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AUDIO Tonspur - Ursprung Rauschen zwischen dem Ton



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Frage von hpj:


Hallo, ich nehme mit der Panasonic AG AC 90 mittels Röde Mikrofon, XLRXLR im Glossar erklärt Kontakt manuelle Aussteuerung über "Input 2" den Ton mono auf. Sofern es still ist, bzw. beispielsweise bei Pausen in einem Gespräch ist immer ein störendes Grundrauschen zu hören. Dieses Rauschen ist jedoch nicht im hörbaren Ton, also Geräusche, Sprache pp. zu hören, sondern nur dann, wenn das Mikro sich ergebene "Stille aufnimmt". Diese rauschende Stille schneide ich immer heraus, was jedoch mühselig ist. Es stellt sich mir die Frage, warum es überhaupt in "der Stille rauscht" - der Ton/Klang ist ansonsten sehr gut. Kann ich das Rauschen in der Stille vermeiden? Ich habe übrigens feststellen müssen, dass auch die Audioaufnahmen von verschiedenen Smartphones, i.d.F. Sprachnotizen oder ähnliches in den Zwischenpausen bei einem Gespräch rauscht. Ich kenne das Grundrauschen von Stereoaufnahmen mit Stereomikrofonen, aber unter Mono verstehe ich den Ursprung nicht. Weiß jemand Rat?



Antwort von Jott:

Aussteuerungs-Automatik immer ausschalten, noch mal kontrollieren. Und sonst: Mikros gehören für Stimmen NIE auf eine Kamera, sondern immer so nah wie möglich an die sprechenden Personen heran. Je weiter du weg bist, desto mehr störende Raum- und Umweltgeräusche nimmst du auf, die in Pausen dann massiv auffallen. Immer Kopfhörer verwenden, dann wirst du nicht nachträglich überrascht. Stille in Sprechpausen klappt nur in einer speziellen Sprecherkabine im Tonstudio, aber niemals in normaler Umgebung.

Rausschneiden ist gruselig, erst mal die Quelle ausschalten. Und sollte das aus irgend welchen Gründen nicht gehen, schaue im Tonbereich deines Schnittprogrammes nach irgend einem Filter mit "Gate" im Namen. Damit kannst du alle Geräusche unter einem bestimmten Pegel absenken. Das klappt gut, wenn der Pegelunterschied von Stimmen zu Nebengeräuschen deutlich genug ist. Dann aber immer durchgehend kontrollieren.

Mit mono oder stereo hat das übrigens überhaupt nichts zu tun.



Antwort von hpj:

Hallo Jott: wie erwähnt: alles manuell, natürlich arbeite ich nicht mit Aussteuereungs-Automatik (habe ich erwähnt) es ist egal, wo das Mikrofon steht ich spreche nicht von STÖRENDEN Randgeräuschen, dann wäre das gemeinte Rauschen auch nicht vorhanden !! > Natürlich kann ich stundenlang versuchen, das Rauschen mit Filtern bei der Postproduktion zu reduzieren, das müsste ich dann aber auch selektiv machen, und dann ist es wesentlich schneller, das Rauschen aus der Audiospur mit zwei Klicks herauszuschneiden. Es gibt kein Schnittprogramm (ich habe von Avid bis Edius und Final Cut bis Lightworks, also jede Menge und ich kann damit auch umgehen. Wenn der gesamte Film "rauschgefiltert" wird, sind die Sprachsequenzen niemals und bei keinem einzigen Programm noch authentisch) Ich habe aber einige Stunden Gespräche, und ich will zukünftig Zeit sparen. Meine Frage lautet doch: Warum rauscht es in der Stille ??





Antwort von Alf_300:

Es gibt keine Stille, nur Schwerhörige



Antwort von hpj:

Pardon, Nachtrag: Gespräche nehme ich auch in perfekter Sprachkabine auf - auch DORT entsteht -egal wo das Mikro oder die Mikrofone stehen, auch dann, wenn ich Röde gegen Sennheiser Funk Ansteckmikros tausche, ist in der STILLE der Sprechpausen ein hörbares unangenehmes Grundrauschen. DAS ist, wie gesagt, niemals vorhanden, wenn Geräusche oder Sprache aufgenommen werden



Antwort von Jott:

Wenn der gesamte Film "rauschgefiltert" wird, sind die Sprachsequenzen niemals und bei keinem einzigen Programm noch authentisch

Deswegen habe ich auch nicht von einem Rauschfilter gesprochen, sondern von einem Gate. Grundlegender Unterschied.

