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Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?



Der Joker unter den Foren -- für alles, was mehrere Kategorien gleichzeitig betrifft, oder in keine paßt
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cantsin
Beiträge: 18023

Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von cantsin »

Mach mal einen neuen Thread auf, weil sich diese Diskussion - ob Gimbalkameras wie Osmo Pocket und Insta Luna die neuen Standardkameras für Videomacher werden -, bisher über verschiedene, z.T. thematisch abweichende Threads verteilt hat.

Um gleich mal mit einer aktuellen Meldung zu beginnen:
https://petapixel.com/2026/09/30/dji-se ... -combined/

...DJI verkauft mehr Kameras als die gesamte (im CIPA-Verband organisierte) japanische Kameraindustrie zusammen. Money quote:
"DJI and Insta360 combined shipped about 13.8 million cameras in 2025, which is well over twice as many mirrorless cameras as CIPA members shipped last year (6.1 million units)."
Das sind neben Gimbalkameras natürlich auch Drohnen- und Actioncams; es gibt trotzdem einen Trend an.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Phil999
Beiträge: 191

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Phil999 »

vom Zeitpunkt an wo diese Actionkameras 10 bit aufnehmen konnten, wie auch die Smartphones, sind sie eben interessant geworden. Selber habe ich noch keine Actionkamera, obwohl das Format eigentlich meiner Arbeit sehr entspricht. Ich werde in den nächsten Jahren vermutlich nicht darum kommen, so eine Kamera zu erstehen. Aber vielleicht auch nicht.

Interessanter Artikel über die Marktanteile. Das übertrifft die Vermutungen, die man schon hatte.



Darth Schneider
Beiträge: 28897

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Darth Schneider »

@Cantsin
Spannende Entwicklung.


Also bei dieser Aussage (Verkaufszahl) sind die Drohnen nicht dabei:
„DJI itself shipped 10.4 million handheld cameras last year“

Ich persönlich glaube nicht das die kleinen Gimbal Kameras die grossen Kameras und Smartphones ersetzen werden, sondern ergänzen.



Gabriel_Natas
Beiträge: 698

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Gabriel_Natas »

Hrm, kommt drauf an. Das große Problem bei solchen Kameras sind ja immer die extrem begrenzten Brennweiten. Das sind eigentlich immer nur "Vlogger" Kameras. Wenn man also szenisch arbeiten will, muss man immer noch andere Kameras dazunehmen und dann versuchen, diese mit den Gimbal-Minicams zu matchen.



Darth Schneider
Beiträge: 28897

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Darth Schneider »

Die 4P und die Luna Ultra haben darum 2 verschiedene Brennweiten verbaut.
Also szenisch ginge mittlerweile auch.



Jott
Beiträge: 24616

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Jott »

Gedankenspiel: du bist unterwegs für eine Auftragsproduktion. In der Nacht wird in der Hotelgarage das Auto aufgebrochen und dein Kamera-Equipment geklaut.

Du hast aber ein iPhone in der Hosentasche, und vielleicht steckt auch eine 4P oder Luna Ultra in der Jacke.

Kannst du deinen Auftrag - sagen wir: Industriefilm - trotzdem abwickeln?

Ich: selbstverständlich.
Andere: ohne raw kann man nicht filmen.

Entscheidungen! :-)



berlin123
Beiträge: 1700

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von berlin123 »

Darth Schneider hat geschrieben: Do 01 Okt, 2026 06:49 Die 4P und die Luna Ultra haben darum 2 verschiedene Brennweiten verbaut.
Also szenisch ginge mittlerweile auch.
Die Osmo Pocket 4P hat 20mm und 60mm. Bei anderen Brennweiten liefert sie weder dieselbe Bildwirkung noch -Qualität wie eine Kamera mit entsprechenden Objektiven.

Für Social Media Clips OK. Zuschauer von Filmen und Dokus würde es aber schnell nerven, wenn alles nur noch einen 20mm oder 60mm Look hat.

In allen Lebensbereichen bekommt man MEHR Auswahl, aber bei filmischen Produktionen begnügt man sich jetzt mit weniger, weil die Trend-Kameras, nicht mehr hergeben? Das ist nicht realistisch.

