Geschäftliche Aspekte der Filmproduktion Forum



Abrechnung Filmproduktion



Filmen als Beruf: Hier geht´s um Themen wie: Tarifliches, Kundenkommunikation, Abnahmen und wieviel man für bestimmte Aufträge verlangen kann
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lossantos
Beiträge: 246

Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von lossantos » Di 16 Mai, 2017 21:30

Hi Leute,
es begegnet uns allen im Alltagsgeschäft..die Abrechnung mit dem Kunden :) Bzw. Die Vereinbarung über die Abrechnung.

Wer von Euch rechnet mit Halb- oder Tagesgage ab?

Was ist wenn der Kunde sagt, dass er Stundenweise abrechnen will. Das kann er ja ganz genau sehen, wenn er beim Dreh dabei ist.
Wie viel Spielraum gebt ihr den Kunden? Oder bleibt ihr da hart?

ich habe nämlich ein kleines Dilemma mit einem Kunden.
Kleines Unternehmen. Nicht umsatzsteuerpflichtig.
Meckert schon wenn die 19 % anfallen.
Und mit dem Stundensatz auch nicht gerade happy.

Meine Philosophie: alle Kunden zahlen bei mir das gleiche. Warum sollte einer Bevorzugt werden? Klar kann man Sonderregelungen machen...aber so lange auch eine langfristige Zusammenarbeit stimmt.
Ich möchte lediglich, dass meine Preise akzeptiert werden. Denn der Kunde macht ja mit denen Filme auch sein Geld.

Was sagt ihr denn zu so einem Thema? Seid ihr kulant? Hängt es vom Auftraggeber ab?
Viele Fragen.. ich weiß..




klusterdegenerierung
Beiträge: 8475

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von klusterdegenerierung » Mi 17 Mai, 2017 08:15

Moin, man kann nicht jeden Kunden gleich behandeln,
das siehst Du ja schon alleine daran, das er nicht Umsatzsteuerpflichtig ist.

Ob einen halbe oder ganzen Tag, oder Stunden ist ja auch in dem Moment uninteressant, weil es ja alles das gleiche ist,
wenn Du sie wirklich einhälts und erst Recht, wenn der Kunde sogar dabei ist, denn dann hast Du ja sogar den besten Zeugen dabei.

Gleiche Preise ist in meinen Augen auch nicht so dolle, auch wenn viele da sofort los schreiebn,
aber Du hast ja keinen Warenladen mit vorgeschriebenen Preis, aber wenn Du schon für jemand arbeitest,
der keine Steuern zahlt und nicht viel Kohle auf Tasche hat, ist es doch fragwürdig seinen höchsten Satz anzuwenden.

Auch das der Kunde hinterher einen anderen Preis erwartet ist doch komisch, habt ihr nicht drüber gesprochen oder will er nur handeln?
Klar auf handeln kann man sich einlassen, dafür gibt es viele Gründe, Folgeaufträge oder lieber nicht auch noch Folgeaufträge! ;-)




Jott
Beiträge: 12367

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von Jott » Mi 17 Mai, 2017 08:33

Halbe Tage gibt's nicht, denn selbst vier Stunden Anwesenheit beim Kunden sind ja nur der "sichtbare" Teil. Vorbereiten, Equipment checken, laden, Anfahrt, Rückfahrt, ausladen, Daten sichern bla bla gehören ja immer dazu. Wenn man unter diesem Aspekt jemandem entgegen kommt, muss das schon ein guter Stammkunde sein. Alles andere ist Charity oder Hobby.

Wenn ein Kunde so was nicht verstehen will, kann er kein Kunde sein und soll seinen Film besser von der Verwandtschaft machen lassen. Da ist sicher jemand spitz darauf, sich für einen Kasten Bier pro Stunde zu profilieren. Und es gibt kein Mehrwertsteuer-Gemeckere.

Hast du denn kein Angebot abgegeben, das vor dem Dreh akzeptiert wurde?




klusterdegenerierung
Beiträge: 8475

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von klusterdegenerierung » Mi 17 Mai, 2017 08:38

Na ja,
das ganze brimborium hast Du aber bei einem ganzen Tag auch!
Rüstzeiten gehören aber zum Stundensatz, da Du ja auf Dein Geraffel angewiesen bist wie der Handwerker auch.
Nicht zuverwechseln mit Auf- & Abbau vor Ort beim Kunden.

Bei mir wird halber Tag auch wie halber behandelt, es sei denn es werden mehr als 4 Stunden, dann ist es ja such ken halber Tag mehr,
dann greift der Stundensatz, man will sich ja schliesslich nicht selbst übers ohr hauen. ;-)




edgar
Beiträge: 228

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von edgar » Do 18 Mai, 2017 16:06

Ich rechne, für beide Seiten fair, nach Stundensatz ab!
In der Fotografie etwas weniger als im Videobereich, da der Aufwand beim Fotografieren geringer ist...
Leben und leben lassen, ist manchmal einträglicher auf längere Sicht, als Sturheit...

Gruß Edgar
Sapere aude!




Bergspetzl
Beiträge: 1253

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von Bergspetzl » Fr 19 Mai, 2017 03:05

C'mon! Was soll denn das Stundensatz gesabbl? Als reiner Kameramann, als Cutter machst du das. Aber wenn du die ganze Produktion schaukelst, dann gibt es einen Preis. Deine Arbeit hat für die Firma doch Wert, und der ist auf das Unternehmen abgestimmt. Das Teuerste ist doch deine Idee, nicht die paar Stunden Dreh. Dein Video ist für ihn etwas wert, das muss er spüren. Wenn er es nicht spürt, dann freut er sich dass er ein gutes Geschäft gemacht hat, aber er wird den Clip nie wertschätzen. Wie bei allem: das, was ich mir nicht, oder gerade nicht leisten kann, ist doch am sexiesten, nicht wahr? Und wenn ich es dann habe, dann behandele ich es auch mit Wert und kommuniziere das Produkt mit Wert. Und wenn du schnell bist, dann ist es doch mehr wert, nicht weniger!! Er kann morgen mit anfangen zu arbeiten und Geld zu verdienen, Kunden zu überzeugen, sein Team zu schulen...das kostet aber. Ich bin ja nicht dein Freund der dir was gutes tut, damit du ein Video hast. Ich bin da weil ich etwas kann was du nicht kannst. Jeder, der Werbumg oder Kommunikation verkauft, sollte gut daran beraten sein, seinen Preis am Wert seines Produktes für das Unternehmen zu orientieren und nicht an seinem Stundenlohn. Wer immer 1+1 rechnet wird immer nur 1,5 bekommen. Andere bekommen 3 oder 4 dafür. Unternehmen wollen mit euch Werte teilen, probiert es mal aus. Redet mit ihnen und verstehe den Mensch der dir gegenübersitzt. Warum gibt es denn diese 'Agenturen', die richtig zulangen dürfen und Firmen, die unbedingt mit ihnen arbeiten wollen...? Wegen dem Wert, den sie definieren. Ich würde jedem raten einmal selbstsicher in einem Gespräch zu versuchen überzeugt zu wirken. Gar nicht von Kameras und Drohnen und kosten reden, sondern sich Inhalte erklären zu lassen, zuzuhören, rauszulesen was er will und lerne einzuschätzten, was sie generell als Firma "haben" und wo die Schmerzgrenze liegen könnte. Verkaufe den Clip, ein Werk, einen Wert. Sie interpretieren den Rest da rein und um so mehr sie es glauben weil sie es (zuletzt finanziell) spüren, um so begeisterter ziehen sie mit ihrem Werkzeug ins Feld. Mach den Sack dann einfach nur noch zu. Sag ihm was er bekommt (Wert) und was das kostet. Es ist unrelevant was da auf deinem internen Zettel steht, auf deiner Verrechnung mit Stunden der Kameraleute oder deine eigene Zeit und welches Equipment. Später kannst mit ihm drüber reden, ob zwei Kameras dabei sind, das freut ihn sicher. Wenn du es willst sind sie es, wenn es Sinn macht, müssen aber nicht. Das weißt du, denn dein Job ist jetzt den Clip hinzubekommen und den Wert zu erfüllen den du ihn verkauft hast. Was für dich kein Problem ist, weil die Arbeit an sich nicht alles ist und Geld 'da' ist...mehr oder weniger viel. Rechne dir daher auch immer Luft zum atmen ein, dein Produkt dankt es dir und das wird dein Ruf. Die Luft ist für jeden wertvoller wie die xte Stunde Kamera, die dann debattiert werden soll. Rede einfach nicht darüber, und wimmere beim kalkulieren vor dem Kunden nicht von Kosten, lass dich nicht hinreißen eine "Schätzung" abzugeben bevor ihr nicht mal den Wert für ihn definiert habt. Jeder seriöse Auftraggeber, der etabliert ist, erkennt gute Arbeit. Firmen wollen zahlen...

