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einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung



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Videomaus
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einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Videomaus » Mo 22 Apr, 2019 22:14

In einem rund 30m² großen Raum, in dem ich kaum die nötige Distanz für „Portraitbrennweite” erreichen kann, soll ein Interview gedreht werden. Zur Verfügung stehen:
Nikon D3300 auf Stativ, bis zu 3 Yongnuo 300, max. 2 Reflektorschirme weiß / silber 80cm, Styropor-Reflektoren. Es gibt drei gleichmäßig verteilte, runde Deckenleuchten mit dimmbaren LEDs mit einstellbarer Farbtemperatur. Die bringen ein sehr gleichmäßiges Licht im ganzen Raum, das aber dadurch zugleich etwas langweilig wirkt und Tiefe wegnimmt.
Ton kommt über zwei Lavalier-Mikros, die entweder über Kabel oder über Funkstrecken an die Kamera angeschlossen werden können. Schnitt + Nachbearbeitung mit KDenlive unter Xubuntu.

Eigentlich wollte ich dem Interviewpartner in ca. 70°-Winkel schräg gegenüber sitzen und die Kamera sollte mich um ca. 50° seitlich zeigen. Dabei hätte ich als Hauptlicht das Licht von einem Fenster nutzen können und hätte bestenfalls noch ein Füll-Licht mit einer Yongnuo benötigt.
Das dabei entstehende Problem ist aber, dass dabei der Interviewer ca. 40cm dichter an der Kamera sitzt und in Verbindung mit der zu geringen Brennweite von 28mm um mindestens 25% bis 30% größer abgebildet wird, wie ich und daz noch den Vordergrund links im Bild einnimmt. Unmöglich!

Viele andere Einstellungen in diesem Raum funktionieren nicht, weil entweder die Fenster das Licht von der falschen Seite herein lassen würden oder weil der Hintergrund (Möblierung, Regale, Bücher) zu unruhig wird, auch wenn ich den voll unscharf stelle, oder weil in dem überwiegend hellen / weißen Raum braune Türen einen unangenehmen Kontrast im Hintergrund erzeugen.

Meine Frage ist also, wie ich unter solch ungünstigen Bedingungen die beiden Interview-Teilnehmer so ins Bild bringe, dass sie halbwegs gleich groß wirken und der Interviewte dominant im Bild wirkt.




Videomaus
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Videomaus » Di 23 Apr, 2019 15:59

Ich hänge noch zur Ergänzung meiner Frage einen Grundriss der Location an und zwei Bilder der aktuellen Einrichtung. Die grün eingezeichneten Schränke können nicht weg geräumt werden, außer evtl. der Aktenschrank.

Am liebsten hätte ich ja schon, dass die Bücher irgendwie mit im Bild sind, weil die positive Assoziationen auslösen. Vielleicht sollte ich beide Personen vor das Fenster (im Grundriss rechts oben) setzen und die Kamera aus der längsten freien Distanz links unten im großen Raum aufnehmen lassen? - Trotzdem wird dann immer noch eine mangelnde Trennung vom Hintergrund vorhanden sein, da ich keinen brauchbaren Nachführ-Autokus bei der D3300 zur Verfügung habe und so eine feste Fokussierung nutzen muss, die genügend Spiel lässt für evtl. Bewegungen der Akteure auf ihren Stühlen.

Auch die Sitzecke um den runden Tisch lässt sich schlecht nutzen für das Interview, weil die vielen kleinen Fenster zu unruhig wirken und unerwünschte Lichtverhältnisse schaffen. Zudem wären dann beide Personen recht weit auseinander.

Was tun?
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Auf Achse
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Auf Achse » Di 23 Apr, 2019 16:07

Danke, mit deinen Fotos kann man sich jetzt viel mehr von der Örtlichkeit vorstellen!

Die Sitzecke und die Fenster sind wirklich nicht so sexy als Hintergrund, am schönsten ist wohl das Bücherregal (aber bitte ohne Pinguin, außer er paßt zum Kontext :-)

Sollte auch da unerwünschter Hintergrund sein, wie wärs mit Molton auf Stativen zum Kaschieren?

Auf Achse




pillepalle
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von pillepalle » Di 23 Apr, 2019 16:25

Ich würde auch die längste Brennweite verwenden die ich kann und den Ausschnitt eher eng halten. Schön ist das Ambiente ja wirklich nicht... auch würde ich niemanden direkt vor den Hintergrund setzen. Das sieht immer klaustrophobisch aus. Also die Personen eher in die Mitte vom Raum setzen und dann den Ausschnitt und die Richtung so wählen, dass der Hintergrund akzeptabel ist. Weniger ist da oft mehr, im Film wirkt ein volles Bild meist rumpelig. Lieber mit Licht, oder einem Practical (einer Lampe) im Hintergrund etwas Stimmung machen. Wenn Du Fenster im Bild hast, würde ich die Blau erscheinen lassen und das Interieur eher warm halten (Kunstlicht, oder irgendwas von der Farbtemperatur leicht darüber). Farbkipper wirken in der Regel angenehm und interessanter für's Auge, als wenn alles neutral, oder in eine Farbe getüncht ist. So würde ich da heran gehen.

