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Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES



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iMac27_edmedia
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Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von iMac27_edmedia » So 16 Jan, 2011 21:30

Das Lowlightverhalten ist ein gewichtiger Punkt, mit einem CMOS hätte die HM100 in puncto Lowlight besser abgeschnitten.

Aber nichtsdestotrotz hat sich CNN endlich entschieden seine DV-Camcorder zu ersetzen - und ihnen hat die HM100 am besten gefallen (wahrscheinlich schneiden die wie viele US-Firmen üblich nur mit Final Cut) und haben gleich 177 davon bestellt
http://www.jvcpro.de/jpe/de/video/article.1513.html

Der GY-HM100 ProHD Camcorder ist ideal ausgestattet für eine schnelllebige Außenübertragung,“ sagt Larry Librach, Vize-Präsident von JVC. „Er ist sehr leicht, handlich, robust, macht qualitativ hochwertige Aufnahmen – und ist deshalb eine ideale Ergänzung zum Schultercamcorder bei CNN.
Zuletzt geändert von iMac27_edmedia am So 16 Jan, 2011 21:31, insgesamt 2-mal geändert.




gunman
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Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von gunman » So 16 Jan, 2011 21:30

Stimmt. Ich habe in meiner Aufzählung der HM-100 Negativeigenschaften das schlechte Lowlightverhalten und die viel zu hohe Anfangsbrennweite der lichtschwachen Optik vergessen. Ist das jetzt qualifiziert genug?

Aber nochmal: Nicht die Cam ist entscheidend, sondern der Mann/die Frau dahinter! Außerdem hat die HMC 151 auch ein paar Schwächen...:)[/quote]

Tja, da frage ich mich nur welche "Bekloppten" sich so etwas wie die HM 100 überhaupt kaufen, das ist ja rausgeworfenes Geld... ?

Uebrigens hatte ich mir die Kamera auf Empfehlung von Lutz Diekmann gekauft, aber der scheint dann auch nicht viel von dem Ganzen zu verstehen oder... ?
Was mich nicht umbringt macht mich nur stärker




iMac27_edmedia
Beiträge: 1001

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von iMac27_edmedia » So 16 Jan, 2011 21:32

Da hättest auch in den Workshop bei Teltec zu den EX1 und EX3 gehen können!

Dann hättest Dir ein Bild vom Lutz machen können, als blindlings seine Empfehlungen zu erwerben. ;-)

Aber die HM100 ist keine schlechte Wahl, für Final Cutter einfach ideal -
und als VJ-Cam auch zu empfehlen.

Als VJ kann man genauso mit einer Panasonic 707 arbeiten, wie auch mit einer EOS 550. Nur wird man bei Interviews mit einer DSLR nicht so ganz ernst genommen! Spätestens wenn man das Mikro anstöpselt und die Kopfhörer anschliesst sind die Pressesprecher weg! Und die Fotografen und die mit einer HPX500 neidisch! ;-)




gunman
Beiträge: 1310

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von gunman » So 16 Jan, 2011 21:35

iMac27_edmedia hat geschrieben:Da hättest auch in den Workshop bei Teltec zu den EX1 und EX3 gehen können!

Dann hättest Dir ein Bild vom Lutz machen können, als blindlings seine Empfehlungen zu erwerben. ;-)
Ich wollte keine Ex1 und auch keine Ex3 und ausser der Meinung von Lutz habe ich mich auch noch anderorts informiert. So schwachsinnig bin ich auch nicht.
Was mich nicht umbringt macht mich nur stärker




iMac27_edmedia
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Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von iMac27_edmedia » So 16 Jan, 2011 22:01

Ne - aber dann hättest Dir den Herrn Diekmann ansehen können oder auch ansprechen.




gunman
Beiträge: 1310

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von gunman » So 16 Jan, 2011 23:24

iMac27_edmedia hat geschrieben:Ne - aber dann hättest Dir den Herrn Diekmann ansehen können oder auch ansprechen.
Ist ja alles schön und gut, aber was hätte ich denn davon gehabt ? Ausser unnötige Reiseausgaben (von Luxemburg bis ....nur um jemanden zu fragen ob das was er über eine Kamera gesagt hat (auf seiner Homepage) auch tatsächlich stimmt ??? Ich glaube Du gibst mir Recht, das wäre doch etwas übertrieben gewesen !

Ausserdem bin ich mit der Kamera zufrieden und habe gelernt mit den Schwächen zu leben. Das Bild ist TOP und mit Edius 5.51 lassen sich die xdcam ex files im mp4 Container problemlos nativ bearbeiten.

