Filmemachen Forum



Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF



Kreativität, Drehbuch schreiben, Filmideen, Regie, und ähnliches
Antworten
7River
Beiträge: 5009

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von 7River »

Jott hat geschrieben: Mo 18 Mai, 2026 07:40


„Das Internet ist in allen kreativen und recherchebezogenen Prozessen tabu.“

Weltfremd. Albern.
Ähnlich wie eine Prüfungsarbeit in einer Schule, um zu sehen, ob es auch ohne geht?
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



berlin123
Beiträge: 1574

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von berlin123 »

7River hat geschrieben: Mo 18 Mai, 2026 07:27
Zum Verständnis: Wer genau hat das zusammengestellt?
Heute auf tagesschau.de https://www.tagesschau.de/kultur/neue-d ... 5-100.html



Jott
Beiträge: 24091

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Ich kann‘s nicht so recht für voll nehmen, was die fünf da aushecken. Zumal eine der Regisseurinnen nicht gerade ungeschminkt auftritt. Und darf Tom Tykwer mit gefärbten Haaren agieren?

Aber bitte, wenn‘s Spaß macht trotz schräger Dogmen, wenn man Dogmen mag, nur zu. Von gestrichenem Catering ist immerhin nicht die Rede, also kann‘s was werden! :-)



Lacu
Beiträge: 10

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Lacu »

Mal davon abgesehen, daß Hegemann bislang nur geklaut hat - was wirklich fehlt, ist die Aussage, fortan nur noch Filme zu machen, die nicht auf Kosten der Allgemeinheit entstehen.

Also der komplette Verzicht auf Fördergelder :-)
DAS wäre mal ein komplett neuer Ansatz für den deutschen Film.

Aber es steht zu befürchten, daß ohne die großzügige Alimentierung öffentlicher Gelder das Publlikum dann nie wieder etwas von diesen Leuten hören würde. Aber das wäre ja auch kein großer Verlust.

(Nachtrag: Ich lese schon eine Weile mit, möchte mich aber in iasi-Diskussionen nicht einmischen)



Jott
Beiträge: 24091

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Förderungen werden nicht abgelehnt, warum auch? Bekommen sie ja.

Lediglich: "Wir akzeptieren nur Finanzierungen ohne inhaltliche Auflagen."
Zuletzt geändert von Jott am Mo 18 Mai, 2026 08:50, insgesamt 1-mal geändert.



MaxSchreck
Beiträge: 486

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von MaxSchreck »

Von diesem Ensemble an Pfeifen kenne ich nur Tom Tykwer - und der hat für mich außer Lola rennt nichts interessantes gemacht.
Lacu hat geschrieben: Mo 18 Mai, 2026 08:42 Aber es steht zu befürchten, daß ohne die großzügige Alimentierung öffentlicher Gelder das Publlikum dann nie wieder etwas von diesen Leuten hören würde. Aber das wäre ja auch kein großer Verlust.
Tja. Konsequenz ist leider eine der Qualitäten, die solchen Dogmatikern fehlt...die finden am Ende immer Wege ihre eigenen Regeln zu brechen. Ist wie mit Religionen.

Lacu hat geschrieben: Mo 18 Mai, 2026 08:42 (Nachtrag: Ich lese schon eine Weile mit, möchte mich aber in iasi-Diskussionen nicht einmischen)
Ja, das ist ein ganz heißes Eisen...



MaxSchreck
Beiträge: 486

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von MaxSchreck »

Jott hat geschrieben: Mo 18 Mai, 2026 08:49 Förderungen werden nicht abgelehnt, warum auch? Bekommen sie ja.

Lediglich: "Wir akzeptieren nur Finanzierungen ohne inhaltliche Auflagen."
Warum schreiben die das nicht mit in den Listenkatalog?