VG




Videomaus
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Videomaus » Mi 24 Apr, 2019 01:35

Ich danke euch herzlich für eure Anregungen. Ich hab soeben noch mal was ausprobiert:

Ich hab meine doch recht helle Deckenleuchten voll aufgedreht und leicht gelblich eingestellt, ca. 4.000K mal geschätzt. Dann hab ich mein altes Tamron 28 - 75mm f 2,8 montiert (mit der D3300 kein Autofokus) und kam bei maximaler Distanz auf 45mm bis 48mm Brennweite (zzgl. Cropfaktor der Nikon D3300). Ohne weiteres Zusatzlicht hatte ich 1/160 Sekunde f:5,6 und ISO 800. Der Tiefenschärfebereich liegt laut Tabelle des Objektivs dann bei ca. 1,30m, was hier gut ausreichen wird. Das Tamron hat einen Entfernungsstellring mit ca. 35′ Drehwinkel und ist daher nicht so sensibel gegen Auslöse-Erschütterungen bei Aktivierung der Videofunktion wie das Kit-Objektiv der Nikon.

Das Ganze bezieht sich auf die Positionierung beider Stühle in Bild 2 direkt unter dem Fenster rechts neben dem Bücherregal. Maximal kann ich ca. 50cm Abstand zwischen den Personen und dem Hintergrund herstellen, sonst vernichte ich das bisschen Tiefenwirkung, die durch das Bücherregal entsteht.
Die Kamera steht dann in der Zimmerecke, die an die Garderobe grenzt und schaut leicht schräg zu o.g. Fenster, wodurch noch etwas Tiefe entsteht.

Der Bildausschnitt geht dabei links an den beginn der Seitenwand des Bücherregal und rechts liegt er bei der rechten schwarzen kleinen Lautsprecherbox.

Die Idee mit dem farbigen Licht im Fenster finde ich klasse und ist leicht zu realisieren, da das Rollo in Bild 2 ein lichtdurchlässiges, aber weißes Textil (Ikea) ist. Hierdurch müssten sich in der Bildwirkung die beiden Personen besser vom Hintergrund lösen. Vielleicht entsteht sogar ein ganz leichter farbiger Lichtsaum wie beim Hairlight?
Ein Molton etc. kann ich nicht aufstellen, da zumindest der linke Ständer im Bild wäre und auch erneut Platz nach hinten verloren ginge.
Aber ich könnte die Beamer-Leinwand ausziehen. Die befindet sich an der Decke über dem Fenster. Ein bläuliches Licht müsste ich dann von schräg oben auf die Leinwand richten. Ich fürchte, dann bekommen die Personen zu viel davon ab, da ich keine engen Lichtformer habe. Also doch eher die erstbeschrieben Idee...

Bei der Lichtfarbe bin ich glücklicher Weise sehr flexibel, da ich sowohl die Deckenleuchten (Baumarkt-Ware) als auch die Yongnuos exakt einstellen kann. Das passt alles sehr gut zusammen.

Natürlich kommen die Therapie-Tiere noch weg und die beiden kleinen Lautsprecher ebenfalls. Es sind aktuell nur Testaufnahmen, um den Raum hier zu veranschaulichen.
Ich mach in den nächsten Tagen noch mal Testfotos gemäß der neuen Anregungen hier und stelle sie hier ein.

Was mir jetzt noch fehlt, um endlich mal beginnen zu können, das ist eine freundliche Frau, die mich interviewt. Ich suche bereits über ebay Kleinanzeigen, nachdem sich über Anzeigen in der Lokalpresse schon niemand gemeldet hat. Ich wohne hier halt sehr ländlich in konservativem Umfeld und die Videos kommen ja ins Web - für jeden lange Zeit sichtbar.
Hat jemand noch Ideen oder konkrete Erfahrungen, wie ich kostengünstig eine Interview-Partnerin finden kann?




suchor
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von suchor » Mi 24 Apr, 2019 07:00

Vielleicht habe ich es ja überlesen, aber was ist denn das Thema vom Interview?
Weil bei dem schönen Wetter würde ich ja noch die Terrasse ins Auge fassen, wenn es zum Thema passt.
Als Partnerin vielleicht eine(n) Volontär von der Örtlichen Presse, die dann gleich einen Artikel über Dich und das Thema schreiben können 😀
LG Stefan




Auf Achse
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Auf Achse » Mi 24 Apr, 2019 08:32

Wenn das bläuliche Licht durchs Fenster kommt sind sowohl deine Protagonisten wie auch der Hintergrund bläulich angestrahlt und es findet keine farbliche Trennung statt.
Aber du könntest NUR den Hintergrund leicht bläulich anstrahlen. Am besten in einem sehr flachen Winkel so daß in der Bücherwand lange Schatten entstehen, das sorgt für eine zusätzliche Trennung von den Protagonisten.

