Darth Schneider
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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von Darth Schneider » Do 25 Feb, 2021 17:18

Sau blöd wenn man mit so einer ARRI in einer dunklen zu engen Höhle, feststecken würde....
Gruss Boris
Ich werde der dunklen Seite widerstehen und mir die Pocket Pro heute nicht kaufen !




Darth Schneider
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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von Darth Schneider » Do 25 Feb, 2021 17:22

Oder nach Tschernobyl dort Filmen wo der Reaktor war.
Dann kannst du die grosse metallene ARRI gleich dort lassen...
Eine kleine Kamera könnte man ev noch schützen...Kleinere Angriffsfläche ;)
Gruss Boris
Ich werde der dunklen Seite widerstehen und mir die Pocket Pro heute nicht kaufen !




r.p.television
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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von r.p.television » Do 25 Feb, 2021 17:25

roki100 hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 16:45
r.p.television hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 16:36


Das hätte schlicht KEIN Ergebnis gegeben. Weil man mit einer Alexa65 da im Winter gar nicht hingekommen wäre.
Ah kein Problem für dich, man sieht es dir an (in deinem Video), Du könntest die Alexa wie Rucksack tragen und auf Berge damit klettern... ;)
Haha, das ist aber leider so nicht zutreffend. Eben weil die Leute immer gedacht haben ich wär ausserordentlich belastbar habe ich mich in der Vergangenheit selber unter Druck gesetzt und habe immer viel zu schweres Zeugs mit mir rumgeschleppt. Damals aber oft noch mangels Alternativen, wenn man einen bestimmten Qualitätsstandard haben wollte. Leider hat sich das über die Jahre gerächt. Ich geh halt doch stramm auf die 50 zu. Am Ende eines solchen Tages peinigen mich kaputte Knie, eine kaputte Schulter (Impingement-Syndrom) und spontan auftretende Wirbel-Blockaden.
Daher sind Kameras wie die A7siii, FX3, Pocket 6k etc. ein wahrer Segen für mich, weil man damit so gut wie ohne Kompromisse sehr hochwertig produzieren kann, ohne Sherpas bemühen zu müssen und ohne sich kaputt zu machen.
Nachdem Sony nun eindrücklich unter Beweis gestellt hat dass alles was in einer FX6 drin ist in eine FX3 passt, bin ich mir sicher dass alles was in einer Alexa65 drin ist, auch in eine FX6 passen würde. Man muss es nur wollen und dementsprechend konstruieren. Problem ist nur dass eine gewisse Klientel nicht auf ihre gigantischen Christbaum-Boliden verzichten will. Size does matter und so. Banal aber wahr. Auch das Energie-Managment dieser Saurier ist nicht mehr zeitgemäss weil sich nie jemand darüber beschwert.

Im Endeffekt könnte man schon eine Alexa 65 (als rein überzeichnetes Beispiel) da hochbringen, aber spätestens beim Arri Artemis Trinity wäre mir die Puste ausgegangen. Und ich hätte damit drinnen vermutlich die Hälfte der Eiszapfen abgeräumt. Und man darf nicht das Extra an Licht vergessen was dann nötig gewesen wäre. Die Kamera alleine ist nicht der Flaschenhals.




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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von iasi » Do 25 Feb, 2021 18:02

r.p.television hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 15:54
iasi hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 15:02


Das ist doch nicht richtig. In einem Video zeigt ein Tester, der externes Raw mit internem 10bit der 7S3 vergleicht, dass es schon bei ISO640 rauscht. Und schon da schmiert die interne NR es eher weniger schön zu.

Optimales Belichten fordert doch eigentlich immer ND-Filter, auch wenn man bei intenem 10bit Spielraum via ISO hat, bei dem der Unterschied zum Optimum akzeptabel ist.

Der Test in diesem Video ist letztlich belanglos, mehr als "das Bild sieht fantastisch aus", kommt nicht rüber. Dabei wollen sie doch Cine-Cams vergleichen.
Unter normalen Drehbedingungen unterscheiden sich moderne Cine-Cams doch nur noch im Workflow und dem Gestaltungsspielraum, aber doch nicht mehr wirklich erheblich im Bildergebnis. Da müsste man dann schon eine Alexa65 mit einer P4k vergleichen.

Völlig unverständlich ist mir bei diesem Test, dass sie über Cine-Shots plappern, dann aber aus der Hand herumfilmen und noch nicht einmal die Option mit externem Raw testen.
Ja, jede Kamera rauscht auch schon bei den optimalsten Iso-Settings. Genauso wie jeder Film früher sichtbares Korn hatte.
ich weiss dass sich Leute da zu Tode pixelpeepen. Und von Plastiklook etc reden. Man muss dabei aber irgendwann mal die Kirche im Dorf lassen.
Klar schmiert eine Noise-Reduktion theoretisch oder messbar praktisch diverse Nuancen weg, aber wir müssen mal darüber nachdenken wie der Content im Regelfall zum Consumenten kommt. Solche Nuncen werden sowieso durch Streaming-Komprimierungen, Projektionsfehler oder Skalierungen weggebügelt. Selbst im heiligen Kino waren die Kopien so unterirdisch dass man das ursprüngliche Korn nicht mal erahnen konnte. Man sollte klar bis zu einem gewissen Punkt das beste rausholen. Das Einhalten der optimalen Iso-Felder gehört dazu. Aber ob das Ergebnis nun bei ISO640 mit oder ohne abschaltbarer Noise-Reduktion einen wirklichen Unterschied zeigt (ja, wird es wohl mit der Lupe), aber da sollte man lieber das Augenmerk auf andere Dinge lenken. In dem Fall würde mich beim Dreh ein aufgesetzter Atomos eher behindern und das Resultät sehr viel mehr limitieren als die letzten 2% Detail. Es wird immer mal Anwendungen geben wo es Sinn machen wird extern mit Raw aufzuzeichnen. Die Möglichkeiten habe ich. Und auch schon ausgetestet. Aber grundsätzlich empfinde ich das 10bit 422 All-Intra schon wirklich sehr gut. Mehr geht aber immer. Klar. Ist nur die Frage ob man sich diese Datenmengen bei bestimmten Produktionen antun will. Es ist schon ein Unterschied ob ich 10 Stunden Rohmaterial in UHD Pro Res Raw auf Platten archivieren muss oder XAVC All-Intra mit circa einem Drittel des Datenvolumens. Ich habe selbst schon viel in 4k Raw gefilmt. Das war aber auch zu Zeiten als es anders gar nicht ging.
Es kommt natürlich an, was gefimt wird und - sagen wir mal - wie wertvoll jede Sekunde ist, die sich vor der Kamera abspielt.
Aber wenn man das Maximale herausholen möchte, ist der Unterschied zwischen kamerainterner Echtzeit-NR und fein abstimmbarer NR in der Post schon von Bedeutung.



Ich muss auch sagen, dass mir Rauschen meist lieber ist, als verschmierende NR-Resultate, die Artefakte erzeugen, welche eben wirklich einen Video-Look erzeugen.




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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von iasi » Do 25 Feb, 2021 18:09

markusG hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 15:54
iasi hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 15:43
Da muss ich nicht ans Kino denken.

So etwas ist generell unprofessionell.
Schon wieder so nen Label. Bourne Identität, Blair Witch Project, Crank, 28 Days Later...alles unprofessionelle Kinofilme, nech? ;)
Bei diesen Filmen wurde den Kameraleuten sicherlich nicht am ersten Drehtag eine Kamera aufs Auge gedrückt.

