rudi
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von rudi » Do 18 Feb, 2016 22:15

Mich persönlich interessiert vor allem das Debayering und die Dynamik. Und ob der Global Shutter schon freigeschaltet wurde.
Aber ich warte auch gerne auf deinen erhellenden Text...




Frank Glencairn
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Frank Glencairn » Do 18 Feb, 2016 22:25

Die Dynamik bei raw ist geradezu pervers, man hat das Gefühl es hört gar nicht mehr auf.
Am Anfang neigt man dazu, völlig flaue Bilder zu graden weil man nix wegwerfen will :-) Die neue Color Science ist anfangs recht ungewohnt, wenn man sonst mit den "alten" BM Kameras arbeitet - aber wenn man sich mal dran gewöhnt hat machts richtig Spaß. Zu GS kann ich nix sagen - NDA

Debayering macht ja Resolve - in gewohnter Qualität.




iasi
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von iasi » Fr 19 Feb, 2016 07:38

Frank Glencairn hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Mit einer Red kann man auch die Motoren eines Foto-Objektives nutzen - externe Anbauten sind eigentlich gar nicht mehr notwendig.
Und jeder Focus Puller kotzt, weil das völlig unpräzise ist.
Alle die ich kenne würden eher mit der Hand am Objektiv drehen als die internen Motoren zu nutzen.
So nach dem Motto: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. :)

Die Motoren in den Objektiven sind sicherlich auch nicht unpräziser, als die vom angeflanschten FF - die Ansteuerung kann jedoch meist noch optimiert werden. Bisher werden die AF-Motoren nur stiefmütterlich behandelt und meist nur genutzt, weil sie eben da sind und es keinen Aufwand bedeutet.
In den Motörchen steckt noch sehr großes Potential.




iasi
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von iasi » Fr 19 Feb, 2016 07:41

Frank Glencairn hat geschrieben:Die Dynamik bei raw ist geradezu pervers, man hat das Gefühl es hört gar nicht mehr auf.
Das hört sich spannend an - wie sieht denn der Verlauf in den Lichtern aus?




Pianist
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Pianist » Fr 19 Feb, 2016 08:22

Frank Glencairn hat geschrieben:Wenn du was wissen willst, frag einfach
Darf ich auch was fragen? :-)

Dass die Mühle vernünftige Bilder dreht, davon gehe ich aus. Daher eher mal was zur Tonabteilung: Taugt das vorne eingebaute Stereo-Mikrofon für reine Atmo-Aufnahmen? Oder wird es draußen sofort von leichtem Wind zugeballert? Und wie schlecht sind die XLR-Eingänge nun wirklich? Also mir ist schon klar, dass es für ein MD 421 nicht reichen wird, aber das muss ja auch nicht sein. Wenn man mal kein SQN mitnehmen möchte - kann man mit einem geangelten Neumann KM 84 oder einem Sennheiser MKH 8060 gute Ergebnisse bekommen?

Matthias
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Frank Glencairn
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 19 Feb, 2016 08:36

Qualitativ sind die eingebauten Mikros recht gut, aber die haben natürlich kein eingebautes Windschutzfell. Die PreAmps sind natürlich auch nicht auf dem selben Niveau wie ein Fieldmixer, aber mit meinem Rode NTG3 absolut brauchbar.

Bildmäßig würde ich sagen, näher kommt man an eine Alexa nicht mehr dran. Allerdings hat man weniger Rauschen und ne höhere Auflösung.
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Frank Glencairn
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 19 Feb, 2016 08:42

Ist auch jede Menge Luft für die Post drin, wenn man es nachträglich etwas heller will :-)
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Pianist
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Pianist » Fr 19 Feb, 2016 09:00

Frank Glencairn hat geschrieben:Qualitativ sind die eingebauten Mikros recht gut, aber die haben natürlich kein eingebautes Windschutzfell.
Eben. Und vor allem lässt sich wohl durch die flächenbündige Bauweise auch keins draufsetzen. Außer wenn Rycote sich da noch was Spezielles zum Aufkleben ausdenkt.

