iasi
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Re: Die Blackmagic Design URSA Mini 4,6K im slashCAM-(Mess-)Test

Beitrag von iasi » Mo 11 Apr, 2016 22:36

Frank Glencairn hat geschrieben:Eigentlich ist bei 800 "schluss", weil das die native ISO des Sensors ist.

Ist eigentlich auch genug.
Es wäre natürlich schon ein Vorteil, wenn bei Low Light per ISO-Wert das Monitorbild heller würde - auf die Raw-Daten hätte das natürlich keinen Effekt.
Aber zur Beurteilung von Bildausschnitt und Schärfe wär´s gut.

Es kann durchaus vorkommen, dass man mit wenig Licht auskommen muss und die Belichtungszeit schon auf 1/25 gestellt und das lichstärkste Objektiv aufgeblendet hat, es aber eben immer noch nicht reicht.




Valentino
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Re: Die Blackmagic Design URSA Mini 4,6K im slashCAM-(Mess-)Test

Beitrag von Valentino » Mo 11 Apr, 2016 22:48

...Für was braucht man den ein Vorschaubild bei RAW, so etwas benutzten doch echt nur Amateure und Anfänger...

Wer RAW dreht, der braucht eigentlich nur ein S/W Röhrensucher.




Frank Glencairn
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Re: Die Blackmagic Design URSA Mini 4,6K im slashCAM-(Mess-)Test

Beitrag von Frank Glencairn » Mo 11 Apr, 2016 23:07

iasi hat geschrieben:
Es wäre natürlich schon ein Vorteil, wenn bei Low Light per ISO-Wert das Monitorbild heller würde - auf die Raw-Daten hätte das natürlich keinen Effekt.
Aber zur Beurteilung von Bildausschnitt und Schärfe wär´s gut.
.
Wenn du auf dem Monitor nicht mehr genug siehst, um das Framing oder die Schärfe zu beurteilen, dann pack ein und geh nach hause (oder bring mehr Licht), das Material kannst du dann nämlich komplett vergessen.

Normal sieht die Ursa bei Dunkelheit ungefähr so viel, wie man mit den Augen sieht, wenn das nicht reicht, reicht das halt nicht. Das ist ne Kamera und kein Nachtsichtgerät.




iasi
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Re: Die Blackmagic Design URSA Mini 4,6K im slashCAM-(Mess-)Test

Beitrag von iasi » Di 12 Apr, 2016 06:42

Valentino hat geschrieben:...Für was braucht man den ein Vorschaubild bei RAW, so etwas benutzten doch echt nur Amateure und Anfänger...

Wer RAW dreht, der braucht eigentlich nur ein S/W Röhrensucher.
ja - die Profis drehen blind - sind eben die Helden :)




iasi
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Re: Die Blackmagic Design URSA Mini 4,6K im slashCAM-(Mess-)Test

Beitrag von iasi » Di 12 Apr, 2016 06:52

Frank Glencairn hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Es wäre natürlich schon ein Vorteil, wenn bei Low Light per ISO-Wert das Monitorbild heller würde - auf die Raw-Daten hätte das natürlich keinen Effekt.
Aber zur Beurteilung von Bildausschnitt und Schärfe wär´s gut.
.
Wenn du auf dem Monitor nicht mehr genug siehst, um das Framing oder die Schärfe zu beurteilen, dann pack ein und geh nach hause (oder bring mehr Licht), das Material kannst du dann nämlich komplett vergessen.

Normal sieht die Ursa bei Dunkelheit ungefähr so viel, wie man mit den Augen sieht, wenn das nicht reicht, reicht das halt nicht. Das ist ne Kamera und kein Nachtsichtgerät.
Wenn du die ISO800 in der Post "puschen" willst, dann bedeutet das nun mal Unterbelichtung - und eben ein entsprechend dunkles Monitorbild während der Aufnahme, wenn keine Ausgleichsmöglichkeit besteht. Will ich z.B. große Schärfentiefe bei langer Brennweite, dann muss ich sehr stark abblenden - und schnell kann die Entscheidung notwendig werden, entsprechend ISO3200 zu belichten. Dies wäre bei einer Tageslichtszene auch vertretbar, wenn die Bildinhalte im Histogramm nur nach links verschoben, aber noch nicht am linken Ende gestaucht werden.