Du scheinst nicht mitbekommen zu haben, worum es geht.

Bei all den Filmen, die du hier aufzählst wurde sicherlich in der Vorproduktion die Kamera sehr überlegt ausgewählt und wahrscheinlich auch getestet.

Würde man mir am ersten Drehtag eine Kamera in die Hand drücken, in die ich nicht eingearbeitet bin, würde ich den Job nicht machen.




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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von r.p.television » Do 25 Feb, 2021 18:27

Darth Schneider hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 17:22
Oder nach Tschernobyl dort Filmen wo der Reaktor war.
Dann kannst du die grosse metallene ARRI gleich dort lassen...
Eine kleine Kamera könnte man ev noch schützen...Kleinere Angriffsfläche ;)
Gruss Boris
Auch wenn das schon in den Bereich des OFFTOPICS geht:

Das ist zwar das was man denkt wenn man sich nicht so sehr mit Strahlung beschäftigt hat, aber tatsächlich ist "Strahlung" dort das geringste Problem. Erst recht für die Kameras.
Ich würde bedenkenlos auch eine teure Kamera mit in den Kontrollraum von Reaktor 4 nehmen. Dort herrscht keine Alpha-Strahlung mehr, die solche Geräte "zerschießen" kann. Oder die früher diese Lichtblitze in den S16-Film belichtet hat. Die Alpha-Strahlung lag nur vor weil damals bei der Havarie wirklich Brennstäbe (Pu-239) und Moderationsgraphit im Freien herum lagen. Es sind nachweislich auch nur die Feuerwehrleute, ein paar Reaktorfahrer und soweit ich weiss ein paar Helictoperpiloten bzw Insassen an der direkten Strahlung gestorben. Der langfristige Impact an strahlenbedingten Erkrankungen ist gemessen an der Havarie und denm freigesetzten Isotopen vergleichsweise gering ausgefallen, was andere, sehr spezielle Gründe hatte.
Zudem ist Strontium 90 nach 28 zerfallen und damit seit circa 5 Jahren nicht mehr vorhanden. Heute ist da nur noch Gamma-Strahlung. Und die ist in vielerlei Hinsicht relativ unbedenklich und nur über einen langen Zeitraum gesundheitsschädlich.
Auch die HBO-Serie hat sehr viel Nonsens hervorgebracht. So etwa waren die verstrahlten Reaktorfahrer und Feuerwehrmänner selbst NICHT strahlend, auch wenn das dort so behauptet wird. Deren Zellen wurden eben direkt durch sehr starke Alpha-Strahlung zerstört. Der Vorhang im Krankenhaus sollte nicht etwa Angehörige oder Klinikpersonal vor der Strahlung schützen, sondern die Patienten vor den Keimen. Es dauert tatsächlich recht lange bis Gegenstände selbst soviel Strahlung aufnehmen, dass sie selbst strahlen. Aber dann nur durch direkte, unmittelbare Alpha-Strahlung, aber nie durch Gamma-Strahlung. Soweit zumindest ist mein Wissen. Und ich hab mich recht ausgiebig mit Atomphysikern darüber unterhalten. Es gibt auch immer ein Mißverständnis zwischen Strahlung und der Gefahr von Radionukliden, die als Staub in den Körper gelangen können. Das sind 2 verschiedene paar Stiefel.

Das allergefährlichste in Tschernobyl ist aktuell tatsächlich Tollwut. In den letzten Jahren wurden wiederholt Leute dort von Füchsen attackiert und es gab tatsächlich einige Todesfälle unter Waldarbeitern deswegen. Und natürlich sollte man nicht ohne entsprechenden Schutz in diverse Keller oder Bunker gehen, die nicht dekontaminiert wurden. Im Hospital 126 lagern im Keller die Uniformen und Stiefel der Feuerwehrleute, die den Brand beim Reaktor gelöscht haben. An der Kleidung und speziell den Stiefelsohlen haften bis heute noch sehr viele Alphastrahler, also Radionuklide direkt aus dem havarierten Reaktorkern. Die schweben dort auch unkontrolliert herum und könnten eingeatmet werden. Das wäre dann in der Tat sehr ungesund und kann im schlimmsten Fall tödlich sein. Wenn man in diesen Keller geht muss man eine Vollvisiermaske mit militärischen Filtern tragen, einen Komplettanzug der nochmal an den Übergängen abgetapet ist. Und beim Rausgehen sollte man bevor man Anzug und Maske auszieht kurz abgeduscht werden, damit eventuell anhaftende Radionuklide weggespült werden und nicht aufgewirbelt und inhaliert werden. Aber ansonsten ist die Zone zu 99,9% frei von solchen Alphastrahlern.

Das Problem mit einer Alexa 65 in Tschernobyl ist eher das, dass man mit der nur offiziell auftreten kann. Und dann kriegt man halt auch nur das zu sehen was die wollen was man sieht. Und sich dort kaum bewegen kann. Die interessanten Motive muss man oft ein wenig erklettern oder sind zumindest mit weiten Fußmärschen verbunden. Ich würde dort nur mit Kameras wie Pocket 6k und A7siii produzieren wollen. Oder auch meiner Fuji X-T3 die ich bei der letzten Mission dabei hatte. Die hat sich gut geschlagen. Mit den ganzen anderen Kameras macht man sich vielleicht wichtig, aber auch nur das. Beim ersten Besuch hatte ich eine aufgeriggte FS5 mit Atomos für Interviews dabei. Was für ein unnötiger Ballast das war.
Die bisherige Pocket 6k wäre wegen der unprofessionellen Stromversorgung (ohne extra Geraffel) aus dem Raster gefallen. Die neue mit NP-Akkus betrieben muss ich mir mal holen zum Testen. Das und der ND-Filter ist ein guter Schritt vorwärts.




Darth Schneider
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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von Darth Schneider » Do 25 Feb, 2021 18:34

Für sowas wäre die Pocket eh nur mit Battriegriff zu gebrauchen, denke ich mal spontan als Laie. Aber das Problem bei solchen Aufnahmen sehe ich nicht zuletzt auch im Lüfter, oder nicht ?
Da ist doch so eine, oder am besten gleich zwei, (bestückt mit verschiedenen Objektiven) spiegelnde Hybrid wie von Fuji, Canon, oder Sony schon einfach sicherer, etwas vor Staub und Wasser geschürzt, klein, robust, und handlich und (fast) alles dran...
Gruss Boris
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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von r.p.television » Do 25 Feb, 2021 19:39

iasi hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 18:02


Es kommt natürlich an, was gefimt wird und - sagen wir mal - wie wertvoll jede Sekunde ist, die sich vor der Kamera abspielt.
Aber wenn man das Maximale herausholen möchte, ist der Unterschied zwischen kamerainterner Echtzeit-NR und fein abstimmbarer NR in der Post schon von Bedeutung.



Ich muss auch sagen, dass mir Rauschen meist lieber ist, als verschmierende NR-Resultate, die Artefakte erzeugen, welche eben wirklich einen Video-Look erzeugen.