Also dann ist es im Prinzip wie bei meiner Ikegami: Wenn ich mit dem Zug unterwegs bin und kein SQN umhängen möchte, kann man auch mal mit einem KM 184 angeln. Aber mit SQN klingt es einfach besser. Muss man abwägen.

Unter dem Strich, und weiterhin rein nach Aktenlage, denke ich dann wohl: Es wird eine Ursa mini mit EF-Mount. Mit der dürfte ich wohl am besten klarkommen. Die Canons und Sonys sind einfach zu weit weg von dem, was ich möchte. Das mit dem Graufilter kriege ich schon hin.

Matthias
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Axel
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Axel » Fr 19 Feb, 2016 09:23

Frank Glencairn hat geschrieben:Ist auch jede Menge Luft für die Post drin, wenn man es nachträglich etwas heller will :-)
Die Mauer links scheint etwas zu rauschen. Nimmst du Neat oder den NR-Filter in Resolve Studio?




Frank Glencairn
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 19 Feb, 2016 09:31

JA, wenn man das Bild in der Post um ein paar 100% heller macht...

Kommt immer drauf an. Normal reicht mir der in Resolve, weil ich das Problem selten habe (würde ein Bild nie so aufreißen, wie bei diesem Test). Ansonsten Denoiser II von RedGiant.




Pianist
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Pianist » Fr 19 Feb, 2016 14:18

rush hat geschrieben:Das was du am Body sparst könntest du ja in eine wie ich finde brauchbare Zoomoptik stecken.... damit dürftest du fast wieder so arbeiten können wie an deiner Ikegami.
Es gibt nur wieder einen Schuh der dabei drückt: Aufgrund des fehlenden ND Filterrades der Mini bekommt man spätestens mit der Optik Probleme oder man muss dauerhaft ein Kompendium davor schnallen.

http://www.provideocoalition.com/canon- ... servo-lens
Über dieses Objektiv haben wir uns hier ja schon im vergangenen Jahr unterhalten. Das wäre tatsächlich das einzige Objektiv, womit man in etwa weiter so arbeiten könnte wie bisher. Ein Kompendium habe ich sowieso immer davor, und das würde ich beim Ursulinchen auch weiter so halten.

Allerdings würde die Kamera mit diesem Objektiv wieder ein ziemlich klobiges schweres Gebilde werden. Ich wollte ja auch kleiner und leichter werden. Und ich muss zugeben, dass ich auch die Kohle mal ein wenig beisammen halten möchte... :-)

Eigentlich finde ich, dass vor eine Kamera, die ein so extrem gutes Bild aufnimmt, sehr gute Festbrennweiten gehören. Ich habe jetzt noch mal genau mein Arbeitsverhalten analysiert: Für die Projekte, bei denen grundsätzlich die Nutzung der Ursa mini in Frage käme, wäre es wohl kein extremer Nachteil, wenn man mal kurz das Objektiv oder den Filter wechseln muss. Und ich vermute, dass ich bei diesen Projekten zu 90 Prozent meine kürzeste Brennweite nutzen würde, so wie ich schon heute zum großen Teil auf Anfangsbrennweite bin. Meine Bilder gestalte ich vor allem, in dem ich oft den Standort wechsele, und relativ nahe an den Leuten dran bin.

Daher bin ich am überlegen, ob folgende Variante interessant sein könnte: Ich kaufe ein Zeiss CP.2 mit 21mm und eins mit 50mm. Das 21mm wirkt etwa wie 32 mm beim Vollformat. Also ein moderates Weitwinkel, mit dem man sich ganz gut durch das Leben bewegen kann. Fliegende O-Töne kann man damit ebenfalls gut aufnehmen, und für gestaltete O-Töne setzt man das 50mm drauf, was am Super-35 wie eine typische Portraitbrennweite wirkt.

