Tonaufnahme und -gestaltung Forum



Lavalier "Ohrwurm"



Fragen zur Tonaufzeichnung, Ausrüstung (Mikros etc.), aber auch zu gestalterischen Aspekten.
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beiti
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Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von beiti » Do 11 Aug, 2016 08:10

Mit einem anderen Mikrofon, das ich vor geraumer Zeit auf Windempfindlichkeit getestet habe, ist mir etwas aufgefallen: Das mitgelieferte Fell brachte dort keine bessere Winddämpfung als ein simpler Schaumstoff-Windschutz; erst die Kombination aus Schaumstoff und einem (größeren) Fell verbesserte das Ergebnis weiter.
So einen Test möchte ich auch mit dem O-Lavalier noch machen. Denn wenn das Fell nicht besser dämpft als der Schaumstoff, würde ich den (unauffälligeren) Schaumstoff erst mal vorziehen.
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thsbln
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Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von thsbln » Do 11 Aug, 2016 16:11

beiti hat geschrieben:Mit einem anderen Mikrofon, das ich vor geraumer Zeit auf Windempfindlichkeit getestet habe, ist mir etwas aufgefallen: Das mitgelieferte Fell brachte dort keine bessere Winddämpfung als ein simpler Schaumstoff-Windschutz; erst die Kombination aus Schaumstoff und einem (größeren) Fell verbesserte das Ergebnis weiter.
So einen Test möchte ich auch mit dem O-Lavalier noch machen. Denn wenn das Fell nicht besser dämpft als der Schaumstoff, würde ich den (unauffälligeren) Schaumstoff erst mal vorziehen.
Danke, zu spät, schon bestellt. :-)
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ruessel
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Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von ruessel » Sa 13 Aug, 2016 06:32

Das beste ist immer einen Windkorb zu simulieren, das Fell darf nicht direkt auf dem Mikrofon aufliegen. Beim O-Lavalier ist das fast gegeben, die Kapsel liegt ca. 2mm zurück, nicht viel aber immerhin ;-)

Sobald der Ohrwurm X mir mehr Zeit gibt, schaue ich mir das "Problem" mal an. Bei einem Lavalier sollte das ganze recht klein bleiben.
Gruss vom Ruessel




beiti
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Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von beiti » Mo 15 Aug, 2016 21:07

ruessel hat geschrieben:Das beste ist immer einen Windkorb zu simulieren, das Fell darf nicht direkt auf dem Mikrofon aufliegen. Beim O-Lavalier ist das fast gegeben, die Kapsel liegt ca. 2mm zurück, nicht viel aber immerhin ;-)
Ja, da mag was dran sein. Zumindest ist das Fell ein klein wenig besser als der Schaumstoff:
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thsbln
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Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von thsbln » Di 16 Aug, 2016 20:19

Klasse, beiti, danke.
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beiti
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Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von beiti » Mo 26 Sep, 2016 22:11

Warum ist eigentlich das Lavalier bis heute nicht auf der Ohrwurmaudio-Seite gelistet?
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ruessel
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Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von ruessel » Mi 24 Mai, 2017 17:52

Warum ist eigentlich das Lavalier bis heute nicht auf der Ohrwurmaudio-Seite gelistet?
Hat ein wenig gedauert, ist aber nun verfügbar.

Ein kleines Detail ist nun geändert, das Lavalier hat am Kabelauslass nun noch einen kleinen Kabelknickschutz bekommen.

