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Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben



Für den unwahrscheinlichen Fall, daß sich jemand für Dinge außerhalb des Video-Universums interessieren sollte :-)
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Axel
Beiträge: 13783

Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Axel » So 22 Nov, 2020 22:18

Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




cantsin
Beiträge: 8971

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von cantsin » So 22 Nov, 2020 22:29

Ist natürlich ein Problem, wenn dann die Medien selbst nicht kritisch recherchieren und Äußerungen als Unsinn darstellen, die kein Unsinn sind. Im obigen Video ist das die Aussage des Mannes, dass der Dollar (a) durch nichts gedeckt ist und (b) die Federal Reserve Bank eine Privatbank ist. Beides stimmt - (a) seit Nixons Abschaffung des Goldstandards, (b) laut Wikipedia ebenfalls ("The Reserve Banks are organized as self-financing corporations and empowered by Congress to distribute currency and regulate its value under policies set by the Federal Open Market Committee and the Board of Governors. Their corporate structure reflects the concurrent interests of the government and the member banks, but neither of these interests amounts to outright ownership.").




Axel
Beiträge: 13783

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Axel » So 22 Nov, 2020 22:43

Parallel habe ich im "Was schaust du gerade?"-Thread Lovecraft Country empfohlen. Lovecraft entwarf seine eigene Horrorwelt, ein bisschen wie Tolkien seine Sagenwelt. Viele dieser grauenhaft dummen Corona-Verschwörungstheorien können Spuren von Fakten enthalten, und ich stimme dir zu, dass darin ein Problem liegt. Das größere Problem sehe ich bei mir. Ich spüre kein Verständnis, kein Mitgefühl, keine Verbindung zu diesen Leuten. Sie sind weder nur zu dumm oder nur zu verrückt, sie sind beides zusammen und darüber hinaus ist ihr Schwachsinn ansteckend. Sie sind für eine journalistische Richtigstellung gar nicht aufnahmefähig.

In diesem Zusammenschnitt war es nicht Aufgabe der Redaktion, Behauptungen zu bestätigen oder zu widerlegen, sondern die Gemengelage zu spiegeln. Was hast du erwartet? Off-Kommentar im Sinne von, was dieser Mann sagt, ist teilweise korrekt, seiner offenkundig pathologischen Verwirrung zum Trotz?
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




roki100
Beiträge: 6788

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von roki100 » So 22 Nov, 2020 23:17

"Jesus kommt zurück dann wird's lustig" hahaha... ;)

Und klar, als Kondom verkleidet oder "scheiße scheiße" und wie "Trump sagte, fake news!" und "dies und jenes gegen uns der erste Weltkrieg kreiert" usw. usf. das wird die Demokratie retten...
Boris, die P6KPro hat all das was Dir bei P4K fehlt. Vergiss daher die P6KPro!




Funless
Beiträge: 4369

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Funless » So 22 Nov, 2020 23:58

Axel hat geschrieben:
So 22 Nov, 2020 22:43
Parallel habe ich im "Was schaust du gerade?"-Thread Lovecraft Country empfohlen.
Ist Lovecraft Country tatsächlich gut? SKY empfiehlt mir das seit ein paar Tagen weil deren Algorithmen der Meinung wären, dass das was für mich wäre.

Ich zögerte allerdings bisher der Empfehlung zu folgen, denn als ich dieses das letzte Mal vor einer Woche tat (mit HAUSEN) war‘s ein regelrechter Griff ins Klo.
MfG
Funless

Leonidas hat geschrieben:THIS!! IS!! SPARTA!!




carstenkurz
Beiträge: 4924

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von carstenkurz » Mo 23 Nov, 2020 01:42

no risc, no fun (sorry, der musste sein)
and now for something completely different...