edit: Text war gestern am Handy getippt, habe ein paar Fehler und Satzstellungen korrigiert
Zuletzt geändert von Bergspetzl am Fr 19 Mai, 2017 11:01, insgesamt 1-mal geändert.




Auf Achse
Beiträge: 2790

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von Auf Achse » Fr 19 Mai, 2017 09:28

Ausdrucken, einrahmen und an die Wand hängen! Du hast es gut auf den Punkt gebracht, danke!

Auf Achse




pixelschubser2006
Beiträge: 1344

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von pixelschubser2006 » Fr 19 Mai, 2017 12:01

Es gibt allerdings bei Pauschalpreisen eine Gefahr: Der Kunde hat die Ruhe weg und nix ist vorbereitet. Erlebe ich als Handwerker ständig. Du kommst irgendwo hin, und der Kunde lässt Dich erstmal blöd stehen. Kriegst nen Kaffee in die Hand gedrückt, der am Ende wahrscheinlich teurer als im Puff ist. Jedenfalls kostet meiner dann bei einer Stunde rd. 15 Euro netto. Super. Ach ja: Abgerückt ist nichts, obwohl das vorher fest vereinbart war. Darum habe ich mich darauf eingestellt, nur noch Angebobte abzugeben, in denen der Zeitaufwand explizit nach bestem Wissen und Gewissen geschätzt ist, aber hinterher halbstundengenau abgerechnet wird. Wenn der Kunde die Warterei bezahlen muss, wird er auf einmal schnell. In großen Firmen kratzt es eh keinen. Da ist es normal, daß Du frühestens eine Halbe Stunde nach Eintreffen wirklich loslegst. Bis alle Formalitäten erledigt sind.

Da man bei Filmprojekten schon sinnvoll mit Pauschalpreisen arbeitet, schlage ich vor, eine zeitliche Deckelung vorzunehmen. Z.b. 6h für den Dreh. Falls es Verzögerungen gibt, muss man dann aber fair und eloquent reagieren. Hat es der Kunde verbockt, weil der zu filmende Fuhrpark nochmal durch die Waschanlage muss, zahlt er. Hat man es selber verbockt, hat man Pech. Und wenn sich beim Dreh neue Ideen entwickeln, die mehr Aufwand bedeuten, muss man das halt direkt vor Ort klären und idealerweise schriftlich fixieren. Wenn der Kunde es jetzt nicht ausdrücklich akzeptiert, wird er es bei Rechnungsstellung erstrecht nicht. Da muss man ihm halt den Mehrwert im Ergebnis vermitteln. Kann man das nicht, lohnt sich auch der Mehraufwand nicht.

Letztendlich kann es auch nicht schaden, eine gewisse Karenzzeit von 20% einzuplanen. Die hohen Stundensätze in manchen Branchen kommen ja nicht daher, daß sich die Leute die Taschen vollpacken, sondern weil der Anteil unbezahlter Arbeit irgendwie umgelegt werden muss. Deshalb kosten IT-Techniker in größeren Systemhäusern auch das Doppelte wie ein Elektriker. Ohne, daß der Angestellte relevant mehr verdient. Es gibt noch einige andere Gründe dafür, aber die exorbitant hohe Anteil vernichteter Arbeitskraft ist ein wesendlicher Faktor für die IT-Stundensätze. Ich glaube, im Filmbusiness ist das mitunter ähnlich.

Großes Risiko sehe ich auch in der Postproduktion, wenn der Kunde durch Extrawünsche den Zeitaufwand in die Höhe treibt.




coke
Beiträge: 164

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von coke » Fr 19 Mai, 2017 12:13

Auf Achse hat geschrieben:
Fr 19 Mai, 2017 09:28
Ausdrucken, einrahmen und an die Wand hängen! Du hast es gut auf den Punkt gebracht, danke!

Auf Achse
Auch ich kann Bergspetzl nur zu 100% bestätigen.
Unser Team wird seit Jahren von großen mittelständischen Unternehmen in Deutschland und im angrenzenden Ausland beauftragt.
Da geht es niemals um die Abrechnung von Stundensätzen, sondern um die Durchführung und Abrechnung eines realisierten Gesamtprojektes/Auftrags.
Oft haben wir eine Anreise von 500 km und mehr. Da wird am ersten Tag gar nicht mehr gedreht, selbst wenn noch 2-3 Stunden Zeit dazu wäre.
Unser Tagessatz ist unser Tagessatz - auch wenn wir nicht filmen, sondern auf der Autobahn oder schon im Hotel sind.

Ein Drehtag bedeutet also bei 500 km Anreise: 1 T. Anreise, 1 T, Dreh und 1 T. Abreise = 3 voll berechnete Tage für ein 2er-Team.
Hinzu kommen später dann natürlich noch Schnitttage, Anims, Text, Vertonung usw.

Da kann man sich die Frage stellen, warum ein Kunde diese „unnötigen“ Kosten in Kauf nimmt.
Warum bucht er nicht ein Team aus der „Nachbarschaft“ und spart viele Kosten?

