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Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht



Filmen als Beruf: Hier geht´s um Themen wie: Tarifliches, Kundenkommunikation, Abnahmen und wieviel man für bestimmte Aufträge verlangen kann
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Pianist
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Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Pianist » Mo 14 Jun, 2021 17:34

Ich finde Fragen der beruflichen Entwicklung ja immer sehr wichtig, allerdings fürchte ich, dass wir ihm nur dann irgendwie helfen können, wenn er so ziemlich vollständig die Hosen runterlässt und uns schonungslos erklärt, wie sein bisherigens Leben lief und wie er in den SGBII-Rechtskreis hineingeraten ist. Der Weg aus dem Leistungsbezug in eine tragfähige Selbständigkeit als Filmer ist extren weit. Der ist ja mit weniger schwieriger Ausgangslage schon kompliziert genug. Ob er das hier alles ausbreiten will, das weiß ich nicht...

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




Bluboy
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Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Bluboy » Mo 14 Jun, 2021 17:43

bedeutet ALG II nicht auch dass man mehrere Jahre ALG I hinter sich gelassen hat. ?




klusterdegenerierung
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Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 14 Jun, 2021 17:53

Bluboy hat geschrieben:
Mo 14 Jun, 2021 17:43
bedeutet ALG II nicht auch dass man mehrere Jahre ALG I hinter sich gelassen hat. ?
Nein
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Pianist
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Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Pianist » Mo 14 Jun, 2021 17:55

Hängt von seinem Alter ab: Ist er unter 50, sind es 12 Monate, und darüber sind es 24 Monate. Auf jeden Fall hat das immer eine Vorgeschichte, und ohne deren Kenntnis wird man ihm nicht effizient helfen können. Wobei das an sich auch Aufgabe des Jobcenters wäre. Da wüsste ich dann auch ganz gerne, was von dort aus bisher unternommen wurde.

Matthias
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Drushba
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Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Drushba » Mo 14 Jun, 2021 18:13

Pianist hat geschrieben:
Mo 14 Jun, 2021 17:55
Hängt von seinem Alter ab: Ist er unter 50, sind es 12 Monate, und darüber sind es 24 Monate. Auf jeden Fall hat das immer eine Vorgeschichte, und ohne deren Kenntnis wird man ihm nicht effizient helfen können. Wobei das an sich auch Aufgabe des Jobcenters wäre. Da wüsste ich dann auch ganz gerne, was von dort aus bisher unternommen wurde.

Matthias
Er hat doch bereits erzählt, dass er eine Ausbildung in diesem Bereich hat und schon ein paar kleinere Referenzen vorweisen kann. Mehr als den Willen benötigt es doch nicht, sich auf dieser Grundlage selbstständig zu machen. Hartz kann nun entweder Sprungschanze oder Hemmschuh sein. Dort geholfen wird ihm ganz sicher nicht, das muss er schon selbst gegen das Amt durchsetzen, wie sein Beispiel ja auch noch mal eindrücklich zeigt.
Lieber glaub ich Wissenschaftlern, die sich mal irren, als Irren, die glauben, sie seien Wissenschaftler.




Pianist
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Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Pianist » Mo 14 Jun, 2021 18:51

Lies Dir bitte mal §1 SGB II durch. Das gesamte System ist darauf ausgerichtet, die Leute aus dem Leistungsbezug zurück ins Arbeitsleben zu bringen, auch wenn das in der Praxis oftmals schwierig ist. Die Formulierung, dass er das "gegen das Amt" durchsetzen muss, ist daher schlichtweg falsch. Aber ohne weitere Details stochern wir da im Nebel...

Matthias
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NiemandBesonderes
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Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von NiemandBesonderes » Mo 14 Jun, 2021 20:16

Pianist hat geschrieben:
Mo 14 Jun, 2021 17:34
Ich finde Fragen der beruflichen Entwicklung ja immer sehr wichtig, allerdings fürchte ich, dass wir ihm nur dann irgendwie helfen können, wenn er so ziemlich vollständig die Hosen runterlässt und uns schonungslos erklärt, wie sein bisherigens Leben lief und wie er in den SGBII-Rechtskreis hineingeraten ist. Der Weg aus dem Leistungsbezug in eine tragfähige Selbständigkeit als Filmer ist extren weit. Der ist ja mit weniger schwieriger Ausgangslage schon kompliziert genug. Ob er das hier alles ausbreiten will, das weiß ich nicht...

Matthias
Och, zum Glück bin ich hier ja nicht mit Klarnamen angemeldet und anscheinend werden mich manche eh anfeinden, egal was ich von mir gebe.

Also grob umrissen:
Ich bin jetzt 30 und mein beruflicher Werdegang ist ziemlich überschaubar.

