
Grain ist das Sahnehäubchen eines Filmlooks. Doch diese Beigabe hat in der digitalen Distribution auch ihren Preis.
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Wissen: Einmal Denoising und zurück - Neue Filmkorn-Simulation bei Netflix

Die Puristen würden sich dann aber selbst etwas vormachen.TheBubble hat geschrieben: Fr 01 Aug, 2025 16:36 Die Idee ist nicht neu.
Sie hat sich bisher nicht durchgesetzt.
Warum sollte es dieses Mal anders sein?
Bestimmt fänden genug Nutzer sogar die entrauschte Variante beim 1. Eindruck besser und würden das Feature gerne abschalten. Puristen dürfte stören, dass es nicht mehr das "Original" ist - letztlich ist es schließlich eine in zwei zusätzlichen Schritten bearbeitete Version.
Trotz alledem ist es interessant und ich müsste mich einmal erneut mit den Techniken beschäftigen.
Natürlichkeit? Meinst du jetzt das echte Filmkorn?moowy_mäkka hat geschrieben: Sa 02 Aug, 2025 18:53 Das ist ja wie, wenn man Apfelsinen-Saft
trocknet und später mit Wasser versetzt:
Ein Teil der Natürlichkeit geht verloren.
Das ist falsch. Durch eine nachträgliche Rauschfilterung lässt sich ein Signal objektiv gerade nicht verbessern, sondern allenfalls subjektiv. Andernfalls ergäbe die Definition des Signal-/Rauschverhältnisses keinen Sinn mehr und läge dann immer bei "unendlich".Um Speicher und Datenübertragungskosten zu sparen, entrauschten Netflix und Co. darum viele Filme erst einmal (zu?) radikal. Dadurch wurden viele Filmklassiker zwar objektiv gemessen in der Qualität sogar besser [...]
Hier beginnt dann der subjektive Schwachsinn, jedenfalls aus technischer Sicht. Eine etwaige "Digitalität" sorgt sicher weder für Rauschfreiheit (sondern erzeugt Rauschen vielmehr bei der Quantisierung) noch für "klinische" Bilder, denn was da einfach weniger rauscht, sind die immer noch analogen Videosensoren. Vor allen Ziffern kommt vom Licht ausgehend erstmal die Elektronik. Ferner wird nichts weggenommen, sondern analog zur CD vs. Schallplatten - Diskussion schlicht weniger an Störung hinzugefügt. Aber viele Leute sind ja auch mit HFR mental überfordert, obwohl beim Fernsehens seit Jahrzehnten völlig normal und bleiben stur bei ihrem Daumenkinogestottere, da ja ach so filmisch.Im digitalen Zeitalter lassen sich bekannterweise mit aktuellen Cine-Kameras ziemlich rauschfreie, geradezu klinisch saubere Bilder erzeugen, denen es vielen Filmemachern an Charakter fehlt.
Konsens. Denn dann könnte man ja auch nicht von Kunst sprechen?Axel hat geschrieben: Sa 02 Aug, 2025 22:42
Ganz provokativ gesagt gab es in der Fotografie und in der Kinematografie noch nie „Natürlichkeit“.
Nicht dort, nicht in der Malerei und überhaupt nirgends, wo Menschen ihre Wichsgriffel drin hatten. Deswegen spricht man von Artefakten.
ja, leider ... die Moderne und der Ruckelschrott ... SCNRlittle-endian hat geschrieben: Mo 27 Jul, 2026 21:35 ... viele Leute sind ja auch mit HFR mental überfordert, obwohl beim Fernsehens seit Jahrzehnten völlig normal und bleiben stur bei ihrem Daumenkinogestottere, da ja ach so filmisch
In Deiner Signatur erwähnst Du (Sigmund) Freud. Angesichts Deiner krankhaften Besessenheit von der Framerate und dieser infantilen Sprache dazu: Schonmal an Therapie gedacht? ALLE Deine Kommentare drehen sich nur um ein Thema. Gruselig.seifenchef2 hat geschrieben: Sa 29 Aug, 2026 21:57ja, leider ... die Moderne und der Ruckelschrott ... SCNRlittle-endian hat geschrieben: Mo 27 Jul, 2026 21:35 ... viele Leute sind ja auch mit HFR mental überfordert, obwohl beim Fernsehens seit Jahrzehnten völlig normal und bleiben stur bei ihrem Daumenkinogestottere, da ja ach so filmisch
gruß seifenchef
Gerade zeigen sich alle begeistert von Nolans 70mm-IMAX-Film. Grund ist auch, dass durch das große Format die Korngröße so stark abnimmt, dass das Filmkorn nicht mehr wahrnehmbar ist.little-endian hat geschrieben: Mo 27 Jul, 2026 21:35 Aus dem Artikel:
Das ist falsch. Durch eine nachträgliche Rauschfilterung lässt sich ein Signal objektiv gerade nicht verbessern, sondern allenfalls subjektiv. Andernfalls ergäbe die Definition des Signal-/Rauschverhältnisses keinen Sinn mehr und läge dann immer bei "unendlich".Um Speicher und Datenübertragungskosten zu sparen, entrauschten Netflix und Co. darum viele Filme erst einmal (zu?) radikal. Dadurch wurden viele Filmklassiker zwar objektiv gemessen in der Qualität sogar besser [...]
Hier beginnt dann der subjektive Schwachsinn, jedenfalls aus technischer Sicht. Eine etwaige "Digitalität" sorgt sicher weder für Rauschfreiheit (sondern erzeugt Rauschen vielmehr bei der Quantisierung) noch für "klinische" Bilder, denn was da einfach weniger rauscht, sind die immer noch analogen Videosensoren. Vor allen Ziffern kommt vom Licht ausgehend erstmal die Elektronik. Ferner wird nichts weggenommen, sondern analog zur CD vs. Schallplatten - Diskussion schlicht weniger an Störung hinzugefügt. Aber viele Leute sind ja auch mit HFR mental überfordert, obwohl beim Fernsehens seit Jahrzehnten völlig normal und bleiben stur bei ihrem Daumenkinogestottere, da ja ach so filmisch.Im digitalen Zeitalter lassen sich bekannterweise mit aktuellen Cine-Kameras ziemlich rauschfreie, geradezu klinisch saubere Bilder erzeugen, denen es vielen Filmemachern an Charakter fehlt.
Man sollte generell unterscheiden zwischen Rauschen, das man nachträglich entfernt hat und Rauschen, das man durch - objektiv betrachtet - technische Mängel erst gar nicht ins System eingebracht hat.
Leider vermischt der Artikel diese Ebenen und Netflix möge sich mit ihrer Herumknauserei bei den Bitraten, die sie einem auch noch frech als Vorteil für den Kunden verkaufen, zum Henker scheren.
Kann ich bestätigen.seifenchef2 hat geschrieben: Sa 29 Aug, 2026 21:45 AI sagte mir ich solle AV1 und FGS in ffmpeg nehmen.
Hab einiges durchprobiert, und muss sagen, es ist frappant.
Ein File (4K 60 fps) mit 35 Mbit/s in AV1 und FGS mit Grain=12 oder 16 sieht wesentlich besser (das ist natürlich subjektiv) aus als ein HEVC was 1,5 oder 2 mal so groß ist, aber ohne dieses Feature arbeitet ...
