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Passion für Lost Places



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Auf Achse
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Auf Achse » Do 14 Feb, 2019 19:00

Das mit platt machen wenns kein Geld mehr bringt ... ich glaub da sind wir in Österreich noch viel besser. Ihr habt ein paar alte Zechen (Zollverein, Zollern usw.), die Elbphilharmonie usw .... die zu supertollen Veranstaltungsörtlichkeiten und Museen adaptiert sind.

Bei uns wär längst der Bagger durchgefahren und grausige Hochhäuser draufgeklotzt.

Auf Achse




klusterdegenerierung
Beiträge: 13939

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Do 14 Feb, 2019 19:12

r.p.television hat geschrieben:
Do 14 Feb, 2019 18:33
Es ist ein wenig zu technisch, zu unromantisch (klingt blöd, aber ist so)
Öh, jetzt bin ich doch etwas vor den Kopf gestossen!
Kannst Du Dich noch an Deine Musik erinnern?

Ich habe diese jetzt so gewählt, weil Du auch etwas rockig.indie-fetziges hattest.
Persönlich hätte ich was GANZ anderes genommen.

Schon seltsam wie die warnehmung sich plötzlich verändert.
Und sorry noch mal, es hat ja nichts mit dem Video zu tun, mir und einigen kam die Musik nicht so entgegen, mehr ja nicht.
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Do 14 Feb, 2019 19:18

Auf Achse hat geschrieben:
Do 14 Feb, 2019 19:00
Das mit platt machen wenns kein Geld mehr bringt ... ich glaub da sind wir in Österreich noch viel besser. Ihr habt ein paar alte Zechen (Zollverein, Zollern usw.), die Elbphilharmonie usw .... die zu supertollen Veranstaltungsörtlichkeiten und Museen adaptiert sind.

Bei uns wär längst der Bagger durchgefahren und grausige Hochhäuser draufgeklotzt.

Auf Achse
Auch wenn man es gar nicht vermuten würde, aber in dem Zusammenhang empfinde ich die Schweiz als am schlimmsten. Da wurden wirklich bildschöne alte Villen und Hotels aus der Belle Epoque an den Seen im Tessin dem Erdboden gleich gemacht um Platz zu machen für sterile Angeber-Betonbunker schwerreicher Schweizer Bankiers oder sonstigen, empathielosen Aufschneidern. Eine so große Dichte an "Kopfschüttel-Erlebnissen" hatte ich selten. Aber grundsätzlich passiert das überall. Gerade in den 70er Jahren wurde noch sehr viel altes Kulturgut zerstört für hässliche Neubauten. Man sollte meinen man hat aus alten Fehlern gelernt, aber die Lernkurve bleibt schnell flach wenn ein paar Franken, Euros etc. locken. In der ehemaligen DDR gibt es noch viele schöne, historische Bauten die es bis in die 90er überlebt haben, die im Westen vermutlich schon in den 60ern einem Waschbeton-Pavillon gewichen wären, aber leider ist deren Substanz durch jahrzehntelange Vernachlässigung mittlerweile so schlecht dass sich derer niemand mehr annehmen kann. Auch der Denkmalschutz kann die meisten nicht mehr retten. Ich denke ein gutes Sechstel der denkmalgeschützen Orte in Deutschland (meist in den neuen Bundesländern) die ich besucht habe ist mittlerweile abgerissen wegen Einsturzgefahr.




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Do 14 Feb, 2019 19:40

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 14 Feb, 2019 19:12
r.p.television hat geschrieben:
Do 14 Feb, 2019 18:33
Es ist ein wenig zu technisch, zu unromantisch (klingt blöd, aber ist so)
Öh, jetzt bin ich doch etwas vor den Kopf gestossen!
Kannst Du Dich noch an Deine Musik erinnern?

Ich habe diese jetzt so gewählt, weil Du auch etwas rockig.indie-fetziges hattest.
Persönlich hätte ich was GANZ anderes genommen.

Schon seltsam wie die warnehmung sich plötzlich verändert.
Und sorry noch mal, es hat ja nichts mit dem Video zu tun, mir und einigen kam die Musik nicht so entgegen, mehr ja nicht.
Das war nicht böse gemeint.
Musik und was man damit verbindet ist IMMER zu einem gewissen Prozentsatz sehr subjektiv. Der 5-Minuten-Film ist ja eher privat motiviert gewesen und daher habe ich etwas benutzt dass uns als Team repräsentiert und was unser Feeling rüberbringen soll. Das dieses Feeling nicht bei jedem so ankommt ist mir klar. Auch weil die Musikart polarisiert und in dem Context auch nicht die erste Wahl von vielen wäre. Und so kann ich eben mit der Musik Deiner Wahl nicht das verknüpfen was ich anhand meiner Erinnerungen gerne transportieren will. Es kann aber gut sein dass Deine Musik bei jemand anderem mit freiem Kopf besser ankommt. Mir fehlt eben bei dem Stück der letzte Hauch von Gefühl den ich bei Uprising trotz aller Rockigkeit noch höre.