Heute, nach 2 Jahren wo die HM 100 auf dem Markt ist gibt es sicher Konkurenz (die neue kleine Canon z.B.) aber ich brauchte die Kamera genau zu dieser Zeit.

Gunman
Was mich nicht umbringt macht mich nur stärker




iMac27_edmedia
Beiträge: 1001

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von iMac27_edmedia » So 16 Jan, 2011 23:43

Ne, der Rhein-Main-Event bietet mehr als Lutz D. - der ist immer eine Reise wert, alle wichtigen Kameras zum ausprobieren, alle wichtigen Hersteller , was will man mehr, da sehe ich die Highlights für die man sonst bis nach Amsterdam fahren muss, ist es denn soweit von Luxemburg bis nach Mainz, das ist nur ein Katzensprung, selbst mit der Bahn. Alles schon oft gemacht, einmal nach Hamburg auf ein Meeting und wieder zurück nach Bayern alles kein Problem.




Harald_123
Beiträge: 320

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von Harald_123 » Mo 17 Jan, 2011 05:42

WoWu hat geschrieben:Je nach 3d verfahren bekommst Du ja, ähnlich wie jetzt auch, 2 Halbbilder geliefert, nur dass man Dir immer ein Auge "zudrückt", damit Du sie nicht mischt. Du siehst also den Übergang eigentlich gar nicht. Und das halbe Bild ist ja flächendeckend. Also keine Chance, die Bilder gegenüber zu stellen.
Ich meinte, dass rechtes und linkes Auge mit unterschiedlichen, komprimierungsbedingten Fehlern konfrontiert werden und dass dann unangenehm auffallen könnte. Also, das rechte Auge vergleicht mit dem linken. Da ich bisher über wenig S3D Erfahrung verfüge, weiß ich nicht, wie kritisch das ist.
Ich würde also solche ungleichen Sachen nicht miteinander vergleichen.
Ich hatte gar nicht vorgehabt, die Codecs zu vergleichen. Es ist mir halt aufgefallen, das unterschiedliche, parallel laufende Kameras industrielle Versuchsabläufe unterschiedlich/widersprüchlich dargestellt haben. Ich habe mich dann gefragt, welche Kamera "Recht" hat. Das schien mir bei der 35 Mbps MPEG-2 Version eher der Fall zu sein, wenn es um kleine, sich schnell bewegende Details ging. Deshalb habe ich wegen der teuren Versuche (2-8 k€ pro Versuch) dazu kein 17 Mbps AVCHD Gerät mehr eingesetzt. Eine kurze Untersuchung eines 28 Mbps 50p Camcorders von Anfang 2010 war auch nicht ganz befriedigend. Ich hoffe, dass die camcorderinternen AVCHD Encoder zunehmend verbessert werden.


OT
NEEL hat geschrieben: Stimmt. Ich habe in meiner Aufzählung der HM-100 Negativeigenschaften das schlechte Lowlightverhalten und die viel zu hohe Anfangsbrennweite der lichtschwachen Optik vergessen. Ist das jetzt qualifiziert genug?
Wozu Streit anfangen? Es ist richtig, die Anfangsbrennweite des HM100 könnte kleiner sein aber die Blende des HMC151 ist bei 38 (KB) mm doch (fast?) identisch mit der des HM100! Zum Lowlight Verhalten hatte ich hier ein paar Beispiele zusammengestellt. Das reicht für viele Anwendungen voll aus. Ein XL H1 rauscht bei wenig Licht übrigens mehr. Ich kann sehr gut verstehen, dass sich CNN für etliche HM100 entschieden hat.
Gruß
Harald

Zuletzt geändert von Harald_123 am Mo 17 Jan, 2011 13:02, insgesamt 1-mal geändert.




NEEL

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von NEEL » Mo 17 Jan, 2011 10:54

Harald_123 hat geschrieben: Wozu Streit anfangen? Es ist richtig, die Anfangsbrennweite des HM100 könnte kleiner sein aber die Blende des HMC151 ist bei 38 (KB) mm doch (fast?) identisch mit der des HM100!
Lass uns friedlich sein, aber die HMC151 hat eine Anfangsbrennweite von 28 (KB)mm...:) Das meinte ich mit durchdachtem Konzept von Pana vs JVC.




gunman
Beiträge: 1310

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von gunman » Mo 17 Jan, 2011 11:27

NEEL hat geschrieben:
Harald_123 hat geschrieben: Wozu Streit anfangen? Es ist richtig, die Anfangsbrennweite des HM100 könnte kleiner sein aber die Blende des HMC151 ist bei 38 (KB) mm doch (fast?) identisch mit der des HM100!
Lass uns friedlich sein, aber die HMC151 hat eine Anfangsbrennweite von 28 (KB)mm...:) Das meinte ich mit durchdachtem Konzept von Pana vs JVC.
Das ist ja mal ein Wort. Ich schliesse mich gerne an und verspreche auch friedlich zu bleiben.

