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Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche



Kreativität, Drehbuch schreiben, Filmideen, Regie, und ähnliches
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CoreliaH
Beiträge: 13

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von CoreliaH » Di 26 Nov, 2019 10:01

Danke für diese reelle Einschätzung. Das deckt sich mit meinen Vermutungen.




dosaris
Beiträge: 962

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von dosaris » Di 26 Nov, 2019 11:10

nic hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 09:48
Das was du suchst, gibt es schlichtweg so gut wie nicht.

Dein idealer Arbeitgeber würde so viel (hochwertig dokumentarisch oder szenisch) drehen, dass es sich lohnen würde eine reine festangestellte Schnittmeisterin zu bezahlen. Die entsprechenden Budgets wären recht hoch, ebenso der Anspruch. Das heißt, sie müssten auch mehrere Regisseure und Produktionsteams angestellt haben und Projekte parallel erarbeiten. ...
ich hatte mir mal das Vergnügen gegönnt zu sondieren, wer denn die TV-Filme produziert
Steht ja fast immer im Abspann. Resultat: die Firmen bestehen überwiegend aus Teams von
5 bis 10 people "fester", wobei oft Praktikanten schon mitgezählt sind. Bei Bedarf werden
dann freelancer uÄ auf Werkvertragsbasis hinzu genommen.
Das ist wahrscheinlich nicht zu 100% repräsentativ, aber die Richtung stimmt wohl so.
Da sind also immer nur wenige fest angestellte dabei.
Umgekehrt wird man in Umgebungen mit größerem staff (TV-Anstalten) zwar anteilig mehr fest
angestellte finden, aber die kreative Arbeit ist dort anteilig wohl eher selten.
Wenn du an hochwertigen Dokus und szenischen Projekten arbeiten möchtest, bleibt dir (meiner Meinung nach) nur der (steinige) Weg als Freelancer. Nur: Da sind deine Ausbildung und dein Anspruch relativ irrelevant. Du brauchst Kontakte, ein überzeugendes Portfolio, Kontakte und Kontakte.
d'accord!
Der Medienmarkt ist ziemlich gesättigt. Neue Chancen gibt es in neuen Metiers, aber die
sind noch seltener.
Die Aufbruchphase ist vorbei
Zuletzt geändert von dosaris am Di 26 Nov, 2019 11:20, insgesamt 1-mal geändert.




CoreliaH
Beiträge: 13

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von CoreliaH » Di 26 Nov, 2019 11:19

Ähnlich wie in meiner vorherigen Produktionsfirma. 5 fest, 15 Freelancer, nur dass wir keine TV-Filme sondern Dokus produzierten. Mal sehen wie ich das mit den Kontakten anstelle :)




rainermann
Beiträge: 1553

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von rainermann » Di 26 Nov, 2019 11:32

Also daß Du bereits Vorstellungsgespräche für Festanstellungen(!) und das heutzutage(!) bekommen hast, ist doch schon mal enorm. Ich weiss nicht, wie hoch Deine Ansprüche sind, anscheinend decken sie sich nicht ganz mit den Angeboten... tja. Kontakte: liegt allein an Dir. Als ich filmisch/persönlich vor Jahren in einer Sackgasse war, ging ich zum Telefon und rief Klaus Lemke an. Den mochte ich schon immer und ich wusste, dass er inzwischen fast alleine dreht. Er lud mich auf ein Bierchen nach München ein - geht alles, wenn man's nur versucht. Gibts denn da keine großen Vorbilder? Kontakte musst Du ganz alleine aufbauen, da hilft Dir leider kaum einer. Und falls noch keine Familie vorhanden ist, solltest natürlich flexibel bleiben. Oder schau Dich z.B. in der Schweiz um - bin hier am Bodensee und bekomme immer mehr von dort. Sehr angenehme Zeitgenossen, wenn man sie nimmt, wie sie sind :)




CoreliaH
Beiträge: 13

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von CoreliaH » Di 26 Nov, 2019 12:02

Danke, das baut mich auf. Ja ihr Männer regelt alles sehr gut bei einem Bier. Da gibt es ein Vorbild. Curt Morgan, Brain Farm Digital Cinema in coop mit Red Bull, als Snowboarder und Skateboarder kennt man den Mateschitz von klein auf. Die Jungs von Brain Farm hatten es mir damals eben angetan, allein wie sie nicht aufgaben und die Phantom Flex 4k mit ihrem Gewicht zum fliegen brachten, oder sich von Schiebel den CAMCOPTER bauen liesen. Aber eigentlich war es Curt Morgen selbst, seine persönliche Art und Weise die Dinge zu sehen.