Die Antwort ist der von Bergspetzl angesprochene Wert. Ich nenne es übrigens Mehrwert für den Kunden.
Ein Unternehmer soll sich um sein Unternehmen kümmern und nicht um das Filmteam. Deshalb braucht er zuverlässige Partner,
die sich nicht nur auf Ausleuchtung, Kran, Dolly und die richtige Blende konzentrieren, sondern auch über tiefgehendes Verständnis
um das Unternehmen, technische Funktionen, betriebliche Abläufe, rechtl. Bestimmungen u.v.m. verfügen.
In der Praxis heißt das: das Filmteam filmt - der Geschäftsführer kümmert sich im Büro um seine Geschäfte - Techniker und anderes Personal
vor Ort machen wie gewohnt den Job für den sie bezahlt werden und betriebliche Abläufe bleiben weitestgehend ungestört.
Am Schluss stimmt dann (hoffentlich) das Ergebnis, und alle sind zufrieden.

Mir ist schon klar, dass man dieses Prinzip nicht auf einen Clip für eine Dönerbude anwenden kann,
aber mir scheint, dass viele hier in diesem Forum bei dem Thema „Bezahlung, Abrechnung, Dumping“ usw,
immer wieder Äpfel mit Birnen vergleichen.

Im Übrigen würden bei mir direkt die Alarmglocken angehen, wenn ich am Anfang schon wüsste, dass der Auftraggeber beim Dreh
die ganze Zeit dabei sein will. Manchmal muss das so sein weil es anders nicht geht, aber beim T.O. erahne ich schon die Stoppuhr
und die Übernahme der Regie auf Seiten des Kunden. :-)


Viele Grüsse,

coke




klusterdegenerierung
Beiträge: 8475

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 19 Mai, 2017 16:14

Bergspetzl hat geschrieben:
Fr 19 Mai, 2017 03:05
C'mon! Was soll denn das Stundensatz gesabbl?
Als reiner Kameramann, als Cutter machst du das.
Aber wenn du die ganze Produktion schaukelst, dann gibt es einen Preis.
Deine Arbeit hat für die Firma doch Wert, und der ist auf das Unternehmen abgestimmt.

Das Teuerste ist doch deine Idee, nicht die paar Stunden Dreh. Dein Video ist für ihn etwas wert, das muss er spüren.
Wenn er es nicht spürt, dann freut er sich dass er ein gutes Geschäft gemacht hat, aber er wird den Clip nie wertschätzen.
Wie bei allem: das, was ich mir nicht, oder gerade nicht leisten kann, ist doch am sexiesten, nicht wahr?

Und wenn ich es dann habe, dann behandele ich es auch mit Wert und kommuniziere das Produkt mit Wert.
Und wenn du schnell bist, dann ist es doch mehr wert, nicht weniger!!
Er kann morgen mit anfangen zu arbeiten und Geld zu verdienen, Kunden zu überzeugen, sein Team zu schulen...das kostet aber.
Ich bin ja nicht dein Freund der dir was gutes tut, damit du ein Video hast. Ich bin da weil ich etwas kann was du nicht kannst.

Jeder, der Werbumg oder Kommunikation verkauft,
sollte gut daran beraten sein, seinen Preis am Wert seines Produktes für das Unternehmen zu orientieren und nicht an seinem Stundenlohn.
Wer immer 1+1 rechnet wird immer nur 1,5 bekommen. Andere bekommen 3 oder 4 dafür. Unternehmen wollen mit euch Werte teilen,
probiert es mal aus. Redet mit ihnen und verstehe den Mensch der dir gegenübersitzt.

Warum gibt es denn diese 'Agenturen',
die richtig zulangen dürfen und Firmen, die unbedingt mit ihnen arbeiten wollen...? Wegen dem Wert, den sie definieren.
Ich würde jedem raten einmal selbstsicher in einem Gespräch zu versuchen überzeugt zu wirken.
Gar nicht von Kameras und Drohnen und kosten reden, sondern sich Inhalte erklären zu lassen, zuzuhören,
rauszulesen was er will und lerne einzuschätzten,
was sie generell als Firma "haben" und wo die Schmerzgrenze liegen könnte. Verkaufe den Clip, ein Werk, einen Wert.

Sie interpretieren den Rest da rein und um so mehr sie es glauben weil sie es (zuletzt finanziell) spüren,
um so begeisterter ziehen sie mit ihrem Werkzeug ins Feld. Mach den Sack dann einfach nur noch zu.
Sag ihm was er bekommt (Wert) und was das kostet.
Es ist unrelevant was da auf deinem internen Zettel steht,
auf deiner Verrechnung mit Stunden der Kameraleute oder deine eigene Zeit und welches Equipment.

Später kannst mit ihm drüber reden, ob zwei Kameras dabei sind, das freut ihn sicher. Wenn du es willst sind sie es,
wenn es Sinn macht, müssen aber nicht.
Das weißt du, denn dein Job ist jetzt den Clip hinzubekommen und den Wert zu erfüllen den du ihn verkauft hast.
Was für dich kein Problem ist, weil die Arbeit an sich nicht alles ist und Geld 'da' ist...mehr oder weniger viel.
Rechne dir daher auch immer Luft zum atmen ein, dein Produkt dankt es dir und das wird dein Ruf.

Die Luft ist für jeden wertvoller wie die xte Stunde Kamera, die dann debattiert werden soll.
Rede einfach nicht darüber, und wimmere beim kalkulieren vor dem Kunden nicht von Kosten,
lass dich nicht hinreißen eine "Schätzung" abzugeben bevor ihr nicht mal den Wert für ihn definiert habt.
Jeder seriöse Auftraggeber, der etabliert ist, erkennt gute Arbeit. Firmen wollen zahlen...
Ich rahme es mir auch ein, aber vorher mußte ich es anders setzen, sonst wird mir kodderig! ;-))




TK1971
Beiträge: 118

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von TK1971 » Sa 20 Mai, 2017 02:46

Ich rahme es mir auch ein, aber vorher mußte ich es anders setzen, sonst wird mir kodderig! ;-))
Kodderig ... den Ausdruck kannte ich bisher nur aus dem mir nahen Köln, aber nicht aus dem mir herkunftstechnisch noch näheren Emsdetten ;-)

Der gute Bergspezl hat aber auch absolut Recht und lyrisch ist es auch noch ... ich bin beim einrahmen dabei!

Leider wollen meine Kunden alles am Liebsten minütlich abgerechnet, mit Stammkundenrabatt und freier An- und Abreise, ohne Fahrkostenpauschale. Spesen sind natürlich eh nicht drin.
Aus meiner Sicht ist das unglücklicherweise eher die Realität. Ansonsten nehmen die halt einen Abitypen, der sich die Schulkamera über Wochenende ausleiht ... etwas überspitzt ...




7nic
Beiträge: 883

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von 7nic » Sa 20 Mai, 2017 08:49

TK1971 hat geschrieben:
Sa 20 Mai, 2017 02:46
Ich rahme es mir auch ein, aber vorher mußte ich es anders setzen, sonst wird mir kodderig! ;-))
Kodderig ... den Ausdruck kannte ich bisher nur aus dem mir nahen Köln, aber nicht aus dem mir herkunftstechnisch noch näheren Emsdetten ;-)

Der gute Bergspezl hat aber auch absolut Recht und lyrisch ist es auch noch ... ich bin beim einrahmen dabei!