Man muss den Consumer Markt vom Markt für anspruchsvollere Produktionen trennen. Das geben ja auch die oben genannten Zahlen her. Es gibt einfach viel mehr Consumer bzw Social Media Filmer.

Dieser Consumer Markt ändert sich aber auch häufger. Vor ein paar Jahren hat Sony trotz Smartphone Dominanz mit seinen Vlog-Kameras den Markt rasiert. Aktuell sind Gimbal und Action Kameras angesagt. Wer weiß, was es morgen ist.



Darth Schneider
Beiträge: 28897

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Darth Schneider »

Die Osmo Pockets verkaufen sich aber schon länger sehr gut, Tendenziell stetig steigend.
Also ich denke dieser Trend wird definitiv bleiben.

Ergibt ja auch sehr viel Sinn den Gimbal (auch für aus der Hand) fix mit der Kamera zu vereinen.
Das war einfach eine geniale Idee von DJI.

Zumal behaupte ich mal:
99% der Zuschauer würden es wahrscheinlich nicht mal bemerken wenn die Doku oder der Film mit nur den 2 Brennweiten gedreht werden würde.

Wenn der Kameramann weiss was er tut.
(Und sonst gibt’s immerhin noch den Weitwinkelaufsatz )😂
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Do 01 Okt, 2026 07:44, insgesamt 1-mal geändert.



Jott
Beiträge: 24616

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Jott »

Was habt ihr nur immer mit „zwei Brennweiten“? Ihr solltet mal so eine Kamera in die Hand nehmen.

Wie hier im Forum schon gezeigt wurde, scheint ihr falsche Vorstellungen zu haben.

Zuletzt geändert von Jott am Do 01 Okt, 2026 07:46, insgesamt 1-mal geändert.



Darth Schneider
Beiträge: 28897

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Darth Schneider »

Einen Zoomhebel zu verwenden um einfach so die Brennweite noch wenig zu verändern ist auf SlashCAM strengstens verboten..😂😂

Die Verwirrung liegt wahrscheinlich da drin weil die Osmo und die Ultra 2 verschiedene Kameras und nur 2 Brennweiten verbaut haben.



Gabriel_Natas
Beiträge: 698

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Gabriel_Natas »

Darth Schneider hat geschrieben: Do 01 Okt, 2026 06:49 Die 4P und die Luna Ultra haben darum 2 verschiedene Brennweiten verbaut.
Also szenisch ginge mittlerweile auch.
Ja, aber es sind unterschiedliche Sensoren, was wiederum ... naja, nicht so schön ist.
Das nervt mich ja auch an den Smartphones mit 4 Sensoren/Linsen.
JA, du hast unterschiedliche Brennweiten, aber meist passen die Farben und Bildwirkung nicht zusammen, weil man zwar nen tollen 1 Zoll "24mm" Sensor hat, aber der 16mm Sensor is dann 1/4 Zoll, der 36mm Sensor ist1/3 Zoll und der 72mm Sensor ist 1/5 Zoll oder so groß.

Nur der Hauptsensor hat dann alle tollen Gimmicks bis hinzu 10 Bit HDR Aufnahmen, während die anderen Sensoren deutlich schlechter aussehen.



Gabriel_Natas
Beiträge: 698

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Gabriel_Natas »

Darth Schneider hat geschrieben: Do 01 Okt, 2026 07:45 Einen Zoomhebel zu verwenden um einfach so die Brennweite noch wenig zu verändern ist auf SlashCAM strengstens verboten..😂😂

Die Verwirrung liegt wahrscheinlich da drin weil die Osmo und die Ultra 2 verschiedene Kameras und nur 2 Brennweiten verbaut haben.
Naja, Digital-Zoom ist schon nicht wirklich doll.



Jott
Beiträge: 24616

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Jott »

Aber funktional. Ich kann nur für die Luna Ultra sprechen. Verlustfreier Zoom bis 120mm (6x), erst darüber wird mit Ki nachgeholfen. Am besten selbst ausprobieren und beurteilen.