Ich hab erst sehr spät angefangen mir ernsthaft Gedanken zu machen was Karriere angeht, da in meiner Kindheit Depressionen ein ziemlich großes Thema waren.
Ich hab mich nach der Schule eine ganze Weile von Minijob zu Minijob gehangelt und zwischenzeitlich immer wieder ein paar Praktika gemacht. Erst Grafikdesigner, dann Toningeneuer und dann Veranstaltungstechniker.
Anspruch auf ALG1 hat ich also nie.
Dann wurd mir halt empfohlen, eine Ausbildung in Mediengestaltung zu machen.
Die hab ich dann (zur Verwunderung aller) auch durchgezogen.
(Bevor das jetzt auch noch aufkommt: Mit der Ausbildung wurds auch mit Depressionen deutlich besser :) )

Da ich in meiner Ausbildung so ziemlich alles vom typischen Fernsehkram wie Straßenumfragen und Talkshows bis hin zu Imagefilmen und Konzertaufzeichnungen gemacht hab, hab ich halt ein sehr breites Spektrum an Referenzen.
Imagefilme und Veranstaltungen waren aber mit Abstand der Großteil.
Neben der Ausbildung bin ich bei einem kleinen Filmverein (dem bereits erwähnten Filmhaus) Mitglied geworden, wo ich dann bei einer Reihe Kurzfilme und Kulturveranstaltungen dabei war, wo ich dann auch erste Conncetions in die Kunst- und Kultur-Branche aufgebaut habe.
Nach der Ausbildung hab ich ein knappes Jahr lang versucht Arbeit zu finden und hab halt die erwähnten Konzert-, Theater und Konferenzaufzeichnungen und eine Hand voll Assistenzjobs bei Agenturen gemacht.

Dann kam Corona und ich hab erstmal alles abgebrochen.

Vor ein paar Monaten ist jetzt der ehemalige Chef meines Ausbildungsbetrieb auf mich zugekommen, da er ein altes Musikformat, was ich in meiner Ausbildungszeit erfunden und geleitet hab, über Fördergelder wiederbeleben wollte. Das haben wir dann beantragt und auch bewilligt bekommen. Das ist das erwähnte Projekt.

Somit sind wir auch schon in der Gegenwart.

Ich glaube das erklärt wie ich in diese Lage gekommen und an welchem Punkt meiner Karriere ich grad bin.

Edit:
Also ich hoffe man kann nachvollziehen, dass ich auf die Zeit vor der Ausbildung nicht weiter eingehen will, aber alles danach erläuter ich gern weiter, falls es relevant ist.
Zuletzt geändert von NiemandBesonderes am Mo 14 Jun, 2021 20:27, insgesamt 1-mal geändert.




freezer
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Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von freezer » Mo 14 Jun, 2021 20:25

Ich finde, das klingt als Basis ganz gut. Darauf kannst Du aufbauen und wenn Du Dich reinkniest, fleißig Neues dazulernst und Dich stetig verbesserst, sollte Deine Selbstständigkeit durchstarten.
Die ersten Jahre sind - wie ich bereits schrieb - die härtesten, dann wird es besser weil das Netzwerk wächst.

Wenn Du offen und neugierig bist, wirst Du hier im Forum eine Fülle an Information und Lernmöglichkeit finden, Feedback erhalten und Dich entfalten können.
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com




Drushba
Beiträge: 2167

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Drushba » Mo 14 Jun, 2021 20:41

Pianist hat geschrieben:
Mo 14 Jun, 2021 18:51
Lies Dir bitte mal §1 SGB II durch. Das gesamte System ist darauf ausgerichtet, die Leute aus dem Leistungsbezug zurück ins Arbeitsleben zu bringen, auch wenn das in der Praxis oftmals schwierig ist. Die Formulierung, dass er das "gegen das Amt" durchsetzen muss, ist daher schlichtweg falsch. Aber ohne weitere Details stochern wir da im Nebel...

Matthias
Lieber Matthias, nein. Das ist schlicht nicht wahr. Behörden haben ein Eigenleben, da geht es um innerbehördliche Karriereleitern und Konkurrenz und um nichts anderes. Es gibt mittlerweile etliche Aussteigerinnen aus dem Hartz-Verwaltungssystem, die vom zynischen Umgang mit den Menschen berichten. Eine Schande, wie dort Menschen erniedrigt werden (inder Regel geben die Gerichte daher auch den Menschen recht und nicht den Jobcentern - die Gesetze werden oftmals schlicht ignoriert). Eine gute Freundin ist Lehrerin, die in BaWü wie tausende andere nicht verbeamtet wird - das bedeutet Arbeitsverträge bis zu den Sommerferien, danach Hartz oder Nebenjob (und Burnout) bis Schuljahresbeginn, dann wieder Arbeitsvertrag. Im Sommer beginnt für sie und viele KollegInnen regelmässig die Demütigung durch die Jobcenter, allein davon gibt es bändeweise Presseberichte. Wer mit diesen A*********** (ich verallgemeinere absichtlich, weil Ausnahmen die Regel zu sein scheinen) auf den Jobcenternn zu tun hat, merkt meist schnell, dass diese mit ihrer dort gezeigten Willkürmentalität oft auch in einem Arbeitslager Tagesrationen verteilen könnten - Hauptsache der Kleinwagen ist finanziert und der weihnachtliche Gang zum Mediamarkt abgesichert. Es ist IMHO jederzeit wieder möglich eine Dikatur aufzubauen, mit diesem Menschenmaterial, was in den Jobcentern eiskalt und desinteressiert Schicksale runterverwaltet. Was mich wundert, ist, dass dies trotz jahrzehntelangem Bekanntwerden immer noch auf Unglauben stösst...