Bild
Gruss vom Ruessel




beiti
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Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von beiti » Mi 24 Mai, 2017 18:34

ruessel hat geschrieben:
Mi 24 Mai, 2017 17:52
ist aber nun verfügbar.
Na, das ging ja fix. ;)

Eventuell noch als Ergänzung interessant: Es funktioniert auch gut mit dem Tascam DR-10CS. Man muss allerdings die niedrigste der drei Aussteuerungsstufen nehmen, weil das O-Lavalier halt sehr viel Pegel liefert. Wenn man richtig schreit, kriegt man die Aufnahme trotzdem noch übersteuert (doch für diesen seltenen Fall hat der DR-10CS die um 6 db leisere Backup-Aufnahme).
Vorteile des DR-10C gegenüber einem x-beliebigen Recorder sind seine geringe Größe (52 x 55 x 22 mm), die robuste Bauform, die serienmäßige Gürtelklemme sowie die schraubbare Klinkenbuchse.
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TobiG
Beiträge: 35

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von TobiG » Do 28 Sep, 2017 16:02

Hi zusammen,
Ich würde gerne zwei Lavaliere für Stereo (AB) Ambientrecording und Liverecording von Rockkonzerten einsetzen, da mir das Gefummel mit Kleinmembran-Mics viel zu unflexibel für den run`n gun Einsatz ist.
Zudem besitze ich zwei Sennheiser AVX Funkenstrecken, die sich damit für noch mehr Mobilität ideal verbinden lassen würden.
Was mich interessiert ist: wie rauscharm die Mics sind, wie linear der Frequenzgang abgebildet wird und wie der max SPL ist.
Hat jemand Erfahrung mit den Mics beim Fieldrecording und Konzertmitschnitten?

Gruß
Tobias




TonBild
Beiträge: 1960

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von TonBild » Do 28 Sep, 2017 17:09

TobiG hat geschrieben:
Do 28 Sep, 2017 16:02
Liverecording von Rockkonzerten
...
Zudem besitze ich zwei Sennheiser AVX Funkenstrecken
Wenn Du die dynamischen Handmikros hast sollte das kein Problem sein wenn sie nicht zu weit weg stehen bzw. freie Sicht auf den Empfänger haben. Aber die Rockmusiker werden sicher irretiert sein, wenn nicht nur sie, sondern auch das Publikum mit Mikrofonen ausgestattet ist.
;-)




TobiG
Beiträge: 35

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von TobiG » Do 28 Sep, 2017 17:29

TonBild hat geschrieben:
Do 28 Sep, 2017 17:09
TobiG hat geschrieben:
Do 28 Sep, 2017 16:02
Liverecording von Rockkonzerten
...
Zudem besitze ich zwei Sennheiser AVX Funkenstrecken
Wenn Du die dynamischen Handmikros hast sollte das kein Problem sein wenn sie nicht zu weit weg stehen bzw. freie Sicht auf den Empfänger haben. Aber die Rockmusiker werden sicher irretiert sein, wenn nicht nur sie, sondern auch das Publikum mit Mikrofonen ausgestattet ist.
;-)
Ne, ich habe eine AVX Lavalier Funkstrecke, allerdings mit den günstigeren Lav`s, keine Handmikros.
Hoffentlich bringt Sennheiser da mal was á la Rode Newsshooter raus.

Und nur damit wir uns nicht falsch verstehen, es geht um erlaubte Videoaufnahmen mit Ton, der Ton ist meist ein Teil aus Livercording (dafür die Mics) und Spuren aus dem Mixer. Aber kein Bootleg! Verwunderung also ausgeschlossen ;-)
Haupteinsatz wäre aber Ambient-Sound-Recording/Fieldrecording, wo ich etwas leichtes Portables suche, was keinen monströsen Blimp erfordert, oder bei AB60 oder mehr gleich zwei.
Die Qualität der Sennheiser Lav`s ist OK, ich suche aber etwas besseres.
Für ein Set DPA4061 fehlt momentan das Budget.
Recordermäßig bin ich mit Zeugs von Sound Devices und Apogee gut aufgestellt.

Viele Grüße
Tobias




TonBild
Beiträge: 1960

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von TonBild » Do 28 Sep, 2017 17:38

TobiG hat geschrieben:
Do 28 Sep, 2017 17:29


Ne, ich habe eine AVX Lavalier Funkstrecke, allerdings mit den günstigeren Lav`s, keine Handmikros.
...
Und nur damit wir uns nicht falsch verstehen, es geht um erlaubte Videoaufnahmen mit Ton, der Ton ist meist ein Teil aus Livercording (dafür die Mics) und Spuren aus dem Mixer.
Also, warum nicht einfach das eingebaute Camcorder Mikrofon (mit Dämpfung) nehmen?

