Frank Glencairn
Beiträge: 12883

Re: Warum braucht(e) man eine Videoschnittkarte?

Beitrag von Frank Glencairn » Do 28 Nov, 2019 21:40

wolfgang hat geschrieben:
Do 28 Nov, 2019 21:27

.. wenn ich mir alleine anschaue wie unterschiedlich justiert nicht kalibrierte PC Monitore noch immer daher kommen.
Ich schaff es nicht mal das die Geräte hier im Haushalt, Tablet, TV, Phone, auch nur annähernd das selbe Bild zeigen, wie ich es auf meinem kalibrierten Vorschau Monitor hier sehe. Jeder Browser, jede App, jeder Player, YT sowieso, werfen noch zusätzlich einen Sack Getriebesand in das ganze - Kampf gegen Windmühlen.
http://frankglencairn.wordpress.com/

Finger weg von der PocketPro Boris!




dienstag_01
Beiträge: 10951

Re: Warum braucht(e) man eine Videoschnittkarte?

Beitrag von dienstag_01 » Do 28 Nov, 2019 21:45

wolfgang hat geschrieben:
Do 28 Nov, 2019 21:27
carstenkurz hat geschrieben:
Do 28 Nov, 2019 17:18


Wohl eher umgekehrt?
Alle Computer-Grafikkarten, die ich in den letzten Jahren unter den Fingern hatte konnten sowohl zwischen RGB und YCbCr umkonfiguriert werden, und auch Full Range (0-255)/Limited range (16-235) ist einstellbar.



Was ist denn in diesem Zusammenhang bitte 'ein normiertes Signal'? Wieviel 'normierter' als z.B. 1080p24/YCbCr/limited range kann denn ein Signal sein?

Ja, es gibt durchaus noch ein paar Unterschiede zwischen expliziten Videokarten und Computergrafikkarten, aber die meisten Nutzer dürften mit den erwähnten Anpassungsmöglichkeiten bei üblichen Bildraten, RGB/YCbCr und Full/Limited Range zufrieden zu stellen sein. Das sind die wesentlichen Parameter, um reproduzierbare rec.709 Resultate zu bekommen.

Schlussendlich wird ja heutzutage ohnehin das meiste für die Wiedergabe an Computersystemen und mobilen Endgeräten geschnitten.

- Carsten
Also die Grafikkarten die ich kenne liefern - weil für PC-Monitore gedacht - wogl eher YUV Signale. Was ja auch ok ist weil kaum wer hängt heute noch einen Röhrenmonitor dran. Und jahrelang war ein normiertes RGB Signal ein Argument für die Videoschnittkarten. Wenn das nicht mehr gelten soll, dann soll mir das recht sein (ich bin hier auch kein Physiker der das nachmisst, aber ich frage mich schon auch ob ihr das seid und das so genau sagen könnt - oder hier nur etwas glaubt).

Ich weiß nur dass der Fachhandel eindeutig von der Verwendung von irgendwelchen Monitoren abrät, zuletzt bei den aufkommenden HDR PQ Monitoren die mir ein namhafter Händler nicht mal für meinen eher preiswerten HDR Schnittplatz verkaufen hat wollen. Und dass die sehr wohl zu Videoschnittkarten raten. Aber bitte, vielleicht wollen die ja nur ihren Umsatz machen.

Ob full range oder limited range - na früher wurdest gerade hier zerhackt wenn man die Superweiß Diskussionen geführt hat. Heute ist full range salonfähig geworden. Nur noch für mobile Endgeräte und PC Monitore schneiden? Na mag sein. Deswegen wirft man alles über Board? Das halte ich doch für gewagt, wenn ich mir alleine anschaue wie unterschiedlich justiert nicht kalibrierte PC Monitore noch immer daher kommen.

Ich kann nur sagen dass selbst eine eher preiswerte Kette - bestehend aus einer Decklink 4K Extreme und einem (begrenzt guten) Atomos Sumo - noch immer eine recht gute Prüfung beim HDR Schnitt erlauben. Und eine Bildqualität liefern die eine recht gute Beurteilung des Materials Erlauben, zumindest für die spätere Betrachtung auf meinem OLED HDR TV. Mir wäre ein besserer Monitor lieber, aber das war halt preislich möglich. Und viele hängen sich ja gleich solche OLEDs an die Videoschnittkarten.

