TonBild
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Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von TonBild » Di 20 Mär, 2018 12:26

"Be My Baby" von Christina Schiewe scheint ein typischer Frauenfilm zu sein. Und zwar nicht unbedingt ein Film, der für Frauen gedacht ist, sondern bei dem die vom ZDF genannten Mitglieder des Stabes alles Frauen sind:

https://www.zdf.de/filme/das-kleine-fer ... y-102.html
Stab
Regie - Christina Schiewe
Autor - Christina Schiewe, Petra Brix
Kamera - Julia Baumann
Musik - Martina Eisenreich


Diesen aktuell im "Das kleine Fernsehspiel" laufenden Film möchte ich zum Anlass für die Frage nehmen ob man beim Filmhandwerk, also den Kameraeinstellungen, dem Schnitt, der Musik, der Regiearbeit usw. erkennen kann ob der Film von einer Frau oder einem Mann gemacht wurde?

Hier in slashCAM gibt es ja immer wieder ausgiebige Diskussionen über die Filmtechnik meist von Männern. Gibt es zumindest hier einen Unterschied in der Herangehensweise zu einem Filmprojekt von Männern und Frauen? Machen sich Frauen mehr Gedanken über das Drehbuch als über die Frage, mit welcher Kamera und welcher Ausrüstung allgemein gefilmt werden soll?
Zuletzt geändert von TonBild am Di 20 Mär, 2018 12:42, insgesamt 1-mal geändert.




-paleface-
Beiträge: 2166

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von -paleface- » Di 20 Mär, 2018 14:26

Glaube nicht das man einen Unterschied sieht.

Vielleicht etwas bei der Thematik beim Drehbuch schreiben. Da der Schreiber sich halt auch immer in eine Person rein versetzen muss.
Und möglich das Frauen und Männer das bei unterschiedlichen Themen halt anders machen.

Aber es gibt halt überall auch sehr Männliche Frauen oder auch weibliche Männer....also...was solls.
Solange der Film später gut wird.
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Peppermintpost
Beiträge: 2418

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Peppermintpost » Di 20 Mär, 2018 15:58

Also das Frauen beim Film nicht vorkommen ist ja Unsinn, es gibt eine menge Frauen hinter den Kulissen, nur sind die natürlich oft nicht in den technischen Disziplinen anzutreffen. Als Producer gibts viele Frauen, Set Design, Kostüm, Maske, Catering, Location Scouting, Casting etc. Da sind sehr viele Frauen unterwegs, teilweise sind das sogar typische Frauen Berufe, ich kann mich nicht erinnern mal ein männliches "Puder Luder" gesehen zu haben.

Dann gibts da die technische Riege. Klar Frauen als Kamerafrauen oder Beleuchter oder Gripper sieht mal selten, hängt aber natürlich auch damit zusammen das man in diesen Berufen den ganzen Tag lang schweren Mist von rechts nach links schleppt. Die Kamerafrauen die ich kenne (das sind nur sehr wenige) sind wirklich klasse, ich kenne in der Tat keinen einzigen negativen Ausrutscher, sind die besser als die Männer? Nein sind sie nicht, aber schlechter sind sie auch nicht.

Dann gibts die Frauen in der Post. Klassisch sind hier Cutterinnen, Grafikerinnen und teilweise auch Matte Painter oder Roto Artists. Seltener auch VFX Frauen. Ich finde auch hier ist das typisch, als Cutter oder Grafiker haste halt einfach von Haus aus wenig mit Mathe und Physik zu tuen. Bei VFX ist das schon je nach Position zwischen nützlich bis unverzichtbar.

Ich kenne Männer die Physik studiert haben und VFX machen, die sind in ihrem Bereich natürlich spitze, ich kenne aber auch eine Frau die Physik studiert hat und die eine unglaublich gute Houdini Artistin ist, klar bei der Software geht es ja quasi nur um Physik. Ich kenne ein paar sehr gute VFX/Online Frauen die hervorragend sind. Die sind alle da, es sind nur deutlich weniger als Männer.

Ich habe aber nicht den Eindruck als ob die Frauen gedisst werden, es interessieren sich nur weniger Frauen für technischen Kram als Männer. Das Forum hier ist doch eine sehr gute Reflektion dessen. Hier kann ja jede Frau mitmachen die es gerne möchte, aber dennoch sehen wir zu 95% Männer posten.

