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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Sa 07 Mär, 2020 16:20

MEMS_a2.jpg

Gleicher Aufbau wie vorher, nur nun das MEMS unter dem Schalldrahtkorb mit dünner Schaumschicht. Ich sehe kaum eine Veränderung, evtl. -3 dB um 60 kHz.
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Sa 07 Mär, 2020 16:36

MEMS_oktavia.jpg

Im Vergleich dazu ein bekanntes (Chorgesang) Mikrofon der 200,- Klasse, Kugel.
Auch hier Reflexionen, nicht so hoch aber das Mikro macht auch ab 20 kHz zu.
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » So 08 Mär, 2020 18:05

DSC_2264.jpg

Tageswerk.

MEMS Gehäuse gebohrt, XLR/Stativgewinde montiert und mit Schalldämmung ausgeschäumt. Die Elektronik musste kleiner werden, passte mit Japan Folienkondensatoren nicht durch das Montageloch. Jetzt sind es kleinere 63V WIMA Folienkondensatoren geworden, Conrad Mitarbeiter war am Tresen genervt, habe das Pärchen vor Ort mit Taschenmessgerät auf 0.1% selektiert. (-:

Morgen muss noch der Windkorbanschluss konstruiert und gedruckt werden, dann endlich ist das Muster fertig. Aufnahmen heute sind wegen Erkältung ausgefallen, ich bin wieder fit, der Musiker liegt nun flach......
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Mo 09 Mär, 2020 08:48

Ich habe den Ausdehnungsdrang des Schaumes unterschätzt. Schaue gerade auf das Gehäuse und aus dem Loch schaut eine 30cm lange Wurst heraus. Der Schaum hat die gesamte Elektronik eingenommen, sie ist nicht mehr sichtbar. Glück im Unglück, das MEMS ist seitlich weggebogen und hat nix von dieser klebrigen Masse abbekommen.
Ich hoffe das Teil wird gleich noch funktionieren, denn Reparaturen an Kabel und Buchsen sind nun unmöglich.
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Mo 09 Mär, 2020 16:35

DSC_2265.jpg

Der Mount für MEMS & Drahtkorb ist im Druck. Das Mikrofon hat die Ausdehnung vom Schaum überstanden und funzt. Der Drahtkorb wird noch locker bis unterhalb des MEMS mit Wolle gefüllt um Wandreflexionen vom Mikrofongehäuse zu minimieren.

Es bleiben noch Fragen:

1. Gebe ich ein Ultraschallsignal z.B. um 70 kHz in den Raum, so zeigt mein Zoom F8 Vollaussteuerung an. Abgehört über normale Lautsprecher kommt da natürlich nix...... also eigentlich für normale Sachen Sinnlos. Muss ich für Aufnahmen zwischen 0-20 kHz extra noch einen Ultraschallkiller dazwischen schalten? Oder reicht es aus, den F8 von 192 kHz auf 48 KHz in der Aufnahme runterschalten - bei 48 kHz ist ja 20 kHz gerade so noch machbar, also habe ich dann bei 70 kHz Ton und 48 kHz noch einen Pegelausschlag?

2. Mir ist im Vergleich zu einem normalen Mikrofon mit 12mm Membrane der Pegel aufgefallen. Während der Tongenerator nur sehr kurze 10 kHz Nadelimpulse abgegeben hat, zeigte das normale Mikrofon einen Pegel an, beim MEMS schlug nur die Peakhold LED kurz bei 100% an, der Pegel wurde nicht angezeigt. Das könnte bedeuten, das beim MEMS die Impulsdauer viel kürzer war....also wesentlich schneller und damit genauer. Will sagen, sollte das MEMS unglaublich analytisch sein, wäre das ein neues Qualitätsmerkmal, das bei Mikrofonen nicht angegeben werden kann. Mir würde dazu evtl. "Slew rate" einfallen.
Das kommt davon, wenn zwischen kleiner Membrane keine weitere komplizierte Elektronik hängt, bei meinen Prototyp sind es zwei Folienkondensatoren und sonst keine weiteren Zeitglieder die etwas im Signal verzögern oder beschädigten können. Minimalismus kann auch mal für was gut sein.