Ansonsten einfache dynamische Mikros an die AVX Lavalier-Sender anschließen. Wenn es nur darum geht, das Geschrei der Fans aufzunehmen, würde ich dann die Mikros an der Bühne in Richtung Publikum befestigen.




TobiG
Beiträge: 35

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von TobiG » Do 28 Sep, 2017 18:11

TonBild hat geschrieben:
Do 28 Sep, 2017 17:38
TobiG hat geschrieben:
Do 28 Sep, 2017 17:29


Ne, ich habe eine AVX Lavalier Funkstrecke, allerdings mit den günstigeren Lav`s, keine Handmikros.
...
Und nur damit wir uns nicht falsch verstehen, es geht um erlaubte Videoaufnahmen mit Ton, der Ton ist meist ein Teil aus Livercording (dafür die Mics) und Spuren aus dem Mixer.
Also, warum nicht einfach das eingebaute Camcorder Mikrofon (mit Dämpfung) nehmen?

Ansonsten einfache dynamische Mikros an die AVX Lavalier-Sender anschließen. Wenn es nur darum geht, das Geschrei der Fans aufzunehmen, würde ich dann die Mikros an der Bühne in Richtung Publikum befestigen.
Hi Ton,

besten Dank für Deine Tips, ich will wirklich nicht arrogant wirken und deine geschätzte Hilfsbereitschaft bremsen, aber meine Qualitätsansprüche liegen etwas höher als das eingebaute Kameramic, oder günstige dynamische Handhelds. Und ich habe ja speziell nach den Erfahrungen mit den Mics gefragt, nicht wie so etwas generell geht.

Bisher verrichten den Job beim Konzertrecording ein Set aus hochwertigen Studiomics in M/S Anordnung in ein Apogee Interface und die Anforderung ist CD-Qualität.
Günstige dynamische Mic und ein Kameramikrofn ist da nicht Zielführend, zumal ich vernünftige Stereoabbildung möchte, sonst könnte ich auch mein NTG-3, oder Videomic Pro nehmen.



Wie gesagt suche ich eher irgend etwas, was besser ist als meine Sennheiser ME2 Lav`s und Qualitativ mehr in Richtung DPA4061, oder Sennheiser MKH8020 geht.
Da kommen z.B. die Line Audio Mics in Frage des avisierten Budgets, die aber in entsprechender Anordnung nicht viel kleiner sind, als mein jetziges Rig.
Nochmal: ich wäre gerne sehr mobil und möchte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und dieses Set auch für (hochwertiges, rauschfreies) Fieldrecording einsetzen.

Wer hat Erfahrung mit den Mics

Gruß
Tobias




TonBild
Beiträge: 1960

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von TonBild » Do 28 Sep, 2017 20:06

TobiG hat geschrieben:
Do 28 Sep, 2017 18:11
TonBild hat geschrieben:
Do 28 Sep, 2017 17:38


Also, warum nicht einfach das eingebaute Camcorder Mikrofon (mit Dämpfung) nehmen?

Ansonsten einfache dynamische Mikros an die AVX Lavalier-Sender anschließen. Wenn es nur darum geht, das Geschrei der Fans aufzunehmen, würde ich dann die Mikros an der Bühne in Richtung Publikum befestigen.
Hi Ton,

besten Dank für Deine Tips, ich will wirklich nicht arrogant wirken und deine geschätzte Hilfsbereitschaft bremsen, aber meine Qualitätsansprüche liegen etwas höher als das eingebaute Kameramic
...
Günstige dynamische Mic und ein Kameramikrofn ist da nicht Zielführend, zumal ich vernünftige Stereoabbildung möchte
...
Qualitativ mehr in Richtung DPA4061, oder Sennheiser MKH8020 geht.
...
Wer hat Erfahrung mit den Mics
Hallo Tobias,

ich habe zwar auch ein Mik aus der MKH Serie, aber das würde ich nie bei einem Rockkonzert einsetzen. Es gibt verschiedene Mikrofone für verschiedene Einsatzzwecke. Ein teures hochwertiges Mikrofon falsch eingesetzt ergibt einen schlechteren Ton als ein billiges Mikrofon an der richtigen und passenden Stelle.