Was für ein Rauschen du da hast - schlechte Tontechnik, falsch eingestellte Vorverstärker, rauschende Mikros, alles zusammen - ist per Ferndiagnose ohne Raten nicht zu beantworten. Und wenn du den Unterschied zwischen Rauschfilter und Gate nicht kennst, ist es auch schwierig zu diskutieren.

Du müsstest mal einen Schnipsel zum Anhören hochladen.



Antwort von hpj:

Hallo, mir sind die Unterschiede dem Grunde nach bekannt, es sind und bleiben aber Audioeffekte: EQ, Dynamics Kompressoren, Deesser, Gate, Limiter, pp sind mir beispw. bei AVID bekannt - jedoch hilft das nicht und beantwortet nicht meine Frage. Denn eine entsprechende Audio- Nachbearbeitung will ich ja vermeiden.
Intakte Röde-Mikrofone rauschen nicht, selbst der Hörfunk arbeitet mit identischen Mikrofonen und korrekt angestellt und angeschlossen, rauschen auch Sennheiser Funkmikros nicht (abgesehen von ggf. elektrischen Störungen im Umfeld). Mir war jedoch bis dato tatsächlich nicht bekannt, dass Video- bzw. Filmkameras zur Audioaufnahme einen Vorverstärker benötigen oder benutzen oder eingebaut haben. WIE kann ich denn eine Beispieldatei hier hochladen, bei mp3 und mp4 meldet das System "Datei wird nicht unterstützt" und Einfügen in die Nachricht ist nicht möglich, irgendwo anders "ablegen"?



Antwort von Jott:

DAS ist, wie gesagt, niemals vorhanden, wenn Geräusche oder Sprache aufgenommen werden

Muss es aber. Die Geräuschquelle - ob natürlichen oder technischen Ursprungs - kommt ja nicht von selber auf die Idee, nur dann zu geräuschen, wenn gerade Ruhe ist.

Vielleicht ist doch irgend eine Automatik im Spiel, die leise Stellen hochzieht. Camcorder können seltsame Wesen sein, Aussteuerungsautomatik wird zuweilen im Menü fälschlich als Limiter bezeichnet.

Aber lad einfach irgendwo mal einen Schnipsel hoch. WeTransfer zum Beispiel kostet nichts.



Antwort von hpj:

wetransfer - ja, aber wohin senden?



Antwort von Jott:

Zum Beispiel an dich selber. Du musst nur den Download-Link hier reinkopieren, dann kann jeder dem Rauschen lauschen, wenn er denn möchte.



Antwort von hpj:

pardon - habe grad erst entdeckt, dass wetransfer nicht nur als versand- sondern auch online Gemeinsamkeiten anbietet



Antwort von hpj:

https://wetransfer.com/downloads/0abcf8 ... 325/cbd36b
Rauschen am Anfang und Ende, und kurz angedeutet in der Mitte. Anfang und Ende sind die Pausen zwischen den Ausführungen, habe ich nur rausgeschnitten



Antwort von acrossthewire:

Das Rauschen ändert sich nicht es ist während der Sprache genauso zu hören. Man spricht hier vom sogenannten Verdeckungseffekt, bei dem lautere Audiostellen die leisen (das Rauschen) akustisch verschleiern/verdecken. Wenn du einen vernünftigen Kopfhörer oder Abhörlautsprecher hast und dich auf das hochfrequente Rauschen konzentrierst wirst du es auch hören. Die Kameraelektronik gibt hier scheinbar nicht mehr her wenn du korrekt ausgesteuert hast. Nachträglich kannst Du das Ganze wie bereits erwähnt mit einem Gate am besten mit einem welches einen Floorregler besitzt korrigieren. Den Floor stellst Du so ein das bei "Stille" das rauschen gerade so weit abgesenkt wird das es nicht komplett verschwindet und der Rauschteppich nicht pumpt (also deutlich hörbar lauter und leiser wird).