Gruss vom Ruessel

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dosaris
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von dosaris » Mo 09 Mär, 2020 18:00

ruessel hat geschrieben:
Mo 09 Mär, 2020 16:35
Es bleiben noch Fragen:

1. Gebe ich ein Ultraschallsignal z.B. um 70 kHz in den Raum, so zeigt mein Zoom F8 Vollaussteuerung an. Abgehört über normale Lautsprecher kommt da natürlich nix...... also eigentlich für normale Sachen Sinnlos. Muss ich für Aufnahmen zwischen 0-20 kHz extra noch einen Ultraschallkiller dazwischen schalten? Oder reicht es aus, den F8 von 192 kHz auf 48 KHz in der Aufnahme runterschalten -
mh

hatten wir hier schon:

alle Frequenzen hinter der Nyquist-Flanke produzieren beim Samplen nur Signal-Müll.
Auch im Nutzband. Deswegen ist iA immer einTiefpass davor.

Dann hängt's noch vom Encoder ab:
bei verlustbehafteter Codierung/Kompression verbraucht der Signalmüll Bandbreite, die vom
Budget im Nutzband abgeht. Der Anteil von Kompressionsartefakten wird daher im Nutzband anteilig höher.




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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Mo 09 Mär, 2020 18:19




Zur Entspannung. Alles ist montiert, muss nun noch austrocknen (Klebestelle). Morgen weiß ich mehr.....
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Di 10 Mär, 2020 09:30

DSC_2267.jpg

Es ist vollbracht.
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ruessel
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Do 12 Mär, 2020 09:42

Ein paar (Hör) Tests überzeugen mich da mit MEMS weiter zu machen, es lohnt sich auf jeden Fall auch nur für den hörbaren Frequenzbereich. Um das ganze auch auf die nächste Stufe zu stellen, müssen ein paar Ideen für die Produktion noch umgesetzt werden.

Ich denke, ich werde mir noch passende "Tanks" drucken um die Elektronik komplett eingießen zu können. Sie soll Wetter und mechanisch am besten geschützt werden..... so ein Mikro sollte 1 Woche im nassen Wald überleben können. Reparaturen wären nur für die Spannungsversorgung nötig, da sind Elkos verbaut.....von Panasonic, sollten mind. 20 Jahre funktionieren, der Rest altert nicht da Folienkondensatoren und Metallwiderstände, plus Z-Diode.
Für eine Stereo Selektion brauche ich eine schnelle MEMS Verbindung, ich habe mir 4 Pol Stecker SM JST als Kontaktverbindung ausgeschaut. Normalerweise werden damit LED Schläuche mit einander verbunden. Ich hoffe für Sound funzt es auch. Es werden also viele MEMS am Stecker angelötet um dann am Messpark (1kHz Tongenerator - Lautsprecher - Mikrofonverstärker - digi. Ozzi) schnell vermessen und sortieren zu können. Der Hersteller garantiert +- 1 dB gleichlauf, ist mir aber für sauberes Stereo noch viel zu groß.
Vorher will ich aber überprüfen ob die Elektronik wirklich alles aus dem MEMS herausquetscht. Zur Zeit habe ich eine leichte hochohmige Gleichspannung auf den Audioausgängen rückgeführt, dies scheint dem MEMS Verstärker gut zu tun, der Pegel ist leicht gestiegen. Aber das MEMS läuft zur Zeit im Dauerversuch, ob da was defekt wird. Hier bin ich im undokumentierten Bereich.


Bild


Dringend steht nun ein erstes Stereomikro auf der Agenda, damit würde ich gerne mal losziehen um O-Töne zu erzeugen.
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Frank Glencairn
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von Frank Glencairn » Do 12 Mär, 2020 10:00

Ich bin immer wieder von den Socken, was du für Projekte machst.
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ruessel
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Do 12 Mär, 2020 10:03

Warte erstmal auf die Soundbeispiele. ;-)
Leider muss ich mir genau überlegen was ich hochlade, bei voller Drönung werden die Files schnell recht hoch......


P.S. Mein Sony MDR 7506 ist verschwunden...... habe einen neuen bestellt, vorher habe ich gar keine Lust mit dem Zoom F8 loszuziehen.