Leider wollen meine Kunden alles am Liebsten minütlich abgerechnet, mit Stammkundenrabatt und freier An- und Abreise, ohne Fahrkostenpauschale. Spesen sind natürlich eh nicht drin.
Aus meiner Sicht ist das unglücklicherweise eher die Realität. Ansonsten nehmen die halt einen Abitypen, der sich die Schulkamera über Wochenende ausleiht ... etwas überspitzt ...
Wenn der Abityp deren Erwartungen erfüllt, stimmt entweder etwas mit dem Kunden nicht, oder mit dir. Überspitzt gesagt.
Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter; in Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum. - Demokrit

neuzeit.tv ll nicolas-geissler.de




pixelschubser2006
Beiträge: 1344

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von pixelschubser2006 » Sa 20 Mai, 2017 09:34

Bevor wir immer Rückschlüsse vom Kunden auf den Dienstleister ziehen:

In der Anfangsphase eines Business bekommt man gute Kunden im Wesentlichen durch Zufall, Glück und / oder Beziehungen. Vielleicht mit viel Glück auch durch Kaltakquise, aber nur ziemlich selten durch Eigenwerbung. Der Grund liegt einfach darin, daß man bei vernünftigen Video-Projekten schon viel Geld in die Hand nehmen muss als Kunde und sich da den passenden Dienstleister für aussucht. Da wird in erster Linie die Werbeagentur befragt, mit der man für andere Marketing-Maßnahmen bereits zusammenarbeitet.

Jedenfalls muss man als Videofirma einen Status haben, der sich nicht einfach aufbauen lässt. Es sei denn, der Businessplan und die Liquidität erlauben einen Invest von 100.000 Euro und 2 Jahre ohne Einkommen. Dafür aber mit laufenden Kosten.

Es gibt Branchen, da reicht ein Eintrag in den Gelben Seiten, um per Zufall angerufen zu werden. Habe ich für mein Kerngeschäft dann und wann. Aber in einem Geschäft, wo "kleine Krauter" nix können, kriegst Du keine großen Aufträge. Da hat der Kunde ja auch recht. Ich kann jedenfalls keine 20.000 Euro-Produktion wuppen. Weder fachlich noch technisch. Den Metzgermeister um die Ecke könnte ich aber schon bedienen. Der ist aber ein Kunde der schlimmsten Sorte. Der will noch nichtmal ne Domain mit Firmennamen buchen und wundert sich über den Ärger mit seiner Freemail-Adresse.

Jedenfalls sind wir in einer Branche mit praktisch keiner Laufkundschaft. Die Kunden, die wissen, daß sie einen Film brauchen und / oder wollen, suchen sich einen. Und die, die das nicht wissen, sind besonders schwierige Kunden. Wir leben also mit der Situation, daß wir mit viel Mühe nach Kunden suchen müssen, die einigermaßen entwicklungsfähig sind. Ich habe beruflich schon mit einigen Gewerken zu tun gehabt, aber nirgendwo war die Situation annähernd so schwierig wie im Videosektor.




boxvalue
Beiträge: 118

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von boxvalue » Sa 20 Mai, 2017 10:23

Hallo pixelschubser2006,

da stimme ich Dir zu.
Erschwerdend kommt hinzu, dass die Videos eigentlich "Luxusartikel" sind.
Den Gewerbetreibenden zu finden, der sich unbelastet mit den Vorteilen eines Videobeitrages auseinandersetzt, ist oft mühsam.
Bleibt die Resonanz der Fleischkäufer auf das Video aus, sei es als Lob an den Metzgereiinhaber oder in Form verstärkt Fleisch zu kaufen, könnte der Metzger dazu neigen es wieder als Luxus und sowieso unnötig anzusehen. Was er möglicherweise so auch an seine Peergroup weitergibt.
Hat er Erfolg damit, war ihm das von Angfang an klar und sowieso als Konzept geplant.

Wenn Du Glück hast ,wird der Kunde keine Ich,ich,ich-Neigung haben und es wird eine gute Zusammenarbeit bezüglich weiterer Projekte.

Also echt schwierig.
Zumal Du ,wenn Kunden mit sich selbst und ihrer Umwelt Probleme haben sollten und diese unbewusst im Rahmen eines Abwehrmechanismus leben,
als Videobeitrag-Anbietender gerade noch gefehlt ;-)

Viele Grüsse

Hinweis:
Wenn ich den Beruf des Metzger hier als Beispiel aufgreife, möchte ich diese Personen und deren Beruf nicht verunglimpfen ,sondern nur als Wirkungsbeispiel in Betracht ziehen.




pixelschubser2006
Beiträge: 1344

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von pixelschubser2006 » Sa 20 Mai, 2017 11:27

Danke für die Zustimmung. Ich meinte den Metzgermeister auch sinnbildlich, allerdings habe ich tatsächlich einen recht jungen in meiner Kundschaft, und der ist bei aller menschlichen Sympathie ein schwieriger Fall ;-)

Was als Video-Start-up halt auch ein entscheidendes Problem ist: Du braucht tolle Referenzen. Das ist aber ohne mitwirkende Dritte kaum möglich. An diesem Punkt drehe ich mich seit Jahren im Kreis und beisse mir die Zähne aus. Einerseits klappt der journalistische Part immer besser, der einen aber fachlich und finanziell auch nur bedingt weiterbringt. Andererseits klappts an der gewerblichen Front überhaupt nicht. Aber alles braucht seine Zeit. Wer schnell aufgibt, ist im Mediensektor eh völlig falsch...




Jott
Beiträge: 12367

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von Jott » Sa 20 Mai, 2017 11:57

Es muss aber doch klar sein, dass der sinnbildliche Metzgermeister kein Kunde sein kann, dem sind schon 250 Euro viel zu viel. Und um appetitlich aussehende Wurstwaren à la TV-Werbung zu filmen, braucht's halt Aufwand. Woher soll er das aber wissen? Kann er nicht wissen. Er macht Wurst.