4. Bedingungslose Finanzierung: Es werden nur Finanzierungen akzeptiert, die keinerlei inhaltliche oder auflagengebundene Bedingungen stellen und von der Allgemeinheit aufgebracht werden, z.B. über Steuern, Abgaben, Erhöhung der GEZ oder alternativ Reduktion unwichtiger Kostenfaktoren wie Rente, im Bildungssektor o.ä. Auch über Modelle wie die willkürliche Pfändung zufällig ausgewählter Konten von Bürgern, Überfälle auf Omas und Opas kann nachgedacht werden. Hauptsache es erwischt keinen von uns und unseren Freunden in Medien, Politik oder Wirtschaft, die entsprechende Liste zu verschonender Personen ist in Arbeit.



medienonkel
Beiträge: 1460

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von medienonkel »

MaxSchreck hat geschrieben: Mo 18 Mai, 2026 08:57
Jott hat geschrieben: Mo 18 Mai, 2026 08:49 Förderungen werden nicht abgelehnt, warum auch? Bekommen sie ja.

Lediglich: "Wir akzeptieren nur Finanzierungen ohne inhaltliche Auflagen."
Warum schreiben die das nicht mit in den Listenkatalog?

4. Bedingungslose Finanzierung: Es werden nur Finanzierungen akzeptiert, die keinerlei inhaltliche oder auflagengebundene Bedingungen stellen und von der Allgemeinheit aufgebracht werden, z.B. über Steuern, Abgaben, Erhöhung der GEZ oder alternativ Reduktion unwichtiger Kostenfaktoren wie Rente, im Bildungssektor o.ä. Auch über Modelle wie die willkürliche Pfändung zufällig ausgewählter Konten von Bürgern, Überfälle auf Omas und Opas kann nachgedacht werden. Hauptsache es erwischt keinen von uns und unseren Freunden in Medien, Politik oder Wirtschaft, die entsprechende Liste zu verschonender Personen ist in Arbeit.
Es gibt auch sogenannte Zahlsklaven, die das sogar anmacht, wenn man ihnen Geld vom Konto lutscht.

Nur so eine Idee...



Jott
Beiträge: 24091

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Querdenker?



medienonkel
Beiträge: 1460

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von medienonkel »

Jott hat geschrieben: Mo 18 Mai, 2026 13:32Querdenker?
Impflinge, Schlafschafe und Michels.

Einfach mal nach Deutschland GmbH räscherschieren!!!



MaxSchreck
Beiträge: 486

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von MaxSchreck »

Was soll man machen, der Mensch scheint empfänglich zu sein für Kulte. Selbst der größte Schwachsinn ist nun wieder in Mode, siehe Flacherdler...



medienonkel
Beiträge: 1460

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von medienonkel »

Im www1 findet man bis 2053 folgende Information zur hohlen Erde:

https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendunge ... es100.html



iasi
Beiträge: 31028

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Kontraproduktiv:

1. Handschriftliches Drehbuch: Das Drehbuch muss von den Regisseuren original und handschriftlich verfasst werden, um den intuitiven Schaffensprozess zu fördern.

Gemeinsames Arbeiten an einem Drehbuch wird unnötig erschwert.

3. Internet-Verbot: Das Internet ist in allen kreativen und recherchebezogenen Prozessen tabu.

Das Internet war ursprünglich ein Netzwerk der Wissenschaft - es bringt doch nichts, gerade darauf zu verzichten.

4. Bedingungslose Finanzierung: Es werden nur Finanzierungen akzeptiert, die keinerlei inhaltliche oder auflagengebundene Bedingungen stellen.

Unbekümmert mit dem Geld anderer Leute seine Ideen zu verwirklichen, wirkt wie eine Selbstermächtigung der Filmemacher und gleichzeitig wie eine Freistellung von Verantwortung.

8. Recycelte Ausstattung: Sämtliches Equipment und alles, was für die Produktion benötigt wird, muss gemietet, ausgeliehen, gefunden oder wiederverwendet werden.

Was soll das bringen?

9. Strikter Zeitplan: Der Film muss innerhalb von exakt einem Jahr fertiggestellt werden.

Eigentlich wären gründlichere Vorbereitung und intensivere Postproduktion nötig - nicht das Gegenteil davon.