Jott
Beiträge: 19121

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Jott » Mo 23 Nov, 2020 05:47

„ Sie sind weder nur zu dumm oder nur zu verrückt, sie sind beides zusammen und darüber hinaus ist ihr Schwachsinn ansteckend.“

Aber sie wissen, wie sie in geschlossene Telegram-Gruppen reinkommen. Dort gibt‘s neben Umsturzfantasien auch die lebenswichtigen Fake-Atteste (damit man auf Demos nicht sterben muss), und man kann den lautstark spendenbettelnden Anführern immer wieder mal einen Euro überweisen. Als „private Zuwendung“ auf‘s ebenso private Konto. Das Geschäftsmodell boomt, bei sechsstelligen Follower-Zahlen. Schon cool!




Axel
Beiträge: 13783

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Axel » Mo 23 Nov, 2020 08:11

Funless hat geschrieben:
So 22 Nov, 2020 23:58
Axel hat geschrieben:
So 22 Nov, 2020 22:43
Parallel habe ich im "Was schaust du gerade?"-Thread Lovecraft Country empfohlen.
Ist Lovecraft Country tatsächlich gut? SKY empfiehlt mir das seit ein paar Tagen weil deren Algorithmen der Meinung wären, dass das was für mich wäre.

Ich zögerte allerdings bisher der Empfehlung zu folgen, denn als ich dieses das letzte Mal vor einer Woche tat (mit HAUSEN) war‘s ein regelrechter Griff ins Klo.
Was heißt hier "gut"? Es ist nichts für jeden. Der genremäßige Horror wirkt trashig und comicartig. Wenn du den Rassismus hasst, gibt es hier einen ähnlichen Effekt wie in Django Unchained. So nach der dritten Folge (weiter bin ich noch nicht) hat man das Prinzip (glaube ich) gecheckt. Diese Serie könnte Ihnen gefallen, wenn Sie From Dusk Till Dawn, Mississippi Burning und Bad Taste mochten. Wenn du damit etwas anfangen kannst.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Funless
Beiträge: 4369

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Funless » Mo 23 Nov, 2020 09:50

Axel hat geschrieben:
Mo 23 Nov, 2020 08:11
Diese Serie könnte Ihnen gefallen, wenn Sie From Dusk Till Dawn, Mississippi Burning und Bad Taste mochten. Wenn du damit etwas anfangen kannst.
Damit kann ich auf jeden Fall etwas anfangen, da mir diese drei Filme sogar sehr gefallen haben. Dann werde ich mal damit starten.
MfG
Funless

Leonidas hat geschrieben:THIS!! IS!! SPARTA!!




cantsin
Beiträge: 8971

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von cantsin » Mo 23 Nov, 2020 11:56

Axel hat geschrieben:
So 22 Nov, 2020 22:43
In diesem Zusammenschnitt war es nicht Aufgabe der Redaktion, Behauptungen zu bestätigen oder zu widerlegen, sondern die Gemengelage zu spiegeln. Was hast du erwartet? Off-Kommentar im Sinne von, was dieser Mann sagt, ist teilweise korrekt, seiner offenkundig pathologischen Verwirrung zum Trotz?
Ich weiss nicht, ob der Mann verwirrt war. Ich erinnere mich auch an einen ARD-Zusammenschnitt von Demonstranten-Statements der frühen Pegida-Demonstrationen in Dresden. Der war IMHO wesentlich besser gemacht, weil ohne implizite Belustigung und Bloßstellung der Leute vor der Kamera. Da saß dann z.B. auch eine ältere Dame, die sehr faktenkundig und sachlich korrekt über die koloniale Ausbeutung Afrikas redete - man konnte sich nur fragen, warum sie dann ausgerechnet bei Pegida mitlief. Das gleiche mit dem (offenbar türkischstämmigen) Mann und seinem Hinweis auf die Nichtdeckung des Dollars und den Status des Fed als privater Bank.

