. eine fürchterlich grausame Welt gewesen sein muss.



Antwort von dienstag_01:


Wenn man das alles so liest, könnte man glatt glauben, dass die Welt vor Google, YT und Co. eine fürchterlich grausame Welt gewesen sein muss.

Ganz im Gegenteil, vor Google und Co. war alles in bester Ordnung ;)



Antwort von Frank Glencairn:


Wenn man das alles so liest, könnte man glatt glauben, dass die Welt vor Google, YT und Co. eine fürchterlich grausame Welt gewesen sein muss.

Die Welt(TM) nicht, aber das Internet war ziemlich scheiße. Du hast kaum was gefunden und keiner hat dich gefunden. Clips mußten selbst gehostet werden (max. Sondermarken Größe) und wer die URL nicht kannte, kam nicht dran.



Antwort von Alf_300:

Die Welt(TM) nicht, aber das Internet war ziemlich scheiße. Du hast kaum was gefunden und keiner hat dich gefunden. Clips mußten selbst gehostet werden (max. Sondermarken Größe) und wer die URL nicht kannte, kam nicht dran.

Compuserve und SuperBBs

Auf die eine oder andere Art wiederholt sich alles immer wieder.

;-))



Antwort von Frank Glencairn:

Nächste Runde: Artikel 11

Wird immer besser

https://youtu.be/AL6gD7JKivE



Antwort von Alf_300:

"Die EU hat geschafft, dass Nerds und Geeks auf die Straße gehen" – Demo gegen Artikel 13
in Berlin waren satte 3500 Demonstranten unterweg.

Die1 Promillegeenze wurde also überschritten
Die Aktivisten sprechen von Erfolg

;-))



Antwort von pillepalle:

Haha... jetzt wird die nächste Sau durch's Dorf getrieben :) Wäre ja auch albern wenn Journalisten für Ihre Arbeit von den Nutzern ihrer Artikel bezahlt würden...

Hier nochmal zum Nachlesen eine freie Übersetzung von Artikel 11. Da kann man auch noch mal den Passus zum Zitatrecht nachlesen:

Maßnahmen zur Erreichung eines gut funktionierenden Marktes des Urheberrechts

Artikel 11
Schutz von Presseveröffentlichungen zur Online-Nutzung

1. Die Mitgliedstaaten stellen Herausgebern von in einem Mitgliedstaat niedergelassenen Presseveröffentlichungen mit den in Artikel 2 und Artikel 3 Absatz 2 der Richtlinie 2001/29 / EG vorgesehenen Rechten zur Online-Nutzung ihrer Presseveröffentlichungen durch Diensteanbieter der Informationsgesellschaft zur Verfügung. Diese Rechte gelten nicht für die private oder nichtkommerzielle Nutzern von Presseveröffentlichungen, die von einzelnen Nutzern veröffentlicht werden.

Der nach Unterabsatz 1 gewährte Schutz gilt nicht für Hyperlinks.

Die in Unterabsatz 1 genannten Rechte gelten nicht für Verwendungen von Einzelpersonen
Wörter oder sehr kurze Auszüge einer Pressemitteilung.

2. Die in Absatz 1 genannten Rechte bleiben unberührt und berühren in keiner Weise die Rechte
der Autoren und anderen Rechtsinhabern, die im Unionsrecht vorgesehen sind, in Bezug auf die Werke und andere Gegenstände einer Pressemitteilung. Die in Absatz 1 genannten Rechte können
nicht gegen diese Urheber und andere Rechteinhaber geltend gemacht werden und Sie insbesondere nicht berauben. Sie haben das Recht, ihre Werke und sonstigen Inhalte unabhängig von der
Pressemitteilung, in der sie enthalten sind, zu nutzen.

Wenn ein Werk oder ein anderer Gegenstand auf der Grundlage einer nicht exklusiven Lizenz in eine Pressemitteilung aufgenommen wird, dürfen die in Absatz 1 genannten Rechte nicht zum Verbot der Nutzung durch andere autorisierte Benutzer führen. Die in Absatz 1 genannten Rechte zur Verwendung von Werken oder anderen Gegenständen, können nicht untersagt werden, wenn deren Schutz abgelaufen ist.
3. Die Artikel 5 bis 8 der Richtlinie 2001/29 / EG und die Richtlinien 2012/28 / EU und (EU) 2017/1564 gelten entsprechend für die in Absatz 1 genannten Rechte

4. Die in Absatz 1 genannten Rechte erlöschen zwei Jahre nach Veröffentlichung der Presse
Veröffentlichung. Diese Frist wird ab dem ersten Januar des folgenden Jahres,
nach dem Datum der Veröffentlichung berechnet.

Absatz 1 gilt nicht für Presseveröffentlichungen, die vor veröffentlicht wurden.

4a. Die Mitgliedstaaten sehen vor, dass die Autoren der in eine Presseveröffentlichung aufgenommenen Werke einbezogen werden, einen angemessenen Anteil der Einnahmen erhalten, die Presseverleger für die Verwendung ihrer erhalten Presseveröffentlichungen von Anbietern der Service Provider erhalten.


VG



Antwort von Frank Glencairn:


Wäre ja auch albern wenn Journalisten für Ihre Arbeit von den Nutzern ihrer Artikel bezahlt würden...

Du schnallst immer noch nicht um was es geht.

Die Journalisten profitieren schon mal gar nicht, weil die entweder ein Festgehalt haben, oder als Freie pro Artikel bezahlt werden, und nicht danach wie und wo ihr Artikel in der Google Suche auftaucht.

Wenn irgendjemand davon profitiert, daß Google ein Sniplett anzeigt, dann sind es die großen Verlage, weil ihnen das Traffic bringt.

Hat man ja gesehen, wie die dann sofort bettelnd angekrochen sind, als Google in Spanien die Snipplets aus der Suche genommen hatte.
Die hatten so einen massiven Trafficverlust, daß sie kurz davor waren Google dafür zu bezahlen, wenn nur ihre Snipplets wieder gezeigt werden.

Auch hier in Neuland, sind die Verleger sofort zu Kreuze gekrochen. Jetzt spielen wir das Spiel halt nochmal auf EU Ebene.
Wenn ich Google wäre, würde ich denen mal einen kleinen Vorgeschmack als Entscheidungshilfe geben, und die Snippletts bis zur Abstimmung schon mal aus den Suchergebnissen nehmen. Das würde keine 5 Tage dauern, dann wär die Nummer durch.

Und die CSU bekommt langsam kalte Füße, und will das Ganze jetzt auf die schnelle noch vor der geplanten Demo in Berlin, mit Gewalt durchdrücken.

Proteste gegen Upload-Filter: CDU will Abstimmung über EU-Copyright vorziehen
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 25821.html



Antwort von pillepalle:

@ Frank

Na wenn Du Dir das mal durchgelesen hättest, insbesondere Punkt 4a, dann hättest Du festgestellt das die Journalisten sehr wohl anteilig an den Netzveröffentlichungen beteiligt werden sollten. Das wären zusätzliche Einnahmen, neben ihrem Honoar. Aber mir ist das ehrlich gesagt wurscht... seid von mir aus alle dagegen und unterstützt weiterhin die großen Plattformen, damit sie noch marktbeherrschender werden.

VG



Antwort von Frank Glencairn:

Ein Suchergebnis in Google mit Snipplet ist keine "Netzveröffentlichung" sondern das Ergebnis von S.E.O des Zeitungsverlages.
Der Verlag bestimmt mittels S.E.O, mit welchem Text und welchem Bild das Suchergebnis in Google auftaucht, und nicht Google.
Google kann nur das zeigen, was die Website S.E.O freiwillig rüber schiebt.



Antwort von dienstag_01:


@ Frank

Na wenn Du Dir das mal durchgelesen hättest, insbesondere Punkt 4a, dann hättest Du festgestellt das die Journalisten sehr wohl anteilig an den Netzveröffentlichungen beteiligt werden sollten. Das wären zusätzliche Einnahmen, neben ihrem Honoar. Aber mir ist das ehrlich gesagt wurscht... seid von mir aus alle dagegen und unterstützt weiterhin die großen Plattformen, damit sie noch marktbeherrschender werden.

VG

Ja, wenn man hier eine Petition starten würde, Journalisten bitte verhungern, alles Geld an Google, dann würden hier sicher 100 Prozent unterzeichnen. 100 Prozent minus du, pillepalle, weil du ein Guter bist und alle anderen die Bösen. Wir wünschen allen nur das schlechteste, so sind wir ;)



Antwort von kundesbanzler:


Das wird aber nicht zu den Horrorszenarien führen die von den Gegnern vorhergesagt werden. Man wird eine vernünftige Einigung finden.

Wir schaffen also eine Trümmerlandschaft von Gesetzeslage, die in der Praxis nicht funktionieren kann, und denken uns dabei "Man wird schon eine Einigung finden".

Ist das ernsthaft dein Ansatz?

@ Kundesbanzler: Warum kann der Uploader dem denn umöglich nachkommen? Der wird doch wissen woher sein Content stammt. Und wenn er Material von Dritten ohne Rechte nutzt, dann trifft ihn das Gesetz ja völlig zurecht.

Bitte gründlicher lesen. Der Uploader kann diesen Pflichten nachkommen, muss er nach aktueller Gesetzeslage auch. Der Plattformbetreiber kann dem nicht nachkommen, aus oben genannten Gründen, muss aber nach der geplanten Gesetzeslage. Darum ist diese auch unsinnig und gefährlich.

Nochmal zum Mitschreiben: das Gesetzesvorhaben verschiebt Pflichten und Haftung vom Uploader zur Plattform und ignoriert dabei, dass die Plattform diesen in der Praxis nicht nachkommen kann.

Ich sehe da auch die Gefahr eines Monopols derjenigen, die sowieso schon an den längsten Hebeln sitzen.
Es ist genau andersrum als du denkst. Die Richtlinie verfestigt die Vormachtsstellung von den großen Plattformen, da nur diese juristisch und technisch in der Lage sein werden, den engen Korridor auszuloten, die das Gesetz ihnen lassen wird.

Dass kleine und/oder nichtkommerzielle Plattformen von Artikel 13 nicht betroffen seien, ist falsch. Nach drei Jahren muss jede Plattform alle darin aufgelisteten Auflagen erfüllen, davor aber auch schon teilweise. Es gibt eine Ausnahmeregelung, die aber nur gilt wenn eine Plattform weniger als 10Mio Umsatz macht und seit weniger als drei Jahren existiert. Das heißt nach drei Jahren ist eine der beiden Bedingungen nicht mehr erfüllt und man fällt aus der Ausnahmeregelung raus. Nur das nochmal als Erläuterung, da einige hier scheinbar nicht so bewandert in formaler Logik sind.



Antwort von pillepalle:

Der Artikel in der FAZ fasst den jetzigen Stand der Diskussion ganz gut zusammen.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 67475.html

Und von RA Solmecke, der in einem anderen FAZ Artikel angegriffen wurde, gab's auch schon eine Antwort.



Wenn's nicht so traurig wäre würde ich das Popcorn rausholen. Bin jedenfalls gespannt wie es ausgeht...

VG



Antwort von Alf_300:

Wie es ausgeht ?

Filmer sollten sich drauf einrichten, dass ihre Webpräsents "kommerziel ist



Antwort von rdcl:



@ Kundesbanzler: Warum kann der Uploader dem denn umöglich nachkommen? Der wird doch wissen woher sein Content stammt. Und wenn er Material von Dritten ohne Rechte nutzt, dann trifft ihn das Gesetz ja völlig zurecht.

Bitte gründlicher lesen. Der Uploader kann diesen Pflichten nachkommen, muss er nach aktueller Gesetzeslage auch. Der Plattformbetreiber kann dem nicht nachkommen, aus oben genannten Gründen, muss aber nach der geplanten Gesetzeslage. Darum ist diese auch unsinnig und gefährlich.

Nochmal zum Mitschreiben: das Gesetzesvorhaben verschiebt Pflichten und Haftung vom Uploader zur Plattform und ignoriert dabei, dass die Plattform diesen in der Praxis nicht nachkommen kann.

Die Plattform muss nachweisen dass sie "alles mögliche getan hat" oder wie auch immer das am Ende formuliert wird. Ich nehme mal an das wird folgendermaßen umgesetzt: Vor dem Upload musst du aktiv einen Haken setzen dass du der alleinige Rechteinhaber bist bzw. alle erforderlichen Rechte besitzt. Stand vorher evtl. in den Nutzungsbedingungen, demnächst musst du es dann aktiv nochmal bestätigen.

Ich sehe da auch die Gefahr eines Monopols derjenigen, die sowieso schon an den längsten Hebeln sitzen.
Es ist genau andersrum als du denkst. Die Richtlinie verfestigt die Vormachtsstellung von den großen Plattformen, da nur diese juristisch und technisch in der Lage sein werden, den engen Korridor auszuloten, die das Gesetz ihnen lassen wird.

Genau das habe ich damit ausgedrückt. Gründlicher lesen, den Tipp gebe ich gerne zurück.

@Frank: Es gibt ja auf Youtube jetzt schon den Algorithmus, der Musik erkennt. Ich habe vor kurzem eine Doku hochgeladen und da wurden direkt 4 Tracks erkannt. Dann wird man darauf hingewiesen und hat verschiedene Möglichkeiten, z.B. Entmonetarisieren, Löschen, oder angeben dass man die Rechte besitzt. Das habe ich dann getan, einfach ein kurzer Text dass die Tracks über Verlag XY lizensiert wurden und fertig. Das waren ca. 30 Sekunden Arbeit. Mag sein dass das demnächst anders läuft, aber ich halte es nicht für unmöglich nachzuweisen dass man Rechte am Content besitzt. Die Frage ist ja auch ob du das jemals musst wenn niemand etwas anderes behauptet.



Antwort von Frank Glencairn:

JA, aber in Zukunft ist es egal ob du ne Lizenz hast, wenn YT keine hat fliegst du raus.
Die Plattform muß Lizenzen mit allen Rechteinhabern vereinbaren.



Antwort von kundesbanzler:


Es ist genau andersrum als du denkst. Die Richtlinie verfestigt die Vormachtsstellung von den großen Plattformen, da nur diese juristisch und technisch in der Lage sein werden, den engen Korridor auszuloten, die das Gesetz ihnen lassen wird.

Genau das habe ich damit ausgedrückt. Gründlicher lesen, den Tipp gebe ich gerne zurück.

Da habe ich dich wohl falsch verstanden, entschuldingung. Dann sind wir uns also einig, dass die Richtlinie verhindert werden sollte, umso besser.



Antwort von bArtMan:

Aufgrund der Bestrebungen, die Abstimmung über Artikel 13 schon auf nächste Woche vorzuverlegen, gibt es viele kurzfristig angesetzte Demos. Hier die Liste:

https://www.change.org/p/stoppt-die-zen ... tm_term=cs



Antwort von pillepalle:

Ich muss zugeben ich finde es auch etwas peinlich das jetzt mit irgendwelchen Schummeltricks versucht wird Protesten aus dem Weg zu gehen. Hätte man eigentlich gar nicht nötig. Ich finde auch, das der Gesetzgebungsprozess transparenter/öffentlicher sein könnte und es ist schon schade, dass jetzt so kurz vor knapp eben nur noch recht hitzig diskutiert wird und selbst die eigentlich redegewandten Politiker nicht in der Lage sind ihre Standpunkte und Ideen klar zu kommunizieren.

Ich bin eigentlich ein eher unpolitischer Mensch und obwohl ich schon lange von der Gesetzesänderung wusste, habe ich mich nie wirklich dafür interessiert. Erst vor ein paar Tagen und durch dieses Forum bin ich darauf Aufmerksam geworden und habe mich damit beschäftigt. Für mein politisches Desinteresse kann ich allerdings nicht die EU verantwortlich machen. Den Schuh muss man sich schon selber anziehen. Vielleicht sollte man mal eher überlegen wie man die Bürger ganz allgemein mehr in den politischen Prozess einbinden könnte damit es eben nicht zu solchen Situationen kommt wie jetzt.

VG



Antwort von rudi:



@Frank: Es gibt ja auf Youtube jetzt schon den Algorithmus, der Musik erkennt. Ich habe vor kurzem eine Doku hochgeladen und da wurden direkt 4 Tracks erkannt. Dann wird man darauf hingewiesen und hat verschiedene Möglichkeiten, z.B. Entmonetarisieren, Löschen, oder angeben dass man die Rechte besitzt. Das habe ich dann getan, einfach ein kurzer Text dass die Tracks über Verlag XY lizensiert wurden und fertig. Das waren ca. 30 Sekunden Arbeit. Mag sein dass das demnächst anders läuft, aber ich halte es nicht für unmöglich nachzuweisen dass man Rechte am Content besitzt. Die Frage ist ja auch ob du das jemals musst wenn niemand etwas anderes behauptet.

Und hierzu mal aktuell Öls aufs Feuer:
https://twitter.com/tonroosendaal/statu ... 4422937601



Antwort von Alf_300:

Ohne Worte





Antwort von Peppermintpost:

evtl sollte der Typ mal etwas weniger Wiskey saufen und sich mal ein Stativ kaufen



Antwort von bArtMan:

Irgendwie sind die Demos enttäuschend. Das sind viel zu wenig Leute. Die meisten werden die Kacke erst mitbekommen, wenn die Sache durch ist. Ich gehe morgen auf die Demo in Hannover.

Das ZDF hatte ja darüber berichtet und dann nur Kids interviewt, die sauer sind, dass sie kein Fremdmaterial mehr verwursten dürfen. Armselige Berichterstattung.



Antwort von Steelfox:

Eher durch Zufall hab ich vor ein paar Tagen einen kurzen Bericht von RTL zu der Reform und den ganzen Trubel drumherum gesehen. Natürlich war aus sicht von RTL die Reform absolut notwendig. Eher abfällig wurde über den "Gegenwind" berichtet. Dazu max 2-3 Sätze von Frau Reda.



Antwort von bArtMan:

Hier mein neues Video zu dem Thema. Ich versuche das alles mal aufzudröseln.

https://youtu.be/MZ00epwhEmg

Morgen gibt es dann garantiert wackelfreies Material aus Hannover.



Antwort von Alf_300:

Mir gefällt es dasss ich nicht mehr haftbar gemacht und so vielleicht vor Abmahnanwälten geschützt werde.



Antwort von bArtMan:

Abmahnanwälte benötigen aber immer einen Kläger oder Beweis der Schuld. Hier wird pauschal im Vorfeld geurteilt. Und immer gegen die Plattform. Und die lässt dann nichts mehr durch. Dieser Vorteil wird in der Praxis also eher ein Nachteil.



Antwort von Alf_300:

Wenn Du morgen in Hannover zur Demo gehst, dann berichte mal drüber wieviele Autoren und andere notleidende Kreativschaffende Du dort angetroffen hast.
In München hab ich jedenfalls keinen von den "Kunstern" gesehen die sonst immer gerne für Rot-Grün die Trommeln rühren.

Der Witz des Tages:

Du forderst gerechte Bezahlung für die Künstler gehts aber auf eine Demo die verhindern will dass jeder Nutzer digitaler Kunstwerke seinen Beitrag leistet.



Antwort von bArtMan:

Waren keine notleidenden Künstler da. Nur welche, denen die Reform das Geschäft kaputt macht.



Antwort von Alf_300:

Du meinst wohl Content-Diebe,



Antwort von bArtMan:

Ich glaube, die wenigsten von den Usern wollen fremden Content nutzen. Klar das ist auch eine Motivation. Aber dafür würde kaum jemand auf die Strasse gehen.

https://youtu.be/uStuGQyLeyg



Antwort von Alf_300:

Ich weiß, nach der freien Liebe, gehts jetzt um das freie Internet für linke Akitivisten.

;.)



Antwort von bArtMan:

Hey du bist gar kein Filmer sondern Lyriker. Na ja irgendwas mit ...iker



Antwort von handiro:

Viele richtige Beiträge hier. Youtube/Google hat einen Lizenzvertrag mit Urheberrechtsverwertern wie VG Wort und Gema getroffen. Ich habe sogar über die Gema (die greift sich erstmal über 30%) Geld von youtube bekommen. Wenn das Dank Artikel XX mehr werden würde, würde ich mich freuen. Freuen wird sich aber soweit ich das verstehe vor allem Herr Döpfner und der Springer Konzern in der Rudi Dutschke Strasse. Ob der Axel Voss nach Gesetzgebung im Aufsichtsrat von Springer landet ist abzuwarten ;-) Was der Gazpromi mit den nie gefärbten schwarzen Haaren kann....



Antwort von Peppermintpost:

das hier finde ich sehr interessant:



Antwort von dosaris:


das hier finde ich sehr interessant:
na klar:

deswegen wird auch kein Filter im Gesetzesentwurf vorgegeben.
Wie üblich wird von der Politik das Problem nach unten durchgereicht,
statt das politisch zu lösen.
Das wird sich dann unten schon per inhärenter Magie von allein regeln ....



Antwort von Frank Glencairn:

Bundesjustizministerin Katarina Barley geht fest davon aus, dass die EU-Urheberrechtsreform den Einsatz von Upload-Filtern nötig macht. Damit gibt sie den Digitalpolitikern und Netzaktivisten recht, die die Reform heftig kritisieren. "Mir sind keine anderen technischen Maßnahmen bekannt, mit denen man Lizenzverstöße verhindern könnte. Insofern läuft es auf Upload-Filter hinaus", sagte die SPD-Politikerin am Freitag in Brüssel.

Die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD lehnt den verpflichtenden Einsatz solcher Filter im Koalitionsvertrag eigentlich als unverhältnismäßig ab, stimmte dem Reform-Kompromiss auf europäischer Ebene aber trotzdem zu.

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 29480.html



Antwort von Alf_300:

Was sagen denn eigentlich die restlichen 27 Mitgliedsstaaten



Antwort von bArtMan:

Es gibt Länder, deren Regierungen das komplett ablehnen: Niederlande, Luxemburg, Italien, Finnland, Polen. Der Rest ist für die Reform, einige allerdings gegen Uploadfilter. Ich finde das Statement von Barley gut, weil sie damit Aufklärung in den Reihen der Politiker betreibt. Das alleine wird aber nicht reichen.

Bei den Usern ist Deutschland Vorreiter in Sachen Protest. Grosse Aktionen gegen die Reform aus dem Rest der EU sollte man da nicht erwarten.



Antwort von Frank Glencairn:

Jeden Tag ein neuer Kracher





Antwort von bArtMan:

Jeden Tag treibt die CDU/EVP eine neue Sau durchs Dorf.
Letzte Woche hieß es noch, wir wollen auch keine Uploadfilter.
Dann hat Axel Voß am 11.3. im DLF zugegeben, dass große Plattformen wie Youtube technische Lösungen wie Uploadfilter einsetzen müssen.
Gestern die Debatte im Bundestag, die von Unkenntnis der Regierungsparteien und Wahlkampf der Opposition geprägt war. Plötzlich sind FDP und Grüne gegen die Reform, obwohl sie zunächst zugestimmt haben.
Heute das DW-Interview von Axel Voß wo er meint, dass das Youtube-Geschäftsmodell Urheberrechtsverletzungen seien, um Geld zu verdienen.

Da kommt man echt nicht mehr nach, um sich dagegen zu wehren. Da müsste man schon Berufspolitiker sein. Ich freue mich auf den 23.3. und hoffe, dass dort 10-tausende auf die Strasse gehen.

https://youtu.be/AROUuXmUlOU



Antwort von cantsin:

Guter Artikel von Sascha Lobo zum Thema:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpoli ... 57597.html

Ihm zufolge ist die Urheberrechtsnovelle ein fauler politischer Kompromiss, weil sich die EU nicht an eine Digitalsteuer für Google, Facebook & Co. getraut hat (die z.Zt. nirgendwo Steuern bezahlen), und zwar weil Deutschland eine amerikanische Retourkutsche für seine Autoindustrie gefürchtet hat.



Antwort von Frank Glencairn:



Gestern die Debatte im Bundestag, die von Unkenntnis der Regierungsparteien und Wahlkampf der Opposition geprägt war. Plötzlich sind FDP und Grüne gegen die Reform, obwohl sie zunächst zugestimmt haben.
Heute das DW-Interview von Axel Voß wo er meint, dass das Youtube-Geschäftsmodell Urheberrechtsverletzungen seien, um Geld zu verdienen.

Sowas treibt mich wirklich auf die Palme.

Wirklich bizarr, daß hier Leute ohne irgendwelche Qualifikation (stramme Ideologie und das richtige Parteibuch reichen aus) x-beliebig absurde Gesetze erzeugen dürfen, die massiven Schaden anrichten, ohne jemals dafür irgendeine Verantwortung übernehmen zu müssen.

Ich freue mich auf den 23.3. und hoffe, dass dort 10-tausende auf die Strasse gehen.

Mythos Straße.

Die Vorstellung man könne alles durchsetzen oder verhindern, in dem man auf "der Straße" rumläuft und irgendwelche Forderungen brüllt, ist ebenso naiv wie revolutionär romantisch.

Wer keinen Hebel hat - also entweder ihr gebt unseren Forderungen nach oder... - hat nix. Das brüllen von Forderungen ist jedoch kein Hebel, man hat also kein"oder".

Das "gehen auf die Straße" ist hauptsächlich ne Folklore Veranstaltung, die von der Regierung als Ventil erlaubt wird.
Seit neuestem gibt's "auf die Straße gehen" für Leute die nicht raus wollen, nennt sich dann Online Petition. Draufklicken reicht um die Welt zu retten.