Auf Achse




GaToR-BN
Beiträge: 61

Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von GaToR-BN » Mi 24 Apr, 2019 12:57

Videomaus hat geschrieben:
Mi 24 Apr, 2019 01:35
Was mir jetzt noch fehlt, um endlich mal beginnen zu können, das ist eine freundliche Frau, die mich interviewt. Ich suche bereits über ebay Kleinanzeigen, nachdem sich über Anzeigen in der Lokalpresse schon niemand gemeldet hat. Ich wohne hier halt sehr ländlich in konservativem Umfeld und die Videos kommen ja ins Web - für jeden lange Zeit sichtbar.
Hat jemand noch Ideen oder konkrete Erfahrungen, wie ich kostengünstig eine Interview-Partnerin finden kann?
Evtl. verstehe ich das nicht richtig, aber brauchst du die Interviewpartnerin für dich überhaupt zwingend? Falls nicht, kannst du die Fragen von einer beliebigen Person vorlesen lassen (ohne, dass Sie im Bild erscheint) und du nimmst die Antworten in die Fragen mit auf. Dann kannst du die zweite Kameraperspektive nutzen, um die Schnitte zu kaschieren und hast auch wenige Probleme mit der Positionierung der Kameras und Licht.

Dann wirkt es eher, dass man der Person (nicht in die Kamera schauen) erklärt. Dazu ein paar schöne Schnittbilder und fertig. Hier mal ein Beispiel von mir für einen Business Coach:


Was ist den die Aufgabe der zweiten Person im Interview außer dir Fragen zu stellen?




Videomaus
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Videomaus » Mi 24 Apr, 2019 13:12

@Stefan: Ich bin Heilpraktiker der Psychotherapie in eigener Praxis und möchte mit den Videoclips meine Angebote bewerben und erklären. Meine Arbeitsweise unterscheidet sich deutlich von dem, was an Vorstellungen oft in den Köpfen der Menschen vorhanden ist. :-)
Auf der Terrasse kann ich nicht drehen, da nur 30m entfernt ein Kinderspielplatz ist, der zum Haus gehört. Zudem grenzt ein Garagenhof daran an und eine Straßenkreuzung.
Ich finde deine Idee hilfreich, mal bei Volontären nachzufragen. Wir haben hier zwei Lokalredaktionen. Mal sehen....

@Auf Achse: Lange Schatten in der Bücherwand könnte ich gewiss nicht erzeugen, zumal ja hierfür der Stoff des Rollo durchstrahlt werden müsste. Das macht aber eine sehr hohe Lichtstärke erforderlich, sodass das Rollo dann zu grell wirken würde (trotz eines evtl. flachen Winkel).
Aber wie gesagt, ich werde mit der Anordnung und Ausrichtung des blauen Licht hinter dem Rollo noch experimentieren. Fest steht aber schon jetzt, dass es räumlich und technisch mir nicht möglich sein wird, das Rollo als Hintergrund gleichmäßig blau auszuleuchten. Es wird sowieso nur eine leichte bläuliche Andeutung sein und kein kräftiges oder gar knalliges Blau.

Wie gesagt, werde ich noch einige Probefotos des Set hier veröffentlichen, um das Ganze optimieren zu können.

@gator: Der Sinn der Interview-Partnerin ist, mir durch die Fragen zu helfen, mich in meinen Ausführungen zu begrenzen, damit ich nicht ausufere. Sie ist - vereinfacht gesagt - Stichwortgeberin und wird betreffend Redezeitbegrenzung von mir gebrieft. Ein weitere wichtiger Punkt ist mir die Lebendigkeit und Authentizität, mit der das Video dann für den Betrachter wirkt. Dies kann meiner Ansicht nach nicht mit einer Interview-Stimme aus dem Off erreicht werden.
Es gibt eine Berufskollegin, die bereits mit zahlreichen Videos bei YouTube vertreten ist. Suche mal nach Dami Charf. Sie hat auch mit einfachsten Mitteln angefangen und man kann die zunehmende Professionalität in der Produktion mit verfolgen, je neuer die Videos sind. Bei den meisten Clips spricht sie allein, wie in einem Vortrag. Und selbst das wirkt schon lebendig. Sie hat aber auch zwei oder drei Videos, in denen sie eine Gesprächspartnerin hat. Meiner Wahrnehmung nach wirkt das viel entspannter und lebendiger und es kommt auch spontaner Humor hinein.

Zudem hattest du meine Info noch nicht, dass es sich um Psychotherapie dreht. Diese Info hab ich erst jetzt am Anfang meiner jetzigen Antwort. Hier geht es immer um Beziehung und Beziehungsgestaltung. Und das möchte ich durch die Beziehung zwischen mir und meiner Interviewerin auch im Video herüber bringen.