Alf_300
Beiträge: 6581

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von Alf_300 » Sa 20 Mai, 2017 12:06

Wurst die mit Nitrit und Speziallampen in der Theke gepimpt dann angepriesen wird.




lossantos
Beiträge: 246

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von lossantos » Sa 20 Mai, 2017 12:12

Bergspetzl hat geschrieben:
Fr 19 Mai, 2017 03:05
C'mon! Was soll denn das Stundensatz gesabbl? Als reiner Kameramann, als Cutter machst du das. Aber wenn du die ganze Produktion schaukelst, dann gibt es einen Preis. Deine Arbeit hat für die Firma doch Wert, und der ist auf das Unternehmen abgestimmt. Das Teuerste ist doch deine Idee, nicht die paar Stunden Dreh. Dein Video ist für ihn etwas wert, das muss er spüren. Wenn er es nicht spürt, dann freut er sich dass er ein gutes Geschäft gemacht hat, aber er wird den Clip nie wertschätzen. Wie bei allem: das, was ich mir nicht, oder gerade nicht leisten kann, ist doch am sexiesten, nicht wahr? Und wenn ich es dann habe, dann behandele ich es auch mit Wert und kommuniziere das Produkt mit Wert. Und wenn du schnell bist, dann ist es doch mehr wert, nicht weniger!! Er kann morgen mit anfangen zu arbeiten und Geld zu verdienen, Kunden zu überzeugen, sein Team zu schulen...das kostet aber. Ich bin ja nicht dein Freund der dir was gutes tut, damit du ein Video hast. Ich bin da weil ich etwas kann was du nicht kannst. Jeder, der Werbumg oder Kommunikation verkauft, sollte gut daran beraten sein, seinen Preis am Wert seines Produktes für das Unternehmen zu orientieren und nicht an seinem Stundenlohn. Wer immer 1+1 rechnet wird immer nur 1,5 bekommen. Andere bekommen 3 oder 4 dafür. Unternehmen wollen mit euch Werte teilen, probiert es mal aus. Redet mit ihnen und verstehe den Mensch der dir gegenübersitzt. Warum gibt es denn diese 'Agenturen', die richtig zulangen dürfen und Firmen, die unbedingt mit ihnen arbeiten wollen...? Wegen dem Wert, den sie definieren. Ich würde jedem raten einmal selbstsicher in einem Gespräch zu versuchen überzeugt zu wirken. Gar nicht von Kameras und Drohnen und kosten reden, sondern sich Inhalte erklären zu lassen, zuzuhören, rauszulesen was er will und lerne einzuschätzten, was sie generell als Firma "haben" und wo die Schmerzgrenze liegen könnte. Verkaufe den Clip, ein Werk, einen Wert. Sie interpretieren den Rest da rein und um so mehr sie es glauben weil sie es (zuletzt finanziell) spüren, um so begeisterter ziehen sie mit ihrem Werkzeug ins Feld. Mach den Sack dann einfach nur noch zu. Sag ihm was er bekommt (Wert) und was das kostet. Es ist unrelevant was da auf deinem internen Zettel steht, auf deiner Verrechnung mit Stunden der Kameraleute oder deine eigene Zeit und welches Equipment. Später kannst mit ihm drüber reden, ob zwei Kameras dabei sind, das freut ihn sicher. Wenn du es willst sind sie es, wenn es Sinn macht, müssen aber nicht. Das weißt du, denn dein Job ist jetzt den Clip hinzubekommen und den Wert zu erfüllen den du ihn verkauft hast. Was für dich kein Problem ist, weil die Arbeit an sich nicht alles ist und Geld 'da' ist...mehr oder weniger viel. Rechne dir daher auch immer Luft zum atmen ein, dein Produkt dankt es dir und das wird dein Ruf. Die Luft ist für jeden wertvoller wie die xte Stunde Kamera, die dann debattiert werden soll. Rede einfach nicht darüber, und wimmere beim kalkulieren vor dem Kunden nicht von Kosten, lass dich nicht hinreißen eine "Schätzung" abzugeben bevor ihr nicht mal den Wert für ihn definiert habt. Jeder seriöse Auftraggeber, der etabliert ist, erkennt gute Arbeit. Firmen wollen zahlen...

edit: Text war gestern am Handy getippt, habe ein paar Fehler und Satzstellungen korrigiert
Ich danke allen für die Kommentare. Sehr gut getroffen. die Wertigkeit / Nutzen unserer Dienstleistung steht im Vordergrund, nicht die zu leistenden Stunden. Denn die sind Nötig, um diese Wertigkeit zu produzieren. Der Kunde sollte bereit sein diese zu zahlen.. Danke




pixelschubser2006
Beiträge: 1344

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von pixelschubser2006 » Sa 20 Mai, 2017 13:08

Bezüglich des Budgets hast Du natürlich recht, das ist ja einer der Knackpunkte. Darüber hinaus sehe ich für diesen Fall aber nicht die Notwendigkeit, Foodporn mit Bewegtbild zu machen. Sicherlich braucht´s auch eine Einstellung, in der die Waren zu sehen sind. Aber was bringt das? Wie Wurst aussieht, weiß man. Es gäbe soviele Aspekte, auf die man eingehen kann. Die einen Metzger um die Ecke vertrauenswürdiger machen als die Billigfleisch-Kühltecke im Discounter. Lebensgefühl beim Genuss transportieren. Das ist alles nicht ganz einfach, und da zerbrechen sich ganze Herrscharen von Werbefuzzis die Köpfe drum. Aber wenn man das richtige Storyboard hat, muss die Umsetzung garnicht so furchtbar aufwändig sein!

Ich werde nie die Kinowerbung eines Szene-Lokales vergessen. Es wurden nacheinander drei Fotos von alten Ehepaare gezeigt, die sich irgendwann mal jeweils vor 50 Jahren in irgendeiner kaschemme kennengelernt haben. Der Slogan am Schluss: "Ein Abend in der falschen Kneipe kann Dir Dein ganzes Leben versauen". Was soll ich sagen. Der Spot hat Preise abgeräumt und ich habe mit Bauchschmerzen vorm Kinosessel gelegen vor lachen.

Als Vater von zwei kleinen Kindern war ich schon ewig nicht mehr im Kino und habe die Werbe-Szene nicht mehr so verfolgt. Aber früher war Kino-Werbung richtig geil. Oft nicht politisch korrekt und von mutigen, kleinen Werbekunden, die sich eine witzige Idee umzusetzen trauten. Da müsste man eigentlich hinkommen...
Jott hat geschrieben:
Sa 20 Mai, 2017 11:57
Es muss aber doch klar sein, dass der sinnbildliche Metzgermeister kein Kunde sein kann, dem sind schon 250 Euro viel zu viel. Und um appetitlich aussehende Wurstwaren à la TV-Werbung zu filmen, braucht's halt Aufwand. Woher soll er das aber wissen? Kann er nicht wissen. Er macht Wurst.




TK1971
Beiträge: 118

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von TK1971 » So 21 Mai, 2017 19:36

7nic hat geschrieben:
Sa 20 Mai, 2017 08:49
TK1971 hat geschrieben:
Sa 20 Mai, 2017 02:46
Leider wollen meine Kunden alles am Liebsten minütlich abgerechnet, mit Stammkundenrabatt und freier An- und Abreise, ohne Fahrkostenpauschale. Spesen sind natürlich eh nicht drin.
Aus meiner Sicht ist das unglücklicherweise eher die Realität. Ansonsten nehmen die halt einen Abitypen, der sich die Schulkamera über Wochenende ausleiht ... etwas überspitzt ...
Wenn der Abityp deren Erwartungen erfüllt, stimmt entweder etwas mit dem Kunden nicht, oder mit dir. Überspitzt gesagt.
Es ist mir einfach schleierhaft, warum einige Leute so sinnlos persönlich angreifend auftreten. Dem Thema hat Dein Post jedenfalls in keiner Weise etwas gebracht ... aber vielleicht ja Dir ^^




klusterdegenerierung
Beiträge: 8475

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von klusterdegenerierung » So 21 Mai, 2017 19:40

Ihm bringt es viel, sonst würde er es nicht machen!
Aber wenn man mit ner Red nix zu tun hat, ist das eben was anderes, als für unter Stundensatz was mit ner DSLR zu drehen.

