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Revolution zu ende ... Evolution beginnt



Besonderheiten, Pro und Contra sowie Fragen zu digitalen (Spiegelreflex-)Kameras mit Videofunktion sowie Cine-Camcordern mit großem Sensor
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Peppermintpost
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Peppermintpost » Mi 09 Aug, 2017 20:54

natürlich ist die zeit zwischen den revolutionen von evolutionen geprägt. ich verstehe jetzt nicht so recht was diese erkenntniss soll? das ist doch in jedem bereich so. wenn wir von der film industrie sprechen dann war der wechsel von analogen zu digitalen kameras sicher eine revolution, aber von diesen revolutionen hat es ja eine ganze menge gegeben. evtl sind einige hier zu jung und/oder zu interessenlos um das zu sehen, aber wenn man sich dafür interessiert wie sich der film und die damit verbundene filmtechnik sich verändert hat, dann wird man einige revolutionen sehen gegen die analoge kameras vs digitale kameras aussehen wie kindergarten. evtl wissen einige das es auch mal filme ohne ton gab, oder filme in schwarz weiss, oder video, das hat es auch nicht von anfang an gegeben. dann der riesenschritt der digitalen postproduktion der sich in zig verschiedene bereiche aufgefächert hat, meines erachtens ein bedeutenderer schritt als die einführung von farbe. und jetzt eine der letzten grossen revolutionen die ganzen digitalen kameras.
auch auf der wiedergabe seite, von nitro film, zu videotape, zu silberlingen, zu web streaming, das sind ja nicht gerade kleine evolutionsstufen sonderen echte revolutionen.
film/video von der aufnahmeseite und verarbeitung bis zur ausstrahlung hat gerade erst den massenmarkt erobert, wir sind gerade erst über den ersten humb hinweg. da wird noch einiges passieren.

die nächte generation von entwicklungen steht vor der tür und die ersten prototypen und experimental versionen blitzen am horizont auf. das ganze feld der AI steckt noch in diesem stadium, da können wir massive revolutionen erwarten. dann das feld der 3D kameras (ich hab da jetzt keinen besseren begriff) also nicht die kameras die stereoskopisch aufnehmen, sondern raum informationen mit ins bild speichern, das wird richtig einschlagen wenn das mal funktioniert. wenn das irgendwann mal läuft ist die frage ob wir dann überhaupt noch über pixel und objektive sprechen, ob es objektive so wie wir sie kennen dann noch existieren. auch auf seiten der postpro kann man sich fragen ob es mit einzug von AI überhaupt noch sinn macht irgend etwas zu filmen. evtl wird man in ein paar jahren nur noch das drehbuch in sein schnittsystem laden und dann die schauspieler auswählen und bekommt nach 10min rechenzeit die erste rohschnittfassung zu sehen. da wird noch einiges gehen.

die industrie hat unseren aktuellen stand der technik ausgereitzt. ob ich mir eine überwachungskamera aus dem baumarkt kaufe oder ein alexa65, über 90% der zuschauer sehen den unterschied nicht mehr. also wird die zukunft mMn auch nicht darin liegen das die GH9 dann endlich auch 16k in 12bit raw bei 900fps dreht.

wenn ich mir ansehe wie sich filme und das filmemachen verändert hat, dann glaube ich auch das die impulse aus der postproduktion deutlich heftiger ausfallen werden als die neuentwicklungen der aufnahmeseite. "life of pi" war sicher ein extrem, aber bei den meisten hollywood blockbustern wird doch inzwischen ein riesiger teil vor blue/greenscreen gedreht. sobald ich glaubwürdig die darsteller austauschen kann ist die kamera seite erledigt und so richtig weit sind wir davon nicht mehr entfernt.

also speziel die kameraleute sollten sich wünschen das es noch ein wenig zeit hin ist bis zur nächtsten revolution.
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Jan Reiff
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Jan Reiff » Mi 09 Aug, 2017 20:57

wenn eine digitale Filmaufnahme mal das Königreich eines Hasselblad Fotos (meinetwegen auch Phase One) erreicht ist es erstmal genug
Das ist aber noch ein weiter Weg ...

ich sehe das alles eher noch am Anfang




Peppermintpost
Beiträge: 2282

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Peppermintpost » Mi 09 Aug, 2017 21:04

Jan Reiff hat geschrieben:
Mi 09 Aug, 2017 20:57
wenn eine digitale Filmaufnahme mal das Königreich eines Hasselblad Fotos (meinetwegen auch Phase One) erreicht ist es erstmal genug
Das ist aber noch ein weiter Weg ...

ich sehe das alles eher noch am Anfang
echt Phase One ordnest du in der gleichen liga ein wie Hasselblad? igitt ne echt nicht ;-)
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iasi
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Mi 09 Aug, 2017 21:07

ZacFilm hat geschrieben:
Mi 09 Aug, 2017 19:15
@ Iasi. Ja, das stimmt... Die ist ja seit einem Jahr fertig - angeblich...nur hat sie niemand gesehen... :-) Wie schlägt sich die GH5? Ich schwanke zwischen der FS700 und der GH5. Beides mit Shogun. Die GH5 ist halt so klein und süß...
Für die Größe ist sie ganz OK.
Kommt auf die Anwendung an. Ergonomisch wird die GH5 natürlich nicht, wenn man sie mit externem Rekorder etc aufrüstet.