Antwort von hpj:

Danke - eine Erkenntniss dieser Weise habe ich befürchtet. Ich werde diese Art Gespräche/Schulungen/Interviews nicht mehr umsetzen. Ob "Gate" oder rausschneiden ist bei jeweils 4 bis 7 Stunden Material mal 3 oder vier je Monat "too much", denn die Kosten dafür kann ich schwerlich weiterbelasten. Vielleicht dann doch eher in naher Zukunft eine neue Kamera. OK, dann weiß ich jetzt mehr Bescheid, danke



Antwort von carstenkurz:

Was für ein Mikrofon ist es denn genau? Ein Camcorder wird nur selten wirklich hochwertige Mikrophonvorverstärker enthalten, XLRXLR im Glossar erklärt alleine taugt da nicht zur Qualifizierung.
Ausserdem - das kann zwar auch durch deine MP3 Konvertierung passiert sein, aber das sieht nicht nach einer Dual-Mono-, sondern nach einer Stereoaufnahme aus. Ist das ein Stereomikrofon, oder warum ist das so? Wie ist die Kanalkonfiguration der AC90?

Nun bin ich zwar auch eher dafür, Rauschen schon bei der Aufnahme möglichst aussen vor zu lassen, aber zumindest dieses Rauschen hier kann man automatisiert recht einfach ohne großartige Nebeneffekte entfernen (gleichmässiges, eher 'weisses' Rauschen). Schon ein simpler Versuch mit Audacitys Rauschmustererkennung liefert auf Anhieb in Standardparametrisierung ordentliche Ergebnisse, auch das von Jott empfohlene Gate dürfte ähnlich zuverlässig Resultate liefern. Das dauert nur ein paar Sekunden Einstellzeit.

Ausserdem - bei voll aufgezogenen Abhörpegeln über Kopfhörer rauscht jede Aufnahme. Man muss immer auch ein bißchen berücksichtigen, bei welchen Pegeln und unter welchen Umständen Aufnahmen beim Endkunden wahrgenommen werden.

Von der Charakteristik her benötigt diese Art Aufnahme in hoher Qualität eine Großmembran in der Sprachkabine an einem ordentlichen Vorverstärker. Auch ein KompressorKompressor im Glossar erklärt VOR dem Audiointerface oder eben notfalls der Kamera wäre hilfreich. Aber es geht mit leichten Kompromissen eben auch ohne.

- Carsten



Antwort von Jott:

Du bist ganz schön stur, hpj. Wie gesagt: ein paar Sekunden Gate einstellen und weg ist dein Problem. Oder halt ein paar (oder auch viele) Tausender in gutes Tonequipment stecken. Entscheide.



Antwort von pixelschubser2006:

Wie bereits gesagt, sind bei preiswerten Kameras die Mic-Amps nicht die besten. Das ist allerdings auch kein Drama, für die damit angepeilten Einsatzzwecke reicht es i.d.R. problemlos. Was mich mal interessieren würde: Wie verhalten sich die Mikrofone an einem guten Audio-Interface? Da kann man ja schon von vernünftigen Vorstufen ausgehen.

Wobei Rode Mics alle ziemlich anständig sind. Habe sowohl das NT1-A als Sprechermic im Einsatz, als auch das M3 für Alles mögliche. Klingen beide anständig, insbesondere im Hinblick auf den billigen Preis. Gerade beim Rauschen lassen beide nichts anbrennen. Allerdings gab es hier mal Diskussionen um Probleme mit Rode Kameramics der NTG-Serie an Sony Cams. Ob das hier mit reinspielt... glaube ich eher nicht. Rauschen und schlechte Aufnahmen sind in vielen Fällen schlicht Fehlern in der Handhabung anzulasten.

