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Mein erster Langfilm als Kameramann



Kreativität, Drehbuch schreiben, Filmideen, Regie, und ähnliches
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-paleface-
Beiträge: 3733

Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von -paleface- » Mi 05 Jan, 2022 10:39

Hallo,
ich habe morgen den ersten Drehtag für meinen ersten Langfilm (90min) in der Position als Kameramann.

Ich hab zwar schon bei mehreren Langfilmen mitgemacht, aber immer in anderen Positionen.
(Set Runner, Set AL, Video Operator, Material Assistent, Kamera Assistent, 1 und 2 Regie Assistent)

Eine 90min Doku habe ich 2015 auch schon einmal komplett aus eigener Kraft gedreht, aber wie gesagt jetzt bei einem Spielfilm ist für mich neu.

Den Namen des Filmes darf ich noch nicht nennen da "Work in Progress".

Gedreht wird vom 06.01 - 20.01 in Köln. Der Film wird ein Independent Horror Film und es geht um Blut, Sex und Rock 'n' Roll :-D

Drehen werde ich mit der Ursa Mini 4.6k sowie der GH5 für ein paar Gimbal-Special-Szenen.

Der Film wird sehr dunkel. Wir haben viele Nacht Szenen sowie Tag Szenen die wir wie Nacht aussehen lassen werden. Wird mit den beiden Kameras auf jedenfall ne Herausforderung. Aber zum Glück haben wir auch noch jede Menge Lampen.

Die Crew besteht aus ca. 12 Leuten + Darsteller (Corona Auflagen sind da schon echt ne Herausforderung)

Ich werde schauen das ich hier ab und an mal einen Status poste und vielleicht 1-2 Set Bilder.
Aber ich lade euch auch ein mal auf meiner Instagram und Facebook Seite vorbei zu schauen.
Ich hab mir Vorgenommen über den Drehzeitraum jeden Tag etwas zu posten wie so mein Erlebnis hinter der Kamera dabei sein wird.

Facebook:
https://www.facebook.com/lunatismus

Instagram:
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bye
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Frank Glencairn
Beiträge: 16033

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von Frank Glencairn » Mi 05 Jan, 2022 10:41

Gratuliere, und viel Erfolg :-)




Bluboy
Beiträge: 2710

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von Bluboy » Mi 05 Jan, 2022 11:06

90 Minuten Horror Sex & Rock'n'Roll klingt gut




7River
Beiträge: 2446

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von 7River » Mi 05 Jan, 2022 11:28

Da bin ich ja mal gespannt, wie der Spielfilm, wo Du „Director of Photographie„ bist, optisch wird. Ja, halte uns auf dem Laufenden.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“




pillepalle
Beiträge: 5437

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von pillepalle » Mi 05 Jan, 2022 12:02

Von mir auch die besten Glückwunsche und viel Erfolg! :) Wird bestimmt eine tolle Erfahrung.

VG
Kannst'e auch so machen, ist dann aber irgendwie kacke.




thsbln
Beiträge: 1594

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von thsbln » Mi 05 Jan, 2022 12:55

Gratuliere und viel Erfolg und viel Spaß!
Bluboy hat geschrieben:
Mi 05 Jan, 2022 11:06
90 Minuten Horror Sex & Rock'n'Roll klingt gut
Ich hoffe, da wird nicht so viel musiziert!
損したくないあなたはここで買おう




roki100
Beiträge: 10537

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von roki100 » Mi 05 Jan, 2022 13:00

Für JEYZ hast Du also auch ein paar VFX gemacht ;)
Jesus und das (zweite) Gebot: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!’
SlashCam-User und das (erste) Gebot über alles: "Du sollst deine Kamera lieben wie dich selbst!"




-paleface-
Beiträge: 3733

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von -paleface- » Mi 05 Jan, 2022 14:00

Danke euch! :D

7River hat geschrieben:
Mi 05 Jan, 2022 11:28
Da bin ich ja mal gespannt, wie der Spielfilm, wo Du „Director of Photographie„ bist, optisch wird. Ja, halte uns auf dem Laufenden.
Ja bin selber gespannt. Wir werden auf jedenfalls mehr Improvisieren müssen. Ich bin ja jemand der normalerweise sehr viel vor plant. Das ist hier zum Teil nur möglich.