Vielleicht treffen wir und ja dann mal bei einem Bier auf dem nächsten Rhein-Main-Event...
Was mich nicht umbringt macht mich nur stärker




Tiefflieger
Beiträge: 3221

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von Tiefflieger » Mo 17 Jan, 2011 12:55

Hallo Zusammen,

Früher habe ich Fotografiert, nun mache ich seit 11 Jahren Videos (Digital).
Für mich wichtige Kriterien sind Bildschärfe, Farben und Kontrast.
Ohne intelligente und perfekte Bildverarbeitung ist das Ergebnis nicht viel besser als bei sauberem PAL.
Mit den heutigen Monitoren (Full HD Fernseher) ist 4K ein Witz.
Als perfektes Urlaubsvideo in 5-10 Jahren ist es ok, weil dann das Equipment zum "Fernsehen" da ist.
Aber dann sind wir bereits bei Spektrumvideos, die ein breiteres Wellenspektrum als sichtbares Licht abbilden.
Für Diagnosen und detaillierte Analysen auf Bildbasis. :-))

Etwas OT,
4K 50p/60p vermisse ich nicht, da ich mit 1920x1080/50p Eigenvideos mehr als zufrieden bin.

Von der Bildqualität her sind 99.9% der Fernseh- und 80% der Kinoproduktionen mist (Ausgestrahlt in HD und produziert vor 2009)
- Es fängt an beim Filmrauschen welches mitkopiert wird.
- Von der Bildschärfe her sind Fernsehproduktionen kaum besser als PAL.
- Bei Dialogen mit Schauspielerportraits ist das Bildschärfe PingPong nicht immer da ;-)
- Sportübertragungen z.B. Fussball haben trotz 50p schlieren. Das habe ich nicht mal mit 50i in Privatvideos.
Hervoragende Qualität haben Servus TV (80%) und HD Suisse (60%) oft auch BBC HD, punktuell Arte HD (20%) und ZDF/ARD HD (<1% bis 2011).

Ich muss etwas schmunzeln, wenn ich mir überlege was da an Geld verschleudert wird mit teurer Studioausrüstung,
um mit begrenznter Bandbreite zum Endkunden zu gelangen.

Generell behaupte ich, dass sich 3D und hochauflösendes Fernsehen erst mit guten Consumerkameras durchsetzen wird.
Da dort die Anforderungen durch die breite Masse erkannt wird.

Jetzt wird es etwas langweiliger und nicht hochtechnisch ausgedrückt.

Die absolute Bildschärfe ist für mich nicht entscheidend, sondern die Details entscheiden über das Bild wie,
- Rauschfreiheit des Bildes,
- der Kontrast (Dynamik),
- keine Artefakte,
- keine hellen Kontrastkantenbegrenzer,
- und die Farbabstufung (Schattierung)
- und zu guterletzt der Inhalt (oder kommt dies zuerst?)

4K Auflösung macht aus der Hand aufgenommen keinen Sinn ausser,
- die Bildverarbeitung erkennt die Aufnahmesitutation,
- die optische Bildstabilisierung verfügt zusätzlich über ein Gyro. Letzteres muss aus der Kamerabewegung und der Szenenerkennung gewollte und ungewollte Bewegungen kompensieren und verflüssigen (Nachführen).

Bei Schnappschüssen ist der Filmer von der Fülle von Eindrücken, die er vielleicht erst nach Sichtung am HD Fernseher erfasst, überfordert.
Ohne HD Fernseher bei der Aufnahme kann man selbst mit Zebra und Histogrammen das Ergebnis nicht sicher beurteilen.