Ich hadere mit mir, ob ich einen Speedbooster für meine EF-Objektive dranhängen oder eine leichte ordentliche Festbrennweite wie das 30/2.8 Macro kaufen soll. Ich bin nicht sehr begeistert was das Angebot an MFT-Objektiven und deren Preis-Leistung betrifft.




iasi
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Mi 09 Aug, 2017 21:26

Jan Reiff hat geschrieben:
Mi 09 Aug, 2017 20:57
wenn eine digitale Filmaufnahme mal das Königreich eines Hasselblad Fotos (meinetwegen auch Phase One) erreicht ist es erstmal genug
Das ist aber noch ein weiter Weg ...

ich sehe das alles eher noch am Anfang
Alexa 65, Red VV, ...
Da gibt´s doch einige, die zumindest in die Richtung gehen.

Ich denke da aber immer an Lawrence of Arabia - wer hat denn die Anzahl an Drehtagen und diese Produktionsmöglichkeiten, dass sich solch eine Hasselblad-Qualität auch wirklich herauskitzeln lässt.
Am Morgen vor dem Dreh mal die Schatten der Fußabdrücke im Sand zu vermessen, damit der Sonnenaufgangsdreh am nächsten Tag dann auch perfekt wird, kostet eben Zeit.

Mittlerweile haben wir Kameras (du ja sogar eine Helium), die für mein Gefühl völlig ausreichend sind.
Denk mal an die Wasserfall-Szenen in "Mission" oder den Vorspann von "Last Mohican" oder ...
An der Bildqualität sind moderne digital-Cams schon dran - die richtigen Motive muss man nur noch finden.
Kurosawa und Walter Hill nahmen auch Diffraktion in Kauf, um bei großer Brennweite eine große Schärfentiefe zu erreichen - dennoch wirken diese Bilder.




Paralkar
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Paralkar » Mi 09 Aug, 2017 21:54

Stimmt wann kommt das ganze mal, Arri is an sowas dran, hab ich mal gelesen oder gehört und sicherlich einige andere.

Die Frage ist über welches Konzept, der Sensor selbst, oder n zusätzlicher "Sensor", Ultraschall, Infrarot.

Damit wäre das Leben aller VFXler auf ein Schlag einfacher und Rotoscoping würde sicherlich oft wegfallen, interessant sicherlich auch im Grading, Relightning auf ner komplett neuen Ebene.

Ich bin froh das 3D weg ist, hasse damit zu drehen.

Jetzt ist erstmal der letzte Schritt in der Kette der Evolution braucht, Rec 2020, 10 bit, HDR, 1000 nits, better pixels, weniger oder bessere Kompression. Unsere Kameras können alles, selbst ne Red One MX kann problemlos zu nem HDR Mastering genutzt werden, die Postpro und ACES, alles da und nutzbar, die Wiedergabe ne Katastrophe: Netflix "4k" 18 mbit h264..., Rec 709, 8 bit, überall banding, Kompressionsartefakte..., Alternative optische Datenträger (Bluray)
DIT/ digital Colorist/ Photographer




iasi
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Mi 09 Aug, 2017 22:02

Paralkar hat geschrieben:
Mi 09 Aug, 2017 21:54

Damit wäre das Leben aller VFXler auf ein Schlag einfacher und Rotoscoping würde sicherlich oft wegfallen, interessant sicherlich auch im Grading, Relightning auf ner komplett neuen Ebene.
Mittlerweile gibt´s zu viel VFX.

Ich will mal wieder etwas Episches, bei dem die tollen neuen Cams in Landschaften schwelgen.




Jan Reiff
Beiträge: 1457

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Jan Reiff » Mi 09 Aug, 2017 22:16

Peppermintpost hat geschrieben:
Mi 09 Aug, 2017 21:04
Jan Reiff hat geschrieben:
Mi 09 Aug, 2017 20:57
wenn eine digitale Filmaufnahme mal das Königreich eines Hasselblad Fotos (meinetwegen auch Phase One) erreicht ist es erstmal genug
Das ist aber noch ein weiter Weg ...

ich sehe das alles eher noch am Anfang
echt Phase One ordnest du in der gleichen liga ein wie Hasselblad? igitt ne echt nicht ;-)

teilen ja sogar Rückteile
An nen Hasselbladbild, an Mittelformat und seinem Reichtum an Details und räumlichen Effekt kommt noch keine Filmkamera ran, keine Chance. Das sind noch Welten.




iasi
Beiträge: 10815

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Mi 09 Aug, 2017 22:35

Jan Reiff hat geschrieben:
Mi 09 Aug, 2017 22:16
Peppermintpost hat geschrieben:
Mi 09 Aug, 2017 21:04


echt Phase One ordnest du in der gleichen liga ein wie Hasselblad? igitt ne echt nicht ;-)

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An nen Hasselbladbild, an Mittelformat und seinem Reichtum an Details und räumlichen Effekt kommt noch keine Filmkamera ran, keine Chance. Das sind noch Welten.
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Frank Glencairn
Beiträge: 6489

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Frank Glencairn » Mi 09 Aug, 2017 22:42

