pixelschubser2006
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von pixelschubser2006 » Mo 11 Sep, 2017 19:03

Also nun mal halblang hier. Bevor wir jetzt hier auf dem Level ankommen, wo alles, was Nikon macht, Kernschrott ist, was keiner will, muss ich mal provokativ fragen:

Was hat Nikon denn bei den Einsteigermodellen verkehrt gemacht?

Und bei den Modellen für die Hobbyfotografen?

Ja, keine Frage. Nikon hat keine Antwort auf die A7, und auch die DSLR mit ähnlichen Leistungsdaten könnten mal überarbeitet werden. Aber deswegen sind doch Einsteiger- und Mittelklassemodelle nicht plötzlich schlecht? Machen die miese Bilder? Klappern die? Gehen die kaputt? Also ernsthaft: Ihr übertreibt. Die Einsteiger-DSLR sind alle schon so überfrachtet, daß man schon genau aufpassen muss, daß sie nicht die größeren Kameras kannibaliseren. Sicher, es fällt den Herstellern nix Besonderes mehr ein. Wozu auch. Der durchschnittliche Käufer hat schon seine D3000 und ist mit noch mehr Technik hoffnungs überfordert. Damit Familienpapi bessere Bilder macht, brauchts keine neue Knipse, sondern ein anständiges Fotobuch. Den müsste man mal mit Taschenlampe und guter Fachliteratur in der Besenkammer einsperren.
Und die ambitionierten Aufsteiger haben mit der D7200 ein tolles Werkzeug. Oder etwa nicht???




rush
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von rush » Mo 11 Sep, 2017 19:12

Mich hat Nikon ja schon vor weit über einem Jahr als jahrelangen Kunden verloren... Bin digital seit der D70s im Nikon-Universum unterwegs gewesen und habe verschiedene Modellzyklen miterlebt - inklusive dem Schlenker zur S5 Pro von Fuji mit Nikon Bajonett und zuletzt der D750.

Alles feine Kameras - gar keine Frage. Insbesondere mit der D750 war ich wirklich sehr zufrieden... sehr gute BQ, schneller AF, eine hervorragende Dynamik... und sogar Bewegtbild nutzbar, wenn auch ohne eingebaute Helferlein.
Aber rein fotografisch sind das echt gute Maschinen - inkl. der 7000er Serie.

Aber irgendwann reicht das eben nicht mehr, wenn sich der Markt und die eigenen Bedürfnisse verändern.
Canon lebt ja auch heute noch vom Objektivpark, gleiches gilt für Nikon... da gibt es fast nichts, was es nicht gibt... sowohl Original als auch von Fremdherstellern. Der Profi kann damit sicher noch Jahre problemlos und zufrieden mit arbeiten.

Für mich als Hobbyist - der gern zwischen Foto und Video-Welt pendelt - bietet Nikon allerdings aktuell nicht mehr das was mir so vorschwebt und ich bei anderen Herstellern sehe bzw. gesehen habe.
Klar, man könnte auch zwei dedizierte Geräte nutzen - aber darauf habe ich eben keine Lust. Ich komme mehr und mehr zu der Erkenntnis, das mich mehr und mehr Gerödel eher negativ beeinflusst und bremst.
Wo früher noch eher mal Rig, Kompendium und externer Moni zum Einsatz kamen, isses heut bei mir oft nur noch der magnetisch aufsteckbare Vari-ND und interne EVF.

Nikon wird als Traditionsmarke sicherlich nicht so schnell verschwinden... vllt. tun sie sich ja auch wirklich mit Fuji oder Co zusammen... die aktuellen Patente laut diversen Rumor-Seiten für spiegellose Kameras jedenfalls klingen durchaus nicht uninteressant und wären ein deutlicher Schritt in Richtung Zukunft und nach vorn.