Ja, ich kenne das Video auch und ich habe selbst mal Vergleichsshots gemacht (also XAVC All-Intra gegen Pro Res Raw), als ich einmal ein Model am Start hatte. Meine Sorge waren weniger verschmierte Noise-Levels abseits in irgendwelchen Schatten (wie im Video) sondern der viel bemühte Plastiklook, den manche der A7siii andichten wollen. Ich hab den Plastiklook weder bei Pro Res Raw noch bei XAVC All-Intra entdecken können. Eher leichte Farbunterschiede und eine etwas anders verlaufende Gammakurve. Ja, die Schatten sind bei Pro Res Raw natürlich schon bei Base Isos verrauscht (bei Pro Res Raw), aber der Unterschied zwischen einem Denoising in der Post und in Echtzeit via XAVC ist dann ohne Pixelpeeping schon sehr gering. Nicht umsonst bemüht man in dem Film eine starke Vergrößerung.
Ich sag mal so: Es ist vielmehr ein Placebo-Effekt. Man WEISS dass man mehr Details aufgezeichnet hat und man sieht das bei der Postpro. Aber irgendwie auch nur dort auf dem Seziertisch. Später, nach dem Grading und dem Export ist das in der Regel alles relativ egal. Ich betone: Relativ. Je nach Anwendungszweck. Wenn da natürlich ein Colorist hockt, der beim Graden beinahe schon Rotoscoping betreibt, ist natürlich Pro Res Raw klar im Vorteil. Die Frage ist nur: Wie oft nimmt man dafür eine A7siii? Ich will den Sinn nicht komplett in Frage stellen, aber diese Kamera kommt dann eben doch nicht für den glossy Werbedreh in Betracht, sondern für andere Sachen mit weniger Budget und Postpro-Aufwand.

Was aber nichts daran ändert dass ich mich selbst wohler fühle das ein oder andere mit Raw aufzuzeichnen. Weil es einem ein gutes Gefühl gibt. Das es dabei eher eine homöopathische Wirkung entfaltet ist wohl wirklich eine Glaubensfrage.

Ich fände es besser man hätte bei jeder Kamera (und damit meine ich selbstredend auch die A7siii und FX3) eine Eingriffsmöglichkeit auf die Noise-Reduction. Und dabei aber gleichzeitig die Option auf höhere Datenraten. Es muss dabei aber nicht zwangsweise ProRes (Raw) sein, sondern die Freigabe des bereits verifizierten XAVC Class 480 (statt 300). Dann müsste vorab nicht denoised werden um die Bandbreite der Aufzeichnung nicht zu überfordern. Denn das ist ja einer der Hauptgründe für das Denoising. Man kann das Bild besser komprimieren ohne dass es bei Spitzen zu Zerbrüchen kommt.

Letztendlich aber auch fraglich. Denn niemand sieht in der Regel ein perfektes Master aus dem NLE, wo die volle Quanitisierung, Farbunterabtastung und Bitrate verfügbar ist. Sondern aktuell eher ein HEVC mit um die 30mbit.




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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von r.p.television » Do 25 Feb, 2021 19:50

Darth Schneider hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 18:34
Für sowas wäre die Pocket eh nur mit Battriegriff zu gebrauchen, denke ich mal spontan als Laie. Aber das Problem bei solchen Aufnahmen sehe ich nicht zuletzt auch im Lüfter, oder nicht ?
Da ist doch so eine, oder am besten gleich zwei, (bestückt mit verschiedenen Objektiven) spiegelnde Hybrid wie von Fuji, Canon, oder Sony schon einfach sicherer, etwas vor Staub und Wasser geschürzt, klein, robust, und handlich und (fast) alles dran...
Gruss Boris
Also für den Fall der Fälle dass man dort tatsächlich in einen staubigen Keller mit Alphastrahlern geht, würde ich nur auf eine Kamera mit passiver Kühlung setzen. Denn auch die Kamera muss vollständig abgeklebt werden. Eine Kamera die aktiv Luft ansaugt wäre dort natürlich äusserst doof, denn entweder läuft die Kamera aufgrund der Abklebung heiss oder sie saugt Radionuklide an und man nimmt diese mit der Kamera nach Hause.

Also von daher bergen aktive Kühlungen immer auch Risiken, wenn auch nicht ganz so drastisch wie in diesem Beispiel. Die Kühlung der FX3 scheint "isoliert" zu sein, also die Wetterbeständigkeit nicht zu beeinträchtigen. Wie es bei der Kühlung der Pocket 6k aussieht weiss ich nicht. Nachdem das keine Kamera für outdoor ist und auch nie entsprechend beworben wird, denke ich geht hier angesaugt Kühlluft auch direkt ins Gehäuseinnere. Was sie natürlich für viele Anwendungen im Outdoor-Bereich ausschließt, sobald Feuchtigkeit und Staub vorliegen.
Ich meine dass auch die Aktivkühlung der Panasonic SH1 die Wetterbeständigkeit aufhebt. Was mit unter ein Grund war warum sie für mich nicht in Betracht kam.

Letztendlich, wenn ich so zurückdenke habe ich dort sehr viele Interviews mit EVF gedreht. Erstens ist man dort automatisch auf Augenhöhe mit dem Protagonisten, zweitens stabilisiert das Ansetzen mit dem EVF die Kamera sehr gut und die Schärfe sieht man bei einem EVF in der Regel auch sehr viel besser. Auch von daher erscheint mir die A7siii sehr viel sympathischer, je mehr ich darüber nachdenke. Und die FX3 immer obsoleter im Direktvergleich. Für sich alleine wäre das eine Bombenkamera.




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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von rush » Do 25 Feb, 2021 19:54

r.p.television hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 19:50
Letztendlich, wenn ich so zurückdenke habe ich dort sehr viele Interviews mit EVF gedreht. Erstens ist man dort automatisch auf Augenhöhe mit dem Protagonisten, zweitens stabilisiert das Ansetzen mit dem EVF die Kamera sehr gut und die Schärfe sieht man bei einem EVF in der Regel auch sehr viel besser. Auch von daher erscheint mir die A7siii sehr viel sympathischer, je mehr ich darüber nachdenke. Und die FX3 immer obsoleter im Direktvergleich.
Exakt so bin ich lang mit der GH2 unterwegs gewesen und später mit der A7rII.
Für mich ist das eine sehr angenehme Art zu fokussieren, Bilder zu bauen und dabei dennoch halbwegs stabilisiert durch den zusätzlichen Kontaktpunkt der Augen am Sucher zu arbeiten.
Klar - ist jetzt kein Gimbal - aber der wird auf Dauer ja auch schwer und nervt manchmal einfach weil er mitgeschleppt werden will und nicht immer nötig ist wenn man vom Stativ auf ein leicht "atmende" Kamera wechselt. Und für Augenhöhe muss man die Dinger (Gimbal) eben ganz schon hoch hinaus strecken...

Daher steht die FX3 für mich persönlich eigentlich zu keinem Zeitpunkt zur Debatte. Ein optionaler, kompakter EVF via MI Shoe (ala Pocket 6k Pro) könnte die Sachlage ggfs verändern...
keep ya head up




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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von r.p.television » Do 25 Feb, 2021 19:59

rush hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 19:54


Exakt so bin ich lang mit der GH2 unterwegs gewesen und später mit der A7rII.
Für mich ist das eine sehr angenehme Art zu fokussieren, Bilder zu bauen und dabei dennoch halbwegs stabilisiert durch den zusätzlichen Kontaktpunkt der Augen am Sucher zu arbeiten.
Klar - ist jetzt kein Gimbal - aber der wird auf Dauer ja auch schwer und nervt manchmal einfach weil er mitgeschleppt werden will und nicht immer nötig ist wenn man vom Stativ auf ein leicht "atmende" Kamera wechselt. Daher steht die FX3 für mich persönlich eigentlich zu keinem Zeitpunkt zur Debatte. Ein optionaler, kompakter EVF via MI Shoe (ala Pocket 6k Pro) könnte die Sachlage ggfs verändern...
Ja, zumal sich ein Interviewpartner noch komischer fühlen würde, wenn man mit einem Gimbal vor ihm herumhampelt. Vom Stativ finde ich je nach Themantik auch schnell zu leblos. Am besten empfinde ich immer eine "atmende" Kamera und eine 2. vom Stativ. Aber nicht immer hat man die Möglichkeit.
Auch wenn der EVF nur bei ca 20% aller Footage zur Anwendung kommt (vorsichtige Schätzung) bleibt er für mich etwas, auf das ich nicht mehr verzichten will.