Paralkar hat geschrieben:
Mi 09 Aug, 2017 21:54


Jetzt ist erstmal der letzte Schritt in der Kette der Evolution braucht, Rec 2020, 10 bit, HDR, 1000 nits, better pixels, weniger oder bessere Kompression. Unsere Kameras können alles, selbst ne Red One MX kann problemlos zu nem HDR Mastering genutzt werden, die Postpro und ACES, alles da und nutzbar, die Wiedergabe ne Katastrophe: Netflix "4k" 18 mbit h264..., Rec 709, 8 bit, überall banding, Kompressionsartefakte..., Alternative optische Datenträger (Bluray)
Seh ich genau so. Die meisten Kameras sind heute gut genug für alles, das Delivery schmeißt aber immer noch viel zu viel wieder aus dem Fenster. Bei dem was z.B. Netflix/Amazon so zuhause anliefern, macht es kaum noch nen Unterschied auf was man ursprünglich gedreht hat.




cantsin
Beiträge: 3674

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von cantsin » Do 10 Aug, 2017 13:32

Na, ich hätte immer noch gerne mal 'ne kompakte Run-and-Gun-Kamera mit den Gehäusemaßen/der Unauffälligkeit und der Batterielaufzeit der GH5, der Menüführung von Canon, den Drehknöpfen und dem Hybridsucher von Fuji, dem In-Body-Stabilisator von Olympus, Sensor, Objektivbajonett und elektronischem ND-Filter von Sony, der Robustheit einer Nikon D4 und der Dauerbetriebs-Stabilität sowie der Signal-, Codec-, Bildqualität und den preiswerten Aufnahnemedien von Blackmagic....

Wäre alles evolutionär, aber immer noch revolutionär als Gesamtpaket.




TonBild
Beiträge: 1656

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von TonBild » Fr 11 Aug, 2017 09:30

Darth Schneider hat geschrieben:
So 11 Sep, 2016 10:24
Schon toll das ganze neue Licht. Aber wenn ich dann sehe wie Firmen einfache Flügeltore für hunderte Euro anpreisen und kleine Lämpchen für fast 500 Euro die auch nicht heller sind als zwei Leselampen, dann denke ich die Revolution ist beim Licht auch nicht viel besser. Zumal ich gerade gestern in einem alten Making Of von Star Wars bei Miniaturaufnahmen gesehen habe wie dort billigste uralte (noch älter als der Film) Fotolampen rumstehen die man zu dieser Zeit bei Walmart für 10 Dollar kaufen konnte. Also dann frage ich mich schon, wer das ganze teure Zeug eigentlich wirklich braucht, wenn I.L.M. mit so billigem Schrott gearbeitet hat und damit noch Oscars gewonnen hat.
Das waren sicher Glühlampen oder Halogenlampen die trotz des geringen Preises als Temperaturstrahler auch heute noch eine bessere Farbwiedergabe als teure moderne LED oder Leuchststofflampen für den Filmbereich liefern. Also was gut ist muss nicht unbedingt neu oder teuer sein.

Und Oscars gewinnt man mit einer künstlerischen Leistung, nicht weil man teure LEDs anstatt der billigen Glühbirne einsetzt.

Übrigens wurden auch bei Dreamgirls für die Bühnenbeleuchtung vorwiegend Lapen eingesetzt die es zur Zeit der Handlung auch gab. Und bei 2:20 waren das normale Glühbirnen für den Sternehimmel:




Jott
Beiträge: 12720

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Jott » Fr 11 Aug, 2017 11:21

Wer ausreichende Stromversorgung hat, ein klimatisiertes Studio bzw. hitzeresistente Darsteller/Objekte, und ohne natives Tageslicht auskommt, der kann natürlich auch heute noch mit Halogenlicht drehen. Arri und die Nachahmer versorgen die Branche nach wie vor mit Kunstlicht-Leuchten, und viele schwören drauf.

Für alles andere aber ist die stromsparende und farbtemperatur-variable LED-Technik ein Segen. Natürlich schleppen manche noch immer für Interviews den alten Koffer mit den drei orangenen 800 Watt-Lampen rum, aber inzwischen weiß so ziemlich jeder Interviewpartner, dass es auch ohne fieses Heizen geht. Das ist sehr wohl ein riesiger Fortschritt. Die alten Horrogeschichten von wasserleichengrünen Hautfarben sind schon seit vielen Jahren Vergangenheit, für so was müsste man heute wirklich mit dem allerbilligsten Fernost-Schrott arbeiten.




iasi
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Fr 11 Aug, 2017 12:31

ja - heute braucht es keinen Ventilator mehr, der den Sicherungskasten kühlt ;)




WoWu
Beiträge: 13788

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von WoWu » Fr 11 Aug, 2017 15:50

Die Revolution, mit all ihren Folgen hat gerade erst zarghaft, in ersten Ansätze begonnen.
Wenn wir in ein paar Jahren keine Pixels mehr haben, werden wir über völlig andere Bildästhetik, Inhalte und Präsentationen reden.
Was so alles hier als Revolution angedeutet wurde ist nichts anderes als Nostalgie.
Gute Grüße, Wolfgang

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Jan
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Jan » Fr 11 Aug, 2017 17:35