Wer übrigens wirklich viel Erfahrung mit Mic-Vorstufen hat, kann mir bei dieser Gelegenheit mal sagen, ob es Sinn macht, für hochwertige Sprecheraufnahmen einen zusätzlichen Verstärker einzusetzen. An meiner Sprecherkabine arbeitete ich noch, und bei meiner noch untrainierten Stimme und der Verwendung meiner Aufnahmen macht so eine Investition im Moment keinen Sinn. Das kann sich aber ändern, und dann wäre ich auch bereit mir ein preiswerten Neumann zu kaufen. Allerdings nur wenn sich eine spürbare Verbesserung ergibt. In jdedem Fall muss ich zuallerst an der Akustik der Kabine, dann an meinem Können am Mischpult und meiner Stimme üben. Ansonsten eh rausgeworfenes Geld, vermutlich.



Antwort von hpj:

Ich habe schon mit Audacity, u.a. gate, und auch mit gate in einem Schnittprogramm gepuzzelt - die Stimmen bleiben bei MIR nicht hundertprozentig authentisch. Bedeutet: wenn es ohne jegliche kleinste Veränderung der anderen Audioteile funktioniert, also wirklich nur das Rauschen entfernt, muss ich es üben, ausprobieren...Tutorials suchen, na ja... vielleicht mache ich das noch. Vermutlich gibt es auch Komponenten, die zwischen Mikro und Kamera geschaltet einen besseren Ton fabrizieren, wobei die zu verwendende Audiodatei ja nachwievor auf/in der Kamera entsteht. Momentan schneide ich die Sprechpausen halt raus, weil dort das Rauschen ja aufdringlich hörbar ist.



Antwort von Jott:

die Stimmen bleiben bei MIR nicht hundertprozentig authentisch

Dann ist es kein Gate. Das nimmt - korrekt eingestellt - nur das Rauschen in den Pausen raus und läßt die Stimmpassagen zu 100% unverändert. Dort bleibt das Rauschen nämlich drin. Es wird kein Rauschen gefiltert, sondern lediglich alles unter einem bestimmten Pegel um ein beliebiges Verhältnis abgesenkt oder ganz entfernt.



Antwort von hpj:

Ich werde Audacity updaten und auch gate -das ja anscheinend immer als plugin zusätzlich installiert werden muss- neu installieren. Bisher ist "gate" nur verschachtelt zu erreichen und in meiner Version muss ich das entsprechende Rauschen unter der Einstellung gate suchen, markieren und in der Datei entfernen bzw. bearbeiten lassen. Das jedoch verändert auch die Stimmen oder schneidet zeitweilig einige "Spitzen" weg. Da ich das Programm und das PluginPlugin im Glossar erklärt seit einigen Jahren nicht upgedatet habe, ergibt sich vielleicht anschließend ein besseres Ergebnis



Antwort von carstenkurz:

Die Ansprech- und Abfallzeiten muss man je nach Gateplugin schon noch einstellen, aber da reicht es bei diesem Typ Aufnahme, einmal 08/15 Parameter einzustellen. Digital ist ein Gate ziemlich nebenwirkungsfrei realisierbar.

Nochmal - welches Mikrofon verwendest Du?

- Carsten



Antwort von Jott:


und in meiner Version muss ich das entsprechende Rauschen unter der Einstellung gate suchen, markieren und in der Datei entfernen bzw. bearbeiten lassen. Das jedoch verändert auch die Stimmen oder schneidet zeitweilig einige "Spitzen" weg.

Das ist kein "Gate", du benutzt einen Rauschfilter. Wir reden von etwas anderem, viel einfacher. Wenn du die Funktion eines stinknormalen NoiseNoise im Glossar erklärt Gates (doof eindeutscht zuweilen: "Rauschgatter") nicht verstehen willst, muss man dich halt deinem Schicksal überlassen. So viel Geduld, stundenlang Rauschen manuell rauszuschneiden, ist fast schon bewundernswert.



Antwort von Blackbox:

Welches Rode Mikro kam denn da genau zu Einsatz, und wie war der Abstand zum Sprecher?
Ein derart lautes Störgeräusch ist heutzutage eher ungewöhnlich.
Vermutlich Preamp/Wandler der Kamera.
Zusätzlich ist der Raumsound nicht wirklich schön. Etwas 'in the box'. Wenns durchs Bild legitimiert ist gehts natürlich.
Auf jeden Fall würd ich was an der Aufnahmekette ändern. Auch eine mittelmässige und kostengünstige externe Audiolösung bringt deutlich bessere Ergebnisse.

