Pianist
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Pianist » Mi 24 Feb, 2016 18:39

Meine Ikegami läuft durchgehend rund 60 bis 70 Minuten mit einem Akku, das war für damalige Verhältnisse ziemlich gut. So habe ich immer vier Akkus dabei, benötige aber an einem Tag kaum mal alle vier. Das könnte ja bedeuten, dass man mit der Ursula nur noch zwei oder drei Akkus mitnehmen muss. Jedes vermeidbare Kilo zählt... :-)

Matthias
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cantsin
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von cantsin » Mi 24 Feb, 2016 19:27

ruessel hat geschrieben: Ich habe hier noch die 20dB extrem rauscharme PreAmps....
Selbst gebaut? Verkaufst Du die?




Darth Schneider
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Darth Schneider » Mo 29 Feb, 2016 13:51

Jott hat geschrieben:Die Standardantwort hierzu wäre wie immer: mit einer Cine-Kamera nimmt man doch keinen Ton auf, du Anfänger! :-)
Cine Kamera ? Wieviel Blockbuster Filme wurden bisher mit Black Magic Kameras produziert ?
Sorry, ich Filme seit gut 25 Jahren, und eine Kamera die XLR Eingänge hat die Rauschen würde ich nie kaufen, oder zurückschicken und dazu schreiben das Rauschen muss weg oder ihr könnt das Teil behalten. Für solche Fehler ist das Teil zu teuer.
Also die Canon C300 die ich vor ein paar Wochen mieten musste für einen Auftrag nimmt Ton auf der nicht rauscht. Ausserdem ist die Ursa Mini noch lange keine Red oder Alexa oder Panavision, also nicht wirklich eine Cine Kamera, genau so wie die C300 auch nicht, darum haben sie XLR Anschlüssse, die Filmschaffenden drehen mit solchen Kameras ja vor allem Anderes damit als Kinofilme und da es manchmal schnell gehen muss oder wenn jemand alleine hinter der Kamera ist kann oder möchte Vieleicht nicht jeder den Ton separat aufnehmen. ( Zum Beispiel ich )




Frank Glencairn
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Frank Glencairn » Mo 29 Feb, 2016 14:53

Selber schuld.

Ich hab gerade einen szenischen Dreh mit der UM4.6K hinter mir - Ton über Fieldmixer in die Kamera, alles wunderbar.

Solange man nicht mehr als 2 Kanäle braucht, ist das der beste Weg.

Ich frag mich allerdings auch, warum es 2016 noch immer keine Kamera/Mischer Kombination gibt, bei der man 6-8 Kanäle über SDI von einem Fieldmixer aus aufnehmen kann, und dieses mittelalterliche Nachsynchronisieren endlich auf den Müllhaufen der Geschichte wefen kann.




cantsin
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von cantsin » Mo 29 Feb, 2016 15:11

Darth Schneider hat geschrieben: Cine Kamera ? Wieviel Blockbuster Filme wurden bisher mit Black Magic Kameras produziert ?
Siehe hier: https://shotonwhat.com/cameras/blackmag ... gn-cameras - u.a. Mad Max Fury Road... Deine RX10 wirst Du vergeblich suchen.




rush
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von rush » Mo 29 Feb, 2016 15:18

Frank Glencairn hat geschrieben:
Ich frag mich allerdings auch, warum es 2016 noch immer keine Kamera/Mischer Kombination gibt, bei der man 6-8 Kanäle über SDI von einem Fieldmixer aus aufnehmen kann, und dieses mittelalterliche Nachsynchronisieren endlich auf den Müllhaufen der Geschichte wefen kann.
Dafür gibt es Timecode ;-)
Und das schon seit Jaaaahren...
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Darth Schneider
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Darth Schneider » Mo 29 Feb, 2016 15:48

Frank Glencairn hat geschrieben:Selber schuld.

Ich hab gerade einen szenischen Dreh mit der UM4.6K hinter mir - Ton über Fieldmixer in die Kamera, alles wunderbar.

Solange man nicht mehr als 2 Kanäle braucht, ist das der beste Weg.

