slashCAM
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Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von slashCAM » Di 15 Sep, 2020 16:39



Im zweiten Teil unseres Praxistests mit der Sony Alpha 7S III beschäftigen wir uns mit der Ergonomie sowie mit der Bedienung/Ausstattung von Sonys neuer Spiegellosen. Im Zentrum stehen zudem unsere Erfahrungen mit dem Autofokussystem der Sony A7SIII und schließlich kommen wir auch zu unserem vorläufigen Fazit zur Sony A7S III.



Hier geht es zu Artikel auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Test: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2




CameraRick
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von CameraRick » Di 15 Sep, 2020 17:24

Hui, die 500Mbit bei 25p All-I sind für mich eine neue Nachricht. Ich dachte sie macht nur 240Mbit wie die FS7 oder F5(5), was bei 4K 10bit 422 eine richtige Katastrophe ist. Da sind die 500Mbit wirklich willkommen!
ich schreibe hier nur in pausen auf der arbeit.




k-robert
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von k-robert » Di 15 Sep, 2020 19:07

4.199 Euro?
Schwierig zu verstehen, akzeptieren...
In USA kostet die 3.498 USD = 2.951 EUR - mit 16% Mwst. = 3.423 EUR




Axel
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von Axel » Di 15 Sep, 2020 19:21

k-robert hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 19:07
4.199 Euro?
Schwierig zu verstehen, akzeptieren...
In USA kostet die 3.498 USD = 2.951 EUR - mit 16% Mwst. = 3.423 EUR
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




r.p.television
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von r.p.television » Di 15 Sep, 2020 19:33

k-robert hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 19:07
4.199 Euro?
Schwierig zu verstehen, akzeptieren...
In USA kostet die 3.498 USD = 2.951 EUR - mit 16% Mwst. = 3.423 EUR
Ich empfinde die Kamera als günstig. Ich hätte dafür auch 6000 Euro oder mehr bezahlt. Warum?
Weil man nun eine Kamera hat die so verdammt nah an einer Arri Alexa ist. Aber unterm Strich mehr kann. Sie hat AF, IBIS, XLR oder Funkstreckenadapter für den Hotshoe (also keine unnötigen Kabel), 4k 120p, alles in 10bit 422. Eine DR zum Niederknien und Lowlight wie ein Nachtsichtgerät, was gerade bei ETTR-Belichtungsmodellen zusätzlich hilfreich ist. Aber zusätzlich spart man damit. Warum? Weil man zukünftig kein 15kg schweres Stativ mehr rumschleppen muss. Die Kamera easy auf einen Ronin S passt. Man braucht nicht mehr das ganze Gezerre wie Easy Rig & Co. Ein kleiner Kofferraum reicht wo man früher einen Kombi oder Van brauchte. Im Prinzip passt ein ganzes Drehset in einen Rucksack.
Man kann natürlich Preise von einer GH5 zum Vergleich ansetzen. Aber da sind einfach Welten dazwischen. Nicht nur in der Bildästhetik, sondern eben auch beim AF und anderen Specs.
Für einen reinen Amateur ist das sicherlich Luxus. Aber wer damit Geld verdient und bereits Sony-Kameras im Dienst hat für den ist die A7siii eigentlich ein No-Brainer.




iasi
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von iasi » Di 15 Sep, 2020 20:03

r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 19:33
k-robert hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 19:07
4.199 Euro?
Schwierig zu verstehen, akzeptieren...
In USA kostet die 3.498 USD = 2.951 EUR - mit 16% Mwst. = 3.423 EUR
Ich empfinde die Kamera als günstig. Ich hätte dafür auch 6000 Euro oder mehr bezahlt. Warum?
Weil man nun eine Kamera hat die so verdammt nah an einer Arri Alexa ist.
Das ist aber eine steile These. ;) :)




r.p.television
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von r.p.television » Di 15 Sep, 2020 20:26

iasi hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:03
r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 19:33


Ich empfinde die Kamera als günstig. Ich hätte dafür auch 6000 Euro oder mehr bezahlt. Warum?
Weil man nun eine Kamera hat die so verdammt nah an einer Arri Alexa ist.
Das ist aber eine steile These. ;) :)
Was ist an der Alexa soviel besser? Abgesehen von der Reputation der Kamera. Rein technisch gesehen.




Axel
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von Axel » Di 15 Sep, 2020 20:36

iasi hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:03
r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 19:33


Ich empfinde die Kamera als günstig. Ich hätte dafür auch 6000 Euro oder mehr bezahlt. Warum?
Weil man nun eine Kamera hat die so verdammt nah an einer Arri Alexa ist.
Das ist aber eine steile These. ;) :)
Wenn eine Cinema Camera (irgendeine der Arri Alexas für Arme) und eine smarte Mirrorless ein Baby hätten, wäre es die A7SIII. Es gibt sogar eine Gemeinsamkeit mit der Alexa, und das ist die Präferenz für große Pixel bei eher mäßiger Auflösung.
Die Kamera macht diese drei Forderungen richtig: Größere Pixel bei hintergrundbeleuchtetem Sensor und angepasster Auflösung (getimet, aber vorher auch interessant):
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Funless
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von Funless » Di 15 Sep, 2020 20:37

r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:26
iasi hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:03