Antwort von Frank B.:

Wie man den Arabischen Frühling mittels Internet befördern wollte, so fürchtet man den Europäischen Frühling und versucht diesen durch Aushebelung des freien Internets zu bremsen. Schutz des Urheberrecht ist doch nur ein Vorwand. Das zeigen ja schon die Kampagnen gegen den sogenannten Hate Speach. Aber die gackernde Masse, derer, die immer schon in ihrem warmen Demokratiebett lag und niemals eine Diktatur erlebt haben, wähnt sich noch in Sicherheit im großen Grundvertrauen in die demokratische Ordnung. Sry...



Antwort von bArtMan:

https://youtu.be/86_0WEKx1GI



Antwort von cantsin:

Die CDU strebt offenbar für die deutsche Umsetzung der EU-Richtlinie eine Lösung ohne Uploadfilter an:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 258124.htm

Wenn die das so hinkriegen, dann Hut ab an deren neuen Generalsekretär (der die Lösung erarbeitet hat).



Antwort von Alf_300:

Kein Uploadfilter und die Plattformbetreiber zahlen in eine Topf ein, klingt gut

youtube & Co werden aber nicht auf ihre Gewinne verzichten und sind sicherlich bereits am überlegen wie sie dem Uploader oder den Nutzern allgemein das Geld aus der Tasche ziehen können.



Antwort von iasi:

Man bekommt vielleicht reichlich Click-Abstimmungen im Internet, denn das kostet schließlich nicht mehr als eine Fingerbeugung, aber schon auf der Straße werden sich weniger Leute zur Demonstration zusammenfinden, als im Fußballballstadion zum Ballschauen.

Und bei der EU-Wahl spielt dies hier eh keine Rolle:
https://www.abgeordnetenwatch.de/eu/abs ... chtsreform



Antwort von Frank Glencairn:

Das Modell erinnert an Verwertungsgesellschaften wie die VG Wort oder die Gema. "Unser Grundsatz ist dabei: Bezahlen statt blocken. Es wird keine Uploadfilter geben", heißt es in dem Papier, das dem SPIEGEL vorliegt.

Die Internetkonzerne dürften nicht begeistert von dem Vorschlag sein. Sie würden künftig die Kosten dafür tragen, dass ihre Nutzer Das Modell erinnert an Verwertungsgesellschaften wie die VG Wort oder die Gema. "Unser Grundsatz ist dabei: Bezahlen statt blocken. Es wird keine Uploadfilter geben", heißt es in dem Papier, das dem SPIEGEL vorliegt.

Die Internetkonzerne dürften nicht begeistert von dem Vorschlag sein. Sie würden künftig die Kosten dafür tragen, dass ihre Nutzer urheberrechtlich geschütztes Material verwenden. verwenden.

Hmmm....

Und wie soll das ablaufen? Ich glaube die haben das wieder mal nicht zu ende gedacht.

Ich hab meinen Kanal und meinen Blog bewußt nicht monetarisiert - sprich ich bekomme keinen Cent von YT, Wordpress oder irgendjemand dafür, daß ich mein "urheberrechtlich geschütztes Material" hoch lade.

Bekomme ich jetzt zukünftig trotzdem Geld?

Und wie ist das, wenn ich mein "urheberrechtlich geschütztes" Handyfoto von meinem neuen Rig hier hochlade? Bekomme ich dafür Geld aus dem Topf?
Bekomme ich nur Geld, wenn jemand anderes mein Material zuerst runter, und dann wieder hoch läd?
Oder gibt es "urheberrechtlich geschütztes Material" erster Klasse -also Verlage und Verwerter - für das dann noch mehr Geld an die Rechteindustrie fließt, und "urheberrechtlich geschütztes Material" zweiter Klasse, von Künstlern, Kreativen, Youtubern und Leuten wie uns etc. die nix aus dem Topf bekommen, und weiterhin mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen? Also so wie bisher auch.

Wenn ja, dann bleibt ja alles so wie es ist, nur die Verwertungsindustrie bekommt dann noch mehr, ähnlich wie bei der VG-Wort.



Antwort von dosaris:

hier nochmal eine mE recht treffende Darstellung aus "Betroffenensicht" zur
in Kürze anstehenden Abstimmung zum neuen Urheberrecht:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpoli ... 58790.html



Antwort von Alf_300:

....Nur die großen Konzerne vedienen ...

ist das "Neu ?



Antwort von dosaris:


....Nur die großen Konzerne vedienen ...

ist das "Neu ?

für einige wohl schon.

Die glauben immer noch daran, dass die Verwertungsindustrie die Interessen der wertschöpfenden
Kreativen vertritt. Möglicherweise tut sie das auch irgendwie, aber wohl eher zufällig und nur ganz am
Rande, wenn's die eigenen Interessen und ihr Lobbying nicht weiter stört.

Man könnte versuchen, die aufzuklären, auch wenn's zäh ist.



Antwort von dienstag_01:

Jetzt will ja die CDU/CSU in Europa eine Richtlinie verabschieden, die Uploadfilter benötigen wird, bei der Umsetzung in deutsches Recht aber Uploadfilter untersagen.
Was erwarten die, Lob für ihren ausgeprägten Humor?
Oder wollen die nur von Paragraf 11 ablenken?



Antwort von Frank Glencairn:

Zielkonflikte, wie beim Diesel.

Erst populistische Gesetze verfassen, und dann dagegen arbeiten, weil sich rausstellt, daß es Wählerstimmen kosten könnte - ganz mein Humor :-)



Antwort von Frank Glencairn:

Ich bin ja normal kein großer Fan von Sascha Lobo, aber das hier ist ziemlich gut:

https://soundcloud.com/user-728223693/e ... reinfallen



Antwort von Alf_300:

Jeder hat seine Meinung, Einer schreibt.

---Die derzeit geltenden Rechtsvorschriften stammen aus dem Jahr 2001. Da gab es das Geschäftsmodell von Google und anderen noch nicht. Da diese Konzerne aber urheberrechtlich geschützte Werke nutzen, um ein attraktives Umfeld für Werbung und andere Inhalte zu schaffen, muss der in der analogen Welt geltende Schutz für Musik, Filme und Texte in das digitale Netz übertragen werden. 260 deutsche Verlage, Zeitungen, Nachrichtenagenturen, Rundfunk-Anbieter und Produktionsfirmen unterstützen deshalb die Reform.

Im Klarext die Urheber wollen sich an den Werbeeinnahmen von Google & Co beteiligen

Meiner Meinung nach funktioniert das aber nicht,
Das Gegenteil wird passieren, wer nicht Premium-Mitglied bei Google wird, der landet in Suchmaschine ganz hinten,oder kriegt gleich die 404 verpaßt..



Antwort von Frank Glencairn:

Ich schätze mal, in der Praxis wird uns das kaum betreffen.

Ich denke wir werden auch weiterhin unsere Clips irgendwo hochladen können, und weiterhin nix dafür bekommen, wie bisher halt auch.

Der Rest wird in Richtung DSVGO gehen, was ja anfangs auch der Untergang des Abendlandes war, und in der Praxis hat sich kaum mehr geändert als irgendwelche Disclaimer Buttons, die jeder ungelesen weg klickt, und 100seitige Datenschutzbelehrungen, die keinen interessieren.

Wenn es um das dumme Geschwätz von "faire Bezahlung der Urheber" geht, ist ja nicht unsereins gemeint, sondern die großen Verlage, TV, Rechteindustrie, Musikindustrie, Fußball, bzw. Sport im allgemeinen.



Antwort von Frank Glencairn:

...uuuuund durch gewunken - na dann, Mahlzeit!



Antwort von bArtMan:

Ich kann es nicht fassen. Diese Idioten ...



Antwort von Alf_300:

...



Antwort von Frank Glencairn:

Déjà-vu



Antwort von Cinealta 81:

Jedes vermeintliche Unglück - zudem längst absehbar - birgt auch reichlich Chancen:

"Ich finde nichts vernünftiger in der Welt, als von den Torheiten anderer Vorteil zu ziehen." - J.W. von Goethe

260 deutsche Verlage, Zeitungen, Nachrichtenagenturen, Rundfunk-Anbieter und Produktionsfirmen unterstützen deshalb die Reform.

Im Klarext die Urheber wollen sich an den Werbeeinnahmen von Google & Co beteiligen

Die faktisch bankrotte Verlagslandschaft, die angsttaumelnd gelähmt im Dunkeln auf der Suche nach einem umsetzbaren Geschäftsmodell durch das digitale Universum umherirrt, wird dadurch auch nicht gerettet. Gesetzlich verordneter Zwangsparasitismus ersetzt nicht Innovation, Ideen und Mut. Es ähnelt dem alten Drückerbrigaden-Mach-Abo-Geschäftsmodell aus der Printzeit - funktioniert sicherlich auch heutzutage noch hier und da, aber der Patient wird absehbar verenden.

Nicht nur, dass die Deutungshoheit klassischer Medien und Verlagshäuser weg ist, sie müssen seit ca. 15 Jahren dabei zusehen, wie auch noch ihre Einnahmequellen - außer ÖR durch Zwangsgebühren - ständig schrumpfen. Das ist ein Koma-Patient - man kann ihn nicht per Gesetz und Verordnungen wieder gesund machen. Die Alterungsprozesse des Organismus "klassische Medienlandschaft" sind bauartbedingt nicht einfach umkehrbar. Die interessante Frage ist, wenn dieser Greis in der uns bekannten Form ablebt, wer tritt dann an seiner Stelle? Und was ändert sich dann für Medienkonsumenten, Kreative, Journalisten, etc.?



Antwort von Alf_300:

...Die interessante Frage ist, wenn dieser Greis in der uns bekannten Form ablebt, wer tritt dann an seiner Stelle? Und was ändert sich dann für Medienkonsumenten, Kreative, Journalisten, etc.?

Dann ist die Zeit der Revoluzer gekommen ;-)

(und Amerika ist great again )



Antwort von Frank Glencairn:

Wahrscheinlich wird jetzt erst mal ne Zentraleuropäischelizenzverwaltungsorganisation geschaffen wird - eine Art Super-GEMA (natürlich inkl. jeder Menge exzellent dotierter Posten für Abgehalfterte Politiker, die selbst für Brüssel nicht mehr tragbar sind), um das ganze erstmal auf Supernationaler Ebene zentral und ordentlich zu bürokratisieren und durchzureglementieren.



Antwort von Cinealta 81:


Dann ist die Zeit der Revoluzer gekommen ;-)

Ich würde das eher als Evolution bezeichnen. Revolution ist mir zu dramatisch...

BTW: Sie schreiben oben

Im Klarext die Urheber wollen sich an den Werbeeinnahmen von Google & Co beteiligen

Nein, die Urheber nicht - das ist ja das Problem. Die Urheber - das sind Texter, Journalisten, Fotografen, Filmemacher, etc. - haben nichts davon. Verlage & Co. sind VERWERTER.



Antwort von Frank Glencairn:



Im Klarext die Urheber wollen sich an den Werbeeinnahmen von Google & Co beteiligen

Nein, die Urheber nicht - das ist ja das Problem. Die Urheber - das sind Texter, Journalisten, Fotografen, Filmemacher, etc. - haben nichts davon. Verlage & Co. sind VERWERTER.

Das hab ich nicht geschrieben, das war Alf



Antwort von Onkel Danny:

Nach dem das Thema jetzt durch ist, müsst ihr alle wohl endlich aushören euer Footage zu klauen ;)

greetz



Antwort von rdcl:



Dann ist die Zeit der Revoluzer gekommen ;-)

Ich würde das eher als Evolution bezeichnen. Revolution ist mir zu dramatisch...

BTW: Sie schreiben oben

Im Klarext die Urheber wollen sich an den Werbeeinnahmen von Google & Co beteiligen

Nein, die Urheber nicht - das ist ja das Problem. Die Urheber - das sind Texter, Journalisten, Fotografen, Filmemacher, etc. - haben nichts davon. Verlage & Co. sind VERWERTER.

Und woher haben die Verwerter ihre Rechte? Richtig, vom Urheber. Wenn der vernünftig verhandelt profitiert er auch davon wenn die Verwerter profitieren.



Antwort von Cinealta 81:


Wahrscheinlich wird jetzt erst mal ne Zentraleuropäischelizenzverwaltungsorganisation geschaffen wird - eine Art Super-GEMA (natürlich inkl. jeder Menge exzellent dotierter Posten für Abgehalfterte Politiker, die selbst für Brüssel nicht mehr tragbar sind), um das ganze erstmal auf Supernationaler Ebene zentral und ordentlich zu bürokratisieren und durchzureglementieren.

Genau so. Das zeichnet den erfolgreichen Parasitismus auch aus: Ständiger Einfallsreichtum und die Überzeugungskraft, wenn es darum geht, seinem künftigen Wirtstier zu erklären, warum nun der kleine schmarotzende Racker jetzt unabdingbar sein soll.

Aber dazu sagt die Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Parasitismus):

Wirte verhalten sich allerdings keineswegs passiv gegenüber ihren Parasiten, sondern sind meist imstande, Zahl und Schadeffekt durch geeignete Abwehrmechanismen zu begrenzen.

Hmm...Sie sind imstande...Wenn sie es ÜBERHAUPT merken UND anschließend den störenden Frechdachs loswerden wollen...



Antwort von Alf_300:

Die Urheber ;-)))

Lassen sich, vermutlich vom X-ten Remake inspirieren und sichern sich damit eine Leibrente

Darüber sollte man 2020 verhandeln.



Antwort von Starshine Pictures:

So lange es noch möglich ist zitiere ich hier mal aus dem golem.de Forum eine spannende Sicht eines Musikers:

Ich bin ein Künstler...
FireFreezer 26.03.19 - 19:11
... und das seit über 30 Jahren. Und ich möchte mal - so wertungsfrei wie mir nur möglich - eine andere Sichtweise auf das Thema aufzeigen.

Früher (vor vielen vielen Jahren) war ich mal ein Rädchen in der kommerziellen Musikindustrie. Da lief alles nach dem guten alten Schema ab, über Studio, Musikverlag/Label, Vertrieb und natürlich über die GEMA.

Wieviel da wirklich bei den Komponisten/Musikern ankam? Damals schon hielt sich das in Grenzen. Obwohl gute Verkaufszahlen, konnte man froh sein, wenn man sich mal ein neues Musikinstrument leisten konnte, oder die Reparatur eines solchen. Das lag auch nicht an den ach so bösen Raubmordkopierern, sondern an jedem, der auf diesem Weg die Hand aufgehalten hatte. Und ich habe mehr als einmal miterlebt, wie Künstler über den Tisch gezogen wurden mit Verträgen, die jenseits von gut und böse waren. Aber nicht jeder Künstler kann es sich leisten, einen Anwalt damit zu beauftragen, die Verträge zu checken. Andere waren zu blauäugig.

Die meisten (und darunter waren durchaus sehr talentierte/kreative) sind dabei auf der Strecke geblieben, da sie fast alle Kosten zu tragen hatten, die Beteiligung an den Einnahmen aber ein (schlechter) Witz war. So kam es durchaus nicht gerade selten vor, dass die Demo's abgesegnet wurden, sämtliche Kosten für Studio usw. vorgestreckt vom Künstler vorgestreckt werden mußten, oft alle oder fast alle Stücke dann doch abgelehnt wurden. Letztlich mit dem Zweck, lediglich die Rechte für die Komposition und ggf. Texte zu erwerben, diese dann mit namhaften Künstlern zu verwursten. Es hieß dann eben: Entweder das oder gar nix. Viele haben dann zähneknirschend in den sauren Apfel gebissen, damit sie wenigstens einen Bruchteil der Kosten wieder reinbekommen. Vertrag ist schließlich Vertrag. Und die meisten besagten, das (natürlich!) keine Verpflichtung besteht, auch wirklich etwas von und/oder mit dem Künstler etwas zu veröffentlichen. Und vieles im Vertrag war so verfasst oder wurde so ausgelegt, dass es fast immer zu Lasten des/der Künstler war. Der Künstler wollte keine Fotos in einem Bananenkostüm fürs Cover machen? Tja, Pech gehabt. Da unter Vertrag, durfte man aber natürlich auch anderweitig nichts machen. Auf diese Art und Weise wurde so mancher Künstler für die Vertragsdauer "auf Halde" gelegt, wenn er/sie sich nicht mißbrauchen lassen wollte. Oder der Künstler wurde einfach ohne jegliche Promotion auf ein Richtfest eines neuen Kuhstalls geschickt. Egal wie begabt/kreativ.

Seitdem aber hat sich die Situation verändert, alleine schon durch das Internet. Aber auch dadurch, dass PC's leistungsfähig und erschwinglich sind, mit denen man - mit entsprechendem Knowhow - gar kein Studio mehr braucht. Und wahlweise auch keine Verlage, Label, GEMA und Vertrieb mehr. Ohnehin heißt es ja, nur noch Live Auftritte würden sich "lohnen".

Wirklich? Es gibt inzwischen genug alternative Wege. Musiker können inzwischen selbst alles machen, im Musikbereich z.B. von der Komposition, den Aufnahmen, bis hin zu Marketing und Vertrieb. Könnte all dies "jemandem" ein Dorn im Auge sein?

Wie sieht es denn jetzt aus, wenn Musiker/Künstler ihre Werke irgendwo anbieten? Sicher, soll ja angeblich kein Problem sein, wenn man selbst Urheber ist. Aber wird es so auch in der Realität sein? Oder werden Plattformen nun alles kategorisch ablehnen, weil man nicht z.b. Mitglied der GEMA ist, diese nun quasi Monopol/Referenz (zumindest für Deutschland) ist? Werden viele Plattformen nun "wegsterben" oder sich aus Deutschland/Europa zurückziehen, die sich den "Service" von 3rd Party Uploadfiltern gar nicht leisten können, aber selber gar nicht in der Lage sind, die Rechte zu klären? Wie wollen die Uploadfilter Musik erkennen, die etwas schneller abgespielt werden? Das funktioniert jetzt schon nirgends. Wie wollen Uploadfilter Videos erkennen, die etwas schneller/langsamer, oder in einem "Rahmen" eingebettet hochgeladen wurden? Funktioniert bisher auch nicht. Ich denke, da sind auch die Grenzen solcher technischen Maßnahmen erreicht.

Ich mag mich täuschen, aber diese Urheberrechtsreform scheint mir persönlich von den Lobbyisten so geprägt zu sein, unabhängige Künstler wieder in deren Verlags- und Vertriebswege zurück zu zwingen, wie es früher einmal war, indem sie es ihnen so schwer wie möglich machen.

Und auch für normale "User" sehe ich Probleme. Zu viel wischiwaschi formuliert, damit man es bestmöglichst dehnen kann. Damit ist eine unglaubliche Rechtsunsicherheit geschaffen worden, zugleich ein neues paradiesisches Eldorado für Abmahnanwälte & Co, da bin ich sicher.

"Komm auf unsere Seite, dann wird es einfacher für dich und Du stehst dann unter unserem Schutz. Das ist das bißchen Schutzgeld doch wert, nicht wahr? Und nun küss meinen Ring!"

Und was, wenn man unabhängiger Künstler bleiben will und nicht zu GEMA & Co will? Dann findet man jetzt auch nicht mehr statt, wie früher? Zumindest nicht in Europa?

Ich habe mich in den letzten Wochen bereits mit mehreren Musikern/Kollegen über dieses Thema unterhalten und aufgrund der heutigen Entscheidung über diese Urheberrechtsreform ist auch für uns die Entscheidung gefallen, aufgrund der Rechtsunsicherheiten und aus anderen Gründen, nichts mehr in Europa und auf europäischen Plattformen zu veröffentlichen.

Lieber entscheiden wir selber, als andere über unsere Werke entscheiden zu lassen.


Quelle: https://forum.golem.de/kommentare/polit ... sg-5333210

Grüsse, Stephan



Antwort von Alf_300:

Zu spät

https://bilder.t-online.de/b/85/47/31/8 ... /index.jpg



Antwort von nachtaktiv:


Zu spät

brauchen wir wieder eine bahnsteigkarte für die revolution?

nix is zu spät. ich erinnere mal an den bundesweit bekannt gewordenen fall von bivsi rana, die in D geborene, 15 jährige nepalesin. aus dem unterricht raus geholt und dann irgendwo nach nepal verfrachtet. die bürger in duisburg und natürlich auch die komplette schule sind den politikern mit demos und co. so lange auf die pelle gerückt, bis sie wieder hier in D war.

gesetze können geändert werden. jederzeit. und wenns die kids schaffen, seit etlichen wochen im winter für die friday for future auf die straße zu gehen, sollten wir das erst recht hin kriegen. raus, und laut mit den töpfen schlagen. anders kapiert die politik es nicht. man muß druck machen.



Antwort von Alf_300:

...Nacht aktiv

Bivsi Rana darf jetzt mit ihren Eltern bis zum Abitur bleiben. Dass sie dann ein weiteres Visum, zum Beispiel als Auszubildende oder Studentin bekommt, gilt als sehr wahrscheinlich. Ihre Eltern dagegen haben kein Recht auf eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis.

Eine Erfolgsstory klingt anders.

Und warum die Kids, kannst Du nicht selber von Demo zu Demo reisen auf dem weg zum Politiker oder gar zum Nobelpreis.und die Welt verbessern ?

Arte TV hatte übrigends passend Thema für die Kids "Die Welle" im Programm



Antwort von Frank B.:



Zu spät

brauchen wir wieder eine bahnsteigkarte für die revolution?

nix is zu spät...

gesetze können geändert werden. jederzeit. und wenns die kids schaffen, seit etlichen wochen im winter für die friday for future auf die straße zu gehen, sollten wir das erst recht hin kriegen. raus, und laut mit den töpfen schlagen. anders kapiert die politik es nicht. man muß druck machen.

Es wäre eine sehr gute Idee, wenn die FfF-Schülerproteste sich dieses Themas auch mit annehmen würden. Mal sehen, ob Frau Merkel die dann immer noch lobt.



Antwort von tom:

Guter Artikel von Sascha Lobo zum Thema Artikel 13 und was da im Gesetzgebungsprozeß schief gelaufen ist:
Pyrrhussieg heißt jetzt Voss-Sieg

und was schönes über die Quasi-Unmöglichkeit der Umsetzbarkeit eines universalen Uploadfilters von der Programmiererin Elisabeth Bauer:
Urheberrechtsreform: Angriff auf den gesunden Programmiererverstand

Thomas



Antwort von Alf_300:

Ich hab auf NTV ein Interview mit Sascha Lobo gesehen, da war er Lammfrom und voller Verständnis für Beide Seiten,



Antwort von Cinealta 81:

Hmm...Es ist (und war schon immer) ein Irrtum zu glauben, dass Politik, Verlage, Verwertungsgesellschaften oder sonstige Institutionen meine (oder die meiner Firma) Interessen vertreten. Sie leben auf meine/unsere Kosten, ja. Und das nicht schlecht. Aber Interessenvertretung? Muahaha...

Wer dies zuverlässig macht, sind gute und teuer bezahlte Anwälte. Nur zwei Beispiele aus der Neuzeit:

1. Dt. Publikation übernimmt ein Foto von uns - ein Bild eines russischen Topmodels, im Rahmen einer Kampagne eines mitteleuropäischen Modelabels. Bild war mit Wasserzeichen versehen. Wir haben nicht diskutiert, sondern gleich den Anwalt beauftragt. Hat zwei Jahre gedauert, aber es hat die Gegenpartei 7.260,- EUR + RA + Verfahrenskosten gekostet.
2. US-Publikation übernimmt ca. 14 Sekunden Footage eines bekannten Models, ebenfalls aus einer Kampagne eines Modelabels. In den USA verklagt, knapp über 37.000 $ bekommen - die Rechtskosten gingen für die Schlingel extra.

Alles Beispiele aus der Vor-§11-§13-§17-Ära.

So what? Natürlich braucht man dazu etwas Geld und einen langen Atem und selbstverständlich verliert man auch mal vor Gericht - obwohl man in Recht ist. Aber insgesamt, freuen wir uns eigentlich über jeden, der unsere Urheberrechte missachtet; weil wir dadurch - neben Bezahlung durch den Kunden - eine zweite Einkommensquelle erschließen.

Das gute alte Wasserzeichen und andere diverse - wenn auch in der "Szene" verpönte - Methoden haben noch nicht ausgedient. Ebenso wie fähige und fachkompetente Anwälte.

Aber auf Verwerter oder Politik setzen? Niemals.



Antwort von Frank Glencairn:



1. Dt. Publikation übernimmt ein Foto von uns - ein Bild eines russischen Topmodels, im Rahmen einer Kampagne eines mitteleuropäischen Modelabels. Bild war mit Wasserzeichen versehen. Wir haben nicht diskutiert, sondern gleich den Anwalt beauftragt. Hat zwei Jahre gedauert, aber es hat die Gegenpartei 7.260,- EUR + RA + Verfahrenskosten gekostet.
2. US-Publikation übernimmt ca. 14 Sekunden Footage eines bekannten Models, ebenfalls aus einer Kampagne eines Modelabels. In den USA verklagt, knapp über 37.000 $ bekommen - die Rechtskosten gingen für die Schlingel extra.

Also beides nicht Google, YT oder Facebook oder sonstige Plattformen.
Sieht aus als ob Urheber eher vor Verlagen geschützt werden müssen.

Was das ganze Demonstrieren betrifft, war das von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Der Pipeline Deal mit Frankreich war bereits gelaufen, und das Ergebnis der Abstimmung stand damit schon vorher fest, egal wie viel Leute auf der Straße irgendwelche Forderungen brüllen. Daraus entsteht weder irgendein Recht noch ein Anspruch.