Ich mag die Schweizer sehr, auch die Bayern in Richtung Süden werde ich mich auch zukünftig orientieren. Ich bin gar nicht so anspruchsvoll wie es klingen mag. Mir ist auch egal was ich schneide, ob einen guten Spot, eine Reportage oder News, ein paar Gedanken sollte man sich dazu schon gemacht haben, etwas mehr als wahllos Blöcke zusammen zu schieben eben, mal hier und da ein Statement unterschneiden, ein wenig mit dem Musikschnitt zu arbeiten sollte aber doch schon drin sein. Die Arbeit macht man ja sowieso, flink bin ich auch, also warum nicht gleich ordentlich getaktet dann.

Ich habe nächste Woche ein Gespräch in einer Agentur deren Director mir schon im TV aufgefallen ist. Ich bin guter Hoffnung.




rainermann
Beiträge: 1553

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von rainermann » Di 26 Nov, 2019 12:24

Wichtiger als die Art von Auftragsfilm ist mir z.B. immer, wie sehr mir der Kunde vertraut und wie frei ich beim Schnitt/Dreh bin. Gewisse Inhalte sind natürlich immer vorgegeben und auch das CI sollte man nie vergessen - aber innerhalb gewisser Grenzen kann ich mich meist recht frei nach meinem Bauchgefühl "austoben" und das funktioniert dann auch meistens. Trifft das zu, ist es mir im Grunde (relativ) egal, ob ich ein Musikvideo für Volksmusik oder eine Maschine für einen Konzern abfilme. Ich zieh mir meinen "Spaß" völlig unabhängig vom Thema raus. Sonst würde das ganze auch gar nicht mehr funktionieren. Wahrscheinlich gibt's da irgendeine Weltanschauung oder Religion, nach der ich unbewusst lebe ;)




CoreliaH
Beiträge: 13

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von CoreliaH » Di 26 Nov, 2019 12:30

sounds great, so stelle ich mir das auch vor!




dosaris
Beiträge: 962

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von dosaris » Di 26 Nov, 2019 13:23

rainermann hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 12:24
Wichtiger als die Art von Auftragsfilm ist mir z.B. immer, wie sehr mir der Kunde vertraut und wie frei ich beim Schnitt/Dreh bin. Gewisse Inhalte sind natürlich immer vorgegeben...
und das rechnest Du dann nach produzierter Sendeminute ab?




rainermann
Beiträge: 1553

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von rainermann » Di 26 Nov, 2019 13:39

Kein TV, arbeite nur als Freier im EinMannTeam. Oder wie meinst die Frage?




Pianist
Beiträge: 5957

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Pianist » Di 26 Nov, 2019 13:53

CoreliaH hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 12:02
Ich bin guter Hoffnung.
Dann wirst Du ja beruflich in den kommenden Jahren sowieso erst mal ein wenig kürzer treten... :-)

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




Frank B.
Beiträge: 9183

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Frank B. » Di 26 Nov, 2019 14:07

dustdancer hat geschrieben:
Fr 30 Aug, 2019 07:09
Bruno Peter hat geschrieben:
Do 29 Aug, 2019 17:56


Der Fachkräftemangel wird auch in andren Bereichen beklagt, dabei tönte die Frau Nahles damals ganz aufgeregt über die vielen Zuwanderer mit guter Ausbildung...
Ist hat diese stumpfe Pauschalisierung mit dem Auswirkung des Alters zu tun oder war dies immer schon da? Man weiß es nicht, man weiß es nicht.
Komisch, Wahrheit ist stumpf pauschal?