3Dvideos
Beiträge: 473

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von 3Dvideos » Do 14 Feb, 2019 21:10

Ein nicht völlig unumstrittener Film: Auf 3 Pros kommt 1 Contra. Ich habe jedenfalls mit Pro gestimmt. Ein gelungenes Beispiel für eine Lost-Places-Umsetzung:




Auf Achse
Beiträge: 3671

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Auf Achse » Do 14 Feb, 2019 21:48

3Dvideos hat geschrieben:
Do 14 Feb, 2019 21:10
....... Ein gelungenes Beispiel für eine Lost-Places-Umsetzung:


....... das ist aber jetzt nicht dein ernst .....

Du gibst ständig den Oberlehrer der die Weisheit mit'm Löffel gefressen hat und dann findest du ein ausgebranntes Wackelvideo mit Automatikblende und miesem Ton GUT???

Eigentlich ist da wirklich nichts gut umgesetzt, weder Bild, Ton, Off Text usw.
Ist im Vergleich zu r.p. ein ambitioniertes Amateurvideo mit ganz viel Luft nach oben.

Auf Achse
Zuletzt geändert von Auf Achse am Do 14 Feb, 2019 22:07, insgesamt 1-mal geändert.




Jörg
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Jörg » Do 14 Feb, 2019 22:02

ich fürchte doch ;-((




Cinemator
Beiträge: 227

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Cinemator » Do 14 Feb, 2019 22:28

@r.p. „In Deutschland sind die meisten Gebäude wirklich komplett voll mit Graffiti und alles ist auf links gedreht, restlos kaputt geschlagen, abgebrannt etc. Je näher an einer Großstadt desto schlimmer. In dem Context ist Italien - zumindest was Europa betrifft - unser Lieblingsland. Die Italiener schätzen schon von klein auf ihre kulturelle Vergangenheit viel mehr und viele Italiener haben auch ein viel besseres Gespür für Kunst. Viele singen, zeichnen, machen Musik. Wer selbst etwas "kann" zerstört nicht die Kunst von anderen, weil er eine Wertschätzung dafür hat. Ich empfinde das leider in dem Zusammenhang immer als Bankrotterklärung der deutschen Kultur. In unserem Land werden schöne alte Sachen nur noch kaputtgemacht.“

Das sagst Du aber was. Ich kann dem nur voll zustimmen...




klusterdegenerierung
Beiträge: 13939

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Do 14 Feb, 2019 23:08

Cinemator hat geschrieben:
Do 14 Feb, 2019 22:28
Wer selbst etwas "kann" zerstört nicht die Kunst von anderen, weil er eine Wertschätzung dafür hat. Ich empfinde das leider in dem Zusammenhang immer als Bankrotterklärung der deutschen Kultur.
1+
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




r.p.television
Beiträge: 2938

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Do 14 Feb, 2019 23:55

3Dvideos hat geschrieben:
Do 14 Feb, 2019 21:10
Ein nicht völlig unumstrittener Film: Auf 3 Pros kommt 1 Contra. Ich habe jedenfalls mit Pro gestimmt. Ein gelungenes Beispiel für eine Lost-Places-Umsetzung:

Die 2 sind keine Unbekannten für mich. Die haben mich mal persönlich per PN innerhalb eines Forums angeschrieben was ich von ihren Filmen halte. Das war zu einer Zeit als neben mir die ersten angefangen haben Lost Place Videos zu machen.
Ich will diese Filme gar nicht schlecht reden. Meine ersten Filme vor 30 Jahren sahen auch nicht besser aus. Jeder macht eben seine Anfänge. Das Problem ist dass viele ihre Anfänge nun im Zeitalter von Youtube direkt in die Öffentlichkeit tragen. Manchen verbiegt der Stolz über die ersten Schritte auch ein wenig die gesunde Selbsteinschätzung. Entweder man erträgt dann die fiesen Shitstorms in den Kommentaren und wächst daran oder die Lernkurve bleibt flach weil nicht wenige danach die Flinte ins Korn werfen. Ich weiss gar nicht was aus den beiden geworden ist.
Immerhin ist es keine langweilige Slideshow aus Fotos oder ein einfallsloser "Walkthrough" wie die meisten Urbexfilme auf Youtube. Sie haben sich vorher Gedanken drüber gemacht, auch wenn es hölzern wirkt. Ich hab ihnen damals geschrieben dass sie auf ihrer Basis weitermachen sollen, aber unbedingt die unfreiwillig albern wirkenden "Schauspieleinlagen" weglassen sollen. Sie haben sich Mühe gemacht etwas über den Ort zusammenzusuchen (wobei einige Fakts kompletter Schwachsinn sind), aber für den Rest braucht es einfach Erfahrung. Grundsätzlich ein besserer und kreativerer Zeitvertreib als vor der Glotze oder der Playstation zu hocken oder shoppen zu gehen.