Du hast bei einem Rockkonzert ganz andere Bedingungen als bei einem klassischen Konzert. Wenn es bei Dir nur darum geht, das Publikum aufzunehmen brauchst Du ein Mikrofon was den Ton aus der Beschallungsanlage möglichst nicht aufnimmt. Und es sollte robust genug sein, um die hohe Lautstärke als auch die anderen Bedingungen bei einem Rockkonzert zu überstehen. Und genau hier sind dynamische Mikrofone gar nicht so verkehrt. Das Sennheiser MKH8020 ist hier als Kugel und empfindliches Hochleistungsmikrofon vollkommen ungeeignet.

Für die AVX Handmikrofone gibt es aber auch Kondensatorkapseln wenn Du diese auch für andere Einsätze haben möchtest. Das Sennheiser SKM 835 AVX Handmikro für 500 Euro mit dynamischer MMD835 Kapsel kannst Du z. B. mit einer Sennheiser MMK 965 G3 Kapsel für über 500 Euro auf Kondensator umrüsten. Dann würdest Du ca. 2000 Euro dafür ausgeben.

Für Dein Camcorder wäre auch noch das Rode Stereo VideoMic X für 600 Euro geeignet wenn Du damit mitten im Gewimmel (also z. B. auf einem Podest vor der Bühne) bist. Das könnte sogar die einfachste und zugleich eine sehr hochwertige Lösung sein.

Eine gute Möglichkeit wäre es Mikrofone für das Publikum von der Decke abzuhängen.

Du kannst auch ein M/S-Pärchen am Mischpultzelt aufstellen.

Oder wie schon vorgeschlagen zwei Richt-Mikros (keine Kugeln!) auf einem hohen Stativ oder am Lichtgerüst befestigt jeweils am Bühnenrand in Richtung Publikum. Aber möglichst weit entfernt von einem Lautsprecher.




TobiG
Beiträge: 35

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von TobiG » Mo 02 Okt, 2017 12:41

Hi TonBild,

nochmals Danke für Deine Ausführlichen Tips, das ist für viele bestimmt eine gute Ausgangsbasis.
Der Tip eines Mikrofons in der Menge ist aber unbrauchbar, die Mics müssen soweit von einzelnen Personen weg, wie es die Location erlaubt, sonst hat man nur das Gequatsche der Personen im direkten Umfeld.

Ich gehe auch anders vor und brauche eine glasklare Aufnahme (hier M/S), dem ich dann dezent im Nachgang einzelne von Mischpult aufgenommene Spuren beimische, die bei der Liveaufnahme untergehen (z.B. hier wie meistens der Gesang). Sonst geht der ganze Livecharakter flöten!

Ich hatte deshalb ganz speziell nach Erfahrung mit dem Mikrofon aus diesem Thread hier gefragt und nicht nach Tips zu Recordingtechniken.

Vielleicht meldet sich ja noch jemand zu meiner Frage:
Was mich interessiert ist:
- wie rauscharm die Mics sind,
- wie linear der Frequenzgang abgebildet wird und
- wie der max SPL ist.
Hat jemand Erfahrung mit den Mics beim Fieldrecording und Konzertmitschnitten?
Gruß
Tobias




ruessel
Beiträge: 6422

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von ruessel » Mo 02 Okt, 2017 12:54