Nun wird es nochmehr OT,

Fotografie:
Um ein schönes Bild zu machen brauche ich gutes Ausgangsmaterial.
Mit Photoshop geht es bereits in das Kreative oder Betonung einer Aussage.
Ist ein Bild falsch belichtet oder unscharf eingestellt kann man es höchstens noch als kreativ ausgeben ;-)

Moderne Consumer Videokameras haben alle eine Bildverarbeitung während der Aufnahme, somit erfüllt ein Videobild nicht "automatisch" jeden Eindruck.
Wenn ich einen Ort besuche und eine Tafel mit Beschreibungen in Kleinschrift aufnehme und diese nachher im Fernsehen lesen kann,
ist dies nur mit Full-HD möglich.

Nun Filme ich mit 1080/50p und auch 50i. Vergleiche Filmszenen der Serie Lost in 720p etc. mit meinen Aufnahmen, so kann ich beim ersten Hinsehen keinen offensichtlichen Bildunterschied festellen.
Schaut man aber genauer hin, so sind Objekte am Horizont mit 1080/50p detaillierter gezeichnet.
Es ist schwer zu beschreiben, die meisten 720p Aufnahmen sind schwerer und wirken geschärfter als 1080i. 1080i sind filigraner, seit HD fallen Gesichts-Poren und falsche Schminke auf. In Sporthallen sind bei Totalen teilweise noch die Gesichter und Kleidermuster erkennbar. Aber offensichtlich gibt es zwischen 720p und 1080i nur im direkten Vergleich Unterschiede.

Kurz zu 3D,
Für mich persönlich braucht es momentan kein 3D. Ich habe bei sanften Kamerabewegung aus der Hand am 2D Fernsehen einen "räumlichen" Eindruck.
Beispielsweise beim Besuch eines Schmetterlingshauses oder einer tropischen Gartenanlage mit Tieren sind die Bilder recht plastisch (Eindrücklich).
(Man sieht sogar überall die kleinen tropischen Ameisen krabbeln....)

Anderes Beispiel ich nehme eine Stadtszene mit Himmel, Hügeln, Menschen, Flüssen, Gebäuden, Antennen und Drähten auf.
Meine Consumerkamera zeichnet selbst feine Drähte gegen den Himmel durchgängig auf.
Gleiches gilt für beiläufig aufgenommene Fischer an der Uferpromenade von einem fahrenden Boot aus, an deren Angelrute selbst die dünne Nylonschnur noch sichtbar ist.
Ich finde es auch interessant, dass nebst der aufgenommen Szene die Augenbewegungen und Gesichtszüge von Beobachtern zu erkennen sind. Auch wenn das Gesicht am Fernsehen etwas kleiner als mein kleiner Fingernagel ist.
Eine Qualitätsausweis ist eine Testaufnahme aus dem Wohnzimmer um dann anschliessend die Farben auf dem Monitor zu vergleichen (Kette Kamera, Player, Monitor, ev. Surroundton stimmt).

Trotzdem reicht der Eindruck niemals an eine 70mm IMax Produktion heran, bei der auf dem breiteren Gesichtsfeld eine eindrückliche Bildschärfe da ist.
Die fehlende Tiefenschärfe ist da störend.
Und ja AVATAR habe ich auch in 3D gesehen,
sowie effekt Filme mit 3D Fischen, schaukelnden Kinosesseln und gebläsen.

Obwohl ich nahe an einem 1920x1080 Full HD Fernseher sitze und ggf. jedes Pixel sehe, erkenne ich bei 4x Vergrösserung von 1080p Material noch weitere Details die mir sonst nicht offensichtlich auffallen.
Somit bräuchte ich schon jetzt einen Ultra HD Fernseher für den vollen Full HD genuss.


Gruss Hans
Zuletzt geändert von Tiefflieger am Mo 17 Jan, 2011 15:25, insgesamt 13-mal geändert.




Harald_123
Beiträge: 320

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von Harald_123 » Mo 17 Jan, 2011 12:59

NEEL hat geschrieben:
Harald_123 hat geschrieben: Wozu Streit anfangen? Es ist richtig, die Anfangsbrennweite des HM100 könnte kleiner sein aber die Blende des HMC151 ist bei 38 (KB) mm doch (fast?) identisch mit der des HM100!
Lass uns friedlich sein, aber die HMC151 hat eine Anfangsbrennweite von 28 (KB)mm...:) Das meinte ich mit durchdachtem Konzept von Pana vs JVC.
Klar, die 38 mm kommen vom HM100. Die 28 mm sind natürlich für etliche Anwendungen ein Vorteil des HMC151.
Gruß
Harald




WoWu
Beiträge: 14811

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von WoWu » Mo 17 Jan, 2011 14:37

Moin Tiefflieger, willkommen im Forum.