Ich frag mich allerdings auch, warum es 2016 noch immer keine Kamera/Mischer Kombination gibt, bei der man 6-8 Kanäle über SDI von einem Fieldmixer aus aufnehmen kann, und dieses mittelalterliche Nachsynchronisieren endlich auf den Müllhaufen der Geschichte wefen kann.
Früher war es so das man den Ton separat aufnehmen musste wenn mit Film gearbeitet wurde, heute ist doch die Aufnahmetechnik weit genug um Kameras zu bauen bei denen die Tonaufnahme nicht rauscht und mindestens CD Qualität hat ? Ich finde es mittlalterlich wenn ich tausend Geräte und Kabel an der Kamera rumhängen habe diese Erfahrungen hatte ich schon genug gesammelt den Achzigern und Neunzigern. Blödes Geschleppe und gefummelte beim filmen. Wozu noch ? Lieber auf das Motiv konzentrieren können als sich in Kabel verhängen und Audioaufnahmen vergessen zu starten. Ich hatte zu Hi8 Zeiten vor bald 30 Jahren eine Sony V6000 die hat Audio im Pcm Format aufgenommen war Manuell regelbar, hatte ein super Stereo Mikro und hatte CD Qualität ohne Rauschen.
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Mo 29 Feb, 2016 16:11, insgesamt 2-mal geändert.




Pianist
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Pianist » Mo 29 Feb, 2016 15:53

Rauscht denn der Eingangsverstärker wirklich so doll? Oder kann man vernünftige O-Töne angeln, wenn man ein KM 184 oder ein MKH 8060 direkt anschließt?

Matthias
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Darth Schneider
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Darth Schneider » Mo 29 Feb, 2016 16:12

Darth Schneider hat geschrieben:
Frank Glencairn hat geschrieben:Selber schuld.

Ich hab gerade einen szenischen Dreh mit der UM4.6K hinter mir - Ton über Fieldmixer in die Kamera, alles wunderbar.

Solange man nicht mehr als 2 Kanäle braucht, ist das der beste Weg.

Ich frag mich allerdings auch, warum es 2016 noch immer keine Kamera/Mischer Kombination gibt, bei der man 6-8 Kanäle über SDI von einem Fieldmixer aus aufnehmen kann, und dieses mittelalterliche Nachsynchronisieren endlich auf den Müllhaufen der Geschichte wefen kann.
Früher war es so das man den Ton separat aufnehmen musste wenn mit Film gearbeitet wurde, heute ist doch die Aufnahmetechnik weit genug um Kameras zu bauen bei denen die Tonaufnahme nicht rauscht und mindestens CD Qualität hat ? Ich finde es mittlalterlich wenn ich tausend Geräte und Kabel an der Kamera rumhängen habe diese Erfahrungen hatte ich schon genug gesammelt den Achzigern und Neunzigern. Blödes Geschleppe und gefummelte beim filmen. Wozu noch ? Lieber auf das Motiv konzentrieren können als sich in Kabel verhängen und Audioaufnahmen vergessen zu starten. Ich hatte zu Hi8 Zeiten vor bald 30 Jahren eine Sony V6000 die hat Audio im Pcm Format aufgenommen war Manuell regelbar, hatte ein super Stereo Mikro und hatte CD Qualität ohne Rauschen. Und Womit filmen die Leute heutzutage ? Externer Videorekorder, externer Audiorekorder, externer Monitor., kein Autofokus, vielfach keine Bildstabilisierung, wer Raw filmt muss die Filme noch zwingend entwickeln. Ganz genau so war es vor 30 Jahren. Bingo ! Triumpf der Technik aber Hauptsache am liebsten mit 8K Auch wenns fast niemand sehen kann.
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Mo 29 Feb, 2016 16:34, insgesamt 1-mal geändert.




rush
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von rush » Mo 29 Feb, 2016 16:31

@Darth... Timecode muss man nicht dauerhaft per Kabel verbunden lassen... wie kommst du darauf? An halbwegs professionellen Geräten reicht es aus da alle paar Stunden wieder mal den sync anzuschieben...
Darüber hinaus ist TC via Funk auch seit Jahren relativ einfach umzusetzen, etwa über gängige Audiofunkstrecken. Mit 80ern hat das also wenig zu tun und wurde an nahezu jedem Filmset so gehandhabt bei dem ich dabei war. Keine Kabel, kein Stress und alles "synced"... Man muss eben auch die Muße haben und sich über entsprechende Möglichkeiten informieren ;-)