Peppermintpost hat geschrieben:
Mi 09 Aug, 2017 20:54
natürlich ist die zeit zwischen den revolutionen von evolutionen geprägt. ich verstehe jetzt nicht so recht was diese erkenntniss soll? das ist doch in jedem bereich so. wenn wir von der film industrie sprechen dann war der wechsel von analogen zu digitalen kameras sicher eine revolution, aber von diesen revolutionen hat es ja eine ganze menge gegeben. evtl sind einige hier zu jung und/oder zu interessenlos um das zu sehen, aber wenn man sich dafür interessiert wie sich der film und die damit verbundene filmtechnik sich verändert hat, dann wird man einige revolutionen sehen gegen die analoge kameras vs digitale kameras aussehen wie kindergarten. evtl wissen einige das es auch mal filme ohne ton gab, oder filme in schwarz weiss, oder video, das hat es auch nicht von anfang an gegeben. dann der riesenschritt der digitalen postproduktion der sich in zig verschiedene bereiche aufgefächert hat, meines erachtens ein bedeutenderer schritt als die einführung von farbe. und jetzt eine der letzten grossen revolutionen die ganzen digitalen kameras.
auch auf der wiedergabe seite, von nitro film, zu videotape, zu silberlingen, zu web streaming, das sind ja nicht gerade kleine evolutionsstufen sonderen echte revolutionen.
film/video von der aufnahmeseite und verarbeitung bis zur ausstrahlung hat gerade erst den massenmarkt erobert, wir sind gerade erst über den ersten humb hinweg. da wird noch einiges passieren.

die nächte generation von entwicklungen steht vor der tür und die ersten prototypen und experimental versionen blitzen am horizont auf. das ganze feld der AI steckt noch in diesem stadium, da können wir massive revolutionen erwarten. dann das feld der 3D kameras (ich hab da jetzt keinen besseren begriff) also nicht die kameras die stereoskopisch aufnehmen, sondern raum informationen mit ins bild speichern, das wird richtig einschlagen wenn das mal funktioniert. wenn das irgendwann mal läuft ist die frage ob wir dann überhaupt noch über pixel und objektive sprechen, ob es objektive so wie wir sie kennen dann noch existieren. auch auf seiten der postpro kann man sich fragen ob es mit einzug von AI überhaupt noch sinn macht irgend etwas zu filmen. evtl wird man in ein paar jahren nur noch das drehbuch in sein schnittsystem laden und dann die schauspieler auswählen und bekommt nach 10min rechenzeit die erste rohschnittfassung zu sehen. da wird noch einiges gehen.

die industrie hat unseren aktuellen stand der technik ausgereitzt. ob ich mir eine überwachungskamera aus dem baumarkt kaufe oder ein alexa65, über 90% der zuschauer sehen den unterschied nicht mehr. also wird die zukunft mMn auch nicht darin liegen das die GH9 dann endlich auch 16k in 12bit raw bei 900fps dreht.

wenn ich mir ansehe wie sich filme und das filmemachen verändert hat, dann glaube ich auch das die impulse aus der postproduktion deutlich heftiger ausfallen werden als die neuentwicklungen der aufnahmeseite. "life of pi" war sicher ein extrem, aber bei den meisten hollywood blockbustern wird doch inzwischen ein riesiger teil vor blue/greenscreen gedreht. sobald ich glaubwürdig die darsteller austauschen kann ist die kamera seite erledigt und so richtig weit sind wir davon nicht mehr entfernt.

also speziel die kameraleute sollten sich wünschen das es noch ein wenig zeit hin ist bis zur nächtsten revolution.
Meiner Meinung nach wird es in der Zukunft wieder mehr auf den Inhalt ankommen, als auf RAW, 4:4:4 oder 16 Bit. Die Schauspieler müssen überzeugen, die Handlung muss fesseln und bewegen. Keiner will den Hundertsten Supercrash (Beispiel Transformers) sehen, auch wenn da viel Arbeit in der Postproduktion dahinter steckt. Wenn sich endlich mal ein Regisseur, auch ein Deutscher, sein Herz in die Hand nimmt und den Kinozuschauer nicht mit Effekten überzeugt, sondern mit einer guten Geschichte und guten Schauspielern, dann ist da auch ein Oscar drin. Ich habe beispielsweise diese Woche erst wieder einen alten Schinken gesehen, den Film Papillon mit Dustin Hoffman und Steve McQueen, der hat mich wirklich beeindruckt. Dort gibt es keine Supereffekte, die Filmmusik ist stark, die Bilder auch, genau wie die Schauspieler. Ich schaue mir aktuell gern mal ältere Filme an, auch die in Schwarz-Weiß.


Die ganzen amerikanischen Supereffektfilme aus aktueller Zeit sind gut gemacht, ich schätze auch die Arbeit von dir und den anderen Kollegen in der Postproduktion und eben bei den Effekten, aber wir haben uns inzwischen alle satt gesehen. Ich glaube Filme mit guter Handlung die bewegt, hat Zukunft, etwas Retroflair hat auch Zukunft, wie beispielsweise Schwarz-Weiß. 3D in einer besseren Ausführung wird wohl wieder kommen, diese Filme werden aber die kleineren Filmemacher und Studios nicht in viel Bargeld ummünzen können. Ich hoffe das verstehen endlich mal die ganzen Leute, die nach noch höheren Bitzahlen und Auflösungen schreien.


VG
Jan
Wer es nicht einfach erklären kann, hat es auch noch nicht verstanden.