Aber hey, wenn ers braucht! ;-)




pixelschubser2006
Beiträge: 1344

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von pixelschubser2006 » So 21 Mai, 2017 20:15

Um es mal auf den Punkt zu bringen: Video ist ein Marketing-Instrument für absolut jede Branche und jede Unternehmensgröße. Aber tendenziell gilt: Je kleiner ein Unternehmen ist, desto weniger Budget und noch weniger Verständnis für den Nutzen des Medium Bewegtbild ist vorhanden. Das ergibt schwierige Kunden, die auf brachliegenden, potentiellen Projekten hocken. Ein breites Betätigungsfeld für Anfänger. Wenn man sich aber an dieser Kundschaft die Zähne ausbeisst, liegt das nicht unbedingt am Videoproduzenten. Es macht also überhaupt keinen Sinn, Kollegen wie TK1971 vor´s Schienbein zu treten.




klusterdegenerierung
Beiträge: 8475

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von klusterdegenerierung » So 21 Mai, 2017 20:30

Jeder hat doch seine Sparte und da wo er sich vielleicht auch am wohlsten fühlt, denn sonst könnte man ja wenn man könnte,
sich auch zu anderen Ufern aufmachen!

Die Frage ist aber wie so oft, wie stellt man das an, will man das auch und gelingt einen das überhaupt.
Und es gibt ja auch noch die Kompfortzone, man richtet sich halt ein und kleine Jobs heißt auch oft weniger Arbeit, also im allgemeinen.
Große und eher gut bezahlte Jobs erfordern viel vor- & Eigenleistung, die so manch einer nicht gewohnt ist oder garnicht groß kennt.

Und wollen wir uns mal nix vormachen, es gibt so viele Kunden die nicht noch das letzte Itüpfelchen an mehrquali benötigen,
sondern das man ihnen die Arbeit abnimmt und Entscheidungen trifft die der Kunde nicht treffen muß,
denn der hat genug zu tun.

Natürlich machen auch wohlhabendere Kunden zicken, aber wer am ende mehr Kohle auf Tasche haben möchte,
sollte sich natürlich nicht die suchen die eh schon am Hungertuch nagen und das meine ich nicht provokant,
sodern ist die einfache konsequenz aus mangelnden Einnehmen oder potenten Kunden.




7nic
Beiträge: 883

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von 7nic » Mo 22 Mai, 2017 07:52

Ihr schwelgt dermaßen in Selbstmitleid, das ist doch nicht auszuhalten.

Ich kann den Kollegen TK1971 nicht persönlich angreifen oder beleidigen (und möchte das auch nicht), da ich ihn nicht kenne.

Bei meiner Aussage bleibe ich. Wenn ein Neunzehnjähriger einem gestandenen Videoproduzenten einen Auftrag streitig machen kann, dann kann das nur an einem der drei folgenden Gründe liegen: Entweder der Typ ist verdammt begabt. Und er liefert hervorragende Arbeit. Soll es geben, ist aber nicht die Regel. Nach ein paar Monaten ist der sowieso zu gut für die kleinen Fische und wird nicht mehr für 15 Euro die Stunde arbeiten. Die zweite Möglichkeit ist, er liefert zwar schlechtere Arbeit als der Erfahrene, aber der Auftraggeber erkennt das nicht - dann ehrlich: Was willst du mit diesem Kunden anfangen? Er wird sich immer nur das Billigste vom Billigsten holen und du wirst niemals Preise aufrufen können, um selbst davon leben zu können. Oder aber - und das wäre die tragische Variante - der Abiturient schustert wie zu erwarten einen undurchdachten, mehr schlecht als recht produzierten Film zusammen. Der erfahrene Videoproduzent aber auch. Und dann muss sich keiner der Beteiligten wundern, wenn der Kunde sich in dem Fall für die günstigere Variante entscheidet.

Was letztlich nur hilft: Ständig an sich selbst arbeiten. Bücher lesen, Filme schauen, ausprobieren, lernen um selbst kein Videoproduzent aus Beispiel drei zu werden. Und Kunden der zweiten Kategorie schnellstmöglich zu erkennen und abzulehnen.
Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter; in Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum. - Demokrit

neuzeit.tv ll nicolas-geissler.de




klusterdegenerierung
Beiträge: 8475

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 22 Mai, 2017 08:20

7nic hat geschrieben:
Mo 22 Mai, 2017 07:52
Ihr schwelgt dermaßen in Selbstmitleid, das ist doch nicht auszuhalten.

Ich kann den Kollegen TK1971 nicht persönlich angreifen oder beleidigen (und möchte das auch nicht), da ich ihn nicht kenne.

Bei meiner Aussage bleibe ich. Wenn ein Neunzehnjähriger einem gestandenen Videoproduzenten einen Auftrag streitig machen kann, dann kann das nur an einem der drei folgenden Gründe liegen: Entweder der Typ ist verdammt begabt. Und er liefert hervorragende Arbeit. Soll es geben, ist aber nicht die Regel. Nach ein paar Monaten ist der sowieso zu gut für die kleinen Fische und wird nicht mehr für 15 Euro die Stunde arbeiten. Die zweite Möglichkeit ist, er liefert zwar schlechtere Arbeit als der Erfahrene, aber der Auftraggeber erkennt das nicht - dann ehrlich: Was willst du mit diesem Kunden anfangen? Er wird sich immer nur das Billigste vom Billigsten holen und du wirst niemals Preise aufrufen können, um selbst davon leben zu können. Oder aber - und das wäre die tragische Variante - der Abiturient schustert wie zu erwarten einen undurchdachten, mehr schlecht als recht produzierten Film zusammen. Der erfahrene Videoproduzent aber auch. Und dann muss sich keiner der Beteiligten wundern, wenn der Kunde sich in dem Fall für die günstigere Variante entscheidet.

Was letztlich nur hilft: Ständig an sich selbst arbeiten. Bücher lesen, Filme schauen, ausprobieren, lernen um selbst kein Videoproduzent aus Beispiel drei zu werden. Und Kunden der zweiten Kategorie schnellstmöglich zu erkennen und abzulehnen.
Und warum schreibst Du sowas erst immer, bevor Du diese oft überheblich anmaßenden Sprüche rausklopfst.
Man muß hier doch nicht immer den coolen bad guy spielen und nett & diplomatisch sein heißt ja nicht das man ein weicheich oder schluffi ist.
Ist doch viel schöner vom anderen partizipieren zu können, als erst ständig einen vor den Bug zu bekommen,
damit meine ich natürlich nicht nur Dich, ist ja symthomatisch hier auf slashcam.

Ich finde es aufjeden Fall absolut richtig was Du geschrieben hast und vielleicht auch das mit dem einschlafen,
denn in dem anderen Thread wurde ja auch erst mal seitenlang um den heißen Brei geredet.