Und seit es diese Tentacles oder wie die Dinger heißen gibt isses nochmal simpler geworden...
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Darth Schneider
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Darth Schneider » Mo 29 Feb, 2016 17:38

cantsin hat geschrieben:
Darth Schneider hat geschrieben: Cine Kamera ? Wieviel Blockbuster Filme wurden bisher mit Black Magic Kameras produziert ?
Siehe hier: https://shotonwhat.com/cameras/blackmag ... gn-cameras - u.a. Mad Max Fury Road... Deine RX10 wirst Du vergeblich suchen.
Super, sie haben sicher eine BM Kamera für eine Stuntszene gebraucht, und für 3 Sekunden gefilmt, bevor sie dann mit einem Fahrzeug explodiert ist. Das ist für mich kein Grund eine zu kaufen. Die haben früher schon mit Hi 8 Kameras einen Kinofilm gedreht, später mit miniDv, jetzt mit Spiegelreflexkameras.
Wenn die Hauptkamera von BM kommt schauen wir weiter.....
Wie kommst du darauf das ich nie Ursa mit der RX 10 vergleichen würde ? Aber vieleicht mit einer der Sony A7R2 schon.(Ein bisschen weniger zum schleppen, und die Bildqualität wird wohl nicht viel schlechter sein als bei dem Ursaminimonster.) Die habe ich ins Auge gefasst. Dann würde ich die Rx10 aber immer noch als zweite Kamera mit gutem Gewissen nutzen. Ich drehe keinen Mad Max Film damit.

Ps Apropos Sony RX 10:(Mark 2)
http://youtu.be/SHcuM9tYExU
Dreht sowas mal mit einer Ursa, alleine geht das doch gar nicht, ohne Focus Puller und der sollte besser gut sein.

Ist Leider nicht von mir, aber unglaublich cool.
Viel Spass.




Frank Glencairn
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Frank Glencairn » Mo 29 Feb, 2016 19:56

rush hat geschrieben: Dafür gibt es Timecode ;-)
Und das schon seit Jaaaahren...
Is aber immer noch ein verdammtes Gefummel, im Vergleich zu Ton der automatisch am Videofile hängt.




Pianist
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Pianist » Mo 29 Feb, 2016 19:59

Externe Tonaufzeichnung käme für mich und meine Arbeitsweise auch nicht in Frage. Ich nehme auch gerne mein SQN mit. Aber ich würde es auch mal zu Hause lassen, wenn ich weiß, dass der Ton trotzdem akzeptabel wird.

Matthias
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Darth Schneider
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Darth Schneider » Mo 29 Feb, 2016 20:21

Frank Glencairn hat geschrieben:
rush hat geschrieben: Dafür gibt es Timecode ;-)
Und das schon seit Jaaaahren...
Is aber immer noch ein verdammtes Gefummel, im Vergleich zu Ton der automatisch am Videofile hängt.
Wozu Timcode ? Noch ein Kabel, oder/und ein Sender und Empfänger ?
Wenn es auch ohne geht. ?
Bin voll deiner Meinung. Vorallem wenn ein Gerät schon einen Recorder mit XLR eingebaut hal sollte der Ton schon super sein in der Preisklasse einer Ursa, sonst sollte BM bei der Herstellung an Gewicht sparen und den Ton lieber gleich weglassen.




rush
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von rush » Mo 29 Feb, 2016 22:17

Darth Schneider hat geschrieben:
Frank Glencairn hat geschrieben:
rush hat geschrieben: Dafür gibt es Timecode ;-)
Und das schon seit Jaaaahren...
Is aber immer noch ein verdammtes Gefummel, im Vergleich zu Ton der automatisch am Videofile hängt.
Wozu Timcode ? Noch ein Kabel, oder/und ein Sender und Empfänger ?
Wenn es auch ohne geht. ?
Bin voll deiner Meinung. Vorallem wenn ein Gerät schon einen Recorder mit XLR eingebaut hal sollte der Ton schon super sein in der Preisklasse einer Ursa, sonst sollte BM bei der Herstellung an Gewicht sparen und den Ton lieber gleich weglassen.
Leute... realistisch bleiben.
Wenn ihr ein Interview oder Nachrichten bzw. halbwegs Aktuelles Zeug macht bin ich vollkommen bei Euch. Da reicht es die ein bis zwei Spuren direkt auf die Kamera zu beamen. Normal.