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Peppermintpost
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Peppermintpost » Fr 11 Aug, 2017 17:55

@Jan

effekte, gute schauspieler und fesselnde handlung schliessen sich aber nicht aus, auch wenn es bei einigen filmen so aussehen mag.
der grund warum ich den einzug der digitalen post für dramatischer halte als der umstieg von schwarz weiss zu farbe ist, weil du heute JEDE!!! geschichte erzählen kannst. wenn du es dir ausdenken kannst, dann kannst du es auch sehen.
in dem zusammenhang möchte ich mal einen film erwähnen bei dem das buch jahrzehnte lang als nicht verfilmbar galt: Herr der Ringe.
das ist ein vfx mega gau, dennoch sind die 3 filme doch wirklich nicht schlecht. klar ist papillon was anderes, klar ist das ein toller film auch ohne vfx und davon gibt es natürlich noch jede menge beispiele wo tolle filme gemacht wurden ohne einen einzigen effekt.
aber du kannst heute einfach geschichten erzählen die du vor 30 jahren noch nicht erzählen konntest. das da natürlich auch jede menge schrott dabei ist, das ist klar, aber vor 30 jahren war auch nicht jeder film toll.
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Fr 11 Aug, 2017 21:12

WoWu hat geschrieben:
Fr 11 Aug, 2017 15:50

Wenn wir in ein paar Jahren keine Pixels mehr haben, werden wir über völlig andere Bildästhetik, Inhalte und Präsentationen reden.
Das klingt ganz so, als hätten Textverarbeitungsprogramme die Literatur verändert.

Ich sehe bisher nicht, dass die technische Entwicklung die Filmsprache revolutionär geändert hätte.




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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von WoWu » Fr 11 Aug, 2017 21:33

Das Du das nicht so siehst, sagt nichts darüber aus, wie es einmal sein könnte, sondern beschreibt nur den Horizont Deiner persönlichen Sichtweise.
Was willst Du uns also damit sagen ?
Dass die Druckerpresse auch nichts in der Literatur verändert hat ?
Gute Grüße, Wolfgang

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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Fr 11 Aug, 2017 22:24

WoWu hat geschrieben:
Fr 11 Aug, 2017 21:33
Das Du das nicht so siehst, sagt nichts darüber aus, wie es einmal sein könnte, sondern beschreibt nur den Horizont Deiner persönlichen Sichtweise.
Was willst Du uns also damit sagen ?
Dass die Druckerpresse auch nichts in der Literatur verändert hat ?
Nur weil es den Computer gibt, hat sich die deutsche Sprache sind sonderlich geändert.

Vielleicht gehörst du ja zu denjenigen, die denken, nur weil sie nun vor einem Computer sitzen, wäre aus ihnen ein Literat geworden, der die Sprache meisterlich beherrscht.

Noch heute sind die meisten Filme trotz aufwändigster VFX filmsprachlich eher jämmerlich im Vergleich zu Meisterwerken des letzten Jahrhunderts. Die filmischen Ausdrucksmittel werden nicht genutzt - was also soll der Fortschritt bringen, wenn die alten Möglichkeiten noch nicht mal ausgeschöpft werden.

Dein Horizont scheint eben nur die Druckerpresse aber eben nicht das Gedruckte zu erfassen.




Peppermintpost
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Peppermintpost » Fr 11 Aug, 2017 22:25

iasi hat geschrieben:
Fr 11 Aug, 2017 21:12

Das klingt ganz so, als hätten Textverarbeitungsprogramme die Literatur verändert.

Ich sehe bisher nicht, dass die technische Entwicklung die Filmsprache revolutionär geändert hätte.
du siehst keinen unterschied zwischen metropolis, ben hur, star wars und transformers?
ich glaube dann ist film echt nicht der optimale beruf für dich.
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WoWu
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von WoWu » Fr 11 Aug, 2017 22:31

Die ganze Diskussion ist müßig, weil es quatsch ist, dass es eine Revolution zwischen dem ersten Videobild und dem jetzigen gegeben hat.
Verbesserung hat es gegeben und durchaus beeindruckend, aber eine Revolution war das lange nicht.
Und sich jetzt auf Vergleiche wie Wordprozessoren zu Literatur einzulassen ist auch irgendwie gegenstandslos.
Da sollte sich IASI besser beim Literaischen Quartett bewerben.

Aber das Ganze läuft bei ihm sowieso darauf hinaus, das RED die Revolution initiiert hat.
Dabei war es nur der erste „Billig Jakob“ am Markt.
Das war die einzige „Revolution“, die video-waffenschmiede hervorgebracht hat.

Die sollen erstmal 4k schaffen, das wäre wenigstens für RED ein Revolutiönchen.
Aber Jan wollte uns das ja zeigen ... ist vielleicht noch nicht soweit.
Gute Grüße, Wolfgang

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iasi
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Sa 12 Aug, 2017 00:15

Peppermintpost hat geschrieben:
Fr 11 Aug, 2017 22:25
iasi hat geschrieben:
Fr 11 Aug, 2017 21:12

Das klingt ganz so, als hätten Textverarbeitungsprogramme die Literatur verändert.