Und für die eher seltenen Fälle, wo ich mal eine sehr verdichtete Tele-Aufnahme benötige, würde ich vielleicht ein Walimex 135 VDSLR nehmen. So würde ich insgesamt nur 900 EUR mehr ausgeben, als wenn ich die 24/50/85 von Xeen nehme, habe dafür unten etwas mehr Weitwinkel, oben etwas mehr Tele, und habe zu 99 Prozent ein Zeiss-Objektiv drauf, was meine Auftraggeber, die alle irgendwie mit der deutschen Wirtschaft und der deutschen Politik verbandelt sind, sicher zu schätzen wissen. Wenn schon die Kamera aus Australien kommt... :-)

Was sagen die Mitschreiber dazu?

Matthias
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rush
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von rush » Fr 19 Feb, 2016 14:47

@Matthias: Ist natürlich auch eine Variante und sicherlich nicht die "dümmste" Überlegung.

An der GH2 (2x crop) bin ich auch fast durchgehend mit dem 25er Nokton unterwegs gewesen.. durch Veränderung des Abstands kann man in der Tat eine Menge Sachen auch ohne Objektivwechsel ablichten... kommt halt immer ein wenig auf die Umgebung und die Arbeitsweise an.

Kompakter und günstiger als die teuren S35 Zooms ist jene von dir überlegte Variante auf jedenfall. Und Festbrennweiten können ja auch Kreativität entfalten eben weil man sich mehr bewegen muss... erlebe ich immer wieder beim fotografieren. Das Sigma 50mm 1.4 Art ist quasi mein Dauer-Immerdrauf an der Nikon D750... hatte immer mal wieder so verschieden Superzooms ausprobiert aber wurde damit nie 100% glücklich.

Insofern ist deine Überlegung doch gar nicht so verkehrt... einzigst das man nach einem Objektivwechsel unter Umständen wieder das Kompendium anpassen muss finde ich immer nicht so sexy. Wobei... bei einigen Cine-Festbrennweiten sind ja Baulängen teilweise recht identisch und auch die Anschläge für einen möglichen FF anderselben Stelle.

Wie sich das jetzt bei den Zeiss Gläsern verhält weiß ich nicht.

Achja wo wir grad bei Zeiss sind... Anstelle des 135er's von Walimex kann ich dir auch wärmstens das 135er f/2 ZF.2 von Zeiss ans Herz legen. Auch nicht günstig, dafür optisch und mechanisch der absolute Wahnsinn. Würde sich auch an deiner D750 zum fotografieren ganz hervorragend eignen. Steht bei mir noch immer auf der "Wunschliste" das feine Teil aber ich hoffe und warte das Sigma oder Nikon nochmal eines mit AF herausbringen.... weil ich im Fotobereich schon AF-verwöhnt bin... Aber das Zeiss ist top of the Pops und ein geiles Ding :-) Gäbe es auch als ZE Variante, also direkt mit Canon FE Mount für die Ursa...
keep ya head up




Pianist
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Pianist » Fr 19 Feb, 2016 14:58

Die Zeisse bis 85 mm haben auch alle die gleiche Baulänge, das haben die natürlich so gemacht. Nur das 100er und das 135er fallen raus. Aber ich sage mal: Wenn ich kurzzeitig mal ein Tele draufmache, dann mache ich für diese eine Aufnahme (da stehe ich dann vermutlich auf irgendeiner Brücke oder einem erhöhten Punkt) eben das Kompendium nicht wieder rauf.

Zum 135er Zeiss: 4.000 EUR für ein drittes Objektiv, welches ich nur selten verwende, würde ich gerne einsparen. Ich hoffe mal, dass das Walimex im direkten Zusammenschnitt nicht total hinten runterfällt.

Mir ist diese Variante jedenfalls irgendwie sympathischer als ein billiges Sigma 18-35, wo man keinen Blendenring hat.

Ach so, nun habe ich gerade noch mal gelesen, dass Du ein ZF2 meinst. Nun gut, darüber könnte man reden. Der Unterschied zwischen 900 und 1.500 ist nicht sooooo groß...

Matthias
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rush
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von rush » Fr 19 Feb, 2016 15:05

Pianist hat geschrieben:
Ach so, nun habe ich gerade noch mal gelesen, dass Du ein ZF2 meinst. Nun gut, darüber könnte man reden. Der Unterschied zwischen 900 und 1.500 ist nicht sooooo groß...