Bild
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ruessel
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Fr 13 Mär, 2020 16:45

Wow, der 7506 ist gerade geliefert worden. Das letzte mal (vor ca. 5 Jahren) kam er noch in einer billigen Blisterpackung, nun ist es fast eine tolle Geschenkbox. Preis ist gleich, vor 5 Jahren 99,-, heute auch.

7506.jpg
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robbie
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von robbie » Fr 13 Mär, 2020 17:27

Gratuliere, ein super beitrag, ich bleibe wie gebannt dran!

Ich weiß jetzt nicht ob die Idee schon mal gekommen ist, aber:
Wenn ich mir das Phased-Array-System von Radaranlagen anschaue, wo durch etwas elektronik blitzschnell die Richtwirkung und in Folge die Richtung geschalten werden kann - das würden mir für das MEMS durchaus einige Ideen einfallen!
Schöne Grüße,
Robbie
---------------------------------------------------------
"Ein Problem ist halb gelöst, wenn es gut erklärt wurde"
---------------------------------------------------------




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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Sa 14 Mär, 2020 09:29

DSC_2272.jpg

Ein Blick zur zeit in meinen Kühlschrank. Der rote Pfeil zeigt den neuen Zugang von heute, Lötpaste die unbedingt gekühlt aufbewahrt werden muss. Es ist eine spezielle Paste die schon bei 138 Grad schmilzt..... leider nicht lange Lagerfähig. Damit wird das MEMS beim verlöten noch weniger thermisch beansprucht.
Ich weiß jetzt nicht ob die Idee schon mal gekommen ist, aber:
Wenn ich mir das Phased-Array-System von Radaranlagen anschaue, wo durch etwas elektronik blitzschnell die Richtwirkung und in Folge die Richtung geschalten werden kann - das würden mir für das MEMS durchaus einige Ideen einfallen!
Ja, dafür gibt es schon Bausätze und programmierbare Bausteine..... alles nicht HiFi fähig, da mit Interferenzen gearbeitet wird, ähnl. den Richtrohren. Ich persönlich bin nicht an Richtkompassen interessiert, die genau Anzeigen woher ein Schall kommt, ich möchte extrem hochwertig Schall konservieren. Das kommt wahrscheinlich daher, dass ich analog (mit viel Rauschen) aufgewachsen bin. Werden nun mehrere Mikrofone verrechnet, gibt es immer Auslöschungen oder Anhebungen im Signal (je Frequenz auch noch unterschiedlich), es ist nicht mehr original.

https://de.aliexpress.com/item/33035571328.html
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Mo 16 Mär, 2020 17:52

Memstest_gitarre.jpg

Kurzer MEMS Test, Kanal 1 (Links) MEMS Prototyp Mikro, Kanal 2 (Rechts) Kugelmikrofon der 200-250 Euro Klasse (bekannte Halbzollmembrane) zum Vergleich.

Download: www.fxsupport.eu/temp/MEM_test.zip (47 MB, unbearbeites Originalfile)

Aufnahmegerät ZOOM F8, 192 kHz. Wie man sieht unterscheiden sich die Mikrofone schon ein wenig. Das MEMS zeigt Gitarrenschwingungen bis 100 kHz an, das Schwingverhalten ist auch deutlich differenzierter abgebildet (rechts Spektrum Anzeige). Aufnahmebedingung: Beide Mikrofone auf Ständer nebeneinander, ausgerichtet auf Schallloch Gitarre, ca. 40 cm entfernt. Klingt da was wirklich besser?

Ich denke es lohnt sich da weiter zu forschen, allerdings merke ich, das ich für 100 kHz Audio nicht die richtigen Messmittel besitze. Habe daher heute in Hamburg einen FFT Spektrumanalyzer bestellt, zwar kein 12.000,- EUR Rohde und Schwarz aber ein paar Nummern kleiner tut es für diese Aktionen auch. Dann kann ich auch in Echtzeit sehen was ich da mache. Hoffentlich wird noch geliefert, die Zeiten sind ja eher etwas komplizierter........