Darth Schneider
Beiträge: 28897

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Darth Schneider »

Genau dasselbe sagen die Tester über die 4P auch.
Was das zusammenpassen der Bilder der beiden verschiedenen Kameras anbelangt, weiss ich nicht wie das DJI hingekritzelt hat.
Scheint jedenfalls kein Problem zu sein.
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Do 01 Okt, 2026 08:55, insgesamt 1-mal geändert.



berlin123
Beiträge: 1700

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von berlin123 »

Wenn der Unterschied zwischen einem 35mm oder 50mm Objektiv versus digital reingezoomt mit einer 20mm Linse nicht bekannt oder relevant ist, dann ist das auch ok. Aber nicht jeder sieht das so und sicher nicht für jedes Projekt.



Darth Schneider
Beiträge: 28897

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Darth Schneider »

Ich hab gelesen as in China die kleinen Gimbal Kameras mittlerweile sehr oft professionell eingesetzt werden, in zig Bereichen.
Von Social Media, über Werbung, Dokus bis hin zu Serien und Filmen…
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Do 01 Okt, 2026 09:02, insgesamt 1-mal geändert.



Jott
Beiträge: 24616

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Jott »

Für die „anderen“ Projekte gibt es ja das übliche Zeugs und wird es immer geben. Nur halt nicht für 700 Euro und als „Gimbal-Stöckchen“ immer drehfertig in der Jackentasche.

In Zeiten, wo man professionell am meisten mit Geschwindigkeit verdient, kann jeder für sich selbst abwägen, wo die Grenze zu ziehen ist.



Darth Schneider
Beiträge: 28897

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Darth Schneider »

Hier wird halt vielfach Qualität immer noch mit altbekannten Marken zusammen mit dem Cinema Kamera und DSLMs Formfaktor gleichgesetzt.

Und man will schliesslich die Kunden schon beeindrucken wenn man die Kamera nur aus der Tasche nimmt.
Es kann nicht sein das der Film 100 000 kostet und die Kameras nur 700…😂



Jott
Beiträge: 24616

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Jott »

„ Wenn der Unterschied zwischen einem 35mm oder 50mm Objektiv versus digital reingezoomt mit einer 20mm Linse nicht bekannt oder relevant ist, dann ist das auch ok.“

Das darf gerne bekannt sein und ist es auch. Nur: wer sieht‘s wirklich? Das ist der Punkt. Wie gesagt: jeder muss für sich selbst die Grenze ziehen.

Bei Drehs mit aufgeregten Wichtig-Agenturen kann man natürlich keine Stöckchencam bringen. Aber genau diese Klientel würde den Unterschied ziemlich sicher NICHT sehen.



iasi
Beiträge: 31589

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von iasi »

cantsin hat geschrieben: Mi 30 Sep, 2026 23:18 Mach mal einen neuen Thread auf, weil sich diese Diskussion - ob Gimbalkameras wie Osmo Pocket und Insta Luna die neuen Standardkameras für Videomacher werden -, bisher über verschiedene, z.T. thematisch abweichende Threads verteilt hat.

Um gleich mal mit einer aktuellen Meldung zu beginnen:
https://petapixel.com/2026/09/30/dji-se ... -combined/

...DJI verkauft mehr Kameras als die gesamte (im CIPA-Verband organisierte) japanische Kameraindustrie zusammen. Money quote:
"DJI and Insta360 combined shipped about 13.8 million cameras in 2025, which is well over twice as many mirrorless cameras as CIPA members shipped last year (6.1 million units)."
Das sind neben Gimbalkameras natürlich auch Drohnen- und Actioncams; es gibt trotzdem einen Trend an.
Ist das nicht ein ganz normaler Trend, wie einst bei S8-, den VHS-C/Hi8- oder Kompaktfotokameras?

Die Actioncams wurden und werden z.B. hauptsächlich von Leuten gekauft, die ihre sportlichen Aktivitäten festhalten wollen. Es sind in erster Linie Sportler und nicht "Videomacher".

Die Gimbal-Kameras bedienen den Massenmarkt.



Bildlauf
Beiträge: 3349

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Bildlauf »

Kann ja auch eine gute Ergänzung sein die 4P, aber eben nicht dauerhaft.

und nehmen wir mal an, sie hat einen Brennweitenbereich von 20 bis 60 oder ein bisschen mehr, wird zwischen den beiden Linsen getrickst mit KI oder De Mosaicing oder weiß der Teufel.
Ich finde man erkennt diesen getricksten Zoom.
Das ist nichts wirklich sinnvoll nutzbares.