Das ist aber eine steile These. ;) :)
Was ist an der Alexa soviel besser? Abgesehen von der Reputation der Kamera. Rein technisch gesehen.
Man merkt dir fehlt noch etwas an iasi-Erfahrung. 😬
MfG
Funless

Sabine hat geschrieben:Ihr seid hier bei Frauentausch da kommt sowat schon mal vor!




iasi
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von iasi » Di 15 Sep, 2020 20:46

r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:26
iasi hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:03


Das ist aber eine steile These. ;) :)
Was ist an der Alexa soviel besser? Abgesehen von der Reputation der Kamera. Rein technisch gesehen.
Na dann muss ja die Canon R5 so gut oder gar besser sein als eine Alexa. Denn laut zahlreicher Tests liefert die R5 bessere Bilder als die A7S-III.

Und technisch gesehen, kann man mal damit beginnen, die Ausgabeformate zu vergleichen. ;)




r.p.television
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von r.p.television » Di 15 Sep, 2020 20:47

Funless hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:37
r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:26


Was ist an der Alexa soviel besser? Abgesehen von der Reputation der Kamera. Rein technisch gesehen.
Man merkt dir fehlt noch etwas an iasi-Erfahrung. 😬
Keine Ahnung, aber je mehr ich darüber nachdenke sind es eher banale Dinge wie Aussenwirkung welche die Alexa in einem besseren Licht dastehen lassen. Sogar 16bit Raw wären möglich.
Man müsste mal messen ob die Alexa überhaupt noch einen weicheren Highlight-Rolloff hat. Wenn ja vermutlich nur noch marginal. Die Farben etc. sind bei der A7siii wirklich schon sehr sehr gut und ich behaupte mal von der Grundabstimmung der Alexa sehr ähnlich.
Nur dass die A7siii schon mehr Auflösung, FPS, AF, IBIS etc. mitbringt.
Die A7siii ist glaube ich genau die Kamera, die so ein Alexa-Setting schnell albern wirken lässt wenn man genau vergleichen würde was hinten bei rauskommt.
Ich will damit die Alexa nicht bashen. Die macht in ihrem eingesetzten Umfeld nach wie vor Sinn. Aber ich will hier nur relativieren was man hier für 4200 Euro bekommt.




r.p.television
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von r.p.television » Di 15 Sep, 2020 20:48

iasi hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:46
r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:26


Was ist an der Alexa soviel besser? Abgesehen von der Reputation der Kamera. Rein technisch gesehen.
Na dann muss ja die Canon R5 so gut oder gar besser sein als eine Alexa. Denn laut zahlreicher Tests liefert die R5 bessere Bilder als die A7S-III.

Und technisch gesehen, kann man mal damit beginnen, die Ausgabeformate zu vergleichen. ;)
Die R5 hat eine schlechtere DR als eine Fuji X-T4 für 1700 Euro. Wenn man einer Alexa beikommen will muss man sie schon an ihren Hörnern packen. Und die Hörner sind nicht Auflösung sondern DR und Highlight-Rolloff.




DeeZiD
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von DeeZiD » Di 15 Sep, 2020 21:04

r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:26
iasi hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:03


Das ist aber eine steile These. ;) :)
Was ist an der Alexa soviel besser? Abgesehen von der Reputation der Kamera. Rein technisch gesehen.
Das A7sIII Bild sieht aus wie sterilisiertes Plastik.
Das Bild einer ARRI-Kamera wie Film.

Wenn dann schon eine BMD Pocket 6K, Panasonic S1H/EVA-1, RED Komodo oder Sony FX9 in der Preisklasse. Diese haben ein wirklich tolles Bild für den Preis und eigentlich alle nötigen Features für den Filmeinsatz.

Alpha-Kameras hingegen haben ein furchtbares Processing mit Ghosting und Smearing dank des starkes temporalen Denoisings und zudem starke Nachschärfung. Außerdem kämpft die A7sIII mit eher magerer Farbtiefe dank des auf Sensitivität optimierten CFAs - ähnlich wie damals die FS7/FS5 schon. Zudem fehlen Shutter Angle, echte 24p, 4K DCI und nativer Timecode-Support für den Einsatz auf größeren Filmsets.

Die fast 13 ermittelten Stops der A7sIII sind der starken Rauschunterdrückung zu "verdanken". Der Sensor wird ebenso wie bei den oben genannten Alternativen in einem 12 Bit ADC Video-Modus ausgelesen was maximal 12 brauchbare Stops bedeutet. Eine ARRI mit einem Dual 14 Bit ADC schafft deutlich mehr - sowohl was die Tonalität, Dynamikumfang und Roll-off als auch Textur angehen.

Zuletzt geändert von DeeZiD am Di 15 Sep, 2020 21:22, insgesamt 2-mal geändert.




iasi
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von iasi » Di 15 Sep, 2020 21:16

r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:48
iasi hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:46


Na dann muss ja die Canon R5 so gut oder gar besser sein als eine Alexa. Denn laut zahlreicher Tests liefert die R5 bessere Bilder als die A7S-III.

