soulbrother hat geschrieben: ↑Mo 26 Jan, 2026 07:16
Blackbox hat geschrieben: ↑Mo 26 Jan, 2026 03:03
.........Weder Niere noch Kugel hätten das so gebracht.
Das vermutest Du, aber einen echten Vergleich hast Du nicht machen können, richtig?
Blackbox hat geschrieben: ↑Mo 26 Jan, 2026 03:03
......bei instrumentalen Stereoaufnahmen scheint mir, dass dann Testen vor Ort angesagt ist.
Deswegen hatte ja sich wohl jeder Tonmeister seine eigenen Aufstellungen und Einstellungen ausgetüftelt.
Da der Raum einen großen Einfluss hat, gibt es mit dieser Technik sowieso keine universelle, cm-genaue Anleitung.
Und daher "braucht" es auch keine 3 Mikros für 36.000 Euro, für höchstwertige Aufnahmen, außer man will unbedingt einen Nostalgiefaktor inkludieren.
Und ja, das ist nur eine Meinung, da ich es in Ermangelung des übertriebenen Budgets nicht testen werde.
Wenn ich nur "vermute", dann schreibe ich das auch so ;-)
Immer wenn Zeit und Gelegenheit da ist hänge oder stelle ich gern addOn Mikro(s) auf, zum einen um jeweilige Miks in versch. Settings besser kennenzulernen, dann damit es nicht langweilig wird, und natürlich vor allem um dazu zu lernen.
In obigem Fall kenn ich den Raum seit Jahrzehnten, hab da schon über 50 Aufzeichnungen gemacht und diverses Mikro-Gedöns abgehängt.
Also keine bloße Vermutung, sondern ziemlich gesicherte Erfahrung, leider ohne das ich bisher sagen kann was GENAU den Unterschied eigentlich ausmacht. Ich vermute dass beim Abhängen mit Achse auf klangquelle gerade die bei Nieren so unerwünschte Ungleichmäßigkeit im Polardiagramm der spezielle Vorteil sein kann. Frontal stimmschmeichelnd höhenbetont und präsent kombiniert mit abgedunkeltem Raumhall (im Vergleich zu Frontal). Obwohl das Bündelungsmaß vermutlich geringer ist als bei Nieren klingt es weniger 'hinten im Raum'. Dazu natürlich auch noch präzise im Bass (sind halt Omnis).
Was das Tüfteln angeht muss man m.E. unterscheiden. Es gibt halt bewährte und kalkulierbare Aufstellungen, die sich recht gut einschätzen lassen, wo man also quasi innerlich ungefähr vorhören kann wie es klingen wird. Bei etlichen Aufstellungen ist die Zeit des 'Tüftelns' auch eher vorbei da mittlerweile genügend Wissen angesammelt wurde. Wie ORTF Aufstellungen klingen, welcher Aufnahmebereich damit abgedeckt wird, etc. ist bekannt, auch wie bei AB verfahren wird was die Basisbeite angeht usw.
Bei diesen Kugel-Omnis scheint mir das anders zu sein. Möglicherweise liegt's einfach daran, dass ich die für Stereo zu selten eingesetzt habe (außer für's fieldrecording), ich vermute aber eher, dass die Teile einfach schwieriger vorab zu kalkulieren sind.
Nicht umsonst heißt es beim Decca-tree ja auch immer: Abstände nur nach Gehör ermitteln und bei perfekter Abhörumgebung.
Vielleicht hab ich da nen Wissensrückstand, aber Berechnungen zum Deccatree, zB was den Aufnahmebereich angeht, scheint es nicht zu geben (was zugegebenermaßen vor allem an der dreier-Kombi liegt und wohl nicht primär an den M50).
Ob das bei Surround-Setups mit integriertem Decca-tree anders ausschaut weiss ich nicht, könnte aber evtl. sein, da ja dann die Dreier-Kombi nen anderen Job im Lautsrecherdings macht (Center...).
Wenn ich mal Zeit und Lust hab werd ich nen Vergleich machen mit Parallelaufnahme ORTF / klein-AB / Kugel-Omnis.