Pianist
Beiträge: 5957

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Pianist » Di 26 Nov, 2019 14:33

Frank B. hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 14:07
Komisch, Wahrheit ist stumpf pauschal?
Nein, die Wahrheit ist vor allem sehr viel differenzierter. Und so lange Du das nicht begreifst, werden sehr viele Leserinnen und Leser Deine diesbezüglichen Texte als ausgesprochen nervig empfinden. Es ist hier inzwischen hinlänglich bekannt, dass Du ein generelles Problem mit bestimmten Bevölkerungsgruppen hast, aber ich halte das hier wirklich für die falsche Plattform für sowas. Du könntest Dich zum Beispiel in den Kommentarbereichen auf welt.de austoben, da schreiben viele Leute aus Deiner Richtung.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




Frank B.
Beiträge: 9183

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Frank B. » Di 26 Nov, 2019 14:47

Wenn die Wahrheit differnziert ist, ist es die Unwahrheit auch.
Wieso sollten dann ausgerechnet Leute wie du die Wahrheit kennen und andere, wie ich, nur die Unwahrheit?
Aber ich will nicht jedes Thema besetzen. Mich regts nur jedesmal auf, mit welchem Selbstverständnis hier einige auftreten und anderen Pauschalisierungen vorwerfen, die erstens keine sind und zweitens, wenn es welche wären, ebenfalls welche gebrauchen, um andere als Dummköpfe darzustellen.

Um mal zum Thema zurück zu kommen. Mit diesem Thread hier ist schon mal der Fachkräftemangel im Bereich Filmproduktionen widerlegt. Und die nähere Zukunft wird weiterhin zeigen, dass es diesen nicht auf weiten Gebieten gibt und dass, wo es ihn gibt, er trotz aller "Anstrengungen" der Politik (ich behaupte, gerade wegen der derzeitigen Politik) weiter verschärft wird.




Jott
Beiträge: 16683

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Jott » Di 26 Nov, 2019 17:38

dosaris hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 13:23
und das rechnest Du dann nach produzierter Sendeminute ab?
Wer nach Minuten abrechnet, der darf gerne für uns den nächsten 30-Sekünder umsetzen.




nic
Beiträge: 1989

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von nic » Di 26 Nov, 2019 17:40

Jott hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 17:38
dosaris hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 13:23
und das rechnest Du dann nach produzierter Sendeminute ab?
Wer nach Minuten abrechnet, der darf gerne für uns den nächsten 30-Sekünder umsetzen.
Bin dabei, ruf mich an.




Drushba
Beiträge: 1688

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Drushba » Di 26 Nov, 2019 19:56

Frank B. hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 14:47
Um mal zum Thema zurück zu kommen. Mit diesem Thread hier ist schon mal der Fachkräftemangel im Bereich Filmproduktionen widerlegt. Und die nähere Zukunft wird weiterhin zeigen, dass es diesen nicht auf weiten Gebieten gibt und dass, wo es ihn gibt, er trotz aller "Anstrengungen" der Politik (ich behaupte, gerade wegen der derzeitigen Politik) weiter verschärft wird.
Typisch "besorgte Bürger". Die Realität nicht verstehen, nicht anerkennen und hinterher anti-Zuwanderungsmüll daraus produzieren. Grenzt irgendwie schon an Fanatismus.

Nochmal: Es gibt einen immensen Fachkräftemangel am SET. Nicht jedoch in der Postproduktion.
Und den Fachkräftemangel gibts hier in Baden Württemberg auf jeder Baustelle und in vielen Betrieben, das weiss ich als mehrfacher Unternehmerneffe aus eigener Erfahrung und Gesprächen. Vermutlich gibts aber auch keinen Mangel an Filmern, die gerne mal einen Imagefilm machen. Ändert trotzdem nichts an der Situation auf dem Bau und in den Betrieben oder am Set.
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




Frank Glencairn
Beiträge: 9713

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Frank Glencairn » Di 26 Nov, 2019 22:21

Drushba hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 19:56
[
Nochmal: Es gibt einen immensen Fachkräftemangel am SET.
Und wo finde ich all die unzähligen Set-Fachkräfte-Jobangebote mit Fachkräftebezahlung für all die fehlenden Fachkräfte?

Zuletzt geändert von Frank Glencairn am Di 26 Nov, 2019 22:32, insgesamt 1-mal geändert.