Und technisch gesehen, kann man mal damit beginnen, die Ausgabeformate zu vergleichen. ;)
Die R5 hat eine schlechtere DR als eine Fuji X-T4 für 1700 Euro. Wenn man einer Alexa beikommen will muss man sie schon an ihren Hörnern packen. Und die Hörner sind nicht Auflösung sondern DR und Highlight-Rolloff.
Klar kommt eine R5 nicht an eine Alexa ran - aber das tut die A7S-III eben auch nicht.
Es war zudem nicht von Auflösung die Rede - die R5 liefert laut verschiedenen Testern das besser Bild bei normalen Aufnahmebedingungen.
Wo die A7S-III überlegen ist - auch einee Alexa - das ist, wenn sehr hohe Empfindlichkeit gefragt ist.




Axel
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von Axel » Di 15 Sep, 2020 21:25

iasi hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 21:16
Es war zudem nicht von Auflösung die Rede - die R5 liefert laut verschiedenen Testern das besser Bild bei normalen Aufnahmebedingungen.
Aha. Da muss ich einiges verpasst haben. Ein "besseres Bild" ist dann wohl gemessen worden? Link?
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




r.p.television
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von r.p.television » Di 15 Sep, 2020 21:38

DeeZiD hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 21:04
r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 20:26


Was ist an der Alexa soviel besser? Abgesehen von der Reputation der Kamera. Rein technisch gesehen.
Das A7sIII Bild sieht aus wie sterilisiertes Plastik.
Das Bild einer ARRI-Kamera wie Film.

Wenn dann schon eine BMD Pocket 6K, Panasonic S1H/EVA-1, RED Komodo oder Sony FX9 in der Preisklasse. Diese haben ein wirklich tolles Bild für den Preis und eigentlich alle nötigen Features für den Filmeinsatz.
Das ist dann aber sehr subjektiv. Gerade mit der EVA1 bin ich nie warm geworden. Momentan sowieso noch sehr schwer zu beurteilen weil man nur die Bilder von Youtubern kennt mit sehr grosser Qualitätsspreizung. Hier werden oft Standard-Profile oder schlecht gegradete Log-Aufnahmen verglichen. Ich hab mir selbst native Files heruntergeladen und bin sehr zufrieden. Sterilisiertes Plastik sieht anders aus.




DeeZiD
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von DeeZiD » Di 15 Sep, 2020 22:07

r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 21:38
DeeZiD hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 21:04


Das A7sIII Bild sieht aus wie sterilisiertes Plastik.
Das Bild einer ARRI-Kamera wie Film.

Wenn dann schon eine BMD Pocket 6K, Panasonic S1H/EVA-1, RED Komodo oder Sony FX9 in der Preisklasse. Diese haben ein wirklich tolles Bild für den Preis und eigentlich alle nötigen Features für den Filmeinsatz.
Das ist dann aber sehr subjektiv. Gerade mit der EVA1 bin ich nie warm geworden. Momentan sowieso noch sehr schwer zu beurteilen weil man nur die Bilder von Youtubern kennt mit sehr grosser Qualitätsspreizung. Hier werden oft Standard-Profile oder schlecht gegradete Log-Aufnahmen verglichen. Ich hab mir selbst native Files heruntergeladen und bin sehr zufrieden. Sterilisiertes Plastik sieht anders aus.
Dann halt Video.

Habe mir auch bereits Rohmaterial der Kamera in S-Log 3 (S-Gamut3 oder S-Gamut3.cine) sowie S-Log 2 runtergeladen. Die Codecs sind endlich brauchbar, aber ansonsten sieht das Bild wie bei jeder anderen Einsteiger- oder Prosumer Sony-Kamera aus.

Die Kamera hat wie jede andere Sony Alpha auch Ghosting/Rumgeschmiere in dunkleren Bildbereichen unter middle-gray (18%) dank der temporalen Filterung sowie Nachschärfungs-Halos und Moire- und Aliasing-Artefakte. Außerdem sind die Farben einfach dünn mit wenig Nuancen, was mich sehr an die FS7 erinnert hat. Wenn es doch Sony sein soll, dann bitte eine FX9 (oder F5, F65 oder Venice), erst damit gibt es ein tolles Bild.

Hier mal ein Vergleich mit der S1H, die praktisch nicht nachschärft in V-Log und bei der sich seit Firmware 2.0 jegliche temporale Filterung immerhin deaktivieren lässt, wodurch der IQ sprunghaft gestiegen ist und jegliche Bewegungsartefakte der Vergangenheit angehören.
f8eKAp5.jpg.ae9be70aa6ce83b7f0bfa967defc8798.jpg
Sony hat diese Probleme hingegen seit der ersten Sony A7s nicht in den Griff bekommen.

Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.




funkytown
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von funkytown » Di 15 Sep, 2020 22:28

Wer nicht alle hier versammelten Funktionen benötigt, findet aktuell eine ganze Reihe von potenten 10 Bit 50p Log-fähigen Vollformat DSLMs für die spürbar weniger tief in den Geldbeutel gegriffen werden muss.
Welche Kamera kann denn noch 10 Bit 4K 50p intern aufzeichnen mit Bildstabilisator?