Ich weiß es..... ;-)
Gruss vom Ruessel




TobiG
Beiträge: 35

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von TobiG » Di 03 Okt, 2017 09:15

ruessel hat geschrieben:
Mo 02 Okt, 2017 12:54
Ich weiß es..... ;-)
Na davon gehe ich aus.
Nutzt mir aber nur etwas, wenn Du es nicht für Dich behältst ;-)

Gruß
Tobias




ruessel
Beiträge: 6422

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von ruessel » Di 03 Okt, 2017 10:26

Was mich interessiert ist:
- wie rauscharm die Mics sind,

ich bekomme die Teile vorselektiert, da eigentlich militärisch für die Ortung genutzt. Sie entsprechen vom Rauschen her eher Großmembranmikrofone, was rauscht ist meist die Abhöre im Aufzeichnungsgerät - die Aufnahme selber ist weitgehend rauschfrei - 82dB/1kHz ist schon eine Nummer.

- wie linear der Frequenzgang abgebildet wird und
Hier kann man ehrlich sein oder antworten wie jede Mikrofonbude...... und mit dem Lineal eine gezogene gerade Linie zeigen, die aber zu 100% aus der Marketingabteilung stammt. Bei vielen Tonkapseln gibt es einen (physikalisch bedingt) Höhenanstieg, bei der Ohrwurmkapsel eher schwach ausgeprägt. Außerdem ist noch entscheidend wie die Kapsel mechanisch eingesetzt wird. 90% der Ohrwurmkunden sind blind und nutzen den Ohrwurm als "Fotoapparat", er bildet die Urlaubsumgebung akustisch ab. Und zwar anscheinend recht genau, Blinde berichten mir, dass sie hören können ob eine Tür angelehnt oder Fenster auf kipp während der Aufnahme stand. Soll unheimlich realistisch abbilden. Das liegt aber auch an der Eigenschaft der kleinen Membrane, sie zeichnet sehr schnelle Impulse besonders gut auf.
Ein tonstudio hat etliche (XLR) Lavaliere für Klassikaufnahmen (viel Klavier) bei mir bestellt, sie ersetzen die bislang eingesetzten (teuren) DPA. Angeblich wird dort die Wärme & Impuls-Realismus der Ohrwürmer geschätzt.

- wie der max SPL ist.
Heikles Thema. Bei XLR Verbindung mit Phantomspannung klar zu benennen, bei PlugIn Power Verbindung unklar. Es wird Spannung benötigt, je höher desto höher der max. SPL. Stimmt auch nicht ganz, entscheidend ist noch der Innenwiderstand der Stromquelle.
Mit optimalen Innenwiderstand erreicht man mit 1V so um die 122dB verzerrungsfrei, mit 6V etwas mehr als 125 dB, mit 9V fast 126dB. Leider ist die PlugIn Power Spannung auf nur 2,0 bis 2,5V genormt, das reicht dann für max. 123 dBA......falls der Widerstand um 2 kOhm beträgt. Bei meiner XLR Lösung (MA500) baue ich den optimalen Widerstand selber ein und kann so für min. 124 dBA/1kHz garantieren - direkt an der Kapsel gemessen und nicht 1 Meter entfernt.

Hat jemand Erfahrung mit den Mics beim Fieldrecording und Konzertmitschnitten?
Der Ohrwurm ist nicht das Mikro für extrem laute Sachen. Mit 9V betrieben und 126 dBA messe ich bei 1 kHz Sinus um die 4V ausgangsspannung. Das schafft kaum ein Aufzeichnungsgerät, bei 0,7V haben wir schon eine Spannung für einen LineIn Eingang.

