ChrisBennett
Beiträge: 2

Camcorder oder DSLR für Kurzfilme/Interviews?

Beitrag von ChrisBennett » Mi 16 Mai, 2018 02:07

Hallo zusammen,

mein Sohn hat über die Schule (VideoAG) ein Kurzfilmprojekt gestartet und bastelt da jetzt schon ca. ein halbes Jahr dran. Leider wurde die Video AG von der wieder gestrichen und somit sind die dafür genutzten Kameras nicht mehr verfügbar. Da er so großes Interesse an diesem Projekt hat und es gerne weiterbetreiben möchte versuche ich ihm hier mit eurer Hilfe etwas Unterstützung zu geben.

Welche Kameras er von der Schule aus genau nutzen durfte weiß ich leider nicht, aber er hatte mal so eine Schulterkamera bei sich...vermutlich noch ein etwas älteres Model und natürlich nicht so leicht zu transportieren. Daher überlege ich jetzt ob es sinnvoll ist in eine DSLR zu investieren, oder in einen Camcorder?

Aktuell hat er folgende eigene Technik gebraucht/neu zusammengekauft:

1x RODE NT1-A
1x Logitech Pro 1080p Webkamera
1x Lavella Ansteckmikrofon
1x Zoom H1 Handy Recorder
2x XLR-Kabel
1x selbstgebastelte Mikrofonangel

dazu nutzt er derzeit meine Canon EOS 1300D (aber mehr für Szenefotos / kein Video soweit ich das mitbekommen habe) mit einem Stativ Rollei.

Angesehn habe ich mir bisher:

Panasonic Lumix DMC-G70
Panasonic DC-GH5 (die vermutlich preislich sprengt)
Sony Alpha 6000

Wie man sieht alles vorwiegend Fotokameras die auch Filmen könnten. Im Camcorder-Bereich bin ich vermutlich noch aufgeschmissener. Fraglich ist jetzt, ob es besser ist so ein Mikrofon direkt über eine Angel in die Kamera zu stecken für den Sound und/oder halt noch einen zweiten Zoom/Lavella dazukaufen?

Budget dachte ich erst an 500 Euro, aber vermutlich muss ich da wohl bis 1200 Euro Schmerzgrenze gehen und vielleicht sogar in den Gebrauchtmarkt (mag ich nicht wirklich) schauen.

Vielen Dank für eure Hilfe

CB




Tscheckoff
Beiträge: 735

Re: Camcorder oder DSLR für Kurzfilme/Interviews?

Beitrag von Tscheckoff » Fr 18 Mai, 2018 15:51

Hmm. Wie wäre es mit der EOS M50 (der neuen kleinen). Ist zwar nicht super toll ausgestattet - Aber bietet eigentlich so ziemlich alles für den Anfang. Gute Farben OOC / out of camera, Dual-Pixel AF (der wirklich sehr gut arbeitet), fotografieren kann man auch gut damit (mit EF zu EF-M Adapter auch mit den normalen Canon EF und EF-S Linsen - So könnte er / könntet ihr vielleicht sogar die Linsen mischen zwischen 1300D und M50) - Und hat auch einen Mikro-Eingang. Display lässt sich auch schön in alle Richtungen drehen - Und 4K ist übrigens auch dabei. Aber aufpassen - 4K ist nur begrenzt verwendbar (durch den höheren Crop und der Dual-Pixel AF läuft nur bei 1080P und 720P). Aber für stationäre Aufnahmen kann man ihn auch verwenden optional. Nebenbei liefert sie auch Fokus-Peaking (für manuelles Schärfe-Ziehen) und einen komplett leisen Foto-Modus (mit elektronischem Shutter - Hat Canon jetzt auch ENDLICH mal verbaut). Alles in allem wohl ein guter Kompromiss (nur eben kein wirklich gut verwendbares 4K - Und keine EXTREMEN Dynamikumfang- und Low-Light Fähigkeiten).