iasi
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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von iasi » Do 25 Feb, 2021 20:43

r.p.television hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 18:27
Darth Schneider hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 17:22
Oder nach Tschernobyl dort Filmen wo der Reaktor war.
Dann kannst du die grosse metallene ARRI gleich dort lassen...
Eine kleine Kamera könnte man ev noch schützen...Kleinere Angriffsfläche ;)
Gruss Boris
Auch wenn das schon in den Bereich des OFFTOPICS geht:

Das ist zwar das was man denkt wenn man sich nicht so sehr mit Strahlung beschäftigt hat, aber tatsächlich ist "Strahlung" dort das geringste Problem. Erst recht für die Kameras.
Ich würde bedenkenlos auch eine teure Kamera mit in den Kontrollraum von Reaktor 4 nehmen. Dort herrscht keine Alpha-Strahlung mehr, die solche Geräte "zerschießen" kann. Oder die früher diese Lichtblitze in den S16-Film belichtet hat. Die Alpha-Strahlung lag nur vor weil damals bei der Havarie wirklich Brennstäbe (Pu-239) und Moderationsgraphit im Freien herum lagen. Es sind nachweislich auch nur die Feuerwehrleute, ein paar Reaktorfahrer und soweit ich weiss ein paar Helictoperpiloten bzw Insassen an der direkten Strahlung gestorben. Der langfristige Impact an strahlenbedingten Erkrankungen ist gemessen an der Havarie und denm freigesetzten Isotopen vergleichsweise gering ausgefallen, was andere, sehr spezielle Gründe hatte.
Zudem ist Strontium 90 nach 28 zerfallen und damit seit circa 5 Jahren nicht mehr vorhanden. Heute ist da nur noch Gamma-Strahlung. Und die ist in vielerlei Hinsicht relativ unbedenklich und nur über einen langen Zeitraum gesundheitsschädlich.
Auch die HBO-Serie hat sehr viel Nonsens hervorgebracht. So etwa waren die verstrahlten Reaktorfahrer und Feuerwehrmänner selbst NICHT strahlend, auch wenn das dort so behauptet wird. Deren Zellen wurden eben direkt durch sehr starke Alpha-Strahlung zerstört. Der Vorhang im Krankenhaus sollte nicht etwa Angehörige oder Klinikpersonal vor der Strahlung schützen, sondern die Patienten vor den Keimen. Es dauert tatsächlich recht lange bis Gegenstände selbst soviel Strahlung aufnehmen, dass sie selbst strahlen. Aber dann nur durch direkte, unmittelbare Alpha-Strahlung, aber nie durch Gamma-Strahlung. Soweit zumindest ist mein Wissen. Und ich hab mich recht ausgiebig mit Atomphysikern darüber unterhalten. Es gibt auch immer ein Mißverständnis zwischen Strahlung und der Gefahr von Radionukliden, die als Staub in den Körper gelangen können. Das sind 2 verschiedene paar Stiefel.

Das allergefährlichste in Tschernobyl ist aktuell tatsächlich Tollwut. In den letzten Jahren wurden wiederholt Leute dort von Füchsen attackiert und es gab tatsächlich einige Todesfälle unter Waldarbeitern deswegen. Und natürlich sollte man nicht ohne entsprechenden Schutz in diverse Keller oder Bunker gehen, die nicht dekontaminiert wurden. Im Hospital 126 lagern im Keller die Uniformen und Stiefel der Feuerwehrleute, die den Brand beim Reaktor gelöscht haben. An der Kleidung und speziell den Stiefelsohlen haften bis heute noch sehr viele Alphastrahler, also Radionuklide direkt aus dem havarierten Reaktorkern. Die schweben dort auch unkontrolliert herum und könnten eingeatmet werden. Das wäre dann in der Tat sehr ungesund und kann im schlimmsten Fall tödlich sein. Wenn man in diesen Keller geht muss man eine Vollvisiermaske mit militärischen Filtern tragen, einen Komplettanzug der nochmal an den Übergängen abgetapet ist. Und beim Rausgehen sollte man bevor man Anzug und Maske auszieht kurz abgeduscht werden, damit eventuell anhaftende Radionuklide weggespült werden und nicht aufgewirbelt und inhaliert werden. Aber ansonsten ist die Zone zu 99,9% frei von solchen Alphastrahlern.
Du trennst radioaktive Elemente, die der Körper aufnommen hat, von Strahlung. Aber das Problem sind genau diese Elemente, die im Körper weiterhin Strahlung freisetzen. Das alte Hausmittel Jod wirkt doch auch heute noch, weil es die Aufnahme bremst.
Und die Gefahr der Weitergabe dieser Partikel ist durchaus gegeben.
Und wenn jemand wirklich stark kontarminiert ist, dann geht zwar nicht von ihm, aber eben doch von den Partikeln Strahlung aus.
Ein Ackerboden selbst wird nicht radioaktiv, aber er nimmt radioaktive Partikel auf.

Beim US-Wasserstoffbombentest, der außer Kontrolle gerieht, starben die japanischen Seeleute nicht an der Strahlung am Detonationsort, sondern durch den Fallout, der über weite Distanz getragen und von ihnen eingeatmet wurde.

Und auch deine Zählung der Opfer greift zu kurz. Du rechnest nur die Opfer ein, die durch hohe Strahlendosen recht schnell verstarben.

Die Strahlendosis eines Jahres erhält man in Tschernobyl auch heute noch bei einem Aufenthalt von 10 bis 20 Tagen.

Die Gefahr bei Kernwaffen ist nicht nur die enorme freigesetze Energie sondern der Fall-Out. Die Zar-Bombe wurde wegen der Furcht vor dem Fall-out in ihrer Wirkung begrenzt, nicht weil man fürchtete, dass die Druckwelle mehr als die letztlich zweieinhalb Mal den Globus umrunden würde.

Die Serie hat es geschafft, die unsichtbare Gefahr darzustellen. Eine herausragende Leistung.




norbi
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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von norbi » Do 25 Feb, 2021 21:02

Ist schon ne weile her...aber hab mal gelesen das es sogar gefährlicher ist als am Anfang wegen der Zerfallskette und dadurch der Entstehung neuer isotope mit Alphastahlung.

