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Lage in Tschernobyl



Für den unwahrscheinlichen Fall, daß sich jemand für Dinge außerhalb des Video-Universums interessieren sollte :-)
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r.p.television
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Lage in Tschernobyl

Beitrag von r.p.television » Sa 11 Apr, 2020 23:09

Aufgrund meiner mehrachen Reisen in die Exclusion Zone stehe ich in gutem Kontakt mit Leuten die dort arbeiten.
Von daher konnte ich es heute nicht fassen dass weder in der Tagesschau noch in anderen Medien die gefährlichen Waldbrände dort mit einem einzigen Wort aktuell kommentiert wurden.

Es besteht die große Gefahr dass der Restbestand des roten Waldes Feuer fängt. Das Feuer kam in den letzten 9 Tagen dem Bereich bei Kopatchi mehrfach sehr nahe. Teile davon sind schon abgebrannt.
Hier werden hochtoxische Isotope freigesetzt, die man besser nicht in der Atmosphäre wissen will, wo der Wind sie weiss Gott wo hinträgt.
Aber scheinbar interessiert es keinen. Da wird lieber für etliche Milliarden ein monströser, plakativer "Wir haben jetzt ein gutes Gewissen"-Sarkophag hingestellt, der verhindern soll dass aus dem alten Sarkophag Radionuklide in Form von Staub etc. austreten. Und nun werden eventuell mehr Isotope in die Luft gesetzt als je aus diesem alten Betonklotz ausgetreten werden. Facepalm deluxe.

Mich würde interessieren wer überhaupt von der aktuellen Situation in Kenntnis ist?

Es gab einige Berichte am 6.April. Aber seitdem nichts mehr.

Gestern hat es bis in das Ortszentrum von Tschernobyl Stadt gebrannt. Etliche Hektar brennen immer noch unkontrolliert. Das Feuer wird mit Trucks aus den 50ern und ein paar kleinen Löschflugzeugen bekämpft. Dabei könnte man Hilfe senden.
Zuletzt geändert von r.p.television am Di 14 Apr, 2020 01:06, insgesamt 2-mal geändert.




srone
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von srone » Sa 11 Apr, 2020 23:16

in diesen zeiten, wenn nicht mal einem holiday-dampfer die idee gewährt wird, die flüchtlinge von den griechischen inseln zu retten? ich bin bei dir, was du erzählst, aber die realität überholt es.

lg

srone
"x-log is the new raw"




Bluboy
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von Bluboy » Sa 11 Apr, 2020 23:20

In der Umgebung des Reaktors brechen regelmäßig Wald- und Buschbrände aus. 2015 hatte ein solches Feuer vier Tage lang gewütet.




Sammy D
Beiträge: 1773

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von Sammy D » Sa 11 Apr, 2020 23:22

r.p.television hat geschrieben:
Sa 11 Apr, 2020 23:09
...

Mich würde interessieren wer überhaupt von der aktuellen Situation in Kenntnis ist?
...
Es gab einige Berichte am 6.April. Aber seitdem nichts mehr.

...
Also mir ist es bekannt. In der Süddeutschen und der NZZ - die ich u.a. lese - stand gestern auch was drin.




dienstag_01
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von dienstag_01 » Sa 11 Apr, 2020 23:31

Das heute Journal heute Abend hatte auch einen Bericht.

Das heißt übrigens Sarkophag.




rush
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von rush » Sa 11 Apr, 2020 23:57

Es lief dazu bereits vor einigen Tagen was im TV, glaube es war auf ZDF oder Arte wo ich es gesehen hatte.

Auch im Printbereich habe ich es gelesen - bin aber auch an Themen zu Osteuropa interessiert.

Es ist doch aber wie immer... Nur wer selbst bereit ist sich etwas breiter zu informieren und mehrere Quellen konsumiert hat die Chance sich ein halbwegs vielfältiges Bild der aktuellen Situation um uns herum zu machen.

Die 15min Tagesschau nun als "da muss alles drin sein" Format zu sehen empfinde ich per se als etwas schwierig...
Aber ich bin im Ansatz bei dir und denke eine kurze Meldung - zumindest in den Tagesthemen hätte stattfinden können (falls nicht geschehen).
keep ya head up




r.p.television
Beiträge: 3096

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von r.p.television » So 12 Apr, 2020 01:53

Bluboy hat geschrieben:
Sa 11 Apr, 2020 23:20
In der Umgebung des Reaktors brechen regelmäßig Wald- und Buschbrände aus. 2015 hatte ein solches Feuer vier Tage lang gewütet.
Ja, so gut wie jedes Jahr gibt es Wald- und Buschbrände dort. Deswegen gibt es mittlerweile auch einigermassen moderne Überwachnungstechniken neben den Aussichtstürmen. Aber dieses Jahr ist es bedeutend schlimmer, weil mehrere Brandherde in kurzer Zeit entstanden sind. Und es durch den sehr milden und trockenen Winter extrem trocken im Unterholz ist. Teilweise sind sogar die Brandschneisen übersprungen worden weil sogar die Erde brennt.
Und niemals kamen die Feuer dem großen Gebiet nördlich von Kopatchi so nah wie in diesem Jahr bzw wurden sogar teilweise von den Flammen überrollt. Dort ist der größte Restbestand des roten Waldes. Wenn dieser anfängt zu brennen werden hochtoxische Radionuklide vom Rauch in die oberen Luftschichten getragen und dort vom Wind weggetragen.