Deswegen braucht man keine Frauen Quote, aber ein Grund an weiblicher Qualifikation zu zweifeln ist es auch nicht.
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rainermann
Beiträge: 1245

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von rainermann » Di 20 Mär, 2018 17:04

Peppermintpost hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 15:58
Da sind sehr viele Frauen unterwegs, teilweise sind das sogar typische Frauen Berufe, ich kann mich nicht erinnern mal ein männliches "Puder Luder" gesehen zu haben.
Bei der Bavaria Film gab's zumindest mal einen männlichen Maskenbildner, der bei großen Produktionen engagiert wurde ("Boot", viele Fassbinder-Sachen...), gleichzeitig aber auch viel TV machte.
"Puder Luder" würde ich den nicht nennen - typischer Bayer, sehr nett, gut auch für SFX-Maske. Der hat mir bei "Marienhof" immer die Haare in der Pause geschnitten ;) (Die Ehre hab ich heute leider nicht mehr...)




TonBild
Beiträge: 1817

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von TonBild » Di 20 Mär, 2018 17:07

Peppermintpost hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 15:58
ein Grund an weiblicher Qualifikation zu zweifeln ist es auch nicht.
Nein, ich meinte nicht die Qualifikation, sonden eher den Sti̱l, also z. B. die charakteristische Art, in der ein Kameramann oder eine Kamerafrau die Kadrierung vornimmt. Und da habe ich persönlich beim Anschauen von "Be My Baby" gedacht, das kann nur eine Frau gewesen sein. Und zwar schon bei den Bildern am Anfang.

Ok, dabei ging es ja auch thematisch um den subjektiven Blick von einer Frau auf einen Mann. Und sicher war auch der sensible Umgang mit der Hauptdarstellerin, die ja wie die Figur unter dem Down-Syndrom leidet, etwas, was man eher einer Frau zutraut. Also der Umgang mit dem Team kann vielleicht bei einer Frau anders sein (wenn auch nicht unbedingt das Ergebniss der Arbeit sebst)?

Zuletzt geändert von TonBild am Di 20 Mär, 2018 18:58, insgesamt 3-mal geändert.




Frank Glencairn
Beiträge: 7994

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Frank Glencairn » Di 20 Mär, 2018 17:23

Wenn ich mir z.B. das ganz exzellent gedrehte Mudbound anschaue, Rachel Morrison hat jetzt auch nicht anders kadriert als ich das machen würde, und auch z.B. Reed Morano, Anna Foerster, Nancy Schreiber und all den anderen, halten sich eigentlich an die normalen Gestaltungs- und Kompositions-Richtlinien, wie ihre männlichen Kollegen.

Wenn ein Film einen "Weiblichen Touch" hat, dann kommt der eher vom Drehbuch und der Regie.
Der Eindruck ensteht vielleicht dadurch, daß viele weibliche Regisseure, weibliche Bücher verfilmen, und dabei auch mit weiblichen DPs arbeiten.




Peppermintpost
Beiträge: 2418

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Peppermintpost » Di 20 Mär, 2018 17:32

@Rainerman - "Puder Luder" war auch nicht despektierlich gemeint. Klar VFX Maskenbildner da kenne ich auch Männer, ein guter Freund von mir hat das auch gelernt, aber generell ist ein Mann bei der Maske eher selten anzutreffen.

@TonBild - Bei technischen oder gestalterischen Berufen kann ich keinen unterschiedlichen Stil erkennen, wenn überhaupt dann beim Thema Drehbuch, wobei meine Erfahrung da tatsächlich mit Vorsicht zu geniessen ist weil ich keine einzige professionelle Drehbuchautorin kenne, bei Hobbyisten habe ich bei Frauen immer das Gefühl das der Satz "Ach das versteht der Zuschauer schon" etwas überstrapaziert wird. Aber da ich keine Professionelle Erfahrung in dem Bereich habe kann das der allgemeinen naivität beim Filmemachen zugesprochen werden die man bei Männern und Frauen findet, das möchte ich nicht ausschliessen.

Ich habe das Gefühl, aber belegen kann ich das auch nur an Einzelfällen, das Frauen nicht so darauf bedacht sind einem Film ein definitives Ende zu geben. Bei "Männlichen" Filmen stirbt der Held am Schluss oder er bekommt halt die Prinzessin oder rettet die Welt. Bei "Weiblichen" Filmen habe ich oft den Eindruck es geht nur um einen Zeitmitschnitt des Helden, quasi ein Portrait.

