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ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke



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MaxSchreck
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von MaxSchreck »

Hayos hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 20:51 Exakt. Und daraus hat er nie einen Hehl gemacht. Im Gegentum: Er vertritt die Meinung, dass jede Dokumentation subjektiv ist und Objektivität nur geheuchelt ist. Da man bei einer Doku nie den menschlichen Faktor ausschließen kann, ist jede Doku also immer subjektiv. Von daher sollte man ehrlich sein und von vorherein inszenatorisch einplanen, dass die Doku die Sichtweise des Dokufilmers durchzieht.

Dass das in in Deutschland nicht so gut ankommt, wo man sich immer gerne was vormacht (total objektiv, Faktencheck,...) ist klar. Aber international hat Herzog gerade wegen seiner markanten Dokus mit Herzog-Stempel eine hohe Reputation.
Ich würde sagen, der einzige, nicht inszenierte, aber dennoch wunderschön kadrierte Dokumentarfilm den ich bisher gesehen hab ist "Unter Kontrolle" von Volker Sattel (2011) über Atomkraft. Ohne Musik, ohne Narration, nur Bilder.



iasi
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von iasi »

Hayos hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 20:51
iasi hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 13:31 Denn Herzog ist einer dieser Dokumentarfilmer, die inszenieren.
Exakt. Und daraus hat er nie einen Hehl gemacht. Im Gegentum: Er vertritt die Meinung, dass jede Dokumentation subjektiv ist und Objektivität nur geheuchelt ist. Da man bei einer Doku nie den menschlichen Faktor ausschließen kann, ist jede Doku also immer subjektiv. Von daher sollte man ehrlich sein und von vorherein inszenatorisch einplanen, dass die Doku die Sichtweise des Dokufilmers durchzieht.

Dass das in in Deutschland nicht so gut ankommt, wo man sich immer gerne was vormacht (total objektiv, Faktencheck,...) ist klar. Aber international hat Herzog gerade wegen seiner markanten Dokus mit Herzog-Stempel eine hohe Reputation.
Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden.
Aber Herzog neigt dazu, was Mick Jagger ihm schon im Zusammenhang mit Robards vorgeworfen hatte: Er stellt Kinski als Verrückten dar, um sich selbst als den Erfogreichen hinzustellen, der trotz dieses Verrückten große Filme geschaffen hat.

Dabei sind doch fast nur Herzogs Filme mit Kinski erfolgreich gewesen.



Hayos
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von Hayos »

iasi hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 21:51 Dabei sind doch fast nur Herzogs Filme mit Kinski erfolgreich gewesen.
Was heißt erfolgreich? Seine Dokus sind kontinuierlich gut aufgenommen worden und dass über Jahrzehnte. Das ist natürlich kein Blockbusterumfeld. Aber schau dich mal um: Die aktuelle (internationale) Generation verbindet Herzog wenig mit seinen Kinskifilmen, sondern mit seinen Dokus, die er ja auf unnachahmliche Weise inszeniert und vorallem: spricht. Daher auch kein Wunder, dass es "gefeiert" wurde (wie man heute sagt), als er seine Auftritte in der Mandalorian-Serie hatte. Die meisten kannten ihn bereits.

Aktuell passend dazu geht gerade mal wieder seine berühmte Pinguinszene viral. Und bei Instagram gehen seine kleinen Geschichten (ohne Kinski bisher..) steil, obwohl er den Account erst seit August füttert.

https://www.br.de/nachrichten/kultur/wa ... rt,V9haMUb

"Eine 19 Jahre alter Werner Herzog Doku geht derzeit viral – und ein Pinguin ist Hauptgesprächsthema im Internet. Warum der Pinguin für viele der Ausdruck des Zeitgeists ist und Werner Herzog zum Lieblings-Opa der Generation Z avanciert." 29.01.2026

Wie gesagt, schau über den Tellerrand, Herzog ist ein internationales Phänomenen, in Deutschland leider nicht gewürdigt bzw. quasi vergessen.



Hayos
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von Hayos »

MaxSchreck hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 21:37 Ich würde sagen, der einzige, nicht inszenierte, aber dennoch wunderschön kadrierte Dokumentarfilm den ich bisher gesehen hab ist "Unter Kontrolle" von Volker Sattel (2011) über Atomkraft. Ohne Musik, ohne Narration, nur Bilder.
Auch das ist nur scheinbar nicht inszeniert. Wie lange steht eine Einstellung? Welchen Ausschnitt wähle ich? Welchen Kamerawinkel? Was nehme ins Motiv rein, was lasse ich weg? Filme ich am Morgen oder am Abend? Ist es bewölkt (düster?) oder heller Sonnenschein (fröhlich?). Die Entscheidungen müssen ja getroffen werden. Und all das hat Einfluss darauf, wie du die Dinge wahrnimmst, empfindest.