Es gibt aber deutlich bessere Filme im Netz als dieses Werk im Sinne von Bildästhetik, Inhalt und der Gesamtgestaltung. Die meisten Filme mit der Thematik sind aber Mainstream. Die Leute machen was sie kennen. Walkthroughs. Kamera auf ein Gorillapod und damit durch den Lost Place stolpern. 80% der Laufzeit sieht man das Gesicht des Youtubers der das erzählt was der Zuseher ohne dessen Gefasel sehen könnte wenn er die Kamera nach vorne richten würde. Auch diese Videos will ich nicht grundsätzlich schlecht reden. Einige Protagonisten haben Charme und können gut reden. Auch ist bei einigen eine deutliche Steigerung über die Jahre zu erkennen was die Gestaltung angeht. Aber es fehlt grundsätzlich an frischen Ideen. Man schwimmt im Mainstream mit. Was bei anderen Klickzahlen generiert wird kopiert. Und erstaunlicherweise haben viele der wirklich simpel gemachten Videos unglaubliche Klickzahlen für diese Interessensnische.




Auf Achse
Beiträge: 3671

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Auf Achse » Fr 15 Feb, 2019 09:01

Auf Achse hat geschrieben:
Do 14 Feb, 2019 21:48
3Dvideos hat geschrieben:
Do 14 Feb, 2019 21:10
....... Ein gelungenes Beispiel für eine Lost-Places-Umsetzung:

Eigentlich ist da wirklich nichts gut umgesetzt, weder Bild, Ton, Off Text usw.
Ist im Vergleich zu r.p. ein ambitioniertes Amateurvideo mit ganz viel Luft nach oben.

Auf Achse


Meine Aussage ist NICHT als Kritik an diesem Film gemeint. Sondern an 3Dvideos "gute Umsetzung" die im Zusammenhang mit r.p's. Videos steht.

Auf Achse




Onkel Danny
Beiträge: 335

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Onkel Danny » Sa 16 Feb, 2019 11:55

Bei dem Video sind ein paar wirklich sehr geile Spots dabei, echt nice. Auch der Einblick in die Entstehung ist nett.

Es wäre schön, wenn zumindest noch die anderen Folgen per Web rauskommen würden.
Wobei es dafür sicherlich auch Käufer geben würde, per Disc oder Streaming etc.
Bei den Sendern ist es bekanntlich, schon etwas schwieriger, aber nicht unmöglich.

Aber bitte für ein Format entscheiden. Dieses 21:9 in einem 16:9 Stream sind auf dem Pc eine Seuche.
Ich habe nämlich auch einen 21:9 Monitor und die massive Bescheidung macht nicht so wirklich Spaß.
Das ist bei dem Inhalt auch nicht nötig, da reichen 16:9 völlig aus. Wenn man aber 21:9 wählt dann bitte
auch so ausspielen. Denn die Portale geben das immer richtig wieder.

greetz




klusterdegenerierung
Beiträge: 13939

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Sa 16 Feb, 2019 17:39

Sollen wir Dir vielleicht noch ein paar Snacks und Getränke kostenlos in Haus liefern?
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"

Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.




klusterdegenerierung
Beiträge: 13939

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 19 Feb, 2019 12:56

Ich bin auf diese Doku über Tscherno gestossen und neben einigem alten Infos, gibt es auch einiges neues, aber selten wirklich hoffnungsvoll.

Vor dem Hintergrund r.p. Besuchs dort, nicht uninteressant.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinf ... t-100.html
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




blueplanet
Beiträge: 1085

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von blueplanet » Di 19 Feb, 2019 13:20

r.p.television hat geschrieben:
Do 14 Feb, 2019 23:55
...ich würde ja "Potsdamm" mit einem "m" schreiben ;))




r.p.television
Beiträge: 2938

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Mi 20 Feb, 2019 12:07

Onkel Danny hat geschrieben:
Sa 16 Feb, 2019 11:55
Aber bitte für ein Format entscheiden. Dieses 21:9 in einem 16:9 Stream sind auf dem Pc eine Seuche.
Ich habe nämlich auch einen 21:9 Monitor und die massive Bescheidung macht nicht so wirklich Spaß.
Das ist bei dem Inhalt auch nicht nötig, da reichen 16:9 völlig aus. Wenn man aber 21:9 wählt dann bitte
auch so ausspielen. Denn die Portale geben das immer richtig wieder.
An sich ein berechtigter Einwurf. Ich müsste mal austesten wie das aktuell ist. Ich hab mir das simple Letterboxing vor einigen Jahren angewöhnt weil gerade die Apple-Devices die mitgelieferten Ratio-Infos nicht kapiert oder ignoriert haben und dann das ganze Bild zu Fullscreen aufgebläht haben (was in Eierköpfen resultierte). Vielleicht ist die Apple-Welt im neuen Zeitalter angekommen und ich kann das Letterboxing in Rente schicken.