Frank Glencairn
Beiträge: 9713

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Frank Glencairn » Di 26 Nov, 2019 22:28

CoreliaH hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 12:02
..auch die Bayern in Richtung Süden werde ich mich auch zukünftig orientieren.
Schau mal, ist mir gerade über LinkedIn rein geflattert

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Drushba
Beiträge: 1688

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Drushba » Di 26 Nov, 2019 22:56

Frank Glencairn hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 22:21
Und wo finde ich all die unzähligen Set-Fachkräfte-Jobangebote mit Fachkräftebezahlung für all die fehlenden Fachkräfte?
Man merkt, dass Du nie Personalverantwortung am Set hattest, weder als Regisseur noch als Produktions- oder Aufnahmeleiter.
Das Team wird aus den einzelnen Gewerken zusammengesetzt und die bringen i.d.R. ihre Leute mit. Die Kameraleute ihre Assistenten, die Oberbeleuchter ihre Beleuchter, die Produktionsleitung ihre Aufnahmeleitung etc. Eintritt ist ein Praktikum oder eine Assistenz, dann wird durch die Praxis gesiebt. Wer was kann, wird weiterempfohlen. Anders läuft es nicht, denn sonst ginge es schief.
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




CoreliaH
Beiträge: 13

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von CoreliaH » Mi 27 Nov, 2019 00:58

Pianist hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 13:53
CoreliaH hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 12:02
Ich bin guter Hoffnung.
Dann wirst Du ja beruflich in den kommenden Jahren sowieso erst mal ein wenig kürzer treten... :-)

Matthias
Nett wortgespielt! :)




CoreliaH
Beiträge: 13

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von CoreliaH » Mi 27 Nov, 2019 01:07

Frank Glencairn hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 22:21
Drushba hat geschrieben:
Di 26 Nov, 2019 19:56
[
Nochmal: Es gibt einen immensen Fachkräftemangel am SET.
Und wo finde ich all die unzähligen Set-Fachkräfte-Jobangebote mit Fachkräftebezahlung für all die fehlenden Fachkräfte?
Auf Crew United zb. Im Durchschnitt stehen dort ca. 20 Anzeigen für Schnitt, 20 für Postproduktion und VFX, Kamera 20, Regie 10, Maske 10, und für Produktion 79! Das spricht schon für sich.




Darth Schneider
Beiträge: 3876

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Darth Schneider » Mi 27 Nov, 2019 06:45

An Corelia h.
Ich sehe das hier in der Schweiz nicht nur im Raum Bodensee gar nicht so optimistisch, wie du. Es gibt hier genug gute Video/Film Produktionsfirmen, die alle gute Filme abliefern und und mit vielen namhaften Kunden gearbeitet haben.
Ausserdem, ist der Markt für sowas zumindest in der Ostschweiz und im Raum Bodensee, gar nicht gross und verschlafen. Die Firmen sind grundsätzlich was Werbung anbelangt eher auf Sparmodus.
Ich kenne hier in der Schweiz nicht wenige Leute die bei Film, Fernsehen, Radio und den Printmedien arbeiten.
Die sagen alle dasselbe, sich heute im Bereich Video und Film Produktion hier in der Ostschweiz selbstständig zu machen ist heute fast nicht möglich. (Ausser du bringst deine Kunden gleich mit.)
Aufträge gibt es hier eh nicht viele, der Markt ist längst übersättigt und es gibt schon mehr als genug sehr kleine Studios und genug, sehr gute Leute.
Also wenn dann würde ich schon eher im Raum München schauen, oder wenn es die Schweiz sein muss, dich besser gleich in Zürich orientieren...
Weil die gutbetuchten Kunden und Firmen orientieren sich auch viel eher dort, auch die aus dem Raum Bodensee.
Wobei in Zürich ist die Konkurrenz sehr, sehr gross, ohne ganz viel Vitamin B geht am Anfang nicht viel....
Als Freelancer in Zürich zu arbeiten geht sicher, da gibt es Agenturen wo man sich melden kann.
Gruss Boris und viel Glück
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams




Frank Glencairn
Beiträge: 9713

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Frank Glencairn » Mi 27 Nov, 2019 09:19

CoreliaH hat geschrieben:
Mi 27 Nov, 2019 01:07

Auf Crew United zb. Im Durchschnitt stehen dort ca. 20 Anzeigen für Schnitt, 20 für Postproduktion und VFX, Kamera 20, Regie 10, Maske 10, und für Produktion 79! Das spricht schon für sich.
Durchschnittlich 20 scheint mir jetzt nicht wirklich einen "Fachkräftemangel am Set" zu konstituieren.