PS: Habe gerade das von dir verlinkte Video angeschaut. Das ist eine Top-profi-Produktion, die entsprechende Erfahrung, ein teures Equipment und eine super Location erfordert und somit insgesamt nicht billig ist - jedenfalls weit weit über meinen Möglichkeiten liegt. Der Dreh-Stil (Kamerafahrten) und Schnitt ist mir viel zu unruhig und lenkt von den Aussagen zu viel ab. Für die Zielgruppe dieser Consulting-Frau ist dies aber absolut wichtig. Das Video ist meinem Eindruck nach eher ein Imagevideo mit sparsamen konkreten Aussagen. Besonders gefallen hat mir der Schnitt zu der Zeichnung, die die Protagonistin dort live erstellt. Das könnte ich ebenfalls noch hinbekommen.

Meine Zielgruppe spricht weniger auf Image als auf den Inhalt an. Und meine Beziehung zur Interviewerin, die ich im Gespräch aufbaue und sichtbar werden lasse, steht als Signal dafür, wie ich dann auch mit meinen Klienten umgehen werde. Die Interviewerin stellt mir die Fragen, die mir fast immer von meinen Klienten gestellt werden, sodass die Interviewerin direkt als Stellvertreterin des betrachtenden Interessenten wahrgenommen wird.

Danke für das verlinkte Video! Zumindest die Anregung betr. der live erstellten Zeichnung fand ich hilfreich und werde ich berücksichtigen




GaToR-BN
Beiträge: 61

Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von GaToR-BN » Mi 24 Apr, 2019 13:53

Videomaus hat geschrieben:
Mi 24 Apr, 2019 13:12
PS: Habe gerade das von dir verlinkte Video angeschaut. Das ist eine Top-profi-Produktion, die entsprechende Erfahrung, ein teures Equipment und eine super Location erfordert und somit insgesamt nicht billig ist - jedenfalls weit weit über meinen Möglichkeiten liegt.
Danke. Warum teuer? Location war eher Horror, da man extrem viel wechselndes Licht von Außen hatten. Gedreht mit einer Lumix GH5 + GH4 und das gleiche Licht aus China wie du auch hast. Stell dir das ohne Intro/Outro, Musik usw. vor und du hast ein einfaches Interview.
Videomaus hat geschrieben:
Mi 24 Apr, 2019 13:12
Meine Zielgruppe spricht weniger auf Image als auf den Inhalt an. Und meine Beziehung zur Interviewerin, die ich im Gespräch aufbaue und sichtbar werden lasse, steht als Signal dafür, wie ich dann auch mit meinen Klienten umgehen werde. Die Interviewerin stellt mir die Fragen, die mir fast immer von meinen Klienten gestellt werden, sodass die Interviewerin direkt als Stellvertreterin des betrachtenden Interessenten wahrgenommen wird.
Aus meiner Sicht ist Storytelling viel wichtiger. Hier kannst du den Zuschauer mehr fesseln als mit einem netten und in Zweifelsfall unbedarften Interviewpartner. Den brauchst du (meiner Meinung nach) nicht. Wichtig sind deine authentischen Aussagen und nicht die Fragen.

Ich selbst werde für mich ein neuen Infofilm erstellen und brauche die zweite Person nur, um einer Person in die Augen zu schauen, den Aufnahmeknopf drücken zu lassen und mit mir darauf zu achten, dass nicht ausufere und das Wesentliche benenne.

Das Setup mit 2 Kameras und die technische Herausforderung mit Licht und Positionen wäre mir hier zu komplex. Wenn du aus der Region Bonn/Köln kommst kann ich dir hier auch untersützen.

Viel Erfolg, Martin




Videomaus
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Videomaus » Mo 29 Apr, 2019 00:21

Nun habe ich mal verschiedene Lichter incl. dem blauen Licht am Rollo / Fenster ausprobiert. Das Ganze war mal wieder sehr ernüchternd, weil ich wieder kaum manuell scharf stellen konnte. Das Kit-Objektiv der Nikon D3300 hat einen viel zu kleinen Drehwinkel und defokussiert sich bereits durch Spiegelschlag von selbst. Mein Tamron 28 - 70mm f: 2,8 hat einen sehr viel größeren Drehwinkel in der Fokussierung, hat dafür aber als billige Plastikkonstruktion unglaublich viel Spiel, sowohl axial als auch radial.
Vielleicht sollte ich die Nikon verkaufen, Geld ansparen und mir eine gebrauchte Sony Alpha 6400 mit Kit-Objektiv kaufen? Das wäre aber frühestens im Herbst möglich. Deren Autofokus würde es mir auch ermöglichen, einen Kamera-Slider einzusetzen, was aber mein Budget wieder mehr belasten würde.

Übrig geblieben beim Probieren ist nun ein seitliches Stützlicht gegen das Rollo, mit dem der Heizkörper hinter dem Rollo besser getarnt werden kann sowie die dunkle Ecke mit dem hohen Regal etwas aufgehellt wird. Würde ich wirklich drehen, dann würde ich zusätzlich ein Licht setzen, um mehr Tiefenwirkung in die Gesichter zu bekommen. Denn die Deckenstrahler leuchten alles schattenlos aus, wie eine riesige Softbox.