Onkel Danny
Beiträge: 335

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Onkel Danny » Sa 23 Feb, 2019 11:12

Danke r.p.television, so meinte ich es auch. Ich fordere ja nichts, es wäre lediglich schön.
Ich würde mich da aber auch nicht auf irgendwelche Player festlegen. Sondern wirklich auf die Portale und Zielgruppen.

Dein Inhalt Doku, also 16:9 für Web, TV und Disc. Das würde Sinn ergeben. Weil die meisten Monitore und fast alle TVs
ein Bildseitenverhältnis von 16:9 zu haben, ganz einfach.

Wenn man jetzt trotzdem 21:9 will. Dann einfach nativ für Web ausspielen. Für Tv und Disc dann in 16:9 Container,
aus kompatibilitätsgründen.

greetz




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 17 Sep, 2019 14:15

Es gibt mal wieder ein neues Video bezüglich meines Langzeitprojektes. Im Prinzip nichts ernsthaftes. Eher mal so ein Schnittprojekt um mal wieder ne Übersicht zu bekommen wie weit das Material reicht und auch mal um das Team bei Laune zu halten, weil die immer nur recht selten was zu Gesicht bekommen. Aber ich dachte besser als nur Testcharts und Katzen im Wohnzimmer ;-)


Nachdem ich jüngst über 5000km bei 2 Selbstmordtouren durch Frankreich unterwegs war um die feuchten Träume eines jeden Explorers einzufangen hat sich soviel Rohmaterial angestaut dass es klug schien damit zeitnah irgendetwas zu machen.
Da aber noch keine Interviews und Statements zu diesem Kapitel abgedreht wurden, dachte ich mir ich schneid sowas wie nen "Gag-Teaser" zusammen. Also alles nicht so ernst gemeint, auch wenn Frankreich wirklich ne ernste Sache ist. Nicht umsonst sage ich: Das gefährlichste Urbexland.
Zumindest nach eigener Erfahrung, obwohl mittlerweile genug andere, weitaus exotischere Länder bereist wurden. Von daher sind die eher spaßig gemeinten ersten 3 Minuten doch irgendwie ein Kompendium unserer Frankreich - oder wie wir sagen "Fuckreich"-Erfahrung. Denn wirklich inszeniert haben wir da nichts.
Aber nach mehreren Touren durch dieses seltsame Land (komischerweise scheint dort IMMER irgendwo ne Treibjagd stattzufinden) weiss ich dass die Landbevölkerung es liebt wenn sich hinter Kimme und Korn irgendwas in blutige Fleischlappen verwandelt - und wenn's nur ein depperter Urbexer aus Deutschland ist.


Auch wenn 2 dieser Schlösser wirken als wären sie noch bewohnt sind sie seit etlichen Jahren aufgegeben. Erst im Detail sieht man dort dass die Teppiche von Mäusen zerfressen sind und überall Fledermäuse im Schloß umherfliegen, die alles fleissig vollkacken.
Es waren jedenfalls viiiiieeele Kilometer, meist nachts durchgefahren. Auch nicht wenig Kilometer zu Fuß. Auch meist nachts. Das Model mit Fieber und Triefnase. Aber man bekommt davon ja ein wenig im Film mit. Nicht von der Triefnase, aber den nächtlichen Exkursionen.
Wie man in einigen BTS-Szenen sieht habe ich ausrüstungstechnisch "abgerüstet" und drehe nun sehr viel auf einer Fuji X-T3 und nem Ronin S mit Funk-FF. Ich bin nicht durchgehend glücklich mit dem Output, aber das bin ich sowieso nie. Aber für meinen Rücken und auch die Festplatten ist die Fuji eine wahre Wohltat.




Passwort: fuckreich

Passwort weil ich den Film noch nicht öffentlich posten kann/mag. Eine Location im Film ist grade recht "heiss" und da will ich keine Anzeige riskieren.


PS: Wer sich einmal fragen sollte was ich da eigentlich bei einem Blick in einen Schrank gefilmt habe: Das sind Eulenbabies die mich solange der Schrank zu war angefaucht haben wie ne Giftnatter. Ich hab dann bei einem missglückten Revisit mitten in der Nacht die Eulen-Mutter gesehen. Ein Raubvogel so groß wie ein Schäferhund (mindestens :-) ) der da über unsere Köpfe aus dem Turmzimmer rausgeflattert kam. Ein Glück dass ich der Mutter nicht im engen Turmzimmer begegnet bin. Die hätte Hackepeter aus mir gemacht




Jörg
Beiträge: 7335

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Jörg » Di 17 Sep, 2019 14:33

absoluter Hammer, alles, die Bilder, die Musik ( Annies uraltadaption passt wie die Faust aufs Auge)
der Schnitt, die Idee.
30 Jahre jünger, und du hättest ne weitere Fuji an deiner Seite.
Blass vor Neid. so etwas verpasst zu haben...