Jedenfalls geht es den Tieren, bis auf Zugvögel den umständen entsprechend gut, weil das gefährlichste weg ist, der Mensch.
..ich bin dafür ja sogar dagegen




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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von r.p.television » Do 25 Feb, 2021 22:21

iasi hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 20:43


Die Strahlendosis eines Jahres erhält man in Tschernobyl auch heute noch bei einem Aufenthalt von 10 bis 20 Tagen.
Wo hast Du denn diese Info her?
Also in Deutschland herrscht eine Hintergrundstrahlung von circa 0,24 Microsievert pro Stunde.
Lustigerweise ist die Hintergrundstrahlung in der Exclusion Zone an den meisten Spots deutlich niedriger, nämlich zwischen 0,11 und 0,15 Microsievert pro Stunde.
Nur an diversen Hotspots, die aber nur sehr punktuell sind, steigt die Strahlung dann auf bis zu 800 Microsievert (als absolutes Extrem) . Dort hält man sich aber dann gar nicht oder nur sehr kurz auf. Aber insgesamt kann man sich heutzutage bedenkenblos 365 Tage in der Zone aufhalten, wenn man eben die Hotspots (die durchaus alle bekannt sind) meidet.
Es gibt viele Orte auf der Welt, wo die natürliche Strahlung die in Prypjat um ein vielfaches übersteigt. Wenn eine leicht erhöhte Hintergrundstrahlung ein Indiz für erhöhte Sterblichkeit wäre dann müssten beispielsweise in NYC alle sterben.
iasi hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 20:43

Du trennst radioaktive Elemente, die der Körper aufnommen hat, von Strahlung. Aber das Problem sind genau diese Elemente, die im Körper weiterhin Strahlung freisetzen. Das alte Hausmittel Jod wirkt doch auch heute noch, weil es die Aufnahme bremst.
Und die Gefahr der Weitergabe dieser Partikel ist durchaus gegeben.
Und wenn jemand wirklich stark kontarminiert ist, dann geht zwar nicht von ihm, aber eben doch von den Partikeln Strahlung aus.
Ein Ackerboden selbst wird nicht radioaktiv, aber er nimmt radioaktive Partikel auf.

(....)

Und auch deine Zählung der Opfer greift zu kurz. Du rechnest nur die Opfer ein, die durch hohe Strahlendosen recht schnell verstarben.


Das ist alles ein überaus komplexes Thema. Natürlich ging von den Feuerwehrmännern die ins Krankenhaus gebracht wurden eine massive Gefahr aus. Denn sie hatten noch ihre Kleidung an, ihre Haare waren nicht gewaschen oder rasiert. Es gibt leider keine fundierten Kentnisse welche Krankenschwestern genau mit diesen Klamotten in Kontakt kamen. Jedenfalls sollten diese gesundheitliche Probleme bekommen haben. Die Patienten wurden aber bereits in Prypjat gewaschen und oberflächlich dekontaminiert. D.h. alle aufgenommenen Nuklide sind dann nur noch im Verdauungsapparat oder in der Lunge. Es gibt Beobachtungen dass die Nuklide in der Lunge sich dort entweder dauerhaft einnisten oder direkt wieder ausgeatmet werden. Dazwischen gibt es quasi nichts. D.h. der einzige, der sich eventuell darüber Gedanken machen muss, ob sein Kontakt mit den Patienten gefährlich ist oder nicht, ist der Typ der die Bettpfannen und die Urinflaschen geleert hat. Aber ich bin mir sicher dass man da sehr vorsichtig war. Aber was da bei HBO behauptet wurde ist so falsch. Auch die Szene mit dem Beton um die Särge ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht fundiert.
Es gab ähnliche Fälle wo im sovjetischen U-Boot K129 ein Reaktorschaden 5 Freiwillige veranlasste, dort hinter einem Schott diverse Ventile zu öffnen. Diese Freiwilligen wurden akut und tödlich verstrahlt. Die übrigen Matrosen wurden auch verstrahlt, aber nur über die Nuklide, die die verstrahlten Personen über die Kleidung und die Haare hinter das Schott gebracht haben. Aber nur unwesentlich und soweit ich das recherchieren konnte haben die Überlebenden davon keinen nachhaltigen Schaden getragen. Denn was viele nicht wissen. Die meisten Radionuklide scheidet der Körper unbeschadet wieder aus. Was nicht verharmlosen soll wie hoch das Restrisiko trotzdem ist.

Die Zählung der Opfer durch die Absorbtion durch Fallout habe ich bewusst weg gelassen, weil die Zahl reine Orakelei ist. Und sich bereits Atomkraftgegner sehr uneinig sind über die Zahlen. Interessant ist dass es relativ wenig Krebs gab (was ja der Laie immer denkt wenn er an Radioaktivität denkt). Eher banale Gesundheitsprobleme wie allgemeine Immunschwächen, Probleme mit den Zähnen etc. Aber natürlich gar es auch einen deutlichen Anstieg bei Schilddrüsenkrebs.

EDIT: Ich will damit aber nicht den Aufenthalt in der Exklusion Zone komplett verharmlosen. Man KANN sich dort mit gewissen Spielregeln 365 Tage im Jahr aufhalten. Aber es ist nach wie vor kein Lebensraum für ein alltägliches Leben, wo Kinder unbeaufsichtigt aufwachsen könnten. Und es natürlich ein deutlich erhöhtes Restrisiko gibt.
Aber grundsätzlich würde ich sagen dass das Thema nichts mehr mit der FX3 zu tun hat. Da müssten wir dann doch einen anderen Thread für Offtopic aufmachen.




Jott
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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von Jott » Fr 26 Feb, 2021 08:19

Im Zuge einer Produktion habe ich letzter Zeit heftige körperliche Deformationen aus der Region gesehen, insbesondere bei Kindern. Kein Spaß.

Und jetzt möchte ich gerne eine FS5 Mark 3 mit dem Codecsatz der FX3. Och bitte.

Wer sich nicht für Vollformat interessiert, der wird von Sony gerade etwas ausgehungert. Hey, S35 ist Produktions-Standard, und aus guten Gründen.




Darth Schneider
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Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von Darth Schneider » Fr 26 Feb, 2021 08:50

Das Problem liegt doch an solchen Orten schon in der Luft, im Staub und halt somit so ziemlich überall. Sehr wahrscheinlich in seit Jahrzehnten mehr oder weniger unberührten Räumen ist doch das radioaktive Zeugs in kleinen Mengen überall noch viel mehr verteilt, als irgendwo draussen, wo es immer wieder regnet und windet.;)
Unterschätzen würde ich das nicht, einmal den falschen Staub aufwirbeln und einatmen genügt....
Gruss Boris
Ich werde der dunklen Seite widerstehen und mir die Pocket Pro heute nicht kaufen !




rush
Beiträge: 11594

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von rush » Fr 26 Feb, 2021 09:53

Jott hat geschrieben:
Fr 26 Feb, 2021 08:19
Und jetzt möchte ich gerne eine FS5 Mark 3 mit dem Codecsatz der FX3. Och bitte.

Wer sich nicht für Vollformat interessiert, der wird von Sony gerade etwas ausgehungert. Hey, S35 ist Produktions-Standard, und aus guten Gründen.
Sony fehlt offenbar noch ein umschaltbarer Kleinbildsensor der genau diesen Punkt adressieren könnte.

Man spürt es doch auch hier im Forum, der ein oder andere mag Kleinbild aber hat eben doch noch ein paar schöne S35 Linsen rumliegen die für Kleinbild bisher einfach überhaupt noch nicht existieren.

Möglicherweise ist es der kommende "A7 IV Sensor" der die Lücke schließen könnte wenn er einerseits um die 20-30 MP am Kleinbild mitbringt um im Umkehrschluss auch ohne Qualitätsverlust ins S35 Fenster umgeschaltet werden kann via Oversampling oder sauberem Crop.

APS-C bedarf dringend einer Neuauflage - sowohl im S35 Cine Bereich (FX5...) aber genauso bei den Fotoknipsen. Bin gespannt ob Sony diesen Markt weiter bedienen wird oder man straigt den Kleinbild-Weg einschlagen wird.
Denke aber das sie auch APS-C weiter pflegen werden - mit entsprechenden Abgrenzungen zu den Kleinbild-Boliden um diese nicht zu kanabalisieren.