Was bisher in der Presse zu lesen und zu sehen war, war in aller Regel sehr oberflächlich. Teilweise sehr simples Copy&Paste und ein Abkopieren der behördlichen Stellungnahmen. Ohne dass proaktiv hinterfragt wird.
Es wird sich zufrieden gegeben mit der Aussage, dass die Strahlenwerte in Mikrosievert um die Zone kaum angestiegen sind, dabei weiss dass man bereits mit ein wenig Grundkenntis dass nicht die gemessene Strahlendosis gefährlich ist, sondern die sehr regionale Belastung durch die Radionuklide mit den verschiedensten Isotopen.
dienstag_01 hat geschrieben:
Sa 11 Apr, 2020 23:31
Das heute Journal heute Abend hatte auch einen Bericht.

Das heißt übrigens Sarkophag.
Dann hab ich mit der Tagesschau aufs falsche Pferd gesetzt. Dort wurde es mit keinem Wort erwähnt.
Sarkophag. Ok. Hab das intuitiv mit Sarg in Verbindung gebracht.


Sowas kriegt man übrigens nur zu sehen wenn man sich bei der örtlichen Feuerwehr auf die Facebookseite begibt: https://www.facebook.com/Chernigov.Offi ... 763008775/
Fast schon lustig mit der Tonspur, aber wenn man die Oldtimertrucks sieht mit denen die unterwegs sind vergeht einem das Lachen.

https://scontent.fmuc2-1.fna.fbcdn.net/ ... e=5EB84335

Das sind Bilder von gestern Abend aus Tschernobyl Stadt, wo der Hafen lichterloh brannte: Bild




ruessel
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von ruessel » So 12 Apr, 2020 09:12

Deutsche Messstellen für Radioaktivität, Echtzeitmessung:

https://odlinfo.bfs.de/DE/aktuelles/mes ... liste.html

Bei mir in 2 Km Entfernung gerade: Aktueller Messwert: 0,076 µSv/h, das ist gar nix und stammt noch teilweise aus den überirdischen Kernwaffentest aus den 50/60er Jahren, davor ca. 0,03 µSv/h natürlicher Strahlung. Eine Computertomographie des Bauchraumes führt zu einmaligen Expositionsdosen von 10000–25000 µSv.
Wie das Team berichtet, gelangten durch die Brände insgesamt etwa 3,8 Gramm Plutonium-239 und -240 sowie 3,3 Gramm Cäsium-137 in die Luft, dazu kleine Mengen anderer Radionuklide. Die radioaktiven Elemente verbreiteten sich über große Bereiche Osteuropas, das bei den Feuern freigesetzte Cäsium ließ sich sogar in Norddeutschland nachweisen.
https://www.spektrum.de/news/wie-gefaeh ... ket-newtab


Hier wird vielleicht von den (soz.) Medien ein neues Fass aufgemacht, ist denn Corona schon durch?
Gruss vom Ruessel

Ohrenschmaus: www.ohrwurmaudio.eu




7River
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von 7River » So 12 Apr, 2020 12:00

War es denn nicht wichtig, dass die neue Schutzhülle über den alten Beton-Sarkophag gebaut wurde? Vor einiger Zeit lief im TV doch eine spezielle Dokumentation. Da wurde gesagt, dass die neue Hülle die nächsten 100 Jahre halten wird, wenn mich nicht alles täuscht.

Das mit den Waldbränden ist schon sehr schlimm. Da spielt der Klimawandel aber auch eine Rolle.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“




handiro
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von handiro » So 12 Apr, 2020 12:57

Mittlerweile ist es wohl überall angekommen, das Thema. Ja Chernobyl und Fukushima werden uns noch viele Generationen lang beschäftigen. Tolle Sache diese Atom"kraft".
Good-Cheap-Fast....Pick Any 2




Bluboy
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von Bluboy » So 12 Apr, 2020 14:34

Ohne Atomkraft gibts kein Netflix & Co
Man kann sich also entscheiden




Jörg
Beiträge: 8387

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von Jörg » So 12 Apr, 2020 14:39

Man kann sich also entscheiden
ach ja?,
hab mich gegen Netflix & Co entschieden; kein AKW ist dicht gemacht worden...




Bluboy
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von Bluboy » So 12 Apr, 2020 14:47

Jörg
Dann hat Du nicht das richtige Co gewählt, oder produzierst gar selber fürs Internet.