DeeZiD
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von DeeZiD » Di 15 Sep, 2020 22:31

funkytown hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 22:28
Wer nicht alle hier versammelten Funktionen benötigt, findet aktuell eine ganze Reihe von potenten 10 Bit 50p Log-fähigen Vollformat DSLMs für die spürbar weniger tief in den Geldbeutel gegriffen werden muss.
Welche Kamera kann denn noch 10 Bit 4K 50p intern aufzeichnen mit Bildstabilisator?
Panasonic S5 für 2000 Euro mit natürlicherem Bild sogar - falls das Denoising-Problem wie damals bei der S1H nicht doch ein Comeback feiern sollte. Mir fehlen nur echte 24p sowie 4K DCI und Shutter Angle (kommen mit Update)




funkytown
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von funkytown » Di 15 Sep, 2020 22:50

DeeZiD hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 22:31
funkytown hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 22:28


Welche Kamera kann denn noch 10 Bit 4K 50p intern aufzeichnen mit Bildstabilisator?
Panasonic S5 für 2000 Euro mit natürlicherem Bild sogar - falls das Denoising-Problem wie damals bei der S1H nicht doch ein Comeback feiern sollte. Mir fehlen nur echte 24p sowie 4K DCI und Shutter Angle (kommen mit Update)
Die S5 kann 4K 50p bei 10 Bit ohne Crop? Das kann ja die S1 nicht.




r.p.television
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von r.p.television » Di 15 Sep, 2020 23:19

DeeZiD hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 22:07
r.p.television hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 21:38


Das ist dann aber sehr subjektiv. Gerade mit der EVA1 bin ich nie warm geworden. Momentan sowieso noch sehr schwer zu beurteilen weil man nur die Bilder von Youtubern kennt mit sehr grosser Qualitätsspreizung. Hier werden oft Standard-Profile oder schlecht gegradete Log-Aufnahmen verglichen. Ich hab mir selbst native Files heruntergeladen und bin sehr zufrieden. Sterilisiertes Plastik sieht anders aus.
Dann halt Video.

(....)
Klar hat eine Kamera mit 699 Gramm immer noch messbare Nachteile gegenüber einer 10-Kilo-Kiste die 100Watt verbraucht. Wär auch irgendwie schlimm wenn es anders wäre.
Ich rede hier aber von einer Kamera die "nur" 4200 Euro kostet.
Die 4k120p ohne Sensorcop oder Pixelbining oder Lineskipping kann. Und alles in 10bit 422.
Eine SH1 kann ja nichtmal 4k50p ohne S35-Crop.
Die A7siii ist deswegen eine wunderbare b-Rollkiste wo man schnell aus der Hand in guter Qualität overcranked filmen kann. Und nur eine leichte Infrastruktur braucht ohne eine riesige Set-Hierarchie. Für Talking Heads werde ich mir langfristig vermutlich auch eine FX9 holen, auch wenn ich mir das noch gut überlegen muss. Es gab einige Vergleiche von A7siii und FX9 mit sehr wechselhaften Eindrücken. Mal hatte die A7siii ein "besseres Bild" (was auch immer man unter dem Begriff "Besseres Bild" versehen mag), mal die FX9. Aber die Unterschiede waren sehr gering. Die Kameras liessen sich so gut matchen dass man keine Unterschiede mehr sah. Und da wird die Luft für eine Kamera wie die FX9, die mehr als doppelt soviel kostet einfach dünn.

Bei mir spielt immer mehr die Portabilität eine größere Rolle. Und auch dass man die Kamera mal ner Autorin in die Hand drücken kann und damit brauchbares Material rauskommt. Das kann man mit den Panas und dem Rest vergessen.




Funless
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von Funless » Mi 16 Sep, 2020 00:25

DeeZiD hat geschrieben:
Di 15 Sep, 2020 22:07

Hier mal ein Vergleich mit der S1H, die praktisch nicht nachschärft in V-Log und bei der sich seit Firmware 2.0 jegliche temporale Filterung immerhin deaktivieren lässt, wodurch der IQ sprunghaft gestiegen ist und jegliche Bewegungsartefakte der Vergangenheit angehören.
[zwei Testchart Bilder]

Sony hat diese Probleme hingegen seit der ersten Sony A7s nicht in den Griff bekommen.
Also vielleicht habe ich ja was am Auge oder meine Wahrnehmung scheint entgegen des allgemeinen Forenmainstreams gestört zu sein, aber ich finde, dass das linke Testbild organischer/gefälliger aussieht, während das rechte Testbild für mich eher „elektronischer/Videomäßiger“ aussieht. Und diesen „elektronisch/videomäßigeren“ Bildeindruck hatte ich auch schon bei der GH4 und GH5. Und ich bin bekanntermaßen wahrlich kein Sony Fanboy.
MfG
Funless

Sabine hat geschrieben:Ihr seid hier bei Frauentausch da kommt sowat schon mal vor!




cantsin
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von cantsin » Mi 16 Sep, 2020 00:29

Funless hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 00:25
Also vielleicht habe ich ja was am Auge oder meine Wahrnehmung scheint entgegen des allgemeinen Forenmainstreams gestört zu sein, aber ich finde, dass das linke Testbild organischer/gefälliger aussieht, während das rechte Testbild für mich eher „elektronischer/Videomäßiger“ aussieht.
Naja, achte mal auf die Treppenartefakte bei den Kreisen im Sony-Bild. Oder auf die Halos des rechten Winkels unter dem Graufeld. Da ist eine nichtabschaltbare Nachschärfung aktiv.