Nicht zuletzt deshalb rate ich dem Threadersteller sofort harte juristische Kante zu fahren. Die Erfahrung meiner Bekannten und vieler ihrer Kolleginnen zeigt, dass erst dann ein gewisser Respekt auf den Ämtern gezeigt wird und nicht davor.
Lieber glaub ich Wissenschaftlern, die sich mal irren, als Irren, die glauben, sie seien Wissenschaftler.




NiemandBesonderes
Beiträge: 28

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von NiemandBesonderes » Di 15 Jun, 2021 20:03

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Mo 14 Jun, 2021 17:05
Ich weiß nicht ob ich noch im Bilde bin, aber das wichtigste ist, das man von ALG2 wegkommt, egal wie, denn das ist eine Sackgasse.
Auch weiß ich nicht wie alt Du bist, aber mein tipp wäre, selbständig machen, halbtags einen 400€ Job annehmen um sich etwas abzusichern und in der Selbstständigkeit so viel Geld generieren wie geht und wenn man ein standig hat, den 400€ Job canceln und mehr Selbständig arbeiten.

Tagessätze als Filmer gehen von 600€ - 1500€, ungefähr und je nach Leistung, weniger sollte es auf keinen Fall sein, mehr geht vielleicht auch, kommt drauf an was und wo.
Du brauchst also zwingend eine Art Startrampe!
Erstmal danke, dass du mir da ne grobe Richtlinie gibst.

Also das mit den Halbtagsjobs hab ich versucht, aber das wurd für mich problematisch, da ich dann in die Lage kam, dass eine kurzfristige Buchung reinkam und ich sie nicht annehmen konnte.
Da das ein Job im Kindergarten war, konnt ich halt nicht sagen: "Nächste Woche komm ich nicht" und wenn ich selbst gekündigt hätte werden mir ja direkt alle Leistungen entzogen.

Ich hatte überlegt, wenn das mit der Gastro uä. wieder richtig weitergeht in dem Bereich zu gucken.
Wenns genug wär um Hartz zu ersetzen, würds sich für mich auf jeden Fall lohnen, allein, damit ich nicht mehr jede einzelne Ausgabe doppelt und dreifach absegnen lassen muss und ich das Geld von Medien-Aufträgen auch behalten darf.
Drushba hat geschrieben:
Mo 14 Jun, 2021 20:41


Lieber Matthias, nein. Das ist schlicht nicht wahr. Behörden haben ein Eigenleben, da geht es um innerbehördliche Karriereleitern und Konkurrenz und um nichts anderes. Es gibt mittlerweile etliche Aussteigerinnen aus dem Hartz-Verwaltungssystem, die vom zynischen Umgang mit den Menschen berichten. Eine Schande, wie dort Menschen erniedrigt werden (inder Regel geben die Gerichte daher auch den Menschen recht und nicht den Jobcentern - die Gesetze werden oftmals schlicht ignoriert). Eine gute Freundin ist Lehrerin, die in BaWü wie tausende andere nicht verbeamtet wird - das bedeutet Arbeitsverträge bis zu den Sommerferien, danach Hartz oder Nebenjob (und Burnout) bis Schuljahresbeginn, dann wieder Arbeitsvertrag. Im Sommer beginnt für sie und viele KollegInnen regelmässig die Demütigung durch die Jobcenter, allein davon gibt es bändeweise Presseberichte. Wer mit diesen A*********** (ich verallgemeinere absichtlich, weil Ausnahmen die Regel zu sein scheinen) auf den Jobcenternn zu tun hat, merkt meist schnell, dass diese mit ihrer dort gezeigten Willkürmentalität oft auch in einem Arbeitslager Tagesrationen verteilen könnten - Hauptsache der Kleinwagen ist finanziert und der weihnachtliche Gang zum Mediamarkt abgesichert. Es ist IMHO jederzeit wieder möglich eine Dikatur aufzubauen, mit diesem Menschenmaterial, was in den Jobcentern eiskalt und desinteressiert Schicksale runterverwaltet. Was mich wundert, ist, dass dies trotz jahrzehntelangem Bekanntwerden immer noch auf Unglauben stösst...

Nicht zuletzt deshalb rate ich dem Threadersteller sofort harte juristische Kante zu fahren. Die Erfahrung meiner Bekannten und vieler ihrer Kolleginnen zeigt, dass erst dann ein gewisser Respekt auf den Ämtern gezeigt wird und nicht davor.
Hachja, die Jobcenter sind wahrlich ein tolles Streitthema.

Also meiner Erfahrung nach gibt es zwar wirklich den einen oder anderen engagierten Sachbearbeiter, der nett, ehrlich und hilfsbereit ist, aber es gibt auch sehr viele vollkommen abgestumpfte Typen da und den einen oder anderen den ich ehrlich gesagt als ziemlichen Psychopathen einstufen würde.

Hatte schon eine Situation, wo mich eine Dame am Empfang 3-4 mal kackendreist angelogen hat und erst eingeknickt ist, als ein Freund von mir sich eingeklinkt hat und darauf bestand, den Abteilungsleiter zu sprechen.