Der Ohrwurm (rote Tonkapsel) ist ungefähr im Output um 16 dB lauter wie ein gewöhnliches Elektred-Mikro - entspricht im Output eher einer Großmembran. Ist deshalb für normale Sachen bis zum Klassikkonzert geeignet. Bei leisen Sachen (Interview im leisen Raum) kommt schon ein hoher Pegel aus der Tonkapsel, das hilft bei der Kamera den meist rauschigen Mikrofonverstärker weit abgedreht zu halten und so noch vernünftige rauschfreie Aufnahmen (z.B. Panasonic FZ1000) zu bekommen. Das sehe ich als Hauptvorteil der Ohrwürmer. Ein heftiges Punkkonzert mit PlugIn Power von 2V ist eher zum scheitern verurteilt..... aber eigentlich mit jedem Batterielosen Mikro.... außer dynamische Kapsel, die gibt es locker verzerrungsfrei bis 150 dBA, die sind aber für normale O-Töne fast taub.
Gruss vom Ruessel




TobiG
Beiträge: 35

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von TobiG » Di 10 Okt, 2017 14:54

Hi Ruessel,

besten Dank für Deine ausführliche Antwort, damit kann ich etwas anfangen.

Gruß
Tobias




fmgraphix
Beiträge: 139

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von fmgraphix » Fr 05 Jun, 2020 14:23

Ist Rüssels Lavalier Mikro noch zu haben?

Der Thread ist ja schon etwas älter.

Danke und Grüsse ins Forum




ruessel
Beiträge: 6422

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von ruessel » Fr 05 Jun, 2020 14:36

Warte ein wenig, ein neues ist in Arbeit..... diesmal auch Handyentstört.
Gruss vom Ruessel




fmgraphix
Beiträge: 139

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von fmgraphix » Fr 05 Jun, 2020 14:40

Danke für die schnelle Antwort.
Bräuchte es in 2 Wochen, könnte das klappen?

Danke und Grüsse
Martin




ruessel
Beiträge: 6422

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von ruessel » Fr 05 Jun, 2020 14:58

hmmmmm.....wird knapp. Hätte da noch ein paar Teile vom Vorgänger, also dem Lavalier aus Alu. Da passt auch die neue entstörte Kapsel rein. Also optisch wie das alte Lavalier mit neuer Technik drin.....+6dB mehr Dampf als der alte Ohrwurm..... besser im Klangbild & Rauschen als DPA4060 , 10dB mehr Output als mit Rode smartLav.
Gruss vom Ruessel




cantsin
Beiträge: 7934

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von cantsin » Fr 05 Jun, 2020 17:57

ruessel hat geschrieben:
Fr 05 Jun, 2020 14:58
hmmmmm.....wird knapp. Hätte da noch ein paar Teile vom Vorgänger, also dem Lavalier aus Alu. Da passt auch die neue entstörte Kapsel rein. Also optisch wie das alte Lavalier mit neuer Technik drin.....+6dB mehr Dampf als der alte Ohrwurm..... besser im Klangbild & Rauschen als DPA4060 , 10dB mehr Output als mit Rode smartLav.
Ich wäre ebenfalls interessiert!




ruessel
Beiträge: 6422

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von ruessel » Fr 05 Jun, 2020 18:12

Ich wäre ebenfalls interessiert!
2 Stück sind noch machbar bzw. habe ich noch Alugehäuse liegen. Könnte man auch in Stereo machen, mit Y-Kabel und zwei selektierten Kapseln.... schreib mir eine Mail....oder private Nachricht hier. Die neue Kapsel soll auf 2 GSM Bändern HF entstört sein, gestestet habe ich es nicht.

Die neuen Gehäuse kommen aus dem UV Drucker..... demnächst.
Gruss vom Ruessel




nicecam
Beiträge: 1850

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von nicecam » Fr 05 Jun, 2020 18:26

Ich glaub, ich bin auch interessiert :-)

Nur wegen längerer Abwesenheit über Vieles nicht mehr im Bilde

@ ruessel: Beziehe mich auch auf den anderen Thread, wo dein Ohrwurm ja auch mit besprochen wurde.