IMHO muss man Proteste wie Occupy, Pegida (in der Frühphase) und jetzt von den Covidioten über ihren eigentlichen Gegenstand hinaus als Unbehagen am System begreifen, wobei sich dann Verschwörungsmythen, Antisemitismus, Obskurantismus mit fundierter und berechtigter Kritik mischen. (Übrigens gab es diese Ingredenzien - Verschwörungsmythen, Antisemitismus, Obskurantismus und berechtigte Kritik auch bei der vermeintlich 'linken' Occupy-Bewegung.)




Frank Glencairn
Beiträge: 13169

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Frank Glencairn » Mo 23 Nov, 2020 12:28

Läuft eigentlich - völlig unabhängig von der politischen Färbung - immer nach dem selben Muster ab.

1. Irgendwelche Leute fangen an, gegen irgendwas zu demonstrieren.
2. Die Nummer nimmt Fahrt auf, und die ganzen Irren, Esoteriker, Bipolaren, Lautsprecher und Wichtigtuer sehen da ne Schnittmenge mit ihren Ansichten, und hängen sich dran.
3. Irgendwann merken alle Beteiligten, daß es da zwar ne Schnittmenge gibt, aber man bei anderen Sachen völlig anderer Ansicht ist.
4. Nach einigem Geplänkel implodiert das ganze.
5. Was hängen bleibt: Das waren alles Irre - hab ich doch im Fernsehen gesehen.
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Axel
Beiträge: 13783

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Axel » Mo 23 Nov, 2020 16:40

cantsin hat geschrieben:
Mo 23 Nov, 2020 11:56
Axel hat geschrieben:
So 22 Nov, 2020 22:43
In diesem Zusammenschnitt war es nicht Aufgabe der Redaktion, Behauptungen zu bestätigen oder zu widerlegen, sondern die Gemengelage zu spiegeln. Was hast du erwartet? Off-Kommentar im Sinne von, was dieser Mann sagt, ist teilweise korrekt, seiner offenkundig pathologischen Verwirrung zum Trotz?
Ich weiss nicht, ob der Mann verwirrt war. Ich erinnere mich auch an einen ARD-Zusammenschnitt von Demonstranten-Statements der frühen Pegida-Demonstrationen in Dresden. Der war IMHO wesentlich besser gemacht, weil ohne implizite Belustigung und Bloßstellung der Leute vor der Kamera. Da saß dann z.B. auch eine ältere Dame, die sehr faktenkundig und sachlich korrekt über die koloniale Ausbeutung Afrikas redete - man konnte sich nur fragen, warum sie dann ausgerechnet bei Pegida mitlief. Das gleiche mit dem (offenbar türkischstämmigen) Mann und seinem Hinweis auf die Nichtdeckung des Dollars und den Status des Fed als privater Bank.
Er scheint zwei Sätze vorher gesagt zu haben, er habe Corona gehabt und sei ohne weiteres Zutun wieder genesen. Dann sagt er, es geht doch eigentlich [bei Shutdowns und staatlichen Restriktionen, denn *wovon redet er sonst?*] um die fragwürdige Deckung des Dollars, der von einer Privatbank ausgegeben werde. Den Zusammenhang darf der Mitläufer in der Demo selbst zwanglos herstellen. Dahingestellt, ob Corona schlimmer ist als die normale Grippe, die Maßnahmen kommen gelegen (wem? Dazu kommen wir), um die kleinen Unternehmen plattzumachen, um großen Konzernen Milliarden zuzuschanzen und um das Volk unter die Knute zu bringen. Wiki erwähnt im Zusammenhang mit der Fed Verschwörungstheorien und kodierten Antisemitismus. Daraus:
Jürgen Elsässer hat geschrieben:Das Verbrechen hat Anschrift und Telefonnummer. Und man kann doch durchaus auch einige Namen nennen. Wer gehört denn zu dieser Finanzoligarchie? Die Herren Rockefeller, Rothschild, Soros, Chodorkowski, das englische und das saudische Königshaus. Und warum soll es Antisemitismus sein, wenn man darüber spricht, wie diese winzig kleine Schicht von Geldaristokraten die Federal Reserve benutzen, um die ganze Welt ins Chaos zu stürzen?
An diesem Sentiment ist, wie oft in Verschwörungstheorien, eine weltanschauliche Haltung abzulesen, die eine tatsächliche Ursache hatben könnte, den berühmten "wahren Kern". Es gibt einige wenige Menschen, die so mächtig sind, dass sie zugleich auch unermesslich reich sind. Bezos, Soros oder Gates sind reich und haben deswegen Einfluss. Aber sie sind Schildfische. Auch Putin oder Mohammed bin Salman haben Förderer, Gönner, Auftraggeber. Trump ist eine Handpuppe. Woher ich das weiß? Nun, ich weiß es nicht. Ich halte es für wahrscheinlich. Ich trage keinen Aluhut und gebe zu, dass ich mich irren kann.