@Roki
Ja. Waren aber nur ein paar Retuschen und Muzzle-Flashes. Nix dickes.
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klusterdegenerierung
Beiträge: 23173

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von klusterdegenerierung » Mi 05 Jan, 2022 14:31

Viel Erfolg auch von mir.
Auch ich drehe Morgen einen längeren Film, meine Frau hat frei! ;-)))
"Für Menschen mit Hammer ist jedes Problem ein Nagel!"




Darth Schneider
Beiträge: 11077

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von Darth Schneider » Mi 05 Jan, 2022 14:35

@Kluster
Macht ihr ein Remake von dem hier ?

Viel Spass..

Von mir auch herzlichen Glückwunsch und ganz viel Erfolg für euren Film, dem frisch geborenem DoP und der ganzen Crew.
Holt den verdammten Oscar..;)))
Gruss Boris
Alles vor und rund herum um die Kamera ist für einen guten Film viel, viel wichtiger als die Kamera selber.




klusterdegenerierung
Beiträge: 23173

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von klusterdegenerierung » Mi 05 Jan, 2022 20:31

Ich hatte eher an einen Vorwand für einen Ausflug alleine gedacht. ;-)
"Für Menschen mit Hammer ist jedes Problem ein Nagel!"




Darth Schneider
Beiträge: 11077

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von Darth Schneider » Mi 05 Jan, 2022 20:55

Genau, deine Frau macht schon gerne nur einmal deinen Job…
Und alle Kameras bleiben gefälligst im Büro…;)
Du hast ja noch das Smartphone, im absoluten Notfall arbeite halt (nur ganz kurz) damit.
Gruss Boris
Alles vor und rund herum um die Kamera ist für einen guten Film viel, viel wichtiger als die Kamera selber.




klusterdegenerierung
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Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von klusterdegenerierung » Mi 05 Jan, 2022 20:58

Kannst Du denn nur an Kameras denken? ;-)
"Für Menschen mit Hammer ist jedes Problem ein Nagel!"




Darth Schneider
Beiträge: 11077

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von Darth Schneider » Mi 05 Jan, 2022 21:01

Natürlich nicht.
Gruss Boris
Alles vor und rund herum um die Kamera ist für einen guten Film viel, viel wichtiger als die Kamera selber.




-paleface-
Beiträge: 3733

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von -paleface- » Mi 12 Jan, 2022 11:54

So...die ersten 6 Tage sind rum.

Heute beginnt Tag 7 und damit der letzte Tag in unserer Hauptlocation - einer runtergekommenen Wohnung eines Gitarristen.

Da alle Szenen bei Nacht spielen sollen haben wir dafür Day for Night geleuchtet.
Die Fenster abgehängt und mit Arrilites 750 durch die Fenster gehauen.
IMG_20220108_123047.jpg
Von Innen sollte alles nur mit Kerzen beleuchtet sein. Dafür gab es mehrere Dedos und Apurtures die kleine Fülllichter erzeugten.
IMG_20220108_182743.jpg
IMG_20220106_094857.jpg
IMG_20220106_094342.jpg

Blutgespritze gab es auch schon reichlich wie man sieht. Zum Glück hatte ich einen Regenschirm :D
IMG-20220108-WA0000.jpg
Ansonsten ist eine der Hauptherausforderungen in einer kleine Wohnung dafür zu sorgen das einem die Perspektiven nicht ausgehen.
Daher haben wir jeden Tag geschaut das wir die Kamera oder den Slider mal an einen Ort bekommen wo wir vorher noch nicht waren.
IMG_20220107_091511.jpg
IMG_20220109_150429.jpg
Offizielles Material darf ich natürlich noch nicht zeigen.
Daher nur ein paar Fotos vom Bildschirm.
IMG_20220108_183953.jpg
IMG_20220110_200304.jpg
IMG_20220107_170150.jpg
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7River
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Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von 7River » Mi 12 Jan, 2022 16:03

Sehr cool. Auch die Fotos auf Facebook. Bin gespannt, wie‘s weitergeht.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“




-paleface-
Beiträge: 3733

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von -paleface- » Fr 14 Jan, 2022 20:44

So...endlich ist die Wohnung nach 7 Tagen abgedreht und wir haben nun tägliche Locationwechsel.