Beim Studium hatten wir diese Übung: Jeder bekam das selbe Material. Ergebnis: Es entstanden lauter komplett unterschiedliche Filme.



dienstag_01
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von dienstag_01 »

Hayos hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 22:30
MaxSchreck hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 21:37 Ich würde sagen, der einzige, nicht inszenierte, aber dennoch wunderschön kadrierte Dokumentarfilm den ich bisher gesehen hab ist "Unter Kontrolle" von Volker Sattel (2011) über Atomkraft. Ohne Musik, ohne Narration, nur Bilder.
Auch das ist nur scheinbar nicht inszeniert. Wie lange steht eine Einstellung? Welchen Ausschnitt wähle ich? Welchen Kamerawinkel? Was nehme ins Motiv rein, was lasse ich weg? Filme ich am Morgen oder am Abend? Ist es bewölkt (düster?) oder heller Sonnenschein (fröhlich?). Die Entscheidungen müssen ja getroffen werden. Und all das hat Einfluss darauf, wie du die Dinge wahrnimmst, empfindest.

Beim Studium hatten wir diese Übung: Jeder bekam das selbe Material. Ergebnis: Es entstanden lauter komplett unterschiedliche Filme.
Das unterschiedliche Menschen unterschiedlich Filme machen, sollte allen klar sein. Das hat aber nichts mit Inszenierung zu tun. Die Montage von fremden Material gleich mal gar nicht. Inszenierung im Dokumentarbereich meint meiner Meinung nach das Filmen von Szenen, die nur für die Kamera stattfinden, also dafür inszeniert sind.



Hayos
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von Hayos »

dienstag_01 hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 22:52 Das unterschiedliche Menschen unterschiedlich Filme machen, sollte allen klar sein. Das hat aber nichts mit Inszenierung zu tun. Die Montage von fremden Material gleich mal gar nicht. Inszenierung im Dokumentarbereich meint meiner Meinung nach das Filmen von Szenen, die nur für die Kamera stattfinden, also dafür inszeniert sind.
Aber ist dann nicht schon ein vom Dokufilmer initiiertes Interview Inszenierung? Da scheint mir die Begrifflichkeit fließend zu sein. Und m.M.n. ist Schnitt und Kadrage wie bereits ausgeführt auch Inszenierung. Man muss da einfach schon zu viele Entscheidungen treffen sobald man den Aufnahmeknopf betätigt, was eben den Blick des Zuschauers lenkt und die dessen Wahnehmung beeinflusst.



dienstag_01
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von dienstag_01 »

Hayos hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 23:07
dienstag_01 hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 22:52 Das unterschiedliche Menschen unterschiedlich Filme machen, sollte allen klar sein. Das hat aber nichts mit Inszenierung zu tun. Die Montage von fremden Material gleich mal gar nicht. Inszenierung im Dokumentarbereich meint meiner Meinung nach das Filmen von Szenen, die nur für die Kamera stattfinden, also dafür inszeniert sind.
Aber ist dann nicht schon ein vom Dokufilmer initiiertes Interview Inszenierung? Da scheint mir die Begrifflichkeit fließend zu sein. Und m.M.n. ist Schnitt und Kadrage wie bereits ausgeführt auch Inszenierung. Man muss da einfach schon zu viele Entscheidungen treffen sobald man den Aufnahmeknopf betätigt, was eben den Blick des Zuschauers lenkt und die dessen Wahnehmung beeinflusst.
Dann würde es nach deiner Meinung nichts Nicht-Inszeniertes geben. Hilft das weiter? Wie unterscheiden wir dann eine Kamera, die nur draufhält - auch wenn sie kadriert, auch wenn das Material geshnitten wird - von einer Kamera, für die Szenen nachgestellt wurden? (Ich denke, wir sollten das zu unterscheiden versuchen.)
Aber klar, die Grenzen sind fliessend und Interviews sind inszeniert ;)

Edit: Beim Interview ist die Inszenierung aber auch klar sichtbar, da kann eigentlich kein anderer Eindruck entstehen.