Die FX9 zeigt ja das man S35 nicht völlig aus dem Fokus verloren hat - aber in den Preisklassen darunter isses momentan wirklich eher Mau.
keep ya head up




Rick SSon
Beiträge: 996

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von Rick SSon » Fr 26 Feb, 2021 10:25

r.p.television hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 14:20
rush hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 13:55


Finde ich jetzt in der Tat etwas anmaßend - denn Dual Gain ist allgemein noch nicht nicht allzu weit verbreitet und Nutzer die sich bisher wenig mit den Sonys beschäftigt haben können das einfach nicht wissen - zumal es Sony ja auch nicht offen kommuniziert. Wer sich also nicht näher damit beschäftigt und direkt loslegt wird sich definitiv auch im Bereich zwischen 5000-12800 bewegen.

Viel eher sollte Sony darauf hinweisen als potentielle Nutzer als Deppen zu bezeichnen wenn sie mit Kameras arbeiten wie man es bisher gewohnt war.
Ich finde das gar nicht anmaßend. Es gehört zur allerersten Hausaufgabe eines jeden Kameramannes sich mit den Stärken und Schwächen der Kamera auseinanderzusetzen, mit der er zukünftig arbeitet. Was mittlerweile ja noch viel einfacher ist aufgrund der tausend Videos im Netz. Aber selbst wenn die nicht vorhanden sind: Sobald ich meine Kamera ausgepackt habe filme ich Samples mit aufgesetztem Objektivdeckel mit den verschiedenen ISO-Stufen, um direkt Profile für Neat Video anzulegen. Spätenstens dann wäre auch mir aufgefallen dass man besser ISO 6400 bis ausschließlich 12800 meidet, und erst wieder mit 12800 filmt.
Und wenn ich mir eine Kamera leihe, sollte man nindestens einen Tag vorab einkalkulieren, um sich mit der Kamera einzuarbeiten.
Wer das nicht macht arbeitet eben nicht professionell und genauso werden dann halt auch die Ergebnisse. Aber ich denke keiner ausser den Testern wird mit unförderlichen ISO-Stufen filmen. Genauso wenig wie man - wenn man halbwegs Ahnung hat - mit F22 filmt. Förderliche Blenden gehören zwar generell zur allgemeinen Knowledge-Basic, aber man sollte sich immer mit der jeweiligen Kamera auseinandersetzen.
Als noch auf Film gedreht wurde gab es nicht umsonst zahlreiche Testdrehs wie diverse Kostüme auf jeweiligen Fimsorten gewirkt haben. Das gehört einfach zur Vorbereitung.
wir sprechen von dual iso, nicht von dual gain, wa?

Ich finds schon bisl ironisch irgendjemanden als idiot abzustempeln, der alle iso-stufen dieser kamera mit optimalem ergebnis benutzen möchte. Der Selling-Point dieser cams ist doch letztendlich flexibilität. Wenn die cam diese flexibilität nicht gewährleistet, wozu dann soviel geld ausgeben, wenn der Abstand zu anderen, günstigeren, oder sogar vorhandenen kameras gar nicht mehr so groß ist? Dann zahlt man nur für die Selbstbefriedigung das aktuellste Spielzeug zu besitzen. Kann ich aber auch nachvollziehen 😄

Aber es ist ohnehin immer tenor den leuten neues, angeblich supertolles zeug zu verkaufen, das man unbedingt braucht. Ob das nun auflösung, sensorgröße, angebliche 18 Blenden DR, oder ganz tolles, komprimiertes material ist spielt gar keine rolle.

Ich hab letztens echt schönes footage von ein paar zeiss s16 superspeeds gesehen. War HD, Freistellung gabs auch. just sayin.




Urtona
Beiträge: 99

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von Urtona » Fr 26 Feb, 2021 10:52

Marketingversprechen haben selten etwas mit der Realität zu tun, ob sie nun von Herstellern, Influencern oder Demogerät- oder Affiliate-Link-gepuderten Reviewern kommen. Und davon auszugehen, dass eine Kamera gefälligst in einzelnen Bereichen keine Limits zu haben hat, weil sie doch anders beworben wird, ist völlig unrealistisch und Wunschträumerei.

Consumern kann man es verzeihen, aber wie man als Pro eine Kamera in Betracht zieht, kauft oder einsetzt, ohne sich mit diesen Limits beschäftigt und sie antizipiert zu haben, ist mir völlig unverständlich. Ein Pro sollte es besser wissen.




r.p.television
Beiträge: 3276

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von r.p.television » Fr 26 Feb, 2021 14:53

Rick SSon hat geschrieben:
Fr 26 Feb, 2021 10:25
r.p.television hat geschrieben:
Do 25 Feb, 2021 14:20


Ich finde das gar nicht anmaßend. Es gehört zur allerersten Hausaufgabe eines jeden Kameramannes sich mit den Stärken und Schwächen der Kamera auseinanderzusetzen(....)
wir sprechen von dual iso, nicht von dual gain, wa?

Ich finds schon bisl ironisch irgendjemanden als idiot abzustempeln, der alle iso-stufen dieser kamera mit optimalem ergebnis benutzen möchte. D
Also wenn Du von optimalen Ergebnis sprichst bedarf es eben einer gewissen Vorbereitung. Aber ich glaube es kann jeder Grundschüler verinnerlichen, dass er im Idealfall ISO 6400 bis 10800 meidet.

Überlege mal wie es früher war. Da hatte man halt einfach dementsprechend weniger nutzbares Iso. Jetzt hat man Dual Iso und zwischen den Stufen halt eine Lücke, die man meiden sollte aber nicht muss. Was ist Dir lieber? Eine Kamera, die man, wenn man sich damit auseinandersetzt bis hoch zu 30.000 ISO nutzen kann oder eine Kamera bei der dann wie bei den meisten anderen bei ca. 10.000 Iso Schluß ist, weil es danach aussieht als ob Leoparden im Schneesturm tanzen? Man muss halt nur aufpassen bei der Bedienung. Aber das macht man doch sowieso immer. Oder läuft Deine Kamera auf Auto ISO?
Die A7siii diktiert halt schon ein wenig Grundwissen bzw. dass sich der Operator damit auseinandersetzt. Alleine auch wegen der LOG-Profile etc. Das ist jetzt keine Kamera, mit der Onkel Ludwig den Geburtstag von Tante Käthe filmt. Ich denke alleine der Preis schreckt den unambitionierten Hobbyfilmer ab.
Die alten Schultermühlen konnte man ja auch nicht jedem Dahergelaufenen auf die Schulter stemmen. Da musste man noch das Auflagemaß einstellen können und einige andere Dinge beachten, die heute selbstverständlich sind.
Auch ist es ja bereits durch andere Kameras bekannt geworden, dass zwischen den Dual Iso Stufen immer eine "Lücke" mit weniger förderlichen Stufen klafft. Es gab glaube ich bei einigen Kameras eine Art Automatik, bei der die Kamera ab einem gewissen ISO-Wert die andere Stufe aktiviert. Dann auch abwärts, als würde ich bei LOG mit ISO 320 belichten. Also eben auch mit Kompromissen wie reduzierter DR behaftet. Ich glaube das war sogar bei der EVA1?
Das beste ist man beschäftigt sich mit der Kamera. Dann ist das alles kein Problem. Ich hab vom ersten Tag an gewusst: Iso 640 bis 4000. Und dann ISO 12800 bis 16000 (mehr habe ich nie gebraucht). Kann man sich glaube ich merken.