Gestern zum ersten mal auch draußen bei Nacht.

Dafür haben wir einen Platz mit ner Arri M18 über nen Bounce bestrahlt und dann mit mit den 750ern noch Kanten gesetzt.
IMG_20220113_184915.jpg
IMG_20220113_175154.jpg
In nen Keller ging es auch noch. Der hat sich aber fast von alleine Geleuchtet...sah schon sehr stimmig aus.
Haben dann nur mit ganz schmalen Apurtue Lampen ein wenig Kopflicht gesetzt, die konnte man super zwischen die Rohre klemmen.
IMG_20220113_211415.jpg
Ach und mein Abenteuerliches Decken-Kamera Rig will ich euch auch nicht vorenthalten :-D
IMG_20220112_151822.jpg
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klusterdegenerierung
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Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 14 Jan, 2022 21:25

Wo dreht ihr, habe ein Coesfelder Kennzeichen gesehen? ;-)
"Für Menschen mit Hammer ist jedes Problem ein Nagel!"




-paleface-
Beiträge: 3733

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von -paleface- » Fr 14 Jan, 2022 21:38

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 14 Jan, 2022 21:25
Wo dreht ihr, habe ein Coesfelder Kennzeichen gesehen? ;-)
In viva colonia
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klusterdegenerierung
Beiträge: 23173

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 14 Jan, 2022 22:15

Ja die netten Coesfelder müßen ja auch mal Gassi gehen. ;-)
"Für Menschen mit Hammer ist jedes Problem ein Nagel!"




-paleface-
Beiträge: 3733

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von -paleface- » Do 20 Jan, 2022 11:43

Tatsächlich ist heute der letzte Drehtag und somit geht die zwei Wochen Reise so langsam zu Ende.

Was ist inzwischen passiert?

Wir haben uns in einem Jugendzentrum ein "pseudo" Tonstudio zusammen gebaut.
Wo wir eine Darstellerin bei der Aufnahme eines Rocksongs gefilmt haben.

Dazu haben wir aus Molton ein Quader gebaut und ihr von oben ein Toplicht verpasst.
IMG_20220116_182748.jpg
IMG_20220116_190129.jpg
Zudem haben wir in einer Cocktail bar gefilmt. Von aussen haben wir wieder mit den M18 reingehauen und von innen mit leichten Filllichtern gearbeitet. Ansonsten war die Location so schön, die hat sich von allein geleuchtet.
Auch war der erste Einsatz von Komparsen an dem Tag.
IMG_20220116_155336_1.jpg
IMG_20220116_152401.jpg
Eine, im Gegesatz zur ersten Woche, saubere Wohnung gab es auch. Inkl. eines 6 Stunden "Closed Sets" (warum können sich einige denken). Daher da nur ein paar Bilder vom Licht... :-D
IMG_20220115_135810.jpg
IMG_20220115_184124.jpg

Und in einem Bandprobe Raum haben wir auch noch gedreht.
Toplight von oben + Fills.
Hier war es das erste mal das ich farbige Haut vor der Kamera hatte, hatte mir zu beginn zu viel Gedanken gemacht...die wirkt einfach 5x besser als helle Haut. Waren super Aufnahmen.
IMG_20220119_160302.jpg
IMG_20220119_160631.jpg
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Frank Glencairn
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Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von Frank Glencairn » Do 20 Jan, 2022 12:02

Sieht nach ne spannenden Projekt aus.




-paleface-
Beiträge: 3733

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von -paleface- » Mo 31 Jan, 2022 11:05

So....Back in town.

Außer einem Tag welchen wir im Mai noch drehen, weil wir richtig gutes Wetter brauchen, ist der Dreh abgeschlossen.