Frank B.
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Frank B. » Di 17 Sep, 2019 14:34

Ich schaffs grad nicht, den Zusammenschnitt mal anzusehen. Mach ich später, wenn ich mehr Zeit und Muße habe. Aber vielleicht kannst du mal ganz kurz noch erklären, warum ausgerechnet Frankreich so gefährlich sein soll.




3Dvideos
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von 3Dvideos » Di 17 Sep, 2019 14:43

Ein Video auf der Grenze zur Kriminalität. Das Eindringen in eine Privatsphäre wird deutlich spürbar.

Ansonsten ist das Video ein netter Vlog mit rough-and-ready-Schnitt: ein Making Off aus der Dunkelkammer ( mit vielen dunklen Aufnahmen ), aber mit ein paar netten Drohnenflügen.

Muss das sein?




r.p.television
Beiträge: 2938

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 17 Sep, 2019 14:49

Frank B. hat geschrieben:
Di 17 Sep, 2019 14:34
Ich schaffs grad nicht, den Zusammenschnitt mal anzusehen. Mach ich später, wenn ich mehr Zeit und Muße habe. Aber vielleicht kannst du mal ganz kurz noch erklären, warum ausgerechnet Frankreich so gefährlich sein soll.
Ja, das ist vermutlich schwer nachvollziehbar. Es betrifft auch nicht ganz Frankreich. Aber speziell die Ecke Limoges und generell die Normandie. In den Vogesen und rund um Paris ist man da relativ entspannt unterwegs.
Was man wissen muss: In diesen Regionen feiert man die Jagd. Da hat jeder Bauer dutzende von Flinten sämtlicher Kaliber direkt neben der Tür stehen. Und viele haben Probleme mit Romas die ihnen nachts die Höfe leer klauen. Daher wird dort gerne auf Gestalten geschossen die irgendwo durch private Forstgebiete laufen oder gar irgendwo über Mauern klettern. Auch der verarmte Landadel lädt zu Treibjagden ein, gerne auch auf eingezäunten Gebieten um ruinöse Jagdschlösser ;-). Wir hätten einmal beinahe nen so einen Jäger mit dem Auto überfahren weil der blindlings aus einem Maisfeld rausgerannt kam, mit der Flinte im Anschlag über die Straße. Fast wie in einem Comic.

Es gab jedenfalls schon reichlich Zwischenfälle bei denen auf "Urbexer" aus großer Distanz - glücklicherweise meist mit Schrot - geschossen wurde. Ich gehöre auch dazu und wurde sogar getroffen, aber ohne dass das Schrot noch irgendeine ballistische Wirkung hatte. Von daher ist für mich persönlich Frankreich am gefährlichsten. Und ich war nun wirklich schon überall, auch in den tiefsten asiatischen Löchern. Es wird klar gefährlichere Ecken geben, aber die laß ich dann aus ;-)




Frank B.
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Frank B. » Di 17 Sep, 2019 14:56

:D
Ok, verstehe. Aber ich glaube, die wollen nur spielen. Sonst wären sicher schon einige Roma und Touristen in den Wäldern vergraben. Aber man weiß ja nie, an wen man gerät. Vorsicht und ein Team sind da sicher nicht von Schaden. ;)




klusterdegenerierung
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 17 Sep, 2019 15:06

Gefällt mir wieder sehr gut, tolle Bilder, einzig der Offsprecher am Anfang ist mir zu lurig. :-)
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 17 Sep, 2019 15:29

3Dvideos hat geschrieben:
Di 17 Sep, 2019 14:43
Ein Video auf der Grenze zur Kriminalität. Das Eindringen in eine Privatsphäre wird deutlich spürbar.

Ansonsten ist das Video ein netter Vlog mit rough-and-ready-Schnitt: ein Making Off aus der Dunkelkammer ( mit vielen dunklen Aufnahmen ), aber mit ein paar netten Drohnenflügen.

Muss das sein?
Ich geh mal drauf ein weil der Aspekt mir dem Eindringen in die Privatsphäre etwas ist was mir selbst öfters zu Denken gibt.