Allerdings kommt das mit den gestandenen Kameramännern, besonders wenn es die EB Typen sind,
garnicht so selten vor. Von denen gibt es so viele die seit 20Jahren ihre Cam nur von der Schulter im 45° Winkel nach unten filmen und
die Hocke nur vom Orthopäden kennen, geschweige denn schon mal unter Blende 5.6 gefilmt haben
(wundern sich aber warum seit Jahren ihr Bild latend zu dunkel ist).

Um noch mal aufs Thema zurück zu kommen denke ich, das es vielleicht eine Krux ist, selber nicht über sein eigenes können zu kommen,
was einem ab einer gewissen Jobanforderung dann im Weg steht.
Da kommt dann natürlich genau das ins Spiel was Du geschrieben hast, bildet man sich nicht weiter, wird das nix.
Insofern gibt es also auch eine Möglichkeit ausreichend zu verdienen, die Frage nur warum man sich die billig Jobs überhaupt antut?




Jott
Beiträge: 12367

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von Jott » Mo 22 Mai, 2017 09:32

7nic hat geschrieben:
Mo 22 Mai, 2017 07:52
Wenn ein Neunzehnjähriger einem gestandenen Videoproduzenten einen Auftrag streitig machen kann, dann kann das nur an einem der drei folgenden Gründe liegen: Entweder der Typ ist verdammt begabt. Und er liefert hervorragende Arbeit. Soll es geben, ist aber nicht die Regel.
Ich würde den einstellen. Wenn er auch menschlich reif ist, gute Umgangsformen hat und einen Zweizeiler fehlerfrei in Deutsch und Englisch schreiben kann.

Soll es geben, ja. Ich suche seit drei Jahren.




pixelschubser2006
Beiträge: 1344

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von pixelschubser2006 » Mo 22 Mai, 2017 09:39

Wir brauchen hoffentlich nicht darüber diskutieren, daß ständige Weiterbildung wichtig ist. Auch die Reflektion der eigenen Fähigkeiten und der Anspruch, diese nicht nur aktuell zu halten, sondern stetig zu verbessern. Ich denke, darüber sind wir uns alle einig.

Allerdings gibt es in vielen Branchen ein Hauen und Stechen, dagegen ist My-Hammer noch eine Hochpreisschiene. IT und Mediengestaltung sind da besonders schlimm, und der Gesetzgeber tut nix dagegen. Ich habe vor Jahren versucht, aufgrund der sich daraus ergebenden Verpflichtungen aus der Handwerksrolle ausgetragen zu werden. Ich habe zwar im IT-Handwerk gelernt, aber das was ich letztendlich mache, unterliegt nicht mehr der Handwerksordnung. Was soll ich sagen: Es gab einen Kleinkrieg mit wüsten Drohungen der HWK. Gleichzeitig ist die Innenstadt von Handyshops mit Migrationshintergunrd zugepflastert, wo keiner auch nur eine qualifizierte fachspezifische Ausbildung hat, und macht a) die Preise kaputt und b) wirbt mit handwerkspezifischen Leistungen. Was tut die gleiche HwK, die mich drangsaliert? Genau: NIX.

Ok, nun back to topic: Die gleiche Anbieterklientel, die im IT-Sektor den Kunden suggeriert, professionelle Leistungen mit positivem Ergebnis gäbe es für 15 Euro, tut dies in der Mediengestaltung auch. Und der Kunde fällt darauf rein. Daß aber keiner für den lächerlichen Betrag die Bude fliest oder die Heizung repariert, merkt der Kunde nicht. Selbst wenn das Ergebnis für Tonne ist, redet sich der Kunde das schön, nach dem Motto "gut das wir für den Scheiss nicht viel Geld ausgegeben haben" oder glaubt sogar, er habe etwas Gutes erhalten.

Dennoch lesen aber zig potentielle Kunden Preise, die dann bei konkreterem Interesse sofort die Gesprächsstimmung zwischen Kunde und seriösem Dienstleister zerstören. Zumal der Kunde immer nur seinen eigenen Netto sieht und selbst Firmenkunden bisweilen nicht in der Lage sind, betriebswirtschaftliche Preise anzuerkennen.

Die Krönung ist dann, wenn auch noch normale Preise genommen werden und das Ergebnis eine Katastrope ist. Für Filme dieser Art berechnet die Firma so etwa 1500 bis 2000 Euro, also ein Budget wo man schon was für machen kann. Hinweis: Der Film ist keine 15 Jahre als, sondern 2 oder 3. Kein Witz:



Für mich steht fest: Ich habe zulange meine Wunden geleckt und mich dem Selbstmitleid ergeben. An der Lage werden wir radikal nichts ändern. Ich rege mich auch nicht mehr darüber auf, nehme es aber zur Kenntnis. Ich denke, wir sollten das schulterzuckend so hinnehmen und das Beste daraus machen. Der Marktanteil von Katastrophenkunden ist sehr groß, omnipräsent. Keine Frage. Und es ist sehr schade, daß die Kundenschicht, die an sich vernünftig ist und dank geringerer Produktionskosten nun auch einen Imagefilm bezahlen könnte, nur schwer zu erschließen ist. Aber uns bleibt nix anderes übrig, als uns konstruktiv darüber Gedanken zu machen, wie wir an die rankommen. Das ist allemal konstruktiver, als ins Kopfkissen zu heulen.




Jott
Beiträge: 12367

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von Jott » Mo 22 Mai, 2017 09:47

Oh ja, so was wie dieser Clip wird in der Tat heute noch den Leuten angedreht. Das ist traurig. Für die Kunden, die auf solche Leute reinfallen. Schwer zu verstehen, schon wegen 4:3. Das muss doch eigentlich jedem noch so nativen Kunden auffallen. Hut ab vor den Verkaufskünsten des "Produzenten"!

Damit ist auch die Frage aus einem anderen Thread, was man heute noch mit einer PD150 oder PD250 anfangen könnte, beantwortet! Sinnlose Industriefilme für unbedarfte Auftraggeber hinrotzen! :-)
Zuletzt geändert von Jott am Mo 22 Mai, 2017 09:52, insgesamt 1-mal geändert.




klusterdegenerierung
Beiträge: 8475

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 22 Mai, 2017 09:48

pixelschubser2006 hat geschrieben:
Mo 22 Mai, 2017 09:39
Die Krönung ist dann, wenn auch noch normale Preise genommen werden und das Ergebnis eine Katastrope ist. Für Filme dieser Art berechnet die Firma so etwa 1500 bis 2000 Euro, also ein Budget wo man schon was für machen kann. Hinweis: Der Film ist keine 15 Jahre als, sondern 2 oder 3. Kein Witz:
Naja, scheiße filmen heißt ja nicht, das kein Aufwand und Zeit dahinter steckt.
Wenn ich sehe was in dem Film alles vorkommt und was dies an Vorgesprächen und Planungen bedarf, dann ist der Preis eher sportlich.

Bei dem Film ist eher das Problem das es jemand wollte, aber nicht konnte,
das hat aber am Ende nichts mit der Aufgabenstellung und dem Umfang zu tun.