In der Nachbearbeitung empfiehlt sich m.E. eine Kombination von etwas (!) NR mit Noiseprint und - wie schon erwähnt - ein 'Gate' (bzw.besser einen 'Expander') mit kurzem release und rest-noisefloor. Bei Gate/Expander immer den gesamten (!) Text durchhören, ggf. Automation nutzen.

Ggf. anschliessend etwas AtmoAtmo im Glossar erklärt zugeben, ggf, bei unnatürlichem zu hartem Gate-Effekt etwas (!) Ambience Hall.
Falls die etwas gelispelten z-Laute von einem Deesser kommen: diesen etwas anders einstellen. Falls die authentisch sind: entweder so lassen, oder (viel Arbeit!!) die Frequenzen bei "z" mit EQ etwas verschieben.



Antwort von Blackbox:

Kleine Ergänzung noch:
Warum zusätzlich zum Expander/Gate ein NR-Tool?

Wenn Du NUR die Sprechpausen bearbeitest hast Du zwar den Vorteil einer 'authentischen' Stimme, aber zugleich das Problem, dass das Störgeräusch bei den Sprachpassagen auffällt (außer bei Halb-Tauben Audioignoranten).

Aber auch wenn deine Kunden / deine Zielgruppen zur großen Gruppe der Audioignoranten zählen ist der Wertigkeitseindruck immer stark von der unbewußten Soundwahrnehmung bestimmt.
Nicht selten wird fehlende Wertigkeitsanmutung aufs Bild geschoben, obwohl in Wirklichkeit der Sound das Problem ist.



Antwort von hpj:

Zur Frage meiner Mikrofone: Röde NTG4 und NTG2 sowie vereinzelt ein AKG C1000s und Sennheiser Ansteckmikros /



Antwort von hpj:



und in meiner Version muss ich das entsprechende Rauschen unter der Einstellung gate suchen, markieren und in der Datei entfernen bzw. bearbeiten lassen. Das jedoch verändert auch die Stimmen oder schneidet zeitweilig einige "Spitzen" weg.

Das ist kein "Gate", du benutzt einen Rauschfilter. Wir reden von etwas anderem, viel einfacher. Wenn du die Funktion eines stinknormalen NoiseNoise im Glossar erklärt Gates (doof eindeutscht zuweilen: "Rauschgatter") nicht verstehen willst, muss man dich halt deinem Schicksal überlassen. So viel Geduld, stundenlang Rauschen manuell rauszuschneiden, ist fast schon bewundernswert.

Vielleicht einfach mal sagen WAS genau Du / Ihr meint. "Gate" für/in Audacity ist eine nicht wirklich präzise Bezeichnung. Audacity Forum / Portal bietet nach ersten Recherchen ausschl. ein externes Plug-inPlug-in im Glossar erklärt an, das unter "Gate" auffindbar ist, aber nicht "Gate" heißt: https://wiki.audacityteam.org/wiki/Nyqu ... t_Plug-ins
Im Download-Programm war (ist?)"Gate" oder ein "Noisegate" nicht enthalten - also was genau soll ich installieren?

Mit einer "Rauschunterdrückung", bzw. DeNoiser oder Dehisser, sei es in Audacity oder in den Schnittprogrammen, arbeite ich nach einem Versuch vor einigen Jahren gar nicht mehr.
Im Download-Programm ist "Gate" oder ein "Noisegate" nicht enthalten - also was genau soll ich installieren?

http://www.djtutorial.de/audacity-tutor ... verbessern
http://wwwdjtutorial.de/audacity-tutori ... -entfernen



Antwort von Skeptiker:


Zur Frage meiner Mikrofone: Röde NTG4 und NTG2 sowie vereinzelt ein AKG C1000s und Sennheiser Ansteckmikros /

Du wirst es gesehen haben: Rode NT-1 / NT1-A gehören zu den rauschärmsten Grossmembranern für Studioaufnahmen (können dafür unbearbeitet etwas basslastig/dumpf klingen).
Zusammen mit rauscharmen Audio-Interfaces / Vorverstärkern dürfte da kaum etwas rauschen (nah genug am Mikrofon, mit genügender, rauscharmer Verstärkung).