"Auf die Straße gehen" ist nix als ne romantische Folkoreveranstaltung, die von der Regierung als Placebo-Ventil erlaubt wird.
Dann können die Leute sich am Ende auf die Schulter klopfen, wie sie es denen da oben gezeigt haben, und das sie "was getan" haben, und alle gehen mit dem Eindruck heim, daß sie irgendwie was mitzubestimmen haben.



Antwort von Cinealta 81:


Also beides nicht Google, YT oder Facebook oder sonstige Plattformen.

Google und FB haben uns ja auch nicht beklaut. Hätten sie das getan, hätten wir mit Sicherheit gegen sie prozessiert.

Man muss unterscheiden:

1. Google klaut ja keine Bilder: Erlaubt man Google, Bilder zu indizieren, dann wurde man ja nicht "beklaut" - man nimmt billigend in Kauf, dass diese Bilder in der entsprechenden Suche auftauchen. Würde man - z.B. mittels robots.txt - dem Google-Bilderspider verbieten, Bilder der eigenen Webseite aufzunehmen, könnte man auch problemlos gegen Google gerichtlich vorgehen, wenn sich G NICHT daran hält.

2. Facebook klaut auch nicht: Bei Facebook stellen Nutzer AKTIV Inhalte ein und werden mittels FB-Richtlinien / AGB quasi entrechtet. Kann man aber alles nachlesen, bevor man hochlädt, FB macht daraus kein großes Geheimnis. Wenn man der "FB-Versklavungseinwilligung" zustimmt, kann man doch nicht im Nachgang FB für die eigene Dämlichkeit verantwortlich machen.

Man möchte es nicht glauben, aber G + FB haben einen ganzen Haufen diesbezügliche Prozesse verloren. Die Legende von "David-gegen-Goliath-lass-die-Finger-weg" stimmt nur bedingt. Vieles davon ist Unkenntnis oder Folklore.

ZUSATZ: Verlage haben doch ganz gut durch ihre starke Präsenz bei G und FB profitiert. Würde es die Google-Suche NICHT geben, wären schon längst bei der einen oder anderen Publikation die Lichter ausgegangen. Fragen Sie mal diesbezüglich große Suchmaschinenoptimierungs-Agenturen. DANN haben sie vom FB-teilen + -liken profitiert. Es hat alles zur Erhöhung der Reichweite beigetragen. Es war eine Win-Win-Situation: Google hatte Inhaltsschnipsel und die Medien Besucher. DAS haben die medialen Komapatienten nun vergessen...



Antwort von kundesbanzler:


Was das ganze Demonstrieren betrifft, war das von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Der Pipeline Deal mit Frankreich war bereits gelaufen, und das Ergebnis der Abstimmung stand damit schon vorher fest, egal wie viel Leute auf der Straße irgendwelche Forderungen brüllen. Daraus entsteht weder irgendein Recht noch ein Anspruch.

Sowas kann auch nur von einem alten Menschen kommen, dessen Grundrechte lange vor seiner Zeit von anderen erkämpft wurden und dem gute wie schlechte Veränderungen egal sein können, da er sie ohnehin nicht mehr mitbekommt.

edit: Wortwahl war etwas drüber



Antwort von Alf_300:

..Kundebanzler

Kannst ja mal anfangen die positiven Errungenschaften seit 1980 aufzuzählen.



Antwort von handiro:

FireFreezer schrob angeblich am 26.03.19 - 19:11
"Ich habe mich in den letzten Wochen bereits mit mehreren Musikern/Kollegen über dieses Thema unterhalten und aufgrund der heutigen Entscheidung über diese Urheberrechtsreform ist auch für uns die Entscheidung gefallen, aufgrund der Rechtsunsicherheiten und aus anderen Gründen, nichts mehr in Europa und auf europäischen Plattformen zu veröffentlichen. "

Selten sowas dämliches gelesen. Als wenn er glaubt für seine Musik bei amazon-apple-spotify und sonstwo mehr zu bekommen, wenn er sie nicht in der EU veröffentlicht. Da kriegt er genauso wie ich 0.0001 cent pro abgespieltem song und 0.90 cent pro verkauftem! Den Rest saugen sich die Tech Giganten und zeigens dann in Forbes in Form des Listenplatzes der gierigsten aller Gierigen oder lassen homestories von sich machen mit dem längsten Pimmel (äh Boot) der Welt.

Das ganze uploadfilter geblubbere ist am Thema vorbei. Das Thema sind die Verlage! Die Verlage beherrschen die Gema, die Meinungsbildung, die Druckwerke, die Presse und als würde ihnen nicht reichen, als NICHT Urheber in sämtl. musikalischen Urheberrechteverwertungsgesellschaften der Welt zu sitzen wie Egerlinge, nein sie begründen das auch noch mit so historischen Aussagen wie: "Weil ich Dir das Ticket für den Flug nach Paris bezahlt habe, und Du während des Fluges diesen Hit komponiert hast, gehören mir 40% des Urheberrechts" (echt!) Man stelle sich vor der Hit wäre für einen Busfahrschein während einer Busfahrt komponiert worden, von solchen Schnäppchen träumen diese verlogenen Leger laut in der Öffentlichkeit:-)

Wie schon gesagt, rate ich die Karriere des Lobbyisten Voss zu beobachten und wenn der nicht einen Posten bei Springer bekommt, dann eben der Sohnemann, der Schwiegersohn....Ihr werdets sehen! Denn für Springer wurden diese Regeln jetzt durchs Parlament geschliffen, der ist ja auch für die Meinungsbildung von mind. 50% der Teutschen zuständig mit Blöd, NTV und wie die anderen Produkte alle heissen. Den Rest erledigen die gemeinnützige(???) Stiftung Bertelsmann und die anderen "Urhebenden Verlage".

P.S.und als würde es ihnen nicht reichen, haben sie sich auch noch eine extra eigene "gema" gebastelt:
https://de.wikipedia.org/wiki/VG_Media



Antwort von Alf_300:

Campino von den toten Hosen ist jetzt Brite

ob das was damit zutun hat oder gehts dem um die Steuer ?



Antwort von handiro:

Ich kenne nur Briten die abhauen aus Brexitstan. Vielleicht macht er ja ne Skiffle-Band mit Nigel und Boris auf ? ;-)



Antwort von handiro:

Mann....hier knallen die Korken: https://www.vg-media.de/de/

und eine eigene GVL hamse jetzt auch die tollen Urheber-Verleger denn schon allen die Wahl eines Fonts ist bestimmt "kleine Münze" :-)))

https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_M%C3%BCnze



Antwort von Frank Glencairn:



Sowas kann auch nur von einem alten Menschen kommen, dessen Grundrechte lange vor seiner Zeit von anderen erkämpft wurden..

Ahhhh....

Der Mythos der "erkämpften Rechte" - wie romantisch.

Ich weiß nicht wie deine Grundrechte "erkämpft" wurden - meine jedenfalls nicht durch das brüllen von Forderungen auf der Straße.

Ich sag dir was - du hast keine Rechte. Was du für Rechte hältst, sind nur temporäre Privilegien, welche dir die jeweilige Regierung zeitweilig zugesteht. Die nächste Regierung kann sie dir genauso wieder wegnehmen. Wenn es tatsächliche Rechte wären, könnte sie dir keiner nehmen.
Wie wir gerade auf allen möglichen Ebenen erleben, sind selbst die absurdesten Gesetze schnell beschlossen und erlassen. Dabei spielt es nicht mal eine Rolle ob diese Gesetze überhaupt legal sind. Unzählige mußte das Verfassungsgericht wegen Verfassungswidrigkeit bereits kassieren.
Aber bis sich da mal einer durch die Instanzen klagt, dauert das Jahre, während derer man erst mal Postfaktische Realität schaffen kann.
Dann wird ein bisschen umformuliert, und das Spiel beginnt von vorne.

Und weil wir gerade bei "alten Menschen" sind. Es wird Zeit solche katastrophalen Entscheidungen nicht ständig mit dem Alter der Politiker zu entschuldigen.
Als das mit dem Internet los ging, war jemand wie Voss ein junger Student, der gerade sein Staatsexamen ablegte. Das sind Leute die die ganze Entstehung vom Tag 1 an mitbekommen haben. Wenn jemand tatsächlich glaubt, die würden aus Altersgründen irgendwie nicht schnallen was da passiert, der kann auch gleich an die FlatEarth glauben.

Schon im April 2018 erklärten rund 200 Urheberrechtsexperten von 25 führenden europäischen Universitäten und Instituten, dass und warum die Reform sowohl potenziell schädlich wie auch unwirksam sein wird. Bis wenige Minuten vor der Abstimmung haben sich weltweit anerkannte und meist unabhängige Wissenschaftler-Gruppen gegen diese Reform ausgesprochen, von den Universitäten Cambridge und Oxford bis zum Max-Planck-Institut. .

Die wissen genau was sie machen - das was ihnen am meisten nützt.

Der EU Abgeordnete Elmar Brok bekam nach eigener Angabe jahrelang bis 2014 monatlich zwischen 5.000 und 10.000 Euro von Bertelsmann. Dabei war er mit der politischen Gestaltung des Urheberrechts befasst, was Parteienrechtler Hans-Herbert von Arnim "legale Korruption" nannte.



Antwort von cantsin:

Wahrscheinlich haben CDU und Bundesregierung die Brisanz des Themas völlig unterschätzt und sind davon ausgegangen, dass es nur kleinen Kollateralschaden verursacht - im Gegenzug für andere politische Deals wie Nordstream (und eine zufriedene Presse) - und sich nur ein paar Nerds und Piratenpartei-Versprengte aufregen werden.



Antwort von Alf_300:

Bei all den Diskussionenr sollte man nicht ausser acht lassen, dass das Gesetz nun erst durch das Parlament muß und dann noch 2 Jahre für die nationale Umsetzung bleiben.
Bis es also soweit ist, werden noch die Bienen gerettet, das E-Auto eingeführt, das Plastik und was sonst noch in den Schubladen liegt verboten



Antwort von nachtaktiv:


...Nacht aktiv

Bivsi Rana darf jetzt mit ihren Eltern bis zum Abitur bleiben. Dass sie dann ein weiteres Visum, zum Beispiel als Auszubildende oder Studentin bekommt, gilt als sehr wahrscheinlich. Ihre Eltern dagegen haben kein Recht auf eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis.

Eine Erfolgsstory klingt anders.

nein klingt sie nicht. einfach, weil bivsi vor hat(te), medizin zu studieren. und so wie die noten aussahen, hat sie nicht die schlechtesten chancen. selbst wenn die eltern nach nepal müssen, wird die junge dame der rettungsanker der familie sein. davon ab, ist der junge grüne barnaszak, der die kleine begleitet und für sie gekämpft hat, nun landesvorsitzender. allein schon die tatsache, daß der fall rana sich prima als munition gegen die regierungsparteien eignet, reicht schon, um die geschichte am ende noch gut aussehen zu lassen. und sollten die ranas unterstützung brauchen, bin ich auch wieder dabei bei den demos. die schule von ihr befindet sich nur luftlinie zwei kilometer entfernung von mir. allein schon der lautstarke protest vorm rathaus ist jedes mal musik in meinen ohren :D.

Und warum die Kids, kannst Du nicht selber von Demo zu Demo reisen auf dem weg zum Politiker oder gar zum Nobelpreis.und die Welt verbessern ?

warum die kids? weil wir das letzte mal in den 80ern eine aktive jugendbewegung gehabt haben. meine generation und die danach sind generationen der angepassten ja-sager, von der joschka fischer mal gesagt hat, sie kotze ihn an. recht hat der ehemalige straßenschläger, der es bis in den bundestag geschafft hat. es hat eine rebellische jugend gefehlt, die sich an den älteren reibt, und die gesellschaft verändert. ich hoffe, dies wird jetzt wieder anders.

und ich? ich hab vor 5 jahren noch jede woche auf ner demo gestanden, mit ner kamera in der hand, und meine dienste angeboten. ich bin auf anti pegida demos in meine stadt gegangen, bis ich gesundheitlich aus dem rennen geworfen wurde. meine knochen machen eben nicht mehr alles mit. politisch interessiert und aktiv bin ich aber immer noch, keine sorge.

und du so? jetzt sag mir bitte nicht, du machst nix.

Arte TV hatte übrigends passend Thema für die Kids "Die Welle" im Programm

ich sehe da keine verbindung. und die kids brauchen keine filmchen. die brauchen unterstützung von uns, anstatt die schläge in die magengrube, die sie jetzt von uns noch kriegen. das tragische an der geschichte ist - auf den trümmern, der welt, die wir ihnen gerade hinterlassen opfern sie ihre zukunft um für die von uns allen zu kämpfen. allein dafür gebührt ihnen respekt. den man ihnen aber nicht gibt. weil man nicht damit klar kommt, daß man den größten teil seines lebens nur scheiße gebaut hat und den falschen werten hinterher gelaufen ist. es würde mich nicht wundern, wenn diese generation uns so verachten wird, wie die 68er ihre nazi eltern.

und das wäre gut so.

Es wäre eine sehr gute Idee, wenn die FfF-Schülerproteste sich dieses Themas auch mit annehmen würden. Mal sehen, ob Frau Merkel die dann immer noch lobt.

mag sein. aber es wäre AUCH eine sehr gute idee, wenn du als älterer deine unterstützung anbietest. wir brauchen keine 80 mio. bundestrainer, wenn WM ist, und wir brauchen auch keine 80 mio. bundeskanzler, wenn wahlen sind. ich bin mir sicher, die kids werden sehr dankbar sein, wenn sich filmer darum kümmern, die mediale hetze gegen sie in form von gut gemachter eigenwerbung zurück zu schlagen.



Antwort von Alf_300:

---Nachtaktiv
Klar mach ich was, ich beteilige mich am Kämpf, dass Bayern, Bayern bleibt.



Antwort von Frank B.:



Es wäre eine sehr gute Idee, wenn die FfF-Schülerproteste sich dieses Themas auch mit annehmen würden. Mal sehen, ob Frau Merkel die dann immer noch lobt.

mag sein. aber es wäre AUCH eine sehr gute idee, wenn du als älterer deine unterstützung anbietest. wir brauchen keine 80 mio. bundestrainer, wenn WM ist, und wir brauchen auch keine 80 mio. bundeskanzler, wenn wahlen sind. ich bin mir sicher, die kids werden sehr dankbar sein, wenn sich filmer darum kümmern, die mediale hetze gegen sie in form von gut gemachter eigenwerbung zurück zu schlagen.

Ich unterstütze doch nicht noch diese indoktrinierten Kinder. Die einzige Unterstützung, die sie von mir bekommen ist, dass ich ihnen erkläre, wie sehr sie hier verarscht und missbraucht werden. Scheint hier einigen von euch ja auch langsam zu dämmern. Leute, die jahrelang vor diesem System dieser Politik gewarnt haben, sind ja hier immer weitestgehend dumm gemacht worden.
Bei diesen FfF-Demos werden Kinder vor einen Karren gespannt und mit Schulausfall gelockt. Seit aber St. Greta nun wohl doch Kernenergie befürwortet, wird vielleicht die Trägerschaft dieser Demos ihr großes Interesse dran verlieren. Da wäre doch ein Ersatzthema fällig. Und wenn sich die Kiddies entschlössen, diese Uploadfilter und diese dämlichen Paragraphen dazu, vielleicht auch diese komplette EU (nicht zu verwechseln mit Europa) zu ihrem Protestthema zu machen, wirste mal sehn, wies läuft und wer dann die Kinder vor seinen Karren spannt und wer nicht.
Aber ich denke, St. Greta wird bald zurückrudern. Sie will sich bestimmt den Friedensnobelpreis nicht entgehen lassen. Da ist dann auch die Jugend weiterhin damit beschäftigt, gegen den Diesel und für mehr Lastenfahrräder zu kämpfen. Freitags schulfrei und noch Lob und Anerkennung zu bekommen, ist doch nicht schlecht.



Antwort von Frank Glencairn:



Arte TV hatte übrigends passend Thema für die Kids "Die Welle" im Programm

ich sehe da keine verbindung.

Und genau das ist das Problem.



Antwort von Cinealta 81:


Da ist dann auch die Jugend weiterhin damit beschäftigt, gegen den Diesel und für mehr Lastenfahrräder zu kämpfen. Freitags schulfrei und noch Lob und Anerkennung zu bekommen, ist doch nicht schlecht.

These
Man sollte sich darüber freuen, dass sich die Jugend für die ultimative Rettung der Welt überhaupt engagiert.

Antithese
Wie? Man kann sich auch außerhalb der Schulzeit gesellschaftspolitisch engagieren? Auf solche Gedanken kommen wohl nur Ewiggestrige und rechtsgerichtete Reaktionäre. Und diese ewiggestrigen Fortschrittsverhinderer könnten berücksichtigen, dass wir hierzulande erst 7 Millionen strukturelle Analphabeten haben. Will man in diesem Bereich zeitnah zur Weltspitze aufschließen, erscheint es dringend geboten, den an deutschen Schulen eh mager gestalteten Unterricht, durch Protestaktionen zu ersetzen.

Synthese (inkl. Lösungsvorschläge)
Mein Vorschlag: Freitags für den globalen Klimaschutz. Um das zu konkretisieren, würde sich der Donnerstag für die "Gegen-Diesel-Bewegung" (=Konkretisierung) empfehlen. Und damit man NICHT als ewiger Neinsager bezeichnet wird, könnte man Mittwochs für eine Welt voller Lastenfahrräder (=die Lösung wird gleich angeboten) demonstrieren. Da all diese Aktivitäten auch durchdacht, geplant und ausgewertet werden müssten, könnte man hierfür die Schulunterrichtszeit am Dienstag opfern.

Berücksichtigt man aber, dass diese Vielzahl an quälenden Gedanken um all die Ungerechtigkeiten und Umweltsünden in der Welt einen krank machen, bliebe der Montag für psychologische Betreuung der mental überstrapazierten Weltveränderer. Und Deutschland könnte nun - auch kurzfristiger als vermutet - zur internationalen Weltspitze in Sachen Analphabetismus aufschließen. Ein klarer Wettbewerbsvorteil in einer globalisierten Welt.



Antwort von handiro:



Sieht aus als ob Urheber eher vor Verlagen geschützt werden müssen.

Bingo!



Antwort von dienstag_01:

Gibt es eigentlich von den Gegnern der Urheberrechtsrichtlinie eine halbwegs konkrete Alternative?



Antwort von handiro:

Ja die hiess 1968 "enteignet Springer" und ich war dabei! Leider hats nur dazu gereicht, die Kochstr. an der der Springerpimmel steht, in Rudi Dutschke Strasse umzubenennen, woraufhin dem Pimmel der Eingang in die kleine Nebenstrasse verlegt wurde damit die postalische Adresse nicht daran erinnert wer für das Attentat auf Dutschke (mit)verantwortlich war.



Antwort von dienstag_01:


Ja die hiess 1968 "enteignet Springer" und ich war dabei! Leider hats nur dazu gereicht, die Kochstr. an der der Springerpimmel steht, in Rudi Dutschke Strasse umzubenennen, woraufhin dem Pimmel der Eingang in die kleine Nebenstrasse verlegt wurde damit die postalische Adresse nicht daran erinnert wer für das Attentat auf Dutschke (mit)verantwortlich war.

Ok, also Enteignung. Wobei es hier wohl eher um Google und Co geht (eher, nicht nur).

Ich melde hier mal eine gewisse Grundskepsis an, dass man dafür Mehrheiten bekommt, daher: Gibt es noch andere Alternativen?



Antwort von Frank Glencairn:


Gibt es eigentlich von den Gegnern der Urheberrechtsrichtlinie eine halbwegs konkrete Alternative?

Weitgehend so lassen wie's ist, und um eine Fair Use Komponente erweitern.



Antwort von dienstag_01:



Gibt es eigentlich von den Gegnern der Urheberrechtsrichtlinie eine halbwegs konkrete Alternative?

Weitgehend so lassen wie's ist, und um eine Fair Use Komponente erweitern.

Fair Use Komponente?



Antwort von handiro:

Nein es geht um den Kampf Springer gegen google menno....das war die Aufgabe von Döpfner an die Filtertype



Antwort von Frank Glencairn:



Fair Use Komponente?

https://de.wikipedia.org/wiki/Fair_Use



Antwort von dienstag_01:



Fair Use Komponente?

https://de.wikipedia.org/wiki/Fair_Use

Das haben all die Kommentatoren der letzten Tage auf Seiten der Richtliniengegner mit: das Urheberrecht muss sich ändern gemeint?
Das heisst also für Urheber weiterhin, im Internet wird nicht vergütet.
(Es sei denn, ich schaffe mir meinen eigenen, kleinen, abgeschotteten und argwöhnisch bewachten Markt)

Klingt für mich auch irgendwie seltsam.



Antwort von Cinealta 81:


Ja die hiess 1968 "enteignet Springer" und ich war dabei! Leider hats nur dazu gereicht, die Kochstr. an der der Springerpimmel steht, in Rudi Dutschke Strasse umzubenennen, woraufhin dem Pimmel der Eingang in die kleine Nebenstrasse verlegt wurde damit die postalische Adresse nicht daran erinnert wer für das Attentat auf Dutschke (mit)verantwortlich war.

Der Gedanke an Enteignung mag verlockend klingen, bei näherer Betrachtung erweist er sich als substanzlose Utopie. Eine Utopie, die von denjenigen genährt und verbreitet wird, die in vollen Zügen vom Reichtum und Freiheiten einer sozialen Marktwirtschaft profitieren.

Wir sind oft in vielen Ländern des ehemaligen Ostblocks unterwegs und glauben Sie mir: DAS was man dort vorfindet, wollen SIE nicht wirklich hierzulande etablieren. Utopisten werden sowohl im übelsten Kommunismus, als auch im rabiaten Turbokapitalismus ausnahmslos geopfert - es sei denn, sie dienen den Mächtigen als Clowns. Und dann werden sie auch als solche behandelt.

Darüber hinaus, bleiben Sie realistisch: Schauen Sie sich die Springer-Zahlen an! Das bestehende Springer-Geschäftsmodell ist ein Komapatient - nicht umsonst, denken die jetzt darüber nach, Ebay-Kleinanzeigen zu kaufen. Sie irren verwirrt durch das digitale Universum, auf der Suche nach einem "geilen" Geschäftsmodell - ähnlich wie zur guten, alten Zeit des Prints, wo man etwas auf sich halten konnte. Heute? Tag für Tag weniger Deutungshoheit...Immer weniger Umsatz...
Man sollte bei vielen Medien keine aktive Sterbehilfe (=Enteignung) betreiben, es wäre geradezu unmoralisch. Nichtnutzung, bzw. AdBlocker und NichtKauf könnten ausreichen. Es wird bis zum endgültigen Ende zwar noch dauern, aber die wenigsten 73-jährigen wachen aus einem langjährigen Koma auf und können wie die Hasen der Konkurrenz davonlaufen. Oder sie werden aufgekauft - um anschließend runderneuert, oder filetiert und zerschlagen zu werden.

Die Agonie eines Medienkonzerns kann spannend sein. Das hektische Schnappen nach Luft, die verzweifelt anmutenden Hände, die nach jedem noch so kleinen Rettungsring greifen wollen. Die schiere Verzweifelung in den Augen der blinden Lenker...Für Medienlandschafts-Voyeuristen ein Hochgenuss. ;-)

@ Frank Glencairn

Weitgehend so lassen wie's ist, und um eine Fair Use Komponente erweitern.

Genau so. Denn darüber hinaus gibt es (noch) ein in dieser Hinsicht gut funktionierendes, bestehendes Rechtssystem.



Antwort von dienstag_01:



Ja die hiess 1968 "enteignet Springer" und ich war dabei! Leider hats nur dazu gereicht, die Kochstr. an der der Springerpimmel steht, in Rudi Dutschke Strasse umzubenennen, woraufhin dem Pimmel der Eingang in die kleine Nebenstrasse verlegt wurde damit die postalische Adresse nicht daran erinnert wer für das Attentat auf Dutschke (mit)verantwortlich war.

Der Gedanke an Enteignung mag verlockend klingen, bei näherer Betrachtung erweist er sich als substanzlose Utopie. Eine Utopie, die von denjenigen genährt und verbreitet wird, die in vollen Zügen vom Reichtum und Freiheiten einer sozialen Marktwirtschaft profitieren.

Wir sind oft in vielen Ländern des ehemaligen Ostblocks unterwegs und glauben Sie mir: DAS was man dort vorfindet, wollen SIE nicht wirklich hierzulande etablieren. Utopisten werden sowohl im übelsten Kommunismus, sowie im rabiaten Turbokapitalismus ausnahmslos geopfert - es sei denn, sie dienen den Mächtigen als Clowns. Und dann werden sie auch als solche behandelt.

Darüber hinaus, bleiben Sie realistisch: Schauen Sie sich die Springer-Zahlen an! Das bestehende Springer-Geschäftsmodell ist ein Komapatient - nicht umsonst, denken die jetzt darüber nach, Ebay-Kleinanzeigen zu kaufen. Sie irren verwirrt durch das digitale Universum, auf der Suche nach einem "geilen" Geschäftsmodell - ähnlich wie zur guten, alten Zeit des Prints, wo man etwas auf sich halten konnte. Heute? Tag für Tag weniger Deutungshoheit...Immer weniger Umsatz...
Man sollte bei vielen Medien keine aktive Sterbehilfe (=Enteignung) betreiben, es wäre geradezu unmoralisch. Nichtnutzung, bzw. AdBlocker und NichtKauf könnten ausreichen. Es wird bis zum endgültigen Ende zwar noch dauern, aber die wenigsten 73-jährigen wachen aus einem langjährigen Koma auf und können wie die Hasen der Konkurrenz davonlaufen. Oder sie werden aufgekauft - um anschließend runderneuert, oder filetiert und zerschlagen zu werden.