Nachdem ich noch mit der Kamerahöhe experimentiert hatte, entstand schließlich das nachfolgend angehängte Bild, bei dem ich mich selbst in die Interviewer-Position hinein montiert habe.
DSC_0035-0040-comp.JPG

Das Ganze wirkt IMHO leider sehr eng und gedrängt, einfach weil ich auf eine möglichst lange Brennweite kommen wollte und dann mehr nicht ins Bild passt. Zudem würden die Köpfe dann doch zu klein im Verhältnis zur Gesamt-Bildgröße. Brennweite ist jetzt rund 57mm KB also 86mm effektiv. Blende ist 5,6, wegen der Fokussierprobleme. DOF ist dann ca. 1m und den brauche ich auch.

Und dass der Interviewer fast gar nicht mehr mit seinem Gesicht zu sehen ist, finde ich auch blöd. Würde ich beide Personen in ca. 60′-Winkel gegenüber setzen, müssten sich beide mit den Köpfen nach innen drehen, um sich beim Sprechen anzusehen und das käme ja fast auf's selbe raus wie jetzt. – Ich sehe halt, wie wenig Erfahrung ich mit Bildgestaltung habe mit solchen Szenen! Und ich fürchte, ich krieg's einfach nicht hin!

@GaToR-BN: Die Idee, dass ich wichtige Stichworte oder eine Skizze zeichne und das hinein schneide, finde ich sehr gut und die werde ich verwirklichen. Aktuell habe ich jetzt vier Videoclips gescripted, die ohne Interview funktionieren werden und bei denen ich diese Idee mit der Skizze nutzen werde. Nochmals Dank an dich!
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srone
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von srone » Mo 29 Apr, 2019 19:23

versuch doch mal die kamera sukzessive nach links zu schieben, ausgehend von der szenerie des montierten bildes, so dass du als auch der inteviewer das rollo als hintergrund habt, dann zoomst du weiter ein, sozusagen halbe figur, also bis zum gürtel und ihr müsst euch nicht direkt gegenübersitzen, ein wenig öffnung zur kamera hin hilft immer, dann könnte das schon klappen...:-)

lg

srone
"x-log is the new raw"




Videomaus
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Videomaus » Di 07 Mai, 2019 23:48

Vielen Dank für die guten Tipps. Jetzt hab ich eine konkrete Vorstellung, wie ich die Videos aufbauen werde.

Ich habe noch ein paar Testaufnahmen gemacht und seitlich von vorn rechts noch eine Yongnuo 300 mit reduzierter Lichtstärke gesetzt, um mehr Schatten und Tiefe in die Gesichter zu bekommen. Die Stühle stehen nun deutlich nach vorn gerichtet. Später werde ich sie bei den richtigen Aufnahmen durch eine Bank oder ein kleines Sofa ersetzen.

Bei den Testaufnahmen fiel mir erneut auf, dass diese auch bei Fotografie mit Autofokus mit dem Kit-Objektiv allesamt unscharf werden. Die Kamera ist tatsächlich betr. Autofokus defekt! Und manuell kann ich kaum etwas mit dem Kit-Objektiv machen, weil es sich bereits bei den Erschütterungen durch den Auslöser wieder defokussiert. Das große Tamron 28 - 75 und f: 2,8 hat zwar ca. 75° Drehwinkel und könnte eigentlich manuell gut fokussiert werden. Aber es hat eine lausige Mechanik mit radial- und axial-Spiel, sodass das gleiche Problem auftritt, wie beim Kit-Objektiv. Habe bereits versucht, das Tamron mit Klebeband zu stabilisieren! Absoluter Murks!

Eine Interview-Partnerin habe ich jetzt auch gefunden. Aber ich kann mir nicht leisten, ihr Honorar für unscharfe Videos zu verbraten, über die ich mich anschließend immer ärgern werde, wenn ich sie sehe.

Es sieht danach aus, dass ich wegen o.g. „technischem KO” das ganze Projekt auf Eis legen und z.B. auf eine Sony @6400 sparen muss. Mit einem 28-105 f:4 Zoom kostet die aktuell als Kit ca. 1.500 Euro.




Jott
Beiträge: 15425

Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Jott » Mi 08 Mai, 2019 06:41

Du glaubst wirklich, dein Problem sei das Equipment?




pixelschubser2006
Beiträge: 1586

Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von pixelschubser2006 » Mi 08 Mai, 2019 08:22

Vielleicht habe ich es übersehen, aber ich habe lediglich von einer einzigen Kamera gelesen. Das ist echt ungünstig in so einer Konstellation. Ich würde tatsächlich darüber nachdenken, eine zweite D3x00 einzusetzten. Budgetschonend, ggf. Second Hand. Damit entschärft man die ganze Situation deutlich, kann ggf. auch mal eine Totale o.ä. als Schnittbilder einstreuen, Antextbilder wären auch hilfreich.
Grundsätzlich habe ich den Eindruck, als wenn man loslegt und Ergebnisse erwartet, die vielleicht nicht professionell sind, sich aber beruflich verwenden lassen sollen. Das setzt ja schon eine gewisse Qualität vorraus. Und eine Interview- oder O-Ton-Situation von mehr als 60 Sekunden wirkt ungeschnitten schnell langweilig.
Das ist als One-man-show echt schwer, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Die Qualität der Videotechnik ist auf jedenfall das kleinste Problem, so man sie einigermaßen beherrscht. Da mache ich mir allerdings bei Dir keine großen Sorgen. Jedenfalls habe ich den Eindruck, Du machst Dir viele Gedanken und planst sorgfältig. Das ist mehr als die halbe Miete. Eine gute Basis, um das Projekt zum Erfolg zu bringen!