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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Mo 16 Mär, 2020 19:03

Download: www.fxsupport.eu/temp/MEM_test_1.zip (31 MB, unbearbeites Originalfile)

Gleicher Aufbau, Abstand zur Gitarre ca. 30cm.
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Frank Glencairn
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von Frank Glencairn » Mo 16 Mär, 2020 19:25

ruessel hat geschrieben:
Sa 14 Mär, 2020 09:29

Ein Blick zur zeit in meinen Kühlschrank.
Hahaha - Filmmaterial direkt neben Senf und Butter - könnte auch mein Kühlschrank sein :D
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ruessel
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Mo 16 Mär, 2020 19:33

Ja, 122 Meter ORWO N74........
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Di 17 Mär, 2020 08:12

Heute komme ich zu nix, Arztbesuche und Radioaktive Tests stehen an.....danach wieder viel trinken (pinkeln) um das Zeug aus dem Körper zu bekommen.
Gute Nachricht, der Spektrumanalyser wird heute verschickt und soll Freitag ankommen....wenn bis dahin noch von DHL zugestellt wird (MEMS sind zur Zeit nicht mehr lieferbar). Dann kann ich versuchen die Elektronik noch weiter zu verbessern, ich sehe dann in Echtzeit was ich da mache.....
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domain
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von domain » Di 17 Mär, 2020 15:04

Gedenkst du den ORWO N74 für Foto oder für Film zu verbrauchen?




ruessel
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Mi 18 Mär, 2020 06:18

Foto.
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Mi 18 Mär, 2020 16:10

So, gerade ist der Spektrum Analyser angekommen. Er misst bis 100 Mhz, das ist schon Wahnsinn. Vor ein paar Jahren hat sowas noch soviel wie ein Auto aus der Premiumklasse gekostet. Muss erstmal den Selbsttest des Gerätes fahren, dort wird Bildschirm und jeder Knopf einzeln getestet....das kann dauern.

Was nicht erfreulich ist, mein Provider (Vodafon) limitiert seit gestern den Internetzugang. Es sollen in der Krise Homearbeitsplätze bevorzugt werden.... ich frage mich wie die das automatisch unterscheiden können. Getunnelte Verbindungen bevorzugen? Jedenfalls ist dadurch auch das Telefon limitiert.....und das nervt endlos.
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acrossthewire
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von acrossthewire » Mi 18 Mär, 2020 17:36

ruessel hat geschrieben:
Mi 18 Mär, 2020 16:10

Was nicht erfreulich ist, mein Provider (Vodafon) limitiert seit gestern den Internetzugang. Es sollen in der Krise Homearbeitsplätze bevorzugt werden.... ich frage mich wie die das automatisch unterscheiden können. Getunnelte Verbindungen bevorzugen? Jedenfalls ist dadurch auch das Telefon limitiert.....und das nervt endlos.
Die Provider sollten einfach alle Pornhub Verbindungen kappen und schon haben sie wieder 40% mehr Kapazität.
Be Yourself. Everyone else is already taken
Oscar Wilde




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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von Auf Achse » Do 19 Mär, 2020 09:25

Das kann man doch nicht machen .... WAS sollen dann die vielen Leute zu Hause denn tun, dann bricht Panik aus!!! :-) :-) :-)

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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Do 19 Mär, 2020 10:13

die telefon-Sperre scheint ab 18 Uhr aufgehoben zu sein, jetzt ist sie wieder aktiv.
Komme grade vom Netto Markt..... alles wichtige und Frischwaren weg, sie werden nicht mehr diese Woche von der Zentrale beliefert.
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Fr 20 Mär, 2020 08:30

Man muss sich wohl bald mit reiner Beschäftigung in Innenräumen arrangieren. Deshalb habe ich noch für die folgenden MEMS Aktionen ein 2Kanal 60 MHz DDS-Signalgenerator bestellt. Er kann auch eingespielte Daten für weißes, rotes, blaues, braunes oder Rosarauschen präzise ausgeben. Auch hier musste man vor wenigen Jahren mind. das Vierfache Ausgeben für ein viertel der Leistung. Der Preisverfall bei digitalen Geräten ist wirklich enorm. (macht es aber Möglich, mit den großen Jungs mitzuspielen)

Was kann man damit machen? Es werden zum Beispiel Filterschaltung damit getestet, beim MEMS könnte man den absolut besten Auskoppelkondensator ermitteln. Man kann Störsignale auf die Phantomspannung geben um zu schauen ob meine Stromversorgung für das Mems gut und sauber läuft. Breites und mathematisch präzises Rauschen ist in der Tonentwicklung ein ganz wichtiges Element.