Ich sehe bisher nicht, dass die technische Entwicklung die Filmsprache revolutionär geändert hätte.
du siehst keinen unterschied zwischen metropolis, ben hur, star wars und transformers?
ich glaube dann ist film echt nicht der optimale beruf für dich.
Verstehst du eigentlich was Filmsprache ist?

Film ist zudem auch kein Beruf.

Star Wars ist, was filmsprachliche Mittel betrifft übrigens so etwas von konservativ altmodisch und einfallslos, dass dies nur diejenigen nicht erkennen, die sich durch all die VFX blenden lassen. Von Transformers mal ganz zu schweigen.




Olaf Kringel
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Olaf Kringel » Sa 12 Aug, 2017 00:31

iasi hat geschrieben:
Sa 12 Aug, 2017 00:15

Star Wars ist, was filmsprachliche Mittel betrifft übrigens so etwas von konservativ altmodisch und einfallslos, dass dies nur diejenigen nicht erkennen, die sich durch all die VFX blenden lassen.
...also die "echten" Modelle aus den "wahren" Star Wars Filmen hatten schon samt story, Schauspielern und Kameraführung Ihren eigenen Charme.

Den ganzen Computerdriss aus den neumodischen Episoden, hätte man sich m.M.n. besser sparen können...




iasi
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Sa 12 Aug, 2017 00:36

WoWu hat geschrieben:
Fr 11 Aug, 2017 22:31
Die ganze Diskussion ist müßig, weil es quatsch ist, dass es eine Revolution zwischen dem ersten Videobild und dem jetzigen gegeben hat.
Verbesserung hat es gegeben und durchaus beeindruckend, aber eine Revolution war das lange nicht.
Und sich jetzt auf Vergleiche wie Wordprozessoren zu Literatur einzulassen ist auch irgendwie gegenstandslos.
Da sollte sich IASI besser beim Literaischen Quartett bewerben.

Aber das Ganze läuft bei ihm sowieso darauf hinaus, das RED die Revolution initiiert hat.
Dabei war es nur der erste „Billig Jakob“ am Markt.
Das war die einzige „Revolution“, die video-waffenschmiede hervorgebracht hat.

Die sollen erstmal 4k schaffen, das wäre wenigstens für RED ein Revolutiönchen.
Aber Jan wollte uns das ja zeigen ... ist vielleicht noch nicht soweit.
Du machst doch hier wieder mal das RED-Fass auf - ich nicht. Du immer mit deiner 4k-Fixierung. :)

Man sollte sich nicht davon ablenken lassen, dass man nun jeden Bildpunkt exakt kontrollieren und bearbeiten kann.
Auch dieses Stil-Gerede vernebelt nur das Wesentliche.
Wichtig ist, das Vokabular des Films möglichst kreativ und zielführend zu nutzen. Die Digitaltechnik erleichtert und vereinfacht die Umsetzung, aber wirklich neue Ausdrucksmittel bzw. Ausdrucksformen habe ich in neuen Filmen noch nicht sehr viele gesehen.

4k?
Tarantinos Western brauchte nicht die 70mm.
Lawrence of Arabia hingegen zieht Nutzen aus dem Format.
Life of Pi ist einer der wenigen Filme, die 3D wirklich als Ausdrucksmittel einsetzen.
...

Ne - nicht jede Geschichte braucht 4k.
4k kann aber eben auch hilfreich sein, einen 2k-Film zu drehen.




WoWu
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von WoWu » Sa 12 Aug, 2017 00:39

Na prima, sind wir uns ja endlich einig .... machen wir wieder Hörspiele und RED hört endlich auf mit ihrer Pixelaufschneiderei.
Ich hab das FASS übrigens nur vor Dir aufgemacht, eine Art Prävention, weil sonst nämlich genau die angeführten Argumente von Dir gekommen wären.

Kriegst Du da eigentlich Rabatte für, oder auch nur die 9 EUR pro Thread ?
Gute Grüße, Wolfgang

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iasi
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Sa 12 Aug, 2017 00:40

Olaf Kringel hat geschrieben:
Sa 12 Aug, 2017 00:31
iasi hat geschrieben:
Sa 12 Aug, 2017 00:15

Star Wars ist, was filmsprachliche Mittel betrifft übrigens so etwas von konservativ altmodisch und einfallslos, dass dies nur diejenigen nicht erkennen, die sich durch all die VFX blenden lassen.
...also die "echten" Modelle aus den "wahren" Star Wars Filmen hatten schon samt story, Schauspielern und Kameraführung Ihren eigenen Charme.

Den ganzen Computerdriss aus den neumodischen Episoden, hätte man sich m.M.n. besser sparen können...
Story und Filmsprache sind altmodisch - das muss ja nicht schlecht sein.
Die Umsetzung war eben immer modern - eben eher Jahrmarkt.
Märchen im Weltall.




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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Sa 12 Aug, 2017 00:56

WoWu hat geschrieben:
Sa 12 Aug, 2017 00:39
Na prima, sind wir uns ja endlich einig .... machen wir wieder Hörspiele und RED hört endlich auf mit ihrer Pixelaufschneiderei.
Ich hab das FASS übrigens nur vor Dir aufgemacht, eine Art Prävention, weil sonst nämlich genau die angeführten Argumente von Dir gekommen wären.

Kriegst Du da eigentlich Rabatte für, oder auch nur die 9 EUR pro Thread ?
Interessant, was du immer in meine Beiträge reinliest.