Aber vorweg: Es ist nicht AUF der Grenze zur Kriminalität, sondern bereits drüber. Da brauche ich mir nichts vormachen. Es ist in jedem Fall IMMER Hausfriedensbruch. Dabei ist es aus juristischer Sicht völlig egal ob es ne dachlose Ruine ist oder ein voll eingerichtetes Schloß wie man sie hier sieht. Solange wir beim Reinklettern nichts beschädigen oder klauen bleibt es Hausfriedensbruch und wird in der Regel nicht mehr bestraft als wenn wir in eine augenscheinlich komplett verwahrloste Ruine reinlaufen.

Das Eindringen in die Privatsphäre ist tatsächlich ein anderer Punkt und ich muss auch zugegeben dass wir da schon ein paar mal (aber eher unwissend) übers gesunde Maß raus sind. Wichtig sind hier eine gewisse Pietät und der Respekt dem Inventar gegenüber. Die Besitzer dieser Schlösser sind längst gestorben. Es handelt sich um schwebende Erbmasse oder um Immobilien, die seit Jahren vergeblich versucht werden zu verkaufen. Ohne Erfolg. Zu groß, zu alt, zu abgelegen, zu teuer vom Unterhalt. Auch wenn man dort uralte Dokumente findet, so sind die Unterlagen und Habenschaften der letzten Bewohner nicht mehr dort. Alles ist quasi verkaufsfertig und hat teilweise einen gewissen Museumcharme. Von daher rechtfertige ich mein Handeln mit dem Argument dass ich diese einmaligen Zeitkapseln dokumentieren muss. Denn aus Erfahrung weiss ich dass sich ein Schloß in dem das Dach bereits undicht ist innerhalb von 2 Jahren in eine komplette Ruine verwandeln kann, die dann auch mit irdischen Mitteln kaum wiederherstellbar ist. Und dann hätte man gerne ein paar Aufnahmen die daran erinnern welche Pracht da einst herrschte.

Zum Rest von wegen Dunkel und ob das sein muss - das lasse ich unkommentiert. Ich weiss ja von wem es kommt.
Frank B. hat geschrieben:
Di 17 Sep, 2019 14:56
:D
Ok, verstehe. Aber ich glaube, die wollen nur spielen. Sonst wären sicher schon einige Roma und Touristen in den Wäldern vergraben. Aber man weiß ja nie, an wen man gerät. Vorsicht und ein Team sind da sicher nicht von Schaden. ;)
Wir sind dort tatsächlich mal in polizeiliche Gewahrsam genommen worden (wie schon mal erwähnt nicht gerade eine Seltenheit bei uns). Und der Polizeichef meinte dann es gab in seinem Zuständigkeitsgebiet schon mehrfach erschossene Leute die querfeldein irgendwo rumgelaufen sind, ganz egal was deren Begehr war. Auch bei den Treibjagden sterben jedes Jahr ein paar Franzmänner weil sich die Jäger gegenseitig über den Haufen ballern. Ich hab ja selbst eine Waffenbesitzkarte und bin quasi waffenkundig, aber wie die da durch die Wälder und über die Felder laufen und rumballern. Da würde jedem deutschen (wahrscheinlich auch französischem) Beschussamt schwindlig werden.




Frank B.
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Frank B. » Di 17 Sep, 2019 15:46

Ja, aber auch hier werden jedes Jahr irgendwelche Leute erschossen bei Jagden bzw. von Jägern, die auf alles schießen, was sich bewegt, trotz besseren Wissens. Oder sie schießen irgendwo auf ein Wildschwein und beachten nicht, dass in der Schusslinie hinter dem Feld eine Kleingartenanlage ist. Kann mir aber vorstellen, dass das in anderen Ländern noch öfter vorkommt, wo im Grunde jeder ne Flinte haben darf. Klar ist es sehr gefährlich, während der Jagdzeiten durch ein Gebiet zu laufen, in dem gejagt wird. Ist auch bei mir hier so während der Maisernte. Da gehen die Jäger auf ihre Ansitze und warten bis aufgescheuchte Wildschweine aus dem Feld rennen. Wehe du joggst da grad in einer dunklen Jacke am Feld lang.




klusterdegenerierung
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 17 Sep, 2019 15:59

Ähh, wie war noch gleich das Threadthema Maisernte in der Jagdsaison?
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




Frank B.
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Frank B. » Di 17 Sep, 2019 16:01

Todesfälle bei nächtlichen Wanderungen




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 17 Sep, 2019 16:16

Frank B. hat geschrieben:
Di 17 Sep, 2019 16:01
Todesfälle bei nächtlichen Wanderungen
Die gibt es ausserhalb des Urban Exploring mit Sicherheit öfter ;-)
Zumindest wurde in Frankreich meines Wissens noch niemand totgeschossen. Es sind eher die Unfälle durch allgemeinen Leichtsinn oder Dummheit die den meisten unserer Zunft zum Verhängnis werden.