Funless
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von Funless » Mi 16 Sep, 2020 00:47

cantsin hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 00:29
Funless hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 00:25
Also vielleicht habe ich ja was am Auge oder meine Wahrnehmung scheint entgegen des allgemeinen Forenmainstreams gestört zu sein, aber ich finde, dass das linke Testbild organischer/gefälliger aussieht, während das rechte Testbild für mich eher „elektronischer/Videomäßiger“ aussieht.
Naja, achte mal auf die Treppenartefakte bei den Kreisen im Sony-Bild. Oder auf die Halos des rechten Winkels unter dem Graufeld. Da ist eine nichtabschaltbare Nachschärfung aktiv.
Ich hab‘s mir jetzt nochmal angeschaut und diesmal auch soweit vergrößert wie‘s beim iPad (mit dem ich hier gerade online bin) geht und ja dann habe ich tatsächlich die winzigen Treppenartefakte oben rechts beim Kreis gesehen (sofern diese gemeint sein sollten). Aber bei aller Liebe wer bittesehr bemerkt denn das in einer Bewegtbildszene?? Bestimmt mögen solche Detailgenauigkeiten in der Fotografie wichtig sein, kann ich nicht beurteilen weil ich kein Fotograf bin. Aber hier geht es um AV Content in denen solche „Bildfehler“ bei normaler Betrachtung eh‘ niemand sieht sofern er nicht Data oder Kal-El heißt und da ist IMHO das linke Bild im Gesamten gefälliger als das rechte.

Ich will hier niemandem seinen persönlichen Qualitätsanspruch klein reden oder bagatellisieren aber ich finde ein Stückweit sollte man die Kirche schon im Dorf lassen.
MfG
Funless

Sabine hat geschrieben:Ihr seid hier bei Frauentausch da kommt sowat schon mal vor!




DeeZiD
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von DeeZiD » Mi 16 Sep, 2020 00:58

Funless hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 00:47

Aber bei aller Liebe wer bittesehr bemerkt denn das in einer Bewegtbildszene??
Bei Bewegung eher weniger, aber bei weiten und eher statischen Aufnahmen oder Close ups um so stärker.
Bei Bewegung sieht man dann eher Ghosting- und Smearing-Artefakte sowie grundsaetzliche Abwesenheit von Details in dunkleren Bildpartien wie hier:
Capture.JPG
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Ganz ehrlich? Das Processing wurde 1 zu 1 von der A73 und A7sII übernommen und ist ebenso schlecht - immerhin sind die Codecs nun auf 2017er DSLM-Niveau.

Natürlich ist die Kamera fuer Youtuber mit eher geringeren Ansprüchen durchaus geeignet, aber für Filmemacher dann doch eher weniger. Dann lieber eher zur Pocket 6K, S1H, FX9, EVA-1, Komodo etc. greifen.

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Funless
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von Funless » Mi 16 Sep, 2020 01:11

Das ist wirklich nicht als Angriff gemeint, aber diese Beispiele sind für mich pures Pixelporn und IMHO keine relevanten Parameter für ein „gutes“ oder „schlechtes“ Bild.

Ich find‘s auch vollkommen okay wenn die Bildqualität der A7sIII deinen persönlichen Anforderungen nicht entspricht aber diese Anforderungen müssen nicht automatisch für jedermann gelten.

Und diese Aussage ....
DeeZiD hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 00:58
Natürlich ist die Kamera fuer Youtuber mit eher geringeren Ansprüchen durchaus geeignet, aber für Filmemacher dann doch eher weniger. Dann lieber eher zur Pocket 6K, S1H, FX9, EVA-1, Komodo etc. greifen.
... finde ich allerdings doch eher unangebracht denn es gibt genügend Beispiele, dass man auch erfolgreiche/gute Filme mit „minderwertigen“ Kameras machen kann wie auch bereits unlängst vom beim Sundance Film Festival postuliert:
Y.M.CINEMA MAGAZINE hat geschrieben: Sundance: “Cameras are not crucial factors.”
MfG
Funless

Sabine hat geschrieben:Ihr seid hier bei Frauentausch da kommt sowat schon mal vor!




DeeZiD
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von DeeZiD » Mi 16 Sep, 2020 01:26

Funless hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 01:11
Ich find‘s auch vollkommen okay wenn die Bildqualität der A7sIII deinen persönlichen Anforderungen nicht entspricht aber diese Anforderungen müssen nicht automatisch für jedermann gelten.
Sage ich doch.
Bin halt eher der Typ, der möchte, dass sich seine eigentliche Produktions-Kamera nicht auf die selben Technologien zurückgreift, die Handy-Kameras bereits einsetzen und dementsprechend mit den gleichen Problemen zutun haben. ;)

Temporale Filterung und Nachschärfung haben auf professionellen Kameras nichts zu suchen. Hersteller wie Blackmagic, RED, ARRI und Canon verzichten vollständig darauf. Panasonic versucht es immer wieder mal und landet dabei jedes mal auf die Fresse, korrigiert allerdings bisher immer. Hersteller wie Sony, Z-Cam und Fuji hingegen lernen es einfach nicht.