Ansonsten habe ich die Panasonic AG-AC90 im Verdacht (manuell ausgesteuert), weil Du ja bereits alles andere ausgeschlossen hast, wenn ich mich nicht täusche.

Übrigens habe ich mir das verlinkte mp3 mal angehört (im stillen Raum) - das rauscht für meine Ohren nicht dramatisch.



Antwort von hpj:


Welches Rode Mikro kam denn da genau zu Einsatz, und wie war der Abstand zum Sprecher?
Ein derart lautes Störgeräusch ist heutzutage eher ungewöhnlich.
Vermutlich Preamp/Wandler der Kamera.
Zusätzlich ist der Raumsound nicht wirklich schön. Etwas 'in the box'. Wenns durchs Bild legitimiert ist gehts natürlich.
Auf jeden Fall würd ich was an der Aufnahmekette ändern. Auch eine mittelmässige und kostengünstige externe Audiolösung bringt deutlich bessere Ergebnisse.

In der Nachbearbeitung empfiehlt sich m.E. eine Kombination von etwas (!) NR mit Noiseprint und - wie schon erwähnt - ein 'Gate' (bzw.besser einen 'Expander') mit kurzem release und rest-noisefloor. Bei Gate/Expander immer den gesamten (!) Text durchhören, ggf. Automation nutzen.

Ggf. anschliessend etwas AtmoAtmo im Glossar erklärt zugeben, ggf, bei unnatürlichem zu hartem Gate-Effekt etwas (!) Ambience Hall.
Falls die etwas gelispelten z-Laute von einem Deesser kommen: diesen etwas anders einstellen. Falls die authentisch sind: entweder so lassen, oder (viel Arbeit!!) die Frequenzen bei "z" mit EQ etwas verschieben.

Mikro: NTG4, Abstand 1,5 Meter,
Zur Verfügung stünden NTG, NTG2, ATG c1000s, Sennheiser Ansteckmikros (die jedoch sehr funkempfindlich sind und i.d. Zusammenhang aus bestimmten Gründen nicht zum Einsatz kommen)

Der Raumklang klingt tatsächlich etwas "in the box" - das wird aber als nicht unangenehm empfunden und ist auch nicht auf die Schnelle zu ändern.

NR mit Noiseprint, "gate" bzw. Expander mit kurzem release und rest-noisefloor klingt sehr klug und fachlich versiert - teils kann ich mir auch was darunter vorstellen, aber das bedeutet eine wahrlich arbeistintensive Audiobearbeitung mit speziellen Audioprogrammen bzw. einem Audacity-Studium. Das ist für mich in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht mach- und nicht erlernbar. Ich habe zirka 40 Stunden und Zeit bis Montag. Nebenbei muss ich aber noch andere Dinge erledigen. An Herbst- oder Wintertagen kümmere ich um Audio-Weiterbildungslehrgänge. Momentan arbeite ich an einer alternativen Lösung.
Deeser oder ähnl. sind nicht genutzt, EQ wird vermutlich EqualizerEqualizer im Glossar erklärt heißen. Da einige Stunden auch zweistimmig männlich/weiblich sind, dunkle Baßstimme und relativ jugendliche Frauenstimme, würde mir das viel zu kompliziert werden.



Antwort von hpj:

Danke für die sehr lebendige Fachsimpelei - sehr interessant, sehr hilfreich. Da ich nun wieder für einige Tage unterwegs bin, würde ich erst Mo/di wieder die Mitteilungen lesen. Bedeutet: Wenn ich nicht reagiere, bedeutet es nicht Desinteresse ! LG



Antwort von Blackbox:

Ich habe nie mit Audacity gearbeitet.
Da kann ich also leider nicht mitreden.