Wenn also jemand auf die Straße rennt und schreit "die Schweine! Die Schweine!" habe ich einen Schimmer, von wem er spricht. Das globale System Kapitalismus muss kaltblütig wissende Nutznießer haben, nicht nur brav auf's Altenteil sparende Aktienspekulanten, die einfach nur mitlaufen. Die auf der Schlossallee verlangen viel zu viel? Naiv. Im Zentrum des Netzes hocken Verbrecher, keine knickrigen Schwaben.

Was ich nicht glaube ist, dass irgend jemand Covid 19 absichtlich erschaffen oder absichtlich verbreitet hat. Dass das Leid der Sterbenden und deren Angehörigen eine Inszenierung der Lügenpresse im Auftrag war. Der oben erwähnte Kapitalismus ist leider eine Plage der Menschheit, aber eine, die sie selbst erschaffen hat, weil sie ihrer Natur entspricht. Sich vom Kapitalismus zu befreien würde bedeuten, über diese gierige, selbstsüchtige und machtvehrliebte Kreatur hinauszuwachsen, die der Mensch nun einmal ist.

Der Glaube an eine Verschwörung von ganz, ganz oben ist deswegen nur ein Trostpflaster. Und eine Rattenfängermelodie.
cantsin hat geschrieben:
Mo 23 Nov, 2020 11:56
IMHO muss man Proteste wie Occupy, Pegida (in der Frühphase) und jetzt von den Covidioten über ihren eigentlichen Gegenstand hinaus als Unbehagen am System begreifen, wobei sich dann Verschwörungsmythen, Antisemitismus, Obskurantismus mit fundierter und berechtigter Kritik mischen. (Übrigens gab es diese Ingredenzien - Verschwörungsmythen, Antisemitismus, Obskurantismus und berechtigte Kritik auch bei der vermeintlich 'linken' Occupy-Bewegung.)
Das ist richtig. Hass und Wut sind schlechte Ratgeber. Ressentiments lenken nur ab von der eigenen Ohnmacht. Macht erlangt man durch Erkenntnis. Durch Überwindung von Unkenntnis, Selbsttäuschung und Angst.
Andre Heller hat geschrieben:Es gibt eine Angst, die macht klein
Die macht einen krank und allein
Und es gibt eine Angst, die macht klug
Mutiger, freier von Selbstbetrug
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




nachtaktiv
Beiträge: 3035

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von nachtaktiv » Mi 25 Nov, 2020 03:13

Frank Glencairn hat geschrieben:
Mo 23 Nov, 2020 12:28
Läuft eigentlich - völlig unabhängig von der politischen Färbung - immer nach dem selben Muster ab.
nur gibt es dann komischerweise auch massendemos gegen TTIP, gegen den braunkohleabbau, und die FFF demonstranten, die prima ohne diese ganzen spacken auskommen.

die frage ist: warum sind die einen demos von depperten borkenkäfern durchsetzt, und die anderen nicht? könnte das vielleicht an mangelnder abgrenzung liegen?