Außerdem geht es bei Brennweiten auch nicht nur um diese Längen der 4P, sondern auch um Fisheye, Ultra Weitwinkel, sehr lange Brennweiten, Makros, Spezialobjektiove, Vintage Objektive, das alles kann die 4P nicht bedienen.
Dann die Boketfrage.
Objektive sind so wichtig und fallen bei 4P komplett unter den Tisch und das meine ich u.a. mit, alle haben dann den gleichen Look, wenn alle nur noch 4P nutzen.



cantsin
Beiträge: 18023

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von cantsin »

Bildlauf hat geschrieben: Do 01 Okt, 2026 09:57 und nehmen wir mal an, sie hat einen Brennweitenbereich von 20 bis 60 oder ein bisschen mehr, wird zwischen den beiden Linsen getrickst mit KI oder De Mosaicing oder weiß der Teufel.
Der Osmo Pocket hat einen 8K-Sensor, also kann man in das Bild bei 4K-Aufnahme bis zu 200% digital zoomen, ohne dass Pixel aufgeblasen werden.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Jott
Beiträge: 24616

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Jott »

Das geht nicht in die Rüben.

Außerdem sind das keine Actioncams. Auch das geht nicht in die Rüben. Man kann doch die Gimbalmechanik nicht durchschütteln, wie kommt man auf solche Ideen?



Bildlauf
Beiträge: 3349

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Bildlauf »

cantsin hat geschrieben: Do 01 Okt, 2026 10:48
Bildlauf hat geschrieben: Do 01 Okt, 2026 09:57 und nehmen wir mal an, sie hat einen Brennweitenbereich von 20 bis 60 oder ein bisschen mehr, wird zwischen den beiden Linsen getrickst mit KI oder De Mosaicing oder weiß der Teufel.
Der Osmo Pocket hat einen 8K-Sensor, also kann man in das Bild bei 4K-Aufnahme bis zu 200% digital zoomen, ohne dass Pixel aufgeblasen werden.
Natürlich ist das getrickst, weil gecroppt, das ist mehr als wenn man in APSC geht bei FF.
Noise wird verstärkter sichtbar, Boket verändert sich nicht, gerade Du @Cantsin als jemand, der gerne mal reinzoomt zum Beurteilen (ich ja auch), willst da jetzt Fünfe gerade sein lassen?
Also mir schmecken solche Sachen/Tricksereien nunmal nicht, APSC Mode ist auch nur selten bei mir, und das soll auch kein Standard sein.



cantsin
Beiträge: 18023

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von cantsin »

Bildlauf hat geschrieben: Do 01 Okt, 2026 15:51
cantsin hat geschrieben: Do 01 Okt, 2026 10:48

Der Osmo Pocket hat einen 8K-Sensor, also kann man in das Bild bei 4K-Aufnahme bis zu 200% digital zoomen, ohne dass Pixel aufgeblasen werden.
Natürlich ist das getrickst, weil gecroppt, das ist mehr als wenn man in APSC geht bei FF.
Noise wird verstärkter sichtbar, Boket verändert sich nicht, gerade Du @Cantsin als jemand, der gerne mal reinzoomt zum Beurteilen (ich ja auch), willst da jetzt Fünfe gerade sein lassen?
Das ist technisch dasselbe wie Clear Image Zoom bei Sony-Kameras und Crop Zoom bei Panasonic-Kameras. Bei hoch komprimierten 10bit-Codecs und niedriger Base-ISO siehst Du da normalerweise keine Unterschiede - weil die schon durch den Codec plattgebügelt werden.