Aber jene cinema-cameras nutzt man ja durchaus auch für andere Produktionen bzw sie bieten sich dafür an.
Bereits an kleinen bis mittelgroßen Sets hast du mal eben ein paar der Darsteller verkabelt, nebenbei noch 1-2 Booms und wer weiß was nicht sonst noch alles... atmo mal nicht mit eingerechnet. Kurzum: Mit 2 oder 4 Spuren kommt man kaum weit, und selbst wenn die Kamera das kann: Wer sollte es pegeln? Willst du während der Aufnahme am Ohr des DOP's stehen und die winzigen Drehregler bewegen, dabei die Kamera ins wanken bringen? Ganz zu schweigen von der Abhöre.... no way.

Ton gehört in solchen Fällen extern...die Summe kannst kann man ja als Referenz noch immer auf die Kamera ballern, aber im Schnitt freust du dich über jede Spur die seperat vorliegt und eben und keine Summe ist. Als vj/kameramann mag man ja eine, vllt maximal zwei spuren in sauberer Umgebung noch halbwegs regeln können, aber darüber hinaus grenzt alles an Blindflug...

Ich finde einfach: Wer Wert auf gutes Bild legt, sollte mindestens genauso viel Wert auf guten Ton legen... auch wenn das immer öfter gern vergessen wird.

Wie gesagt: Klar, für 1-2 Spuren sollte auch eine Kamera in der Lage sein ein brauchbares Signal aufzuzeichnen... alles darüber hinaus ist dagegen eine andere Liga und sollte entsprechend behandelt werden, auch im Schnitt mit dem Wissen was Timecode bedeutet und kann.

Ich glaube viele wissen auch einfach gar nicht was technich mit wenigen Mitteln möglich ist um sich in der Post Zeit und Nerven zu ersparen... stattdessen wird erstmal rumgehated und TC als überflüssig und anstrengend bewertet. So lang es nichts alternatives und simpleres gibt (und das verwenden eines TC's ist nun wirklich simpel) sollte man sich eben auch mal mit den Möglichkeiten vertraut machen die uns die Hersteller bieten und das seit Jahren.
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Darth Schneider
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Darth Schneider » Di 01 Mär, 2016 07:13

rush hat geschrieben:
Darth Schneider hat geschrieben:
Frank Glencairn hat geschrieben:
rush hat geschrieben: Dafür gibt es Timecode ;-)
Und das schon seit Jaaaahren...
Is aber immer noch ein verdammtes Gefummel, im Vergleich zu Ton der automatisch am Videofile hängt.
Wozu Timcode ? Noch ein Kabel, oder/und ein Sender und Empfänger ?
Wenn es auch ohne geht. ?
Bin voll deiner Meinung. Vorallem wenn ein Gerät schon einen Recorder mit XLR eingebaut hal sollte der Ton schon super sein in der Preisklasse einer Ursa, sonst sollte BM bei der Herstellung an Gewicht sparen und den Ton lieber gleich weglassen.
Leute... realistisch bleiben.
Wenn ihr ein Interview oder Nachrichten bzw. halbwegs Aktuelles Zeug macht bin ich vollkommen bei Euch. Da reicht es die ein bis zwei Spuren direkt auf die Kamera zu beamen. Normal.

Aber jene cinema-cameras nutzt man ja durchaus auch für andere Produktionen bzw sie bieten sich dafür an.
Bereits an kleinen bis mittelgroßen Sets hast du mal eben ein paar der Darsteller verkabelt, nebenbei noch 1-2 Booms und wer weiß was nicht sonst noch alles... atmo mal nicht mit eingerechnet. Kurzum: Mit 2 oder 4 Spuren kommt man kaum weit, und selbst wenn die Kamera das kann: Wer sollte es pegeln? Willst du während der Aufnahme am Ohr des DOP's stehen und die winzigen Drehregler bewegen, dabei die Kamera ins wanken bringen? Ganz zu schweigen von der Abhöre.... no way.