Naja, immerhin hat Sony die FX9, F-Reihe und Venice im Angebot, die ein Wahnsinns-Bild ohne jegliche Probleme haben.




r.p.television
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Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von r.p.television » Mi 16 Sep, 2020 01:29

DeeZiD hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 00:58

Ganz ehrlich? Das Processing wurde 1 zu 1 von der A73 und A7sII übernommen und ist ebenso schlecht - immerhin sind die Codecs nun auf 2017er DSLM-Niveau.
Ich hatte bzw habe beide Kameras.
Die A7sii war wirklich schlecht. Sowohl was die ColorScience betraf aber auch die von Dir beschriebenen Mängel wie glattgebügelte Tiefen etc. Gesichter wirkten wächsern oder hatten die Farbe von rohem Putenfleisch.
Die A7iii, so wenig sie für Video optimiert sein mag, hat aber ein um Welten besseres Videobild. Farben, Zeichnung der Schatten etc . Alleine wegen des Downsamplings von 24,2MP nach UHD fand hier ein völlig anderes Processing statt als bei der A7sii.
Von daher kann Dein Urteil schon mal nicht zutreffen, weil die von Dir angesprochenen DSLMs ein grundverschiedenes Bild geliefert haben.
Das was ich von der A7siii im NLE hatte und rudimentär unter Lumetri gegradet habe war deutlich besser als eine A7iii und erst recht der Footage aus einer A7sii. Und nicht nur wegen der 10bit. Auch überraschend detailreich trotz der fast nativen Sensor-Auslesung.
Ja, Noise-Reduction kann man nicht völlig abschalten (ich behaupte aber dass man das bei keiner Kamera völlig kann). Und zur Not kann man auch extern abgreifen, denn dann wird tatsächlich die Noise-Reduktion in Teilen umgangen.

Der einzige Youtube-Tester, der nicht nur unboxed und Copy&Paste-Sprechblasen von sich gibt - Gerald Undone - selbst Nutzer professioneller Kameras - hat die A7siii als "technical Masterpiece" bezeichnet und sich selbst 2 Modelle bestellt. Muss nicht zwangsweise etwas heissen, fand ich aber interessant.

Und es gibt eben verschiedene Filmemacher. Wenn man im Cateringzelt Rostbratwürste mit Kartoffelsalat gereicht kriegt mag man sich Gedanken machen über FX9, Alexa65 oder Red Monstro. Wenn man unterwegs Dokfilm macht ist eine A7siii für manchen die beste Wahl. Vielleicht auch eine SH1 etc, aber nicht wenn man wie ich uncropped 4k50p braucht.




pillepalle
Beiträge: 2772

Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von pillepalle » Mi 16 Sep, 2020 01:39

r.p.television hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 01:29
Ja, Noise-Reduction kann man nicht völlig abschalten (ich behaupte aber dass man das bei keiner Kamera völlig kann). Und zur Not kann man auch extern abgreifen, denn dann wird tatsächlich die Noise-Reduktion in Teilen umgangen.
Eben. Wenn man extern Raw aufnimmt umgeht man die NR sogar komplett. Damit kann man das eigentlich bei recht vielen Kameras, wenn es einem darauf wirklich ankommt. Wer mit den Artefakten leben kann, der filmt eben mit den internen Codecs.

VG
Eigene Gedanken müsste man haben...




DeeZiD
Beiträge: 622

Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von DeeZiD » Mi 16 Sep, 2020 02:06

r.p.television hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 01:29
Ich hatte bzw habe beide Kameras.
Die A7sii war wirklich schlecht. Sowohl was die ColorScience betraf aber auch die von Dir beschriebenen Mängel wie glattgebügelte Tiefen etc. Gesichter wirkten wächsern oder hatten die Farbe von rohem Putenfleisch.


Der Wachseffekt ist immer noch da und sichtbar im Rohmaterial der Kamera nach Rec709-Konvertierung. Die Farben sind zwar nun korrekt aber es mangelt an Tiefe welche sich auch nicht mit einer Hue/Hue-Kurve dehnen lässt.

Hoffentlich ist dies nur dem starkem Chroma-Denoising geschuldet und kann somit möglicherweise extern umgangen werden. Aber es tun sich bereits Gerüchte auf, dass dies bereits beim CFA passieren soll, welcher bei der A7sIII Sensitivität vor Tonalität bevorzugt.
r.p.television hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 01:29
Die A7iii, so wenig sie für Video optimiert sein mag, hat aber ein um Welten besseres Videobild. Farben, Zeichnung der Schatten etc . Alleine wegen des Downsamplings von 24,2MP nach UHD fand hier ein völlig anderes Processing statt als bei der A7sii.

Die A73 hatte die krassesten Ghosting und Smearing-Artefakte, die ich jemals bei einer semi-professionellen Kamera bewundern durfte. Das Ganze sah aus wie Paintbrush. Dann kam die S1 mit noch stärker ausgeprägten Artefakten, aber das Problem wurde einige Monate später behoben. Immerhin hat die A73 einen OLPF wodurch Aliasing oder gar Moire verhindert wurden.
r.p.television hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 01:29
Von daher kann Dein Urteil schon mal nicht zutreffen, weil die von Dir angesprochenen DSLMs ein grundverschiedenes Bild geliefert haben.
Das was ich von der A7siii im NLE hatte und rudimentär unter Lumetri gegradet habe war deutlich besser als eine A7iii und erst recht der Footage aus einer A7sii. Und nicht nur wegen der 10bit.