Und man darf eben auch wie bei Canon nicht vergessen... Gläser halten ein System am leben. Und viele scheuen den Wechsel - weil er aufwändig und mit Kosten verbunden ist - zudem oft nicht vergleichbar zu schließen ist, schon gar nicht in der noch jungen spiegellosen Glas-Welt... ganz zu schweigen von den Inkompatibilitäten in Sachen AF und Co... bei Canon geht es ja halbwegs, aber von Nikon kommend ist es unbefriedigend.
keep ya head up




Jan
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Jan » Mo 11 Sep, 2017 19:15

Spiegelreflex macht bis auf den Sucher (nur Fotobetrieb) einfach im Jahr 2017 Null Sinn, das hat Panasonic auch schon im Jahr 2008 gewusst. Die Nachteile überwiegen bei den Spiegel(reflexkameras). Die Mehrzahl der Kundschaft (außer Profis) möchte aktuell eine kleine Kamera mit guten Bildergebnissen und keinen Klopper wie die D3400, D5600 oder D7200 mit guten Bildergebnissen. Nikon ignoriert einfach seit Jahren den Kundenwunsch. Eine Zeit lang konnten sie wie schon von einem anderen User besprochen, mit Aktionsangeboten (oft 3000er Serie) in den Märkten punkten. Nikon vertraut auf die älteren Kunden, aber selbst ein Teil davon wechselt zu einer Systemkamera. In der aktuellen technischen Zeit wird Schlafmützigkeit sofort bestraft, wie bei Nokia. Dass Canon und Nikon das bessere Objektivangebot hat, ist für den Normalkunden komplett unwichtig. Der Normalkunde (80% aller Kunden) kauft ein Telezoom, dann ein 50 F1,8 und manchmal noch ein Weitwinkelzoom, was unter 28mm Weitwinkel geht und wenn es hart kommt noch ein Macro. Diese Objektivvarianten bieten alle Firmen an. Ob Nikon oder Canon dann noch 70 andere Objektive anbieten, von Tilt/Shift zu Supertele, interessiert im Prinzip nur einige Profis.


VG
Jan
Wer es nicht einfach erklären kann, hat es auch noch nicht verstanden.

Albert Einstein (1879-1955)




Peppermintpost
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Peppermintpost » Mo 11 Sep, 2017 19:32

der punkt des tunnelblicks hier in forum ist sicher nicht falsch. aber ich würde die kunden die sich kameras kaufen nicht zwingend in die video und die foto fraktion teilen, sodern eher nach technik enthusiasten und anwendern.

die gruppe der technik enthusiasten kauft das was deren fetisch nach neuer technik am besten befriedigt. da stellt sich die frage nach der sinnhaftigkeit überhaupt nicht. jemand der mit einer kamera mit 5 bildern/sec kein anständiges bild hin bekommt, der schafft es mit 11 bildern/sec auch nicht. wer seine bilder mit 11 blenden dynamik nicht richtig belichtet bekommt schafft es auch mit 15 blenden nicht. das ist aber garnicht der punkt, bei technik enthusiasten existiert ein kleiner geist im gehirn der sagt was man kaufen muss und die kriterien sind da meistens nicht rational. das geht bei der richtigen marke los und endet bei irgendwelchen technischen details.
Diese zielgruppe sucht auch nicht nach einer bestimmten preisklasse, der preis spielt da eine eher untergeordnete rolle. ich würde mal behaupten, das dieser technik fetisch bei allen von uns ausgeprägt vorhanden ist und einen starken einfluss auf unser kaufverhalten hat. das hier zu lesen und noch schlimmer hier etwas zum thema zu schreiben beweist das.

die zweite gruppe der anwender hat da total andere ansätze. der urlaubsfilmer, der selfi fan der social media macher will halt irgend was was ein photo oder video macht. da deckt die aktuelle qualität der handys alle wünsche ab. nur logisch das der billo kompakt markt zusammenbricht. eine 100euro canon knipse ist nunmal nicht wirklich besser als ein handy, oder zumindest nur in bereichen wo es den anwender nicht juckt.

dann gibts da die zweite kathegorie der anwender zu der wir uns gerne alle zählen. die anwender bei denen technische qualität wichtig ist. sorry, es tut mir leid das zu sagen, aber wir leben da in einer wunsch wolke. diejenigen bei denen die qualität eine rolle spielt, die kaufen die kameras nicht. die gehen bei einem projekt zum verleiher und mieten das zeugs was sie brauchen und gut ist. alle anderen erzählen sich selber nur märchen um ihren technik fetisch zu kaschieren.