Ich dachte mal ich gebe noch ein Abschluss Resümee und werde dazu auch mal was schreiben wie sich denn eine Ursa Mini im Set Alltag so schlägt.

Ich hatte ursprünglich geplant auch meine GH5 als B-Cam zu nutzen.
Das haben wir beim Dreh komplett gekippt. Warum?
Einfach weil einem schnell klar wird... mit einem gutem Team im Nacken bekommt man auch die größte Kamera an den Ort wo man mag.

Das war eine Sache wo ich mir zu beginn tatsächlich nen Kopf gemacht hatte. Ich hab im großen und ganzen alles an Equipment mit genommen was ich habe..."könnte" man ja brauchen.
Doch ich musste mich schnell von meinem "one-man-army" Gedanken lösen.
Ich wollte Ursprünglich nur mit Zoom Linse und Follow Focus alles alleine machen.
Regie sollte dann neben mir stehen und auf nen Monitor, welchen ich oben an die Ursa haue, das Bild sehen.

So wie ich im Endeffekt immer sonst drehe :-D

Doch, nach und nach wuchs das Team und es kamen ein paar Probleme.
Wir hatten ja plötzlich noch Kostüm, Make-Up und Continuity welche auch gerne ein Bild sehen wollen.
Es gab auf einmal eine Kamera-Assistentin die mich fragte "was soll ich denn dann machen?".

Und auch das Licht-Team wollte natürlich in den Workflow eingebunden werden.

Und nun kam der Punkt was meiner Meinung eine Cine-Cam von einer nicht Cine-Cam unterscheidet:
Rigging-Möglichkeiten und Anschlüsse.

- Der Tonmeister möchte irgendwo seine Tentacle Buche anschließen damit er seinen TC überspielen kann.
Hat mit der Ursa funktioniert. Was nicht geklappt hat war das übertragen einer Digitalen Klappe. Den Anschluss hat die Ursa nicht erkannt. Warum - keine Ahnung.

- Von dem SDI Out sind wir in ein Terradeck gegangen welches mit einer Videokombo verbunden war.
Dort dann zusätzlich in ein Hollylander Videostream damit Leute wie Licht über Wlan auch mal das Bild sehen. Ich fand es absolut krass wie wenig Delay das hatte. Ich behaupte mal max 2frames.

- Reel Nummern. Neue Karte, neue Reel Nummer. Mit der Ursa kann man das super easy alles einstellen. Bei vielen anderen Kameras übrigens nicht. Das wäre ein Graus für den Cutter Bericht gewesen.
Was die Ursa übrigens nicht kann, ist den File-Namen wärend der Aufnahme an zu zeigen. Das geht nur im Playback.... wurde kritisiert.

- Zweiter SDI Anschluss. Es gibt Situationen wo man trotzdem noch mal einen externen Monitor benötigt. Manchmal wäre sogar noch ein dritter SDI schön gewesen. Aber zwei würde ich jetzt schon als Minimum ansehen.

- Rigging. Es gibt auf dem Markt irgendwie nicht viel Zubehör für die Ursa um sie geil Aufzuriggen ohne sie nicht noch bulliger zu machen. Auf der Seite mit der Arri-Rosette hab ich noch ne Plate dran gehauen und da wurden dann alle Sachen wie Terradeck, Tentacle, 2 Magic Arms und manchmal noch nen Monitor gehangen. Das war schon nicht super Ideal. Hat geklappt. Aber das Auge hat ab und an gezuckt. :-D

Das alles hätte ich jedenfalls mit der Gh5 nicht machen können.
Nicht falsch verstehen...ich liebe meine Gh5.
Es geht mir nur darum das hier im Forum 99% über das gesprochen wird was vom Sensor kommt. Aber selten um das was eine Kamera sonst noch können muss um im Team-Alltag zu überleben.

Kommendes WE hab ich nen Dreh, da bin ich wieder fast alleine. Hab noch nen Tonangeler und ne helfende Hand an der Seite. Da brauch ich das ganze Geraffel alles wieder nicht.
Hat auch Vorteile. Allerdings gibt es dann auch niemand der für einem die Schärfe zieht, Linsen wechselt, auf Anschlüsse achtet, Licht Anpassungen macht usw.