Hayos
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von Hayos »

dienstag_01 hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 23:27 Wie unterscheiden wir dann eine Kamera, die nur draufhält - auch wenn sie kadriert, auch wenn das Material geshnitten wird - von einer Kamera, für die Szenen nachgestellt wurden? (Ich denke, wir sollten das zu unterscheiden versuchen.)
Gute Frage. Aber ich glaube, das Missverständnis ist weiterhin, dass Dokus grundsätzlich nicht inszeniert sind (Sorry für die Wiederholung ;). Es ist einfach ein himmelweiter Unterschied, ob Werner Herzog den berühmten, ins-Nichts-laufen-Pinguin gefilmt und in seinen Schnitt genommen hat oder eben nicht. Auch wenn er eigentlich "nur draufgehalten" hat und zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.

Gerade Naturdokus allgemein: Natürlich hat der Löwe ohne Regieanweisung das Gnu angefallen. Aber der Filmer hat 2 Wochen im Gebüsch gehockt, weil er genau DIESE Szene im Film haben wollte. Und da bin ich noch nicht bei den knisternden Geräuschen, die gerne bei Makroaufnahmen von krabbelnden Käfern hinzugefügt werden, wenn sie an Blättern knuspern (BBC hat das perfektioniert :D )

Das erinnert mich auch an die gewöhnliche Praxis von Straßenumfragen. Man hat vorher eine Liste von Antworten die man für den Beitrag braucht und wenn man alle abgehakt hat, gehts in den Schnitt. Der Redakteur meinte zu mir, das geht gar nicht anders, weil der Betrag ja für die Nachrichten rechtzeitig fertig sein muss..



dienstag_01
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von dienstag_01 »

Hayos hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 00:01
dienstag_01 hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 23:27 Wie unterscheiden wir dann eine Kamera, die nur draufhält - auch wenn sie kadriert, auch wenn das Material geshnitten wird - von einer Kamera, für die Szenen nachgestellt wurden? (Ich denke, wir sollten das zu unterscheiden versuchen.)
Gute Frage. Aber ich glaube, das Missverständnis ist weiterhin, dass Dokus grundsätzlich nicht inszeniert sind (Sorry für die Wiederholung ;). Es ist einfach ein himmelweiter Unterschied, ob Werner Herzog den berühmten, ins-Nichts-laufen-Pinguin gefilmt und in seinen Schnitt genommen hat oder eben nicht. Auch wenn er eigentlich "nur draufgehalten" hat und zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.

Gerade Naturdokus allgemein: Natürlich hat der Löwe ohne Regieanweisung das Gnu angefallen. Aber der Filmer hat 2 Wochen im Gebüsch gehockt, weil er genau DIESE Szene im Film haben wollte. Und da bin ich noch nicht bei den knisternden Geräuschen, die gerne bei Makroaufnahmen von krabbelnden Käfern hinzugefügt werden, wenn sie an Blättern knuspern (BBC hat das perfektioniert :D )

Das erinnert mich auch an die gewöhnliche Praxis von Straßenumfragen. Man hat vorher eine Liste von Antworten die man für den Beitrag braucht und wenn man alle abgehakt hat, gehts in den Schnitt. Der Redakteur meinte zu mir, das geht gar nicht anders, weil der Betrag ja für die Nachrichten rechtzeitig fertig sein muss..
Dokumentationen als Teil der Medien inszenieren die Wirklickeit. In diesen Bereich gehört dann auch die Wahl der gestalterischen Mittel. Und die Auswahl des Materials.
Da ist man sozusagen Teil eines Größeren (eben der Medien), was man gar nicht beeinflussen kann. Ich verstehe deine Argumentation in diese Richtung.
Es gibt aber auch die Arbeitsebene. Und da macht es sehr wohl einen Unterschied, ob ich einem Tier mit viel Geduld in freier Wildbahn begegne oder das Gnu womöglich anbinde, damit es in attraktiver Naheinstellung vom Löwenrudel kaltgemacht werden kann.



Hayos
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von Hayos »

dienstag_01 hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 01:15 Es gibt aber auch die Arbeitsebene. Und da macht es sehr wohl einen Unterschied, ob ich einem Tier mit viel Geduld in freier Wildbahn begegne oder das Gnu womöglich anbinde, damit es in attraktiver Naheinstellung vom Löwenrudel kaltgemacht werden kann.
Oh nein, jetzt habe ich Bilder im Kopf :D

Wie gesagt ich versteh dich ja. Umgekehrt gibt es auch Filmemacher, die nur grob einen Rahmen vorgeben, die Schauspieler machen lassen, mit der Kamera draufhalten, massig Material sammeln und dann ähnlich wie bei einer Doku, wirklich erst im Schnitt den Film entstehen lassen. Takashi Miike hat auf die Art viele Filme gedreht.