Meine alten analogen Messgeräte kann ich nun in Rente schicken....und die waren damals wirklich Schweineteuer (mehrere Monatslöhne).


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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Fr 20 Mär, 2020 09:11

Falls sich jemand für DDS-Signalgeneratoren interessiert....... kurzer Einblick.


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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » So 22 Mär, 2020 09:55

Ja, wer in China günstig einkauft bekommt auch das was er bezahlt.
Der DDS-Signalerzeuger ist angekommen, 230V Kabel eingesteckt, ON gedrückt und hoffnungsvoll gewartet das die Show beginnt. Nach 30 Sekunden nix..... Corona?

Sofort Chinamann gefragt ob ich das Sicherheitsigel zerstören darf um mal einen kurzen Blick in das Gerät zu werfen. Heute Nacht um 4 kam die Antwort: Ja, ich darf.
Siehe da, ein Kabelstecker lag lose im Gerät....aufgesteckt und alles Prima! So gibt es nun mal einen Blick in das Zaubergerät. Der rote Pfeil zeigt was zu meckern, hier ist noch der Sicherheitsaufkleber auf dem internen Pieper. Dieser wird für das Lötbad gebraucht damit kein Schmutz und Lösungsmittel in den Pieper läuft. Danach soll er natürlich entfernt werden um den Pieper auch hören zu können.

DSC_2273.jpg
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von Auf Achse » So 22 Mär, 2020 12:06

Iss ja voll nix drinnen in dem Teil ... nur ein paar kleine Bauteile :-)
Wünsche tolle Experimente und bitte versorg uns weiterhin mit deinen Ergebnissen!

Grüße,
Auf Achse




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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » So 22 Mär, 2020 15:06

Iss ja voll nix drinnen in dem Teil ... nur ein paar kleine Bauteile :-)
Mehr als in Deinem Handy ;-)
Gruss vom Ruessel

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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von Auf Achse » So 22 Mär, 2020 17:11

Ja, eh klar :-) Aber da diese Schaltungen so extrem integriert sind siehts halt so leer aus. Früher war's in jedem Transistorradio "voller" :-)

Auf Achse




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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Mo 23 Mär, 2020 08:53

Zumindest scheint dieses Teil sehr präzise zu sein und diverse Signale in wirklich hervorragende Qualität auszugeben. Als erstes würde ich damit meine MEMS Auskoppelkondensatoren einmal auf HIFI Verhalten bis 100 kHz testen. Einfach diese Signale durch den Kondensator schicken, dabei einmal den Eingang und den Ausgang gleichzeitig auf einem Bildschirm vergleichen, die geringsten Unterschiede (Pegel, Verzerrungen, Phasenverschiebungen etc.) sollten so auffallen.

Ich habe inzwischen mit einem Fachmann (Mikrofonentwicklung) telefoniert. Sie konnten damals zwischen den Kondensatoren keine deutlichen Messergebnisse feststellen, außer am Innenwiderstand. Trotzdem haben Testpersonen mit hervorragenden Gehör zu 90% die Folienkondensatoren als Positiv herausgehört. Und zwar deutlicher je hochohmiger die Schaltung war! In Kondensatorenmikrofonen sind Eingangswiderstände von mehreren GigaOhm keine Seltenheit, hier benutzen seit den 70er Jahren die bekannten Firmen nur noch Folienkondensatoren.....weil es viele hören können.

Zum Glück werden meine Auskoppelkondensatoren beim MEMS extrem NiederOhmig betrieben (700 Ohm), danach dürfte es eigentlich egal sein was ich da verbaue. Wie gesagt, werde ich die Tage mal einen Test aufbauen und mich selber überzeugen oder nicht.