Aber um sowas definitiv zu sagen müsste es statistische Auswertungen geben, das geht aber nicht weil einfach zu wenig Frauen Regie und Drehbuch machen. Wenn der nächste das ganz anders empfindet hat der genau so recht wie ich.
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Frank B.
Beiträge: 7922

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Frank B. » Di 20 Mär, 2018 18:50

Mal ne andere Frage. Gibt es Unterschiede bei Kuchen, wenn sie von Männern oder Frauen gebacken werden?




Framerate25
Beiträge: 321

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Framerate25 » Di 20 Mär, 2018 19:08

Von Frauen geschriebene Drehbücher sind in aller Regel emotionaler umgesetzt.

Kerle gehens eher gerne rudimentär an.

Aber beide Geschlechter samt Eigenschaften haben ihr Werkzeug, ihre Standarts und Fachwissen relativ Neutral dem Puplikum gegenüber zu bleiben.
Ein Profi relativiert die Unterschiede, gleich welchen Geschlechts.




Sammy D
Beiträge: 1010

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Sammy D » Di 20 Mär, 2018 19:35

Frank B. hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 18:50
Mal ne andere Frage. Gibt es Unterschiede bei Kuchen, wenn sie von Männern oder Frauen gebacken werden?
Ja, von Frauen gebackene Kuchen sind emotionaler...




Starshine Pictures
Beiträge: 2228

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Starshine Pictures » Di 20 Mär, 2018 21:25

Also die Verfolgungsjagd in Black Panther war mal der absolute Knaller! Hab ich im IMAX anschauen dürfen, in 3D. Und ist auch eine weibliche DoP.





Frank B.
Beiträge: 7922

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Frank B. » Di 20 Mär, 2018 21:28

Sammy D hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 19:35
Frank B. hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 18:50
Mal ne andere Frage. Gibt es Unterschiede bei Kuchen, wenn sie von Männern oder Frauen gebacken werden?
Ja, von Frauen gebackene Kuchen sind emotionaler...
Du kanntest die Kuchen von meinem Onkel nicht. ;)
Mutter allerdings buk immer recht emotionslos. Geschmeckt hats trotzdem.




Funless
Beiträge: 2385

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Funless » Di 20 Mär, 2018 22:26

Starshine Pictures hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 21:25
Also die Verfolgungsjagd in Black Panther war mal der absolute Knaller! Hab ich im IMAX anschauen dürfen, in 3D. Und ist auch eine weibliche DoP.

Wurde bereits vor 16 Jahren um Welten besser realisiert ...





Und das Original ist zudem auch noch zeitlos, weil es selbst nach so langer Zeit nach wie vor die Messlatte darstellt. Anders sieht die Sache bei der o.g. Marvel Kopie aus: heute geschaut, gestern vergessen.

Aber um wieder zum Thema zurück zu kommen, ich denke nicht, dass das Geschlecht beim Filmemachen irgendeinen Unterschied ausmacht.
MfG
Funless

"LOW LIGHT DOESN'T MEAN NO LIGHT, Get you gear out! PRACTICE WILL make you better, debates on forums will not!"




cantsin
Beiträge: 4935

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von cantsin » Di 20 Mär, 2018 22:56

Funless hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 22:26
Aber um wieder zum Thema zurück zu kommen, ich denke nicht, dass das Geschlecht beim Filmemachen irgendeinen Unterschied ausmacht.
Zumal es ja im vermeintlichen Männergenre Action- und Kriegsfilm z.Zt. nur noch eine Person richtig gute Filme macht, und die ist eine Frau. (Kathryn Bigelow.)

Und die Regisseure von "The Matrix" sind ja auch mittlerweile Frauen.




Funless
Beiträge: 2385

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Funless » Di 20 Mär, 2018 23:02

cantsin hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 22:56
Funless hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 22:26
Aber um wieder zum Thema zurück zu kommen, ich denke nicht, dass das Geschlecht beim Filmemachen irgendeinen Unterschied ausmacht.
Zumal es ja im vermeintlichen Männergenre Action- und Kriegsfilm z.Zt. nur noch eine Person richtig gute Filme macht, und die ist eine Frau. (Kathryn Bigelow.)
So ist es. Near Dark, Point Break und vor allem Strange Days sind immer noch absolut sehenswerte Filmperlen. Nicht, dass ihre jüngsten Werke schlecht wären, keinesfalls.
cantsin hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 22:56
Und die Regisseure von "The Matrix" sind ja auch mittlerweile Frauen.
Absolut korrekt.
MfG
Funless

"LOW LIGHT DOESN'T MEAN NO LIGHT, Get you gear out! PRACTICE WILL make you better, debates on forums will not!"