ich habe vor 6 jahren jeden montag für die montagsdemos gedreht und das ganze dilemma mitbekommen. inclusive öffentlichkeitswirksamem zerlegen bei der heute show. waren da am anfang noch ganz normale bürger, die keinen bock auf einen neuen kalten krieg und einen heißen in form der ukraine vor der eigenen haustür hatten, gesellten sich nach 2-3 monaten zunehmend sehr merkwürdige gestalten dazu. im grunde genommen genau dasselbe gelump wie im video. da ich diese klientel persönlich von april bis november 2014 wöchentlich kennenlernen durfte, kann ich sagen: die sind durch. so richtig durch. die wenigsten haben eine geregelte arbeit, aber alle eine wahnsinnige unzufriedenheit mit ihrem leben. und dafür müssen dann dringend sündenböcke her.

die hocken zuhause mit H4 und/oder nem minijob und sehen kein land mehr. falls sie irgendwann im leben mal träume hatten und einen klaren weg vor sich, ist das schon längst geschichte. gescheiterte existenzen, die jeden tag auf dem weg zum netto werbung für ein neues iphone sehen müssen, das so viel kostet, wie drei monatsmieten des loches, in dem sie grad leben. und man hat natürlich viel zeit.

und spätestens an dem punkt werden die leute offen für den ganzen verschwörungsmüll. und nicht nur das, auch offen für die rechten rattenfänger.

das problem ist im moment, daß durch corona nun auf einen schlag ein riesen haufen neuer gescheiterter existenzen dazu kommt. all die leute, die ihre geschäft oder ihren job verloren haben und wahrscheinlich auch nie wieder sehen werden. der berühmteste fall dürfte der bekannte berliner vegankoch sein, der blitzschnell auf verschwörungsmüll umgesattelt hat, nachdem er erkannt hat, daß die gastronomie ein klotz am bein sein wird und es sich wahrscheinlich mit spenden durch öffentlichkeitswirksames getue ganz gut lebt.

deswegen macht die bundesregierung in form von herrn spahn auch solche durchhalteansagen. von wegen schon ende des jahres impfstoff und so. die wissen ganz genau, daß die bundestagswahl 2021 ne ganz harte nummer wird und die AfD locker auf 25% und mehr katapultieren wird, wenn nicht ganz schnell ein impfstoff kommt. denn die spielt sich gerade zum anwalt der entrechteten auf.

meine idee wäre, jetzt das bedingungslose grundeinkommen einzuführen und damit all diesen armen schweinen endlich wieder ein auskömmliches leben ohne zukunftsängste zu ermöglichen. ansonsten werden die immer mehr und schlagen den staat irgendwann komplett zusammen. finanzierbar ist das, das wissen wir mittlerweile. und ich wette, dann kämen morgen der AfD die allermeisten wähler abhanden. wir wissen ja, ein voller bauch rebelliert nicht gern.

da das kapital aber nicht die geringste lust verspürt, den arbeitnehmer auf dem arbeitsmarkt in eine viel bessere verhandlungsposition zu bringen, wird das BGE wahrscheinlich aber nicht kommen. lieber riskiert man eine ständig wachsende gefahr. vielleicht wird man in berlin erst dann wach, wenn der reichstag wieder brennt. und dann wird es wieder mal zu spät sein.
Die Ignore Funktion ist ein Segen <3




Bluboy
Beiträge: 1591

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Bluboy » Mi 25 Nov, 2020 04:23

Nachtaktiv

Wirst sehen, Garnichts wird passieren,
Nix brennt, es gibt kein Bürgereld und H4 wird auf 5 Jahre begrezt




Axel
Beiträge: 13783

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Axel » Mi 25 Nov, 2020 07:04

@nachtaktiv
Gute Analyse.