Förderlich:

2. Minimierte Dialoge: Mindestens die Hälfte des Films muss komplett ohne gesprochene Dialoge auskommen.

Filmsprachlicheres Erzählen.

5. Kleines Team: Hinter der Kamera dürfen maximal zehn Personen arbeiten.

Den typischen Produktionsaparat aufbrechen und Kosten sparen.

6. Authentische Drehorte: Der Film muss zwingend dort gedreht werden, wo die Handlung auch tatsächlich spielt.

Es bereichert den Film, denn der Location-Value kann genutzt werden.

7. Kein Make-up: Es darf kein Make-up verwendet werden und Gesichter oder Körper dürfen nicht manipuliert werden – es sei denn, es ist Teil der Erzählung.

Die spart Kosten.

10. Die letzte Arbeit: Jeder Film muss so gedreht werden, als wäre es das allerletzte Werk der Filmschaffenden.

Dies vermeidet, dass die Herstellung von Filmen zum Selbstzweck wird, um die Produktionsfirma durch Fördergelder zu finanzieren.



Bildlauf
Beiträge: 2993

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Bildlauf »

Jott hat geschrieben: So 17 Mai, 2026 07:55 „ Wichtig ist Gerüst und 3 künstliche Sonnen.....“

Nö, eine. Das von mir vor eine Weile genannte alltägliche Standardbeispiel für Licht-Continuity - normales Handwerk - scheint dich ja echt um den Schlaf gebracht zu haben! :-)
Nö, finde es nur lustig, natürlich habe ich es übertrieben geschrieben mit 3 Sonnen und es sind auch nicht immer 6 LKW´s und auch nicht immer 30 Leute. Und auch nicht immer ein Gerüst ;-)
Es geht doch nur um die Idee mal anders an die Sache ranzugehen.
Von mir aus sollen die Filmleute ihre 250 Millionen bekommen und der ÖRR seine 9 Milliarden, habe ich ja gar kein grundlegendes Problem mit.
Trotzdem kann man das System doch kritisieren oder haben diese Sektoren eine Art Bestandsschutze sich nicht reformieren zu müssen oder Dinge mal zu überdenken?



Jott
Beiträge: 24091

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Das hat nichts mit einem „System“ zu tun, sondern mit einer stinknormalen lichtgestalterischen Aufgabe/Situation, die zum Beispiel auch bei einem simplen Werbedreh in einer echten Wohnung so gelöst wird.

Ist deutlich billiger, als eine Fake-Wohnung komplett im Studio aufzubauen - was natürlich auch gerne gemacht wird. Das Gerüstbeispiel ist eher eine Sparmaßnahme.
Zuletzt geändert von Jott am Di 19 Mai, 2026 12:23, insgesamt 1-mal geändert.



Bildlauf
Beiträge: 2993

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Bildlauf »

Jott hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 12:13 Das hat nichts mit einem „System“ zu tun, sondern mit einer stinknormalen lichtgestalterischen Aufgabe/Situation, die zum Beispiel auch bei einem simplen Werbedreh in einer echten Wohnung so gelöst wird.

Ist deutlich billiger, als eine Fake-Wohnung komplett im Studio aufzubauen - was natürlich auch oft gemacht wird.
Ja ein Werbedreh ist aber nicht durch öffentliche Gelder finanziert, wenn es für ein Unternehmen ist. Da können die machen (Werbefilmagentur), was sie wollen, wenn die Kalkulation passt. Das ist doch deren Bier.
man kann doch einfach so planen, daß man diese Locations nicht braucht oder andere nehmen kann.
Man kann auch schlaue Bücher schreiben, mit schlauen Locations und man kann auch mal in kleinen Teams los.
Ding ist doch, daß trotz des ganzen Bohais, das nichtmal ansprechende Sachen sind, die da raus kommen.

Man kann doch mal gegenüberstellen, was wir solo selbständige so machen, dafür das wir nur alleine arbeiten!
Und das mal in Relation setzen.



Jott
Beiträge: 24091

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Okay, ist sinnlos.