@ Frank Glencairn

Weitgehend so lassen wie's ist, und um eine Fair Use Komponente erweitern.

Genau so. Denn darüber hinaus gibt es (noch) ein in dieser Hinsicht gut funktionierendes, bestehendes Rechtssystem.

EIn *funktionierendes Rechtssystem* ist auch so eine Schimäre. Aber wenn man das noch nicht mal bemerkt...
(Kleiner Denkanstoß: Ein Werk von mir/dir/wem auch immer wurde auf Youtube hochgeladen. Ein Rechtsverstoß. Wie funktioniert jetzt genau was gut?)



Antwort von Funless:



@ Frank Glencairn

Genau so. Denn darüber hinaus gibt es (noch) ein in dieser Hinsicht gut funktionierendes, bestehendes Rechtssystem.

EIn *funktionierendes Rechtssystem* ist auch so eine Schimäre. Aber wenn man das noch nicht mal bemerkt...
(Kleiner Denkanstoß: Ein Werk von mir/dir/wem auch immer wurde auf Youtube hochgeladen. Ein Rechtsverstoß. Wie funktioniert jetzt genau was gut?)

Hat der gute Mann doch schon weiter oben beschrieben:

Wer dies zuverlässig macht, sind gute und teuer bezahlte Anwälte. Nur zwei Beispiele aus der Neuzeit:

1. Dt. Publikation übernimmt ein Foto von uns - ein Bild eines russischen Topmodels, im Rahmen einer Kampagne eines mitteleuropäischen Modelabels. Bild war mit Wasserzeichen versehen. Wir haben nicht diskutiert, sondern gleich den Anwalt beauftragt. Hat zwei Jahre gedauert, aber es hat die Gegenpartei 7.260,- EUR + RA + Verfahrenskosten gekostet.
2. US-Publikation übernimmt ca. 14 Sekunden Footage eines bekannten Models, ebenfalls aus einer Kampagne eines Modelabels. In den USA verklagt, knapp über 37.000 $ bekommen - die Rechtskosten gingen für die Schlingel extra.

Alles Beispiele aus der Vor-§11-§13-§17-Ära.

So what? Natürlich braucht man dazu etwas Geld und einen langen Atem und selbstverständlich verliert man auch mal vor Gericht - obwohl man in Recht ist. Aber insgesamt, freuen wir uns eigentlich über jeden, der unsere Urheberrechte missachtet; weil wir dadurch - neben Bezahlung durch den Kunden - eine zweite Einkommensquelle erschließen.

Das gute alte Wasserzeichen und andere diverse - wenn auch in der "Szene" verpönte - Methoden haben noch nicht ausgedient. Ebenso wie fähige und fachkompetente Anwälte.




Antwort von Cinealta 81:


EIn *funktionierendes Rechtssystem* ist auch so eine Schimäre. Aber wenn man das noch nicht mal bemerkt...

Keine Schimäre. Eigene Erfahrung. Dazu hatte ich einige Beiträge vorher etwas geschrieben - mit Beispielen. Gut, man könnte es einschränken: "Für uns... / Aus unserer Sicht... / Nach eigener Erfahrung...". Es gab Prozesse, danach Urteile. Dann Geld.
Natürlich verliert man auch mal vor Gericht - obwohl man im Recht ist. Aber so ganz ohne Risiko, ist nichts im Leben.



Antwort von dienstag_01:

Wenn man den Unterschied zwischen *eine Publikation übernimmt* und *wurde auf Youtube hochgeladen* nicht versteht, sollte man sich vielleicht ein anderes Thema suchen.



Antwort von Frank Glencairn:



Das haben all die Kommentatoren der letzten Tage auf Seiten der Richtliniengegner mit: das Urheberrecht muss sich ändern gemeint?

Ich kann nix dazu sagen was irgendwelche anderen Richtliniengegner tatsächlich meinen, da mußt du sie schon selbst fragen.
Ich kann nur für mich sprechen.

Das heisst also für Urheber weiterhin, im Internet wird nicht vergütet.

Soweit ich weiß, werden Urheber im Internet vergütet.
Was Musik betrifft, YT zahlt an die Rechteverwerter, und die an die Urheber.
Was TV Sendungen betrifft, die sind mit der GEZ (oder Werbung bei den Privaten) eigentlich bezahlt (in einer idealen Welt wären die CC).
Autoren von irgendwelchen Artikeln bekommen Geld (Dank der Richtlinie bald nur noch die Hälfte) von der VK Wort usw.

Wenn du dir allerdings einbildest, daß du in Zukunft für Clips von Kamera Tests was bekommst, hast du das Problem nicht verstanden.

Hier geht es nur um Verlage, Fußball, Stars, Profimusiker von großen Labels, sprich um die Rechteverwertungsindustrie, die noch mehr Geld will. Tatsächliche Urheber kommen hier nur am Rande vor. Schau mal nach, was ein Urheber von Spotify z.B. bekommt, und wie viel mehr der Verwerter bekommt, dann geht dir womöglich ein Licht auf, an welcher Stelle wirklich was schief hängt. Durch die neue Richtlinie wird diese Situation nicht etwa verbessert, sondern eher verschärft.

Kleiner Denkanstoß: Ein Werk von mir/dir/wem auch immer wurde auf Youtube hochgeladen. Ein Rechtsverstoß.

Das ist schon ein paarmal vorgekommen.

Möglich, daß derjenige durch Monetarisierung oder sonstige Maßnahmen ein paar Cent damit macht (ca ein Euro für 1000 Views - tolle Wurst).
Kann er gerne behalten, dafür wird meine Reichweite gratis erweitert - WinWin Situation.

Wenn er das Video nicht hochgeladen hätte, hätte ich gar nix - kein Geld und keine Reichweite.

Die Vorstellung man würde enorme Summen erwirtschaften, in dem man irgendwelches Fremdmaterial verwurstet ist ziemlich absurd.
Erstens kann niemand sagen, welcher Teil eines Clips was genau erwirtschaftet hat, und zweites sind das sowieso Kleckerbeträge.

Ich denke mal, die meisten Verstöße kommen nicht von irgendwelchen Youtubern, die irgendwas hochladen, sondern von Verlagen, Publikationen, TV Sendern etc.

RTL hat z.b. mal Material aus einer DVD von uns geklaut und ungefragt gesendet. Wurde nicht ganz billig für den Laden, aber ein neues Gesetz hab ich dazu nicht gebraucht, nicht mal ein Gericht, die haben sofort klein beigegeben und bezahlt.



Antwort von handiro:


Man sollte bei vielen Medien keine aktive Sterbehilfe (=Enteignung) betreiben, es wäre geradezu unmoralisch. Nichtnutzung, bzw. AdBlocker und NichtKauf könnten ausreichen. Es wird bis zum endgültigen Ende zwar noch dauern, aber die wenigsten 73-jährigen wachen aus einem langjährigen Koma auf und können wie die Hasen der Konkurrenz davonlaufen. Oder sie werden aufgekauft - um anschließend runderneuert, oder filetiert und zerschlagen zu werden.

Die Agonie eines Medienkonzerns kann spannend sein. Das hektische Schnappen nach Luft, die verzweifelt anmutenden Hände, die nach jedem noch so kleinen Rettungsring greifen wollen. Die schiere Verzweifelung in den Augen der blinden Lenker...Für Medienlandschafts-Voyeuristen ein Hochgenuss. ;-)

OK einverstanden -:)



Antwort von dienstag_01:


Das haben all die Kommentatoren der letzten Tage auf Seiten der Richtliniengegner mit: das Urheberrecht muss sich ändern gemeint?
Ich kann nix dazu sagen was irgendwelche anderen Richtliniengegner tatsächlich meinen, da mußt du sie schon selbst fragen.
Ich kann nur für mich sprechen
Ok, verstehe ich.

Das heisst also für Urheber weiterhin, im Internet wird nicht vergütet.
Soweit ich weiß, werden Urheber im Internet vergütet.
Was Musik betrifft, YT zahlt an die Rechteverwerter, und die an die Urheber.
Was TV Sendungen betrifft, die sind mit der GEZ (oder Werbung bei den Privaten) eigentlich bezahlt (in einer idealen Welt wären die CC).
Autoren von irgendwelchen Artikeln bekommen Geld (Dank der Richtlinie bald nur noch die Hälfte) von der VK Wort.
Du hast recht, teilweise, denn was ist mit Film, z.B. als Regisseur.
(mal unabhängig davon, wie man z.B. in die VG Wort überhaupt reinkommt)

Ich denke aber, wenn es um Vergütung geht, spielt auch die Höhe eine Rolle. Bisher fällt das im Verhältnis zu anderen Veröffentlichern (z.B. TV) doch unter ferner liefen. Oder weisst du was anderes?

Wenn du dir allerdings einbildest, daß du in Zukunft für Clips von Kamera Tests was bekommst, hast du das Problem nicht verstanden.
Idiot.

Kleiner Denkanstoß: Ein Werk von mir/dir/wem auch immer wurde auf Youtube hochgeladen. Ein Rechtsverstoß.
Das ist schon ein paarmal vorgekommen.

Möglich, daß derjenige durch Monetarisierung oder sonstige Maßnahmen ein paar Cent damit macht (ca 0.01 cent pro view- tolle Wurst).
Kann er gerne behalten, dafür wird meine Reichweite gratis erweitert - WinWin Situation.

Wenn er das Video nicht hochgeladen hätte, hätte ich gar nix - kein Geld und keine Reichweite.

Die Vorstellung man würde enorme Summen erwirtschaften, in dem man irgendwelches Fremdmaterial verwurstet ist ziemlich absurd.
Erstens kann niemand sagen, welcher Teil eines Clips was genau erwirtschaftet hat, und zweites sind das sowieso Kleckerbeträge.

Ich denke mal, die meisten Verstöße kommen nicht von irgendwelchen Youtubern, die irgendwas hochladen, sondern von Verlagen, Publikationen, TV Sendern etc.

RTL hat z.b. mal Material aus einer DVD von uns geklaut und ungefragt gesendet. Wurde nicht ganz billig für den Laden, aber ein neues Gesetz hab ich dazu nicht gebraucht, nicht mal ein Gericht, die haben sofort klein beigegeben und bezahlt.
Hier wechselst du ständig die Perspektive, mal bist du Rechteinhaber, dann wieder schreibst du aus der Sicht des *Klauers*. Schwierig.
Aber: was du als Win-Win-Situation siehst, ist deine Sache, andere empfinden das möglicherweise existenzbedrohend. Ich glaube nicht, dass, wenn in deiner Stadt irgendein Wurstblatt eine Anzeige von dir ungefragt schaltet und dir danach eine Rechnung präsentiert, du zu Freudensprüngen ansetzt.

Egal, ich habs verstanden, alles so lassen plus Fair Use.
Ist doch ein Vorschlag.



Antwort von handiro:

Zu "Fair use" immer die Rechtssprechung der Länder lesen, in denen das angeblich anwendbar ist. Gerade in den USA wird da zugeschlagen sobald Geld zu holen ist. Da ist dann plötzlich nix mehr mit fair use. Hier haben wir auch so ein Beispiel mit Kraftwerk und dem abmahnwahnsinnigen Pelham, und ich finde richtig, dass Kraftwerk den belangen! Hat er doch selber mit seiner digiprotect abgemahnt bis der Frankierautomat brannte :-)



Antwort von Frank Glencairn:



Du hast recht, teilweise, denn was ist mit Film, z.B. als Regisseur.

Der bekommt zunächst mal mehr als jedes andere Crew Mitglied - okay fair enough.
Dann bekommt er noch was für die Ausstrahlung, zusätzlich Geld für die DVD, dritt, viert, etc. Verwertung.
Bei jeder Wiederholung im TV nochmal extra Geld.

Für einmal Arbeiten 3-4 mal Kohle bekommen sollte doch so langsam reichen, oder?

Die Rigger, Dolly Grip, Beleuchter, Tonleute, Kamera Assistenten, etc hingegen bekommen dafür gar nix, außer der einmaligen Vergütung für die Arbeit, die sie gemacht haben.



Antwort von dienstag_01:



Du hast recht, teilweise, denn was ist mit Film, z.B. als Regisseur.

Der bekommt zunächst mal mehr als jedes andere Crew Mitglied - okay fair enough.
Dann bekommt er noch was für die Ausstrahlung, zusätzlich Geld für die DVD, dritt, viert, etc. Verwertung.
Bei jeder Wiederholung im TV nochmal extra Geld.

Für einmal Arbeiten 3-4 mal Kohle bekommen sollte doch so langsam reichen, oder?

Die Rigger, Dolly Grip, Beleuchter, Tonleute, Kamera Assistenten, etc hingegen bekommen dafür gar nix, außer der einmaligen Vergütung für die Arbeit, die sie gemacht haben.

Ah, ja, sonst wirst du nicht müde zu wiederholen, dass es bei der Urheberrichtlinie nicht um Urheber geht, sonder nur um die Rechteverwertungsindustrie. Wenn dir ein Urheber aber nicht so richtig ins Konzept passt, fällt er auch durchs Raster.

Wie sieht es allgemein mit Künstlern aus. Ohne Gema. Ohne VG Wort. Ohne TV , ohne, ohne, ohne... Pech gehabt oder?



Antwort von Frank Glencairn:



Ah, ja, sonst wirst du nicht müde zu wiederholen, dass es bei der Urheberrichtlinie nicht um Urheber geht, sonder nur um die Rechteverwertungsindustrie.

Das kann man gar nicht oft genug wiederholen

Wie sieht es allgemein mit Künstlern aus. Ohne Gema. Ohne VG Wort. Ohne TV , ohne, ohne, ohne... Pech gehabt oder?

Um die geht's nicht bei der ganzen Nummer - siehe oben.
Und ja, die haben- dank der Reform - tatsächlich Pech gehabt, sog ich ja die ganze Zeit.
Selbst die VG Wort Mitglieder bekommen jetzt nur noch die Hälfte, der Rest folgt.



Antwort von dienstag_01:



Ah, ja, sonst wirst du nicht müde zu wiederholen, dass es bei der Urheberrichtlinie nicht um Urheber geht, sonder nur um die Rechteverwertungsindustrie.

Das kann man gar nicht oft genug wiederholen

Wie sieht es allgemein mit Künstlern aus. Ohne Gema. Ohne VG Wort. Ohne TV , ohne, ohne, ohne... Pech gehabt oder?

Um die geht's nicht bei der ganzen Nummer - siehe oben.
Und ja, die haben- dank der Reform - tatsächlich Pech gehabt, sog ich ja die ganze Zeit.
Selbst die VG Wort Mitglieder bekommen jetzt nur noch die Hälfte, der Rest folgt.

Die haben vor allem Pech, wenn es so bleibt wie es ist. Mit der Reform haben sie - zumindest theoretisch - eine Chance auf Lizenzzahlungen. Mit dem bisherigen Modell bekommen sie nichts.



Antwort von Frank Glencairn:


Mit der Reform haben sie - zumindest theoretisch - eine Chance auf Lizenzzahlungen.

Dream on - für jemand der nicht bei der Rechteindustrie unter Vertrag steht, ändert sich überhaupt nix - wenn überhaupt, bekommen sie eher weniger.



Antwort von dienstag_01:



Mit der Reform haben sie - zumindest theoretisch - eine Chance auf Lizenzzahlungen.

Dream on - für jemand der nicht bei der Rechteindustrie unter Vertrag steht, ändert sich überhaupt nix - wenn überhaupt, bekommen sie eher weniger.

Klar, du bist natürlich der Hellseher.
Ich dagegen dunkelsehe eine entsprechende Anzahl von Musikern, die gemafrei Musik anbieten und dann gemeinsam mit Youtube verhandeln.
In der Richtlinie steht nicht, dass das nicht möglich ist.



Antwort von Frank Glencairn:


eine entsprechende Anzahl von Musikern, die gemafrei Musik anbieten und dann gemeinsam mit Youtube verhandeln.

LOL -ja genau.

Wahrscheinlicher is daß Verwerterindustrie pauschale Lizenzen für deine Arbeit auch dann kassieren werden, wenn du gar nicht von denen vertreten wirst.
Das nennt man Erweiterte kollektive Lizenz.

Das ist quasi eine GEMA-Vermutung auf Speed. Damit dürfen die sogar Geld für Material von Leuten einziehen, die sie gar nicht kennen, geschweige denn irgend einen Vertrag haben, und dafür müssen die gar nichts nachweisen, das geht einfach so, ohne daß der tatsächliche Urheber was dagegen tun kann. Im Gegenteil, du bist in der Beweispflicht, daß es dein Material ist.

Wir sprechen weiter, wenn's soweit ist.



Antwort von handiro:

Genau "Gemafrei" ist so ungefähr das unterste level wo man landen kann. Vor allem wird man nie erfahren wer sich die "Musik" bei der Gema als seine eigene angemeldet hat. wie sagte Einstein so schön?



Antwort von Frank Glencairn:

Es wird immer bizarrer

Versehentlich falsch abgestimmt?
Der EU-Abgeordnete Tiemo Wölken verwies parallel darauf, dass das Resultat bei der Stimmabgabe im Parlament auch hätte anders ausfallen können. Dem SPD-Politiker zufolge haben sich "zehn Kollegen" bei dem Antrag, über Änderungen an der im Trilog gefundenen Übereinkunft zu entscheiden, nachträglich auf "Zustimmen" korrigiert und zwei auf "Enthalten". Wenn die Volksvertreter gleich "richtig" abgestimmt hätten, wäre es möglich gewesen, in Folge ein Aus etwa für Artikel 17 zumindest zur Wahl zu stellen. Bei der entsprechenden Abstimmung selbst waren 312 Parlamentarier für und 317 gegen Änderungen am Kernpaket.

Berichten zufolge hat eine Gruppe schwedischer Sozialdemokraten bei der Abstimmung, ob Änderungsanträge abgestimmt werden sollten, in den entscheidenden Sekunden "den falschen Knopf" gedrückt und ihr Stimmverhalten nachträglich korrigiert. "In den knapp zwei Stunden Abstimmungsmarathon am Dienstag wurden fast 1000 Einzelabstimmungen durchgeführt", erklärte ein Parlamentssprecher gegenüber heise online. "Da kann man sich schon mal vertun." Das Ergebnis ändere eine nachträgliche Korrektur aber nicht. Nur der Name werde eben im Protokoll später ausgetauscht. Beobachter gehen auch davon aus, dass sich die entsprechenden Abgeordneten nicht wirklich "verwählt" haben, sondern sich im Nachgang rein waschen wollten von ihrer Verantwortung etwa für Upload-Filter.



Antwort von Frank B.:

Unsere Politiker "vertun" sich doch öfter mal. Ist doch alles nicht so schlimm, kann doch jedem mal passieren.



Antwort von Cinealta 81:


Es wird immer bizarrer

Das ist keinesfalls bizarr, es ist eine weitere Folge des allgemeinen vorauseilenden Gehorsams gegenüber realitätsferner und inkompetenter Politik und ein stillschweigendes Akzeptieren der leeren Sprechblasen. Und ja, es wird immer schlimmer - deren Frechheit erscheint vielen Menschen immer bizarrer. Weil es für sie folgenlos bleibt: Die teils üppigen Gehälter und weitere Zahlungen aus Steuerzahlergeld fließen immer weiter, keiner der Intelligenzallergiker haftet persönlich für die Folgen seiner Handlungen. Und das Riemenschneiden aus anderer Leute Haut macht ja auch Spaß.

Weil hier öfters die Frage auftaucht: "Was tun?". Meine konkreten Vorschläge (nicht besonders innovativ, aber bewährt):

1. Man sollte sich mal genau ansehen wie die Flugvereinigung Cockpit ihre Interessen durchsetzt. Bitte nicht oberflächlich hinschauen und anschließend müde abwinken. Da zeigt eine Berufsgruppe, wie man ganze Teile des täglichen Lebens - zur Durchsetzung eigener Interessen - lahmlegt. Und bitte immer berücksichtigen, dass es den betroffenen Fluggesellschaften - entgegen ursprünglich durch ihre PR-Kettenhunde verbreiteten Pleitemärchen - nach wie vor gut geht. Und den Piloten auch.
2. Die gleiche Analyse für den letzten großen GDL-Streik. Man muss den Weselsky nicht mögen, aber der Mann lässt mit sich kein JoJo spielen.

Nach fundierter Analyse beider Vorgänge, wird einem ziemlich schnell klar, warum es für die in diesem Fall betroffenen Kreativen / Kunstschaffenden, etc. schwierig wird. Zumindest kurzfristig.

...Weil es nicht viele Menschen gibt, die ein Passagier- / Frachtflugzeug fliegen oder Züge führen können - aber Hunderttausende, die zumindest einen Kamera-On-Knopf drücken können. Und gefühlte Millionen, die Texte schreiben oder Bilder schießen können. Wird zwar nicht so ganz toll, aber es geht - irgendwie.
Aber "irgendwie" ein Flugzeug fliegen, oder einen Zug fahren? Nö. Geht gar nicht.

Schlussfolgerung: Zu viele involvierte *** gelöscht vom Admin ***, zu viele Verräter, Egoisten, Feiglinge und Intelligenzbenachteiligte in der Branche. Nicht zu vergessen die, die da meinen, nachdem man 2-3 Jahre für umsonst gearbeitet hat, dann wird es schon gehen. Irgendwie.
Natürlich gibt es diese erwähnten Gruppierungen innerhalb der Piloten oder Lokführer auch - prozentual gesehen. Aber durch die knappe Anzahl der Betroffenen und deren feste Entschlossenheit (keine Hipster oder Lehrertöchter, die "irgendwas mit Medien" machen wollen und sich von Eltern, Verwandschaft oder Staat alimentieren lassen) klappt das vorzüglich. Klare Rahmenbedingungen aus Sicht von Piloten und LokF.: Hier ist meine gute Arbeit, da will ich jetzt dafür gutes Geld. Jetzt gleich.

In diesem Sinne, ich muss jetzt weiter, am Montag will unser Generalissimo die "neue A9" tellerfertig präsentiert haben - mit neuen Features, AF-Modi, Farben-Klimbim, Samples, etc.. Und da ich diese Arbeit nicht an einen gutgläubigen und unbezahlten (aber aufstrebenden) Praktikanten weiterdelegieren kann, muss ich es selbst machen. Allen ein schönes, erholsames und sonniges Wochenende!



Antwort von dosaris:

nun ist es - wie befürchtet - passiert:

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpol ... 62862.html

Bei einer Regierung, die sich Gesetze von Lobby-Firmen schreiben lässt, war sowas ja zu erwarten.



Antwort von Frank Glencairn:

War doch so klar.
Hat sich irgendjemand tatsächlich eingebildet die Demo-Folklore und albernen Unterschriftenlisten würden tatsächlich was bewirken?
Das Ergebnis stand doch schon seit dem Pipeline Deal mit Frankreich fest.



Antwort von autocalypso:


War doch so klar.
Hat sich irgendjemand tatsächlich eingebildet die Demo-Folklore und albernen Unterschriftenlisten würden tatsächlich was bewirken?
Das Ergebnis stand doch schon seit dem Pipeline Deal mit Frankreich fest.

Vielleicht erinnerst Du Dich nicht, aber genau diese Art von Protest hat z.B. beim Handelsabkommen ACTA (2012) gewirkt, es wurde damals abgelehnt.



Antwort von Steelfox:

Es bliebe noch die EU-Wahl im Mai.
Ich habe mein Bekanntenkreis "geimpft". Zumindest theoretisch. Denn kurz vor der Wahl werden ja bekanntlich immer irgendwelche positiven Meldungen verbreitet oder "Geschenke" ans Volk verteilt. Gern auch in kombinierter Form. Die zumeist ältere Generation interessiert sich ohnehin kaum dafür. Somit dürfte sich mein Appell an Freunde u. Familie wohl in Luft auflösen. Wie überall.

Es ist zumindest klar erkennbar, dass Proteste - in welcher Form auch immer - durchaus legitim und durchfürbar sind (siehe Art. 8 GG). Geht es aber eindeutig um wirtschaftliche Interessen, wird jedwede Kritik, wie hier zu dieser Abstimmung, eiskalt ignoriert.



Antwort von Frank Glencairn:



Vielleicht erinnerst Du Dich nicht, aber genau diese Art von Protest hat z.B. beim Handelsabkommen ACTA (2012) gewirkt, es wurde damals abgelehnt.

Naja...

In Wirklichkeit hat sich die EU Kommission einen Scheißdreck um die Proteste geschert, und zurückgezogen wurde die Nummer letztendlich nur, weil das Ganze von Anfang an so illegal war, daß nicht mal die EU-Kommissare ne Hoffnung hatten, vor dem EuGH damit durchzukommen.

Die EU-Kommission sah auch trotz der Massenproteste keinen Grund, von der ACTA-Gesetzgebung Abstand zu nehmen, und führte die Aktionen der Demonstranten auf "unzureichende Informationspolitik" von Seiten der EU zurück. Der zuständige EU-Kommissar Karel de Gucht sprach in diesem Zusammenhang von einer "aggressiven pan-europäischen Kampagne gegen ACTA"..

Am 13. Februar 2012 forderte die EU-Justizkommissarin Viviane Reding eine Überprüfung der ACTA-Gesetzgebung durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH)...
Im Dezember 2012 gab die EU-Kommission bekannt, dass sie ihre Anfrage an den EuGH für eine Rechtsmeinung zum Anti Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) zurückzieht, weil sie keine realistischen Aussichten für einen Abschluss dieses Abkommens mehr sieht

Ne ganze Menge der Klauseln haben sie dann hintenrum in CETA untergebracht, ohne daß die Demonstranten das jemals geschnallt hätten, weil die bereits dabei waren gegen TTIP zu demonstrieren.