Jörg
Beiträge: 8387

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von Jörg » So 12 Apr, 2020 15:02

solche Dinge werden vom Kapital gesteuert, da hat der Nutzer nix zu sagen.
Erst wenn die Kohle nicht mehr rollt, verschwinden solche unnützen Gebilde wieder, um sofort einem neuen Schwein Platz zu machen, was durch die Länder getrieben wird.
Business as usual, die AKWs bleiben, egal, wie wir uns entscheiden.
Wenn jetzt schon die Windkraft bekämpft wird...




r.p.television
Beiträge: 3096

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von r.p.television » So 12 Apr, 2020 15:04

ruessel hat geschrieben:
So 12 Apr, 2020 09:12
Deutsche Messstellen für Radioaktivität, Echtzeitmessung:

https://odlinfo.bfs.de/DE/aktuelles/mes ... liste.html

Bei mir in 2 Km Entfernung gerade: Aktueller Messwert: 0,076 µSv/h, das ist gar nix und stammt noch teilweise aus den überirdischen Kernwaffentest aus den 50/60er Jahren, davor ca. 0,03 µSv/h natürlicher Strahlung. Eine Computertomographie des Bauchraumes führt zu einmaligen Expositionsdosen von 10000–25000 µSv.
Wie das Team berichtet, gelangten durch die Brände insgesamt etwa 3,8 Gramm Plutonium-239 und -240 sowie 3,3 Gramm Cäsium-137 in die Luft, dazu kleine Mengen anderer Radionuklide. Die radioaktiven Elemente verbreiteten sich über große Bereiche Osteuropas, das bei den Feuern freigesetzte Cäsium ließ sich sogar in Norddeutschland nachweisen.
https://www.spektrum.de/news/wie-gefaeh ... ket-newtab


Hier wird vielleicht von den (soz.) Medien ein neues Fass aufgemacht, ist denn Corona schon durch?

Das Problem hier ist nicht die Erhöhung der allgemeinen "Hintergrundstrahlung".
Selbst in der Sperrzone wird es keinen signifikanten Anstieg der allgemeinen Strahlung geben. Ich habe dort in einer Woche auch nur eine Strahlendosis von 0,18 Mikrosievert aufgenommen. Das wird in den kommenden Wochen nicht anders sein.
Entscheidend ist nur dass da ein russisches Roulette in die Luft gepustet wird. Wer kassiert das eine Radionuklid in einem Kopfsalat, in einem Radieschen etc.? Oder wer hat Pech und atmet es direkt ein? Diese Radionuklide erhöhen nicht den Strahlenwert, sind aber punktuell tödlich.
Ich vergleiche das gerne mit dem Besuch des Kellers im Krankenhaus 126 in Prypjat. Die Keller wurden allgemein meist nicht dekontaminiert (abgewaschen und teils mit Folien verhüllt). Teils ist das kontaminierte Spülgut in die Keller gelaufen und nach Durchtrocknung ist dieser Staub das gefährlichste Problem in der Sperrzone. Im Keller des Krankenhaus 126 ist als Besonderheit die komplette Kleidung der Feuerwehrmänner endgelagert, die in der Nacht der Reaktorhavarie teils körperlichen Kontakt mit der herausgeschleuderten Reaktormoderation hatten. Also dem Graphit. Da liegen Stiefel deren Sohlen heute noch mit 1200 Mikrosievert strahlen. Aber selbst dieser Wert ist jetzt nicht so superwild und nicht das eigentlich gefährliche am Besuch des Kellers. 1200 Mikrosievert kann man durchaus auch ohne Schutzkleidung für mehrer Minuten schadlos überstehen. Aber wenn man ein winziges Radionuklid als Schwebeteilchen einatmet, welches dort herumfliegt, dann kann es das gewesen sein.
Beachtlich fand ich die Studien einer deutschen Forscherin die mehrmals in diesem Keller war und anderen Hotspots in der Zone. Sie hat danach immer die Filter ihrer Atemmasken gescannt und einmal mehrere, tödliche Radionuklide in den Filtern gefunden. Selbst der Kontakt mit dem Augapfel könnte schlimm enden, weil einige zwar mit Atemmaske, aber ungeschützten Augen in den Keller gingen.
Und diese Radionuklide gelangen nun gebunden im Rauch des Feuers wieder in hohe Lufthöhen, wo sie per Zufallsprinzip irgendwo landen. Vermutlich nicht mehr bei uns in Deutschland, aber auch in Belarus und in der Ukraine leben Menschen die ein Recht darauf haben irgendwann wieder ohne Strahlenschäden zu leben.
7River hat geschrieben:
So 12 Apr, 2020 12:00
War es denn nicht wichtig, dass die neue Schutzhülle über den alten Beton-Sarkophag gebaut wurde? Vor einiger Zeit lief im TV doch eine spezielle Dokumentation. Da wurde gesagt, dass die neue Hülle die nächsten 100 Jahre halten wird, wenn mich nicht alles täuscht.
Es war insofern schon wichtig, dass hier nachhaltig nachgebessert wurde. Aber dieser riesige SarKophag der nun auf Kevlarplatten über den Reaktor 4 geschoben wurde ist irrwitzig. Ich weiss gar nicht wieviel Milliarden das nun final gekostet hat, aber hier haben sich unterm Strich einfach sehr viele Firmen "gesundgestossen". Legitimiert durch faule Gutachten.
Es hätte wohl gereicht wenn man den alten Sarkophag sehr sehr langsam komplett mit Beton gefüllt hätte. Dann wäre der Beton Schicht für Schicht gehärtet und hätte den alten Sarkophag nicht als Lebendschalung gesprengt. Das hätte nur einen Bruchteil gekostet und wäre vermutlich sogar effizienter gewesen. Zumindest haben das zahlreiche Experten geäussert.
Dass der alte Sarkophag kurz vorm Einstürzen war halte ich für eine Schutzbehauptung, um den Monstersarkophag zu rechtfertigen. Der alte Sarkophag war nie dicht. Da hats partiell reingeregnet, es kam Tageslicht rein und es sind sogar Vögel drin rumgeflogen. Von daher war nie eine völlige Isolation gewährleistet. Das hätte man aber mit anderen Mitteln erreichen können.