Ich will mir aber nicht anmaßen ein Urteil zu fällen was davon die Norm ist.
Ich kann aber durchaus verstehen, wenn man einen ganz schönen Hass auf diesen Laden schiebt.



Da sich bisher noch keiner auf meine freundliche Bitte, dass vernünftig zu bereden gemeldet hat, folge ich jetzt erstmal dem Ratschlag eines Kollegen und schick morgen eine etwas harschere Anfrage das zu klären, die aber mit einer Rückmeldefrist fürs JC versehen ist. Anscheinend darf ich das so machen.
Ende des Monats geht´s mit dem Projekt nämlich los und da muss ich wissen, was ich machen darf/kann.

Wenn sie darauf auch nicht reagieren oder sich weiterhin quer stellen, schalte ich aber wirklich direkt den Anwalt ein.
Mir wurd da auch schon einer empfohlen.
Es geht halt nicht anders.
Aufgrund der aktuellen Leistungsberechnung, bleiben mir diesen Monat lächerliche 90€ um Lebensmittel, Fahrtkosten und eigentlich auch die Technikmiete zu bezahlen.

Auf so eine Situation kann ich halt nicht freundlich und gelassen reagieren.




iasi
Beiträge: 17449

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von iasi » Di 15 Jun, 2021 20:17

NiemandBesonderes hat geschrieben:
Di 15 Jun, 2021 20:03
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Mo 14 Jun, 2021 17:05
Ich weiß nicht ob ich noch im Bilde bin, aber das wichtigste ist, das man von ALG2 wegkommt, egal wie, denn das ist eine Sackgasse.
Auch weiß ich nicht wie alt Du bist, aber mein tipp wäre, selbständig machen, halbtags einen 400€ Job annehmen um sich etwas abzusichern und in der Selbstständigkeit so viel Geld generieren wie geht und wenn man ein standig hat, den 400€ Job canceln und mehr Selbständig arbeiten.

Tagessätze als Filmer gehen von 600€ - 1500€, ungefähr und je nach Leistung, weniger sollte es auf keinen Fall sein, mehr geht vielleicht auch, kommt drauf an was und wo.
Du brauchst also zwingend eine Art Startrampe!
Erstmal danke, dass du mir da ne grobe Richtlinie gibst.

Also das mit den Halbtagsjobs hab ich versucht, aber das wurd für mich problematisch, da ich dann in die Lage kam, dass eine kurzfristige Buchung reinkam und ich sie nicht annehmen konnte.
Da das ein Job im Kindergarten war, konnt ich halt nicht sagen: "Nächste Woche komm ich nicht" und wenn ich selbst gekündigt hätte werden mir ja direkt alle Leistungen entzogen.

Ich hatte überlegt, wenn das mit der Gastro uä. wieder richtig weitergeht in dem Bereich zu gucken.
Wenns genug wär um Hartz zu ersetzen, würds sich für mich auf jeden Fall lohnen, allein, damit ich nicht mehr jede einzelne Ausgabe doppelt und dreifach absegnen lassen muss und ich das Geld von Medien-Aufträgen auch behalten darf.
Drushba hat geschrieben:
Mo 14 Jun, 2021 20:41


Lieber Matthias, nein. Das ist schlicht nicht wahr. Behörden haben ein Eigenleben, da geht es um innerbehördliche Karriereleitern und Konkurrenz und um nichts anderes. Es gibt mittlerweile etliche Aussteigerinnen aus dem Hartz-Verwaltungssystem, die vom zynischen Umgang mit den Menschen berichten. Eine Schande, wie dort Menschen erniedrigt werden (inder Regel geben die Gerichte daher auch den Menschen recht und nicht den Jobcentern - die Gesetze werden oftmals schlicht ignoriert). Eine gute Freundin ist Lehrerin, die in BaWü wie tausende andere nicht verbeamtet wird - das bedeutet Arbeitsverträge bis zu den Sommerferien, danach Hartz oder Nebenjob (und Burnout) bis Schuljahresbeginn, dann wieder Arbeitsvertrag. Im Sommer beginnt für sie und viele KollegInnen regelmässig die Demütigung durch die Jobcenter, allein davon gibt es bändeweise Presseberichte. Wer mit diesen A*********** (ich verallgemeinere absichtlich, weil Ausnahmen die Regel zu sein scheinen) auf den Jobcenternn zu tun hat, merkt meist schnell, dass diese mit ihrer dort gezeigten Willkürmentalität oft auch in einem Arbeitslager Tagesrationen verteilen könnten - Hauptsache der Kleinwagen ist finanziert und der weihnachtliche Gang zum Mediamarkt abgesichert. Es ist IMHO jederzeit wieder möglich eine Dikatur aufzubauen, mit diesem Menschenmaterial, was in den Jobcentern eiskalt und desinteressiert Schicksale runterverwaltet. Was mich wundert, ist, dass dies trotz jahrzehntelangem Bekanntwerden immer noch auf Unglauben stösst...