Das mit der Bundestagswahl ist allerdings der nächste Hammer. Wir dachten, puh, schlimmer als 2020 kann es gar nicht kommen. Hold my beer, sagt 2021. Ohne schnell verfügbaren Impfstoff wird die Wahl im September unter Garantie eine Wutwahl. Dann ist es die erste Wahl ohne Mutti, und bisher wirken die Kandidaten blass und schwach. Keine erfreulichen Aussichten.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Frank Glencairn
Beiträge: 13169

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Frank Glencairn » Mi 25 Nov, 2020 07:48

Axel hat geschrieben:
Mi 25 Nov, 2020 07:04
@nachtaktiv
Gute Analyse.
Eigentlich nicht - Eher ne wilde Mischung aus holzschnittartigem Schwarz-Weiß Denken, Verunsicherung, und Angst abgehängt zu werden, was dann in einfachen Antworten auf komplexe Fragen gipfelt.
Axel hat geschrieben:
Mi 25 Nov, 2020 07:04

Ohne schnell verfügbaren Impfstoff wird die Wahl im September unter Garantie eine Wutwahl.
Dir ist bewußt, daß der Impfstoff laut offizieller Aussage keine Infektion verhindert, sondern nur die Symptome mildern soll?
Deshalb sogen die Verantwortlichen ja auch, daß Abstand, Masken etc. weiter gelten werden.
http://frankglencairn.wordpress.com/

Finger weg von der PocketPro Boris!




Axel
Beiträge: 13783

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Axel » Mi 25 Nov, 2020 08:50

Frank Glencairn hat geschrieben:
Mi 25 Nov, 2020 07:48
Axel hat geschrieben:
Mi 25 Nov, 2020 07:04
@nachtaktiv
Gute Analyse.
Eigentlich nicht - Eher ne wilde Mischung aus holzschnittartigem Schwarz-Weiß Denken, Verunsicherung, und Angst abgehängt zu werden, was dann in einfachen Antworten auf komplexe Fragen gipfelt.
???

"Eine wilde Mischung aus holzschnittartigem Schwarz-Weiß Denken, Verunsicherung, und Angst abgehängt zu werden, was dann in einfachen Antworten auf komplexe Fragen gipfelt" - das ist eine griffige Zusammenfassung dessen, was nachtaktiv schrieb. Oder?
nachtaktiv hat geschrieben:
Mi 25 Nov, 2020 03:13
die sind durch. so richtig durch. die wenigsten haben eine geregelte arbeit, aber alle eine wahnsinnige unzufriedenheit mit ihrem leben. und dafür müssen dann dringend sündenböcke her.

die hocken zuhause mit H4 und/oder nem minijob und sehen kein land mehr. falls sie irgendwann im leben mal träume hatten und einen klaren weg vor sich, ist das schon längst geschichte. gescheiterte existenzen ...
Perspektivlosigkeit ist etwas, das viele in ihrem persönlichen Lebensplan nicht kennen. Es endet immer mal ein Handlungsstrang, weil die Dinge sich nun mal ändern. Nicht wild, weil man nicht alles auf ein einziges Pferd gesetzt hatte. Und noch dazu auf eines, das der Bausparvertreter, Rentenfonds-Berater oder so jemand empfohlen hatte. Ganze Berufe werden abgeschafft (weiß, wovon ich spreche. Fotolaborant? Filmvorführer?). Sich mit einem abhängigen Berufsbild zu identifizieren, das ist kurzsichtig. Geradlinige Biografien sind eigentlich Nachrufe: von der Wiege bis zur Bahre ließ der Kumpel stetig Haare.