iasi
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von iasi »

Hayos hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 22:16
iasi hat geschrieben: Di 03 Feb, 2026 21:51 Dabei sind doch fast nur Herzogs Filme mit Kinski erfolgreich gewesen.
Was heißt erfolgreich? Seine Dokus sind kontinuierlich gut aufgenommen worden und dass über Jahrzehnte. Das ist natürlich kein Blockbusterumfeld. Aber schau dich mal um: Die aktuelle (internationale) Generation verbindet Herzog wenig mit seinen Kinskifilmen, sondern mit seinen Dokus, die er ja auf unnachahmliche Weise inszeniert und vorallem: spricht. Daher auch kein Wunder, dass es "gefeiert" wurde (wie man heute sagt), als er seine Auftritte in der Mandalorian-Serie hatte. Die meisten kannten ihn bereits.

Aktuell passend dazu geht gerade mal wieder seine berühmte Pinguinszene viral. Und bei Instagram gehen seine kleinen Geschichten (ohne Kinski bisher..) steil, obwohl er den Account erst seit August füttert.

https://www.br.de/nachrichten/kultur/wa ... rt,V9haMUb

"Eine 19 Jahre alter Werner Herzog Doku geht derzeit viral – und ein Pinguin ist Hauptgesprächsthema im Internet. Warum der Pinguin für viele der Ausdruck des Zeitgeists ist und Werner Herzog zum Lieblings-Opa der Generation Z avanciert." 29.01.2026

Wie gesagt, schau über den Tellerrand, Herzog ist ein internationales Phänomenen, in Deutschland leider nicht gewürdigt bzw. quasi vergessen.
Nun geht es in diesem Thread aber um Filmsets und die Zusammenarbeit von Schauspielern und Regisseur.

Bei seinen Dokus inszeniert sich Herzog vor allem selbst.
Dabei ist er so erfolgreich, dass er selbst bei den Simpsons mitspielen darf - bzw. sich selbst spielen darf.

Adorf erzählt auch von einem Dreh, bei dem das Schiff plötzlich in Richtung von Felswänden treibt und Herzog seine Schauspieler stehen lässt: „Ich muss muss ein Unglück inszenieren!“



freezer
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von freezer »

iasi hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 06:19 Adorf erzählt auch von einem Dreh, bei dem das Schiff plötzlich in Richtung von Felswänden treibt und Herzog seine Schauspieler stehen lässt: „Ich muss muss ein Unglück inszenieren!“
Echt spannend wie Adorf die ganze Zeit von Ereignissen berichtet, bei denen er gar nicht mehr dabei gewesen sein kann.
Besagte Sache war am Ende, als der Dampfer durch die gefährlichen Stromschnellen steuert - da waren genau 6 Leute inklusive Herzog und Kameramann an Bord, aber keiner der Schauspieler - und es war der Neudreh mit Kinski. Es gab nur einen Versuch mit dem Dampfer daher war das eine der letzten Szenen ganz am Ende der Dreharbeiten.
Da war Adorf schon viele Monate davor abgereist.
Dass Du weiter dem Adorf auf den Leim gehst, der da so offensichtlich eine persönliche Rechnung mit Herzog zu begleichen versucht...
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
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freezer
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von freezer »

Und um Adorf endgültig festzunageln, dass seine Gschichtln nicht stimmen...

In einem Artikel des American Cinematographer berichtet der Kameramann:
Photographing Fitzcarraldo
Cinematographer Thomas Mauch relives the difficult journey of filming Werner Herzog’s iconic drama on location in Peru.
https://theasc.com/articles/photographing-fitzcarraldo
The project itself was well known to American and German film companies. 20th Century-Fox was originally interested, but later dropped out. Lloyds was not willing to insure the shoot. Finally, a group of smaller British companies formed a pool to insure us. They, unfortunately, had to cover a loss which later amounted to a total of $1.5 million. The film was finally financed as a co-production of Gaumont in France, and Filmverleih der Autoren in Germany. Additional support came from the Bavarian Film Development Council, German Television, and a host of smaller organizations. Our total scheduled budget, as far as I know, came to about $5.5 million dollars, relatively low on the scale of American budgets.

Originally the film was to star Jack Nicholson, but as he insisted on a $3.5 million dollar salary, Herzog had to develop his concept with someone else in mind. Jason Robards was later hired for the title role. I recall when he landed in Iquitos he was quite shocked. Unfortunately, he became seriously ill from fever and other health problems, which necessitated his return to the States.