Ich gehe aber mal davon aus, dass die VST Schnittstelle für Plug-Ins unterstützt wird.
Das hier
https://www.thomann.de/de/waves_c1_compressor.htm
ist ein recht preisgünstiges tool. Zwar schon ein Methusalem, aber SEHR vielseitig einsetzbar, präzise, verständlich, und auch in Deinem Fall mit guten Ergbnissen bei der Rauschreduktion der Sprechpausen einsetzbar.
Einiges erfordert gründliche Einarbeitung, aber die Basisfunktionen (Du brauchst nur die Expandersektion) ist sehr simpel.
Gerade auch der Expander lässt sich beim C1 sehr flexibel nutzen, es gibt viele Presets und ein recht ausführliches Handbuch, dass sich m.E. gut eignet um die Funktionsweise von Kompressoren/Expandern zu verstehen.
Wenn nötig kann ich Dir dazu eine zu deinem Material passende Einstellung mitteilen, selbst probieren lohnt sich aber langfristig m.E. mehr.
Beim NR (Noise reduction) ist seit Jahrzehnten Stand der Dinge, dass Du dem jeweiligen PlugIn (gibts von diversen Anbietern in unterschiedlichen Qualitäten) einen Schnipsel mit NUR dem Störgeräusch (ggf. geloopt) als 'Noiseprint' als Lernmaterial bereitstellst (learn-Button oder ähnliches drücken). Das PlugIn versucht dann mehr oder weniger erfolgreich das Nutzsignal vom Störsignal zu befreien.
Einstellungen i.d.R. Threshold und Grad der Anwendung (Reduction).
Ich nehme oft eins der beiden NR aus den Waves PlugIns, es gibt aber auch genügend andere.
Entscheidend ist das Verhältnis von Wirkung und Nebenwirkung richtig zu dosieren.
Besser deutlich zu wenig als etwas zu viel!
Führend bei Audiorestauration ist m.E. iZotope-RX, was dann aber recht teuer ist. Man muss ja nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schiessen.
Vor allem aber: Sauber aufnehmen ist IMMER besser als die beste Restauration.

Vielleicht hat aber auch jemand nen guten Tipp, wie es kostenfrei mit den Bordmitteln von Audacity geht, oder mit Freeware PlugIns.



Antwort von Skeptiker:

Ich habe das verlinkte Bsp.-mp3 mal probeweise mit dem Rauschverminderungs-Filter in Audacity bearbeitet.

Zuvor ein Rauschprofil erstellt (vom Rauschen ohne Sprache am Ende der Aufnahme) und dann auf das ganze File angewandt - mit den Default-Werten:

Rausch-Verminderung: 12 dB
Empfindlichkeit: 6.0
Frequenz-Glättung: 0

Ergebnis:
Rauschen klar vermindert
Sprache kaum verfärbt

-> Man könnte mit unterschiedlichen Parametern experimentieren.

Korrektur:
Zu Beginn höre ich noch deutliches Rauschen, möglicherweise wurde das Rauschprofil nur auf den Schlussteil angewandt.
-> Neue Checks nötig!

Ok, man muss vor der Anwendung des Rauschprofils das ganze File auswählen und dann mit ok die Berechnung starten.
Mit Rausch-Verminderung auf 6db (statt default 12) rauscht es zwar noch ein wenig, verfälscht aber die Sprache kaum.



Antwort von Blackbox:

Entsprechendes Tool in Deinem Link:
https://wiki.audacityteam.org/wiki/Nyqu ... Noise_Gate



Antwort von Skeptiker:

Habe in Audacity das NoiseNoise im Glossar erklärt Gate mal probeweise installiert und geladen.

Menü "Effekte" / Weitere Effekte hinzufügen bzw. entfernen:
-> Nyquist Eingabe

Dann im Effekte Menü "Nyquist Eingabe" auswählen und von dort aus den "Noise Gate" Filter laden.

Mit den Gate Parametern 1 KHz (alles darüber wird gedämpft) und -8 für "Level reduction", angewandt auf das aktivierte, gesamte File, ist das Rauschen zwar nicht verschwunden, aber weniger dominant zu hören und die Sprache gleichzeitig nur wenig dumpfer.