Raw-Video und -Fotografie sind allerdings eine andere Geschichte.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Bildlauf
Beiträge: 3349

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Bildlauf »

cantsin hat geschrieben: Fr 02 Okt, 2026 17:16
Bildlauf hat geschrieben: Do 01 Okt, 2026 15:51

Natürlich ist das getrickst, weil gecroppt, das ist mehr als wenn man in APSC geht bei FF.
Noise wird verstärkter sichtbar, Boket verändert sich nicht, gerade Du @Cantsin als jemand, der gerne mal reinzoomt zum Beurteilen (ich ja auch), willst da jetzt Fünfe gerade sein lassen?
Das ist technisch dasselbe wie Clear Image Zoom bei Sony-Kameras und Crop Zoom bei Panasonic-Kameras. Bei hoch komprimierten 10bit-Codecs und niedriger Base-ISO siehst Du da normalerweise keine Unterschiede - weil die schon durch den Codec plattgebügelt werden.

Raw-Video und -Fotografie sind allerdings eine andere Geschichte.
Nehmen wir mal an es macht keinen Unterschied, dennoch bleibt das Boket gleich und Kompression und Gesichter bleiben auch eierköpfiger tendenziell etc.
Und so richtig glaube ich nicht, daß da gar kein Unterschied ist, und wenn wir jetzt anfangen, das zu tolerieren, ja wo landen wir denn dann? :-)
Aber wenn jemand mal Vergleichsbilder hat, also normal 20mm vs. 40 und 60mm digital gezoomt, interessieren würde es mich, ob es wirklich keinen Unterschied gibt beim digital Zoom.



cantsin
Beiträge: 18023

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von cantsin »

Bildlauf hat geschrieben: Fr 02 Okt, 2026 19:19 Nehmen wir mal an es macht keinen Unterschied, dennoch bleibt das Boket gleich und Kompression und Gesichter bleiben auch eierköpfiger tendenziell etc.
(Bokeh - japanisches Wort)

Nee, das funktioniert nicht so, wie Du es oben beschreibst. Wenn Du z.B. bei Full Frame mit einem 50mm/2.0-Objektiv 200% Clear Image Zoom/Crop Zoom machst, kriegst Du dasselbe Bild wie mit einem 50mm/2.0-Objektiv an MFT.

Die Kompression hängt eigentlich vom Kamerastandpunkt ab, nicht vom Objektiv [bzw.: je weiter weg man vom Motiv steht, desto stärker die perspektivische Kompression - egal bei welcher Brennweite].

Diese Visualisierung - die dasselbe macht wie Clear Image Zoom/Crop Zoom - zeigt ganz gut, dass "Telekompression" nicht von der Brennweite abhängt, sondern von Standpunkt und Bildausschnitt:
Bild
Quelle: https://fstoppers.com/originals/lens-co ... ist-147615
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Bildlauf
Beiträge: 3349

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Bildlauf »

cantsin hat geschrieben: Fr 02 Okt, 2026 22:30
Bildlauf hat geschrieben: Fr 02 Okt, 2026 19:19 Nehmen wir mal an es macht keinen Unterschied, dennoch bleibt das Boket gleich und Kompression und Gesichter bleiben auch eierköpfiger tendenziell etc.
(Bokeh - japanisches Wort)

Nee, das funktioniert nicht so, wie Du es oben beschreibst. Wenn Du z.B. bei Full Frame mit einem 50mm/2.0-Objektiv 200% Clear Image Zoom/Crop Zoom machst, kriegst Du dasselbe Bild wie mit einem 50mm/2.0-Objektiv an MFT.

Die Kompression hängt eigentlich vom Kamerastandpunkt ab, nicht vom Objektiv [bzw.: je weiter weg man vom Motiv steht, desto stärker die perspektivische Kompression - egal bei welcher Brennweite].

Aber das Bild bleibt beim Zoom im Grunde doch gleich, weil es nur eine Ausstanzung ist, also bei 20mm haben wir tendenziell mehr Zerrungen, und wenn man dann digital reinzoomt, wird der Bildausschnitt zwar enger, aber es bleibt trotzdem zerrig oder? Also Eierkopf bleibt Eierkopf?
Und Hintergrundunschärfe bleibt doch auch gleich. Ich bekomme doch nicht mehr davon indem ich von 20mm auf zb 50mm digital reinzoome.
Die Kompression ändert sich je nach Abstand, aber ich kann ja mit einem digital reingezoomt diese nicht manipulieren.
Also der gesamte Bildeindruck ist doch gleich, ich stanze lediglich einen Teil aus dem Gesamtbild.
Oder löst die 4P solche Dinge durch irgendwelche Prozessierungstricks?