Matthias
Genau das ZF2 bzw. die Canon Variante ZE sind für deutlich unter 2000 Steine zu bekommen und haptisch ist das Ding einfach eine Granate. Über Abbildungsleistung und Bokeh müssen wir erst gar nicht diskutieren.

Wie gut das Walimex im A-B Vergleich ist kann ich nicht sagen. Vermutlich werden die Unterschiede gar nicht so riesig sein, aber da du ja meintest das deine Auftraggeber evtl. Wert darauf legen bzw. sich über entsprechende "Wertarbeit" freuen fiel mir das 135er Zeiss ein :) Aber was doof für den Videoeinsatz ist: Es verändert die Baulänge beim fokussieren und dürfte somit ausscheiden - das vergaß ich vor all der Entzückung mal wieder :D
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Pianist
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Pianist » Fr 19 Feb, 2016 15:12

Naja, das 135er werden die Auftraggeber wohl fast nie zu sehen bekommen, weil ich in diesen Situationen eher alleine unterwegs bin.

Die Aufgabenverteilung zwischen den beiden Kameras wäre dann wie folgt:

Immer dann, wenn ich mich schnell an die tatsächlichen Verhältnisse anpassen muss und keinen Einfluss auf die Abläufe habe, nehme ich weiterhin die Ikegami mit EB-Objektiv. Es gibt nichts, womit man schneller und sicherer aktuelle Aufnahmen drehen kann.

Für alles, wo ich mich zum Zwecke des Drehens eines Filmes mit Leuten speziell verabrede, und ich im Prinzip vor Ort die Lenkung und Leitung übernehme, setze ich das Ursulinchen ein.

Übersetzt in die Praxis bedeutet das: Wenn ich vor einem Kongress ein paar Einspieler mit guten Beispielen aus dem Leben drehe, nehme ich die Ursa. Aber für den Bericht vom Kongress dann wieder die Ikegami.

Klingt doch nach einem vernünftigen Plan, oder?

Matthias
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srone
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von srone » Fr 19 Feb, 2016 15:23

ich seh schon, zum schluss hast du beide cams dabei, weil du dich nicht entscheiden kannst. ;-)))

lg

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mash_gh4
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von mash_gh4 » Fr 19 Feb, 2016 15:41

@pianist

so wie da die festbrennweiten-alternative skizzierst, arbeite ich in den meisten fällen praktisch. nur wenn es wirklich sehr eilig zu geht und das dokumentarische uneingeschränkt im vordergrund steht, greife ich doch auf [relativ unbefriedigende] zooms zurück.

nachdem das material aber in der praxis normalerweise ohnehin nur für 1080p projekte genutzt wird, gibt's bei richtig scharfen 4k aushgangsmaterial auch noch einigen spielraum in der nachbearbeitung, auschnitte bzw. leichte bewegungen im bild herauszuholen, ohne dass es gleich schmerzhaft unbefriedigend wirkt.

obwohl ich mir natürlich auch immer wieder raw- oder wenigstens gute log-aufzeichnung wünschen würde, bin ich in der praxis meistens auch mit konventionelleren mitteln ganz zufrieden. in dem sinne würde ich augenblicklich eher die gy-ls300 mit gutem externen sucher als sinnvolle erweiterung meines systems betrachten. weniger, weil ich das bereits als gegenwärtiges optimum betrachte, sondern eher, weil es auch in diesem prallelsystem laufend weiterentwicklungen und verbesserungen geben wird.

ich bin nämlich, was die mobilität angeht, vermutlich noch radikaler gesinnt als du, und steh wirklich darauf -- bzw. bin darauf angewiesen --, dass das zeug tatsächlich leicht und handlich alleine tragbar bzw. mit alternativen transpormitteln beförderbar ist, ohne all zu unbefriedigende einbußen in der bildqualität zu zeigen.