Interesse auch wegen meinem Osmo Pocket und dem Fremdadapter.
ruessel hat geschrieben:
Mo 03 Jun, 2019 16:41
Moin,

ich habe das Problem, ich schaffe es nicht meine Osmo in der Firmware upzudaten..... es klemmt mit meinem alten Handy und den ganzen Adapterstecker. Daher bringen im Moment meine Erfahrungen nix. Bei mir läuft es in "Stereo". Ich habe heute Mittag von Panasonic neue Nierenkapseln bekommen, die wollte ich nochmal testen, ob sie auch funktionieren. Die jetzt eingebauten Kapseln gibt es nicht mehr und ich habe nur für ca. 15 Mikrofone Material. Die neuen Kapseln gibt es zur Zeit unbegrenzt (Vorrat ca. 12.000 Stück) und können auch in ein paar Jahren nachbestellt werden.
Wenn ich weiß, das es auch mit der neuen Firmware läuft, würde ich hier was posten.... das ist der Stand der Dinge.
Das heißt also, dass der Ohrwurm in Stereo mit dem Originaladapter des Osmo Pocket funktioniert?

Dann doch auch mit meinem Fremdadapter.
ruessel hat geschrieben:
Fr 29 Mai, 2020 06:26
Für mich macht das nur Sinn, wenn es extern in STEREO ist. Mono nein danke ;-)
Hinter die Aussage steig ich momentan noch nicht :-)
Gruß Johannes




ruessel
Beiträge: 6422

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von ruessel » Fr 05 Jun, 2020 18:41

@ ruessel: Beziehe mich auch auf den anderen Thread, wo dein Ohrwurm ja auch mit besprochen wurde.
Nun, für die Osmo sollte es doch in Stereo sein, wenn die Osmo das jetzt wirklich macht. Mono Lavalier finde ich da nicht hilfreich.
In aller Kürze: der Ohrwurm von 2014 bis April 2020 hatte die Kapsel rot, ordendlich dampf und rauschfrei. Seit ende April (weiterentwicklung) gibt es die Tonkapsel Grün, noch mehr Dampf am Ausgang (um 100% mehr = +6dB) Rauschabstand 13 dB wie Tonkapsel Rot, allerdings hört es sich lt. blinden Tonstudiobesitzer noch ca. 3dB ruhiger an, da der Rauschteppich schmaler im Frequenzbereich ist - da wären wir dann technisch schon bei Großmembrankapseln.

Tonkapsel rot besitzt aber 10dB mehr SPL (max Schalldruck), daher führe ich beide. Ich selber nehme aber fast nur noch mit der Kapsel Grün auf, da diese schon 100% eher Töne in den Zoom PreAmp schickt. Und über 112 dBA nehme ich kaum auf, Schlagschrauber, Formel 1-Wagen hat ca. 110 dBA.
Gruss vom Ruessel




ruessel
Beiträge: 6422

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von ruessel » Fr 05 Jun, 2020 18:43

Hinter die Aussage steig ich momentan noch nicht :-)
Ja, in den letzten test (mit firmware vor ein Jahr) war es irgendwie Pseudo Stereo, nicht wirklich sauber. Ich kenne nicht die jetzige firmware, leider!
Gruss vom Ruessel




nicecam
Beiträge: 1850

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von nicecam » Fr 05 Jun, 2020 18:53

Gut. Ich hatte ja im anderen Thread versprochen, weiter zu testen. Einmal dort hatte ich ja mein Rode Stereo VideoMic über den Boya-Adapter an den Osmo Pocket angeschlossen.
nicecam hat geschrieben:
Sa 30 Mai, 2020 19:46

[...]

Der Adapter funktioniert...

Aber beim Stereo VideoMic wird in der Mimo App manchmal angezeigt, dass das Mikrofon erkannt wurde (indem der Durchstrich des Mikrofonsymbols wegfällt) meistens ist der Durchstrich bei diesem Mikro aber da.Trotzdem funktioniert es. Man sieht es am Pegelauschlag. Was bedeutet das? *

Die beiden erstgenannten Mikros benötigen Speisespannung und bekommen diese vom Osmo Pocket; ebenso wie das angeschlossene Smartphone - völlig Banane!