Im Moment habe ich eine starke Nachfrage nach Ohrwürmer aus einem bestimmten Personenkreis. deshalb ist meine Zeit für Experimente im Moment eingeschränkt, ich muss produzieren, die Wartezeit abbauen. Ach ja, mein neues 2 Meter Solarpanel auf dem Dach bringt seit gestern erstmals soviel Leistung, das der 3D Drucker zu 100% davon laufen kann........ 180 Watt ab ca. 11 Uhr. Bis zu den versprochenen 390 Watt ist aber noch Luft nach oben. Der Sommer mit noch mehr Sonne kommt ja noch.

DSC_2228.jpg
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Fr 03 Apr, 2020 09:03

Ich hoffe, dass ich nächste Woche wieder Zeit für das MEMS finde. Heute habe ich Nachricht bekommen, der Nachfolger (höherer Rauschabstand) ist erstmal auf Eis, das EntwicklungsLabor arbeitet zur Zeit nicht. Wie so vieles......

Auch meine Lieferanten hier im Umkreis gestalten sich umständlich. Vor der Krise bin ich hingefahren und habe die Teile direkt aus dem Lager abgeholt, jetzt geht alles nur noch langsam per DHL..... dauert jetzt Tage, dabei nur 1 km entfernt ;-)
Gruss vom Ruessel

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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von ruessel » Mi 08 Apr, 2020 09:09

Um das MEMS wirklich im hörbaren Frequenzbereich beurteilen zu können, würde ich gerne einen Direktvergleich mit dem Ohrwurm machen. Also ein Stereomikrofon mit 4 XLR Ausgängen. Damit kann der ZOOM F8 dann alle Kanäle gleichzeitig aufnehmen, das ermöglicht dann beim abhören direkte Vergleiche.

Um das MEMS auch wie eine übliche Halbzollkapsel einbauen zu können, muss ein Gehäuse her, das aus dem Kleinen MEMS mit seinem sehr empfindlichen Drahtverhau eine einbaufähige runde Tonkapsel macht. Da dies alles sehr exakt und präzise sein muss, muss ich mit UV Drucker dieses Minigehäuse herstellen, die Auflösung beträgt dort rund 25 Mikrometer - sollte ausreichen. Bis Ostern sollte ich das fertig haben....hoffe ich.

Für meine Bastelleien wollte ich nochmals MEMS nachordern...... leider ist wegen Corona bis auf unbestimmte Zeit keine Lieferung mehr möglich, die haben komplett dicht gemacht. Jetzt sind die noch 20 Stück vorliegende Mems Gold wert. Wenn die beim Niesen vom Tisch in den Flokatiteppich fallen, findest du die nie mehr.......
Gruss vom Ruessel

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domain
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Re: DIY - Rüssel MEMS Mikrofon(e)

Beitrag von domain » Mi 08 Apr, 2020 11:14

Kann MOUSER
https://www.mouser.de/Sensors/Audio-Sen ... /_/N-98yda
auch nicht mehr liefern?
Habe diverse Mems von einigen Herstellern angeklickt, die waren alle zu hunderten bei Mouser noch lieferbar




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Sony FX3 - Praxistest

Wir hatten bereits Gelegenheit zu einem ausführlichen Test der neuen Sony FX3 in der Praxis und haben uns vor allem die Ergonomie, den Autofokusbetrieb bei 200mm f2.8 (!), die Hauttonreproduktion inkl. LOG/LUT, Cinetone und allen Farbprofilen, die starke Zeitlupenfunktion, den Akkuverbrauch, die Stabilisierungsleistung uvm. angeschaut: Ist die Sony FX3 die bessere A7S III? weiterlesen>>

Sony FX3 - Rolling Shutter und Debayering

Die Nähe der Sony FX3 zur Alpha 7SIII ist ja kein Geheimnis. Dennoch wollten wir natürlich wissen, ob sich an der Bildqualität gegenüber der Consumer-Schwester Unterschiede entdecken lassen... weiterlesen>>

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Die olympischen Spiele als großes bewegtes Puzzle, bei dem man sich die Teilchen passend zuschneiden kann -- genug Geduld vorausgesetzt...