radneuerfinder
Beiträge: 146

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von radneuerfinder » Fr 26 Feb, 2021 15:09

radneuerfinder hat geschrieben:
Di 23 Feb, 2021 22:27
Die FX-3 hat ja einen Sony Multi-Interface-Zubehörschuh. Von Sony gibt es einen, wenn auch leicht angestaubten, EVF für ihren Multi-Interface-Zubehörschuh:
https://www.sony.de/electronics/cyber-s ... /fda-ev1mk

Ob der passt?
Phillip Bloom hats ausprobiert: geht nicht. :-(

Ob ein SoftwareUpdate die Kontakte des Multi-Interface-Zubehörschuh an der FX-3 mit Bildsignalen belegen könnte, wird nur Sony wissen ...




r.p.television
Beiträge: 3276

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von r.p.television » Fr 26 Feb, 2021 15:23

radneuerfinder hat geschrieben:
Fr 26 Feb, 2021 15:09
radneuerfinder hat geschrieben:
Di 23 Feb, 2021 22:27
Die FX-3 hat ja einen Sony Multi-Interface-Zubehörschuh. Von Sony gibt es einen, wenn auch leicht angestaubten, EVF für ihren Multi-Interface-Zubehörschuh:
https://www.sony.de/electronics/cyber-s ... /fda-ev1mk

Ob der passt?
Phillip Bloom hats ausprobiert: geht nicht. :-(

Ob ein SoftwareUpdate die Kontakte des Multi-Interface-Zubehörschuh an der FX-3 mit Bildsignalen belegen könnte, wird nur Sony wissen ...
Er erwähnte dass dieser Sucher nur für die RX-Modelle entworfen wurde. Ich denke das wird eventuell hardwaremässig recht propietär angesteuert worden sein. Ich denke daher eher nein.




MrMeeseeks
Beiträge: 1175

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von MrMeeseeks » Fr 26 Feb, 2021 15:28

Sony ist auch dafür bekannt genau bei solchen Angelegenheiten absolut Null Mühe für eine Lösung zu investieren. Da wird schlicht ein neuer Sucher entwickelt und zum Kauf angeboten.




r.p.television
Beiträge: 3276

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von r.p.television » Fr 26 Feb, 2021 15:52

MrMeeseeks hat geschrieben:
Fr 26 Feb, 2021 15:28
Sony ist auch dafür bekannt genau bei solchen Angelegenheiten absolut Null Mühe für eine Lösung zu investieren. Da wird schlicht ein neuer Sucher entwickelt und zum Kauf angeboten.
Ich kann mir ohnehin vorstellen dass das große Aha-Erlebnis mit dem Erscheinen der Sony-Drohne kommt. Eventuell hat erst dann der fehlende Sucher und die plane Oberseite mit den drei Verschraubungen einen Sinn, wo der Sucher bei der A7s iii tatsächlich im Weg wäre.
Anders macht es für mich fast gar keinen Sinn. Die FX3 erscheint bis jetzt sehr obsolet. Ich bin gespannt.
Ist nur die Frage wenn das der Fall ist; warum Sony nicht beide Produkte zusammen vorstellt, anstatt die Leute mit einem Fragezeichen zurückzulassen.




prime
Beiträge: 1086

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von prime » Fr 26 Feb, 2021 15:53

r.p.television hat geschrieben:
Fr 26 Feb, 2021 15:52
Ich kann mir ohnehin vorstellen dass das große Aha-Erlebnis mit dem Erscheinen der Sony-Drohne kommt. Eventuell hat dann der fehlende Sucher und die plane Oberseite mit den drei Verschraubungen dann erst einen Sinn, wo der Sucher bei der A7s iii tatsächlich im Weg wäre.
Anders macht es für mich fast gar keinen Sinn. Die FX3 erscheint bis jetzt sehr obsolet. Ich bin gespannt.
Ist nur die Frage wenn das der Fall ist; warum Sony nicht beide Produkte zusammen vorstellt, anstatt die Leute mit einem Fragezeichen zurückzulassen.
Sehe ich genauso und in der Tat schon eigenartig, das Sony das Teil so schnell auf den Markt geworfen hat. Ich hatte sogar erwartet, FX3 + Drohne + neue motorisierte Optiken und passende Steuerung - alles in einen Zug. Andererseits ist ja Sony berühmt dafür viele, sehr viele ähnliche Produkte zeitnah auf den Markt zu bringen (kann sich noch jemand an die Modellvielfalt beim Walkman erinnern?).




r.p.television
Beiträge: 3276

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von r.p.television » Fr 26 Feb, 2021 16:00

prime hat geschrieben:
Fr 26 Feb, 2021 15:53
r.p.television hat geschrieben:
Fr 26 Feb, 2021 15:52
Ich kann mir ohnehin vorstellen dass das große Aha-Erlebnis mit dem Erscheinen der Sony-Drohne kommt. Eventuell hat dann der fehlende Sucher und die plane Oberseite mit den drei Verschraubungen dann erst einen Sinn, wo der Sucher bei der A7s iii tatsächlich im Weg wäre.
Anders macht es für mich fast gar keinen Sinn. Die FX3 erscheint bis jetzt sehr obsolet. Ich bin gespannt.
Ist nur die Frage wenn das der Fall ist; warum Sony nicht beide Produkte zusammen vorstellt, anstatt die Leute mit einem Fragezeichen zurückzulassen.
Sehe ich genauso und in der Tat schon eigenartig, das Sony das Teil so schnell auf den Markt geworfen hat. Ich hatte sogar erwartet, FX3 + Drohne + neue motorisierte Optiken und passende Steuerung - alles in einen Zug.
Interessant wäre dann wie diese neuen, eventuell motorisierten Optiken aussehen. Für die Drohne würde sich ja von den Brennweiten das relativ neue 16-35mm t3.1 anbieten. Aber das ist eigentlich schon wieder viiieeel zu schwer und groß. Da wird eher die Klientel adressiert die mit der Größe der Optik beeindrucken will. Cool wäre es, wenn es sowas mit normalen Abmessungen geben würde, ohne die Optik durch ein Angeber-Gehäuse aufzublasen. Denn unter dem riesigen Tubus ist nichts anderes als das normale 16-35mm f2.8, was ich bereits habe. Nur eben mit einem Zoomrocker (der demontiert werden kann. Der Zoom funktioniert auch ohne den mit einer Zoomwippe von der Kamera.

Das irgendwas in der Art kommen muss ist eigentlich klar. Irgendeinen Benefit muss die Lösung von Sony ja gegenüber den DJI-Produkten haben.




rush
Beiträge: 11594

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von rush » Fr 26 Feb, 2021 16:07

r.p.television hat geschrieben:
Fr 26 Feb, 2021 15:52

Anders macht es für mich fast gar keinen Sinn. Die FX3 erscheint bis jetzt sehr obsolet. Ich bin gespannt.
Die FX3 ist für viele sicherlich eine der merkwürdigsten Ankündigungen von Sony. Für mich ja auch.

Aber vllt. darf man das Ding nicht zu sehr aus hybrider Sicht betrachten, sondern tatsächlich einfach als "Abrundung" der s.g. Cine Line von Sony.. FX9, FX6, FX3... die Reihe musste kurzerhand nach unten hin abgeschlossen werden, vllt. etwas überstürzt um Käufer abzuhalten zu BMD oder anderen Firmen abwandern zu sehen.