Raw, DR und hohe Auflösung sowie die Digitaltechnik erleichtern die Arbeit und sind sehr hilfreich. Ökonomisch gesehen ermöglichen sie nun, was bisher nur sehr wenigen Großproduktionen vorbehalten war.

Wozu Hitchcock einen großen Aufwand betreiben musste, bekomme ich heute mit wenigen Mausklicks: Das kaum merkliche sehr langsame Verengen des Bildes auf einen Darsteller.

Es erweitert das zur Verfügung stehende Vokabular des Filmes.
Der Produktionsaufwand, den Welles bei Citizen Kane betreiben musste, ist heute nicht mehr nötig. Die Meisterschaft liegt aber eben darin, diese filmsprachlichen Mittel so zu nutzen, wie es Welles tat.
Auch ein Hitchcock hatte diese Mittel immer bewußt parat und konnte sie eben dadurch auch einsetzen.
Heute bekommt man meist nur Flares und Looks.




WoWu
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von WoWu » Sa 12 Aug, 2017 01:49

Also, manchmal kostet es ja schon etwas Energie, Deine technischen Einlassungen nachzuvollziehen, aber der Thread sprengt nun wirklich alle Ketten.

Wie gesagt ... ich bin raus denn ich finde das Literaische Quartett nicht so prickelnd .
Gute Grüße, Wolfgang

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nachtaktiv
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Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von nachtaktiv » Sa 12 Aug, 2017 06:40

ich hab auch so das gefühl, die revolution, die mit der 5DII begann, und dann direkt weiterging mit einer GH2 und danach mit interessanten sachen wie nem speedbooster, dem eintreffen von sony und die daraus resultierenden, wirklich sehr interessanten kameras ab den A7 modellen, einführung von log filmerei, besserer codecs, und und und.... das so langsam die tube leer gequetscht ist.

was ich aber viel interessanter finde, ist: wo sind all diese hipster typen hin, die sich mit ihrer GH2, einer coolen webseite und ner flycam für die neue filmelite hielten? irgendwie haben viele hingeschmissen, so scheints. viele, die sich für begabt hielten und den kofferraumproduzenten miemten, sind irgendwohin verdunstet. und was ich auch wieder sehe: man kauft wieder camcorder. bei einem event neulich habe ich in meinem bekanntenkreis eine AX100 und ne AX33, letztere bei ner anfängerin, gesehen. fotokamera-filmerei is wohl nich mehr so.... scheint auch kein problem zu sein, das es kaum noch camcorder gibt. "ich wollte den wegen der ergonomie", sprich - die revolution konnte man nicht so komfortabel in der hand halten.

naja. soll mir recht sein. ich habe nie wegen eines hypes gefilmt, sondern hatte ein konkretes anwendungsgebiet, für das ich ne kamera brauchte. und das ist immer noch da. im gegenteil. ich filme mehr als früher und auch für meinen bekanntenkreis. mir machts immer noch spaß und ich lerne immer noch jede menge dazu. weiß nicht, wie man so ein geiles hobby hinschmeissen kann.

mir fehlen nur manche leute hier im forum. man merkt schon, es ist n bissl still geworden.




iasi
Beiträge: 10815

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Sa 12 Aug, 2017 09:00

WoWu hat geschrieben:
Sa 12 Aug, 2017 01:49
Also, manchmal kostet es ja schon etwas Energie, Deine technischen Einlassungen nachzuvollziehen, ...
ja - das ist mir schon klar.
Du solltest auch mal den Blick über den technischen Tellerrand hinaus erheben.

Es ist doch so etwas von egal, wieviele Bildpünktchen letztlich zu sehen sind - wichtig ist, ob und wie sie filmisch eingesetzt werden - eben die Wirkung.

Meine Einlassungen betreffen die filmsprachlichen Mittel und eben nicht die technischen Aspekte.
Mir geht es nicht um Lautbildung sondern um den Inhalt und die Wirkung von Sprache. Schön dass wir z.B. die Lautstärke beim Sprechen variieren können - mich interessiert aber nicht der Vorgang sondern die Wirkung.




Funless
Beiträge: 1574

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Funless » Sa 12 Aug, 2017 13:03

iasi hat geschrieben:
Sa 12 Aug, 2017 00:36

Tarantinos Western brauchte nicht die 70mm.
Lawrence of Arabia hingegen zieht Nutzen aus dem Format.
Life of Pi ist einer der wenigen Filme, die 3D wirklich als Ausdrucksmittel einsetzen.

Sorry, aber das ist totaler Quatsch den du da von dir gibst. In deiner begrenzten Sichtweise macht 70mm nur bei opulenten Landschaftsaufnahmen Sinn. Du verstehst jedoch nicht (weil du es nicht willst oder es nicht kannst), dass gerade bei einem Kammerspiel, in der Art wie The Hateful Eight letztendlich aufgebaut ist, das 70mm Format aus filmsprachlich gestalterischen Mitteln sehr wohl Sinn macht.

Für dich natürlich nicht. Für dich nur bei der reaktionären UK-Pathos-Schmonzette Lawrence of Arabia. Ist ja auch okay, wenn es für dich so ist. Nur, dass du permanent deine eigene Sichtweise und deine persönlichen Vorlieben zum Status Quo für alle erklärst nervt extrem.