Hauptsächlich wegen der 10 bit und dem 12 Bit ADC, wodurch der Noisefloor deutlich nach unten gedrückt wird. Der 8 bit Sony codec auf der A73 und A7sII war einfach völlig ungeeignet selbst für simple Rec709-Konvertierungen.
r.p.television hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 01:29
Ja, Noise-Reduction kann man nicht völlig abschalten (ich behaupte aber dass man das bei keiner Kamera völlig kann). Und zur Not kann man auch extern abgreifen, denn dann wird tatsächlich die Noise-Reduktion in Teilen umgangen.



Kameras wie die FX9 oder EVA-1/Varicam usw. erlauben die vollständige Deaktivierung interner Noise-Reduktion. Bei einer S1H (ab Firmware 2.0 mit NR -1) oder Pocket 6K leider nicht so ganz, aber zumindest wird bei jenen nur ein sogenanntes Spatial-Filtering durchgeführt, welches prinzipiell keinerlei Bewegungsartefakte hervorrufen kann. Externes ProRes RAW sieht bei der S1H allerdings nochmal deutlich besser aus und schlägt damit dann auch die Pocket 6K. Die A7sIII wird auch ProRes RAW unterstuetzen wodurch sämtliches internes Processing umgangen wird. Bin halt gespannt, ob sich die Farbsituation verbessern wird.

RED oder ARRI-Kameras kommen gar ohne jegliche "Bildverbesserer" aus. Bei Sony Alpha-Kameras und der Fuji X-T3/T4 hast du leider recht.
r.p.television hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 01:29
Der einzige Youtube-Tester, der nicht nur unboxed und Copy&Paste-Sprechblasen von sich gibt - Gerald Undone - selbst Nutzer professioneller Kameras - hat die A7siii als "technical Masterpiece" bezeichnet und sich selbst 2 Modelle bestellt. Muss nicht zwangsweise etwas heissen, fand ich aber interessant.


Ihn interessiert es leider nicht, hat aber auch andere Einsatzzwecke.
r.p.television hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 01:29
Wenn man unterwegs Dokfilm macht ist eine A7siii für manchen die beste Wahl. Vielleicht auch eine SH1 etc, aber nicht wenn man wie ich uncropped 4k50p braucht.
Würde dann eher weitwinkligere Objektive benutzen statt mich über die Bildfehler und Videolook (zumindest intern) zu ärgern.




r.p.television
Beiträge: 3080

Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von r.p.television » Mi 16 Sep, 2020 02:48

DeeZiD hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 02:06

Würde dann eher weitwinkligere Objektive benutzen statt mich über die Bildfehler und Videolook (zumindest intern) zu ärgern.
Ersetze mal ein Sigma 14mm f1.8 für Fullframe ohne Sensorcrop mit einem Objektiv welches für S35-Crop den gleichen Bildwinkel liefert bei gleichwertiger Blendenöffnung und Du wirst mein Problem mit den nicht vorhandenen Alternativen erkennen. Daher waren die Panasonic-Fullframes leider nie eine Option für mich. Ich brauch einfach viel DR, viel unverzerrtes Weitwinkel und viel Lowlight. Und nein, ich kann da wo ich bin nicht leuchten. Oder zumindest nicht so dass es die Umgebung massgeblich um mehrere Blendenstufen heller macht.




Axel
Beiträge: 13288

Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von Axel » Mi 16 Sep, 2020 06:52

DeeZiD hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 00:58
Bei Bewegung sieht man dann eher Ghosting- und Smearing-Artefakte sowie grundsaetzliche Abwesenheit von Details in dunkleren Bildpartien wie hier:
Capture.JPG1332673065_NowISeePart2VimeoversionFINALh265.mp4_snapshot_01.25_2020_07.28_21_33_26.jpg.a74c589c1eae09d142f6fdb3d3accfc8.jpg


Ganz ehrlich? Das Processing wurde 1 zu 1 von der A73 und A7sII übernommen und ist ebenso schlecht - immerhin sind die Codecs nun auf 2017er DSLM-Niveau.
Ich weiß tatsächlich, was du meinst, aber im Falle des Now I See - Bildes mit den fehlenden Schattendetails ist ein Screenshot einer von Vimeo runtergeladenen HEVC-Version erstens kaum aussagekräftig. Außerdem ist das "Processing" von Bloom selbst. Er beschreibt, wie du sagst, das nicht abschaltbare Denoising. Dass er aus diesem Grunde in PRAW gefilmt hat, um es zu umgehen. Dass das Footage dann so verrauscht war, dass er Neat darauf anwenden musste. Dass es anschließend so glatt war, dass er Filmkorn drüberlegen musste. Wenn man sich im Vergleich Brandon Lis "Crossroads"-Mondlichtszene ansieht, dann hat der begriffen, dass es auch ästhetische Grenzen gibt.