It was at this time that our *** companies began to get restless, and the press began to relay back stories of this “crazy” film shooting in the South American jungles. Meanwhile, Herzog brought in Klaus Kinski for the title role. Kinski had worked with Herzog before, and they had lived through many good and bad times together. We felt that now at least we had a more predictable situation regarding talent. Still, we had to reshoot five weeks of material with him to replace the Robards footage.

The production team was absolutely international: Herzog, as producer and director, and I, as director of photography, were both German. Our production manager Walter Saxer was Swiss, as were my two camera assistants. The sound recording crew came from Brazil, the special effects team from Mexico, and most assistants, from production assistants to 2nd and 3rd camera assistants, were Peruvians. There was another mix of Brazilian technicians that we recruited in the port of Lima. You could hear every language from Portuguese, German and English, to Spanish and Indian. The last of the changes occurred with the arrival of Kinski. Mick Jagger left the production at the same time as Jason Robards, but Claudia Cardinale, who played the role of a bordello owner and friend of Fitzcarraldo, remained. She had her own Italian assistants, including makeup.

We packed in all our own camera equipment. We brought Herzog’s own Arri 35BL-2, with a set of normal Zeiss lenses. We didn’t bring highspeeds [Super Speeds], because they give a harsh, hard look that I didn’t feel was appropriate for this film. We had an additional Arri BL, several Arri II-Cs, and a variety of prime lenses. We rented two zooms in Lima, but later they proved to be terribly defective. We also brought most of our lighting equipment. I had a variety of tungsten 4Ks, and two each 2.5Ks, and 575W lamps. We also had a selection of small lamps and spots. Actually, we didn’t need much more than we had planned on. The sun there is so very harsh that I ended up bouncing light much of the time, and using all sorts of secondary reflection to light interiors. Frequently, we used only fire light or light from large oil lamps.
Also ganz eindeutig ging es in den Dschungel erst, als Adorf schon weg war.

Interessant auch wie der Verlag von Adorf sein Buch bewirbt:
Der römische Schneeball
Erzählungen
Dieses Buch werden Sie lieben... Der römische Schneeball als Taschenbuch Es hat sich herumgesprochen, dass Mario Adorf, Deutschlands bekanntester und beliebtester Schauspieler, auch ein meisterhafter Erzähler ist. Der römische Schneeball ist ein Band voller Überraschungen, voller hinreißender Geschichten, in denen er seine Leser in den tiefen Süden Italiens und nach Rom, Paris, Aix-en-Provence, Hongkong und Südamerika entführt.

Manchmal berichtet Mario Adorf über wahre Ereignisse aus seinem Leben oder über Kollegen und Freunde, die man ganz anders kennt, manchmal sind die Geschichten die reinste Erfindung – und manchmal weiß man es nicht so genau.

So erfährt man in diesem Buch auf höchst unterhaltsame Weise auch viel Neues und Unerwartetes über ein ganz unvergleichliches Schauspielerleben.
https://www.kiwi-verlag.de/buch/mario-a ... 3462030365

Aber für iasi sind Adorfs Schilderungen natürlich Gospel.

Herzog über Adorf:
In seinem neuen Buch „Eroberung des Nutzlosen“ (Hanser, 21.50 Euro) bezeichnet Filmemacher Werner Herzog TV-Star Mario Adorf als „feige und brülldumm“. Grund des Zornausbruchs: Bei den Dreharbeiten zu „Fitzcarraldo“ (mit Klaus Kinski und Claudia Cardinale) im Amazonas-Dschungel stritten sich Herzog und Adorf bis aufs Messer. Herzog notierte: „Adorf entwickelt sich immer mehr zum Stänkerer mit dummen Starallüren, weil er nicht ertragen kann, daß manchmal indianische Statisten wichtiger sind als er.“ Als Adorf nach Stuntmen schrie, brüllte Herzog zurück: „Die Zone meines Steißes darf ich getrost ab jetzt immer Adorf nennen.“
https://www.bz-berlin.de/artikel-archiv ... ario-adorf