Schon interessant, dass du bei jeder sich dir bietenden Gelegenheit mit der "Was der Bauer nicht kennt"-Weisheit um die Kurve kommst, aber dich selber genauso verhältst.
MfG
Funless


Zitat des Monats:
Jack Nicholson hat geschrieben:"Jetzt gehöre ich nicht nur zum Club der Männer mit dichtem Haar, sondern bin sogar ihr Vorsitzender!"




Jan
Beiträge: 8847

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Jan » Sa 12 Aug, 2017 13:49

nachtaktiv hat geschrieben:
Sa 12 Aug, 2017 06:40
mir fehlen nur manche leute hier im forum. man merkt schon, es ist n bissl still geworden.

Das war damals auch der Grund, warum ich mich zurückgezogen habe. Ein Teil der guten User ist weg, ein paar davon sind leider verstorben. Ein paar Freaks sind noch dabei, Leute die viel Ahnung haben, aber auch gern mal austeilen und auf Krawall aus sind. Der Consumerbereich ist leider tot, daher gibt es hier auch kaum Fragen zu Geräten der Klasse. Manche Tage ist es schon recht ruhig hier mit zehn bis fünfzehn Threads.


VG
Jan
Wer es nicht einfach erklären kann, hat es auch noch nicht verstanden.

Albert Einstein (1879-1955)




iasi
Beiträge: 10815

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von iasi » Sa 12 Aug, 2017 17:21

Funless hat geschrieben:
Sa 12 Aug, 2017 13:03
iasi hat geschrieben:
Sa 12 Aug, 2017 00:36

Tarantinos Western brauchte nicht die 70mm.
Lawrence of Arabia hingegen zieht Nutzen aus dem Format.
Life of Pi ist einer der wenigen Filme, die 3D wirklich als Ausdrucksmittel einsetzen.

Sorry, aber das ist totaler Quatsch den du da von dir gibst. In deiner begrenzten Sichtweise macht 70mm nur bei opulenten Landschaftsaufnahmen Sinn. Du verstehst jedoch nicht (weil du es nicht willst oder es nicht kannst), dass gerade bei einem Kammerspiel, in der Art wie The Hateful Eight letztendlich aufgebaut ist, das 70mm Format aus filmsprachlich gestalterischen Mitteln sehr wohl Sinn macht.

Für dich natürlich nicht. Für dich nur bei der reaktionären UK-Pathos-Schmonzette Lawrence of Arabia. Ist ja auch okay, wenn es für dich so ist. Nur, dass du permanent deine eigene Sichtweise und deine persönlichen Vorlieben zum Status Quo für alle erklärst nervt extrem.

Schon interessant, dass du bei jeder sich dir bietenden Gelegenheit mit der "Was der Bauer nicht kennt"-Weisheit um die Kurve kommst, aber dich selber genauso verhältst.
Sorry - The Hateful Eight wäre auch in 35mm nicht schlechter oder besser gewesen. Es gibt keine einzige Einstellung, bei der 70mm wirklich die Handlung unterstützt.

Hingegen deutet in einer Szene von LoA der Begleiter von Lawrence hinunter auf eine Karawane, die Lawrence zunächst nicht erkannte ... nur mal als Beispiel.
Dann die berühmte Brunnenszene.
Und natürlich der Glutofen Gottes - hier zeigt 70mm wirklich Wirkung. In einer 35mm-Vorführung hatte ich dies nie erlebt, aber im 70mm-Kino griffen alle zu ihren Getränken.

Hitchcock musste mit VV drehen, also nutze er das Format in Vertigo auch aus - er konnte dies - Tarantino kann´s nicht. T. kann seine speziellen Tarantino-Dialogszenen.
Zuletzt geändert von iasi am Sa 12 Aug, 2017 17:22, insgesamt 1-mal geändert.




Funless
Beiträge: 1574

Re: Revolution zu ende ... Evolution beginnt

Beitrag von Funless » Sa 12 Aug, 2017 17:55

Komm' bitte nicht wieder mit deiner kruden Getränke "Erfahrung", die in kleinster Weise objektiv ist von empirisch mal ganz zu schweigen.

War es eine wissenschaftlich aufgebaute 35mm vs. 70mm Lawrence of Arabia-doppelblind-Vergleichsscreeningsstudie von der du da sprichst??

Haben die Zuschauer danach Fragebögen ausgefüllt inwiefern das Projektionsformat auf Ihr Trinkverhalten Einfluss genommen hatte?

Ich gehe jede Wette ein, dass du hier einfach von deiner eigenen komplett subjektiven Wahrnehmung erzählst. Und ich wiederhole mich: bis hierhin okay wenn deine eigene Wahrnehmung nur insoweit begrenzt ist, dennoch gilt diese nicht für alle anderen.

iasi hat geschrieben:
Sa 12 Aug, 2017 17:21
Sorry - The Hateful Eight wäre auch in 35mm nicht schlechter oder besser gewesen. Es gibt keine einzige Einstellung, bei der 70mm wirklich die Handlung unterstützt.
Hast du den Film überhaupt in analoger 70mm Projektion gesehen oder basiert deine Expertise auf die R5 DVD-Ripp-Version von Kinox.to?
MfG
Funless


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