Die Ausgaben des Monstersarkophags erscheinen nun umso lächerlicher. Man wollte mit diesem Sarkophag verhindern, dass Radionuklide ins Freie gelangen. Nun brennt eventuell der rote Wald ab mit dem selben Resultat und plötzlich interessiert es keinen. Dabei würde der Einsatz von entsandten Löschflugzeugen bedeutend weniger kosten als die Millarden für dieses Monstrum.
Zuletzt geändert von r.p.television am So 12 Apr, 2020 15:32, insgesamt 2-mal geändert.




ruessel
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von ruessel » So 12 Apr, 2020 15:04

In jeden Apfel steckt Atomkraft...... äh, Kernkraft.
Gruss vom Ruessel

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r.p.television
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von r.p.television » Mo 13 Apr, 2020 15:25

Dank dem geringen Medienecho nach wie vor keine internationale Hilfe.

Und nun brennt auch endlich der rote Wald:




Ich bin an der Stelle circa 20mal vorbeigefahren. Dort hat der Geigerzähler bis zu 20 Mikrosievert ausgeschlagen obwohl die Straße ca 50 Meter vom Wald entfernt ist. Im Wald gibt es Stellen mit bis zu 150 Mikrosievert wegen der eingeschlossenen Radionukliden.

Das wäre mit moderner Technik und Hilfe vermeidbar gewesen.

Herzlichen Glückwunsch. Über die Folgen kann noch keiner was sagen. Aktuell zieht der Wind Richtung Moskau. Vielleicht erbarmen die sich was zu tun. Rein realistisch regnen die Radionuklide aber vorher noch in der Ukraine über Bauernland herab. Von daher wird es wohl auch jetzt keinen kümmern.

Man sollte analog zu Australien keine zitternden Koalabären vor die Kameras zerren, sondern vielleicht ein paar Wildpferdefohlen oder Elchbabies? Eventuell erreicht man die Leute auf diese Weise.




DWUA y
Beiträge: 135

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von DWUA y » Mo 13 Apr, 2020 16:36

r.p.television hat geschrieben:
Mo 13 Apr, 2020 15:25
Dank dem geringen Medienecho...
Danke, r.p.!

Aber:
Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das "Gute" ist so nah? (nach Goethe)

https://cattenomnonmerciorg.wordpress.c ... ungen-2018

>>> Infos und
>>> Störfälle (runterscrollen bis 2002)

Spricht für sich.




r.p.television
Beiträge: 3096

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von r.p.television » Mo 13 Apr, 2020 17:02

DWUA y hat geschrieben:
Mo 13 Apr, 2020 16:36
r.p.television hat geschrieben:
Mo 13 Apr, 2020 15:25
Dank dem geringen Medienecho...
Danke, r.p.!

Aber:
Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das "Gute" ist so nah? (nach Goethe)

https://cattenomnonmerciorg.wordpress.c ... ungen-2018

>>> Infos und
>>> Störfälle (runterscrollen bis 2002)

Spricht für sich.
Der Link ist ne Sackgasse.

Aber:
Diese Störfälle kenne ich alle, weil ich mich wegen meiner Arbeit in der Exclusion Zone allgemein sehr umfassend mit Störfällen seit den frühen 50er Jahren befasst habe. Dadurch wird man fast zwangsweise zum Atomkraftgegner. Auch wenn es schwer ist Alternativen beim heutigen Stromverbrauch zu finden. Erst recht wenn nun auf E-Mobilität gesetzt wird.

Grundsätzlich gibt es vier Gruppen von Menschen:

1) Leute die keine Ahnung von Atomkraft haben und denken es ist saubere, billige Energie aus der Steckdose. Und mit Vogelstrausstaktik hoffen alles geht gut.
2) Leute die durch vergangene Störfälle sensibilisiert sind, sich selbst informieren und in Folge dessen zum Gegner werden
3) Wissenschaftler, die sehr fundiertes Wissen haben und deswegen Atomkraftgegner sind
4) Wissenschaftler, die Geld mit Atomtechnik verdienen und nur deswegen die Füsse still halten.