Ton gehört in solchen Fällen extern...die Summe kannst kann man ja als Referenz noch immer auf die Kamera ballern, aber im Schnitt freust du dich über jede Spur die seperat vorliegt und eben und keine Summe ist. Als vj/kameramann mag man ja eine, vllt maximal zwei spuren in sauberer Umgebung noch halbwegs regeln können, aber darüber hinaus grenzt alles an Blindflug...

Ich finde einfach: Wer Wert auf gutes Bild legt, sollte mindestens genauso viel Wert auf guten Ton legen... auch wenn das immer öfter gern vergessen wird.

Wie gesagt: Klar, für 1-2 Spuren sollte auch eine Kamera in der Lage sein ein brauchbares Signal aufzuzeichnen... alles darüber hinaus ist dagegen eine andere Liga und sollte entsprechend behandelt werden, auch im Schnitt mit dem Wissen was Timecode bedeutet und kann.

Ich glaube viele wissen auch einfach gar nicht was technich mit wenigen Mitteln möglich ist um sich in der Post Zeit und Nerven zu ersparen... stattdessen wird erstmal rumgehated und TC als überflüssig und anstrengend bewertet. So lang es nichts alternatives und simpleres gibt (und das verwenden eines TC's ist nun wirklich simpel) sollte man sich eben auch mal mit den Möglichkeiten vertraut machen die uns die Hersteller bieten und das seit Jahren.
Gerade weil der Ton so wichtig ist, sollte der Mic Eingang einer Profi Kamera nicht Rauschen, oder ? Egal ob mit einem oder 4 Eingängen. Ausserdem ist externer Ton super für TV und Kinofilme, vielleicht Konzertmitschnitte, bei kleinen Dokus wo der Kameramann alleine oder auch zu zweit irgend wo rum Rent wird es schon eng. Ich finde den Kamera internen Ton fast genau so wichtig wie das Bild, man sollte sich darauf verlassen können und nicht sagen müssen: Ton bei Moviecams sowiso extern aufnehmen " Warum denn weil die Hersteller es nicht schaffen so einen Zoom Rekorder in eine Kamera ein zu bauen, der nicht rauscht ? Oder weil ein Teil der Crews lieber mehr Kabelgefummel hat.
Das sollte der Kameramann entscheiden können und nicht das Rauschen der Kamera.




Frank Glencairn
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Frank Glencairn » Di 01 Mär, 2016 08:47

rush hat geschrieben:
Bereits an kleinen bis mittelgroßen Sets hast du mal eben ein paar der Darsteller verkabelt, nebenbei noch 1-2 Booms und wer weiß was nicht sonst noch alles... atmo mal nicht mit eingerechnet. Kurzum: Mit 2 oder 4 Spuren kommt man kaum weit, und selbst wenn die Kamera das kann: Wer sollte es pegeln?
Das ist ja genau das was ich gesagt habe.

Warum gibt es 2016 keine Möglichkeit von einem 6 oder 8 Spur Mischer, auch mit 6 oder 8 Spuren (via SDI) in die Kamera zu gehen?




Borke
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Borke » Di 01 Mär, 2016 10:36

Ich nehme an, der Hersteller möchte nicht knapp 1kg Mehrgewicht (Zoom F8) der Kamera hinzufügen und die Kamera würde sich unnötig verteuern.




Jott
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Jott » Di 01 Mär, 2016 11:51

Wer sagt eigentlich, dass die Eingänge der Ursa rauschen? Seit Äonen wird Ton an professionellen Videokameras via XLR aufgenommen, in allerbester Qualität.

Was aber über die Äonen verloren gegangen scheint: das allgemeine Wissen, wie welche Mikros und welche Mikrotypen anzuschließen sind und wie man das Ganze korrekt einstellt. Und es gibt heute viel mehr Schrottmikros auf dem Markt als noch vor zehn Jahren. Wenn also einer sagt, dass da was rauscht, sollte man das nicht gleich automatisch der Kamera anlasten. Lieber selber testen.




rob
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von rob » Di 01 Mär, 2016 12:13

Hallo Jott,

wir hatten die aktuelle Ursa Mini 4K zum Test hier - über die 4.6K können wir noch nichts sagen.

Wir haben uns sowohl das dynamischen Reporter Mikro sowie das NTG-2 Kondensator Shotgun Mikro von Rode kurz via XLR an der Ursa Mini 4K im Vergleich mit externem Recording (Zoom H5) angehört.