die produkte die die verschiedenen kamera hersteller produzieren, die in diesem technik fetisch bereich spielen spiegeln auch genau das wieder. die objektive qualität die ein produkt für 1000euro und ein produkt für 4000 euro raus gibt kommt beim wirklichen anweder doch garnicht an, und die ist auch egal, weil alles entweder gut genug oder viel zu schlecht ist, je nachdem ob man das glas als halb voll oder halb leer sieht.
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leave the gun take the cannoli
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Frank B.
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Frank B. » Mo 11 Sep, 2017 19:43

Ich stimme hier Jan zu und deutete es weiter oben ja auch schon mal an, dass Größe und Gewicht heute eine sehr große Rolle spielen. Im Consumerbereich will heut kaum mehr mit riesigen Videotaschen mehr rum laufen. Die kleinen DSLMs bringen inzwischen die gleiche Bildqualität wie die DSLR Klopper. Dazu ein Reiseobjektiv und nach und nach was man so ergänzen will. Damit sind Consumer zufrieden. Und 4K natürlich. ;)




nachtaktiv
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von nachtaktiv » Mo 11 Sep, 2017 23:25

leute, die gefahr des tunnelblicks seh ich nicht. wegen internet. wir können alle jederzeit auf verkaufszahlen oder in youtube channels, facebook gruppen und foren schauen. wenn man sich selbstgewählt in seine eigene fanboy filterblase zurückzieht, dann ja. aber dann ist man auch selbst schuld.

und ich denke schon, daß es einen massenmarkt jenseits der 2000€ grenze gibt. es gibt millionen fotografen auf der welt, die mit knipserei ihr geld verdienen. das sind die gleichen leute, bei denen die kunden immer öfter nach foto UND film fragen. hochzeitsfilm PLUS fotos ist natürlich cooler, als nur fotos. diesen kundenbedürfnissen tragen im moment nur sony und pana nennenswert rechnung. und der rest dümpelt hinterher.
Zitat Beiti : "
beiti hat geschrieben:Ich glaube, dass das Licht am Tag gar nicht so viel anders ist als in der Nacht - nur heller.
"




Funless
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Funless » Di 12 Sep, 2017 00:09

Hä? Ist das dein Ernst? Internet? Wo ist denn das hier? Nicht Internet? YouTube Channel, Facebook Gruppen?? Schon mal was von Influenzer gehört? Meinste etwa wirklich die fünf bis zehn Bloggy-Hanseln auf YT mit ihrem "why I switched from Canon/Nikon to blablabla tralala" sind in irgendeiner Art und Weise repräsentativ, geschweige denn unabhängig? Genau all die Beispiele die du oben genannt hast, tragen zu genau der angesprochenen ...
nachtaktiv hat geschrieben:fanboy filterblase
... bei.

Klar gibt's Millionen von Fotografen, die mit ihrer knipserei Ihr Geld verdienen, aber die wechseln nicht alle zwei/drei Jahre ihr Equipment, erst recht nicht weil Bloggy-Gronk auf YT oder FB rumtönt was für'ne geile Foto-Video-Karre die GHx/A7/9 etc. pp. ist.

Und gerade die Hochzeitsfilmer machen auf Hochzeiten Filme, während die Hochzeitsfotografen (na was? Ja genau:) Fotos machen. Und sollte vom Brautpärchen mal beides gewünscht werden, kommen mindestens zwei "Spezialisten" mit mindestens zwei unterschiedlichen Geräten zum Einsatz. War schon vor 30 Jahren auf meiner Hochzeit so.

Zudem gibt's allein in diesem Forum (weil ist ja Internet) genügend Threads in denen breitgetreten wurde, dass für'ne One-Man-Show auf'ner Hochzeit Filmen und Knipsen nicht besonders zielführend ist.