In den 50er wurde in der Bundesrepublik der Grundstein für die Atomenerige-Wirtschaft gelegt. Es wurde im Bundestag einstimmig ins Leben gerufen, mit einer Gegenstimme. Der war der einzige Physiker. Der Rest wollte diese neue Technik, weil man damit auch das geliebte Uranium 235 als "Nebenprodukt" erhält. Eingesetzt bis heute in Atomsprengköpfen.

Ich rate dazu sich mal grundsätzlich zu informieren bezüglich dem Stichwort "Endlagerung" und wer für diese Endlagerung zahlt. Nicht die Energieriesen, sondern der Steuerzahler direkt. Nur deshalb ist in der Bilanz der Atomstrom "Billig". Rechnet man die Kosten für 25.000 Jahre Endlagerung dazu ist Atomkraft mit Abstand die teuerste Energie-Gewinnungsform überhaupt. Aber weil der Mensch ein dummes Herdentier ist funktioniert das sehr gut.

Hier ein paar Listen mit internationalen Störfällen, danach sollte jeder ein wenig schaudern:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... en_Anlagen

https://de.wikipedia.org/wiki/Internati ... Ereignisse

bzw hier "nur" die deutschen, meldepflichtigen Zwischenfälle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_mel ... en_Anlagen

Auch der Grad der Vertuschung ist immens. Ein schlimmes Beispiel ist der Kyschtym-Unfall 1957, der auf der INES-Skala nachträglich (weil lange Zeit nicht erfasst) mit 6 bewertet wurde. Wobei einige der Meinung sind dass das Unglück auch mit 7 (wie Tschernobyl) klassifiziert werden kann, weil der Grad der Verseuchung regional wegen ausgebliebener Dekontamination wesentlich stärker ist.

EDIT: Ein sehr herausstechendes Ereignis (weil nicht mit Kernwaffentechnik oder KKW bzw AKWs verbunden) war der Goiânia-Unfall

https://de.wikipedia.org/wiki/Goi%C3%A2nia-Unfall

Solche Unfälle gab es zuhauf. Gerade in der Medizintechnik gab es immer wieder schlimme Verstrahlungen durch falsche Bedienung oder Wartung von Geräten.

Grundsätzlich sei auch erwähnt dass Krebs vor 1950 fast ausschließlich eine Krankheit der Alten war. Mit Zunahme von Störfällen weltweit ist die Rate an verschiedenen Krebserkrankungen bei der jüngeren Bevölkerungsschicht auffällig und rapide gewachsen. Heute erkranken doppelt soviele Menschen an Krebs wie 1970.




cantsin
Beiträge: 8029

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von cantsin » Mo 13 Apr, 2020 18:27

r.p.television hat geschrieben:
Mo 13 Apr, 2020 17:02

1) Leute die keine Ahnung von Atomkraft haben und denken es ist saubere, billige Energie aus der Steckdose. Und mit Vogelstrausstaktik hoffen alles geht gut.
2) Leute die durch vergangene Störfälle sensibilisiert sind, sich selbst informieren und in Folge dessen zum Gegner werden
3) Wissenschaftler, die sehr fundiertes Wissen haben und deswegen Atomkraftgegner sind
4) Wissenschaftler, die Geld mit Atomtechnik verdienen und nur deswegen die Füsse still halten.

In den 50er wurde in der Bundesrepublik der Grundstein für die Atomenerige-Wirtschaft gelegt. Es wurde im Bundestag einstimmig ins Leben gerufen, mit einer Gegenstimme. Der war der einzige Physiker. Der Rest wollte diese neue Technik, weil man damit auch das geliebte Uranium 235 als "Nebenprodukt" erhält. Eingesetzt bis heute in Atomsprengköpfen.

Ich rate dazu sich mal grundsätzlich zu informieren bezüglich dem Stichwort "Endlagerung" und wer für diese Endlagerung zahlt. Nicht die Energieriesen, sondern der Steuerzahler direkt. Nur deshalb ist in der Bilanz der Atomstrom "Billig". Rechnet man die Kosten für 25.000 Jahre Endlagerung dazu ist Atomkraft mit Abstand die teuerste Energie-Gewinnungsform überhaupt. Aber weil der Mensch ein dummes Herdentier ist funktioniert das sehr gut.
Ich bin da völlig bei Dir. Mir reichte es, vor dreieinhalb Jahrzehnten in meinem gymnasialen Physikunterricht (von einem sehr nüchtern-naturwissenschaftlichen und nicht politbewegten Lehrer) zu lernen, dass Kernenergie - einfach ausgedrückt - darauf beruht, dass man eine Atombombe zündet und sie kurz vor der Explosion abkühlt, um die in der Zwischenzeit freiwerdende Energie zu nutzen.