Das Video wirkt in den ersten drei Minuten in dem Zusammenhang mit Sicherheit ein wenig over the top, aber es war schon sehr strange da bei all dem Geballer durch den Wald zu laufen und dann noch diese sehr originellen Schilder anzutreffen. Es gab noch ein anderes welches ich leider nicht gefilmt habe weil es in Strömen zu regnen begann, aber da stand übersetzt: Mein Hund läuft die 400 Meter in 10 Sekunden. Wenn Du das nicht schaffst bleibst Du besser auf Deiner Seite des Tors.
Von daher kann man dem Schloßherrn einen gewissen, originellen Humor nicht absprechen.




Auf Achse
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Auf Achse » Di 17 Sep, 2019 20:05

WOW, echt wieder mal übergeil, danke fürs Zeigen! Hab in letzter Zeit eh ab und zu an dich und dein Lost Place Projekt gedacht und ob es schon Fortschritte gibt!

Coole Plätze, ästethisch gefilmt, super Musik und Effects, euer Model paßt wieder mal perfekt rein, auch die Intro - Story mit den Jägern paßt weil man euch dabei ein bissl kennenlernt.

Klar, die schnellen Schnitte sind wegen des Teasers .... aber ich find die Aufnahmen + Locations soooo geil, ich würd mir auch dein ungeschnittenes Footage reinziehen ohne daß es mir langweilig würde :-)

Und abgesehen davon .... ich find deine leopardenfelltapezierte Filmer - Bluesmobil - Karre mindestens genauso cool!

Weiterhin viel Erfolg mit deinem Projekt und lass unbedingt bald wieder was sehen!


Grüße,
Auf Achse




Frank B.
Beiträge: 8971

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Frank B. » Di 17 Sep, 2019 23:46

Also, ich habe es jetzt geschafft, mir das Video anzusehen und finde es wieder klasse. Hatte jetzt nichts anderes erwartet nach deinen bisherigen Sachen. Ich beneide dich auch ein Stück um dieses super Team. Macht bestimmt viel Spaß mit denen zusammen zu arbeiten. Auch das Model ist super. Sagte ich ja letztens schon mal. Die gibt der Sache nochmal richtig Pepp. Passt einfach alles gut zusammen.
Ich mache ja auch in letzter Zeit so paar Experimente mit Lost Places. Hab auch schon paar gefunden. Lange aber nicht so geniale wie du da besucht hast. Bei mir waren da schon zig Leute vor mir drin, haben Zerstörung und Graffitis hinterlassen, was stellenweise auch recht geil aussieht, aber son Schloss oder alte Bibliothek ist trotzdem ein ganz anders Kaliber. Ich mache allerdings nur erstmal Fotos und ohne Model natürlich, weil ich niemanden habe, nichtmal eine Begleitperson. Ich bin immer alleine unterwegs, was die Sache natürlich auch ein bisschen gefährlich macht, denn es kann schnell mal was passieren, wenn man so durch die Ruinen streicht. Ich verschicke vorher an meine Söhne eine Handynachricht, wo ich ungefähr wie lange bin, damit die wenigstens ansatzweise wissen, wo sie suchen müssen, wenn ich nicht mehr heim komme. :)




3Dvideos
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von 3Dvideos » Mi 18 Sep, 2019 10:17

Vom Storytelling mal abgesehen - wie seid ihr eigentlich versichert?




Auf Achse
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Auf Achse » Mi 18 Sep, 2019 10:39

Da gibts eine spezielle URBEX'er und Lost Place Versicherung. Kennst du die gar nicht?

Auf Achse




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Mi 18 Sep, 2019 13:03

3Dvideos hat geschrieben:
Mi 18 Sep, 2019 10:17
Vom Storytelling mal abgesehen - wie seid ihr eigentlich versichert?
Das ist natürlich so eine typisch "deutsche" Frage auf die ich mittlerweile fast schon allergisch reagiere. Weil ich genau weiss was der Fragesteller damit impliziert.