Nicht zuletzt deshalb rate ich dem Threadersteller sofort harte juristische Kante zu fahren. Die Erfahrung meiner Bekannten und vieler ihrer Kolleginnen zeigt, dass erst dann ein gewisser Respekt auf den Ämtern gezeigt wird und nicht davor.
Hachja, die Jobcenter sind wahrlich ein tolles Streitthema.

Also meiner Erfahrung nach gibt es zwar wirklich den einen oder anderen engagierten Sachbearbeiter, der nett, ehrlich und hilfsbereit ist, aber es gibt auch sehr viele vollkommen abgestumpfte Typen da und den einen oder anderen den ich ehrlich gesagt als ziemlichen Psychopathen einstufen würde.

Hatte schon eine Situation, wo mich eine Dame am Empfang 3-4 mal kackendreist angelogen hat und erst eingeknickt ist, als ein Freund von mir sich eingeklinkt hat und darauf bestand, den Abteilungsleiter zu sprechen.

Ich will mir aber nicht anmaßen ein Urteil zu fällen was davon die Norm ist.
Ich kann aber durchaus verstehen, wenn man einen ganz schönen Hass auf diesen Laden schiebt.



Da sich bisher noch keiner auf meine freundliche Bitte, dass vernünftig zu bereden gemeldet hat, folge ich jetzt erstmal dem Ratschlag eines Kollegen und schick morgen eine etwas harschere Anfrage das zu klären, die aber mit einer Rückmeldefrist fürs JC versehen ist. Anscheinend darf ich das so machen.
Ende des Monats geht´s mit dem Projekt nämlich los und da muss ich wissen, was ich machen darf/kann.

Wenn sie darauf auch nicht reagieren oder sich weiterhin quer stellen, schalte ich aber wirklich direkt den Anwalt ein.
Mir wurd da auch schon einer empfohlen.
Es geht halt nicht anders.
Aufgrund der aktuellen Leistungsberechnung, bleiben mir diesen Monat lächerliche 90€ um Lebensmittel, Fahrtkosten und eigentlich auch die Technikmiete zu bezahlen.

Auf so eine Situation kann ich halt nicht freundlich und gelassen reagieren.
Mach doch mal eine Doku darüber.




NiemandBesonderes
Beiträge: 28

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von NiemandBesonderes » Di 15 Jun, 2021 21:15

iasi hat geschrieben:
Di 15 Jun, 2021 20:17
Mach doch mal eine Doku darüber.
Falls das ernst gemeint ist:

Eine spontane Internet-Suche zeigt, dass allein in den letzten 7 Monaten mindestens 3 Dokus dazu rausgekommen sind.

Außerdem hab ich keinerlei journalistische Qualifikationen.


Falls nicht:

Ich meinte ja, dass ich da kein Urteil fällen möchte.
Ich hab nur vorwiegend schlechte Erfahrungen dahingehend gehabt, aber ich hab durchaus auch davon gehört, dass es bei manch Jobcenter absolut vorbildlich laufen soll.


Aber ist auch egal. Das soll hier kein Rant-Thread gegens JC werden.




iasi
Beiträge: 17449

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von iasi » Di 15 Jun, 2021 21:39

NiemandBesonderes hat geschrieben:
Di 15 Jun, 2021 21:15
iasi hat geschrieben:
Di 15 Jun, 2021 20:17
Mach doch mal eine Doku darüber.
Falls das ernst gemeint ist:

Eine spontane Internet-Suche zeigt, dass allein in den letzten 7 Monaten mindestens 3 Dokus dazu rausgekommen sind.

Außerdem hab ich keinerlei journalistische Qualifikationen.


Falls nicht:

Ich meinte ja, dass ich da kein Urteil fällen möchte.
Ich hab nur vorwiegend schlechte Erfahrungen dahingehend gehabt, aber ich hab durchaus auch davon gehört, dass es bei manch Jobcenter absolut vorbildlich laufen soll.


Aber ist auch egal. Das soll hier kein Rant-Thread gegens JC werden.
War ernst gemeint.




Bluboy
Beiträge: 1981

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Bluboy » Di 15 Jun, 2021 22:22

Nächste Woche solls losgehen, gut

dann wird nächste Woche gefilmt, und der Auftraggeber soll 2 Monate Vorschuß ausspucken damit ein PC ins Land kommt.

Problem gelöst.

macht er das nicht, ist das Projekt gestorben.

Filmhaus Bielefeld, wo Du ja Mitglied bist, hat auch tolles Gerät zu vermieten
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.




Largo
Beiträge: 297

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Largo » Mi 16 Jun, 2021 13:13

Was ist das denn für ein beschissener Umgangston? Der Threadersteller fragt konkret um Ratschlag und nicht um pseudomoralische Einordnung.
Ich gebe nur den beschissenen und beleidigenden Umgangston vom Threadersteller ein. Er greift mit an, weil ich die Argumente vom Amt wiedergebe. Beschimpft mich, ich soll von meinem hohen Ross runter kommen, ich sei unfair blabla. Dabei geb ich nur die offizelle Regelung und die Argumente von den Ämtern wieder. Und deine peinlichen Angriff kannst du dir auch ersparen. Nochmals für Langsamdenmker wier dich: Nicht meine Argumente, sondern die vom Amt.
Wer auf Rat mit persönlichen Beleidigungen und rumgejammere kommt, der muss sich einen entsprechende Gegenreaktion gefallen lassen.