Antwort von Drushba:

Ich kann in der Urhebrrechtsnovelle keinen Nachteil für Filmer sehen, die Ihre Filme auf Youtube publizieren. Im Gegenteil. Ich finde es sehr gut, daß Youtube in die Zange genommen wird. Und auch Musiker, deren Tracks für Kameratestvideos verwendet werden, müssen von Youtube jetzt vergütet werden. Es sei ihnen gegönnt.

Konkretes Beispiel: Ich habe noch eine Reihe Kurzfilme aus Filmhochschulzeiten und den ersten Jahren danach. Teilweise die Musik selber komponiert. Lade ich sie derzeit hoch und erhalte übers Jahr 5000 Klicks bekomme ich eventuell 5-10 Euro, wenn ich alle Einstiegsanforderungen erfülle. Also eher nichts, zumindest wenn ich nicht 1000 Abos vorweisen kann.

Mit der neuen Regelung ist das nicht möglich. Youtube muß mich vergüten, egal ob ich 1000 Abos habe oder nicht. Die Musikurheberschaft gebe ich beim Upload an (anders geht es wohl nicht) und werde von Youtube direkt vergütet, ganz ohne Gema. Sind vielleicht auch nur 5-10 Euro, die dann aber auf jeden Fall. Macht einmal im Jahr eine einfache Pizza beim Italiener, über die man sich freuen kann, da aus Film erworben.)

Probleme bekommt allenfalls Youtube in Form einer leichten Gewinnschmälerung und hetzt dafür die Nerds und Verschwörungstheoretiker auf, die auch brav gegen die Novelle wettern.

Jede Wette: Youtube wird es hinterher immer noch geben und jeder Contentuploader hat dann ein Recht auf Vergütung und sei sie noch so klein. Für Filmer und Selbstverleger eine gute Neuerung. Ätsch Youtube.



Antwort von Frank Glencairn:


Die Musikurheberschaft gebe ich beim Upload an (anders geht es wohl nicht) und werde von Youtube direkt vergütet, ganz ohne Gema.

Muahahaha - und wovon träumst du nachts?



Antwort von Drushba:


Muahahaha - und wovon träumst du nachts?

Als Trump-Verehrer Du kannst das Gegenteil nicht belegen, nur behaupten. Das aber ziemlich laut.)
Und solange der Text nicht durch Youtube-Lobbyisten entschärft ist, träume ich ganz einfach von der Umsetzung der Novelle.



Antwort von Frank Glencairn:

LOL - da reden wir dann in 2 Jahren nochmal drüber, wie das für dich so läuft :D



Antwort von dienstag_01:

Ein Gesetz, was auf Uploadfiltern basiert (natürlich ungenannt), im Schritt der nationalen Umsetzung aber genau deren Verwendung ausschließen will (so will es die CDU für Deutschland), ist vollkommen gaga. Wenn es denn so überhaupt mit der EU-Richtlinie vereinbar sein sollte. Was viele bezweifeln.
Youtube gruselt es bestimmt schon ;)



Antwort von Drushba:

Das mit den Uploadfiltern ist ein Propagandabegriff, den Youtube selbst ins Spiel gebracht hat. Der steht nirgends in der Richtlinie. Youtube wehrt sich ganz einfach dagegen, selbst verklagt werden zu können. Daraus wurde nichts, weil Bogen überspannt.

Jetzt muss sich Youtube eben mit den Uploadern einigen. Und die Uploader könnten in der einfachsten Variante einen Fragebogen ausfüllen, in welchem sie erklären, über die Rechte zu verfügen und dafür selbst gerade zu stehen. Und diesen Rechte müssen sie vorher erfragen/einholen. Muss ich auch bei jeder Festivalanmeldung nachweisen. Einmal dran gewöhnen höflich zu sein und bei den beteiligten Urhebern nachzufragen sollte nicht das Problem sein.

Es wird auf eine korrekte Anmeldung aller Uploads hinauslaufen müssen, in welcher jeder am Werk beteiligte Urheber genannt wird, so dass er auch vergütet werden kann. Und das wird insgesamt gut für uns.)



Antwort von dienstag_01:


Das mit den Uploadfiltern ist ein Propagandabegriff, den Youtube selbst ins Spiel gebracht hat. Der steht nirgends in der Richtlinie. Youtube wehrt sich ganz einfach dagegen, selbst verklagt werden zu können. Daraus wurde nichts, weil Bogen überspannt.

Jetzt muss sich Youtube eben mit den Uploadern einigen. Und die Uploader könnten in der einfachsten Variante einen Fragebogen ausfüllen, in welchem sie erklären, über die Rechte zu verfügen und dafür selbst gerade zu stehen.

Es wird auf eine korrekte Anmeldung aller Uploads hinauslaufen müssen, in welcher jeder am Werk beteiligte Urheber genannt wird, so dass er auch vergütet werden kann. Und das wird gut für uns.)

Wenn der Begriff Uploadfilter von Youtube kommt, dann muss man leider annehmen, dass das EU Parlament in der Hand von Youtube ist. Quasi deren verlängerter Arm. Denn das Parlament in Form seiner CULT Komission hat genau über den Schutz des Urheberrechts mittels Uploadfilter abgestimmt. Nicht 2019, sondern 2017, als Schritt auf dem Weg zur EU-Richtlinie. Ist also alles von Youtube geplant gewesen. Danke Drushba.



Antwort von Drushba:

Da steht was von "proaktiven Maßnahmen" um "mutmaßlich terroristische Inhalte aus dem Internet zu verbannen" und nichts von Uploadfiltern. Zudem schon längst beschlossen und hat nichts mit der Novelle zu tun. Und wer will, findet jede Menge IS-Hetze auf Youtube. Dafür kann der Konzern nach der Novelle wohl auch verklagt werden und findet das nicht gut.

https://netzpolitik.org/2019/uploadfilt ... nahmen-zu/

Ein Fragebogen ist auch eine "proaktive Maßnahme" und für Urheberbelange geeignet, da alle relevanten Informationen abgefragt werden können. Lügt der Uploader und lädt was Illegales hoch, kann er schon jetzt regresspflichtig gemacht werden. Nur Youtube hat das blockiert, bis zur Novelle... Shit happens.)

Danke Drushba.

Gern geschehen.))



Antwort von dienstag_01:


Da steht was von "proaktiven Maßnahmen" um "mutmaßlich terroristische Inhalte aus dem Internet zu verbannen" und nichts von Uploadfiltern. Zudem schon längst beschlossen und hat nichts mit der Novelle zu tun. Und wer will, findet jede Menge IS-Hetze auf Youtube. Dafür kann der Konzern nach der Novelle wohl auch verklagt werden und findet das nicht gut.

https://netzpolitik.org/2019/uploadfilt ... nahmen-zu/

Ein Fragebogen ist auch eine "proaktive Maßnahme" und für Urheberbelange geeignet, da alle relevanten Informationen abgefragt werden können. Lügt der Uploader und lädt was Illegales hoch, kann er schon jetzt regresspflichtig gemacht werden. Nur Youtube hat das blockiert, bis zur Novelle... Shit happens.)

Danke Drushba.

Gern geschehen.))

Proaktiv?! Schönes Wortungetüm. Aber dir ist klar, was damit gemeint ist.



Antwort von Drushba:


Proaktiv?! Schönes Wortungetüm. Aber dir ist klar, was damit gemeint ist.

Ähm, ja. Dir nicht?

Im Übrigen: Ich muß zunehmends schauen, wie ich die Miete zusammenkratzen kann. Tantiemen würden mir (auch als Tropfen auf den heissen Stein) da ganz gut helfen. Und mir gefällt der Gedanke gar nicht, dass mein Vermieter das überschüssige Kapital u.a. aus meiner Mieterhöhung in Google-Aktien stecken kann und hinterher seinen Gewinn dadurch nochmals vermehrt, dass Google sich meine Tantiemen spart.

Wem das gefällt, bitte. Mir nicht! Es ist das Großkapital, dass sich hier wehrt.

Ich finde es insgesamt gut, dass diesem Megakonzern auf die Kralle geklopft wird. Und er auch für Inhalte wie IS-Terrorvideos in Zukunft haftbar gemacht werden kann. Es geht um nichts anderes als die Haftbarkeit, die Youtube sauer aufstösst und weswegen der Konzern jetzt die Nerds vorschickt.



Antwort von Framerate25:


Wem das gefällt, bitte. Mir nicht! Es ist das Großkapital, dass sich hier wehrt.

Ja aber genau das isses doch, oder?

Ein intelligenter Schachzug von allen Beteiligten.(vorrausgesetzt man denkt kapitalistisch)- Wenn es denn tatsächlich so forciert war. (Hoffe ich bekomme jetzt keinen Aluhut aufgesetzt...)

Doch ist das Prinzip so alt wie die semimoderne Gesellschaft selbst. Über Jahre hat Youtube die Internetwelt maßgeblich mitgestaltet. Und klar sind massiv Gelder geflossen, da ist großes Kapital und große Erträge. Nicht nur für YT selbst. Da hängen die Gesellschafter/Unternehmen noch dazwischen, welche die Youtuber/Influencer etc unter ihren Fittichen haben, per Vertrag. Die Verwerter und Marketingkonzerne, die Veranstalter von Youtubepartys und Events, Labels und Verlage.....
Da ist massiv viel zu erwirtschaften. Und noch mehr wird es, wenn man eben nicht nur Werbeeinnahmen generiert, sondern auch noch direkt abzwackt.

Da nun mittlerweile eine ganze Generation mehr oder weniger mit YT lebt, es nutzt und auch nicht wirklich ohne kann/oder möchte/, ist da natürlich viel Spielraum für Änderungen.

Ganz sicher sitzt bei YT grade keiner im Vorstand an der großen Runde und heult sich zukunftsbesorgt die Augen aus dem Kopf. Eher das Gegenteil, die Korken hört man bis ins platte Land knallen.

Bald werden schon sehr viel mehr Leute, sehr viel mehr Kohle verdienen. Und alle lachen! ...Vorallem über uns kleine Leutz

Cheers

Fällt mir folgendes Vid zu ein - passt grade:





Antwort von Steelfox:

Glaubt ihr wirklich allen Ernstes - egal ob 500 Views oder 500 Mio Views - YT wird euch auch nur irgend einen Cent überweisen? Also ich meine natürlich diejenigen, die jeden FrameFrame im Glossar erklärt und jede Note selbst erstellen und keiner Verwertungsgesellschaft angehören. Eher wird YT zukünftig verstärkt Geld fürs Upload verlangen, mit verschiedenen Abo-Tarifen.
Gema und Consorten möchten in Zukunft auch pauschal Geld von YT sehen auch für Content z.B. mit "gemafreier Musik". Einfach weil die Gema nun das Recht für sich beansprucht, für Alles die Hand aufzuhalten, was irgendwie nach Musik klingt. Ist sozusagen meine eigene Schuld, wenn ich meine Musik bei YT hab, aber nicht bei dem Heker-Verein Mitglied bin.
YT wird mit mir sicher nicht verhandeln.



Antwort von Drushba:


Glaubt ihr wirklich allen Ernstes - egal ob 500 Views oder 500 Mio Views - YT wird euch auch nur irgend einen Cent überweisen?

Kurzform: Ja.

Langform: Ja, müssen sie. Die Novelle wurde auch zugunsten der Verlage entworfen, die Youtube jetzt direkt vergüten muss. Wer selbst eigenen Inhalte hochlädt, ist als Rechteinhaber quasi sein eigener Verlag. Zudem kann Youtube jetzt von jedem verklagt und abgemahnt werden, auch vom kleinen Musiker, auch vom kleinen Filmer. Das war vorher nicht möglich. Der Konzern war nach eigener Definition unangreifbar. Das ist jetzt anders und Youtube wird sich danach richten müssen.

Was immer offensichtlicher wird, ist wie wenige eigentlich ihr Hirn einschalten und sich mit der Materie auseinandersetzen. Ich hatte zuvor auch eine völlig andere Meinung und sah wie alle den Untergang des Abendlandes aufziehen. Was man ja so denkt, wenn man nicht denkt. Bis ich mal gelesen was in der Novelle wirklich (!) drin steht, wie es gemeint ist und gegen welche Interessen es tatsächlich geht. Und dann schlagartig gemerkt, wie viele sich sofort instrumentalisieren lassen. Aber wieso kann man nicht einfach mal nachschauen und lesen, was drin steht? Eines ist sicher: Die Menschheit lernt einfach nicht dazu und dem nächsten der pfeifft, rennen alle wieder hinterher...

Der grösste Blödsinn: "Uploadfilter" würden die Meinungsfreiheit einschränken. Nur weil die Filter auf raubkopierte (!) Musik anspringen würden, mit denen die Videos unterlegt wären. Nerds, dann äussert Eure Meinung eben mit legaler Musik oder ist sie dann unverständlich?! Die Debatte zeigt viel eher, daß die Nerds ihre Meinungsfreiheit selber einschränken und lieber hirnlos nachäffen, was sie von Youtube vorgegeben bekommen. Gekaperte Bots eben, sturmreif geschossen durch die Aluseiten des Internets. Und deren Meinung wollte ich wirklich nicht hören, falls es denn anders ginge - auch wenn die Meinungsfreiheit natürlich nicht eingeschränkt werden darf!)

Wikipedia ist nicht betroffen, nicht kommerzielle Projekte sind nicht betroffen... klingelts langsam bei den Nerds?

Und kleine Plattformen bekommen plötzlich wieder eine Chance gegen Youtube: "Immerhin sieht Artikel 13 vor, dass nicht alle Website-Betreiber, bei denen Nutzer Inhalte veröffentlichen, haftbar sind. Es muss die Plattform mindestens seit drei Jahren geben, der Jahresumsatz muss über 10 Millionen Euro liegen und das Angebot muss mindestens 5 Millionen Nutzer haben."



Antwort von dienstag_01:



Glaubt ihr wirklich allen Ernstes - egal ob 500 Views oder 500 Mio Views - YT wird euch auch nur irgend einen Cent überweisen?

Kurzform: Ja.

Langform: Ja, müssen sie. Die Novelle wurde auch zugunsten der Verlage entworfen, die Youtube jetzt direkt vergüten muss. Wer selbst eigene Inhalte hochlädt, ist sein eigener Verlag. Zudem kann Youtube jetzt von jedem verklagt und abgemahnt werden, auch vom kleinen Musiker, auch vom kleinen Filmer. Das war vorher nicht möglich. Der Konzern war nach eigener Definition unangreifbar. Das ist jetzt anders und Youtube wird sich danach richten müssen.

Was immer offensichtlicher wird, ist wie wenige eigentlich ihr Hirn einschalten und sich mit der Materie auseinandersetzen. Ich hatte zuvor auch eine völlig andere Meinung und sah wie alle den Untergang des Abendlandes aufziehen. Was man ja so denkt, wenn man nicht denkt. Bis ich mal gelesen was in der Novelle wirklich (!) drin steht, wie es gemeint ist und gegen welche Interessen es tatsächlich geht. Und dann schlagartig gemerkt, wie viele sich sofort instrumentalisieren lassen. Aber wieso kann man nicht einfach mal nachschauen und lesen, was drin steht? Eines ist sicher: Die Menschheit lernt einfach nicht dazu und dem nächsten der pfeifft, rennen alle wieder hinterher...

Der grösste Blödsinn: "Uploadfilter" würden die Meinungsfreiheit einschränken. Nur weil die Filter auf raubkopierte (!) Musik anspringen würden, mit denen die Videos unterlegt wären. Nerds, dann äussert Eure Meinung eben mit legaler Musik oder ist sie dann unverständlich?! Die Debatte zeigt viel eher, daß die Nerds ihre Meinungsfreiheit selber einschränken und lieber hirnlos nachäffen, was sie von Youtube vorgegeben bekommen. Gekaperte Bots eben, sturmreif geschossen durch die Aluseiten des Internets. Und deren Meinung wollte ich wirklich nicht hören, falls es denn anders ginge - auch wenn die Meinungsfreiheit natürlich nicht eingeschränkt werden darf!)

Wahrscheinlich hast du recht. Man muss mit allen Mitteln versuchen, Google und Youtube groß zu machen. Uploadfilter und das dafür benötigte Knowhow sind als Alleinstellungsmerkmal dafür bestens geeignet. Und du ergatterst dir damit noch 50 Euro. Im Jahr. Das ist es wert.



Antwort von Drushba:


Man muss mit allen Mitteln versuchen, Google und Youtube groß zu machen.

Ja das versuchen die Nerds. Aber da hat die Novelle ja gerade noch rechtzeitig dazwischen gegrätscht.)

Wie gesagt: Die Kleinen unter 10 Millionen Euro Umsatz sind davon expressis verbis ausgenommen. Was müssen Youtubes Nerds jetzt Schiss haben, dass in diesem Sektor womöglich Konkurrenz ensteht...))



Antwort von dienstag_01:



Man muss mit allen Mitteln versuchen, Google und Youtube groß zu machen.

Ja das versuchen die Nerds. Aber da hat die Novelle ja gerade noch rechtzeitig dazwischen gegrätscht.)

Wie gesagt: Die Kleinen unter 10 Millionen Euro Umsatz sind davon expressis verbis ausgenommen. Was müssen Youtubes Nerds jetzt Schiss haben, dass in diesem Sektor womöglich Konkurrenz ensteht...))

Ja, Youtube sozusagen zum Mastermind des Uploadfilters zu machen ist immer noch das effizienteste Mittel, um es zu bekämpfen. So die Logik von dir und deinen Freunden.



Antwort von Drushba:


So die Logik von dir und deinen Freunden.

Meine Freunde? Du meinst jetzt aber nicht schon wieder die NATO, Goldman Sachs und Bilderberger? Freunde sinds nicht mehr, stehen diesmal auf Deiner Seite, auf der von Youtube!)



Antwort von cantsin:



Man muss mit allen Mitteln versuchen, Google und Youtube groß zu machen.

Ja das versuchen die Nerds. Aber da hat die Novelle ja gerade noch rechtzeitig dazwischen gegrätscht.)

Wie gesagt: Die Kleinen unter 10 Millionen Euro Umsatz sind davon expressis verbis ausgenommen. Was müssen Youtubes Nerds jetzt Schiss haben, dass in diesem Sektor womöglich Konkurrenz ensteht...))

Die deutsche mittelständische Medienwirtschaft - praktisch alle Zeitungsverlage (von Springer bis FAZ bis Sueddeutsche und Funke), praktisch alle Radio- und Fernsehsender (ÖR und Privat), praktisch alle Betreiber von mittelgroßen Nachrichtenportalen und Webforen, werden mit der Novelle noch ihr blaues Wunder erleben, weil sie jetzt in der Plattformhaftung sitzen und, zur juristischen Risikovermeidung, jeden geposteten Leserkommentar vor der Online-Veröffentlichung auf Urheberrechtsverletzungen kontrollieren müssen.

Die einzigen, die die dafür nötige Automatisierungstechnologie anbieten können, sind Betriebe wie Google, die sich das von den Mittelständlern gut bezahlen lassen werden.

D.h. egal wie man zu den Absichten der Reform politisch steht, sie erreicht genau das Gegenteil dessen, was mit ihr bezweckt wurde.

Google hat übrigens mit YouTube bisher keinen Gewinn gemacht, wegen der hohen Betriebskosten plus Lizenzzahlungen an die Musik- und Filmindustrie. Jetzt liefert denen der Gesetzgeber ein Verdienmodell. Toll.



Antwort von Drushba:



Die deutsche mittelständische Medienwirtschaft - praktisch alle Zeitungsverlage (von Springer bis FAZ bis Sueddeutsche), praktisch alle Radio- und Fernsehsender (ÖR und Privat), praktisch alle Betreiber von mittelgroßen Nachrichtenportalen und Webforen, werden mit der Novelle noch ihr blaues Wunder erleben, weil sie jetzt in der Plattformhaftung sitzen und, zur juristischen Risikovermeidung, jeden geposteten Leserkommentar vor der Online-Veröffentlichung auf Urheberrechtsverletzungen kontrollieren müssen.

Wie bitte???) Das genaue Gegenteil ist richtig: Die deutschen Zeitungsverlage haften schon immer für Urheberrechtsverletzungen. Bloss Youtube war davon bisher ausgenommen (!) und zwar einfach nur, weil es das selbst behauptet hat...

Zudem werden als Neuerung die kleinen Plattformen bis 10 Millionen Euro Umsatz/Jahr besser gestellt und vor Haftungsansprüchen jetzt eher geschützt als zuvor. Davon dürfte auch so manche Zeitung und so mancher Verlag profitieren.

Leute lest doch wenigstens den Novellen-Text bitte! Was der deutsche Bundestag dann zur Umsetzung der Richtlinie als Gesetz beschliesst, ist eine andere Sache. Und solange Youtube auf allen Kanälen quer schiesst, haben die auch Aussicht womöglich nochmal durchzukommen.



Antwort von cantsin:



Die deutsche mittelständische Medienwirtschaft - praktisch alle Zeitungsverlage (von Springer bis FAZ bis Sueddeutsche), praktisch alle Radio- und Fernsehsender (ÖR und Privat), praktisch alle Betreiber von mittelgroßen Nachrichtenportalen und Webforen, werden mit der Novelle noch ihr blaues Wunder erleben, weil sie jetzt in der Plattformhaftung sitzen und, zur juristischen Risikovermeidung, jeden geposteten Leserkommentar vor der Online-Veröffentlichung auf Urheberrechtsverletzungen kontrollieren müssen.

Wie bitte???) Das genaue Gegenteil ist richtig: Die deutschen Zeitungsverlage haften schon immer für Urheberrechtsverletzungen.

Für Leserbeiträge bzw. -Uploads konnten die sich bisher auf dieselben Gepflogenheiten wie bei YouTube & Co. berufen und Beiträge ungeprüft veröffentlichen und ggfs. erst nachträglich entfernen.

Diese Entfernungen gibt es übrigens auch bei YouTube & Co. massal, schon seit dem amerikanischen Digital Millennium Copyright Act von 1998.

Ich weiss nicht, woher Du die Info hast, dass YouTube keine Urheberrechtslizenzzahlungen leistet und unlizenzierte Inhalte nicht entfernt. Uploadfilter für unlizenzierte Musik haben die ja schon lange im Einsatz.



Antwort von dienstag_01:

Wahrscheinlich war schon der Grundgedanke falsch, dass Europa versucht, das Urheberrecht so zu reformieren, dass es - mal einfach ausgedrückt - zum Internet passt.
Dazu sind sie nicht in der Lage.
Ich gehöre zu denjenigen, die das bedauern.



Antwort von Drushba:



Wie bitte???) Das genaue Gegenteil ist richtig: Die deutschen Zeitungsverlage haften schon immer für Urheberrechtsverletzungen.

Ich weiss nicht, woher Du die Info hast, dass YouTube keine Urheberrechtslizenzzahlungen leistet und unlizenzierte Inhalte nicht entfernt. Uploadfilter für unlizenzierte Musik haben die ja schon lange im Einsatz.

Ich habe nie behauptet, dass Youtube keine Zahlungen an die Gema leistet. Youtube hat sich ganz einfach davor gedrückt, für die Inhalte haftbar gemacht zu werden. Youtubes Argumentation war immer, dass sie nur eine Plattform bereitstellen, so wie Ebay, und die Nutzer haftbar sind. Klar hat Youtube mal ein paar Krümel abgeworfen und z.B. mit der GEMA verhandelt, um der EU-Kommission zu zeigen, wie nett sie sind. Aber dadurch waren ja gerade die vielen anderen ausgeschlossen, vor allem die Kleinen und hier hat Youtube nicht mit sich verhandeln lassen. Jetzt kann sich Youtube nicht mehr davor drücken, den Kleinen was abzugeben und das finde ich gut.

Im Übrigen wird Youtube immer noch die Möglichkeit eingeräumt, nach Aufforderung zu löschen. Erst wenn dies nicht befolgt wird, gibt es Strafe. Und das Bestrafen von Youtube war vorher nicht möglich in der EU. Für kleine Zeitungen wird mit Sicherheit kein schärferes Recht als für Youtube angewendet, schon allein weil dagegen geklagt werden könnte.



Antwort von cantsin:


Wahrscheinlich war schon der Grundgedanke falsch, dass Europa versucht, das Urheberrecht so zu reformieren, dass es - mal einfach ausgedrückt - zum Internet passt.

Alles, was es bräuchte, wäre

(a) eine Fusion des europäischen Zitatrechts mit dem amerikanischen "Fair Use" & eine zeitgemäße Definition dessen, was unter Zitat/Fair Use fällt.

(Z.B. war es vor und nach der Urheberrechtsreform für europäische Filmwissenschaftler unmöglich, Filmanalysen mit Filmausschnitten zu veröffentlichen, was in Amerika durch "fair use" zu wissenschaftlichen oder edukativen Zwecken gedeckt ist. Umgekehrt ist in Amerika das Zitatrecht extrem schlecht geregelt und müssen für längere Zitate selbst in wissenschaftlichen Publikationen Lizenzen eingeholt werden.)

(b) wenn obiges vernünftig geklärt ist, kann man den Rest - also die wirklich kommerzielle Verwendung - meinetwegen mit Haftungsregelungen, Abmahnungen, Filtern, Guantanamo Bay etc.pp. sanktionieren.



Antwort von cantsin:


Ich habe nie behauptet, dass Youtube keine Zahlungen an die Gema leistet. Youtube hat sich ganz einfach davor gedrückt, für die Inhalte haftbar gemacht zu werden.