Preislich wäre sie auch ganz ok eigentlich. Aber nicht zu viel erwarten von der Gehäuse-Qualität her - Ist wirklich Einsteiger-Niveau ^^. Und noch etwas: Unbedingt nach STM Linsen Ausschau halten fürs Filmen - EF-M oder eben EF-S per Adapter. Am einfachsten / optisch besten wären aber die EF-M Linsen von Canon direkt: 18-55mm EF-M, 18-150mm EF-M und / oder das 11-22mm EF-M z.B. (Wieso STM? -> Die STM Linsen funktionieren am besten mit dem Dual-Pixel AF und machen keine störenden Geräusch beim Filmen.)

Optional die EF-S STM Linsen holen (die laufen dann normalerweise auch an der 1300D - Neueste Firmware vorausgesetzt).
Das EF-S 10-18mm IS STM wäre z.B. ne Option - Oder das 50mm F1.8 STM (letzteres hat aber keinen Stabilisator).

LG
Falls sich wer für zu lange Technik-Videos interessiert ^^:
https://www.youtube.com/user/AustrianGeek

Zuletzt geändert von Tscheckoff am Sa 19 Mai, 2018 08:38, insgesamt 2-mal geändert.




Jan
Beiträge: 8992

Re: Camcorder oder DSLR für Kurzfilme/Interviews?

Beitrag von Jan » Fr 18 Mai, 2018 18:35

Bei um die 500€ wird es wie bei fast den meisten Usern die G7/70. Sony hat keinen handelsüblichen Mikrofoneingang, kein 4K, einen deutlich kleineren Akku und der Schwenk-LCD ist nur etwas nach oben wie auch unten klappbar.
Wer es nicht einfach erklären kann, hat es auch noch nicht verstanden.

Albert Einstein (1879-1955)




ChrisBennett
Beiträge: 2

Re: Camcorder oder DSLR für Kurzfilme/Interviews?

Beitrag von ChrisBennett » Sa 19 Mai, 2018 13:43

Jan hat geschrieben:
Fr 18 Mai, 2018 18:35
Bei um die 500€ wird es wie bei fast den meisten Usern die G7/70. Sony hat keinen handelsüblichen Mikrofoneingang, kein 4K, einen deutlich kleineren Akku und der Schwenk-LCD ist nur etwas nach oben wie auch unten klappbar.
Vielen Dank für deine Hilfe, zum Thema Geld hab ich mich ja im Grunde schon durchgerungen - soll ja auch was längerfristiges sein - die Summe auf 1000 Euro zu erhöhen. 1200 Euro wäre da wirklich eine Schmerzgrenze. Allerdings bin ich da auch recht grüblerisch. Für den Start/Einstieg sollte die G7/70 mit 1-2 Objektiven vermutlich auch ausreichen.

Denke mit den vorhandenen Mitteln und der Technik sollte er dann wohl etwas vernünftiges und gutes erstellen können - falls er sich da wirklich reinarbeitet, wovon ich da ja schon ausgehe.

Zwiespaltig halt in Bezug auf direkt "höher" Klassik zu kaufen, oder Ihm erstmal mit der vermutlich wirklich guten "Low" Budget Variante den Einstieg bzw. das weitermachen sichern.

Gibt es da vielleicht Empfehlungen zu 1-2 Objektiven für den Dreh?

Danke

CB




Jan
Beiträge: 8992

Re: Camcorder oder DSLR für Kurzfilme/Interviews?

Beitrag von Jan » Sa 19 Mai, 2018 14:08

Einige benutzen sogar das Allrounder Panasonic 14-140mm, dann ist das Panasonic 25er 1,7 für wenig Geld sehr beliebt, aber auch das Olympus 45 f1,8 wird von einigen Usern gern benutzt. Kommt dann halt immer darauf an, welche Brennweite und welche Lichtstärke gewünscht wird und wie das Budget aussieht. Wenn man da locker ist der kann auch ein Panasonic 12-35 F 2,8 erwerben, um variabler zu bleiben.
Wer es nicht einfach erklären kann, hat es auch noch nicht verstanden.

Albert Einstein (1879-1955)




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