IMHO hätte es durchaus für Kernenergie sprechen können, wenn sich die Technik seit den 50ern noch grundsätzlich weiterentwickelt hätte, mit einer radikalen Reduktion der Risiken und Neben- bzw. Nachwirkungen. Da würde ich den damaligen Entscheidern sogar den "benefit of doubt" geben, dass sie auf die Verbesserung der Technologie in der Zukunft gesetzt haben, und die damals bestehende Reaktortechnik als Versuchslabor dorthin. Aber einen wirklichen technologischen Durchbruch gab es - genau wie z.B. auch beim Verbrennungsmotor - nicht, und dann ist halt die einzig vernünftige Konsequenz, dass man aus dieser Technologie aussteigen muss.




dosaris
Beiträge: 1334

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von dosaris » Mo 13 Apr, 2020 18:49

cantsin hat geschrieben:
Mo 13 Apr, 2020 18:27
in meinem gymnasialen Physikunterricht (von einem sehr nüchtern-naturwissenschaftlichen und nicht politbewegten Lehrer) zu lernen, dass Kernenergie - einfach ausgedrückt - darauf beruht, dass man eine Atombombe zündet und sie kurz vor der Explosion abkühlt, um die in der Zwischenzeit freiwerdende Energie zu nutzen.
das hätte der Physiklehrer aber wissen sollen, dass ein AKW nach dem Prinzip der Kernspaltung und nicht mach Kernfusion (Atombombe) abläuft.
Also genau das Gegenteil. Kernfusion zu zähmen wird ja seit Jahrzehnten versucht (Tokamac & Co), bisher
mit mäßigen Erfolg.

Die Konsequenz seiner (falschen) Einschätzung ist dennoch richtig.
Kernenergie war politisch gewollt, nicht technisch notwendig, und neutrale kompetente Kritiker (Klaus Traube et.al.)
wurden nach allen Regeln der Kunst diskreditiert.




cantsin
Beiträge: 8029

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von cantsin » Mo 13 Apr, 2020 19:00

dosaris hat geschrieben:
Mo 13 Apr, 2020 18:49
das hätte der Physiklehrer aber wissen sollen, dass ein AKW nach dem Prinzip der Kernspaltung und nicht mach Kernfusion (Atombombe) abläuft.
Hmm, könnte es sein, dass Du hier Kernfission mit Kernfusion verwechselst? (Kernfission ist dasselbe wie Kernspaltung, und laut aller Quellen, die ich finden kann, das klassische Wirkungsprinzip von Kernwaffen inkl. der Bomben, die über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden.)




Asjaman
Beiträge: 198

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von Asjaman » Mo 13 Apr, 2020 19:51

cantsin hat geschrieben:
Mo 13 Apr, 2020 19:00
dosaris hat geschrieben:
Mo 13 Apr, 2020 18:49
das hätte der Physiklehrer aber wissen sollen, dass ein AKW nach dem Prinzip der Kernspaltung und nicht mach Kernfusion (Atombombe) abläuft.
Hmm, könnte es sein, dass Du hier Kernfission mit Kernfusion verwechselst? (Kernfission ist dasselbe wie Kernspaltung, und laut aller Quellen, die ich finden kann, das klassische Wirkungsprinzip von Kernwaffen inkl. der Bomben, die über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden.)
Sogenannte Wasserstoffbomben, die Weiterentwicklung der Atombomben, betreiben Kernfusion, wenn es zur Explosion kommt.




r.p.television
Beiträge: 3096

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von r.p.television » Di 14 Apr, 2020 01:50

dosaris hat geschrieben:
Mo 13 Apr, 2020 18:49


Die Konsequenz seiner (falschen) Einschätzung ist dennoch richtig.
Kernenergie war politisch gewollt, nicht technisch notwendig, und neutrale kompetente Kritiker (Klaus Traube et.al.)
wurden nach allen Regeln der Kunst diskreditiert.
Leider richtig. Wir hatten bis 1950 sehr viele gut funktionierende Wasserkraftwerke, die sogar zurückgebaut wurden obwohl sie genug für den damaligen Strombedarf geliefert haben. Quasi emmissionsfrei. Also in Kombination mit den Kohlekraftwerken versteht sich. Aber das war ja sehr lange so. Es gab sogar gut funktionierende Windkraftparks in den 30ern. Die für die damaligen Strombedürfnisse relativ effizient waren. Aber man wollte diese neue Technik haben. Koste es was es wolle. Und so wurden auch die Kosten "gesund" gerechnet bzw. manipuliert. Die Endlagerung übernimmt separat berechnet der Steuerzahler. So erscheint aber die Stromrechnung akzeptabel günstig.
Klaus Traube war nur einer der prominenten Atomphysiker, der sich gegen die Nutzung von Kernenergie aussprach. Und dafür mehr als nur einen Aluhut verpasst bekam. Er wurde denunziert und auch bedroht.
Erwähnenswert ist auch der Laien-Krtiker Holger Strom, der mit seinem Buch und später selbstfinanzierten Film "Friedlich in die Katastrophe" für Aufsehen erregte. Der Film ist sehenswert, auch wenn ich persönlich einige Sachen für übertrieben oder falsch dargestellt sehe. Darin sehe ich auch die Glaubhaftigkeit gefährdet, obwohl 80% der Inhalte absolut korrekt und fundiert sind. Der Film ist abseits einiger Unwahrheiten ein gutes Kompendium für die Misswirtschaft, Kriminalität und Korruption der Atomlobby, denn Vertuschung und Falschdarstellung ist ein dauerbegleitendes Szenario in der Atomenergie-Wirtschaft. Holger Strom lässt sich mittlerweile auf vielen "Alu-Hut-Events" feiern und ist ein Selbstdarsteller. Damit torpediert er nicht nur seine eigenes Lebenswerk, sondern leider auch die fundierten Aussagen von Atomexperten in seinem Film.