cantsin
Beiträge: 18023

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von cantsin »

Bildlauf hat geschrieben: So 04 Okt, 2026 13:59 Aber das Bild bleibt beim Zoom im Grunde doch gleich, weil es nur eine Ausstanzung ist, also bei 20mm haben wir tendenziell mehr Zerrungen, und wenn man dann digital reinzoomt, wird der Bildausschnitt zwar enger, aber es bleibt trotzdem zerrig oder? Also Eierkopf bleibt Eierkopf?
Nee, siehst Du doch in dem GIF oben. Die Eierkopfzerrung entsteht an den Bildrändern, die ja beim Croppen abgeschnitten werden.
Und Hintergrundunschärfe bleibt doch auch gleich. Ich bekomme doch nicht mehr davon in in dem ich von 20mm auf zb 50mm digital reinzoome.
Du hast auch 50mm/f2 dieselbe Hintergrundunschärfe wie bei 20mm/f2, wenn der Abstand zum Motiv derselbe ist. Die größere Hintergrundunschärfe entsteht nur dadurch, wenn Du mit dem 50mm-Objektiv nach hinten gehst, um denselben Bildausschnitt beim 20mm-Objektiv zu erzielen.
Die Kompression ändert sich je nach Abstand, aber ich kann ja mit einem digital reingezoomt diese ja nicht manipulieren.
Das stimmt zwar (siehe wieder das GIF oben), aber Du hast beim digital einzoomen/-croppen denselben Effekt hinsichtlich Kompression und Tiefenunschärfe wie beim optischen Einzoomen mit einem parfokalen Zoomobjektiv mit konstanter Blende.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Bildlauf
Beiträge: 3349

Re: Gimbal-Minikameras = Videokameras der Zukunft?

Beitrag von Bildlauf »

cantsin hat geschrieben: So 04 Okt, 2026 14:04
Bildlauf hat geschrieben: So 04 Okt, 2026 13:59 Aber das Bild bleibt beim Zoom im Grunde doch gleich, weil es nur eine Ausstanzung ist, also bei 20mm haben wir tendenziell mehr Zerrungen, und wenn man dann digital reinzoomt, wird der Bildausschnitt zwar enger, aber es bleibt trotzdem zerrig oder? Also Eierkopf bleibt Eierkopf?
Nee, siehst Du doch in dem GIF oben. Die Eierkopfzerrung entsteht an den Bildrändern, die ja beim Croppen abgeschnitten werden.
Und Hintergrundunschärfe bleibt doch auch gleich. Ich bekomme doch nicht mehr davon in in dem ich von 20mm auf zb 50mm digital reinzoome.
Du hast auch 50mm/f2 dieselbe Hintergrundunschärfe wie bei 20mm/f2, wenn der Abstand zum Motiv derselbe ist. Die größere Hintergrundunschärfe entsteht nur dadurch, wenn Du mit dem 50mm-Objektiv nach hinten gehst, um denselben Bildausschnitt beim 20mm-Objektiv zu erzielen.
Die Kompression ändert sich je nach Abstand, aber ich kann ja mit einem digital reingezoomt diese ja nicht manipulieren.
Das stimmt zwar (siehe wieder das GIF oben), aber Du hast beim digital einzoomen/-croppen denselben Effekt hinsichtlich Kompression und Tiefenunschärfe wie beim optischen Einzoomen mit einem parfokalen Zoomobjektiv mit konstanter Blende.
Aber Du hast doch zb bei einem WW Closeup/nähere Aufnahme auch Zerrungen in der Bildmitte.
Du kannst die krasseren am Rande abschneiden, aber das Grundbild bleibt doch bestehen. Ich kann durch Digitalzoom Gesichter nicht "enteierkopfen".

Ja genau, bei 20mm habe ich die gleiche Hintergundunschöärfe wie bei 50mm digital. Wenn ich aber mit einem richtigen Objektiv reinzoome, wird bei 50mm die Hintergundunschärfe mehr und der gesamte Bildeindruck verändert sich auch.

Bei der Kompression mag vielleicht stimmen, aber da bin ich mir auch nicht sicher im Moment.



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