Es geht nicht nur um die Gema. Insgesamt zahlt YouTube der Musikindustrie jährlich Milliarden, plus weitere Milliarden für die Nutzung von Inhalten, die von dem "ContentID"-Uploadfilter erfasst werden:
http://www.musicweek.com/digital/read/y ... try/074383

Ich weiss auch nicht, woher Du die Aussage hast, dass YouTube sich mit der Aussage schützt, nur eine Plattform bereitzustellen. Spätestens seit dem DMCA ist die Internetwirtschaft bereits für Urheberrechtsverstöße haftbar.

Klar hat Youtube mal ein paar Krümel abgeworfen und z.B. mit der GEMA verhandelt, um der EU-Kommission zu zeigen, wie nett sie sind.
Mir scheint, Du kennst die Faktenlage nur vom Hörensagen und verbreitest hier gefühlte Wahrheiten.

Im Übrigen wird Youtube immer noch die Möglichkeit eingeräumt, nach Aufforderung zu löschen. Erst wenn dies nicht befolgt wird, gibt es Strafe. Und das Bestrafen von Youtube war vorher nicht möglich.

Woher bitte hast Du das? Das ist faktisch falsch.



Antwort von Drushba:



Ich habe nie behauptet, dass Youtube keine Zahlungen an die Gema leistet. Youtube hat sich ganz einfach davor gedrückt, für die Inhalte haftbar gemacht zu werden.

Es geht nicht nur um die Gema. Insgesamt zahlt YouTube der Musikindustrie jährlich Milliarden, plus weitere Milliarden für die Nutzung von Inhalten, die von dem "ContentID"-Uploadfilter erfasst werden:
http://www.musicweek.com/digital/read/y ... try/074383

Ich weiss auch nicht, woher Du die Aussage hast, dass YouTube sich mit der Aussage schützt, nur eine Plattform bereitzustellen. Spätestens seit dem DMCA ist die Internetwirtschaft bereits für Urheberrechtsverstöße haftbar.

Youtube hat immer behauptet nur eine Plattform wie Ebay zu sein. Die Gerichte konnten das nicht klären und haben die Frage - nachdem ein Musikproduzent seit 2008 nicht vor Youtubes Anwälten eingeknickt ist (Prozesskosten muss er aus eigener Tasche bezahlen) - schliesslich zehn Jahre später dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt. Dort wird sie wohl noch einige Jahre liegen.

Zitat: "Die Frage ist nur durch Auslegung europäischen Rechts zu klären: Haftet YouTube als Plattformbetreiber dafür, dass die Nutzer rechtswidrige Videos hochladen?
Und, wenn ja: Besteht die Haftung von Anfang an oder erst bei einem Wiederholungsfall?
Und: Haftet YouTube nur auf Unterlassung, also auf das Löschen (ggf. auch durch einen Filter proaktiv) oder auch auf Schadensersatz?
Spannende Fragen sind das, auf deren Beantwortung wir jetzt aber noch eine Weile werden warten müssen. Denn eine Entscheidung des EuGH dürfte so schnell nicht zu erwarten sein
."
https://schutt-waetke.de/internetrecht/ ... letzungen/

Ein aufschiebender Erfolg für Youtube! Hätte es nur nicht die Novelle gegeben, die dies nun ausdrücklich regelt. ))

Für den Rest bin ich jetzt zu müde. Morgen vielleicht. Gute Nacht.)



Antwort von Frank Glencairn:



Youtube hat immer behauptet nur eine Plattform wie Ebay zu sein. Die Gerichte konnten das nicht klären .. blah

Youtube hat nix behauptet und Gerichte müssen auch nix klären weil das alles im Telemediengesetz geregelt war:

§ 10 Telemediengesetzes

"Diensteanbieter sind für fremde Informationen, die sie für einen Nutzer speichern, nicht verantwortlich, sofern 1. sie keine Kenntnis von der rechtswidrigen Handlung oder der Information haben und ihnen im Falle von Schadensersatzansprüchen auch keine Tatsachen oder Umstände bekannt sind, aus denen die rechtswidrige Handlung oder die Information offensichtlich wird, oder 2. sie unverzüglich tätig geworden sind, um die Information zu entfernen oder den Zugang zu ihr zu sperren, sobald sie diese Kenntnis erlangt haben.

Um zu vermeiden, dass über die Störerhaftung Dritte in zu großem Umfang in Anspruch genommen werden können, setzt die Haftung indes weiter voraus, dass der Störer ihm obliegende Prüfungspflichten verletzt hat (BGH, BGHZ 148, 13). Dabei ist zu beachten, dass dem Diensteanbieter gemäß § 8 Abs. 2 Satz 1 TDG keine allgemeinen Überwachungs- oder Forschungspflichten dahingehend obliegen, ob rechtswidrige Inhalte überhaupt vorhanden sind

Mittlerweile scheint die Frage, ob ein Unterlassungsanspruch gegen Forenbetreiber besteht, durch ein höchstinstanzliches Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 27. März 2007 entschieden. Dieser wies in der Urteilsbegründung darauf hin, dass ein Anspruch auf Unterlassung für Internetforenbetreiber nur gelte

"sofern dem Betreiber die erfolgte Rechtsverletzung bekannt ist. In dem Unterlassen, einen als unzulässig erkannten Beitrag zu entfernen, liegt eine Perpetuierung der Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Betroffenen."

Und in der YT Heimat?

In den Vereinigten Staaten ist die rechtliche Lage eindeutig. Section 230 des Communications Decency Act von 1996 konstatiert:

"No provider or user of an interactive computer service shall be treated as the publisher or speaker of any information provided by another information content provider."
"Kein Provider oder Nutzer eines interaktiven Computerdienstes kann für Inhalte eines anderen Inhaltslieferanten verantwortlich gemacht werden."

Auch hier keine angebliche "Youtube Behauptung" sondern reine Gesetzgebung.

Und ja, selbstverständlich ist YT nur ne Plattform wie Ebay, oder die Post, welche ja auch nicht für den Inhalt der verschickten Pakete und Briefe verantwortlich ist - warum auch? Das wurde auch die ganze Zeit so gehandhabt und war kein Problem.



Antwort von Drushba:


Und ja, selbstverständlich ist YT nur ne Plattform wie Ebay, oder die Post, welche ja auch nicht für den Inhalt der verschickten Pakete und Briefe verantwortlich ist - warum auch? Das wurde auch die ganze Zeit so gehandhabt und war kein Problem.

Frank, der Youtube-Versteher). Ist eben nicht selbstverständlich, sonst wäre die Klage nicht an den EUGH verwiesen worden.

Mit dem neuen Gesetz ist das nun eindeutig geregelt. Youtube wird sich in Zukunft nicht mehr auf die Macht seiner Anwälte berufen können und ist haftbar. Youtube kann sich nun genausowenig rausreden, wie ein Drogenkurier sich auf das Postgeheimnis berufen kann.

Kleinere Plattformen bis zu 10 Millionen Euro Umsatz und unter 5 Millionen Nutzern sind in der Zukunft von der Regel ausgenommen. Das schützt Zeitungen (ausser der BILD) und Foren wie Slashcam. Irgendwie cool.



Antwort von dienstag_01:

Wenn man bedenkt, dass das Urheberrecht nicht nur Musik, sondern auch Bilder und Texte betrifft, ist das Potential dieser Richtlinie gigantisch.
Dabei hätte man einfach mal langsam damit anfangen können, von Google und Co. Steuern einzutreiben. Aber das ist scheinbar zu schwierig, besser Überwachung.



Antwort von cantsin:


Kleinere Plattformen bis zu 10 Millionen Euro Umsatz und unter 5 Millionen Nutzern sind in der Zukunft von der Regel ausgenommen. Das schützt Zeitungen (ausser der BILD) und Foren wie Slashcam. Irgendwie cool.

Du hast den entscheidenden Punkt übersehen - nämlich, dass diese Ausnahme nur für Medien/Plattformen gilt, die nicht älter als drei Jahre sind. Das ist also eine reine Startup-Förderungsklausel.

Slashcam fällt also NICHT unter diese Ausnahme.

Und über Zeitungen gesprochen: Schon die "taz" hat einen Jahresumsatz von 15,8 Millionen Euro, die "Frankfurter Allgemeine" bereits 260 Millionen. Selbst kleine Tageszeitungen liegen über der Schwelle, da sie meistens Teil größerer Verlagshäuser sind.



Antwort von Frank Glencairn:



Frank, der Youtube-Versteher

Ich find's immer wieder beachtlich, wie dein antikapitalistischer Beißreflex bei Google anspringt, aber bei Bertelsmann, Springer und der Verwertungsindustrie (wo gerade die Sektkorken knallen, angesichts des zu erwartenden Geldregens), völlig versagt.

Dabei hätte man einfach mal langsam damit anfangen können, von Google und Co. Steuern einzutreiben. Aber das ist scheinbar zu schwierig, besser Überwachung.

Dir ist schon klar, daß Steuern nicht an die Verlage und die Verwertungsindustrie geflossen wären - und nur um die geht's ja bei der ganzen Nummer.



Antwort von dienstag_01:



Frank, der Youtube-Versteher

Ich find's immer wieder beachtlich, wie dein antikapitalistischer Beißreflex bei Google anspringt, aber bei Bertelsmann, Springer und der Verwertungsindustrie (wo gerade die Sektkorken knallen, angesichts des zu erwartenden Geldregens), völlig versagt.

Dabei hätte man einfach mal langsam damit anfangen können, von Google und Co. Steuern einzutreiben. Aber das ist scheinbar zu schwierig, besser Überwachung.

Dir ist schon klar, daß Steuern nicht an die Verlage und die Verwertungsindustrie geflossen wären - und nur um die geht's ja bei der ganzen Nummer.

Natürlich ist mir das mit den Steuern klar. Im Gegensatz zu manch anderen bin ich aber nicht der Meinung, dass Google und Youtube einfach machen können dürfen, was sie wollen. (In meinen Augen wächst da eine gigantische Machtkonzentration heran). Ich bin aber auch nicht der Meinung, dass man dieses *Machen können, was sie wollen* allein mit Überwachung des Urheberrechts bekämpfen kann. Genau das wird aber zum Teil suggeriert (u.a. von Drushba), dass es eine Art antikapitalistischer Kampf gegen Google und Co. ist. Ist aber nur ein egoistischer.
(Fakt ist, dass die Urheber von den Steuern erstmal nicht profitieren. Sicher kann man da an einigen Schrauben drehen. Sicher ist aber auch, dass es kein allgemeines Recht auf Vergütung geben wird. Zumindest nicht ohne totale Überwachung.)



Antwort von Starshine Pictures:

Ich stell das hier einfach mal unkommentiert rein ...

https://youtu.be/3ztFJlNXeI8

Grüsse, Stephan



Antwort von Framerate25:

Ja, die Reportage hatte ich gesehen. Sehr eindrucksvoll.

Da fragt man sich welcher gesunde Geist ist noch bei FB aktiv?

Und das meinte ich in meinem vorangegangenen Post.

Konditioniere Deine Schäfchen und spiele nachher wilde Sau mit Ihnen!!!



Antwort von Drushba:



Kleinere Plattformen bis zu 10 Millionen Euro Umsatz und unter 5 Millionen Nutzern sind in der Zukunft von der Regel ausgenommen. Das schützt Zeitungen (ausser der BILD) und Foren wie Slashcam. Irgendwie cool.

Du hast den entscheidenden Punkt übersehen - nämlich, dass diese Ausnahme nur für Medien/Plattformen gilt, die nicht älter als drei Jahre sind. Das ist also eine reine Startup-Förderungsklausel.

Slashcam fällt also NICHT unter diese Ausnahme.

Und über Zeitungen gesprochen: Schon die "taz" hat einen Jahresumsatz von 15,8 Millionen Euro, die "Frankfurter Allgemeine" bereits 260 Millionen. Selbst kleine Tageszeitungen liegen über der Schwelle, da sie meistens Teil größerer Verlagshäuser sind.

Ich verstehs wirklich nicht. Der Urheberrechtsschutz wird nicht erst durch diese Novelle eingeführt, er ist bereits da. Und er wäre auch ohne die Einführung dieser Novelle bereits da. Er wird lediglich auf Youtube und die Großen ausgedehnt, weswegen sich Youtube wehrt. Und ausser Youtube wird niemand schlechter gestellt, sondern einige besser. Und ganz besonders die Urheber.

Viele Hater haben auch Artikel 8 übersehen:

"Die Anwendung dieses Artikels darf nicht zu einer Pflicht zur allgemeinen Überwachung führen."

Soll heissen, dass die Gerichte hier entsprechend entscheiden müssen, falls der Verdacht auf allgemeine Überwachung gegeben ist. Diese Einschränkung gab es vorher auf EU Ebene nicht. Wir haben also nicht weniger, sondern mehr Schutz vor flächendeckender Überwachung.

Und hier mal der Originaltext, wie mit Piracy auf Plattformen umgegangen werden soll. Butterweiche Ausnahmen IMHO und das Gegenteil von "Zensur":

"4) Wird die Erlaubnis nicht erteilt, so ist der Diensteanbieter für das Teilen von Online-Inhalten für nicht erlaubte Handlungen der öffentlichen Wiedergabe, einschließlich der öffentlichen Zugänglichmachung, urheberrechtlich geschützter Werke oder sonstiger Schutzgegenstände verantwortlich, es sei denn, der Anbieter dieser Dienste erbringt den Nachweis, dass er a) alle Anstrengungen unternommen hat, um die Erlaubnis einzuholen; und b) nach Maßgabe hoher branchenüblicher Standards für die berufliche Sorgfalt alle Anstrengungen unternommen hat, umsicherzustellen, dass bestimmte Werke und sonstige Schutzgegenstände, zu denen die Rechteinhaber den Anbietern dieser Dienste einschlägige und notwendige Informationen bereitgestellt haben, nicht verfügbar sind; und in jedem Fall c) nach Erhalt eines hinreichend begründeten Hinweises von den Rechteinhabern unverzüglich gehandelt hat, um den Zugang zu den entsprechenden Werken oder sonstigen Schutzgegenständen zu sperren bzw. die entsprechenden Werke oder sonstigen Schutzgegenstände von seinen Internetseiten zu entfernen , und alle Anstrengungen unternommen hat, um gemäß Buchstabeb das künftige Hochladen dieser Werke oder sonstigen Schutzgegenstände zu verhindern.

(5)Bei der Feststellung, ob der Diensteanbieterden in Absatz 4 festgelegten Verpflichtungen nachgekommen ist, wird im Lichte des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit unter anderem Folgendes berücksichtigt: a) die Art, das Publikum und der Umfang der Dienste sowie die Art der von den Nutzern des Dienstes hochgeladenen Werke oder sonstigen Schutzgegenstände; und b) die Verfügbarkeit geeigneter und wirksamer Mittel und die Kosten, die den Anbietern dieser Dienste hierfür entstehen."


Wir darauf hinauslaufen, dass der Urheber sich meldet, wenn sein Werk ohne seine Erlaubnis verbreitet wird und die Plattform reagieren muß. Business as usual, jatzt aber auch gültig für Youtube.

Bitte entspannen! Das Abendland geht ohnehin unter, aber nicht wegen der Novelle, sondern wegen des auftauenden sibirischen Permafrosts. Ausser in Trumpland, dort gilt der Klimawandel nicht. Aber dort wird Youtube ja auch schon durch den Millenial Act reguliert. Also wo ist das Problem!?



Antwort von cantsin:


Natürlich ist mir das mit den Steuern klar. Im Gegensatz zu manch anderen bin ich aber nicht der Meinung, dass Google und Youtube einfach machen können dürfen, was sie wollen. (In meinen Augen wächst da eine gigantische Machtkonzentration heran). Ich bin aber auch nicht der Meinung, dass man dieses *Machen können, was sie wollen* allein mit Überwachung des Urheberrechts bekämpfen kann.

Und das ist genau der springende Punkt. Man könnte - und muss IMHO - die Internet-Giganten gesetzlich angehen mit (a) Steuerrecht und (b) Kartellrecht. Momentan zahlen sie wegen internationaler Steuerschlupflöcher keine Steuern und werden als wegen ihres internationalen Geschäft aus wirtschaftlichem Protektionismus nicht kartellrechtlich zerschlagen (wie es in den USA früher mit Rockfellers Standard Oil und mit dem Telekom-Monopolisten AT&T gemacht wurde). An diesen vorhandenen Schrauben zu drehen, widerspricht aber dem sowohl neoliberalen als auch protektionistischem Zeitgeist. Würde man die Steuerschlupflöcher schliessen, stünde das Wirtschaftsmodell ganzer Länder wie Irland, der Niederlande, Luxemburg und Großbritannien auf der Kippe.

Und weil sich keiner traut, das zu tun, weicht man eben aufs Urheberrecht aus und kreiert Kollateralschäden für kleine Webseitenbetreiber und Urheber.



Antwort von cantsin:



Du hast den entscheidenden Punkt übersehen - nämlich, dass diese Ausnahme nur für Medien/Plattformen gilt, die nicht älter als drei Jahre sind. Das ist also eine reine Startup-Förderungsklausel.

Slashcam fällt also NICHT unter diese Ausnahme.

Und über Zeitungen gesprochen: Schon die "taz" hat einen Jahresumsatz von 15,8 Millionen Euro, die "Frankfurter Allgemeine" bereits 260 Millionen. Selbst kleine Tageszeitungen liegen über der Schwelle, da sie meistens Teil größerer Verlagshäuser sind.

Ich verstehs wirklich nicht. Der Urheberrechtsschutz wird nicht erst durch diese Novelle eingeführt, er ist bereits da. Und er wäre auch ohne die Einführung dieser Novelle bereits da. Er wird lediglich auf Youtube und die Großen ausgedehnt, weswegen sich Youtube wehrt.

Natürlich geht es nicht um eine Ausdehnung von Urheberrechtsschutzes, da sind wir uns ja einig, sondern nur darum, wer bei Verstößen haftbar ist, der Uploader oder die Plattform.

Wir haben Dir aber gerade nachgewiesen, dass die Haftung eben nicht nur "auf Youtube und die Großen" ausgedehnt wird, weil Du die Klausel offenbar übersehen hast, dass die Ausnahmen nur für maximal drei Jahre alte Startups gelten.

Also: Wenn dieses Posting hier Urheberrechte verletzt (weil es von irgendeinem anderen Text abgeschrieben ist), wird Slashcam haftbar, und nicht nur (so, wie vor der Novelle) ich als der Poster/Uploader, der über Slashcams Log-Dateien und IP-Adresse zu ermitteln wäre. Schlechte Zeiten für Slashcam.

(Und lies mal, als politisch Linker für den ich Dich halte, mein Posting drüber. Das Urheberrecht ist kein geeignetes Mittel, um tiefergreifende Probleme der neoliberalen Wirtschaftsordnung zu lösen, die eigentlich durch Kartell- und Steuerrecht gelöst werden müssten - was aber in unseren heutigen Zeiten ein politisches Tabu ist. Wenn schon linke Argumente, dann auf der Grundlage gründlicher politisch-ökonomischer Analyse.)



Antwort von Drushba:


"Wir haben Dir aber gerade nachgewiesen".

Wow.

Stimmt, das mit den drei Jahren habe irrtümlich als "oder" Aussage verstanden (stand halt so in der SZ) und der Originaltext die Bedingungen verknüpft - my bad, es lohnt also immer den Originaltext zu lesen.)

Putzig die Argumente der Gegner, dass diese Novelle ein Ersatz für das mangelhafte Steuerrecht sei. Wie kommt ihr darauf? Ganz andere Baustelle. Aber ich möchte nicht wissen, wie heftig Youtube seine Nerds ins Feld führen wird, wenn Google per EU-Verordnung dann tatsächlich gerecht besteuert werden soll)).



Antwort von TheBubble:


Also: Wenn dieses Posting hier Urheberrechte verletzt (weil es von irgendeinem anderen Text abgeschrieben ist), wird Slashcam haftbar, und nicht nur (so, wie vor der Novelle) ich als der Poster/Uploader, der über Slashcams Log-Dateien und IP-Adresse zu ermitteln wäre. Schlechte Zeiten für Slashcam.
Warum sollte sich Slashcam in diesem konstruierten Fall nicht beim Verursacher (hier also bei Dir) schadlos halten können?



Antwort von Alf_300:

Ohne Lizenz geht also nix mehr
Wen störts,



Antwort von handiro:

Interessante Doku über Bratzenfluch, danke! Da werden viele Punkte genannt, die auch für youtube gelten. Hoffentlich gehts mit Bratzenfluch bald so abwärts wie mit myspace. Bei youtube sieht man wenigstens leichte Veränderungen (so steht fast überall jetzt eine Lizensierungsinfo, das gabs vorher nicht). Österreich ist mit seiner digital-tax vorgeprescht https://www.handelsblatt.com/politik/in ... WKeKwE-ap3



Antwort von cantsin:



Also: Wenn dieses Posting hier Urheberrechte verletzt (weil es von irgendeinem anderen Text abgeschrieben ist), wird Slashcam haftbar, und nicht nur (so, wie vor der Novelle) ich als der Poster/Uploader, der über Slashcams Log-Dateien und IP-Adresse zu ermitteln wäre. Schlechte Zeiten für Slashcam.
Warum sollte sich Slashcam in diesem konstruierten Fall nicht beim Verursacher (hier also bei Dir) schadlos halten können?

Rechne mal den Arbeitsaufwand durch. Und die Tatsache, dass vor allem hochgeladene Bilder und lange Textzitate eine potentielle juristische Zeitbombe sind. Das ist für eine kleine Plattform nicht machbar.

In vielen Fällen dürften die ursprünglichen Uploader auch nicht mehr zu ermitteln sein. Wenn hier z.B. vor Jahren Bilder oder Textausschnitte hochgeladen wurden, die Rechte Dritter verletzen, konstituiert deren Sichtbarheit auf Slashcam weiterhin eine Rechtsverletzung, für die Slashcam haftbar wird. Dieses Problem verschärft sich ja dadurch, dass mit der neuen Regelung auch Text-Snippets nicht mehr unter Zitatrecht fallen.

Die einzige praktikable Lösung für Slashcam wäre, alle Nutzer mit persönlichen Daten und Ausweiskopien neu zu registrieren sowie Haftungsverträge unterzeichnen zu lassen - und alle Beiträge im Forenarchiv zu löschen, die den derart registrierten Nutzern nicht zugeordnet werden können.

In Deutschland kommt ja noch das Abmahnrecht verschärfend hinzu. Es ist gar nicht nötig, dass hier Urheber oder Verwerter wie die GEMA, VG Bild-Kunst oder VG Wort gegen Slashcam in Aktion treten, sondern Abmahnanwälte können dann Slashcam auf eigene Initiative und Rechnung abmahnen. Das kann man sogar teilautomatisieren, in dem man Suchmaschinen und Plagiatscanner-Bots über das Slashcam-Forenarchiv laufen lässt.



Antwort von dienstag_01:



Warum sollte sich Slashcam in diesem konstruierten Fall nicht beim Verursacher (hier also bei Dir) schadlos halten können?

Rechne mal den Arbeitsaufwand durch. Und die Tatsache, dass vor allem hochgeladene Bilder und lange Textzitate eine potentielle juristische Zeitbombe sind. Das ist für eine kleine Plattform nicht machbar.

In vielen Fällen dürften die ursprünglichen Uploader auch nicht mehr zu ermitteln sein. Wenn hier z.B. vor Jahren Bilder oder Textausschnitte hochgeladen wurden, die Rechte Dritter verletzen, konstituiert deren Sichtbarheit auf Slashcam weiterhin eine Rechtsverletzung, für die Slashcam haftbar wird. Dieses Problem verschärft sich ja dadurch, dass mit der neuen Regelung auch Text-Snippets nicht mehr unter Zitatrecht fallen.

Die einzige praktikable Lösung für Slashcam wäre, alle Nutzer mit persönlichen Daten und Ausweiskopien neu zu registrieren sowie Haftungsverträge unterzeichnen zu lassen - und alle Beiträge im Forenarchiv zu löschen, die den derart registrierten Nutzern nicht zugeordnet werden können.

In Deutschland kommt ja noch das Abmahnrecht verschärfend hinzu. Es ist gar nicht nötig, dass hier Urheber oder Verwerter wie die GEMA, VG Bild-Kunst oder VG Wort gegen Slashcam in Aktion treten, sondern Abmahnanwälte können dann Slashcam auf eigene Initiative und Rechnung abmahnen. Das kann man sogar teilautomatisieren, in dem man Suchmaschinen und Plagiatscanner-Bots über das Slashcam-Forenarchiv laufen lässt.

Du magst zwar recht haben, aber auf dem Weg der Überführung der Richtlinie in nationales Recht werden die CDU und die SPD gemeinsam das alles in Ordnung bringen. Sicher. Dafür haben wir sie ja.
Euer Drushba



Antwort von Alf_300:

Da kann man SlashCam nur empfehlem die Option Dateianhänge zu deaktivieren



Antwort von cantsin:


Du magst zwar recht haben

Und Dein langes Volltext-Zitat meines Beitrags ist - juristisch gesehen - eine Verletzung meines Urheberrechts, wofür ich in Zukunft Slashcam verklagen kann.



Antwort von Jörg:

Da kann man SlashCam nur empfehlen

den Laden zuzumachen...



Antwort von Alf_300:

---Jörg
Warum zumachen,
die Beiträge hier sind gesprochene Wörter in Schriftförm, da werden wir wohl das Gesetz auch hier dem Internet anpassen müssen



Antwort von Frank Glencairn:



die Beiträge hier sind gesprochene Wörter in Schriftförm, da werden wir wohl das Gesetz auch hier dem Internet anpassen müssen

"Wir" ?