Du sprichst natürlich genau die Probleme an, unter denen die meisten der derzeit verfügbaren (und erschwinglichen) Kameras noch leiden.
Wobei "Bildschärfe, Farben und Kontrast" natürlich quasi schon alles abdecken.

Eine Aussage hat mich allerdings doch überrascht:
Obwohl ich nahe an einem 1920x1080 Full HD Fernseher sitze und ggf. jedes Pixel sehe, erkenne ich bei 4x Vergrösserung von 1080p Material noch weitere Details die mir sonst nicht offensichtlich auffallen.
Somit bräuchte ich schon jetzt einen Ultra HD Fernseher für den vollen Full HD genuss.
Denn bei den üblichen Objektivleistungen wird selbst die 1920x1080 Auflösung nicht wirklich erreicht, sodass es ziemlich ausgeschlossen ist, dass noch feinere Details, die man erst durch eine Vergrößerung auf einem TV sieht, erkennbar sind.
Ich denke, das sind Artefakte, die da sichtbar werden .... oder Du sitzt noch zu weit von Deinem TV entfernt.
Bei einem 42" gerät dürftest Du nur etwa 1,70m entfernt sitzen, um überhaupt eine 2k Auflösung sehen zu können.
Sitzt Du z.B. 2,50m entfernt sitzen, wär kein Unterschied zwischen 720 und 1080 für das menschliche Auge mehr erkennbar.

Insofern würde Dir ein 4k TV nichts bringen, denn da müsstest Du bis auf 60cm ans Bild ran, um die Auflösung zu sehen.
Das menschliche Auge hat eben nur ein begrenztes Auflösungsvermögen.
Gute Grüße, Wolfgang

E-Book:
www.provideome.de




Tiefflieger
Beiträge: 3221

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von Tiefflieger » Mo 17 Jan, 2011 16:12

Hallo Wolfgang,

Aus technischen Berichten weiss ich, dass meine Kamera unter guten Lichtverhältnissen etwa 900 horizontale Bildzeilen aufnehmen kann.
Andere gute Kameras haben etwa 750-800 Bildzeilen, nebst dem sie nur Halbbilder aufnehmen. Aber das ist theoretisch und fällt nur in Standbildern auf. Bzw. ein Schwenk über eine Grasfläche verwischt etc.
Aber es ist niemals so schlecht wie bei den meisten 720/50p Fussballübertragungen am Fernsehen.
In direktem Vergleich bei gleichem weissabgleich, ergeben sich bei höherer Zeilenauflösung die "klareren" Bilder.

Nun zur Auflösungswahrnehmung und Vergrössern des Quellmaterials.
Das Bild wird nicht schärfer, aber bei Vergrösserung entsteht ein anderer Bildeindruck.
Die gleiche Diskussion hat man beim iPhone4 und Retina Display. Es wird nicht mehr dargestellt, aber besser.
Eine Vektorgrafik mit diagonaler Linie kann schöner oder mit Treppchen dargestellt werden etc.

Es ist so, dass bei 1920x1080 nicht alle Nuancen in der Farbe am Fernseher perfekt sind. Die Fernseher tricksen mit der Kantenschärfung, so werden Details wegradiert. Vorteil der Kantenschärfung ist, dass subjektiv die Brillianz zunimmt und klare Konturen entstehen.
Nachteil, Blätter haben bei schlechten Kameras nicht mehr ein sauberes Grün auf der Oberfläche und erhalten einen hellen Schimmer (übertrieben gesagt).

Beispiel:
Ich habe eine Aufnahme am Flughafen bei der ich eine Person im langsamen Schwenk verfolge. Ein stehender Beobachter im Hintergrund verfolgt kurz die Szene und folgt ebenfalls dem gehenden.
Das Augenweiss im Monitor verschwindet und die dunkle Pupille hebt sich nicht mehr vom Gesicht ab.
Erst bei Vergrösserung ist das Auge knapp erkennbar. Daraus ergibt sich ein anderer Eindruck.
Nun habe ich alles optimal eingestellt, Schärfung, Kontrast etc.
Trotzdem muss ich bewusst schauen um den Effekt wahrzunehmen, der sich bei 4x Vergrösserung automatisch ergibt.

Ein anderer Fall, vom Fahrenden Boot aus nehme ich eine Uferlandschaft auf. Am Flussufer ist eine Gruppe von Leuten beim Grillieren erkennbar. Erst bei 10-20% Vergrösserung erkenne ich ein lachendes Gesicht bei den Leuten die winken. Aber es wirkt nicht schärfer, nur detaillierter (Obwohl ich fast Pixel sehe).