Skeptiker
Beiträge: 4500

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Skeptiker » Di 20 Mär, 2018 23:08

cantsin hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 22:56
... Und die Regisseure von "The Matrix" sind ja auch mittlerweile Frauen.
;-)

Man kann die Frage ja auf die Basis-Frage zurückführen: Gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen?

Ja, gibt es: Das Geschlecht und alles, was damit zusammenhängt.

Die nächste Frage wäre dann: Aber spielt das beim Filmemachen eine Rolle bzw. lässt sich die m/w-Identität komplett ausblenden?

Mögliche Antwort: Kommt auf die Frau an, kommt auf den spezifischen Film an, kommt auf das Filmgenre an.

Bekanntes, immer mal wieder journalistisch breitgewalztes Thema (auch im Zusammenhang mit "metoo" und Frauenemanzipation generell): Por*os von Frauen für Frauen, die angeblich einen anderen Blickwinkel haben als die für Männer (wen wundert's?).

Man könnte die Frage ja auf den politischen Bereich ausdehnen (und das Forum überbeanspruchen, weil's dann hitzig, polemisch und kategorisch wird): Machen Frauen andere Politik als Männer? Macht es einen Unterscheid ob eine Frau Merkel oder ein Herr Schröder ("Herr Merkel", um vergleichbar zu bleiben) das Land führt?




dienstag_01
Beiträge: 8879

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von dienstag_01 » Di 20 Mär, 2018 23:12

Im Mainstream ist doch eigentlich sowieso alles ununterscheidbar. Der lebt doch davon.
Ansonsten macht jeder Mensch andere Filme als andere Menschen.




Peppermintpost
Beiträge: 2418

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Peppermintpost » Mi 21 Mär, 2018 01:00

@Starshine

Also da muss ich Funless aber recht geben, das hab ich schon deutlich besser gesehen. Zumal sie ja tatsächlich fast nur Gesichter im closeup gedreht hat der Rest ist aus dem Computer. Da kann man ja sogar sehen welche Plugins die in der 3D Abteilung benutzt haben. Ich bin nicht begeistert.

Allerdings würde ich das der Kamerafrau auch nicht vorhalten, denn die ist die letzte die sagt wieviel Budget für die Sequenz vorhanden ist und wie welcher Shot gedreht wird. Die Kritik sollte da eher an Regie und VFX Supervison gehen.
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Frank B.
Beiträge: 7922

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Frank B. » Mi 21 Mär, 2018 05:15

dienstag_01 hat geschrieben:
Di 20 Mär, 2018 23:12
Im Mainstream ist doch eigentlich sowieso alles ununterscheidbar. Der lebt doch davon.
Ansonsten macht jeder Mensch andere Filme als andere Menschen.
Das ist auf den ersten Blick nicht von der Hand zu weisen. Aber wenn das nur allein so wäre, machen Frauen explizit keine anderen Filme als Männer. Dem TO geht es um Unterschiede explizit zwischen Frauen und Männern beim Filmemachen und nicht um Unterschiede von Menschen beim Filmemachen. Von daher ist deine Antwort keine auf die Frage des TO.
Ich sehe es ähnlich wie Frank Glencairn, dass das Handwerkliche wohl eher nicht so stark betroffen sein wird, denn das Werkzeug bzw. die Zutaten (mein Kuchenbeispiel oben) sind in der Regel idemtisch.
Es wäre vielleicht mal ein Forschungsprojekt, z.B. die Konstruktion bzw. Struktur von Geschichten und Drehbüchern auf Unterschiede zwischen Männern und Frauen hin zu untersuchen. Aber so ein Forschungsprojekt wird wahrscheinlich in Europa heute ideologisch sofort unter Beschuss kommen, vor allem wenn es im geisteswissenschaftlichen Bereich angesiedelt wäre, wenn es tatsächlich auf Unterschiede käme. Das würde nämlich dem aktuellen Genderismus entgegen stehen. Die Vergabe der Fördermittel für ein solches Projekt würde ein entsprechendes Ergebnis befördern. ( Wes Brot ich ess... ) Auch stelle ich mir ein solches Forschungsprojekt schwierig vor, weil es natürlich durch die Vielfältigkeit des Ausgangsmaterial wenig objektive Kriterien geben dürfte. Leichter wäre es natürlich zu erforschen, wie sich Frauen vs. Männer beim Autokauf verhalten oder bei der Berufswahl. Da gibts jedenfalls deutliche Kriterien und auch Unterschiede, über deren Ursachen sich aber Evolutionsbiologen, Genderisten und andere religiöse Prägungen streiten.