Axel
Beiträge: 14292

Re: Die Blackmagic Design URSA Mini 4,6K im slashCAM-(Mess-)Test

Beitrag von Axel » Di 12 Apr, 2016 09:09

iasi hat geschrieben:Wenn du die ISO800 in der Post "puschen" willst, dann bedeutet das nun mal Unterbelichtung - und eben ein entsprechend dunkles Monitorbild während der Aufnahme, wenn keine Ausgleichsmöglichkeit besteht. Will ich z.B. große Schärfentiefe bei langer Brennweite, dann muss ich sehr stark abblenden - und schnell kann die Entscheidung notwendig werden, entsprechend ISO3200 zu belichten. Dies wäre bei einer Tageslichtszene auch vertretbar, wenn die Bildinhalte im Histogramm nur nach links verschoben, aber noch nicht am linken Ende gestaucht werden.
Wie schon 100mal erörtert ist Iso bei Raw für die Aufnahme völlig irrelevant, und das ist - ich hatte einen längeren Reduser-Thread dazu mal rausgekramt - bei Red genau so wie bei BM. Es gibt eine Sensorempfindlichkeit und diese ist (siehe WoWus kopfschüttelnde Belehrungen dazu) vom Hersteller recht willkürlich festgesetzt, bei BM ist das 400 (BMPC) oder 800. Es gibt einige Kameras und dann spezielle Bildprofile, die eine sehr leichte Unterbelichtung nutzen, um lediglich die oberen Mitten besser darzustellen, indem man später etwas pusht. Diese Rezepte sind so ein bisschen wie sich gegen Heuschnupfen Honig in die Nase zu schmieren, funktioniert bei einigen verblüffend gut. Whatever helps.

Wer also in einer extremen Lowlight-Situation mit einer BM- neben den üblichen naheliegenden "Tricks", 360° Shutter und Offenblende zu verwenden - Iso 1600 nimmt (weiter geht's ja glaube ich gar nicht), bekommt das Bild lediglich doppelt so hell angezeigt. Das birgt die Gefahr, dann wegen des wysiwyg-Irrtums tatsächlich unterzubelichten (war auch Thema des Reduser-Threads), aber man kann das tun.

Wenn es wirklich stockduster ist, werden die Tiefen rauschen wie Hulle, was sie sowieso tun. Was man in der Post tun kann ist, die unteren Mitten anzuheben ("Gamma", nicht "Lift", am bestem im "Log"-Tab, um den Schwellenwert genau anpassen zu können) und das Bild zusätzlich zu entrauschen. Smarte Plastikkameras haben diesen Rauschfilter bereits als bezaubernde Jeannie eingebaut, und er werkelt hilfreich und unsichtbar im Hintergrund. Sie gelten dann oft als Lowlight-Wunder.




Frank Glencairn
Beiträge: 14550

Re: Die Blackmagic Design URSA Mini 4,6K im slashCAM-(Mess-)Test

Beitrag von Frank Glencairn » Di 12 Apr, 2016 10:16

iasi hat geschrieben:
Wenn du die ISO800 in der Post "puschen" willst, dann bedeutet das nun mal Unterbelichtung
Und dann über FPN jammern.
Wenns zu dunkel is, isses zu dunkel.




-paleface-
Beiträge: 3478

Re: Die Blackmagic Design URSA Mini 4,6K im slashCAM-(Mess-)Test

Beitrag von -paleface- » Di 12 Apr, 2016 15:29

-paleface- hat geschrieben:
Frank Glencairn hat geschrieben:Eigentlich ist bei 800 "schluss", weil das die native ISO des Sensors ist.

Ist eigentlich auch genug.
Arbeiten DSLRs da anders?

Habe ein Foto mit ISO 800 mit der 7D in RAW gemacht und einmal mit ISO 3200.

Das 800 ISO Bild habe ich nicht so vernünftig aufgehellt bekommen wie das 3200 ISO Bild.
Ich zitiere mich mal selber, da ich glaube da mein Beitrag unter gegangen ist. :-)
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cantsin
Beiträge: 9645

Re: Die Blackmagic Design URSA Mini 4,6K im slashCAM-(Mess-)Test

Beitrag von cantsin » Di 12 Apr, 2016 16:06

-paleface- hat geschrieben: Arbeiten DSLRs da anders?

Habe ein Foto mit ISO 800 mit der 7D in RAW gemacht und einmal mit ISO 3200.

Das 800 ISO Bild habe ich nicht so vernünftig aufgehellt bekommen wie das 3200 ISO Bild.
Ja, DSLRs arbeiten anders - bzw. hier zeigt sich wieder, dass 'Raw' nicht gleich 'Raw' ist. Bei den DSLRs wird das Raw-Signal später in der Verarbeitungskette abgegriffen, nachdem es bereits Gain-verstärkt wurde.