Antwort von Alf_300:

"Wir"

Wir natürlich auch



Antwort von handiro:

So Teil eins der Vorhersage ist schon eingetreten: die "Gema" der verarmten Verleger verklagt google:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 46341.html

Demnach soll der VG Media vorschweben, dass Google für die sich aus dem Presseleistungsschutzrecht ergebenden Ansprüche rückwirkend für die Zeit vom 1. August 2013 bis zum 31. Dezember 2018 1,24 Milliarden Euro zahlt.

Ich wette, die echten Urheber (also die Journalisten) werden dabei keinen cent sehen!

Teil zwei tritt ein wenn die Filtertype oder ein Verwandter bei Springer unterkommt oder Ehrenvorsitzender der VGMedia wird.



Antwort von Alf_300:

Teil 3 ist,
wenn alle Schrauben fest angezogen sind dann machen wir noch eine Umdrehung.
denn es geht überhaupt nicht dass einer unlizensiert Teile aus einem Tutorial abkupfert, oder gar die gleiche Meinung im Film zum Ausdruck bringt



Antwort von Framerate25:

Und Teil vier...

...und eigentlich wird für alle Art von Sachen die ins Internet gemalt werden Gebühr fällig, da mittlerweile schon alle Themen da waren, alle Wörter geschrieben, Zusammenhänge erläutert, Meinungen geäußert, Satzteile verwendet, Wortkonstellationen niedergeschrieben, Ideen ausgetauscht, Töne erklungen...

...wer hat eigentlich das Urheberrecht auf die Melodie eines Martinhornes?? *grübel*



Antwort von Alf_300:

die Deutsche Signal-Instrumentenfabrik Max B. Martin.

und es ist eine geschützte Wortmarke

;-))



Antwort von Drushba:


So Teil eins der Vorhersage ist schon eingetreten: die "Gema" der verarmten Verleger verklagt google:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 46341.html

Demnach soll der VG Media vorschweben, dass Google für die sich aus dem Presseleistungsschutzrecht ergebenden Ansprüche rückwirkend für die Zeit vom 1. August 2013 bis zum 31. Dezember 2018 1,24 Milliarden Euro zahlt.

Ich wette, die echten Urheber (also die Journalisten) werden dabei keinen cent sehen!

Teil zwei tritt ein wenn die Filtertype oder ein Verwandter bei Springer unterkommt oder Ehrenvorsitzender der VGMedia wird.

Teil 5: Alles was gut ist, wird niedergemacht. Es soll ja auch Sklaven gegeben haben, die auf Seiten der Südstaaten kämpften.)



Antwort von cantsin:


Teil 5: Alles was gut ist, wird niedergemacht. Es soll ja auch Sklaven gegeben haben, die auf Seiten der Südstaaten kämpften.)

Komm' doch mal mit nem konstruktiven Vorschlag, wie Slashcam in der neuen Rechtslage überleben soll, statt in Deinen Beiträgen alle Register des unsachlichen, emotionalen, ad-hominem und Troll-Argumentierens zu ziehen, dass eigentlich aus dem Arsenal der politischen Rechten stammt.

- Im Fall der VG Medien vs. Google kämpfen übrigens nur die mittelständischen Sklavenhalter gegen die Großunternehmen-Sklavenhalter, um mal hier eine vernünftige Klassenanalyse hinzuzufügen.

Dazu noch ein Zitat des Mitbegründers der FAZ, Paul Sethe, von 1965, bezogen auf die deutsche Presse- und Verlegerlandschaft: "Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten."



Antwort von Jott:

Dazu noch ein Zitat des Mitbegründers der FAZ, Paul Sethe, von 1965, bezogen auf die deutsche Presse- und Verlegerlandschaft: "Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten."

1965. Heute haben wir aber Internet und Social Media, da kann JEDER seine Meinung verbreiten, und sei sie noch so bescheuert.



Antwort von Alf_300:

Verbreiten schon, aber wenn er nicht sofort einen Link zu einem noch bescheuterten Youtuber setzt wird das nix



Antwort von handiro:


die Deutsche Signal-Instrumentenfabrik Max B. Martin.

und es ist eine geschützte Wortmarke

;-))

+1! :-)
Allerdings kann man für einen repetitiven Quartensprung nicht mal als "kleine Münze" bei der Gema kassieren.

(oder etwa doch?)



Antwort von TheBubble:


Rechne mal den Arbeitsaufwand durch. Und die Tatsache, dass vor allem hochgeladene Bilder und lange Textzitate eine potentielle juristische Zeitbombe sind. Das ist für eine kleine Plattform nicht machbar.

Hat es hier schon früher Probleme mit Urheberrechtsverletzungen gegeben?

Es werden ja nicht plötzlich ganz viele Dinge zur Urheberrechtsverletzung, die es vorher nicht waren. Ich nehme an, die Betreiber/die Redaktion haben/hat schon immer mitgelesen und ggf. reagiert.

Wenn man tatsächlich große Sorgen wegen ungeprüfter Beiträge im Archiv hat: Frühjahrsputz mit Ausmisten der unklaren Beiträge.

Komm' doch mal mit nem konstruktiven Vorschlag, wie Slashcam in der neuen Rechtslage überleben soll
Einfach weitermachen.



Antwort von cantsin:



Rechne mal den Arbeitsaufwand durch. Und die Tatsache, dass vor allem hochgeladene Bilder und lange Textzitate eine potentielle juristische Zeitbombe sind. Das ist für eine kleine Plattform nicht machbar.

Hat es hier schon früher Probleme mit Urheberrechtsverletzungen gegeben?

Es werden ja nicht plötzlich ganz viele Dinge zur Urheberrechtsverletzung, die es vorher nicht waren. Ich nehme an, die Betreiber/die Redaktion haben/hat schon immer mitgelesen und ggf. reagiert.

Du hast es nicht verstanden. Der Unterschied ist, dass Slashcam jetzt haftbar ist und nicht mehr die individuellen Poster.

Wenn ein Anwalt in der heutigen Rechtslage Slashcam-Beiträge aufs Korn nehmen will, die durch überlange Zitate, Snippets aus Nachrichtenmedien oder hochgeladenes Bildmaterial die Urheberrechte Dritter verletzen, muss er individuell gegen die jeweiligen Slashcam-User juristisch vorgehen. Dieser Aufwand ist den meisten Abmahnern zu hoch.

In der neuen Rechtslage kann ein Anwalt aus allen gefundenen Rechtsverletzungen ein Gesamtpaket schnüren und die Betreiber von Slashcam dafür abmahnen und verklagen, weil sie nun als Forenbetreiber dafür juristisch haften. Solche Abmahnungen und Klagen sind erheblich lohnender und werden sich in vier- bis fünfstelligen Bereichen bewegen, wenn man die heutige Praxis als Richtschnur nimmt.



Antwort von Alf_300:

...Cantsin

Nicht vergessen, Wer hinter dieser Errungenschaft steckt,



Antwort von Darth Schneider:

Ihr macht euch jetzt etwas zu viele Sorgen, bezahlen muss nur wer Geld macht, wer als Beispiel ein Text oder ein Foto von jemand anderem zum anschauen hier auf Slashcam veröffentlicht, wird nicht belangt werden, weil der Urheber ja kein Geld damit verliert, weil ja der Uploader ja auch nix damit verdient, so wird ja am Schluss der Anwalt der den Quatsch dann bearbeiten muss auch nix damit verdienen....
Also geklagt wird nur wo auch Geld gemacht werden kann.
Wenn ich jetzt ein Poster von Elvis oder Justin Biber, das ich im Netz finde und weiterschicke, und dazu schreibe: Ist der Justin doch Toll...kann mich niemand dafür verklagen, nur wenn ich gleichzeitig etwas verdienen würde dabei.
Also ich denke hier bei SlashCAM wird sich genau mal gar nix ändern.
Gruss Boris



Antwort von Alf_300:

... Dart

Das seh ich anders, denn wer Post vom Anwalt bekommt, braucht meistens selber einen und der kostet völlig unabhängig wie die Geschichte ausgeht..

Und nicht zu vergessen, unter dem Bild (oder auf der Internetseite) vom Bieber steht, - die Bildeer sind urheberrechtlich geschützt. ( im bei deinem Beispiel zu bleiben.)



Antwort von Framerate25:

Sowas habe ich schon durch.

Es ging um ein Bild, auf welchem ein "Motiv" zu sehen war, was dem Kläger Werkes ähnlich war.

Das konnte dann für neunhundert Eus außergerichtlich geklärt werden. Zwischen seinem und meinem Anwalt.

Aber die Kohle ist futsch und musste so mal eben erst wieder rein verdienen.

Seit dem bin ich gaaaanz pingelig mit Geschichten welche Rechte innhalten könnten.

In meinem Fall hieß das: Recht zu haben, bedeutet nicht auch trotzdem viel Kohle verlieren zu können.

Take care



Antwort von Darth Schneider:

Guten Morgrn Alf
Klar, aber wenn ich kein Geld mit Bibers Bilder mache wenn ich sie verschicke ist es für Justin doch nur gratis Werbung.
Gruss Boris



Antwort von Alf_300:

Auch guten Morgen

Aber klauen und dann verschenken darf nur Robin

ABER
eine Superidee wäre wenn Du SlashCam.CH übernimmst.



Antwort von Starshine Pictures:

Das "Geld verdienen" richtet sich aber nicht an den Poster des Bieber-Plakates sondern an den Plattformbetreiber auf dessen Seite du den Biber hochlädst. Und da Slashcam sehr wohl Geld verdient, weil sie Werbung schalten, ist Slashcam auch betroffen. Bleibt nur die Möglichkeit eines Uploadfilters und das Sperren externer Links. ABER: Dieser Uploadfilter funktioniert nur so dass er das originale Material benötigt um eine Kopie zu erkennen. Der Slashcam Filter müsste also über jegliches jemals erstellte Textwerk und alle geschützten Bilder weltweit Kenntnis haben, was ein eigener Filter natürlich nicht gewährleisten kann. Also muss man einen externen kaufen bzw. mieten oder was weiss ich. Google hat den besten Uploadfilter bisher gebaut, der trotzdem diese Meisterleistung noch nicht zu 100% beherrscht. Kostenpunkt: 100.000.000 Dollar. Da kann man sich vielleicht errechnen dass der keine 2,50 im Jahr kostet für externe User.

Slashcam wäre also ein Film-Forum ohne Links und mit durch gefiltertem Inhalt. All die Postings von neuen Kameras auf der NAB sind nicht mehr möglich weil derjenige, der die Pocket4K dort vor Ort fotografiert hat, ja im Grunde ein Copyright drauf hat wenn er es bei Twitter etc. postet. Er könnte Slashcam verklagen weil sein Pocket Bild hier auftaucht und Slashcam durch dieses Bild Clicks generiert und damit, also mit "fremden" Kunstwerken, Geld verdient.

Nun stehen die Betreiber von Slashcam vor der Entscheidung: Machen wir mit so einer kastrierten Seite bzw. Forum weiter, zahlen viel Geld für einen Uploadfilter und haben trotzdem noch ein geringes Risiko dass uns jemand an die Karre pisst weil dem Filter doch mal was durch die Lappen gegangen ist? Oder schliessen wir Slashcam und machen nen Bootsverleih auf der Spree auf.

Grüsse, Stephan



Antwort von cantsin:


Ihr macht euch jetzt etwas zu viele Sorgen, bezahlen muss nur wer Geld macht, wer als Beispiel ein Text oder ein Foto von jemand anderem zum anschauen hier auf Slashcam veröffentlicht, wird nicht belangt werden, weil der Urheber ja kein Geld damit verliert, weil ja der Uploader ja auch nix damit verdient, so wird ja am Schluss der Anwalt der den Quatsch dann bearbeiten muss auch nix damit verdienen....

Nein, so ist schon heute weder die Rechtslage, noch die Realität. Abmahnungen können völlig unabhängig vom materiellen Schaden geschickt werden. Das Abmahnwesen in Deutschland ist einschlägig bekannt und trifft ja selbst Familien, deren Kinder urheberrechtlich geschütztes Material runter- oder hochgeladen haben.

Mehr hierzu in Wikipedia:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Abmahnu ... eutschland

Zitat daraus:
"Der Gebührenstreitwert wird im gewerblichen Bereich üblicherweise mit Beträgen ab 10.000 Euro angesetzt. Bei einer durchschnittlichen Markenrechtsverletzung beträgt der Streitwert zum Beispiel regelmäßig 50.000 Euro. Die Gebührenerstattung für den abmahnenden Anwalt kann dann in einer Größenordnung von erheblich mehr als 1000 Euro liegen."

Das Tolle an der Forenhaftung ist (auch im Falle Slashcams, das ja durch eine Firma betrieben wird), dass aus vielen kleinen privaten Rechtsverletzungen der User jetzt eine große gewerbliche Rechtsverletzung der Plattform wird.



Antwort von Framerate25:

Hm, in den Nutzungsbedingungen ist doch ganz klar geregelt, was bei Slashcam gepostet werden darf und was nicht. Mit der Registrierung ist damit ein Nutzungsvertrag zustande gekommen und ist rechtlich wirksam.

Zitat aus: Nutzungsbedingungen Slashcam

Du verpflichtest dich, keine beleidigenden, obszönen, vulgären, verleumdenden, gewaltverherrlichenden oder aus anderen Gründen gegen geltendes Recht bzw. gegen die guten Sitten verstoßenden Inhalte in diesem Forum zu veröffentlichen. Das Veröffentlichen oder Einbinden von Inhalten, an denen Du keine Rechte hast, ist unzulässig, ebenso das Veröffentlichen von Seriennummern oder Verlinken von gecrackter Software. Beiträge gewerblicher Natur (Werbung) sind ebenfalls unzulässig.

Sollte eigentlich keine Fragen mehr geben, nicht? ;)))



Antwort von cantsin:


Zitat aus: Nutzungsbedingungen Slashcam

Du verpflichtest dich, keine beleidigenden, obszönen, vulgären, verleumdenden, gewaltverherrlichenden oder aus anderen Gründen gegen geltendes Recht bzw. gegen die guten Sitten verstoßenden Inhalte in diesem Forum zu veröffentlichen. Das Veröffentlichen oder Einbinden von Inhalten, an denen Du keine Rechte hast, ist unzulässig, ebenso das Veröffentlichen von Seriennummern oder Verlinken von gecrackter Software. Beiträge gewerblicher Natur (Werbung) sind ebenfalls unzulässig.

Sollte eigentlich keine Fragen mehr geben, nicht? ;)))

Das löst aber nicht das Problem, dass Slashcam hierfür künftig juristisch haftbar ist, wenn Nutzer sich daran nicht halten. Diese Klauseln entbinden Slashcam nicht von der Haftung.



Antwort von Framerate25:


dass Slashcam hierfür künftig juristisch haftbar ist, wenn Nutzer sich daran nicht halten.

Ich würde diese Frage/These einem Juristen überlassen zu beantworten. Ganz ehrlich, das ist Spekulation. Denn Slashcam wird natürlich den Nutzer haftbar machen können, da dieser gegen einen bestehenden Vertrag verstossen hat.



Antwort von handiro:

Ich würde mir deswegen keine Sorgen machen und glaube auch slashcam macht sich keine. Es geht wie schon gesagt um Forderungen von Springer und Konsorten gegen gurgle und bratzenfluch, weil solche Schlagzeilen wie " Mutter drehte Kind durch Fleischwolf-Blöd sprach zuerst mit der Boulette" ja urheberrechtlich grosse Münze sind und weder in Suchmaschinen noch auf bratzenfluch erscheinen dürfen ohne dafür Tantiemen zu zahlen.



Antwort von dosaris:


Ich würde diese Frage/These einem Juristen überlassen zu beantworten. Ganz ehrlich, das ist Spekulation.

aber genau dies ist das Problem:
anstatt klare rechtliche Vorgaben zu setzen - der Begriff uploadfilter durfte aus politischen Gründen nicht
auftauchen - reicht der Gesetzgeber das Problem nach unten durch. In der Hoffnung, dass sich Gerichte damit
herumschlagen werden und eine Lösung finden.
Aber der juristische Flurschaden ist erst einmal angerichtet.



Antwort von dienstag_01:



dass Slashcam hierfür künftig juristisch haftbar ist, wenn Nutzer sich daran nicht halten.

Ich würde diese Frage/These einem Juristen überlassen zu beantworten. Ganz ehrlich, das ist Spekulation. Denn Slashcam wird natürlich den Nutzer haftbar machen können, da dieser gegen einen bestehenden Vertrag verstossen hat.

Viel hast du ja nicht mitbekommen von den Diskussionen der letzen Wochen und Monate.

Und in solchen Prozessen, in denen Gesetze erst auf den Weg gebracht werden, von Spekulationen zu sprechen, ist sicher richtig. Aber verkennt auch völlig die Situation. Denn wie soll man die Auswirkung noch nicht verabschiedeter Gesetze anders bewerten können?!
Oder soll man gar nicht? Und abwarten wie eine dumme Kuh?



Antwort von cantsin:


Ich würde mir deswegen keine Sorgen machen und glaube auch slashcam macht sich keine. Es geht wie schon gesagt um Forderungen von Springer und Konsorten gegen gurgle und bratzenfluch,

Darum mag es den Gesetzgebern und das Verlegerlobby hinter dem Gesetz gegangen sein. Das Gesetz ist aber allgemeingültig und wird von Abmahnanwälten wie einstweilen Gravenreuth und Steinhöfel auf bewährte Manier eingesetzt werden, also gerade gegen die kleinen Plattformen, die keine Rechtsabteilungen haben. Alles andere anzunehmen wäre naiv.

Übrigens macht sich Slashcam große Sorgen, siehe die Beiträge bzw. Dank-Likes der Redaktion hier in diesem Thread.



Antwort von handiro:

Ich hatte solche Befürchtungen schon letztes Jahr als die DSGVO durchkam und was ist bis heute passiert? ....NIX!
Ab und zu hob ein am Hungertuch nagender Armwalt den verschmutzen Kopf aus der Kompostkiste und sofort sprang die Presse drauf :-) Bis heute ist aus der Abmahnwelle nur seichtes Plätschern zu vernehmen.

Was passiert wenn solche Vögel sich im Auftrag von Bagaluden gegen slashcam wenden kann man hier sehen:
viewtopic.php?f=5&t=140565&p=951015&hil ... ar#p937537



Antwort von cantsin:


Ich hatte solche Befürchtungen schon letztes Jahr als die DSGVO durchkam und was ist bis heute passiert? ....NIX!

DSGVO beinhaltete keine Forenhaftung.



Antwort von Framerate25:

Natürlich macht sich SlashCAM Sorgen. Sorgen welche mich ( als Forenbetreiber/ fachfremdes Thema zu hier (Musik) ) aber auch betrifft und ich bisweilen seit dem ersten Aufblitzen der Anmerkung von Artikel 13, aktiv bin, Informationen zusammen zu tragen.

Fakt ist (ähnlich der DSGVO damals) das die EU Mitgliedsstaaten nun noch etwas Zeit haben, die Gesetzeslage zu dem EU- Beschluss für sich anzupassen, zu regulieren.

Die Aussage, das die Bundesregierung keine Uploadfilter forciert, ist erstmal zur Kenntnis zu nehmen.
Ob das Ende für Forenbetreiber naht, liegt also im Ermessen dessen was an Bewegung in der Umsetzung der Richtlinie durch die EU von den Mitgliedsstaaten "angepasst" wird.

Sich "aktuell" die Köpfe heiß zu reden und durch die im schlimmsten Fall auftretenden Konsequenzen (Solmecke Video weiter vorne im Fred) zu "spekulieren", kann man so machen, bleibt aber wertefrei.

Vielleicht macht es einfach Sinn nicht über jedes Stöckchen zu springen, was einem hin gehalten wird. ;)

Sicher werde ich mit dieser Haltung nicht alle Meinungen teilen, zu verlieren gibts dennoch genug. Also, abwarten!



Antwort von dienstag_01:


Natürlich macht sich SlashCAM Sorgen. Sorgen welche mich ( als Forenbetreiber/ fachfremdes Thema zu hier (Musik) ) aber auch betrifft und ich bisweilen seit dem ersten Aufblitzen der Anmerkung von Artikel 13, aktiv bin, Informationen zusammen zu tragen.

Fakt ist (ähnlich der DSGVO damals) das die EU Mitgliedsstaaten nun noch etwas Zeit haben, die Gesetzeslage zu dem EU- Beschluss für sich anzupassen, zu regulieren.

Die Aussage, das die Bundesregierung keine Uploadfilter forciert, ist erstmal zur Kenntnis zu nehmen.
Ob das Ende für Forenbetreiber naht, liegt also im Ermessen dessen was an Bewegung in der Umsetzung der Richtlinie durch die EU von den Mitgliedsstaaten "angepasst" wird.

Sich "aktuell" die Köpfe heiß zu reden und durch die im schlimmsten Fall auftretenden Konsequenzen (Solmecke Video weiter vorne im Fred) zu "spekulieren", kann man so machen, bleibt aber wertefrei.

Vielleicht macht es einfach Sinn nicht über jedes Stöckchen zu springen, was einem hin gehalten wird. ;)

Sicher werde ich mit dieser Haltung nicht alle Meinungen teilen, zu verlieren gibts dennoch genug. Also, abwarten!

Stimmt, man muss nicht ab und zu mal den Worst Case durchspielen, weil ja alles immer von alleine gut wird. Man muss sich nur lange genug zurücklehnen ;)



Antwort von Drushba:


Stimmt, man muss nicht ab und zu mal den Worst Case durchspielen, weil ja alles immer von alleine gut wird. Man muss sich nur lange genug zurücklehnen ;)

Langsam denke ich auch, dass alles verloren ist. Europa ist fertig. Das Schlimme ist aber, dass Du, Dienstag, alles schon vorher gewusst hast und trotzdem untätig geblieben bist. Warum hast Du nicht eingegriffen? Hast Du kein Gewissen? Kein Verantwortungsgefühl? Sind wir Dir total egal? Ich weiss nicht, wie Du aus dieser Nummer wieder rauskommst. Gilt auch für Cantsin. Wer mehr weiss, hat mehr Verantwortung. War schon immer so.)



Antwort von cantsin:


Gilt auch für Cantsin. Wer mehr weiss, hat mehr Verantwortung. War schon immer so.)

Auch hier kannst Du Dir Dein faktenfreies ad hominem-Getrolle wieder komplett sparen, denn ich bin sehr aktiv in einer linken politischen Partei und setze mich für diese Dinge nicht nur in Forenpostings ein.

Merkst Du eigentlich, wie unsachlich und unredlich Du argumentierst?



Antwort von Drushba:


Auch hier kannst Du Dir Dein faktenfreies ad hominem-Getrolle wieder komplett sparen, denn ich bin sehr aktiv in einer linken politischen Partei und setze mich für diese Dinge nicht nur in Forenpostings ein.

Merkst Du eigentlich, wie unsachlich und unredlich Du argumentierst?

Musst Du andere Menschen beleidigen, nur weil sie Dir nachweisen, wie untätig Du geblieben bist? Ich bin ja auch sehr an einer Veränderung der Verhältnisse interessiert und stehe Deiner Gruppierung - so ineffektiv sie ist - trotzdem sehr nahe. Aber in Zukunft handeln, Genosse, nicht reden!)



Antwort von Drushba:


Auch hier kannst Du Dir Dein faktenfreies ad hominem-Getrolle wieder komplett sparen, denn ich bin sehr aktiv in einer linken politischen Partei und setze mich für diese Dinge nicht nur in Forenpostings ein.

So kommen wir nicht weiter. Kritik und Selbstkritik Genosse! In der Partei fragt man sich bestimmt bereits, warum Du Dich so nahe an der Position von Facebook und Youtube bewegst.)



Antwort von cantsin:


In der Partei fragt man sich bestimmt bereits, warum Du Dich so nahe an der Position von Facebook und Youtube bewegst.)

Lies mal diesen Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Typen_von ... nargumente

Dir gelingt es in diesem Thread - unbeabsichtigt, nehme ich an -, ein ganzes Register von (im Sinne der Aussagenlogik und redlicher Debatte) Pseudo-Argumenten zu ziehen. Nach ad hominem weiter oben ist Dein jetziges Argument association fallacy bzw. guilt by association.



Antwort von Drushba:


Dir gelingt es in diesem Thread - unbeabsichtigt, nehme ich an -, ein ganzes Register von (im Sinne der Aussagenlogik und redlicher Debatte) Pseudo-Argumenten zu ziehen. Nach ad hominem weiter oben ist Dein jetziges Argument association fallacy bzw. guilt by association.

Ich finde es gut, dass Du über Ostern die Möglichkeiten von Wikipedia nutzt und Dich über rhetorische Figuren informierst. Lernen, lernen und nochmals lernen! )

Dann versuche das jetzt doch mal auf Deine oder Dienstags Argumentationsmuster anzuwenden! Da könntest Du eine Menge Haken setzen!

Was wir wissen: Es wird eine Verhätnismässigkeit geben. Die Bundesregierung erwägt nicht die zwingende Einführung von Uploadfiltern. Eine allgemeine Überwachung soll sogar explizit ausgeschlossen sein. Der Rest wird sich zeigen.

Was wir aber auch wissen: Zum ersten Mal können Facebook, Youtube und Co per Gesetz für Inhalte haftbar gemacht werden. Und ich muß Dir wohl nicht erzählen, wie sich die Rechten in Europa ausbreiten, und das zu einem Gutteil angeheizt über Facebook und Youtube. Wenn Facebook jetzt für Hasskommentare und Volksverhetzung haftbar gemacht werden kann, dann ist das ein Sieg!