Von den 50 Einträgen auf der ersten Seite sind ein paar Schauspieler/Extra Gesuche, 18 "No Budget", 15 "Praktikum/Trainiee" und nur 15 mit normalem Budget.
Von diesen 15 ist nur 1 Makeup job tatsächlich "on Set"

Spaßeshalber mal einen Blick ins Camera Department geworfen.

Nur 8 Angebote mit Budget, 3 davon V-Jay/ENG, 1 technischer Kundenbetreuer, 1 AC2, 2 AC1, 1 Mediengestalter.
Sprich, auf der kompletten CU Seite wird in all den 414 Anzeigen kein einziger DP für ein normales Budget gesucht.

Klingt jetzt auch nicht exakt nach "Fachkräftemangel"




Jott
Beiträge: 16683

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Jott » Mi 27 Nov, 2019 09:31

Was ist „Budget“?




Frank Glencairn
Beiträge: 9713

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von Frank Glencairn » Mi 27 Nov, 2019 09:39

Etwas mehr als "no budget" - allerdings hat keiner auf CU die Eier, auch tatsächlich eine Zahl zu nennen.
Jede Menge hochtrabende Anforderungen in der Jobbeschreibung, aber das wichtigste wird dann mal nonchalant weggelassen.

Das ist so ähnlich wie Leute die hier im Forum was verkaufen wollen, aber sich schämen einen Preis dafür rein zu schreiben.




nic
Beiträge: 1989

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von nic » Mi 27 Nov, 2019 09:41

Frank Glencairn hat geschrieben:
Mi 27 Nov, 2019 09:19
CoreliaH hat geschrieben:
Mi 27 Nov, 2019 01:07

Auf Crew United zb. Im Durchschnitt stehen dort ca. 20 Anzeigen für Schnitt, 20 für Postproduktion und VFX, Kamera 20, Regie 10, Maske 10, und für Produktion 79! Das spricht schon für sich.
Durchschnittlich 20 scheint mir jetzt nicht wirklich einen "Fachkräftemangel am Set" zu konstituieren.

Von den 50 Einträgen auf der ersten Seite sind ein paar Schauspieler/Extra Gesuche, 18 "No Budget", 15 "Praktikum/Trainiee" und nur 15 mit normalem Budget.
Von diesen 15 ist nur 1 Makeup job tatsächlich "on Set"

Spaßeshalber mal einen Blick ins Camera Department geworfen.

Nur 8 Angebote mit Budget, 3 davon V-Jay/ENG, 1 technischer Kundenbetreuer, 1 AC2, 2 AC1, 1 Mediengestalter.
Sprich, auf der kompletten CU Seite wird in all den 414 Anzeigen kein einziger DP für ein normales Budget gesucht.

Klingt jetzt auch nicht exakt nach "Fachkräftemangel"
Niemand schreibt atl-Crew öffentlich aus.




aus Buchstaben
Beiträge: 78

Re: Fachkräftemangel in der Filmproduktionsbranche

Beitrag von aus Buchstaben » Di 03 Dez, 2019 13:15

Aber auch ein IT'ler, kann nicht gleichzeitig Anwendungsentwickler, Admin, Hardwaremonteur, Webentwickler
usw. zur gleichen Zeit sein. Und nein, nur weil man sich mit einem PC auskennt, ist man noch lange kein
Informatiker. Ohne entsprechende Ausbildung oder Studium, wird dich keiner in dem Bereich als Fachkraft nehmen.
Das alles natürlich nur als Analogie zum Filmbereich. Denn es betrifft nicht nur den Film-/TV-Bereich allein.
Genau deswegen gibt es auch nicht "die" IT Ausbildung. Ich wurde zum IT Techniker ausgebildet und habe mit Programmieren genau 0 zu tun gehabt.
und ziehe sich das Gejammer der Branchenverbände rein.
Hier kann Ich aus erster Hand sagen das es sehr schwer ist einen guten Job zu finden wo man nicht scheinselbständig ist. In der Familie arbeitet jemand in so einen Vertragsverhältniss zum glück seit Jahren stabil aber wenn die Firma Leute entlässt ist er der erste der gehen darf.