Jott
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von Jott » Di 14 Apr, 2020 04:27

Falls jemand was sucht zu dem Mann: er heißt (leider, wäre zu schön) Strohm.




DWUA y
Beiträge: 135

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von DWUA y » Di 14 Apr, 2020 06:11

@ r.p.

Im gestrigen Beitrag (Ostermontag, 13. April, 16h36):

Der Link ist keine Sackgasse, wenn du ganz oben auf [AKTUELLES] gehst.
Dann öffnet sich ein blaues Fenster (Info und Störfälle).
Geht zurück bis 2002, falls du nach unten scrollst...

Wird die URL aber neu eingegeben, öffnet sich seit heute diese Seite nicht mehr.
Sehr interessant!




r.p.television
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von r.p.television » Di 14 Apr, 2020 07:48

Jott hat geschrieben:
Di 14 Apr, 2020 04:27
Falls jemand was sucht zu dem Mann: er heißt (leider, wäre zu schön) Strohm.
Danke für den Hinweis. Hab den Namen tatsächlich ohne Dehnungs-H in Erinnerung ;-)




Jott
Beiträge: 18411

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von Jott » Di 14 Apr, 2020 19:47

Ich kenn das alte Buch nicht, aber heute ist der Mann ja bei den Chemtrail-Truther-Verschwörungskaspern ganz weit rechts vorne. Gruselig.




r.p.television
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von r.p.television » Di 14 Apr, 2020 20:28

Doppelpost
Zuletzt geändert von r.p.television am Di 14 Apr, 2020 20:39, insgesamt 1-mal geändert.




r.p.television
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Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von r.p.television » Di 14 Apr, 2020 20:38

Jott hat geschrieben:
Di 14 Apr, 2020 19:47
Ich kenn das alte Buch nicht, aber heute ist der Mann ja bei den Chemtrail-Truther-Verschwörungskaspern ganz weit rechts vorne. Gruselig.
Ja. Je älter er wurde desto kontroverser sein Auftreten, seine Aussagen und unseriöser seine Interview-Hosts. Auch er als Sprecher im Film ist bereits anstrengend und abenteuerlich in der Wortwahl. Nichtsdestotrotz ist der Film eine gute Zusammenfassung der Problematik. Zuviel triefendes Pathos, aber das haben fast alle diese Filme mit kritischer Motivation.
Holger Strohm ist heute nur noch ein Kasper mit wirren Theroien. Das Buch war aber eine sehr gute Arbeit, welches nun leider durch seinen verwirrten Geist in Frage gestellt wird. Ich denke er wurde ein Opfer seines Umfeldes. Wenn man ständig von Aluhut-Trägern eingeladen wird und schon älter ist lässt man sich von solchem Unsinn verführen.




srone
Beiträge: 9180

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von srone » Mi 15 Apr, 2020 00:24

r.p.television hat geschrieben:
Di 14 Apr, 2020 20:38
Ich denke er wurde ein Opfer seines Umfeldes. Wenn man ständig von Aluhut-Trägern eingeladen wird und schon älter ist lässt man sich von solchem Unsinn verführen.
wenn die jenigen, die einzigen sind die zuhören, umso mehr...:-)

lg

srone
"x-log is the new raw"




Frank Glencairn
Beiträge: 12067

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von Frank Glencairn » Mi 15 Apr, 2020 09:36

r.p.television hat geschrieben:
Di 14 Apr, 2020 20:38

Holger Strohm ist heute nur noch ein Kasper mit wirren Theroien.
Genau das selbe wurde ihm damals auch schon vorgeworfen, heute sehen nur wir das in einem anderen Licht.

Ich denke das ist oft so. Wenn man z:b: denkt wie man früher mit Röntgenstrahlen umgegangen ist.
Das war eine Jahrmarkts Attraktion und bis in die 60er Jahre konntest du in Schuhgeschäften deine Füße an einem Automaten röntgen.
Heute stehen uns die Haare bei dem Gedanken zu Berge - wie konnten die nur.

Die Frage ist eher, ob wir was daraus lernen.
Halten wir uns für die Krone der Erkenntnis - jaaa damals waren die dumm, aber wir wissen heute alles - oder werden künftige Generationen genauso die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich fragen: Wie konnten die nur?