Ich wurde auch schon des öfteren von überbesorgten Familienvätern getadelt warum ich so verantwortungslos durchs Leben gehe und so gefährliche Sachen mache. Diese Menschen nehme ich aber als die typischen Alltags-Lemminge mit einer erheblichen, fremdgelenkten Wahrnehmungsverzerrung- oder gar Störung wahr.
Wir leben hier in einer Welt in der wir mittlerweile in Watte gepackt sind. Wir fahren Autos mit 22 Airbags und anderen Sicherheitssystemen, viele tragen Fahrradhelme (oft sogar wenn sie gar nicht mehr Fahrrad fahren sondern rennen damit in Geschäfte etc. weil sie ohne direkt ein Gefühl der Unsicherheit bekommen), jeder ist gegen alles versichert. Das alles macht natürlich das Leben potenziell sicherer, aber es vermittelt den Leuten auch ein trügerisches Gefühl von absoluter Sicherheit oder gar Unsterblichkeit.
Dabei gilt allgemein: Das was ein großer Querschnitt an Leuten macht wird allgemein als nicht gefährlich eingestuft. Weil die Leute sich ungerne eingestehen dass ihre persönliche Komfortzone doch nicht so sicher ist wie erhofft.
Beispiel: Einer der Familienväter die mich da so getadelt haben (von wegen weil ich ja auch eine Tochter habe und warum ich sowas saudummes mache) fährt Motorrad und fährt Ski. Ich hab ihn darauf damit konfrontiert und er war darauf richtig eingeschnappt und hat versucht mit dummen Argumenten seine vermeintliche Sicherheit und Komfortzone zu verteidigen. Aber ihm gingen schnell die Argumente aus. Gerade Skifahren wird von vielen als lustiger Freizeitvertreib wahrgenommen. Der Schnee glitzert, die Sonne lacht. Aber man brettert mit 60km/h auf 2 Brettern einen Hang hinunter. Vorbei an Felsen, Bäume, Liftsäulen und anderen Skifahrern die plötzlich abbremsen oder die Richtung ändern. Der Skilhelm und der Rückenprotector versprüht ein Gefühl der Unverletzbarkeit, zusammen mit der Tatsache dass man da ja mit 2000 anderen Leuten aufm Hang unterwegs ist. Denn das kann ja nicht gefährlich sein, es machen ja auch Frauen und Kinder. In Wahrheit gehen beim Skifahren jedes Jahr unglaublich viele Leute drauf, landen im Rollstuhl und sind ein Leben lang Pflegefall. Prominentes Beispiel: Michael Schumacher. Er hat über 20 Jahre lang allen Gefahren getrotzt. Quasi ein Gefahrenweltmeister. Und trotzdem ist er bei Schrittgeschwindigkeit mit dem Kopf gegen einen Felsen gekippt. Der teure Helm hat nicht den erhofften Effekt gebracht. Michael Schumacher hat heute traurigerweise die kognitiven Fähigkeiten einer Zimmerpflanze. Und so geht es Tausenden. Und trotzdem werde ich von diesen Leuten abgeurteilt als verantwortungsloser Traumtänzer, der sowieso bald draufgeht. Aber diese Leute nehmen sogar ihre Kinder (!) mit zum Skifahren. Auf Skipisten wo tagtäglich Leute von anderen derart über den Haufen gefahren werden dass viele noch an der Unfallstelle versterben. Ein Fremdeinfluss auf den man trotz aller Vorsicht gar keinen Einfluß hat. Die Tourimuslobby weiss solche Vorfälle natürlich klein zu halten. Ich will natürlich niemanden aburteilen weil er Ski fährt oder auch seine Kinder mitnimmt. Jeder soll das tun was ihm Spaß macht. Ich bin der Letzte der irgendwem etwas schlecht reden will. Ich will hier nur die Relationen klarstellen.
Ich bin Jahrzehnte mit Begeisterung Ski gefahren. Die Carving-Ski haben mir das aber kaputt gemacht, weil die das Skifahren massentauglich gemacht haben. Ich habe vor 10 Jahren aufgehört weil ich mehrmals tödliche Unfälle auf der Skipiste miterlebt habe. Aber viele kucken bei sowas weg. Weil die eigene Komfortzone sonst angekratzt wird. Das sind ja traurige "Einzelfälle".

Ich habe tatsächlich eine ziemlich ausufernde Filmproduktionsversicherung. So ein All-in-One-Packet wo beispielsweise auch 2 Begleitpersonen unfallversichert sind. Wenn wir aber in eine einsturzgefährdete Bude gehen und es passiert was wird die Versicherung natürlich einen Weg finden sich bei uns die Kosten wieder einzufordern. Das wissen wir. Manchmal ist das Leben aber einfach zu spannend um sich von solchen Hürden ausbremsen zu lassen. Unsere Sinne sind extrem geschärft und ich behaupte mal das wir potenziell sicherer unterwegs sind als all die Motorrad- und Skifahrer. Weil wir uns der Gefahren sehr viel sicherer bewusst sind als dem Ottonormalbürger der alles durch einen gewissen Filter wahrnimmt.
Einem Michael Schumacher bringt sein Versicherungsschutz nicht mehr viel. Man kann nicht alles versichern.
So, das Mittagessen kommt, die Speicherkarten sind übertragen und die Sonne kommt raus. Ich muss in die nächste Ruine...




Auf Achse
Beiträge: 3671

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Auf Achse » Mi 18 Sep, 2019 14:51

Auf Achse hat geschrieben:
Mi 18 Sep, 2019 10:39
Da gibts eine spezielle URBEX'er und Lost Place Versicherung. Kennst du die gar nicht?



War ein Scherz, hat niemand bemerkt! Shit, hab ich wohl zuuu ernst geschrieben :-)

Auf Achse




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