Und wie gesagt: Lohndumping kann dich da auch teuer zu stehen kommen. Das Amt darf (eigentlich muss) einen Marktüblichen Lohn zur Grundlage nehmen.
@Threadersteller: Ich würde prinzipiell nur über einen Anwalt mit dem Jobcenter kommunizieren.
Ein sehr gefährlicher Rat. Denn dann wird schnell überprüft, ob es sich um eine marktgerechte Vergütung handelt und die Abrechnung entsprechend angepasst. Harte Kante zeigen funktioniert dann, wenn man selber nach den Regeln spielt und diese kennt. Aber wenn man es nicht tut riskiert man, dass genauer hingeschaut wird. Und die Vergütung des Threaderstellers dürfte weit unter dem Marktüblichen sein.




Largo
Beiträge: 297

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Largo » Mi 16 Jun, 2021 13:38

Du wirfst mir Lohndumping vor, obwohl du überhaupt keine Ahnung hattest um was für ein Projekt es sich handelt
Wo werf ich dir Lohndumping vor? Ich gehe nur auf Argumente und Regularien vom Amt ein.
Abgesehen davon: die Preise die du hier nennst. Dürften schon deutlich unter martküblichem sein. Nicht mal (Fahr)Spesen verrechnest du scheinbar deinem Auftraggeber...

Ich hab auch nicht die Behörden auf das hohe Ross gesetzt, sondern Kollegen, die dem Nachwuchs lieber sagen, dass sie es sein lassen sollen, als ihnen Tipps zu geben wie es richtig geht.
Ich hab dir Tipps gegeben und dir die Argumente des Amtes aufgezeigt. Dafür hast du mich beschimpft und wie ein Kleinkind rumgestämpfelt wie unfair ich ja sein.


Wenn es so trivial ist, all diese Dinge zu lernen, dann gib mir doch Unterstützung und deute mich in die richtige Richtung.
Hab ich versucht, aber du hast ja gleich rumgejammert, ich soll von meinem hohen Ross runter kommen, ich sei so gemein, überheblich... Aber eben, dabei hab ich nur die Argumente des Amtes wieder gegeben. Bzw vereinfacht die Gesetzesgrundlagen. Aber das du das nicht kapierst beweist du hier wieder.


Diesen ominösen "marktüblichen Preis" von dem alle reden, will mir ja niemand verraten.
Die Tarifgagen helfen da weiter. Plusminus 20%- 25%
u.a.
https://filmunion.verdi.de/tarife/++co+ ... 540059119e

Wenn du nicht von deiner: "Du hast überhaupt keinen Plan. Hör lieber auf, du Jammerlappen"-Art zurücktritst, seh ich nicht ein, dass ich weiter auf deine Kommentare eingehen sollte.
*lol* Stimmt, wir sollten froh sein dir Tipps geben zu dürfen.


"Ich kann ja wirklich verstehen, dass das Verhalten vieler unerfahrener Stümper wie mir langjährigen Profis an die Nieren geht"
Es geht um DEINEN überheblichen, beleidigend Ton, wie du auf den Hinweis der gesetzlichen (Amts)Grundlagen reagierst. Wieso sollte ich mir von dir ans Bein pissen lassen und das einfach hinnehmen?
folge ich jetzt erstmal dem Ratschlag eines Kollegen und schick morgen eine etwas harschere Anfrage das zu klären
Da könnte eine entsprechende Gegenreaktion kommen und deine Preise überprüft werden. Dem musst du dir einfach bewusst sein. Wer harsch auftritt muss mit einer entsprechenden Gegenreaktion rechnen. Siehe meine Reaktion hier. Das könnte dann schnell bedeuten, dass sie dir nicht dass verrechnen, was du tatsächlich bekommen hast. Sondern das, was du hättest bekommen müssen, wenn du marktübliche Preise verlangen würdest.

Bsp.: Du verrechnest für 1 Tag Dreh und 2 Tage Schnitt 600.- . Das Amt kommt zur Ansicht, dass marktüblich 1500.- wären. Dann wird dir anstelle 600.- die du vom Auftraggeber tatsächlich kriegst 1`200.- abgezogen.....




Pianist
Beiträge: 6766

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Pianist » Mi 16 Jun, 2021 16:05

Also wenn die Kundenkommunikation genau so läuft wie die Forenkommunikation, dann sehe ich da keine Basis für eine erfolgreiche Selbständigkeit. Da arbeitet man dann für jeden Kunden immer nur genau 1x...