Bildlauf
Beiträge: 2993

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Bildlauf »

Du musst schon argumentieren...



Jott
Beiträge: 24091

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Lesen und Verstehen ist nicht so deins. Deshalb muss ich gar nichts.

Willst du nicht bei Iasi anheuern? Mission Rettung des Deutschen Films?



Bildlauf
Beiträge: 2993

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Bildlauf »

Jott hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 12:33 Lesen und Verstehen ist nicht so deins. Deshalb muss ich gar nichts.

Willst du nicht bei Iasi anheuern?
Das ist doch jetzt echt reine Polemik.
Und auch immer noch keine Argumente.

Na und, @iasi schreibt manche Sachen, mit denen ich konform gehe, mache mir nur nicht hier dauernd einen Kopf wer @iasi eigentlich ist.
Mit anderen Sachen gehe ich aber auch nicht konform. Das nennt man verschiedene Meinungen haben.
Soll ich @iasi Aussagen prinzipiell ablehnen, nur weil es @iasi ist?

Dann sag doch Deine Argumente. Können wir drüber diskutieren.



Jott
Beiträge: 24091

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Wurde alles geschrieben. Da gibt‘s doch gar nichts zu argumentieren. Will man etwas umsetzen, so dass es geil aussieht, dann richtet man das halt so ein.

Will man das nicht, dann muss man halt die perfekte riesige Altbauwohnung als Location anderen überlassen und bettelt bei einem Kumpel darum, dass man seine Bude für drei Kästen Bier in Beschlag nehmen darf. Und macht einen auf Dogma: gestaltetes Licht/sonniges Ambiente ist igitt, da „System“. Kann man machen, eine der Dogma 25-Regisseurinnen zum Beispiel liebt minutenweise völlig abgesoffene und tote Innenaufnahmen. Nur schwer zu ertragen.

Will man so arbeiten? Jeder hat die Wahl.



Bildlauf
Beiträge: 2993

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Bildlauf »

Jott hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 13:20 so dass es geil aussieht
Aber wer sagt, daß es dann automatisch geil aussieht im deutschen Sektor.
Letztendlich geht es doch eh um andere Faktoren.

Wenn man nur eine 3 Zimmer Wohnung im dritten Stock hat, kann man sich auch eine Location suchen, die ebenerdig ist. Dann entfällt schonmal Arbeit (Gerüst, nach oben schleppen).
Es geht doch nicht darum, ob man mit Licht gestaltet, sondern mit welchem Aufwand. Keiner redet hier von kein Licht.

Warum kann man nicht mit kleinem Team in einer Unterführung mit Neonröhre (und ggf. ein oder zwei kleinen Zusatzlichtern) eine Szene drehen zb für Tatort?
Muss man die Leute geschickt positionieren.



Jott
Beiträge: 24091

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

"Aber wer sagt, daß es dann automatisch geil aussieht im deutschen Sektor."

Automatisch nicht, aber man munkelt hinter vorgehaltener Hand, dass es hierzulande hervorragende Regisseure und Beleuchter geben soll. Insbesondere für Werbung. Die wissen bestens, was sie wollen, wie es geil aussehen wird und haben kein Problem mit einem Lichtgerüst oder einem Steiger. Das sind Peanuts, und das hat mal überhaupt nichts mit "totem deutschem Film" zu tun. Licht-Continuity ist Basishandwerk für Film/Video (bei Foto ist es egal), darum kümmert man sich sogar im ganz Kleinen (Corporate Videos, One-Man-Shooter).

Aber ich weiß schon, das wird nicht verstanden.



iasi
Beiträge: 31028

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Jott hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 16:47 "Aber wer sagt, daß es dann automatisch geil aussieht im deutschen Sektor."