Auch greifen bei vielen DSLRs noch andere Bildbearbeitungsalgorithmen vor der Aufzeichnung des Raw-Bilds, siehe hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Raw_image ... Processing
("typically the only processing performed is the removal of defective pixels (the DNG specification requires that defective pixels are removed before creating the file). Some camera manufacturers do additional processing before saving raw files; for example, Nikon has been criticized by astrophotographers for applying noise reduction before saving the raw file.")




iasi
Beiträge: 17944

Re: Die Blackmagic Design URSA Mini 4,6K im slashCAM-(Mess-)Test

Beitrag von iasi » Di 12 Apr, 2016 17:12

Axel hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:Wenn du die ISO800 in der Post "puschen" willst, dann bedeutet das nun mal Unterbelichtung - und eben ein entsprechend dunkles Monitorbild während der Aufnahme, wenn keine Ausgleichsmöglichkeit besteht. Will ich z.B. große Schärfentiefe bei langer Brennweite, dann muss ich sehr stark abblenden - und schnell kann die Entscheidung notwendig werden, entsprechend ISO3200 zu belichten. Dies wäre bei einer Tageslichtszene auch vertretbar, wenn die Bildinhalte im Histogramm nur nach links verschoben, aber noch nicht am linken Ende gestaucht werden.
Wie schon 100mal erörtert ist Iso bei Raw für die Aufnahme völlig irrelevant, und das ist - ich hatte einen längeren Reduser-Thread dazu mal rausgekramt - bei Red genau so wie bei BM. Es gibt eine Sensorempfindlichkeit und diese ist (siehe WoWus kopfschüttelnde Belehrungen dazu) vom Hersteller recht willkürlich festgesetzt, bei BM ist das 400 (BMPC) oder 800. Es gibt einige Kameras und dann spezielle Bildprofile, die eine sehr leichte Unterbelichtung nutzen, um lediglich die oberen Mitten besser darzustellen, indem man später etwas pusht. Diese Rezepte sind so ein bisschen wie sich gegen Heuschnupfen Honig in die Nase zu schmieren, funktioniert bei einigen verblüffend gut. Whatever helps.

Wer also in einer extremen Lowlight-Situation mit einer BM- neben den üblichen naheliegenden "Tricks", 360° Shutter und Offenblende zu verwenden - Iso 1600 nimmt (weiter geht's ja glaube ich gar nicht), bekommt das Bild lediglich doppelt so hell angezeigt. Das birgt die Gefahr, dann wegen des wysiwyg-Irrtums tatsächlich unterzubelichten (war auch Thema des Reduser-Threads), aber man kann das tun.

Wenn es wirklich stockduster ist, werden die Tiefen rauschen wie Hulle, was sie sowieso tun. Was man in der Post tun kann ist, die unteren Mitten anzuheben ("Gamma", nicht "Lift", am bestem im "Log"-Tab, um den Schwellenwert genau anpassen zu können) und das Bild zusätzlich zu entrauschen. Smarte Plastikkameras haben diesen Rauschfilter bereits als bezaubernde Jeannie eingebaut, und er werkelt hilfreich und unsichtbar im Hintergrund. Sie gelten dann oft als Lowlight-Wunder.
Du bringst hier etwas durcheinander:
Das eine ist das dann unterbelichtete Raw-Material, das andere ist das durch den hohen ISO-Wert hellere Vorschaubild auf dem Monitor.
Anhand eines helleren Bildes kann man eben besser die Schärfe beurteilen und gewinnt einen besseren Überblick über den Bildausschnitt.

Zudem kann ich druchaus eine Tageslichtaufnahme unterbelichten, ohne gleich alles in Rauschen absackt.
Habe ich vor allem Höhen und Mitten im Bild, dann kann ich durchaus auch mal 2 oder 3 Blenden unterbelichten. Dann hilft aber eben nun einmal eine ISO3200 oder ISO6400-Einstellung, um dennoch ein helles Kamera-Monitorbild zu bekommen.

Kurz gesagt: Solange sich alles innerhalb des Histogramms bewegt, ist es auch noch erlaubt - auch wenn ETTR anzustreben ist.




iasi
Beiträge: 17944

Re: Die Blackmagic Design URSA Mini 4,6K im slashCAM-(Mess-)Test

Beitrag von iasi » Di 12 Apr, 2016 17:17

Frank Glencairn hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Wenn du die ISO800 in der Post "puschen" willst, dann bedeutet das nun mal Unterbelichtung
Und dann über FPN jammern.
Wenns zu dunkel is, isses zu dunkel.
Also wenn ich den DR nicht ausnutzen kann, ohne dass FPN zuschlägt, ist der DR eben doch ziemlich eingeschränkt.

Unterbelichtung bedeutet doch nicht, dass man im Histogramm alles auf die linke Seite drückt.
Wenn ich ein High-Key-Bild habe, kann ich durchaus auch unterbelichten und dabei den DR voll ausreizen - ohne, dass gleich alles im linken Rauschen versackt.




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