In der Film und Medien branche scheint es auch üblich zu sein Leute so gefügig zu machen damit wenn diese sich kritisch zu einen Thema äußern einfach keine Aufträge mehr erhalten.
Ja, gruselig. Wenn bei einem Unternehmen ein IT-Mensch etwas mit Video machen soll oder muss, fragt er nach avi oder wmv.
Weil?
Komisch Ich bin auch aus der IT und Ich würde niemals auf die idee kommen ein Interlaced Video zu produzieren geschweige denn ein Verlustbehaftete. Aber in der Foto und Video Branche arbeiten viele gerne ohne Technik verstand...
Nr. 2. was ist bitte Systemintegration? Was lernen die da? Bei der Frage, wie trennt man Netzwerke richtig, da kennen die meisten nur die veraltete Methode, nämlich, eine physikalische Netzwerktrennung, aber keine Virtuelle bzw. VLAN.... Davon sind die in IT-Schulen weit entfernt und im RL. am Anfang erstmal quasi unbrauchbar).
*hust* Meine Lehrzeit als IT TECHNIKER(!) ist schon viele Jahre her aber WIR haben das sehr wohl gelernt. Das war sogar einer der ersten "fall stricke" die wir lösen mussten.
Lohn: ca. 2000 Euro (Netto). Er hat es natürlich abgelehnt
Und Sozialhilfe bezogen?
Es liegt einfach an die niedrige löhne und eben daran, dass einer alles machen muss... Und wenn es mal irgendwann nach +10 Jahre eine Lohnerhöhung gibt, dann handelt es sich um 10 bis 50 Euro Brutto mehr im Monat... also quasi nichts und darüber wurde vorher noch Monate, Jahre-lang diskutiert, gestritten usw.
Ich sehe es auch aus unternehmerischer sicht. Drüben in PL, CZ, SK, HU,... sind genauso gut ausgebildete Leute die für weniger Arbeiten. Wenn man noch weiter geht wie UA, RO, BG wo das Lohn niveau noch niedriger ist.
Wie soll eine AT, DE Firma da mit halten wenn grosse und mittlerweile mittelgrosse Firmen billiger Produzieren?

Münzen wird das mal auf eure Branche um wenn der Film fertig gedreht ist es egal wo die Post Produktion stattfindet... wieso sollte jemand das in DACH machen und nicht in SK, HU, SI wo die Leute auch Deutsch sprechen?
ist nun mit Burnout bedroht...
Mich hat es auch erwischt leider.
...ohne intern etwas zu verbessern.
Bei uns hat das gehiessen Firma zu machen weil die Piefke billiger waren als der EK.
Letztendlich ist jeder seines Glückes Schmied.
Falsch es kommt nur auf beziehungen, beziehungen, beziehungen an!
Ob die heutzutasge noch als Quereinsteiger ohne Geld und Beziehungen zum Ruhm kommen würden ?
Stichwort Youtube Star...
Nur weil du die ned kennst heisst nicht das Sie für andere die echten Stars sind.
In Deutschland gibts für jeden Dreck eine Ausbildung.
Jop dreck zu dreck...
Meine Posts auf Instagram
Das ist?
Der gemeinsame Nenner ist: Hör auf übers Filmemachen zu reden, sondern schnapp dir ne Kamera, mach nen Film, und lerne dabei.
Zugegeben die Konkurrent ist heute brutal! Und die möglichkeiten erst recht. Erfolgreiche Youtuber erziehlen einnahmen die ein wahnsinn sind! Sowas wäre früher überhaupt nicht möglich gewesen!
Für die Aufnahmeprüfung war auch bei uns genügend Praxiserfahrung Grundvoraussetzung.
Ohne Vitamin B geht auch hier nix.
Bild
Ein Bild was mir überhaupt nicht zusagt. Ma sieht nicht mal das Gesicht der Person. Und sonst...
Wo schreiben diese ihre Stellen aus?
Wie man bei uns sagt: "Freunderl Wirtschaft"...
mit unserer Drohne sind wir auch sehr viel in den Bergen geflogen, was wiederum jede Menge Material zum Schneiden bedeutet.
Gibst du von den Material auch etwas ab?




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