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Umgang mit dynamischem Licht



Alles rund um Lichtsetzung, Lichtausrüstung uä.
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An_Dre
Beiträge: 4

Umgang mit dynamischem Licht

Beitrag von An_Dre »

Hallo zusammen,

Ich hoffe das hier ist der Richtige Bereich.

Folgende Thematik die mich immer wieder begleitet und mir Kopfschmerzen bereitet.
Ich nehme Videos auf meist in einer einzigen Sequenz draußen bei natürlichem Licht.
Ich Filme Trails und Städte, jetzt wechselt ja dem entsprechend ständig Licht und Schatten, bisher hab ich noch nicht heraus gefunden wie ich damit am besten umgehe ich bekomme immer so ein "Belichtungspumpen" was sehr unschön aussieht-> Ich Filme mit der Sony A7IV und 20mm f2.8 auf einem Ronin RS3 mini.
Eingestellt ist bei mir folgendes f4, 25 FPS 1/50sek und ISO zwischen 800 - und 10.000 -> wahrscheinlich ist hier die ISO zu hoch, ich nutze außerdem einen ND Filter den ich bei ISO 800 Einstelle das mir der Himmel nicht ausbrennt -> 10Bit 4:2:2 und ziel in der Postproduktion ist HLG 4k bzw. upscale auf 8K, bei richtiger Belichtung bin ich auch voll zufrieden nur wenn ich durch einen Park laufe, durch den Wald mit schnell wechselnden Gegebenheiten oder einer Unterführung kommt es zu diesem hell -> dunkel -> hell -> dunkel aktuell arbeite ich da in davinci resolve gegen mit dynamischen Keys aber so richtig zufrieden bin ich damit auch nicht.

Gibt es hier jemanden mit ähnlichem Content oder hat jemand Erfahrungen und kann mir Tipps geben wie ich das am besten handhabe?

Vielen Dank schonmal.

VG



cantsin
Beiträge: 17935

Re: Umgang mit dynamischem Licht

Beitrag von cantsin »

An_Dre hat geschrieben: Mi 02 Sep, 2026 15:01 nur wenn ich durch einen Park laufe, durch den Wald mit schnell wechselnden Gegebenheiten oder einer Unterführung kommt es zu diesem hell -> dunkel -> hell -> dunkel
Das sind einfach die natürlichen Lichtbedingungen. Da kann man praktisch nichts machen. Genau das ist der Grund, warum szenische Filmproduktionen ausgeleuchtet sind. Oder, wenn sie in "available light" gedreht werden, warum da penibles location scouting einschließlich Beobachtung des Wetterberichts betrieben wird, und die Crews außerdem mit Reflektoren und sonstiger Aufhellung arbeiten.

Wenn man Dein Motiv in einer Spielfilmproduktion, selbst einer schnöden Tatort-Episide aufnehmen würde, würde man entweder die Helligkeitswechsel als Realismus drinlassen oder Deine komplette Laufstrecke mit Filmlicht säumen.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip
Zuletzt geändert von cantsin am Mi 02 Sep, 2026 15:11, insgesamt 1-mal geändert.



CotORR
Beiträge: 186

Re: Umgang mit dynamischem Licht

Beitrag von CotORR »

Verstehe ich das richtig, dass die ISO auf automatik läuft?



An_Dre
Beiträge: 4

Re: Umgang mit dynamischem Licht

Beitrag von An_Dre »

ja ich hatte es vorher mit starrer iso versucht, dann sind mir aber die schatten "abgesoffen"
S-Log3: ISO 800 und ISO 3,200 am Tage scheinen 800 zu funktionieren sobald ich dann aber die dunkleren Passagen betrete ist das Bild zu dunkel, bei ISO 3200 brennt mir der Himmel aus, wenn ich dann den ND darauf anpasse hab ich wieder das Problem in den Schatten.