Bei Produktionen (ja iasi, das Ding hat Cine als Schriftzug aber da wird sie womöglich selten genutzt werden) in denen eine FX9 oder FX6 als Haupt-Unit zum Einsatz kommt hat die FX3 gewiss Ihre Berechtigung. Sie kann ohne Klimbim in einer beliebigen Ecke des Raumes oder auch in einem Auto montiert werden und rennt dann solang bis der Akku leer oder die Speicherkarten vollgeschrieben sind - alternativ womöglich stundenlang am Netz. Ohne Überhitzungsangst. Für Produktionsfirmen ist genau DAS vllt. ein Argument... Autarker kleiner Hobel der irgendwo in der Ecke teil oder vollautomatisiert seine Arbeit verrichtet und direkt etwas "more rugged" daherkommt als eine A7sIII... und dann noch das Tally-Light - endlich sieht der Autor, Produktioner oder Kameramann aus der Ferne: jupp, Kamera rollt noch ;-)
Manchmal sind es vllt. wirklich die kleinen Details? Ein kommendes Motorzoom - vllt. steuerbar per App? Potential gäbe es da schon noch...

Für mich gibt es weiterhin kaum plausible Pro-Argumente für die FX3 - aber Sony hat den Sensor nunmal fertig entwickelt und womöglich in großen Stückzahlen am Start - also wird er ohne Liebe zum Detail möglichst breit verwurstet. Wirkt zumindest ein wenig so.
keep ya head up




roki100
Beiträge: 6783

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von roki100 » Fr 26 Feb, 2021 16:46

"Sony does not allow the shutter speed to be adjusted as shutter angle, which may annoy some filmmakers." https://petapixel.com/2021/02/23/sony-r ... used-body/

24FPS geht auch nicht!?

Cine Camera?
Boris, die P6KPro hat all das was Dir bei P4K fehlt. Vergiss daher die P6KPro!




r.p.television
Beiträge: 3276

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von r.p.television » Fr 26 Feb, 2021 16:47

rush hat geschrieben:
Fr 26 Feb, 2021 16:07


Aber vllt. darf man das Ding nicht zu sehr aus hybrider Sicht betrachten, sondern tatsächlich einfach als "Abrundung" der s.g. Cine Line von Sony.. FX9, FX6, FX3... die Reihe musste kurzerhand nach unten hin abgeschlossen werden, vllt. etwas überstürzt um Käufer abzuhalten zu BMD oder anderen Firmen abwandern zu sehen.

Bei Produktionen (ja iasi, das Ding hat Cine als Schriftzug aber da wird sie womöglich selten genutzt werden) in denen eine FX9 oder FX6 als Haupt-Unit zum Einsatz kommt hat die FX3 gewiss Ihre Berechtigung.
Also ich kann nur für die Produktionshäuser sprechen mit denen ich als Kameramann zusammenarbeite. Bei denen haben sich Kameras wie die A7sii und A7iii bereits sehr etabliert und erfreuen sich dort wegen der Kompaktheit größter Beliebtheit. Die A7siii wird da noch beliebter werden. Und ich bezweifle dass die auf einen EVF verzichten wollen, wenn man die Kamera mit EVF sogar günstiger bekommt. Der Ton ist dort komplett egal, weil die alle mit Systemen wie Tentacle arbeiten, wo einfach nur der Tentacle-Dongle an die Kamera kommt. Da reicht der 3,5mm Klinke-Anschluß bzw da wäre ein XLR eher hinderlich.




Mediamind
Beiträge: 1074

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von Mediamind » Sa 27 Feb, 2021 14:49

Ob man den Griff mit den XLR-Anschlüssen auch an der A7SIII optional betreiben kann?




Axel
Beiträge: 13770

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von Axel » Sa 27 Feb, 2021 16:41

Mediamind hat geschrieben:
Sa 27 Feb, 2021 14:49
Ob man den Griff mit den XLR-Anschlüssen auch an der A7SIII optional betreiben kann?
Es werden wahrscheinlich dieselben Kontakte sein, aber:
Bild
Ganz offensichtlich fehlt bei der A7Siii dann die Fixierung.

Aber die nonchalante Art und Weise, wie in den FX3-Clips die Kamera immer durch die Gegend getragen wird, hat es mir angetan, und ich baute aus meinem Smallrig/Fotga/Proaim/Andoer-Bastelkasten ebenfalls ein Tophandle. Aber das war mir zu klobig. Ich suchte auf Amazon und fand dieses, das wegen der Arri-Arrettierung super zum Smallrig-Cage passt. Lässt sich auch prima als Rechtshandle benutzen. Wenn das auf dem Foto unbequem aussieht, dann deshalb, weil ich mit der anderen Hand das Handyfoto mache:
Bild

Bereust du eigentlich das Update? Ich hätte morgen Gelegenheit, es zu machen, bin mir aber nach deinem Bericht etwas unschlüssig ...
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Mediamind
Beiträge: 1074

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von Mediamind » Sa 27 Feb, 2021 17:59

Der Handle sieht wirklich gut aus. Die Ergonomievorteile der FX3 sehe ich auch. Das wäre eine gute Erweiterung für mich gewesen. Jedoch hätte ich mir da etwas mehr gewünscht. Den variablen ND der größeren FXe hätten mich in Versuchung geführt. Für mich ist der fehlende Sucher für meine Art zu filmen ein Dealbreaker. Ich bin kurzsichtig und mittlerweile sehe im Nahbereich auch nicht mehr so gut. Der sehr gute Viewfinder der A7S3 mit seiner Dioptrinanpassung ermöglicht mir ein stressfreies Arbeiten. Mit dem Backdisplay alleine würde ich nicht glücklich. Also weiter auf eine A1 sparen (nur noch 5K bis bis zum Ziel fehlen mir) oder schauen, was die A7IV alles bringt.
Zum Update: Ich habe die Zebras erst einmal auf 93% +/- 3 runter gedreht. Mit dem Ninja V und FCPX gegen geprüft, scheint zu passen. Ich wollte heute eigentlich noch eine Lichtinstallation filmen. Bisher habe ich keine echte Erfahrung mit Version 2.0 sammeln können. Das neue Profil 11 sieht jedenfalls nicht verkehrt aus. Ich weis jedoch nicht, ob ich das wirklich nutzen werde. Beim S-Log3 ist der Mehraufwand doch eher gering, will man sich wirklich die geringere DR antun? Gegenüber der S1 hat die A7SIII schon weniger DR, das will ich nicht weiter reduzieren.




rush
Beiträge: 11594

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von rush » Do 11 Mär, 2021 23:43

Jetzt kommt endlich das passende Full Frame fähige Standardzoom für die Fx6, Fx3 und a7sIII... man benötigt nur noch einen PL -> Sony E Adapter nebst massiven Stützen...

Das Takumi2 - Ein potentes 29-120er mit T/2.9
Screenshot_20210311-233842_Chrome.jpg

Das Takumi1 - ein 40-332mm Zoom ist bereits verfügbar.

http://www.musashi-opt.co.jp/global/index.html
keep ya head up

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Funless
Beiträge: 4362

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von Funless » Do 11 Mär, 2021 23:45

Hat das Ding einen eingebauten Tragegriff? Sehe ich das richtig?? 😳
MfG
Funless

Leonidas hat geschrieben:THIS!! IS!! SPARTA!!




rush
Beiträge: 11594

Re: Sony FX3 vorgestellt - die bessere Sony Alpha 7S III für Filmer

Beitrag von rush » Do 11 Mär, 2021 23:48

Bei knapp 8kg doch ziemlich praktisch :-)
keep ya head up




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