Automatisch nicht, aber man munkelt hinter vorgehaltener Hand, dass es hierzulande hervorragende Regisseure und Beleuchter geben soll. Insbesondere für Werbung. Die wissen bestens, was sie wollen, wie es geil aussehen wird und haben kein Problem mit einem Lichtgerüst oder einem Steiger. Das sind Peanuts, und das hat mal überhaupt nichts mit "totem deutschem Film" zu tun. Licht-Continuity ist Basishandwerk für Film/Video (bei Foto ist es egal), darum kümmert man sich sogar im ganz Kleinen (Corporate Videos, One-Man-Shooter).

Aber ich weiß schon, das wird nicht verstanden.
Und warum sehen deutsche Filme dann nicht so aus, dass sie international konkurrenzfähig sind?

Für den Mißerfolg deutscher Filme ist die komplette Crew verantwortlich, wie sich auch die komplette Crew für einen Erfolg feiern lassen kann.

Ein Tatort wird zum großen Teil an Studiosets gedreht, die dann wie du sagst ausgeleuchtet werden. Und doch sieht dann nach Tatort aus.
"Basishandwerk" ist das Problem. Die Routineausleuchtung.

Sollen die Beleuchter sich doch mal an Originalschauplätzen beweisen, dann lassen sie vielleicht auch die Routinen hinter sich. Erst durch Herausforderungen wächst man.
Und vielleicht hat man dann sogar solch einen Glücksmoment, wie bei der letzten Einstellung von "Die Duellisten". Solch eine Aufnahme hebt den ganzen Film auf eine andere Stufe.



Jott
Beiträge: 24091

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Arrogantes Geseire von jemandem, der gar nichts gebacken kriegt. Und vor lauter Hass nicht mal richtig mitliest.

Filmschaffende pauschal runterzumachen ist so niedrig. Aber das brauchst du wohl.

Menschliche Niederungen …

Jetzt kommt gleich wieder irgendwas Infantiles wie „unser Jott glaubt, ein Spielfilm macht sich von selber“ …

3…2…1…



medienonkel
Beiträge: 1460

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von medienonkel »

iasi hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 17:33
Jott hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 16:47 "Aber wer sagt, daß es dann automatisch geil aussieht im deutschen Sektor."

Automatisch nicht, aber man munkelt hinter vorgehaltener Hand, dass es hierzulande hervorragende Regisseure und Beleuchter geben soll. Insbesondere für Werbung. Die wissen bestens, was sie wollen, wie es geil aussehen wird und haben kein Problem mit einem Lichtgerüst oder einem Steiger. Das sind Peanuts, und das hat mal überhaupt nichts mit "totem deutschem Film" zu tun. Licht-Continuity ist Basishandwerk für Film/Video (bei Foto ist es egal), darum kümmert man sich sogar im ganz Kleinen (Corporate Videos, One-Man-Shooter).

Aber ich weiß schon, das wird nicht verstanden.
Und warum sehen deutsche Filme dann nicht so aus, dass sie international konkurrenzfähig sind?

Für den Mißerfolg deutscher Filme ist die komplette Crew verantwortlich, wie sich auch die komplette Crew für einen Erfolg feiern lassen kann.

Ein Tatort wird zum großen Teil an Studiosets gedreht, die dann wie du sagst ausgeleuchtet werden. Und doch sieht dann nach Tatort aus.
"Basishandwerk" ist das Problem. Die Routineausleuchtung.

Sollen die Beleuchter sich doch mal an Originalschauplätzen beweisen, dann lassen sie vielleicht auch die Routinen hinter sich. Erst durch Herausforderungen wächst man.
Und vielleicht hat man dann sogar solch einen Glücksmoment, wie bei der letzten Einstellung von "Die Duellisten". Solch eine Aufnahme hebt den ganzen Film auf eine andere Stufe.
Tatorte zeichnen sich schon immer dadurch aus, dass sie an Originalschauplätzen gedreht werden.

Tatort ist Lokal und fix in der Stadt, in der er spielt verankert. Davon lebt der Tatort zu großen Teilen.

Großartige Sets geben die Budgets gar nicht her.



Bildlauf
Beiträge: 2993

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Bildlauf »

medienonkel hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 18:50

Tatorte zeichnen sich schon immer dadurch aus, dass sie an Originalschauplätzen gedreht werden.