Zu Deinem Scheinargument, die Verlage glichen mittleren Kapitalisten, die sich gegen die großen Kapitalisten stellen: Nein! Gemessen an der Kapitalisierung und Reichweite von Facebook und Youtube sind selbst der Springerverlag und deutsche Erstlingsgedichtbandsveröffentlicher Ameisen auf Augenhöhe. Was für ein Skandal: Die VG Media klagt nun Youtube an und verlangt Kompensation. So what? Wenn bei den Autoren nichts davon ankommt, ist das nicht das Problem der Urheberrechtsnovelle, sondern vom vertraglichen Binnenverhältnis Verlage-Autoren. Erfreulich ist, dass VG Media überhaupt daran denken kann, Youtube eine Rechnung zu stellen. Das können die anderen Verwertungsgesellschaften dann nämlich auch.

Und wenn Du mich fragst, ob der Weltfrieden mit oder ohne Youtube und Facebook eher gewährleistet wäre, so kann man faktisch klar antworten: Ohne! Siehe Hatespeach, Fakenews, Wahlmanipulation, Abdriften der Gesellschaft nach Rechts, zum Islamisus oder zur Aluhutgläubigkeit und kompletten Verblödung. Klar nutze auch ich Youtube jeden Tag. Kar schaue ich Reviews und finde die lustig. Trotzdem kann ich ganz klar sehen, dass diese Konzerne zu Verbrechern mutiert sind, die die Welt mit Hass überziehen und daraus Kapital schlagen. If you can't kill it - bill it. Und hier sollte gelten: Better kill it. So weit wirds nicht kommen, aber etwas Verantwortung kann jetzt zumindest eingeklagt werden. Und das ist gut, wie ich meine.



Antwort von cantsin:


Was wir aber auch wissen: Zum ersten Mal können Facebook, Youtube und Co per Gesetz für Inhalte haftbar gemacht werden. Und ich muß Dir wohl nicht erzählen, wie sich die Rechten in Europa ausbreiten, und das zu einem Gutteil angeheizt über Facebook und Youtube. Wenn Facebook jetzt für Hasskommentare und Volksverhetzung haftbar gemacht werden kann, dann ist das ein Sieg!

Ich überschlage mal den Rest Deines Postings, spare mir mal alle Kommentare und bleibe nur mal bei dieser Passage: Du musst da etwas sehr, sehr gründlich missverstanden haben. Hasspostings haben mit Urheberrecht grundsätzlich nichts zu tun und fallen unter völlig andere Gesetze (Volksverhetzung, Verleumdung).

Die Forenhaftung bezieht sich nur aufs Urheberrecht, nicht auf Volksverhetzung oder andere Straftatbestände. (Mal ganz abgesehen davon, dass Urheberrecht unter Zivil- und nicht unter Strafrecht fällt.)



Antwort von roki100:


Was wir aber auch wissen: Zum ersten Mal können Facebook, Youtube und Co per Gesetz für Inhalte haftbar gemacht werden. Und ich muß Dir wohl nicht erzählen, wie sich die Rechten in Europa ausbreiten, und das zu einem Gutteil angeheizt über Facebook und Youtube. Wenn Facebook jetzt für Hasskommentare und Volksverhetzung haftbar gemacht werden kann, dann ist das ein Sieg!
...
Und wenn Du mich fragst, ob der Weltfrieden mit oder ohne Youtube und Facebook eher gewährleistet wäre, so kann man faktisch klar antworten: Ohne! Siehe Hatespeach, Fakenews, Wahlmanipulation, Abdriften der Gesellschaft nach Rechts, zum Islamisus oder zur Aluhutgläubigkeit und kompletten Verblödung. Klar nutze auch ich Youtube jeden Tag. Kar schaue ich Reviews und finde die lustig. Trotzdem kann ich ganz klar sehen, dass diese Konzerne zu Verbrechern mutiert sind, die die Welt mit Hass überziehen und daraus Kapital schlagen. If you can't kill it - bill it. Und hier sollte gelten: Better kill it. So weit wirds nicht kommen, aber etwas Verantwortung kann jetzt zumindest eingeklagt werden. Und das ist gut, wie ich meine.

Na hoffentlich wird was dagegen getan. Bisher scheint YouTube, Facebook und Co. nur einseitig zu handeln, so als würde da jemand sitzen, der die rechte Ziele unterstützt.



Antwort von Drushba:


Du musst da etwas sehr, sehr gründlich missverstanden haben. Hasspostings haben mit Urheberrecht grundsätzlich nichts zu tun und fallen unter völlig andere Gesetze (Volksverhetzung, Verleumdung).

Die Forenhaftung bezieht sich nur aufs Urheberrecht, nicht auf Volksverhetzung oder andere Straftatbestände. (Mal ganz abgesehen davon, dass Urheberrecht unter Zivil- und nicht unter Strafrecht fällt.)

Wer hat da etwas nicht verstanden? Die Urheberrechtsnovelle legt eindeutig fest, dass Forenbetreiber wie Youtube und Facebook für Postings haftbar sind. Das ist ja gerade die Neuerung! Bislang galt insbesondere §7 und §10 Telemediengesetz:

§ 7 (2) Diensteanbieter im Sinne der §§ 8 bis 10 sind nicht verpflichtet, die von ihnen übermittelten oder gespeicherten Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen.

§10 Diensteanbieter sind für fremde Informationen, die sie für einen Nutzer speichern, nicht verantwortlich, sofern 1. sie keine Kenntnis von der rechtswidrigen Handlung oder der Information haben und ihnen im Falle von Schadensersatzansprüchen auch keine Tatsachen oder Umstände bekannt sind, aus denen die rechtswidrige Handlung oder die Information offensichtlich wird, oder 2. sie unverzüglich tätig geworden sind, um die Information zu entfernen oder den Zugang zu ihr zu sperren, sobald sie diese Kenntnis erlangt haben.

Aus dem abgeleitet wurde: https://www.dr-bahr.com/news/kein-unter ... hread.html
Hier die komplette juritische Surferei: http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de ... id:7502780

Achte auf die Argumentationen und zitierten Kausalzusammenhänge: "Die Haftung des Störers setzt die Verletzung von Verhaltenspflichten, insbesondere von Prüfungs- oder Überwachungspflichten, voraus. Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Verhinderung der Verletzungshandlung zuzumuten ist." Und weiter: "Einer allgemeinen Prüfungspflicht der Beklagten für die von Nutzern auf dem Internetportal eingestellten Daten steht aber § 7 Abs. 2 Satz 1 TMG entgegen."

Die Novelle hebt dies auf. Bitte verdeutliche Dir die Reichweite davon: Die bisherige Rechtssprechung lehnt eine Forenhaftung grundlegend ab. Das geht jetzt nicht mehr. Die (hoffentliche) Folge: Hatespeach muss jetzt ins Darknet abziehen, wo sie hoffentlich nicht gefunden wird. Noch werden wir warten müssen, ob dies auch in bundesdeutsches Recht umgesetzt werden wird.

Nochmal: Bislang wird richterlich in etwa argumentiert, dass es nirgendwo eine Rechtsnorm für Forenhaftung gäbe und das dies vom Gesetzgeber daher so nicht gewollt wäre. Das ändert sich jetzt gravierend, denn jetzt wird es eine entsprechende Rechtsnorm geben.

Und ich denke, das "unverzüglich Tätigwerden und Löschen" aus dem Text der Novelle ist auch der Key für die zukünftige Rechtssprechung und bringt erstmal Entwarnung für Foren, die nach Aufforderung löschen.



Antwort von Darth Schneider:

Die armen Mitarbeiter die dann nix anderes machen als irgendwelche Hobbyfilmer anzuzeigen weil sie für ein Hochzeitsfilm ein Song von Heino geklaut haben,,,oder Forenmitglieder zu verzeigen die jemand anderes mit (A Loch) betiteln. Was für ein super Job.
Abgesehen davon. Wie kann eigentlich SlashCAM haftbar gemacht werden für etwas das ich jetzt z.b. geschrieben habe ? Das ist doch absolut idiotisch, und ergibt überhaupt keinen Sinn..
Genau so ergibt es auch überhaupt keinen Sinn das wir jetzt überspitzt geschrieben verhaftet werden sollen, wenn wir ein Beispielbild aus einem existierenden Film hochladen um z.b. dem Forum etwas zu erläutern...oder etwas zu fragen...

Wie auch immer, das ganze scheint sich jetzt schon zu einer voll unübersichtlichen Juristen Orgie zu entwickeln. Wenn die Herren Anwälte nur selber dann noch durchblicken.
Und passieren wird dann am Schluss was ?
Seiten wie SlashCAM machen den Schirm zu und Portale wie YouTube verlieren Millionen von Usern ?
Wem soll das alles dann am Schluss etwas bringen ??? Den Anwälten ?
Den Urhebern wohl ja kaum kaum....
Ich denke das ist nur viel Wind um nichts....Weil schlussendlich dreht sich alles nur um die Wirtschaft und das liebe Geld, schlussendlich dann ja auch solche Gesetze.

Uns alle anklagen, das will doch auch wirklich niemand, schliesslich sind wir ja die Kunden, wer vor Gericht steht der konsumiert in der Regel nichts.

Also ich für meinen Teil werde mal bei Gelegenheit meinen Big Boss darauf ansprechen, der muss es ja wissen, er ist Rechtsanwalt.
Gruss Boris



Antwort von Alf_300:

... Dart... Wie kann SlashCam für Deinen Text haftbar gemacht werden und warum.

Versuch mal bei T. Online oder einer anderen Zeitung einen Text zu posten, dann weißt Du es.



Antwort von Darth Schneider:

Ein Forum ist aber in dem Sinne doch keine, oder im Fall von SlashCAM nicht nur eine Zeitung. Bei einem Forum sind die Regeln schon etwas anders.
Und auch bei einer Zeitung kann der Autor angezeigt werden wenn er Mist schreibt....
Gruss Boris



Antwort von Alf_300:

Bei der Zeitung ist das anders, da wird der Text vorher gelesen und dann freigegeben.
das dient dann gleichzeitig der Meinungsbildung ;.))

Das was Wir hier machen schaut mir eher nach Chat aus.



Antwort von Darth Schneider:

Eben, wie reden im richtigen Leben, also eigentlich kann SlashCAM gar nicht dafür verantwortlich gemacht werden für das was wir jetzt live hier chatten.
Das ist doch einfach unmöglich und sinnlos.
Jeder sollte doch selber für das verantwortlich sein was er raus lässt.
Vieleicht würde es schon helfen wenn man nur mit seinem echten Namen im Forum schreiben kann ?
Gruss Boris



Antwort von Alf_300:

... eigentlich schon, denn jeder kann auch unangemeldet mitlesen.



Antwort von cantsin:


Nochmal: Bislang wird richterlich in etwa argumentiert, dass es nirgendwo eine Rechtsnorm für Forenhaftung gäbe und das dies vom Gesetzgeber daher so nicht gewollt wäre. Das ändert sich jetzt gravierend, denn jetzt wird es eine entsprechende Rechtsnorm geben.

Nochmal: Urheberrecht ist Zivilrecht, Volksverhetzung ist Strafrecht, zwei verschiedene Baustellen. Nenn mir bitte eine Quelle dafür, dass sich die Forenhaftung in der von Dir beschriebenen Form aufs Strafrecht erstrecken wird.

Aber langsam können wir diesen Thread hier wegen Kindergarten schließen.



Antwort von dienstag_01:



Nochmal: Bislang wird richterlich in etwa argumentiert, dass es nirgendwo eine Rechtsnorm für Forenhaftung gäbe und das dies vom Gesetzgeber daher so nicht gewollt wäre. Das ändert sich jetzt gravierend, denn jetzt wird es eine entsprechende Rechtsnorm geben.

Nochmal: Urheberrecht ist Zivilrecht, Volksverhetzung ist Strafrecht, zwei verschiedene Baustellen. Nenn mir bitte eine Quelle dafür, dass sich die Forenhaftung in der von Dir beschriebenen Form aufs Strafrecht erstrecken wird.

Aber langsam können wir diesen Thread hier wegen Kindergarten schließen.

Irgendwie liegt Drushba nicht so ganz falsch. In seinem Denken. Er wünscht sich ja eine Art Kulturwandel, hin zur kompletten Überwachung. In diesem (seinem) Sinne ist die Urheberrechtsnovelle ein Schritt in die richtige Richtung. (Meine ich ausdrücklich nicht ironisch)



Antwort von Drushba:


Irgendwie liegt Drushba nicht so ganz falsch. In seinem Denken. Er wünscht sich ja eine Art Kulturwandel, hin zur kompletten Überwachung.

Ja klar... und mit derselben verqueren Logik wünscht Du Dir den Durchmarsch der Rechten oder wie? Geh mal ein bisschen raus in die Sonne, das tut gut. Cantsin ist ja schon das lebende Beispiel, warum mit dieser Linken kein Blumentopf zu gewinnen ist. Das trifft auch auf die frustrierten Hinterzimmernerds zu, egal ob links oder rechts.

Ich sehe keine Gefahr für Foren wie Slashcam. Wohl aber Erschwernis für Nazi-Facebookgruppen und deren Youtubekanäle. Und das ist gut so. Jetzt mal aus der Sicht eines Demokraten)



Antwort von cantsin:


Cantsin ist ja schon das lebende Beispiel, warum mit dieser Linken kein Blumentopf zu gewinnen ist. Das trifft auch auf die frustrierten Hinterzimmernerds zu, egal ob links oder rechts.

Tja, wieder weichst Du sachlichen Fragen aus (nämlich: hast Du auch nur einzige Quelle für Deine These, dass sich die urheberrechtliche Rechtsnorm der Forenhaftung künftig auch auf strafrechtliche Tatbestände wie Volksverhetzung ausdehnen wird) und argumentierst ad hominem.



Antwort von Jörg:

das ist Déjà-vu pur, Murmeltier ist gar nichts dagegen ;-((

die Linken zanken um nichts, die Rechten marschieren widerstandslos voran.

Bolschewiki vs Menschewiki, Lenin vs Mao, DIE stories meiner durchquatschten Diskussionsjahre, ergebnislos, wie alle rhetorischen Kraftakte damals, es wird sich nie ändern...



Antwort von Drushba:


Tja, wieder weichst Du sachlichen Fragen aus (nämlich: hast Du auch nur einzige Quelle für Deine These, dass sich die urheberrechtliche Rechtsnorm der Forenhaftung künftig auch auf strafrechtliche Tatbestände wie Volksverhetzung ausdehnen wird) und argumentierst ad hominem.

Nein. Du erkennst die Argumente nicht (an). Das ist ein Unterschied. Youtubes Standpunkt, grundsätzlich nur ein Marktplatz wie Ebay zu sein, ist durch die Novelle angeschossen. Fakt.



Antwort von dienstag_01:



Tja, wieder weichst Du sachlichen Fragen aus (nämlich: hast Du auch nur einzige Quelle für Deine These, dass sich die urheberrechtliche Rechtsnorm der Forenhaftung künftig auch auf strafrechtliche Tatbestände wie Volksverhetzung ausdehnen wird) und argumentierst ad hominem.

Nein. Du erkennst die Argumente nicht (an). Das ist ein Unterschied. Youtubes Standpunkt, grundsätzlich nur ein Marktplatz wie Ebay zu sein, ist durch die Novelle angeschossen. Fakt.

Immerhin lässt du inzwischen durchblicken, dass das Urheberrecht dir nur Mittel zum Zweck ist. Ist doch schon mal was.



Antwort von Drushba:


Immerhin lässt du inzwischen durchblicken, dass das Urheberrecht dir nur Mittel zum Zweck ist. Ist doch schon mal was.

Sonne tut wirklich gut, glaubs mir)

Ich muss jetzt leider in die Küche.



Antwort von Starshine Pictures:

Seit Gerhard Schröder (1998) ist Deutschland unter linker Führung. FDJ-Angie (Sekretärin für Agitation und Propaganda) zähle ich auch dazu. Hat uns leider nix gebracht, obwohl die linke Weltanschauung eigentlich sympathischer klingt als die rechte. Nun kommen eben die echten Rechten wieder zum Zuge, aber nicht weil sie so toll sind, sondern weil die Linken zu schlecht sind.



Antwort von roki100:


Seit Gerhard Schröder (1998) ist Deutschland unter linker Führung. FDJ-Angie (Sekretärin für Agitation und Propaganda) zähle ich auch dazu. Hat uns leider nix gebracht, obwohl die linke Weltanschauung eigentlich sympathischer klingt als die rechte. Nun kommen eben die echten Rechten wieder zum Zuge, aber nicht weil sie so toll sind, sondern weil die Linken zu schlecht sind.

man findet ja immer irgendwelche Rechtfertigung für das, was der Mensch selbst/inne ist bzw. Natürlich sind die andere daran schuld, wenn die Persönlichkeit böse/schlecht ist?

Viel trefflicher ist eher, dass einige Menschen, auf der gleichen Fleck der Erde, aus den Vergangenen Fehlern der Vorväter, nicht gelernt haben und somit verurteilt sind, die selben Fehlern zu wiederholen. Nur die Opfernamen ändern sich. Im Prinzip ist jedoch, wieder der beschnittene dran bzw. diejenige die mit semitische Traditionen semitischer sind, als die heutige in Israel. Zufall? Nein....



Antwort von Jörg:

Seit Gerhard Schröder (1998) ist Deutschland unter linker Führung.

dieser Satz sichert dir die lebenslange Mitgliedschaft in der Hall of Fame aller Satiriker, weltweit.



Antwort von Starshine Pictures:



Seit Gerhard Schröder (1998) ist Deutschland unter linker Führung. FDJ-Angie (Sekretärin für Agitation und Propaganda) zähle ich auch dazu. Hat uns leider nix gebracht, obwohl die linke Weltanschauung eigentlich sympathischer klingt als die rechte. Nun kommen eben die echten Rechten wieder zum Zuge, aber nicht weil sie so toll sind, sondern weil die Linken zu schlecht sind.

man findet ja immer irgendwelche Rechtfertigung für das, was der Mensch selbst/inne ist bzw. Natürlich sind die andere daran schuld, wenn die Persönlichkeit böse/schlecht ist?

Viel trefflicher ist eher, dass einige Menschen, auf der gleichen Fleck der Erde, aus den Vergangenen Fehlern der Vorväter, nicht gelernt haben und somit verurteilt sind, die selben Fehlern zu wiederholen. Nur die Opfernamen ändern sich. Im Prinzip ist jedoch, wieder der beschnittene dran bzw. diejenige die mit semitische Traditionen semitischer sind, als die heutige in Israel. Zufall? Nein....

Sorry, aber aus dem Text werd ich nicht schlau. Weiss nicht was du ausdrücken willst.



Antwort von roki100:



man findet ja immer irgendwelche Rechtfertigung für das, was der Mensch selbst/inne ist bzw. Natürlich sind die andere daran schuld, wenn die Persönlichkeit böse/schlecht ist?

Viel trefflicher ist eher, dass einige Menschen, auf der gleichen Fleck der Erde, aus den Vergangenen Fehlern der Vorväter, nicht gelernt haben und somit verurteilt sind, die selben Fehlern zu wiederholen. Nur die Opfernamen ändern sich. Im Prinzip ist jedoch, wieder der beschnittene dran bzw. diejenige die mit semitische Traditionen semitischer sind, als die heutige in Israel. Zufall? Nein....

Sorry, aber aus dem Text werd ich nicht schlau. Weiss nicht was du ausdrücken willst.

Das nicht die anderen zu beschuldigen sind, für das, was der rechter Mensch selbst ist. Da sich die Geschichte wiederholt und nur die Namen sich ändern, könnte man meinen, dass das hier im Westen, eine Art Tradition sei.... An dem, was der innere böse braune Geist selbst ist (Faschist, Rassist), kann weder der Nächste Linke noch der Grüne... man ist selbst so wie man selbst ist, idiot, böse, schlecht oder eben, ein guter Mensch.



Antwort von Funless:

Hmmm ... im aktuellen Fall des Mueller-Berichts scheinen Upload-Filter wohl bereits zu demonstrieren was da alles schiefgehen kann.



Antwort von Alf_300:

Uploadfilter heißt in diesen Fall, dass alle verdächtigen Wortkombinationern die übers Netz gehen direkt bei der NSA landen ;-))



Antwort von Frank Glencairn:


Hmmm ... im aktuellen Fall des Mueller-Berichts scheinen Upload-Filter wohl bereits zu demonstrieren was da alles schiefgehen kann.

...hat eine rechtlich nicht bindende Protokollerklärung abgegeben, die Nutzern einen "niederschwelligen Zugang zu einem Beschwerdemechanismus" garantieren soll.

Rechtlich nicht bindend. Dann hätten sie es sich auch gleich komplett schenken können - Kasperletheater.



Antwort von Darth Schneider:

An Alf
Genau, und der Rest der Daten landen so oder so bei Leuten wie Zuckerberg und Gates, (darum grinst der immer so zufrieden auf den Fotos)
Gruss Boris



Antwort von Alf_300:

Grad zünftig gehts zu
Nur gut dass man das Netz Aktivitäten Symbol in der Windows Taskleiste entfernt hat.

https://threatmap.checkpoint.com/Threat ... vemap.html



Antwort von Frank Glencairn:

Krass



Antwort von Alf_300:

Die Abzocke geht in die nächste Runde

https://www.bitkom.org/Presse/Presseinf ... elektronik



Antwort von Cinealta 81:

Allein die Namensgebung "Urheberabgaben für Unterhaltungselektronik" zeugt von äußerster Kreativität der Minder- und Nichtsleister bei der Sicherung der Eigenalimentierung. Dafür sind aber die meisten Verbände bekannt.
Und die eigentlichen Betroffenen/Urheber? Faktisch dürften die meisten sog. Kreativen mehr durch diese Abgabe (für eigene, gekaufte Gerätschaft) bezahlen, als sie jemals als Urheber ausgeschüttet bekommen.

Jaa, der Übergang vom knallharten Turbokapitalismus * zum Neosozialismus gestaltet sich in manchen Bereichen sehr durchsichtig. Ziel ist immer die Sicherung der eigenen Pfründe, die Namensgebung und fadenscheinigen Erklärungen und Begründungen fallen immer armseliger aus. Sogar diesbezüglich handelt es sich um eine Minderleistung.

* Waren 10 Tage in SF / Kalifornien für einen Dreh. Stehen zwar unter NDA, aber es gibt einige ziemlich interessante Aspekte, die nicht nur Equipment und HowTo betreffen. Werde mal dazu nächste Woche einige Bilder und Gedanken posten.



Antwort von Funless:


Und die eigentlichen Betroffenen/Urheber? Faktisch dürften die meisten sog. Kreativen mehr durch diese Abgabe (für eigene, gekaufte Gerätschaft) bezahlen, als sie jemals als Urheber ausgeschüttet bekommen.

2017 wurden (faktisch) jedenfalls von der GVL aus den Privatkopie-Einnahmen, die sie von der Gerätschaften-Industrie bekommen haben, rd. 112 Mio. Euro an ihre Berechtigten (Künstler & Hersteller) ausgeschüttet und zudem lagen zu dem Zeitpunkt noch rd. 170 Mio. Euro (ebenfalls aus diesen speziellen Einnahmen) zur Ausschüttung in der Pipeline (Nachzulesen im 2017'er Geschäftsbericht).

Ich weiß natürlich nicht welcher der zwei faktischen Statements nun in dieser Diskussion eine höhere Gewichtung bekommen soll. Hängt wohl von den Diskutanten ab.



Antwort von Alf_300:

Ich finds auf jeden Fall nicht Lustig, dass ich mit dem Kauf meines Blu Ray Recorders
den Lebensunterhalt von Gangster-Rappern aus den Chaka-Clan bestreite



Antwort von handiro:

Der bei allem Medienhype völlig übersehene Artikel 12 (jetzt Artikel 16) der neuen EU "Reform" soll das Vogel Urteil gegen die VG Wort wieder zurückdrehen:
https://www.heise.de/tp/features/Der-me ... 17894.html

Man kann es einfach nicht fassen, zu was diese Lobbykraten alles fähig sind. :-(

Wann wird endlich begriffen, dass Verleger KEINE Urheber sind???? Wann wird dem Wahnsinn endlich Einhalt geboten? Ich befürchte: nie....



Antwort von Drushba:


Der bei allem Medienhype völlig übersehene Artikel 12 (jetzt Artikel 16) der neuen EU "Reform" soll das Vogel Urteil gegen die VG Wort wieder zurückdrehen:
https://www.heise.de/tp/features/Der-me ... 17894.html

Man kann es einfach nicht fassen, zu was diese Lobbykraten alles fähig sind. :-(

Wann wird endlich begriffen, dass Verleger KEINE Urheber sind???? Wann wird dem Wahnsinn endlich Einhalt geboten? Ich befürchte: nie....

Heise und die Aluhüte Part XXXXV.

Verlage sollen auch überleben können - was für ein fetter Skandal!) Jetzt wollen sie tatsächlich Geld verdienen mit Texten, für die sie den Auftrag gegeben und bezahlt haben.) Ich denke, die Youtube-Nerds, die auf die Strasse gehen, sind sicherlich nicht die Käufer der Verlagsprodukte. Der verlinkte Heise- Troll möchte auch nicht von seinem Privat-Blog leben, sondern lieber die Struktur von Heise nutzen. Und neben dem Abheulen natürich bezahlt werden. Soll er doch ein urheberrechtliches Produkt schaffen, dass ihm die Nerds bezahlen. Wenn ihm das gelingt, braucht er auch keine Verlage mehr. Und wenn doch: Die gebeutelten Verlage würden ihm das Rezept mit Gold aufwiegen.



Antwort von Alf_300:

Mal schaun wie sich das in der Musik-Branche auswirkt.




Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen
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