An_Dre
Beiträge: 4

Re: Umgang mit dynamischem Licht

Beitrag von An_Dre »

cantsin hat geschrieben: Mi 02 Sep, 2026 15:06
An_Dre hat geschrieben: Mi 02 Sep, 2026 15:01 nur wenn ich durch einen Park laufe, durch den Wald mit schnell wechselnden Gegebenheiten oder einer Unterführung kommt es zu diesem hell -> dunkel -> hell -> dunkel
Das sind einfach die natürlichen Lichtbedingungen. Da kann man praktisch nichts machen. Genau das ist der Grund, warum szenische Filmproduktionen ausgeleuchtet sind. Oder, wenn sie in "available light" gedreht werden, warum da penibles location scouting einschließlich Beobachtung des Wetterberichts betrieben wird, und die Crews außerdem mit Reflektoren und sonstiger Aufhellung arbeiten.

Wenn man Dein Motiv in einer Spielfilmproduktion, selbst einer schnöden Tatort-Episide aufnehmen würde, würde man entweder die Helligkeitswechsel als Realismus drinlassen oder Deine komplette Laufstrecke mit Filmlicht säumen.
Ja das ergibt Sinn.



AndreasBuder
Beiträge: 403

Re: Umgang mit dynamischem Licht

Beitrag von AndreasBuder »

Die Automatik macht das, was sie soll: Sie passt die Belichtung automatisch an. Je nach Belichtungsmessmethode und macht dabei auch Fehler. Manuell und selbstständig anpassen ist dabei die Vorgehensweise und das erfordert Übung und einen guten Monitor bzw. gute Belichtungstools.

Im Prinzip ist es auch nicht zuuu schwer. Bei maximaler Helligkeit stellst du deine Belichtung ein und dann kannst du auch gut mit Faustregeln arbeiten. Im Schatten bei heller Sonne sind es gut drei Belichtungsstufen weniger als in der Sonne. Im dichteren Wald sind es häufig nochmal bis zu drei Stufen weniger. Bei bewölktem Himmel ist eh alles sehr gleichmäßig. Die Belichtungsanpassung erfolgt am Gleichmäßigsten über einen variablen ND oder über eine klicklose Blende am Objektiv. Manche Kameras können auch die ISO sanft nachführen zwischen den Stufen.

Traust du dir das nicht zu, ist bei Sony ein guter Zwischenschritt die Messmethode "Durchschnitt des gesamten Bildes" (ich hab alles auf englisch, ich hoffe, es heißt so auf deutsch). Dann pumpt es wesentlich weniger. Aber ich würde tatsächlich auch bei nur kurzen Schattensequenzen im Bild die Belichtung unverändert lassen. Oder du stellst es etwas heller, sodass manche Teile im Himmel ausfressen, aber dafür hast du detailliertere Schatten. Das ist deine Entscheidung und die muss/kann man so oder so treffen.



iasi
Beiträge: 31480

Re: Umgang mit dynamischem Licht

Beitrag von iasi »

An_Dre hat geschrieben: Mi 02 Sep, 2026 15:15 ja ich hatte es vorher mit starrer iso versucht, dann sind mir aber die schatten "abgesoffen"
S-Log3: ISO 800 und ISO 3,200 am Tage scheinen 800 zu funktionieren sobald ich dann aber die dunkleren Passagen betrete ist das Bild zu dunkel, bei ISO 3200 brennt mir der Himmel aus, wenn ich dann den ND darauf anpasse hab ich wieder das Problem in den Schatten.
Wenn du in Resolve nicht gegen die Belichtungsautomatik ankämpfen und High-ISO mit Low-ISO mischen willst, könntest du auch auf den DR deiner Kamera bauen:
ISO bei 800 belassen, bestmögliche ETTR-Belichtung anhand des Histogramms mit variablem ND-Filter, wobei du eine ruhige Hand haben solltest. Wenn du Schatten und Lichter im Histogramm halten kannst, ist das Material geeignet in Resolve gestaltet zu werden.