Jörg
Beiträge: 8387

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von Jörg » Mi 15 Apr, 2020 11:23

Halten wir uns für die Krone der Erkenntnis - jaaa damals waren die dumm, aber wir wissen heute alles - oder werden künftige Generationen genauso die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich fragen: Wie konnten die nur?
wenn die folgenden generationen manche Kommentare zur aktuellen Krise lesen, werden sie genau das tun:
Hände über den Kopf zusammenschlagen




r.p.television
Beiträge: 3096

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von r.p.television » Mi 15 Apr, 2020 13:04

Frank Glencairn hat geschrieben:
Mi 15 Apr, 2020 09:36


Die Frage ist eher, ob wir was daraus lernen.
Halten wir uns für die Krone der Erkenntnis - jaaa damals waren die dumm, aber wir wissen heute alles - oder werden künftige Generationen genauso die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich fragen: Wie konnten die nur?
Ich denke es wird immer so sein dass wir uns in 30 Jahren über heutige Ansichten und unseren Erkenntnisstand wundern werden.
Viele sehen das voraus und wollen dann auf Teufel komm raus "anders" denken und verrennen sich mittlerweile auf der Suche nach neuen Erkenntnissen in wirklich unsinnigen Verschwörungenstheorien. Und diese wirklich dummen Verschwörungstheorien stigmatisieren dann leider auch ernsthafte Ansätze und investigative Ermittlungen negativ.

Mittlerweile ist die Verschwörungstheorie im Bereich der Atomkraft in der Wirklichkeit angekommen. Eben durch zahlreiche Störfälle die mittlerweile sehr transparent sind. Es gibt aber immer noch genug Leute die das gar nicht wissen WOLLEN. Weil sie sich damit nicht wohl fühlen und lieber den Kopf in den Sand stecken.
Und so wird meiner Meinung auch noch sehr lange das Lügengerüst um einen der größten Betrugsfälle aufrecht erhalten. Weil Leute Angst haben die nächste Seite umzublättern bei der Wahrheitssuche.
Ich bin überzeugt davon dass 9/11 eine gigantische Verarschung war. Ein Insidejob. Ich habe mich lange dagegen gesträubt weil ich nicht glauben konnte dass sowas mit so vielen potenziellen MItwissern und Mittätern funktionieren kann. Aber alleine die Tatsache dass Gebäude mit einem sehr zähen Stahlskelett nicht in der Geschwindigkeit freien Falls in sich zusammenstürzen können ist für mich Beweis genug dass da manipuliert wurde. Zumal Kerosin niemals heiss genug brennt um Stahl zum Schmelzen zu bringen. Erst recht wenn der Rauch tiefschwarz ist. Auch dass an diesem Tag keine Abfangjets sofort zur Stelle waren ist äusserst merkwürdig, erst recht im Falle des am meisten überwachten Luftraums Washington D.C., wo ein Amateuerpilot erst ne Schleife über das weisse Haus macht und dann in einem abenteuerlichen Tiefflug (ohne die hohen Lichtmasten durchzucutten) der physikalisch in dieser Geschwindigkeit gar nicht möglich ist in das Pentagon einschlägt. Und das riesige Flugzeug dann "verdampft" (!?). Es sind schon Militärjets mit kleinerer Masse und viel höherer Geschwindigkeit irgendwo eingeschlagen. Man hat immer Triebwerke, Flügel etc. gefunden. Noch niemals ist ein Flugzeug einfach verdampft.
Aber trotz dieser offensichtlichen Kontroversen ist man sehr vorsichtig Stellung zu beziehen. Denn wenn man laut aussprechen würde was man insgeheim glaubt würde das unser ganzes System in Frage stellen. Und alles woran man glaubt.

Und so kann man auch bei der Atomkraft nicht glauben, dass Leute wirklich so gewissenlos und abgebrüht sind. Dass wirklich über Dekaden Atommüll einfach ins Meer geworfen wurde. Das wird gerne in das Reich von Öko-Märchen transferiert, weil man es nicht glauben will. Unbequeme Wahrheiten sind eine schwere Kost. Und deswegen funktionieren die ganz großen Lügen und Betrugsmaschen weiterhin. Weil niemand wirklich glauben WILL dass wir in diesem Maße verarscht werden. Und wer es dennoch ausspricht kriegt den Aluhut aufgesetzt und wird verlacht.

Im Umkehrschluß überschreiten viele den schmalen Grat auf der Suche nach neuen Erkenntnissen. Weil sie unbedingt NEUES aufdecken wollen. So hat Holger Strohm meiner Meinung nach die Orientierung verloren. Und füttert so die Gegner von anderen Verschwörungstheorien. Und diskreditiert sich selbst und viele andere, die ernsthaft Dinge aufdecken.




dienstag_01
Beiträge: 10632

Re: Lage in Tschernobyl

Beitrag von dienstag_01 » Mi 15 Apr, 2020 13:44

r.p.television hat geschrieben:Zumal Kerosin niemals heiss genug brennt um Stahl zum Schmelzen zu bringen.
Vielleicht ist das gar keine so schlechte Idee von dir, mit den Lost Places.
Von Bauwerken jedenfalls verstehst du Nullkommanichts ;)

Das Internet ersetzt kein Studium.
(Kannste dir übers Bett hängen)




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