Und wer nachlesen will, wie damals konzertiert gegen Herzog in den Medien und von einzelnen Gruppierungen gehetzt wurde, kann auf ResearchGate in diese aufschlussreiche wissenschaftliche Arbeit reinschmökern:

https://www.researchgate.net/publicatio ... eutschland

Mick Jagger im Rolling Stones Magazin (Paywall) über Herzog:
Mick photographed at his reading time at the Holiday in Iquitos, Peru, February 1981. This beautiful photo of Mick is in the book “Stones En Perú” by Cucho Peñaloza, who also photographed this moment of Micky in February 1981. Fun fact: At the time this photo was taken, Mick was filming his part for the West German epic adventure-drama film “Fitzcarraldo” by Werner Herzog, as the role of Fitzcarraldo’s loony sidekick assistant, Wilbur. But sadly, Mick’s role as Wilbur was replaced after he filmed several scenes for the film in the Peruvian Amazon due to some delays, which caused his filming schedule to expire, since Mick reunited with the Rolling Stones again and departed with the boys for The Rolling Stones’ American Tour 1981 in September of that same year. The film writer and director Werner Herzog dropped Mick’s character from the script altogether as he refilmed “Fitzcarraldo” from the beginning without Mick until it was officially released the following year, in March 1982. Even with Mick in just the first original footage of “Fitzcarraldo,” he once said, “I still don’t know how I cope with the things I do and still feel fit. It was a ridiculous, hilarious, dangerous experience. But I still intend to make more films. I wouldn’t have missed it for anything. There was a nice moment when I came out. After waiting three days for transportation at this logging camp in the middle of the jungle, sleeping twelve in a room in hammocks with these loggers - and my Spanish is really rudimentary - well, this seaplane arrived. I had done myself up: best suit of clothes; I’d cleaned up, even shaved. And I stood up on the float of the seaplane, and just as I was about to open the door, I lost my balance and fell into the Amazon.”
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MaxSchreck
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von MaxSchreck »

freezer hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 12:40 Echt spannend wie Adorf die ganze Zeit von Ereignissen berichtet, bei denen er gar nicht mehr dabei gewesen sein kann.
Vielleicht hat sich Adorf als Baum verkleidet um dabei sein zu können :-D



freezer
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von freezer »

MaxSchreck hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 15:01
freezer hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 12:40 Echt spannend wie Adorf die ganze Zeit von Ereignissen berichtet, bei denen er gar nicht mehr dabei gewesen sein kann.
Vielleicht hat sich Adorf als Baum verkleidet um dabei sein zu können :-D
Du meinst quasi als Method-Actor wie der römische Legionär bei Asterix "Kampf der Häuptlinge"?
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MaxSchreck
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von MaxSchreck »

freezer hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 15:31
MaxSchreck hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 15:01

Vielleicht hat sich Adorf als Baum verkleidet um dabei sein zu können :-D
Du meinst quasi als Method-Actor wie der römische Legionär bei Asterix "Kampf der Häuptlinge"?
Genau :-D



iasi
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von iasi »

freezer hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 12:40
iasi hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 06:19 Adorf erzählt auch von einem Dreh, bei dem das Schiff plötzlich in Richtung von Felswänden treibt und Herzog seine Schauspieler stehen lässt: „Ich muss muss ein Unglück inszenieren!“
Echt spannend wie Adorf die ganze Zeit von Ereignissen berichtet, bei denen er gar nicht mehr dabei gewesen sein kann.
Besagte Sache war am Ende, als der Dampfer durch die gefährlichen Stromschnellen steuert - da waren genau 6 Leute inklusive Herzog und Kameramann an Bord, aber keiner der Schauspieler - und es war der Neudreh mit Kinski. Es gab nur einen Versuch mit dem Dampfer daher war das eine der letzten Szenen ganz am Ende der Dreharbeiten.
Da war Adorf schon viele Monate davor abgereist.
Dass Du weiter dem Adorf auf den Leim gehst, der da so offensichtlich eine persönliche Rechnung mit Herzog zu begleichen versucht...
Du biegst es dir hin, wie es dir gerade passt.
Da muss Adorf also ein Lügner sein, denn auf deinen Herzog lässt du nichts kommen.

Dass sich so ein Vorfall wiederholen kann, kommt dir nicht in den Sinn.
Zumal es beim Dreh mit Kinski nicht mal spontan inszeniert war, sondern geplant.

Du reagierst derart empfindlich auf Kritik an Herzog, dass man dich für einen Fan-Boy halten könnte.
Das zeigt sich auch daran, dass du ständig nur Herzog zitierst und keine kritischen Quellen zulassen willst.

Ich hab nicht generell etwas gegen Herzog, störe mich aber an seiner manipulativen Darstellung von Kinski, mit welchem du scheinbar eine persönliche Rechnung zu begleichen versuchst.