So muss man abwägen :-D
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Frank Glencairn
Beiträge: 16033

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von Frank Glencairn » Mo 31 Jan, 2022 11:16

-paleface- hat geschrieben:
Mo 31 Jan, 2022 11:05

Doch ich musste mich schnell von meinem "one-man-army" Gedanken lösen.
So schnell kann's gehen, von "one-man show" zum "head of department" der dann die Koordination zwischen all den anderen auch noch managen muß, da braucht man sich dann allerdings auch keine Gedanken mehr darüber machen, ob man es schafft das Stativ von A nach B tragen kann, oder ob das zu schwierig ist. ;-)

Freut mich jedenfalls für dich, daß du Gelegenheit hattest so ein Projekt zu stemmen.
Die neuen Perspektiven, die dir sowas eröffnen dürfte, sind sicher wertvoll.

Bin schon auf die ersten Bilder gespannt.




dosaris
Beiträge: 1626

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von dosaris » Mo 31 Jan, 2022 12:01

-paleface- hat geschrieben:
Mo 31 Jan, 2022 11:05
So.... ich gebe noch ein Abschluss Resümee und werde dazu auch mal was schreiben
magst Du noch was zum Projekt selber mitteilen!?

2mal war 24 fps auf dem Monitor zu sehen. Das soll also ein Kino-Projekt (ProgrammKinos?) sein?
IIRC spielt doch auch Netflix&Co in 25fps.
Soll es somit ggf von 24 -> 25 fps speedup?

Du musstest Dein eigenes Equipment stellen/besorgen?

Das wird über eine etablierte Video-ProduktionFa abgewickelt (und zB Team via crew-united)
od eigen-Initiative?

Thema/plot klingt nicht FörderungsFähig!?
Früher hätte ich so'n Plot im BaLi erwartet (gips ja wohl nicht mehr)
100% script od wieviel impro?

Wie soll die Distribution laufen?

Spannend,
drück Euch die Daumen!




-paleface-
Beiträge: 3733

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von -paleface- » Mo 31 Jan, 2022 12:14

Was genau mit dem Film passieren wird will und darf ich noch nicht sagen.

Erst einmal wird er in die Postproduktion gehen.

Was ich sagen kann ist das er zu 100% selber produziert wurde. Da steckt also kein fremdes Geld von einem Label drinnen.

Technik hab ich zu 90% von mit gehabt + ein Sprinter mit Licht vom Verleih.

Hatte mir ja eigentlich noch die Ursa G2 bestellt mit welcher ich drehen wollte.
Aber ich warte noch immer auf die Kamera...aktuell schlecht Lieferbar.
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-paleface-
Beiträge: 3733

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von -paleface- » Mo 31 Jan, 2022 12:16

Aso und 24 vs 25 fps.

Für mich ist das in erster Linie eine Look Frage und dann erst wo es ausgespielt wird.
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freezer
Beiträge: 2763

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von freezer » Mo 31 Jan, 2022 12:58

@ -paleface-

Schau Dir mal die Bright Tangerine Topplate an:
https://www.videodata.de/shop/products/ ... Plate.html

und dazu den Tophandle:
https://www.videodata.de/shop/products/ ... -4-20.html
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com




-paleface-
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Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von -paleface- » Mo 31 Jan, 2022 13:38

freezer hat geschrieben:
Mo 31 Jan, 2022 12:58
@ -paleface-

Schau Dir mal die Bright Tangerine Topplate an:
https://www.videodata.de/shop/products/ ... Plate.html

und dazu den Tophandle:
https://www.videodata.de/shop/products/ ... -4-20.html
Da kann ich aber dann den BMD EVF nicht drauf packen.
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andieymi
Beiträge: 828

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von andieymi » Mo 31 Jan, 2022 13:48

-paleface- hat geschrieben:
Mo 31 Jan, 2022 13:38
Da kann ich aber dann den BMD EVF nicht drauf packen.
Die Smallrig-Sachen für die Ursa sind recht ok. Also ein deutlicher Fortschritt zu dem BMD-eigenen Zeug mit was, 3x 1/4-20 Schrauben oben?
Die Top-Plate mit Handle ist auch voll Originalsucher-kompatibel.