* Das Stereo VideoMic aber bekommt ja Futter durch den 9-Volt-Block. Denkt jetzt der Osmo Pocket: "Hah, ich brauch das Mikro nicht erkennen, weil das ja mit Essen versorgt wird" ?

Aber tue ich dem Osmo Pocket und/oder dem Mikro mit dieser Anschlussart einen Gefallen, oder beschädige ich mit dem Stereo VideoMic beide? Keine Ahnung...
Das weiß ich immer noch nicht... Ach, ich bin so'n Laie :-|

:-)
Gruß Johannes




ruessel
Beiträge: 6422

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von ruessel » Fr 05 Jun, 2020 19:15

Man sieht es am Pegelauschlag. Was bedeutet das?
Wahrscheinlich was der Programmierer sich ausgedacht hat. Für mich gibt es nur einen Sinn, wenn das Mikro zu 100% erkannt wird. wie das bei der Osmo funzt? keine Ahnung. früher haben die Audio ICs das am veränderten Innenwiderstand erkannt. Ganz gemein war da Sony, sie wollten nur Ihre Mikros zulassen und hatten einen seltsamen hohen Wert, den 95% der tonkapseln nicht hatten. mit einem SMD Widerstand im Stecker konnte man das aber selber hacken.
Das Stereo VideoMic aber bekommt ja Futter durch den 9-Volt-Block. Denkt jetzt der Osmo Pocket: "Hah, ich brauch das Mikro nicht erkennen, weil das ja mit Essen versorgt wird"
Nö, die PlugIn Power Spannung kommt immer aus dem Adapter, egal was dranhängt. Ich vermute es hängt hier mit einem anderen Parameter zusammen, wahrscheinlich wieder der Innenwiderstand - der gehackt werden muss. Vielleicht kommt bald von DJI ein eigenes Osmo Mikro auf dem Markt.
Aber tue ich dem Osmo Pocket und/oder dem Mikro mit dieser Anschlussart einen Gefallen, oder beschädige ich mit dem Stereo VideoMic beide? Keine Ahnung...
Nein, defekt dürfte da nix werden, die (plugIn Power) Gleichspannung wird grundsätzlich mit koppelkondensatoren von dem PreAmp abgehalten. Dem Mikro schadet es auch nicht..... bis 10V dürfte alles erlaubt sein.
Gruss vom Ruessel




nicecam
Beiträge: 1850

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von nicecam » Fr 05 Jun, 2020 19:45

Dank dem Aufklärer. Mein Gott, bist du schnell ;-)
Gruß Johannes




ruessel
Beiträge: 6422

Re: Lavalier "Ohrwurm"

Beitrag von ruessel » Sa 06 Jun, 2020 07:05

Aber wir sind nicht einen Schritt weiter. Ich muss mich mal anstrengen um die neuste Firmware in meiner Osmo zu bekommen.....
Gruss vom Ruessel




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Hands On mit der Canon EOS C70


Wir hatten Gelegenheit zu einem ersten Hands-On inkl. erster Probeaufnahmen mit der neuen Canon EOS C70. Hier unsere Eindrücke zum neuen Einstiegsmodell in die Cinema EOS Linie, das mit einem völlig neuem Formfaktor aufwartet und tatsächlich viel mehr Pro ist, als man auf den ersten Blick meinen könnte. weiterlesen>>

Canon EOS R6 im Praxistest

Die Canon EOS R6 steht ein wenig im Schatten der Canon EOS R5 - allerdings zu unrecht, da sie für Filmer, die hochwertige 10 Bit Log 50/60p Formate benötigen die qualitativ bessere und zudem auch noch deutlich günstigere Alternative darstellt. Hier unsere Erfahrungen mit der Canon EOS R6, bei denen es um Hauttöne, Gimbal-Shots, LOG/LUT Workflows, 50p und vieles mehr geht. weiterlesen>>

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concatenation 2 OLYMPIC GAME

Die olympischen Spiele als großes bewegtes Puzzle, bei dem man sich die Teilchen passend zuschneiden kann -- genug Geduld vorausgesetzt...