Aber jeder wie er mag.
Der Wahnsinn hat Methode ;)




MK
Beiträge: 1446

Re: Warum braucht(e) man eine Videoschnittkarte?

Beitrag von MK » Do 28 Nov, 2019 22:03

Video ist YUV, PC ist RGB...




carstenkurz
Beiträge: 4898

Re: Warum braucht(e) man eine Videoschnittkarte?

Beitrag von carstenkurz » Fr 29 Nov, 2019 00:28

Computer liefern seit jeher RGB full range - VGA, DVI, HDMI, Displayport. Erst mit der Verbreitung von HDMI-Ausgängen kamen die Optionen, YCbCr und limited range auszugeben, damit man Videos auf typischen Heimvideogeräten wiedergeben kann, die ggfs. keine diesbezüglichen Konfigurationsmöglichkeiten haben. Viele Fernseher und Computermonitore haben heutzutage dafür aber auch entweder Erkennungsautomatiken oder sind manuell konfigurierbar. Lohnt sich halt, vor dem Kauf mal das Handbuch zu konsultieren.

Nun kosten einfache Decklinks eher weniger als selbst nur mittelmäßige Computergrafikkarten, von daher, warum nicht zusätzlich... Aber auch wenn man eine Decklink als Vorschaulösung verwendet, muss man Ausgang und Monitor immer noch korrekt konfigurieren. Wie gesagt, den einen oder anderen Unterschied gibt es da schon immer noch, aber das Gros der Anwender wird geeignete Bildrate und Farbmodell als ausreichend empfinden, und das ist eben am Grafikkartenausgang machbar.

Ob der Monitor nun echte oder mit 60fps geschaukelte 24fps darstellt, entscheidet sich ja auch nicht via Decklink, sondern ausschließlich am konkreten Monitor. Nebenbei ist die Computergrafik an Monitor oder Glotze eben auch als erweiterter Desktop nutzbar, was mit der Videokarte nicht geht.

- Carsten
and now for something completely different...




wolfgang
Beiträge: 6007

Re: Warum braucht(e) man eine Videoschnittkarte?

Beitrag von wolfgang » Fr 29 Nov, 2019 14:20

dienstag_01 hat geschrieben:
Do 28 Nov, 2019 21:45
wolfgang hat geschrieben:
Do 28 Nov, 2019 21:27


Also die Grafikkarten die ich kenne liefern - weil für PC-Monitore gedacht - wogl eher YUV Signale. Was ja auch ok ist weil kaum wer hängt heute noch einen Röhrenmonitor dran. Und jahrelang war ein normiertes RGB Signal ein Argument für die Videoschnittkarten. Wenn das nicht mehr gelten soll, dann soll mir das recht sein (ich bin hier auch kein Physiker der das nachmisst, aber ich frage mich schon auch ob ihr das seid und das so genau sagen könnt - oder hier nur etwas glaubt).

Ich weiß nur dass der Fachhandel eindeutig von der Verwendung von irgendwelchen Monitoren abrät, zuletzt bei den aufkommenden HDR PQ Monitoren die mir ein namhafter Händler nicht mal für meinen eher preiswerten HDR Schnittplatz verkaufen hat wollen. Und dass die sehr wohl zu Videoschnittkarten raten. Aber bitte, vielleicht wollen die ja nur ihren Umsatz machen.

Ob full range oder limited range - na früher wurdest gerade hier zerhackt wenn man die Superweiß Diskussionen geführt hat. Heute ist full range salonfähig geworden. Nur noch für mobile Endgeräte und PC Monitore schneiden? Na mag sein. Deswegen wirft man alles über Board? Das halte ich doch für gewagt, wenn ich mir alleine anschaue wie unterschiedlich justiert nicht kalibrierte PC Monitore noch immer daher kommen.

Ich kann nur sagen dass selbst eine eher preiswerte Kette - bestehend aus einer Decklink 4K Extreme und einem (begrenzt guten) Atomos Sumo - noch immer eine recht gute Prüfung beim HDR Schnitt erlauben. Und eine Bildqualität liefern die eine recht gute Beurteilung des Materials Erlauben, zumindest für die spätere Betrachtung auf meinem OLED HDR TV. Mir wäre ein besserer Monitor lieber, aber das war halt preislich möglich. Und viele hängen sich ja gleich solche OLEDs an die Videoschnittkarten.

Aber jeder wie er mag.
Der Wahnsinn hat Methode ;)
Deiner durchaus!
Lieben Gruß,
Wolfgang




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