Tatort ist Lokal und fix in der Stadt, in der er spielt verankert. Davon lebt der Tatort zu großen Teilen.

Großartige Sets geben die Budgets gar nicht her.
Das hatte ich auch schon mal geschrieben, daß es durchaus eine Gefahr sein kann Tatort oder Traumschiff zu verändern in seinem Grundprinzip.

Wiederum könnte eine Veränderung (nach einer gewissen Umgewöhnungszeit) zu anderen Ergebnissen und Zuschauergruppen führen. Ob es was bringt, speziell bei diesen Formaten, da bin ich trotzdem selber kritisch.

Reform, Wandel etc. kann immer erstmal uncool sein, insb. für die, die sich gut eingerichtet haben in dem System, was reformiert werden könnte.
Man könnte aber fairerweise auch mal anderen Schauspielern eine Chance geben, was den Vorteil hätte, daß sie weniger Gage bekommen und dadurch bekannt werden und es gibt bestimmt genug Leute die sich nach der Rolle des Traumschiffkapitäns oder eine(r)s KommissarIn sehnen. Win-Win.
Gibt da wirklich gute Leute, die aber kaum Bewährungsmöglichkeit bekommen.

Lena mit Stefan Raab bei ESC 2010 war ein Erster Platz, sie wurde aus der Unbekanntheit emporgehoben per Casting und ein guter Song zu gewählt, der gut groovt.
Nimmt man eine bekannte Person wie zb. aktuell, dann ist das überhaupt kein Garant für irgendetwas.

In den Ami-Filmen sieht "jede Szene immer gut aus" (jetzt einfach mal pauschal gesagt), woran scheitert es daß Tatort nicht so ausschaut?
Klar, die Budgets sind sehr viel höher als bei Tatort, aber Deutschland hat doch im Grunde die gleiche Technik und die gleichen Lichtanlagen, die Amis haben doch keine technischen Vorteile.
Warum macht ÖRR nicht diesen Look? Statt die Lampe dahinzuschieben, muss sie nur woanders hingeschoben werden.

@Jott
Du schreibst wieder von Werbung insb.
Und Lichtkontinuity an gleicher Szene ist ja irgendwie klar.
Es geht doch nur darum, zu überdenken. Peanuts hier und da werden auch irgendwann zu einer Büchse voll Peanuts.



Jott
Beiträge: 24091

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Ich glaube, wir leben auf verschiedenen Planeten! :-)

Die Tatorte messen sich am Erfolg (Quote). Es gab schon welche mit modernerem Look, aber die waren beim Zielpublikum eher durchgefallen.

Ganz früher als Student war ich zuweilen bei Tatorten dabei. Das war schon immer viel Arbeit, aber die Typen (Crew) waren so hochnäsige und widerliche Gestalten, dass ich mit dieser Szene dann nie mehr etwas zu tun haben wollte.

Im Auftrag von Unternehmen um die Welt zu ziehen mit komplett eigener Verantwortung für‘s Ergebnis war und ist mir viel lieber. Den verbissenen Spielfilmdrang und die damit verbundene Selbstaufopferung kann ich nicht nachvollziehen. Sollen andere machen.
Zuletzt geändert von Jott am Di 19 Mai, 2026 20:28, insgesamt 1-mal geändert.



iasi
Beiträge: 31028

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

medienonkel hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 18:50
iasi hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 17:33

Und warum sehen deutsche Filme dann nicht so aus, dass sie international konkurrenzfähig sind?

Für den Mißerfolg deutscher Filme ist die komplette Crew verantwortlich, wie sich auch die komplette Crew für einen Erfolg feiern lassen kann.

Ein Tatort wird zum großen Teil an Studiosets gedreht, die dann wie du sagst ausgeleuchtet werden. Und doch sieht dann nach Tatort aus.
"Basishandwerk" ist das Problem. Die Routineausleuchtung.

