tommy823
Beiträge: 2

Netflix Kameraführung (zwischen leichtem wackeln und gleiten)

Beitrag von tommy823 » Do 20 Sep, 2018 22:41

Hi,

Wie kriegt man ein gaaanz leichtes Wackeln hin.
Bei Netflixproduktionen neueren Datums manchmal stärker bei Anspannung und Newsberichten.
Dann wieder total subtil.

Was würdet ihr empfehlen?
Macht man das mit einem großen Rig auf der Schulter, oder kriegt man das mit einem richtig gut balancierten schweren Stativ hin?

Probiert habe ich schon alles: Glidecam, Movi, Stativ, Kran, IS, Sony Sensorstabilisierung, aus der Hand, Schulter, etc. Aber es ist immer zuviel oder zu wenig, oder zu gleitend, oder zu schwimmend.

LG
Tommy




carstenkurz
Beiträge: 4271

Re: Netflix Kameraführung (zwischen leichtem wackeln und gleiten)

Beitrag von carstenkurz » Fr 21 Sep, 2018 00:47

Dafür gibts das Dogma-Plugin.

- Carsten
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Frank Glencairn
Beiträge: 8272

Re: Netflix Kameraführung (zwischen leichtem wackeln und gleiten)

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 21 Sep, 2018 08:21

1. Schulterrig und selber wackeln
2. Bei gößeren Produktionen gibt's ein Gadget - wie ein Fußball zwischen Kopf und Stativ - für "kontrolliertes" Wackeln.
3. Resolve hat ne Funktion dafür, AE auch (Script)
4. Irgendjemand ist mal auf die Idee gekommen echtes Wackeln zu tracken und die Trackingdaten auf anderes Material anzuwenden.

Such dir was aus :-)




carstenkurz
Beiträge: 4271

Re: Netflix Kameraführung (zwischen leichtem wackeln und gleiten)

Beitrag von carstenkurz » Fr 21 Sep, 2018 16:28

Früher gab's für Hollywood mal einen Oberflächenspiegel auf einem Vibrationsmotor. Die aktuelle Oscar prämierte Version sieht so aus:



Die Technik dahinter ist im Grunde (und paradoxerweise) die gleiche, die auch zum optischen Stabilisieren in vielen modernen Kameras/Objektiven verwendet wird - optical steadyshot.

Man sieht im Video auch ein paar der möglichen (älteren) Alternativen.

- Carsten
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-paleface-
Beiträge: 2289

Re: Netflix Kameraführung (zwischen leichtem wackeln und gleiten)

Beitrag von -paleface- » Fr 21 Sep, 2018 16:36

carstenkurz hat geschrieben:
Fr 21 Sep, 2018 16:28
Früher gab's für Hollywood mal einen Oberflächenspiegel auf einem Vibrationsmotor. Die aktuelle Oscar prämierte Version sieht so aus:



Die Technik dahinter ist im Grunde (und paradoxerweise) die gleiche, die auch zum optischen Stabilisieren in vielen modernen Kameras/Objektiven verwendet wird - optical steadyshot.

Man sieht im Video auch ein paar der möglichen (älteren) Alternativen.

- Carsten
Ich dachte erst das wäre eine Parodie! :-D
www.mse-film.de | Kurzfilme & Videoclips

www.daszeichen.de | Filmproduktion & Postproduktion




Frank Glencairn
Beiträge: 8272

Re: Netflix Kameraführung (zwischen leichtem wackeln und gleiten)

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 21 Sep, 2018 16:56

Was'n Aufwand für ein bisschen Gewackel.




Jott
Beiträge: 15037

Re: Netflix Kameraführung (zwischen leichtem wackeln und gleiten)

Beitrag von Jott » Fr 21 Sep, 2018 18:35

Es gibt wunderbare Post-Filter für so was. Vorteil: man backt das Wackeln nicht ein, falls es sich jemand später anders überlegt.




carstenkurz
Beiträge: 4271

Re: Netflix Kameraführung (zwischen leichtem wackeln und gleiten)

Beitrag von carstenkurz » Fr 21 Sep, 2018 23:56

Die Hauptanwendung für dieses Gerät sind Szenen, in denen die Schauspieler und das 'Set' sich entsprechend verhalten, da kann man sich ohnehin nicht hinterher umentscheiden.

Für das was Tommy da vorschwebt würde man es eher 'händisch' machen, ggfs. später ein bißchen digital rumoptimieren. Die digitalen Varianten sind halt perspektivisch/parallaktisch nicht korrekt und sehen immer ein bißchen billig aus, je nach Stärke des Effektes. Auf Schulter oder aus der Hand muss man halt trainieren.

- Carsten
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