Sieht gerade so aus, als wäre die konkrete Lösung bei Smallrig direkt nicht mehr verfügbar, aber gibt's evtl. noch gebraucht?

Das ist jetzt das ganze Kit, aber man erkennt die Top-Plate und Top-Handle Lösung:
https://teltec.de/smallrig-2030c-erweit ... i-pro.html




Frank Glencairn
Beiträge: 16033

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von Frank Glencairn » Mo 31 Jan, 2022 13:53

-paleface- hat geschrieben:
Mo 31 Jan, 2022 13:38

Da kann ich aber dann den BMD EVF nicht drauf packen.
Das geht schon (auch bei anderen Platten) überall wo man ein Loch mit entsprechendem 3/4 Gewinde hat.
Einfach mit ner Schraube (durch den langen Schlitz am Sucherarm) festschrauben.
Wenn du es ganz elegant haben willst, sogar mit einer Schnellkupplung.




Jott
Beiträge: 20158

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von Jott » Di 01 Feb, 2022 08:44

-paleface- hat geschrieben:
Mo 31 Jan, 2022 12:16
Aso und 24 vs 25 fps.

Für mich ist das in erster Linie eine Look Frage und dann erst wo es ausgespielt wird.
Interessant: bei all dem filmischen Herzblut das unverwüstliche Märchen zu glauben, man könne zwischen 24p und 25p einen Unterschied sehen und 24p definiere einen bestimmten „Look“, anders als 25p.

Egal, schadet nicht.




Darth Schneider
Beiträge: 11077

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von Darth Schneider » Di 01 Feb, 2022 08:58

Womöglich ist der Look ja mehr ein Gefühl ?
24P ist halt fürs Kino..;)
Aber ich sehe gar kein Unterschied zwischen 24 und 25P.
Egal schaden tuts sicher nicht.;)
Gruss Boris
Alles vor und rund herum um die Kamera ist für einen guten Film viel, viel wichtiger als die Kamera selber.




-paleface-
Beiträge: 3733

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von -paleface- » Di 01 Feb, 2022 09:27

Jott hat geschrieben:
Di 01 Feb, 2022 08:44
Interessant: bei all dem filmischen Herzblut das unverwüstliche Märchen zu glauben, man könne zwischen 24p und 25p einen Unterschied sehen und 24p definiere einen bestimmten „Look“, anders als 25p.
Also ich bin mir absolut sicher das ich 24p und 25p Material unterscheiden kann.

Wenn jemand das auf seinem TV oder Monitor nicht sieht, ist der Bildschirm wohl falsch eingestellt.

Wollte damit natürlich nicht sagen das 24p alleine nen Filmlook macht. DAS wäre falsch!
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Jott
Beiträge: 20158

Re: Mein erster Langfilm als Kameramann

Beitrag von Jott » Di 01 Feb, 2022 11:50

Dann unterscheidest du wohl anhand von Jitter auf PC-Monitoren. Da wo Filme eigentlich hingehören (TV-Gerät, Kino), kann niemand den Unterschied sehen. Spielfilme im Fernsehen und auf DVD sind immer 25p (Speedup) - weiß kaum jemand, sieht garantiert niemand.

Ich denke, es geht bei diesem Thema auch ein wenig um Psychologie: 24p auf dem Kamera-Display gibt ein "Kinogefühl", 25p klingt nach Hobby. Dabei könnte man sich so einige Fettnäpfchen ersparen, wenn man in Europe 25p nähme (außer es ist definitiv ein Projekt für die Kinoleinwand).

Wie gesagt, egal, ist keine Diskussion wert. Ich sag's nur mal für alle Mitlesenden, die von amerikanischen YouTubern auf 24p geimpft sind (dort statt 30p). Amerikaner wissen nicht, dass 25p existiert.

Viel Spaß noch mit dem Film!




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