Antwort von carstenkurz:

Das Beispiel, was ich schon weiter oben hochgeladen habe ist mit dem Audacity-Effekt Rauschentfernung mit Mustererkennung bearbeitet worden, Standardeinstellungen übernommen, das dauert nur ein paar Sekunden, und man kann auch kurz vorhören. Das Ding ist bei jedem halbwegs aktuellen Audacity Download automatisch mit dabei.
Einfacher geht's nun wirklich nicht. Es gibt Dutzende ähnlicher Tools in allen möglichen Audiobearbeitungsprogrammen.

NTG2/4 sind vielleicht keine schlechten Mikrofone, liefern aber an einem zwangsläufig mittelmäßigen Mikrofonvorverstärker eines Camcorders wegen der relativ geringen Pegel eben keine sonderlich niedrigen Rauschwerte in der Aufnahme.

- Carsten



Antwort von TomStg:

NTG2/4 sind vielleicht keine schlechten Mikrofone, liefern aber an einem zwangsläufig mittelmäßigen Mikrofonvorverstärker eines Camcorders wegen der relativ geringen Pegel eben keine sonderlich niedrigen Rauschwerte in der Aufnahme.
Oder klarer ausgedrückt:
Diese beiden Mics sind regelrechte Rauschgeneratoren. Man kann es nicht oft genug wiederholen: NTG2/4 sind unbrauchbar für anspruchsvolle Tonaufnahmen. Dazu kommt der bei Rode übliche dumpfe muffige Klang, so dass nach einer erhöhten Präsenz das Rauschen noch deutlicher wird.



Antwort von Blackbox:

Ja. Kenne das NTG2, klingt recht unangenehm.
Das gilt aber definitiv nicht für alle Rode Mikros!
NT1 z.B. ist eine akzeptable LowBudget Lösung mit SEHR wenig Rauschen und mit ziemlicher Gutmütigkeit gegenüber Aussengeräuschen, NT1000 und Co. sind je nach dem auch gut einseztbar (Rauschen besser als z.B. U87), auch NT5 hat gutes Preis/Leistungs Verhältnis.

Richtrohre in kleinen Räumen sind aber sowieso nicht sonderlich ratsam.
Oft sind MKH50/40, KMxxx, oder für low-budget z.b. Oktava Superiere/Niere besser geeignet.
Die verschiedenen MKHs lassen sich notfalls auch mal übereinander (Kapsel über Kapsel) montieren falls wenig Zeit zum Soundcheck da ist. Ich kenne das von 40er 50er und 70er, die sind klanglich erstaunlich gut untereinander kompatibel. 60er geht vermutlich auch.
Bei 1,5m Abstand im Innenraum ist eine akzeptable Superniere einem schlechten Richtrohr in aller Regel deutlich überlegen. Etwas näher wär natürlich deutlich besser.

Für den TE ist es wohl am sinnvollsten erstmal die schwächsten Glieder auszutauschen.
Also Preamp anschaffen und dann je nach Einsatzzweck 1-2 verwendbare Mikros.
Zumindest ein 416 sollte sowieso in jeder Audio-Grundausstattung dabei sein (ausser es sind nur Innenaufnahmen).
Oder halt, bei geringeren Ansprüchen, alles so lassen, nachträglich bearbeiten und dafür Presets anlegen, die nur noch jeweils aufs Material feingetuned werden müssen.



Antwort von elgs:

Hallo!

Ich habe ein Video in DaVinci Resolve 15 Studio bearbeitet. Ich habe schon die Lautstärke des Audios etwas runter geschraubt, damit das Rauschen auch weniger wird. Allerdings wird der Ton dadurch ja auch leiser. Nach dem Exportieren ist hörbares Audiorauschen vorhanden und der Ton ist etwas zu leise. Ich kenne mich leider kaum mit Tonbearbeitung aus. Was kann ich tun, damit der der Ton nicht so rauscht und laut ist? Mit den Einstellungen von der NoiseNoise im Glossar erklärt Reduction kenne ich mich auch nicht aus...

Vielen Dank im Voraus!



Antwort von carstenkurz:

Kurzes Beispiel einer unbearbeiteten Aufnahme hochladen, bitte!

- Carsten




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