Auf Achse
Beiträge: 3445

Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Auf Achse » Mi 08 Mai, 2019 08:23

Videomaus hat geschrieben:
Di 07 Mai, 2019 23:48
Es sieht danach aus, dass ich wegen o.g. „technischem KO” das ganze Projekt auf Eis legen und z.B. auf eine Sony @6400 sparen muss. Mit einem 28-105 f:4 Zoom kostet die aktuell als Kit ca. 1.500 Euro.

Kamera leihen geht nicht?
Auf Achse




DAF
Beiträge: 192

Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von DAF » Mi 08 Mai, 2019 09:05

Auf Achse hat geschrieben:
Mi 08 Mai, 2019 08:23
Videomaus hat geschrieben:
Di 07 Mai, 2019 23:48
Es sieht danach aus, dass ich wegen o.g. „technischem KO” das ganze Projekt auf Eis legen und z.B. auf eine Sony @6400 sparen muss. Mit einem 28-105 f:4 Zoom kostet die aktuell als Kit ca. 1.500 Euro.

Kamera leihen geht nicht?
Auf Achse
Denk ich auch. Schau mal auf https://gearo.de/ - vielleicht gibt´s in deiner Gegend zum Projekt passendes Equipment was preislich im Rahmen liegt.
Das Setting kannst ja bis zum Dreh mit deinen alten/defekten Geräten perfektionieren.
Grüße DAF




Videomaus
Beiträge: 49

Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Videomaus » Mi 08 Mai, 2019 13:36

Herzlichen Dank für den Tipp, mir Equipment zu leihen. Auf den Gedanken war ich noch nicht gekommen und glaubte auch nicht, dass es das überhaupt gibt.

Betr. des Autofokusproblem habe ich neue Erkenntnisse gewonnen, die ich hier gerne mit euch teilen möchte:
Heute Vormittag habe ich die Kamera mit Kit-Objektiv draußen nochmals getestet und alle Aufnahmen mit Autofokus waren scharf!

Daraufhin bin ich wieder in meinen Praxisraum gegangen und habe erneut Aufnahmen gemacht. Alle waren scharf! Der einzige Unterschied zu gestern war, dass ich Tageslicht hatte.

Daraufhin habe ich die Rollos runter gelassen und meine drei großflächigen Decken-LEDs eingeschaltet – wie gestern auch. Resultat: Der Autofokus findet zwar immer einen Scharfstellpunkt, aber der liegt um mindestens 1 Meter oder mehr hinter dem Motiv!

Daher muss ich nun annehmen, dass das LED-Licht den Autofokus stört, sodass die echte Entfernung nicht mehr gemessen werden kann. Die drei großflächigen LED-Flächenstrahler mit je ca. 1 Meter Durchmesser und 50W Aufnahmeleistung, die in der Lichtfarbe und Helligkeit einstellbar sind, hatte ich im Baumarkt gekauft. Sie arbeiten alle mit einem Schaltnetzteil und PWM-Stromsteuerung der LEDs. (PWM = Pulsweitenmodulation) Die verbauten LEDs haben zwei verschiedene LIchtfarben.
Bei stark gedimmtem Licht könnte ich ja noch verstehen, dass es wegen der Welligkeit der Licht-Intensität aufgrund der PWM-Technik zu Störungen kommen kann. Ich habe aber die Helligkeit auf Maximum gestellt, sodass derartige Effekte gering bleiben müssten.

Ich habe dann heute bei Kunstlicht und ohne Autofokus Probevideos erstellt, um heraus zu finden, ob die PWM-Lichtmodulation zu Interferenzen mit der Bildwechselferquenz oder der Auslesefrequenz des Sensors führt. Hier fand ich keine Probleme.

Für mein anstehendes Videoprojekt bedeutet dies, dass ich nun kein geeignetes Licht mehr habe, denn eine manuelle Fokussierung ist aus den von mir beschriebenen Gründen de facto nicht möglich. Oder ich müsste in ein geeignetes Video-Objektiv investieren. Ab ca. 350 Euro finde ich Festbrennweiten. So viel hatte damals das D3300 Kit komplett gekostet und diese Investition macht daher keinen Sinn.