Gegenüber Herzog hatten auch Jagger und Robarts einen "Wutanfall". Beide sind ja nun nicht als Wüterich verschrien wie Kinski. :)

Aber du gehst offensichtlich dem Selbstdarsteller Herzog ziemlich auf den Leim, dem Jagger vorgehalten hatte, er würde auf Kosten anderer sein eigenes Versagen zu seinem Erfolg umzudeuten versuchen.
Dir fällt auch nicht auf, wie Herzog seine Kinski-"Doku" so inszeniert, dass er selbst besonders gut dasteht.



freezer
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von freezer »

iasi hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 16:16
Du biegst es dir hin, wie es dir gerade passt.
Da muss Adorf also ein Lügner sein, denn auf deinen Herzog lässt du nichts kommen.

Dass sich so ein Vorfall wiederholen kann, kommt dir nicht in den Sinn.
Zumal es beim Dreh mit Kinski nicht mal spontan inszeniert war, sondern geplant.
Nochmals: Es gibt im ganzen Film keine Stromschnellen, außer am Ende. Und dieses Ende wurde nur einmal gedreht - nämlich mit Kinski.
Das wüsstest Du, wenn Du den Film gesehen und wenn Du die von mir verlinkten Artikel gelesen hättest.

Und ich habe mehrere schlüssige Beweise vorgelegt, dass Adorf nicht bei den geschilderten Ereignissen dabei gewesen sein kann.
Kann man einfach ignorieren, sollte man aber nicht.
iasi hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 16:16 Du reagierst derart empfindlich auf Kritik an Herzog, dass man dich für einen Fan-Boy halten könnte.
Das zeigt sich auch daran, dass du ständig nur Herzog zitierst und keine kritischen Quellen zulassen willst.
Ich reagiere nur auf den unbelegten Schmarrn, den Du hier von Dir gibst und sämtliche Quellen ignorierst - die nicht nur von Herzog sind. Sein Kameramann, Jagger selbst zb.
Deine einzige Quelle ist ein Buch von Adorf welches vom Verlag mit folgenden Worten präsentiert wird:
"Manchmal berichtet Mario Adorf über wahre Ereignisse aus seinem Leben oder über Kollegen und Freunde, die man ganz anders kennt, manchmal sind die Geschichten die reinste Erfindung – und manchmal weiß man es nicht so genau."

Und das ist Deine gesamte, traurige Beweisführung. Ich frage mich schon, wer von uns beiden wohl ein Fanboy ist.
iasi hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 16:16 Gegenüber Herzog hatten auch Jagger und Robarts einen "Wutanfall". Beide sind ja nun nicht als Wüterich verschrien wie Kinski. :)

Aber du gehst offensichtlich dem Selbstdarsteller Herzog ziemlich auf den Leim, dem Jagger vorgehalten hatte, er würde auf Kosten anderer sein eigenes Versagen zu seinem Erfolg umzudeuten versuchen.
Dir fällt auch nicht auf, wie Herzog seine Kinski-"Doku" so inszeniert, dass er selbst besonders gut dasteht.
Dir liegt offenbar sehr viel daran, Herzog runterzumachen und ihn als Lügner, Mörder und Tunichtgut darzustellen. Und Du hast nicht ein Fizzelchen an Beweisen, nur ein trauriges Büchlein von Adorf, wo selbst sein Verlag schreibt, dass nicht alles darin stattgefunden bzw. völlig erfunden sein kann.
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Darth Schneider
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von Darth Schneider »

Spannend und sehr auch sehr schön gedacht, zum Herzog Kinski Beziehungs Thema



iasi
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Re: ANGST AM FILMSET? Mit Anke Engelke

Beitrag von iasi »

freezer hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 17:57
iasi hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 16:16
Du biegst es dir hin, wie es dir gerade passt.
Da muss Adorf also ein Lügner sein, denn auf deinen Herzog lässt du nichts kommen.

Dass sich so ein Vorfall wiederholen kann, kommt dir nicht in den Sinn.
Zumal es beim Dreh mit Kinski nicht mal spontan inszeniert war, sondern geplant.
Nochmals: Es gibt im ganzen Film keine Stromschnellen, außer am Ende. Und dieses Ende wurde nur einmal gedreht - nämlich mit Kinski.
Das wüsstest Du, wenn Du den Film gesehen und wenn Du die von mir verlinkten Artikel gelesen hättest.
Richtig. Und im Film sieht man auch in keiner Einstellung einen Kinski-Wüterich.
Also kann das Material, das man in Herzogs Kinski-Doku zu sehen ist, natürlich auch nicht echt sein.