Alf_300
Beiträge: 6581

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von Alf_300 » Mo 22 Mai, 2017 10:08

Ist halt schlecht wenn man Filmer statt Werkzeugmacher ist ;-)




pixelschubser2006
Beiträge: 1344

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von pixelschubser2006 » Mo 22 Mai, 2017 10:26

@Kluster: Ja und nein. Klar, ich erlebe in meinem derzeitigem Haupt-Broterwerb, daß manche für Schrott sogar länger brauchen als ich für ordentlich. Jedenfalls ist Pfusch eher eine Frage der Einstellung und des Anspruches. Nicht aber ein Garant für eingesparte Zeit.

Aber den großen Aufwand sehe ich in diesem Film nicht klar. Sicher wäre der Preis bei vernünftigem Ergebnis sehr günstig bis billig gewesen, aber machen wir uns nix vor: In journalistischer Qualität drehe ich den ganzen Kram locker in ein paar Stunden. Wenn natürlich erst noch jede Szene arrangiert werden muss, incl. Lichtsetzen, kann man sich auch zwei Tage sinnvoll damit beschäftigen. Aber das hat ja auch keiner getan... Wobei "journalistisch" und "Lichtsetzen" sich natürlich nicht ausschließen, aber seit immer lichtempfindliche Chips zusätzliches Licht immer weniger brauchen, wird in dem Sektor auch immer weniger getan. Habe aber noch vor Jahren ein Kamerateam im Büro gehabt, da wurde anständig in Dreipunkt-Licht ausgeleuchtet. Ich glaube, das können in Zukunft immer weniger...

Wobei ich es auch für einen interessanten Denkansatz halte, über Effizienz nachzudenken. Gerade bei Imagefilmen, die im Grunde inhaltlich 08/15 sind, kann man auch nach einem bestimmten Muster alles "runterdrehen". Gibt sogar schon überregionale Agenturen, die das machen. Da kriegste als Kameramann 10 Einstellungen, die Du abarbeitest, alles streng nach Plan. Abdrehen, schneiden, Logo rein und fertig. Wenn das in handwerklich vernünftiger Qualität erfolgt und der Kunde sich das leisten kann, ist das nicht verkehrt.

Klar, eine individuelle Story ist immer besser. Aber eine robuste, seriöse "Einsteiger"-Variante hat auch ihren Reiz! Ich gebe allerdings zu, daß mir durch meine Blaulicht-Filmerei die Run&Gun-Methode vielleicht sympathischer ist als dem klassischen Werbefilmer. Aber man kann sich ja von anderen Genres auch mal inspirieren lassen ;-)




dienstag_01
Beiträge: 7547

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von dienstag_01 » Mo 22 Mai, 2017 10:29

An dieser Stelle erinnere ich mich mit Freude an Spielemuseumsfilm von pixelschubser2006 ;)




pixelschubser2006
Beiträge: 1344

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von pixelschubser2006 » Mo 22 Mai, 2017 10:37

Is klar. Den DU scheisse fandest, genug andere aber ganz gut. Ach ja: Und der völlig gratis und ohne jede Unterstützung entstanden ist.

Wo wir gerade dabei sind: Zeig mal was von Dir! Über andere herziehen ist immer leicht...




lossantos
Beiträge: 246

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von lossantos » Mo 22 Mai, 2017 14:37

das Mitglied Frances hat folgendes in einem Topic angesprochen..
Es geht um den Weiterverkauf von seinem Rohmaterial an den Kunden

" Zu Berechnung meines Rohmaterials:
Mein zeitlicher Aufwand, bis das Rohmaterial entsteht, ist in der Regel hoch!
...Weil ich eine gewisse Zeit(sagen wir 2 Tage) an Konzeption und (sagen wir mal 2 Tage) Dreh reingesteckt habe.
Wenn ich einen Tagessatz von 600 € habe würde es Stur zusammengerechnet sein: 2.400 €
Das ist der eigentliche Wert meines Rohmaterials, oder sehe ich das falsch? "

Wie macht ihr es denn?




TK1971
Beiträge: 118

Re: Abrechnung Filmproduktion

Beitrag von TK1971 » Mo 22 Mai, 2017 23:24

7nic hat geschrieben:
Mo 22 Mai, 2017 07:52
Ihr schwelgt dermaßen in Selbstmitleid, das ist doch nicht auszuhalten.

Ich kann den Kollegen TK1971 nicht persönlich angreifen oder beleidigen (und möchte das auch nicht), da ich ihn nicht kenne.

Bei meiner Aussage bleibe ich. Wenn ein Neunzehnjähriger einem gestandenen Videoproduzenten einen Auftrag streitig machen kann, dann kann das nur an einem der drei folgenden Gründe liegen: Entweder der Typ ist verdammt begabt. Und er liefert hervorragende Arbeit. Soll es geben, ist aber nicht die Regel. Nach ein paar Monaten ist der sowieso zu gut für die kleinen Fische und wird nicht mehr für 15 Euro die Stunde arbeiten. Die zweite Möglichkeit ist, er liefert zwar schlechtere Arbeit als der Erfahrene, aber der Auftraggeber erkennt das nicht - dann ehrlich: Was willst du mit diesem Kunden anfangen? Er wird sich immer nur das Billigste vom Billigsten holen und du wirst niemals Preise aufrufen können, um selbst davon leben zu können. Oder aber - und das wäre die tragische Variante - der Abiturient schustert wie zu erwarten einen undurchdachten, mehr schlecht als recht produzierten Film zusammen. Der erfahrene Videoproduzent aber auch. Und dann muss sich keiner der Beteiligten wundern, wenn der Kunde sich in dem Fall für die günstigere Variante entscheidet.

Was letztlich nur hilft: Ständig an sich selbst arbeiten. Bücher lesen, Filme schauen, ausprobieren, lernen um selbst kein Videoproduzent aus Beispiel drei zu werden. Und Kunden der zweiten Kategorie schnellstmöglich zu erkennen und abzulehnen.
Es geht und ging mir nicht um Selbstmitleid, sondern um den Mangel an Höflichkeit und ich denke mein Text war schon so klar, dass man daraus hätte schließen können, dass die Kunden, die ich meine, sich auf eine deutlich niedrigere Qualtiät einlassen, um ein paar Euro zu sparen. Dem 18-jährigen (Abitur macht man mittlerweile meist 1 Jahr früher), der mich aussticht, weil er bessere Ergebnisse liefert, gönne ich seinen Erfolg. Das ist aber nicht der Normalfall (wie Du ja auch schon sagst) und genau darauf habe ich abgehoben. Und diese "Geiz ist Geil"-Mentalität ist immer öfter zu beobachten.

Du hast mich im übrigen durchaus angegriffen. Lies Dir einfach noch einmal Deinen Reply durch und Du siehst hoffentlich warum ... da ich Dich aber genauso wenig kenne, wie Du mich, tangiert mich das nicht. Mich ärgert nur der Ton, der hier manchmal völlig grundlos angewandt wird.

Soviel meinerseits zu dem Thema und jetzt zurück zum Thread ...




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