Das dynamische Mikro fiel hierbei im Betrieb an der Ursa Mini 4K deutlich ab - das Kondensator Mikro empfanden wir als noch akzeptabel.

Schwieriger ist die Latenz am Kopfhörer - vermeidet man natürlich alles, wenn man mehr Spuren benötigt und extern aufnimmt

Es wird diesbezüglich von einem kommenden Firmware-Update gemunkelt - ansonsten ein sehr schickes Bild und eine gute Bedienung - macht sehr neugierig auf die 4.6 K ...

Viele Grüße

Rob




Jott
Beiträge: 19217

Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Jott » Di 01 Mär, 2016 12:39

Aha, danke. Ist aber traurig, dass sie wirklich die Tonsektion nicht hinkriegen, das ist doch keine Raketentechnik. Kopfhörer-Delay ist ja völlig indiskutabel.




Valentino
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Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Valentino » Di 01 Mär, 2016 14:18

Naja der Ton ist bei Cine-Kameras noch nie deren Stärke gewesen und ja die Komplexität von guter A/D Technik ist nicht zu unterschätzen!!!
Die Arri Alexa hat keine Phantomspannung und einen 5 Pin Stereo-Line In.
Bei Red war die R1 ein absolutes Desaster und die Audioboards mussten reihenweise getauscht werden.
Bei der EPIC/Scarlet Serie dann diese "schrottigen" 3,5 Klinke Lösungen, die jeglicher Norm entbehren.

Nur Hersteller die vorher schon mit EB Tonerfahrung hatten, sind da etwas besser unterwegs.

Es geht ja auch nur um den Japaner und da hören sie die Mic-Vorverstärker einer HPX171 auch nicht wirklich gut an und schon ein SD302 holt da deutlich mehr raus. Aus diesem Grund hat man bei EB Auch immer noch einen Mischer und Tonassistenten. Wenn ich noch EB machen würde, hätte ich einfach einen SD633 dabei und würde immer alles mitnehmen. Wir hatten leider nur eine SQN3 :-(
Bei Funkmikros gibt der Empfänger einfach ein Line-Pegel aus und dank 24bit kann man ruhig ein paar dB leiser aufnehmen.

Kann sich noch jemand so mitte der 2000er Jahre an die ersten Blackmagic I/O Karten erinnern, die waren bei den analogen Ton Ein- und Ausgängen der letzte Schrott. Haben aus dem Grund nur die AES/EBU Schnittstellen benutzt, da konnte man nicht viel falsch machen.




Jott
Beiträge: 19217

Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Jott » Di 01 Mär, 2016 14:27

Ich hatte noch nie eine Kamera mit mieser Tonsektion, egal welcher Bauart (Schulter, Henkel, Cine ...). Ist dann wohl Glück mit dem Hersteller, der auf so was offensichtlich Wert legt.




Valentino
Beiträge: 4774

Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Valentino » Di 01 Mär, 2016 14:54

Wie gesagt, bei Sony, Panasonic, JVC und Canon gab es da auch nie große Probleme, aber die haben einfach auch mehr Erfahrung mit Ton.




Axel
Beiträge: 13878

Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Axel » Di 01 Mär, 2016 14:58

Für den einen ein Dealbreaker, für den anderen nur eine Produktschwäche. Selbst wenn der intern aufgezeichnete Ton auch noch bei den Serienmodellen nur als Referenzton taugen sollte, ist das Anlegen externen Tons auch für die ärmsten Amateure doch heute keine Hürde mehr. Freilich lästig bei aktueller Berichterstattung, aber dafür ist das ja definitiv nicht die richtige Kamera.




Frank Glencairn
Beiträge: 13415

Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Frank Glencairn » Di 01 Mär, 2016 15:00

Wie ich schon sagte, Fieldmixer davor und gut is. Dann rauscht auch nix.




Pianist
Beiträge: 6703

Re: BMD Ursa Mini 4K – Teil 1 Praxis und Handling

Beitrag von Pianist » Di 01 Mär, 2016 15:09

Mein SQN ist eh mein ständiger Begleiter, von daher wäre das für mich kein totales Ausschlusskriterium, aber doch zumindest ärgerlich.

Matthias
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