Es ist auch insofern ein Äpfel-Birnen-Vergleich, als hier als Fill lediglich das Bouncing von Restlicht über Wolken vorhanden war, und da ist es schon mit bloßem Auge Essig, geschweige denn mit einer der hier von dir als Alternativen genannten Kameras.

Wenn ich sage, ich weiß tatsächlich, was du meinst, dann ist es dies: aktiviere auf Youtube die Suche nach "BMPCC Lowlight", und praktisch jeder Clip sieht edler, filmischer, detaillierter, organischer aus. Das liegt daran, dass erstens das großartige Kameras sind (Mehrzahl, da es 4k und 6k gibt). Und zweitens daran, dass die Filmer hier die Kirche im Dorf gelassen haben. Nachtszenen sind verdammt dunkel, und alles andere würde sagen, aha, Video. Das ist die Crux mit dem Alleinstellungsmerkmal, der größten Stärke, jeder Kamera. Es einsetzen zu müssen, im Extrem, parodiert das Merkmal und zeigt sich als Schwäche.

Wenn man sich nicht auf Lowlight fixiert, sondern auf Existing Light (altes Super 8 Buzzword), dann wird man sehr oft mit weniger starkem Licht als Beleuchtung auskommen und/oder fähig sein, mehr Schärfentiefe zu verwenden.
DeeZiD hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 00:58
Natürlich ist die Kamera fuer Youtuber mit eher geringeren Ansprüchen durchaus geeignet, aber für Filmemacher dann doch eher weniger. Dann lieber eher zur Pocket 6K, S1H, FX9, EVA-1, Komodo etc. greifen.
Der Begriff Filmemacher wird hier extrem schwammig verwendet. Was bedeutet er? Hersteller von Filmen ausschließlich für Kino? Für Netflix? Gralsucher nach dem Filmlook, dem slashCAM-notorischen Unobtanium? Also den Leuten, die trotz Heulen und Zähneklappern über Preisunterschiede innerhalb vierstelliger Bereiche "eher höhere Ansprüche" (dich paraphrasierend) haben? Leute, die Geschichten erzählen wollen (die freilich nicht nach sterilisiertem Plastik, sondern lieber nach Edelschimmel duften sollen)?

Denn es ist doch klar, dass die ersten beiden Kategorien gar nicht mit der hier anvisierten Geräteklasse kompatibel sind. 4200 € hin oder her, das ist nicht mehr Low-Budget, das ist im Vergleich No-Budget. Oder, wie Bloom süffisant auf die großkotzige Frage antwortete, ob die A7SIII eine gute B-Cam (=minderwertige Crashcam) für die FX9 sein könnte: "Nein, eine gute B-Cam für die FX9 ist eine zweite FX-9 ..."
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




cantsin
Beiträge: 7942

Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von cantsin » Mi 16 Sep, 2020 10:43

DeeZiD hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 01:26
Temporale Filterung und Nachschärfung haben auf professionellen Kameras nichts zu suchen. Hersteller wie Blackmagic, RED, ARRI und Canon verzichten vollständig darauf.
Leider nicht ganz. Temporale Filterung ist Teil von Blackmagics BRAW (und ist auch ProRes-Aufnahme mit BMs Kameras aktiv). AFAIK ist es aber sowieso unmöglich, auf platzsparenden Codecs aufzunehmen, ohne nicht irgendeine Art der Rauschfilterung anzuwenden, weil das Bildrauschen sonst den Codec aus der Bahn werfen (bzw. die Bitraten deutlich erhöhen) würde.




jonpais
Beiträge: 24

Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von jonpais » Mi 16 Sep, 2020 11:30

It was Gerald Undone who ‘discovered’ that the a7s III image suddenly became much cleaner when jumping from ISO 12800 to 16000 in S-log. Sony informed Philip Bloom that the point at which the image becomes less noisy in the production model is different from that of the pre-production unit, so naturally, he just had to verify it. Supposedly it’s not dual ISO, but whatever it is, when the ISO is increased beyond four stops from the base ISO of any of the picture profiles (or even Standard) on the a7s III, the image cleans up dramatically. The base ISO for S-log is 640 and S-log2 and S-log3 now get cleaner 1/3 stop sooner, or at ISO 12800. Cine2, whose base ISO is 50, is much cleaner at ISO 1000 than at ISO 800. HLG, with a base ISO of 100, switches at ISO 2000. It’d be nice if the camera could automatically choose the cleanest ISO when shooting in existing light situations, but changing ISO is a simple affair and remembering the base ISOs isn’t too difficult.
https://daejeonchronicles.com/2020/09/1 ... -dual-iso/




roki100
Beiträge: 4744

Re: Sony A7S III im Praxistest: Ergonomie, Bedienung, AF-System, Fazit … Teil 2

Beitrag von roki100 » Mi 16 Sep, 2020 12:34

cantsin hat geschrieben:
Mi 16 Sep, 2020 10:43
Leider nicht ganz. Temporale Filterung ist Teil von Blackmagics BRAW (und ist auch ProRes-Aufnahme mit BMs Kameras aktiv).
Warum ist dann ProRes (z.B bei BMPCC4K) schärfer als BRAW? Bei der alten BMD Kamera sehe ich kein NR, höchstens (wie im RAW) Sharpness auf 0...




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