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




Mediamind
Beiträge: 1169

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Mediamind » Do 17 Jun, 2021 09:27

Die Diskussion wird mit Halbwissen und Hörensagen geführt. Das SGB II ist ein komplexes Thema und die Jobcenter haben es mit vielen Herausforderungen zu tun. Bitte nicht böse sein, die Anrechnung von Einkünften erfolgt nicht wie beschrieben. Wenn man einen vernünftigen Plan hat und nicht aus unzähligen gescheiterten Versuchen heraus einen Schritt aus der Hilfebedürftigkeit "riskiert", kann man auf Unterstützung rechnen. Der Anwalt alleine wird hier kaum helfen. Die Idee, einen Nebenverdienst zu etablieren und von dort aus Aufträge zu generieren, ist schon kein schlechter Weg. Du solltest für Dich nur klarmachen, ob Du wirklich der tatkräftige Macher, Kundenwerber, Buchhalter, Best Boy und Transportarbeiter in einer Person bist. Bei einer kleinen Selbständigkeit als Solounternehmer sind das Dinge, die man kontinuierlich bringen muss.
Wenn Du Dich da nicht siehst, sondern eher als jemand, der gerne gestaltet und Filmkunst praktizieren möchte, wäre das Projekt im Nebenerwerb besser aufgehoben.
Ich mache meine Sache auch "nebenher" und habe für mich einen guten Weg gefunden das vereinbar zu gestalten.




TheGadgetFilms
Beiträge: 1110

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von TheGadgetFilms » Do 17 Jun, 2021 14:13

Ich weiß noch als n Kumpel mal was vom Jobcenter wollte vor 20 Jahren.... Da hat man ihm einfach Dinge unterstellt, zb dass er eine Firma hat (war Student) usw, bloß um keine Hilfe für 6 Monate zu zahlen. Alles schlichtweg erlogen.
Das Ganze ging dann vors Sozialgericht, wo er oh Wunder, gewonnen hat. Seitdem erwarte ich ebenfalls so wie er einfach 0 vom Staat (was wir auch bekommen). Genauso gibt s aber auch Null zurück ;)




Bluboy
Beiträge: 1981

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Bluboy » Do 17 Jun, 2021 14:16

TheGadgetFilms hat geschrieben:
Do 17 Jun, 2021 14:13
Ieitdem erwarte ich ebenfalls so wie er einfach 0 vom Staat (was wir auch bekommen). Genauso gibt s aber auch Null zurück ;)
Das nennt man Selbstständig sein




TheGadgetFilms
Beiträge: 1110

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von TheGadgetFilms » Do 17 Jun, 2021 14:24

Ah danke für die Aufklärung. Ich Idiot hätte das fast nicht gecheckt.
Ich meine damit aber noch weitaus mehr als nur selber die Versicherungen zu zahlen usw.




Mediamind
Beiträge: 1169

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von Mediamind » Do 17 Jun, 2021 14:35

TheGadgetFilms hat geschrieben:
Do 17 Jun, 2021 14:13
Ich weiß noch als n Kumpel mal was vom Jobcenter wollte vor 20 Jahren.... Da hat man ihm einfach Dinge unterstellt, zb dass er eine Firma hat (war Student) usw, bloß um keine Hilfe für 6 Monate zu zahlen. Alles schlichtweg erlogen.
Das Ganze ging dann vors Sozialgericht, wo er oh Wunder, gewonnen hat. Seitdem erwarte ich ebenfalls so wie er einfach 0 vom Staat (was wir auch bekommen). Genauso gibt s aber auch Null zurück ;)
Vor 20 Jahren gab es keine Jobcenter. Der Vorgänger war die ARGE, die zum 01.01.2011 abgeschafft wurde.Seit 2005 gab es überhaupt erst das SGB II, welches Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe für die allermeisten Bezieher im Grunde vereinte. Vor 20 Jahren war es entweder das Sozialamt oder das Arbeitsamt mit der s.g. Alhi, keinesfalls ein Jobcenter.
Und ob die Erfahrungen von vor 2 Jahrzehnten mit vermutlich dem Sozialamt vergleichbar sind, sei dahingestellt. In den JC gibt viele Menschen, die ihre Hilfebedürftigkeit beenden wollen und können. Leider aber auch einen erheblichen Anteil, bei denen werde das Wollen oder das Können und im schlimmsten Fall eine Kombination aus beidem vorliegt.
Wie immer gibt es gute und schlechte Beispiele. Ich würde an die Sache jedenfalls erst einmal konstruktiv heran gehen.




dosaris
Beiträge: 1486

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von dosaris » Fr 18 Jun, 2021 14:44

vielleicht ist jetzt doch nicht der ideale Zeitpunkt dafür?

Wenn Du aktuell ein komplettes Team u Equipment verfügbar hättest, dann könnte es laufen:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/un ... e-101.html

Aber ein halber Erst-EInstieg jetzt ist mE eher kontraproduktiv




TheGadgetFilms
Beiträge: 1110

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von TheGadgetFilms » Fr 18 Jun, 2021 14:54