Das Ausleihen ist demnach aktuell die beste Lösung, z.B. hier:
https://www.grover.com/de-de/products/a ... t-16-50-mm = 140,- € bei 1 Monat Miete




blueplanet
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von blueplanet » Mi 08 Mai, 2019 14:27

....sorry, wenn ich mich hier mal einmische. Was ist denn das tasächliche Autofokusproblem? Wofür benötigst Du denn bei einem relativ statischen Stativ-Set einen Autofokus?
Wenn man bei einer Nikon D3300 mit Kit 18-55mm, die Brennweite 33mm einstellt (ergibt 50mm bzw. genau das was unseren "besten" Sehgewohnheiten entspricht), dazu eine Blende von f8 (was im Allgemeinen der Sweetspot eines jeden Objektivs ist), eine Kamerapositionsabstand um die 2m wählt (was raumbezogen realistisch erscheint), dann sitzt ihr euch "hüfthoch" gegenüber und habt eine Schärfentiefe von ca. 1m (40cm davor und 70cm dahinter). Das sollte doch für einen manuellen Fokus, incl. Kopf- und Oberkörperbewegung, vollkommen reichen?!
Abgesehen davon, fällt mir kaum ein Interviewsetup ein, bei dem ohne Gegenschnitte sich die Protagonisten 10 Minuten gegenüber (sprich man sieht immer beide) sitzen und ein Frage- und Antwortszenario abläuft.
Oder mit anderen Worten - ich sehe absolut kein Technikproblem und schon gar keine Notwendigkeit einer neuen/anderen Kamera?!

LG
Jens




Videomaus
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Videomaus » Mi 08 Mai, 2019 15:22

...weil es bei beiden Objektiven reine Glückssache ist, ob die Aufnahmen hinterher scharf sind. Den Autofokus kann ich wirklich bei dem Video vergessen. Es wäre jetzt nur noch das i-Tüpfelchen an Negativ-Punkten gewesen, wenn die Kamera einen Defekt gehabt hätte.
Bei den Probeaufnahmen hier ging es ja nur um die Anordnung, Gestaltung und Licht usw. Die Sache mit dem Autofokus wollte ich hier nur einbringen, weil sie mit dem Licht in dem Raum in Zusammenhang steht.

Bei ca. 30 oder 35mm Brennweite hat mich beim Probieren gestört, dass bereits kleine Bewegungen in Richtung Kamera aufgruind des Weitwinkel-Effekt die Person viel größer erscheint. So kam ich auf ca. 50mm. Und weil das Kit-Objektiv dann nur noch f 5 bis 5,6 hat (Licht ist knapp) und zudem manuell nicht beherrschbar war, habe ich mein ca. 15 Jahre altes Tamron genommen. Und das ist mechanisch katastrophal gebaut oder eben defekt.

Der Autofokus könnte aber interessant werden, wenn ich einen Slider verwenden will zur Auflockerung.




cantsin
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von cantsin » Mi 08 Mai, 2019 15:38

Videomaus hat geschrieben:
Mi 08 Mai, 2019 15:22
So kam ich auf ca. 50mm. Und weil das Kit-Objektiv dann nur noch f 5 bis 5,6 hat (Licht ist knapp) und zudem manuell nicht beherrschbar war
Kauf Dir einfach ein altes manuelles Nikkor 50mm/f2 oder f1.8 für ca. 50-70 Euro. Das ist sowieso eine gute Investition.




blueplanet
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von blueplanet » Mi 08 Mai, 2019 15:45

...50mm und selbst 30mm gelten im Allgemeinen nicht als "Weitwinkel" - ergo kann ich nicht nachvollziehen, was Du mit "selbst bei geringsten Bewegungen" meinst. Aber ich muss nicht alles verstehen ;))
Manuell lassen sich die Objektive aber "scharf" fokusieren? Oder?
Gezielte Lichtsetzung ist beherrschbar, Tageslicht aus einem Fenster eher nicht. Insofern bist Du schon auf dem richtigen Weg. Insofern sollte dann auch f8 keine Rolle spielen, wenn kein lichtstarkes Objektiv zur Verfügung steht, was wiederum gegen die Nutzung von "natürlichem" Licht in Innenräumen spricht. Und das ein Autofokus im Zusammenhang mit bestimmten Kunstlicht solche Probleme haben soll, kann ich mir nicht vorstellen. Ist eher bei zu wenig Tageslicht bzw. fehlenden Kontrasten ein Kriterium.
Die Nutzung eines Slider wäre unter Einhaltung der Hyperfokalen Distanz und mit manuellem Fokus ebenso kein Problem. Du hast doch alle Zeit der Welt, die richtige Schärfeeben zu ermitteln...




Videomaus
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Videomaus » Mi 08 Mai, 2019 20:03

Danke für die Anregungen. Ich habe jetzt gerade ein Nikkor 50mm f 1,8 gekauft. 89 Euro sind in der Bucht anscheinend üblich, wenn das Teil noch einen sehr guten Zustand hat und demnach die manuelle Fokussierung nicht schon verschlissen ist.

@blueplanet: Nein, wie ich mehrfach schrieb, lassen sich meine beiden Objektive eben nicht manuell fokussieren! Der axiale und radiale Spiel der Objektive verschwindet bei beiden aber sofort, sobald der Autofokus-Antrieb eingerastet ist. Deshalb wirkt er sich bei Autofokusbetrieb nicht aus.
Wegen des bei Video untauglichen AF der D3300 muss ich aber manuell arbeiten.