Sollen die Beleuchter sich doch mal an Originalschauplätzen beweisen, dann lassen sie vielleicht auch die Routinen hinter sich. Erst durch Herausforderungen wächst man.
Und vielleicht hat man dann sogar solch einen Glücksmoment, wie bei der letzten Einstellung von "Die Duellisten". Solch eine Aufnahme hebt den ganzen Film auf eine andere Stufe.
Tatorte zeichnen sich schon immer dadurch aus, dass sie an Originalschauplätzen gedreht werden.

Tatort ist Lokal und fix in der Stadt, in der er spielt verankert. Davon lebt der Tatort zu großen Teilen.

Großartige Sets geben die Budgets gar nicht her.
Es gibt einen zentralen Handlungs- und Drehort für die jeweilige regionale Tatortserie.
Es werden auch immer weniger Drehtag - und davon gerade mal 1/5 für Außendrehs.
Mittlerweile sind 4 Drehtage an Originalschauplätzen schon viel.



Bildlauf
Beiträge: 2993

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Bildlauf »

Jott hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 20:13 Ich glaube, wir leben auf verschiedenen Planeten! :-)
ne im Gegenteil, wir haben in vielem die gleiche Meinung/Denke/Herangehensweise :-)
Nur hier nicht so ganz, das kann passieren und ist kein Weltuntergang.



MaxSchreck
Beiträge: 486

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von MaxSchreck »

Jott hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 20:13 Die Tatorte messen sich am Erfolg (Quote). Es gab schon welche mit modernerem Look, aber die waren beim Zielpublikum eher durchgefallen.
Nimm es mir nicht übel, aber ich glaube es wird nicht am Look gelegen haben. Den Hirntoten, die sich sowas anschauen, geht der Look doch am Arsch vorbei. Was eher sauer aufgestoßen haben könnte, waren z.B. diese "Hollywood"-Tatorte für Arme von Christian Alvart und dem Nuscheltill.



soulbrother
Beiträge: 1161

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von soulbrother »

Bildlauf hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 19:52
Warum macht ÖRR nicht diesen Look? Statt die Lampe dahinzuschieben, muss sie nur woanders hingeschoben werden.
Mir würde es schon reichen, wenn das Genuschle* immer gut zu verstehen wäre, da kann ich gerne auf den tollen Bild-Look verzichten.

Nebenbei:
Dass hier im Filmforum ein "besserer" Filmlook gewünscht wird, ist ja ganz nett, aber wieviel der Masse der Zuschauer "brauchen" das?

*damit meinte ich den Ton bzw. die generelle Sprachverständlichkeit, speziell in vielen der DE TV-Produktionen...



cantsin
Beiträge: 17665

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von cantsin »

MaxSchreck hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 22:27
Jott hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 20:13 Die Tatorte messen sich am Erfolg (Quote). Es gab schon welche mit modernerem Look, aber die waren beim Zielpublikum eher durchgefallen.
Nimm es mir nicht übel, aber ich glaube es wird nicht am Look gelegen haben. Den Hirntoten, die sich sowas anschauen, geht der Look doch am Arsch vorbei. Was eher sauer aufgestoßen haben könnte, waren z.B. diese "Hollywood"-Tatorte für Arme von Christian Alvart und dem Nuscheltill.
Wobei, um mal zum Thema zurückzukommen, die von Dominik Graf gedrehten Tatorte angenehme Ausnahmen von der trüben Regel waren, und Beispiele dafür, wie man so ein Format sinnvoll umsetzen kann.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Jott
Beiträge: 24091

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Die Till-Tatorte waren doch visuell gut gemacht? Unabhängig davon, ob man mit Nuscheltill was anfangen kann.

Das „deutsche“ Problem sehe ich eher kulturell begründet. Ein Land voller missgelaunter Bedenkenträger. Das bremst alles, nicht nur die Mikro-Nische Film.