Bildlauf
Beiträge: 3284

Re: Umgang mit dynamischem Licht

Beitrag von Bildlauf »

An_Dre hat geschrieben: Mi 02 Sep, 2026 15:01
nur wenn ich durch einen Park laufe, durch den Wald mit schnell wechselnden Gegebenheiten oder einer Unterführung kommt es zu diesem hell -> dunkel -> hell -> dunkel
Sind natürlich auch ziemliche Gegensätzlichkeiten, die da auftreten können, was Belichtung betrifft und als Geschmackssache eine reale Darstellung.
In Filmen ist das auch mal, daß die von hell in dunkel kommen oder umgekehrt, und da gehört das ja auch dazu für das Feeling, außer man möchte etwas dokumentarisch machen.

Vorteil ist, wenn Du in wenig Belichtung bleibst bei der Unterführung, daß die Details am Ende der Unterführung nicht ausgebrannt sind und die Unterbelichtung der Unterführung in Kauf nehmen, da ich zb. eher auf ausgebranntes empfindlich reagiere.
Man kann so ein Mittelding finden, für den Streckenabschnitt den man geplant hat, den gehst Du ja vorher einmal ab und kannst da die Einstellung dann final vornehmen.
Weiß aber nicht wie lang die sind, deine Filmabschnitte, wenn man hier von einem Kilometer redet zb., ist das schon wieder was anderes.

Oder den Weg über die Automatik machen, habe selber die a7IV, bei dieser aber noch nie Automatik oder Auto ISO probiert, nur mal bei der S5/S5II, und da fand ich das auch nicht ganz überzeugend.



An_Dre
Beiträge: 4

Re: Umgang mit dynamischem Licht

Beitrag von An_Dre »

Bildlauf hat geschrieben: Mi 02 Sep, 2026 20:10
An_Dre hat geschrieben: Mi 02 Sep, 2026 15:01
nur wenn ich durch einen Park laufe, durch den Wald mit schnell wechselnden Gegebenheiten oder einer Unterführung kommt es zu diesem hell -> dunkel -> hell -> dunkel
Sind natürlich auch ziemliche Gegensätzlichkeiten, die da auftreten können, was Belichtung betrifft und als Geschmackssache eine reale Darstellung.
In Filmen ist das auch mal, daß die von hell in dunkel kommen oder umgekehrt, und da gehört das ja auch dazu für das Feeling, außer man möchte etwas dokumentarisch machen.

Vorteil ist, wenn Du in wenig Belichtung bleibst bei der Unterführung, daß die Details am Ende der Unterführung nicht ausgebrannt sind und die Unterbelichtung der Unterführung in Kauf nehmen, da ich zb. eher auf ausgebranntes empfindlich reagiere.
Man kann so ein Mittelding finden, für den Streckenabschnitt den man geplant hat, den gehst Du ja vorher einmal ab und kannst da die Einstellung dann final vornehmen.
Weiß aber nicht wie lang die sind, deine Filmabschnitte, wenn man hier von einem Kilometer redet zb., ist das schon wieder was anderes.

Oder den Weg über die Automatik machen, habe selber die a7IV, bei dieser aber noch nie Automatik oder Auto ISO probiert, nur mal bei der S5/S5II, und da fand ich das auch nicht ganz überzeugend.
Also ich lege bei meinem dreh schon Strecken 3-4km zurück Laufzeit immer so bis 1h also Ziel möglichst ohne Unterbrechung, und da passiert eine Menge, manchmal reise ich an einen Trail 2h an und hab nicht wirklich Zeit das alles abzulaufen vorher und dann drehen und wieder zurück, da kommt man auf sportliche 9-12km :)

Ich mache mir immer einen Plan wann ich da bin wie die Sonne steht, auf das Wetter hat man wenig einfluss aber alles kann man nicht vorher sehen anhand von Maps oder Komoot.

Ich werde mal nochmal mit Fester ISO Testen, da die Automatische ISO zwar, wenn sie greift, auch bei 10000 noch echt brauchbares Bild liefert aber das hin und her gefällt mir überhaupt nicht.

Danke für eure Tips.



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