Identifikation, Würde durch gewürdigte Identität, durch Teilhabe und Integration. Daran, erkennt der Soziologe, mangelt es.
nachtaktiv hat geschrieben:
Mi 25 Nov, 2020 03:13
...prima ohne diese ganzen spacken auskommen ...
Ich war in letzter Zeit etwas unvorsichtig in meiner Sprache. Oder andere werden überempfindlich, wahrscheinlich beides. Eine meiner Lieblings-Beleidigungen als Jugendlicher war "Spasti" (wovon sich Spacko herleitet). Bis ich ein Praktikum in einer Behindertenschule machte und merkte, wie cool Leute mit Spastiken (ich vermeide ja sogar die Pauschalisierung als "Spastiker") sind, beziehungsweise wie uncool es ist, diesen Begriff zu benutzen.

Damit will ich dich, nachtaktiv, nicht maßregeln, denn ich weiß genau, was du meinst. Hauptsache, man kann noch drüber reden.
Frank Glencairn hat geschrieben:
Mi 25 Nov, 2020 07:48
Axel hat geschrieben:
Mi 25 Nov, 2020 07:04

Ohne schnell verfügbaren Impfstoff wird die Wahl im September unter Garantie eine Wutwahl.
Dir ist bewußt, daß der Impfstoff laut offizieller Aussage keine Infektion verhindert, sondern nur die Symptome mildern soll?
Deshalb sogen die Verantwortlichen ja auch, daß Abstand, Masken etc. weiter gelten werden.
Vorerst. Mit milderen Symptomen bei den Risikogruppen hätten wir uns Zeit gekauft. Lockdowns wären unnötig. Ich wurde gestern mit einem 10-Minuten-Schnelltest getestet. Diese ganzen Stäbchen-Tests sind aber nur Momentaufnahmen. Weitere Testmethoden sind auch in der Entwicklung. In Madrid benutzt man Antikörper-Tests mit Blutproben, die angeblich eine Zeit von drei bis vier Wochen abdecken. Sobald die so einfach werden wie Blutzucker-Tests und weit verbreitet, ist Covid-19 besiegt. Solange es nicht bösartig mutiert. Das kann passieren und ist wohl bei der so genannten Spanischen Grippe so passiert, aber es ist nicht die Regel. Weil die medizinischen Gegenmaßnahmen einen Mutationsdruck in Richtung harmloserer Varianten erzeugen (möglicherweise schon zu beobachten). Im Gegensatz zu den bakteriellen Erregern von Pest und Cholera ist es übrigens aussichtslos, einen Coronavirus "ausrotten" zu wollen. Wir als Menschen können nur rechtzeitig lernen, uns daran anzupassen.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Frank Glencairn
Beiträge: 13169

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Frank Glencairn » Mi 25 Nov, 2020 09:27

Axel hat geschrieben:
Mi 25 Nov, 2020 08:50
das ist eine griffige Zusammenfassung dessen, was nachtaktiv schrieb.
Ja.

Und die Anzahl der gescheiterten Existenzen, Irren, Superspinner und Esoteriker bei FFF/Kohle/Wald Protesten ist auch nicht geringer, die werden einem von den Medien nur nicht so vorgeführt. Ergebnis: selektive Wahrnehmung in der Blase.
http://frankglencairn.wordpress.com/

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ruessel
Beiträge: 7154

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von ruessel » Mi 25 Nov, 2020 12:26

der ist noch schöner..... (woher kommt der Hass?)

Gruss vom Ruessel

Ohrenschmaus: www.ohrwurmaudio.eu




motiongroup
Beiträge: 3595

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von motiongroup » Mi 25 Nov, 2020 13:58

Ich habe mir immer gedacht, dass eher bei uns die Vollidioten daheim sind.. sorry aber das haut dem Fass dem Boden aus an Volksverdummung.
https://orf.at/#/stories/3191195/




Frank Glencairn
Beiträge: 13169

Re: Der Spiegel oder wie ich lernte, Covid-19 zu lieben

Beitrag von Frank Glencairn » Do 26 Nov, 2020 10:06

War das der selbe radikale Umweltschützer, der den gleichen Stunt schon 2014 gebracht hat?

127179788_131300488513954_389029672392652325_n.jpg
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