Jott
Beiträge: 14715

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Jott » Mi 21 Mär, 2018 06:00

Eines weiß ich sicher: nur Männer treten bei Gebrauchtwagen gegen die Reifen.




Frank B.
Beiträge: 7922

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Frank B. » Mi 21 Mär, 2018 06:16

Das hatte, glaube ich, mal den Sinn, ausgeschlagene Radlager festzustellen. Nicht so dumm also, vorausgesetzt es würde funktionieren und betreffende Männer wüssten, was sie tun. Ansonsten wäre es wahrscheinlich klüger, mal ne Testrunde zu drehen.
Aber 50 Prozent der Frauen würden wahrscheinlich nach der Runde sagen: "Es knackt immer so im Lenkrad, ich bin doch gar nicht über Kies gefahren. Naja, aber der Lack sieht toll aus".
Bei Männern wären es inzwischen wahrscheinlich auch 40 %.
Es ist also schon was dran am Genderismus, dass Doofheit in der Erziehung und Prägung liegt - gesamtgeschlechtlich.




Darth Schneider
Beiträge: 2101

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Darth Schneider » Mi 21 Mär, 2018 06:46

Gegenfrage zur oben gestellten: Gibt es Unterschiede beim Fimemachen bei verschiedenen Persönlichkeiten ?
Es kann so sein, muss aber nicht.
Überigens haben Frauen und Männer ja auch verschiedene Persönlichkeiten.
Genau so wie alle Menschen verschiedene Perönlichkeiten haben. Somit wird das gleiche Drehbuch von verschiedenen Persönlichkeiten angepackt immer wieder ein anderer Film werden, ganz egal ob der Film nun von Männlein oder Fräulein gedreht wird.
Genau so wie es ja auch Männer gibt die eher sensibel oder emotional sind, gibt es auch Frauen die abgebrüht und knochenhart sind. Also kann man diese Frage eigentlich so gestellt doch gar nicht wirklich beantworten.
Gruss Boris




Frank B.
Beiträge: 7922

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Frank B. » Mi 21 Mär, 2018 06:51

Doch, Boris, man kann die Frage so stellen, vollkommen unabhängig davon, dass jeder Mensch eine eigene Persönlichkeit hat.




Peppermintpost
Beiträge: 2418

Re: Gibt es Unterschiede beim Filmemachen von Frauen oder Männern?

Beitrag von Peppermintpost » Mi 21 Mär, 2018 07:03

Darth Schneider hat geschrieben:
Mi 21 Mär, 2018 06:46
Gegenfrage zur oben gestellten: Gibt es Unterschiede beim Fimemachen bei verschiedenen Persönlichkeiten ?
Es kann so sein, muss aber nicht.
Überigens haben Frauen und Männer ja auch verschiedene Persönlichkeiten.
Genau so wie alle Menschen verschiedene Perönlichkeiten haben. Somit wird das gleiche Drehbuch von verschiedenen Persönlichkeiten angepackt immer wieder ein anderer Film werden, ganz egal ob der Film nun von Männlein oder Fräulein gedreht wird.
Genau so wie es ja auch Männer gibt die eher sensibel oder emotional sind, gibt es auch Frauen die abgebrüht und knochenhart sind. Also kann man diese Frage eigentlich so gestellt doch gar nicht wirklich beantworten.
Gruss Boris
Die Frage war ja nicht ob es unterschiedliche persönlichkeiten gibt sondern ob man bei Frauen einen Trend oder Gemeinsamkeit erkennen kann wenn es ums Filmemachen geht.

Auch wenn Persönlichkeiten unterschiedlich sind kann man einige Stereotypen doch durchaus feststellen. Es gibt nunmal weniger Männer die sich Samstags mit Freunden treffen und dann in die Stadt gehen um Schuhe zu kaufen.
Genau so gibt es weniger Frauen die sich im Unterhemd um einen Grill setzen und sich mit Fussball und Bier ins Koma saufen.
Die Frage war bei aller Unterschiedlichkeit von Filmen kann man typische Merkmale erkennen.

Ich glaube auf (eher) technischer Seite kann man so einen Trend nicht sehen, gestalterisch gibt es zu wenig Beispiele um was halbwegs verbindliches sagen zu können. Technisch wäre für mich z.B. auf Kameramänner und Frauen bezogen wie ist die Cadrage, da sehe ich keinen Unterschied. Gestalterisch ist für mich wie die Szene aufgelöst wird und wie sie beleuchtet ist, da kann ich keinen Trend erkennen.
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