Ich schliesse daraus, dass die Kamera ein Bild im gesammten Spektrum aufnehmen soll.
Der Fernseher muss daraus ein plastisches und sauberes Bild machen.

Aber.....

Beim Fernsehen habe ich komplett andere Einstellungen als bei Eigenvideos.
Beim Fernsehen habe ich Kantenschärfung, Motionkompensation, Farbpegel, Kontrast, Helligkeit und Schärfelevel 5 eingestellt.
Bei Video habe ich einzig Schärfelevel 3 und den Tageslichtweissabgleich um Nuancen anders eingestellt sonst nichts (beim Fernsehen lohnt sich der Weissabgleich nicht).

Ein Fernseher muss beim normalen Fernsehen gewaltig tricksen. Dadurch habe ich mit einer Einstellung schöne rauschfreie PAL bis FullHD Bilder.
Selbst die PAL Bildstauchung wird gut kompensiert bzw. gezoomt.
Ein gezoomter PAL Film auf ganzer Bildfläche wirkt besser als ein Film mit schwarzen Streifen oben und unten.

Aber ich erinnere mich, dass man früher eine Leinwand heruntergezogen und dann eine Diashow oder 16mm Film gezeigt hat.
Heute wird alles über eine Mediabox gestreamt und kann jederzeit vorgeführt werden. Mit deutlich besserer Qualität, als verstaubte gelblich/braune Dias oder ein flakernder Stummfilm.

Ich sehe meine Videos am grossen Notebook an, schalte manchmal auf Einzelbilder um ggf. ein Detail zu entdecken. Am Fernseher achte ich vielleicht auf andere Details. Aber bezüglich Monitorgrösse sehe ich nicht mehr, einfach anders...

Mein Traum ist ein Laserprojektionssystem, es darf auch direkt via Brille ins Auge gehen.
Aber wir leben in einer Konsumgesellschaft, da ist Perfektion nicht gefragt sonst könnte man nichts neues verkaufen (Oder man baut es in der Garage selber).
Ich bin mit der heutigen gebotenen Qualität zufrieden und das zählt.
28 MBit/s AVCHD VBR max. für 50p (Panasonic/Sony) erzeugen für mich hochstehende detailreiche Full HD Bilder ohne Bewegungsunschärfen.

Gruss Hans

PS zu guten Kameras, habe ISBN 978-3-00-023484-2 noch nicht gelesen
Teure Kameras können auf jede Lichtsituation perfekt eingestellt werden.
Eine Studiokamera kostet 100'ooo CHF eine gute Consumerkamera 1'ooo CHF.

Nun Spielen noch die mögliche Videocodec, A/D Wandler sowie Chiprauschen hinein. Eine grosse Kamera braucht einen grossen Akku zur Bildberechnung. Die Objektive müssen bei grossem Chip hochwertiger sein. Etwas Regen macht der teuren Kamera weniger aus, bzw. haben massgeschneiderte Pellerinen. Können auch mal unsanft behandelt werden etc. Bei Wechselobjektiven können auch Staubpartikel auf dem Sensor sein (weisser Pixel).

Bezüglich Zeilenauflösung unter guten Lichtverhältnissen schenken sich diese Kameras nichts.
Im Gegenteil unter dem Strich am heimischen Fernseher macht eine Consumerkamera die besseren Bilder.

Bei einer "professionellen" Kamera bei der manuell alles eingestellt werden kann, ist die Fehlerquelle für schlechte Bilder grösser.
Für etwas werden Kameraleute auch bezahlt ;-)
Zuletzt geändert von Tiefflieger am Mo 17 Jan, 2011 19:54, insgesamt 1-mal geändert.




NEEL

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von NEEL » Mo 17 Jan, 2011 19:16

gunman hat geschrieben: Das ist ja mal ein Wort. Ich schliesse mich gerne an und verspreche auch friedlich zu bleiben.

Vielleicht treffen wir und ja dann mal bei einem Bier auf dem nächsten Rhein-Main-Event...
Ist abgemacht :-)




WoWu
Beiträge: 14811

Re: Weiterer 4K-Camcorder JVC-Prototyp auf der CES

Beitrag von WoWu » Mo 17 Jan, 2011 20:22

@ Tiefflieger
Hans, geht doch mal über meine Webseite im Profil und schick mir mal ein Mail.
Gute Grüße, Wolfgang

E-Book:
www.provideome.de




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