Aber sicherlich kennst du ja die nichtvollende Filmfassung mit Adorf, Jagger und Robards. ;)
freezer hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 17:57
Und ich habe mehrere schlüssige Beweise vorgelegt, dass Adorf nicht bei den geschilderten Ereignissen dabei gewesen sein kann.
Kann man einfach ignorieren, sollte man aber nicht.
Schlüssige Beweise, wie der, dass man im fertigen Film Adorf gar nicht sieht. :)
Ich nehme mal an, du hast Adorfs Bücklein gar nicht mal gelesen.
freezer hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 17:57
iasi hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 16:16 Du reagierst derart empfindlich auf Kritik an Herzog, dass man dich für einen Fan-Boy halten könnte.
Das zeigt sich auch daran, dass du ständig nur Herzog zitierst und keine kritischen Quellen zulassen willst.
Ich reagiere nur auf den unbelegten Schmarrn, den Du hier von Dir gibst und sämtliche Quellen ignorierst - die nicht nur von Herzog sind. Sein Kameramann, Jagger selbst zb.
Deine einzige Quelle ist ein Buch von Adorf welches vom Verlag mit folgenden Worten präsentiert wird:
"Manchmal berichtet Mario Adorf über wahre Ereignisse aus seinem Leben oder über Kollegen und Freunde, die man ganz anders kennt, manchmal sind die Geschichten die reinste Erfindung – und manchmal weiß man es nicht so genau."

Und das ist Deine gesamte, traurige Beweisführung. Ich frage mich schon, wer von uns beiden wohl ein Fanboy ist.
Du glaubst das, was du glauben willst.
Daher muss Adorf ein Lügner sein.

Auch fragst du dich natürlich nicht, weshalb die 3 anerkannten Darsteller letztlich nicht mehr im Film zu sehen waren und warum Herzog auf Kinski und Laiendarsteller zurückgegriffen hatte.
freezer hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 17:57
iasi hat geschrieben: Mi 04 Feb, 2026 16:16 Gegenüber Herzog hatten auch Jagger und Robarts einen "Wutanfall". Beide sind ja nun nicht als Wüterich verschrien wie Kinski. :)

Aber du gehst offensichtlich dem Selbstdarsteller Herzog ziemlich auf den Leim, dem Jagger vorgehalten hatte, er würde auf Kosten anderer sein eigenes Versagen zu seinem Erfolg umzudeuten versuchen.
Dir fällt auch nicht auf, wie Herzog seine Kinski-"Doku" so inszeniert, dass er selbst besonders gut dasteht.
Dir liegt offenbar sehr viel daran, Herzog runterzumachen und ihn als Lügner, Mörder und Tunichtgut darzustellen. Und Du hast nicht ein Fizzelchen an Beweisen, nur ein trauriges Büchlein von Adorf, wo selbst sein Verlag schreibt, dass nicht alles darin stattgefunden bzw. völlig erfunden sein kann.
Du bist es doch, der von "Lügner, Mörder und Tunichtgut" angefangen hat - ich frage mich sowieso, wie du darauf gekommen bist.
Ich habe reichlich Interviews mit Herzogs, seine Kinski-"Doku" und seine Filme gesehen.

Daher sehe ich es wie der Welt-Autor
Wie kam es, dass Kinski mit starken Regisseuren wie Sergio Leone, David Lean oder Fritz Kortner so gut klarkam und ihm Kollegen von Clint Eastwood bis Bruno Ganz durchweg hohe Professionalität bescheinigten? Wer war was im kreativen Hass-Liebe-Verhältnis von Kinski und Regisseur Werner Herzog, mit dem Kinski die Meisterwerke "Nosferatu" und "Fitzcaraldo" drehte, der nach Kinskis Tod auf keinen grünen Zweig mehr kam und sich in seiner Kinski-Dokumentation "Geliebter Feind" dreist ins rechte Licht rückte?
Und das Mick Jagger Zitat, das bei Adorf nachzulesen ist, erscheint mir durchaus glaubhaft:
... wurde Mick richtig böse, nannte das zynisch und unglaublich, Jason als Fehlbesetzung hinzustellen und so sein eigenes Versagen zu einem Glücksfall, einem Erfolg für sich ummünzen zu wollen.
Hier ist ja auch so ein schönes Beispiel des Selbstdarstellers Herzog:


Solche Infos passen natürlich nicht zu zur Dramaturgie seiner Geschichte, daher unterschlägt er sie auch einfach mal:
The film was produced in part by West German television station Hessischer Rundfunk, which televised the film on the same day it opened in theatres. Herzog has blamed this for the relatively poor commercial reception of the film in Germany.[14] However, outside Germany the film became an "enormous cult favorite" in "such places as Mexico, Venezuela, and Algiers".[22] The film had a theatrical run of fifteen months in Paris.



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