Mediamind hat geschrieben:
Do 17 Jun, 2021 14:35
TheGadgetFilms hat geschrieben:
Do 17 Jun, 2021 14:13
Ich weiß noch als n Kumpel mal was vom Jobcenter wollte vor 20 Jahren.... Da hat man ihm einfach Dinge unterstellt, zb dass er eine Firma hat (war Student) usw, bloß um keine Hilfe für 6 Monate zu zahlen. Alles schlichtweg erlogen.
Das Ganze ging dann vors Sozialgericht, wo er oh Wunder, gewonnen hat. Seitdem erwarte ich ebenfalls so wie er einfach 0 vom Staat (was wir auch bekommen). Genauso gibt s aber auch Null zurück ;)
Vor 20 Jahren gab es keine Jobcenter. Der Vorgänger war die ARGE, die zum 01.01.2011 abgeschafft wurde.Seit 2005 gab es überhaupt erst das SGB II, welches Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe für die allermeisten Bezieher im Grunde vereinte. Vor 20 Jahren war es entweder das Sozialamt oder das Arbeitsamt mit der s.g. Alhi, keinesfalls ein Jobcenter.
Und ob die Erfahrungen von vor 2 Jahrzehnten mit vermutlich dem Sozialamt vergleichbar sind, sei dahingestellt. In den JC gibt viele Menschen, die ihre Hilfebedürftigkeit beenden wollen und können. Leider aber auch einen erheblichen Anteil, bei denen werde das Wollen oder das Können und im schlimmsten Fall eine Kombination aus beidem vorliegt.
Wie immer gibt es gute und schlechte Beispiele. Ich würde an die Sache jedenfalls erst einmal konstruktiv heran gehen.
Cool, dann hat er Hartz4 bekommen, bevor es überhaupt möglich war. Ist doch super.




NiemandBesonderes
Beiträge: 28

Re: Aus ALG2 in die Selbständigkeit - Ratschläge gesucht

Beitrag von NiemandBesonderes » Mo 21 Jun, 2021 14:31

Largo hat geschrieben:
Mi 16 Jun, 2021 13:38

Es geht um DEINEN überheblichen, beleidigend Ton, wie du auf den Hinweis der gesetzlichen (Amts)Grundlagen reagierst. Wieso sollte ich mir von dir ans Bein pissen lassen und das einfach hinnehmen?
Ernsthaft, zum wiederholten mal: Lass uns die Kabbelei beenden.

Ich empfand deine Antwort als Vorwurf von Lohndumping und hab dementsprechend reagiert.

Ich will mich nicht noch einmal entschuldigen.

Ich seh das einfach nicht als marktüblichen Auftrag und dieses Projekt sollte mMn. nicht die Basis für weitere Diskussionen sein, da ich wie gesagt nicht vorhabe auf irgendwelche non-Profit Projekte eine Selbständigkeit aufzubauen.


Aber zurück zum eigentlichen Thema:

Also ich hab mit meinem Kollegen gequatscht und ein Lohnvorschuss ist auf jeden Fall drin.
Ich hab auch eine Rückmeldung vom Jobcenter erhalten und mir wurd auch von denen empfohlen einen Widerspruch einzureichen.
Die Sachbearbeiterin empfand meine Idee den Rechner zu kaufen auch als sinnvoll, aber vollständig abgesegnet ist es noch nicht. Sie meinte aber meine Chancen stehen gut, dass das bewilligt wird, wenn ich einen gut erklärten Widerspruch formuliere.

dosaris hat geschrieben:
Fr 18 Jun, 2021 14:44
vielleicht ist jetzt doch nicht der ideale Zeitpunkt dafür?

Wenn Du aktuell ein komplettes Team u Equipment verfügbar hättest, dann könnte es laufen:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/un ... e-101.html

Aber ein halber Erst-EInstieg jetzt ist mE eher kontraproduktiv

Ja, das ein halbgarer Einstieg kontraproduktiv ist, hab ich mittlerweile auch eingesehen.
Ist aber die Frage, was ein "garer Einstieg" für mich sein könnte.


Also was Equipment angeht würd ich einen Haken dran machen.

Die Idee mir selbst Equipment anzuschaffen, kam ja daher, dass die Kunden die auf mich zukamen, nicht gewillt waren, Technikmiete zu bezahlen.
Da mach ich aber für das weitere Vorgehen einen klaren Schlussstrich.
Der Schnittrechner ist glaub ich eine gute Idee, aber ich verwerf vorerst alle Pläne mir eigenes Drehequipment anzuschaffen.
Ich hab einen guten Technikverleih vor Ort, der mittlerweile auch passendes Equipment für kleinere Produktionsteams anbietet.

Mit dem Team ist es etwas komplizierter.
Am Anfang war ich halt noch extrem scheu und unsicher und hab deswegen nur Kleinstaufträge angenommen die man alleine hinkriegt.

Über den Filmverein und meinem alten Ausbildungsbetrieb hab ich zwar ein kleines Netzwerk, wo ich an Mitarbeiter kommen könnte, aber ich bin da ehrlicherweise nie wirklich auf irgendjemanden zugegangen, von wegen: "Hey, ich such nach Kollegen, mit denen man Aufträge durchführen kann" und da ich mit Corona erstmal Pause gemacht hab, hat man sich lange nicht mehr gesehen.


Das ich wieder etwas präsenter in der Branche bin, ist auch das woran ich aktuell arbeite.
Mit diesem non-Profit Projekt verdien ich zwar nicht nennenswert, aber produzier wieder in größeren Teams und komm halt mehr unter die Leute.

Ich glaub, das ist ein guter erster Schritt und sobald ich das Gefühl hab, dass ich ein Team hab, auf das ich mich verlassen kann, kann man gucken, wie man an Aufträge kommt.




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