7River
Beiträge: 5009

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von 7River »

Hat nicht der Filmemacher Christian Alvart gute Tatorte gemacht? Die waren doch zum Teil viel moderner.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» Mein erstes Metal-Musikvideo, viel Spaß :-)
von AndreasBuder - Mo 23:02
» Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?
von iasi - Mo 21:33
» WIEVIEL verdienen Schauspieler? KAIS SETTI
von rabe131 - Mo 20:27
» GoPro MISSION 1 Pro - 8K-Actioncams mit 1-Zoll-Sensor und MFT-Mount
von iasi - Mo 19:57
» DJI verklagt Insta360 wegen Patentverletzung durch Luna Ultra
von Tscheckoff - Mo 18:54
» DIY: Auf den Spuren von "Silent Friend"; Plant Electrophysiology
von ruessel - Mo 16:36
» Insta360 Luna Ultra mit dualer 8K-Gimbalkamera und abnehmbarem Display ist da
von Bildlauf - Mo 16:06
» Cinelux Sixteen - Neue Super-16-Filmkamera schießt Film und digital gleichzeitig
von Schleichmichel - Mo 14:41
» AJA KONA IP25 ab sofort mit Colorfront Transkoder und On-Set Dailies kompatibel
von slashCAM - Mo 12:06
» Kinefinity Vista - kompakte 6K-Vollformat Cine-Cam gesichtet
von cantsin - Mo 10:38
» Panasonic Lumix L10 - Cinematische Kompaktkamera mit hoher Dynamik
von cantsin - Mo 10:03
» Horror-Hit "Obsession" - 750.000 Dollar Produktion spielt über 200 Millionen ein
von 7River - Mo 6:08
» Zeiss Horizon 2x Anamorphic-Serie mit integrierten Motoren vorgestellt
von radneuerfinder - Sa 22:42
» Was hörst Du gerade?
von Funless - Sa 22:17
» DaVinci Resolve 21 Studio FINAL - Absturz bei CineFocus
von freezer - Sa 18:08
» Warnung vor aktueller Betrugsmasche Insolvenzverwalter Oliver Kammann
von Danst - Sa 12:38
» Kinefinity Vista - kompakte 6K-Vollformat Cine-Cam gesichtet
von cantsin - Sa 11:23
» Blackmagic Davinci Resolve Speed Editor
von arcon30 - Sa 10:44
» KI-Charakter Tilly Norwood - eine Schauspielerin?
von DKPost - Sa 9:47
» AI-Diskussionsthread - Pro/Kontra?
von MaxSchreck - Sa 8:13
» Sanken COS-7D Lavalier und CU-M2 Nierenkapsel
von pillepalle - Sa 5:23
» Immer mehr deutsche Synchronsprecher boykottieren Netflix
von iasi - Fr 22:04
» Mocha Pro 2026.5 mit neuen Tools für komplexe VFX-Aufgaben erschienen
von slashCAM - Fr 14:39
» Erster Live-Action KI-Film in Filmfestivalprogramm - und Kling AI-Bilder auf Amazon Prime
von dienstag_01 - Fr 10:36
» Higgsfield.ai - Aufwändige Videoeffekte auf Knopfdruck aus der KI-Cloud
von Jott - Fr 8:09
» Apple läutet mit macOS 27 "Golden Gate" das endgültige Ende der Intel-Ära ein
von philr - Do 22:39
» KI oder real gefilmt?
von MaxSchreck - Do 19:52
» Blackmagic DaVinci Resolve 21 ist final!
von ElSaso - Do 19:11
» Lightstorm Vision übernimmt Münchner 3D-Spezialisten Stereotec
von ruessel - Do 15:45
» Was hast Du zuletzt gekauft?
von rkunstmann - Do 12:21
» Ist der deutsche Film tot?
von 7River - Do 6:06
» Viltrox AF 75mm F1.8 EVO und AF 90mm F2.2 EVO für S35 vorgestellt
von slashCAM - Mi 13:54
» Was schaust Du gerade?
von Jott - Mi 13:35
» Sigma - Neue Firmware für L-Mount-Objektive bringt eigene Funktionen für Fokusring
von slashCAM - Mi 11:21
» Panasonic Lumix DC S9 mit Extras OVP
von arcon30 - Mi 8:11