rush
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von rush » Fr 19 Feb, 2016 16:16

mash_gh4 hat geschrieben:
ich bin nämlich, was die mobilität angeht, vermutlich noch radikaler gesinnt als du, und steh wirklich darauf -- bzw. bin darauf angewiesen --, dass das zeug tatsächlich leicht und handlich alleine tragbar bzw. mit alternativen transpormitteln beförderbar ist, ohne all zu unbefriedigende einbußen in der bildqualität zu zeigen.
Matthias ist da gnadenlos ;) Der stapft auch mit dicker EB, Stativ und SQN um den Hals zum nächsten Auftrag - auch mit den Öffis :)
keep ya head up




Pianist
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Pianist » Fr 19 Feb, 2016 16:25

Ja, mache ich. Und da stehe ich total zu! :-)

Im Prinzip ist es mir dabei wohler, aus der Straßenbahn auszusteigen, als aus meinem Touareg.

Matthias (steigt wahrscheinlich auf einen Erdgas-A4 um)
Filme über Menschen, Politik und Technik.




mash_gh4
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von mash_gh4 » Fr 19 Feb, 2016 16:31

wie gesagt -- für manche klingt das völlig exotisch, für andere wieder ganz normal.

ich würde nur nicht so weit gehen, dass man es sich dabei unebedingt "schwerer" machen muss als nötig.

auch in meine presse-foto-zeit gab's immer ein paar eigenwillige kauze, die mit winzigen leica sucherkameras statt dem üblichen zeug gearbeitet haben. deshalb waren ihre resulate aber noch lange nicht schlechter...




Pianist
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Pianist » Fr 19 Feb, 2016 16:36

Ich wäge einfach vor jeder Fahrt ab, welches das passende Verkehrsmittel ist. Ich muss zum Beispiel nicht vom westlichen Berliner Rand mit dem Auto zum Alexanderplatz fahren, wenn ich dort auch direkt mit dem Regionalexpress hinfahren kann. Und vielleicht muss ich mein Zeug dann sogar kürzer schleppen als aus der nächsten Tiefgarage.

Noch mal zu den Zeissen: Da besteht ja die Wahl zwischen dem 21mm t2,9 und dem 25mm t2,1. Nun frage ich mich: Was ist praxisgerechter? Etwas mehr Lichtstärke oder etwas mehr Weitwinkel? Könnte fast sein, dass mir die 21mm schon zu kurz sind und ich lieber mehr Lichtstärke nützlich finde.

Muss ich dann wohl mal konkret ausprobieren.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




mash_gh4
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von mash_gh4 » Fr 19 Feb, 2016 16:51

die cp.2 sind zweifelllos sehr gute und wertstabile objektive, trotzdem aber -- ganz ähnlich wie die xeen objektive -- letztlich doch nur standard fotoobjektive in einem aufgemotzten gehäuse. ich finde die veydras in dieser hinsicht weiterhin ein wenig kompromissloser und erstrebenswerter.




srone
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von srone » Fr 19 Feb, 2016 17:01

Pianist hat geschrieben:Ich wäge einfach vor jeder Fahrt ab, welches das passende Verkehrsmittel ist. Ich muss zum Beispiel nicht vom westlichen Berliner Rand mit dem Auto zum Alexanderplatz fahren, wenn ich dort auch direkt mit dem Regionalexpress hinfahren kann. Und vielleicht muss ich mein Zeug dann sogar kürzer schleppen als aus der nächsten Tiefgarage.
hast du mal über einen rentnerporsche sprich sackkarre nachgedacht?

lg

srone
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Pianist
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Pianist » Fr 19 Feb, 2016 17:05

Nein, das funktioniert doch nicht. Dazu müsste ich ja Stativ und Kamera erst mal irgendwie verpacken. Ein Stativ, welches fast einen Meter lang ist, trage ich am liebsten in der Hand. Ich habe mal versucht, es in die Stativtasche zu packen, und mir diese über die Schulter zu hängen, das war eine Katastrophe.

