cantsin hat geschrieben: Do 09 Jul, 2026 23:09
AndreasBuder hat geschrieben: Do 09 Jul, 2026 22:45
Relevant ist die tatsächlich
eingefangene Lichtmenge. Das heißt, dass zwar ein f2.4 Objektiv
immer die gleiche Lichtmenge durchlässt, völlig unabhängig von jedem Sensor
Das stimmt zwar in der Theorie, aber nicht in der Praxis, weil das f2.4-Objektiv einer 1"-Kamera i.d.R. nur einen 1"-Bildkreis ausleuchtet. (Weshalb das f2.4-Objektiv für 1" auch wesentlich kleiner und leichter ist als z.B. ein f2.4-Objektiv für Full Frame.)
kann eine kleinere Sensorfläche davon einfach weniger einfangen. Praktisch gesehen muss man also den Sensor und das Objektiv in Relation zueinander setzen.
Jepp.
Kann man ganz gut an diesem Beispiel illustrieren: Man hat einen 100 Watt-Scheinwerfer und einen 200 Watt-Scheinwerfer, beide mit denselben Leuchtmitteln. Fokussiert man den 100 Watt-Scheinwerfer auf einen Lichtkreis mit einem Meter Durchmesser und den 200 Watt-Scheinwerfer auf einen Lichtkreis mit zwei Metern, dann ist das Bild des 100W-Scheinwerfers doppelt so hell, weil es nur ein Viertel der Fläche ausleuchten muss. Trotzdem ist der 200W-Scheinwerfer lichtstärker und gibt die doppelte Lichtmenge ab.
In Blenden und Sensorgrößen ausgedrückt: Wenn der 100W-auf-1m-Durchmesser-Scheinwerfer f2.0 auf 1"-Bildkreis entspräche, wäre der 200W-auf-2m-Durchmesser-Scheinwerfer f2.8 auf APS-C-Bildkreis. Trotz "nur" f2.8 wäre das 200W-System immer noch lichtstärker.
Dein Beispiel ist perfekt. Aber irgendwie ziehst du die falschen Schlüsse:
Du benötigst für die kleinere Fläche von 1m Durchmesser auch nur ein Viertel der Leistung der 2m Durchmesser Fläche.
Genau das passiert auch bei dem Objektiv und dem Sensor.
(Stichwort Lupe: Wir errinnern uns, dass wir das Sonnenlicht mit Hilfe einer Lupe so sehr bündeln konnten, dass wir ein Stück Papier zum Brennen bringen konnten.)
Ein Objektiv ist eine komplizierte Lupe.
Das Objektiv bringt den BildWinkel direkt auf den Sensor.
Die Blenden sind Lichtmäßig also exakt vergleichbar.
Zu den ISO Zahlen. Du hast schon Recht, dass die ISO Zahlen nicht genormt sind und mehr oder weniger variabel sind, aber auch nicht so stark, dass man statt ISO 100 --> ISO 800 hat.
Sie bewegen sich eher so um die 100 ISO um die ISO100 herum.
Wir haben das mal gestestet. Ich glaube aber, die Unterschiede lagen da auch eher zwischen den einzelnen Herstellern, als zwischen den Sensorgrößen.
Also auch die ISO Zahlen sind vergleichbar.
Ich habe das mal für dich getestet:
LINKS: DSC-RX10m5 -->9,1mm (24mm FF F2,8)
Mitte : Sony Alpha 6700 --> SEL16F18G (24mm FF --> F2,8)
Rechts: Sony Alpha 7RM5 --> SEL2470GM2 (24mm FF --> F2,8
Alle auf ISO 100 mit Blendenvorwahl.
Die Zeiten waren, wie erwartet alle identisch.
(Die Varianz erklärt sich durch die leicht verschiedene Perspektive und das uneinheitliche "Testbild", durch die sich bewegenden Menschen vor der Kamera haben sich ALLE Zeiten auf ALLEN Kameras ständig geändert.
(war ein spontaner RealWorldTest ohne optische Bank und Testbild/Ulbrichtkugel für gleichmäßige Beleuchtung)
20260710_114037[2].jpg
20260710_114359[1].jpg
Die RX10 ist eine Premium Bridge Kamera.
Die RX10 Serie hat seit der zweiten und die RX100 Serie seit der 4ten Generation einen voll gestackten Sensor. Also lange vor der A9.
Rolling Shutter ist dort minimal.
Keine Verzerrung selbst bei Propellern.
Der Sensor MUSS neu sein, ich weiß nicht, woher das kommt, dass der selbe Sensor verbaut ist.
Die haben nicht Jahrelang einen Sensor verbaut der dauerhaft 4Kp120 aufzeichnen kann, mit 10 Bit usw. und dann einfach gesagt: Achja, 25p reicht....
Eine A6700 (Die phantastisch ist und die ich total liebe) ist also nicht mit der RX100 vergleichbar. Der langsame Rolling Shutter macht sie mit elektronischem Verschluss bei Kunstlicht unbrauchbar.
Ebenso die ZV-e10m2. Die hat zusätzlich auch noch keinen KI Co-Prozessor, auch wenn sie neuer ist, als die A6700, welche den schon besitzt.
Die Kamera ist in ihrer Klasse konkurrenzlos.
Ja, mit einer Alpha 7RM6 und einem SEL600F40GM habe ich eine bessere Bildqualität und Auflösung usw.
Aber mir fehlt auch alles von 24mm-599mm.
Ich brauche also auch noch ein SEL2470GM2, ein SEL70200GM2, ein SEL200600G, aber da habe ich schon nicht mehr die Blende. Oder ein SEL100400MC (F4,5), dann fehlt mir aber alles von 400-600.
Insgesamt schleppe ich also viel mehr, muss ständig wechseln und bin nicht so schnell flexibel wie mit der kleinen, leichten RX10m5.
Genau das ist der Punkt.
Eine Cam mit 24-600 F2,4-f4, Full-Stacked Sensor, 4kp120 10 Bit, Slog, S-Cinetone, 30 fps, klein, leicht, handlich, einfach zu bedienen.
Exzellente Qualität und Leistung für dieses Segment.
In vielen Bereichen sogar Besser als die Systemkamera Varianten.
Aber den Vergleich strebt die gar nicht an.
Sie ist eine Premium Bridge Kamera.
Zum Sensor:
Wir kommen eigentlich überall alle darauf, dass es der selbe Sensor ist?
Sie kann jetzt dauerhaft 4K120p, 10 Bit statt limitiertes 4Kp30 8 Bit, 30fps statt 24/20fps.
Ja er hat immer noch die 20 Mpix von der ersten Frontseitig belichteten Sensor der RX100 mit Kontrastautofokus, aber alles andere hat sich deutlich verbessert in mehreren Generationen.
(BSI, Fully Stacked, PhasenAF etc.)
Was mir bisher bei der RX10M5 aufgefallen ist:
Es gibt keinen HFR Modus mehr.😿
Und kein Precapturing.
Es ist ein Plastikgehäuse?
Dafür aber sehr leicht.
Kein Blitz mehr.
Nur KlappDisplay.
Gehäuse ist tatsächlich nah an den Alphas (ohne C3, vorderes Drehrad und AEL Taste, aber mit Joystick!) 👻
Digitaler multinterface Shoe, aber kein 32 Bit Audio.
Sucher ist gut.
Akku ist gut. (FZ100)
Solide mit ein paar Abzügen in der B-Note👻😹
Ich habe leider überhaupt keine Zeit das genauer darzulegen.
LG Jesus