Jetzt hoffe ich erst mal auf das Nikkor. Es wäre die kostengünstigste Lösung und das mit deutlich besserer Lichtstärke.




Auf Achse
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Auf Achse » Mi 08 Mai, 2019 20:27

Videomaus hat geschrieben:
Mi 08 Mai, 2019 13:36
Heute Vormittag habe ich die Kamera mit Kit-Objektiv draußen nochmals getestet und alle Aufnahmen mit Autofokus waren scharf!

Hat dabei die Sonne gescheint? Mehr Licht bedeutet mehr Kontrast und damit tut sich der AF wesentlich leichter.

Grüße,
Auf Achse




Videomaus
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Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Videomaus » Mi 08 Mai, 2019 20:42

Die Autofokus-Probleme waren helligkeitsunabhängig. Die Sonne hat hier nicht geschienen, der Himmel war eher softbox-mäßig. Auch mit dem LED-Kunstlicht in der Praxis habe ich verschiedene Helligkeiten ausprobiert.

Betreffend Kontrast: Nachdem ich gestern mehrere farbige Gegenstände vor weißem Hintergrund fotografiert hatte, nahm ich eine weiße, schwarz bedruckte Textseite, die ich aus ca. 3m Abstand mit 55mm Brennweite und f 5,6 bei grellstem Licht fotografiert hatte. Auch bei Blende 13 reichte die Tiefenschärfe nicht aus, den Text abzubilden!

Jetzt bin ich erst mal gespannt auf das Nikkor.




srone
Beiträge: 7507

Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von srone » Mi 08 Mai, 2019 21:00

um es mal klar darzustellen, tageslicht, egal ob sonnig oder nicht, ist um ein vielfaches heller, wie jeglichstes kunstlicht, um draussen halbwegs gegen die sonne oder auch bewölkten himmel, anzustinken, reden wir von einheiten zwischen 4000-24000 Watt hmi, nur dass dir der unterschied bewusst wird...:-)

dein auge reagiert adaptiv auf helligkeit, die kamera streng linear, wenn du gut filmen willst, ist die kamera der masstab, nicht das, was du glaubst zu sehen...;-)

lg

srone
"x-log is the new raw"




Jott
Beiträge: 15425

Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von Jott » Mi 08 Mai, 2019 21:20

Was immer du da treibst, Autofokus ist quatsch für ein statisches Interview, da vollkommen überflüssig und vor allem mit dem Potential, die Aufnahme zu versauen. Weil die Kamera ja nicht weiß, was du willst. Solltest du eigentlich bereits gelernt haben.

Dann viel Glück mit dem 50er (das übrigens auch neu nur 89 Euro kostet).




srone
Beiträge: 7507

Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von srone » Mi 08 Mai, 2019 21:34

ist jetzt hier auch egal, videomaus ist blutigster anfänger, eigentlich wäre eine solche beratung teuer, aber wenn er mitspielt, dann helfe ich ihm als forumskollegen gerne, er lernt was zu schätzen, dass es eben nicht nur die kamera ist, sondern dass hinter einer guten aufnahme, soviel mehr steckt..;-)

lg

srone
"x-log is the new raw"




blueplanet
Beiträge: 1050

Re: einfaches Video-Interview - Probleme mit Anordnung

Beitrag von blueplanet » Do 09 Mai, 2019 07:38

Videomaus hat geschrieben:
Mi 08 Mai, 2019 20:42
Auch bei Blende 13 reichte die Tiefenschärfe nicht aus, den Text abzubilden!
...es gibt nur wenige Premium-Objektive (meist sehr hochpreisig) die von Haus aus wirklich "scharf" sind.
Ich hoffe, Du verwechselst nicht die Fehlerkategorien Schärfeebene, Back-oder Frontfokus und die besagte Grundschärfe eines Objektivs. Hinzu kommt bei Blende f13 und wieder in Abhängigkeit vom Objektiv und des Systems (FF, APS-C oder MTF) die Beugungsunschärfe. Ergo: wenn man weiter abblendet als nötig (von z.B. f8 nach f13), sinkt die Zahl der "mittleren" Lichtstrahlen proportional viel stärker als die der Randstrahlen (Kreisfläche zu Kreisumfang), so dass ab einer bestimmte Blende die Beugungsunschärfe deutlich sichtbar wird.
Nicht umsonst erwähnte ich deshalb den Sweetspot f8 in Kombi mit der gewünschten, max. Schärfentiefe (optimal bei Vollformat Kameras + (!) Objektiven). APS-C (wie bei deiner Nikon + diesem Kitobjektiv (!), würde ich sagen, ist das ohnehin die "Grenze"

Sprich, wenn sich ein Text aus 3 Meter Abstand nicht scharf abbildet, kann das einige Ursachen haben. Und verwechsle bitte nicht die "Schärfe" bei der Fotografie und jene beim Film. Bei der einen Kunstform ist es in der Regel erwünscht, während bei der Zweiten es in der Regel eher "unerwünscht" ist bzw. fällt das viel weniger ins Gewicht. Eine reine Textabbildung wäre also ein wirklich schlechtes Beispiel.




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