Matthias
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mash_gh4
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von mash_gh4 » Fr 19 Feb, 2016 17:15

Pianist hat geschrieben:Ein Stativ, welches fast einen Meter lang ist, trage ich am liebsten in der Hand. Ich habe mal versucht, es in die Stativtasche zu packen, und mir diese über die Schulter zu hängen, das war eine Katastrophe.
das stativ trage ich normalerweise auf der schulter. der rest (zwei gehäuse, optiken, ton und akkus für einen tag) hat ganz locker in einer unauffälligen umhängtasche platz.




Borke
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Borke » Fr 19 Feb, 2016 18:10

Ich bin einmal mit einem kompletten Dedolightkoffer (5er) und ner Sackkarre unterwegs gewesen. Danach war ich 3 Tage platt. LED ist ne feine Sache...

Ich besitze das 21mm Zeiss ZF.2 als Fotoobjektiv. Ist für ein 21er ziemlich gut, insbesondere was Verzeichnung angeht: http://www.photozone.de/nikon_ff/446-zeisszf2128ff

@srone: Es wäre unmöglich gewesen.
Zuletzt geändert von Borke am Fr 19 Feb, 2016 18:18, insgesamt 2-mal geändert.




srone
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von srone » Fr 19 Feb, 2016 18:12

und wie lange wärst du platt gewesen, wenn du alles hättest schleppen müssen?

lg

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Pianist
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Pianist » Fr 19 Feb, 2016 18:18

Mein erster Dedolight-Koffer war auch eine tragetechnische Zumutung. Der zweite hatte dann schon eine eingebaute Sackkarre. Den nutze ich heute fast nur noch intern. Für unterwegs habe ich mit der Kombination aus zwei Felloni und einer Arri Locaster 2 wohl das Optimum an Lichtqualität und Mobilität erreicht. Kortwich hat dafür eine schöne Tasche genäht.

Allerdings bleibt das Ding zuhause, wenn ich mit den Öffentlichen unterwegs bin. Dann ist nur der Arri Locaster 2 im Rucksack.

Matthias
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iasi
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Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von iasi » Fr 19 Feb, 2016 18:41

Frank Glencairn hat geschrieben:Ist auch jede Menge Luft für die Post drin, wenn man es nachträglich etwas heller will :-)
Das sind ja nun nicht gerade Beispiele für reichliche Belichtung :)

Soweit man es anhand der Bilder beurteilen kann, sind die Schatten recht rausch- und "muster"-frei.

Wie sieht es denn in den Lichtern aus, wenn´s denn mal ins Clippen übergeht?




iMac27_edmedia
Beiträge: 1001

Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von iMac27_edmedia » So 21 Feb, 2016 23:41

Pianist - Hatte Dich ja schon mal getroffen, als ich auch mit Schulterkamera und Stativ mit ICE am Drehort war, viele fragten, ob ich Golfspieler sei, bei der Ausstattung. ;-)

Vom Transport her, ist die Sony FS7 auch nicht so gut transportabel, ewig nach der richtigen Tasche gesucht, ausser man zerlegt die komplett, die Ursa muss man praktisch auch zerlegen. Die anderen Kameras wie die Sony PMW 400 landen alle in Kata-Rucksäcken, sperrig ist immer nur der Dedolightkoffer, so packe ich dann die wichtigsten Sachen mit einer LED-Fläche separat in eine Tasche. Muss ja noch tragbar sein im Zug.

Wenn es leicht sein soll, dann wäre eigentlich die Sony FS5 ideal oder wie ich es sehr oft praktiziere mit einer Sony PXW X70, transportabel mit allem, deswegen machen es sehr viele TV-Kollegen mir nach, erkundigen sich nach einer X70 und schlagen fast alle selbst zu.




Pianist
Beiträge: 6689

Re: Blackmagic URSA Mini 4K - Teil 2: Notizen aus dem Messlabor

Beitrag von Pianist » Mo 22 Feb, 2016 16:32

iMac27_edmedia hat geschrieben:die Ursa muss man praktisch auch zerlegen.
Warum? Ich gehe davon aus, dass ich da höchstens den Handgriff abschrauben muss. Ansonsten würde ich die Tasche so bauen lassen, dass dort eine Ursa mini mit Zeiss-Objektiv, Kompendium und V-Mount-Platte reinpasst.

Matthias
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