Es ist wie cantsin und Peppermintpost bereits sehr treffend beschrieben haben, wir alle hier (mich eingeschlossenen) sind im Vergleich zum Otto-Normal-Konsumenten ein Haufen Freaks. Ich persönlich find's okay, dass es so ist.
MfG
Funless


Zitat des Monats:
"Ich werde es Ihnen sagen Mr. Wang, wenn Sie mir verraten wie es sein kann, dass eines der brilliantesten Gehirne unseres Jahrhunderts nicht in der Lage ist Präposition und Artikel korrekt anzuwenden!"




cantsin
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von cantsin » Di 12 Sep, 2017 00:15

nachtaktiv hat geschrieben:
Mo 11 Sep, 2017 23:25
es gibt millionen fotografen auf der welt, die mit knipserei ihr geld verdienen. das sind die gleichen leute, bei denen die kunden immer öfter nach foto UND film fragen.
Okay, lass uns mal sehr optimistisch schätzen, dass es 10 Millionen sind. Und dann noch mal sehr optimistisch, dass ein Drittel von denen Nikon kauft. Und ebenfalls sehr optimistisch, dass die ihre Kamera ungefähr alle drei Jahre ersetzen. Dann landen wir bei ungefähr einer Million Kameras pro Jahr, macht bei einem Preis von 2000 Euro pro Kamera einen Umsatz von ca. 2 Milliarden Euro. Damit kann sich eine Firma, die laut Wikipedia momentan 6,5 Milliarden Euro umsetzt, nicht über Wasser halten.

Die Realität dürfte, in Bezug auf Nikons DSLR-Verkäufe, erheblich trüber aussehen.




rush
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von rush » Di 12 Sep, 2017 06:32

nachtaktiv hat geschrieben:
Mo 11 Sep, 2017 23:25
hochzeitsfilm PLUS fotos ist natürlich cooler, als nur fotos.
Genau das funktioniert als one man show aber eben nur beschränkt - zumindest gleichzeitig beides am selben Tag... irgendwas bleibt dann immer auf der Strecke.
Der "Profi" auf der Hochzeit hat i.d.R. sowieso zwei Bodies über der Schulter hängen - oder zumindest einen als Backup im Kofferraum liegen... sollte sie bzw. er zumindest.

Allerdings sehe ich den Hybridtrend auch immer weiter voran schreiten... ich könnte mir bspw. vorstellen mit meiner a7rii sowohl eine Hochzeit zu fotografieren - genauso wie sie filmisch zu begleiten. Aber keineswegs beides parallel, sondern jeweils nur eines von beiden. Dem Gerät an sich jedenfalls traue ich beides problemlos zu wenn man damit umzugehen weiß.

Viel relevanter ist letztlich ob man auch den Blick dafür hat und weiß wie Video funktioniert. Viele Fotografen haben logischerweise ein gutes Bildgefühl, aber nicht unbedingt Erfahrung mit der Montage von bewegten Bildern.
Sie bieten es aber vereinzelt mal mit an, weil es von Kunden gewünscht wird... besonders junge Paare haben ja oft schon kaum das Budget für eine professionelle Tagesbegleitung und sind dann empfänglich für solche Angebote.

Ich war zuletzt mal wieder Gast auf einer Hochzeit... und dort gab es tatsächlich eine Foto/Videografin in einer Person... geschultert waren je nach Situation ein bis zwei Canon Bodies und es gab einen stetigen Wechsel zwischen der Knipserei und Filmerei. Sicherlich funzt das schon auch irgendwie, aber das Brautpaar war in einigen Situationen durchaus froh auch auf Bilder zurückgreifen zu können die ich parallel und im Hintergrund just for fun gemacht habe.
keep ya head up




Frank B.
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Frank B. » Di 12 Sep, 2017 07:21

Zu den Millionen von Fotografen hab ich das hier gefunden:
http://www.fotoassistent.de/blog/2012/w ... utschland/

Ich denke 5000 Profifotografen (die selbst fotografieren und dazu Profigeräte nutzen) in Deutschland werden realistisch sein. Wenn man diese Zahl (eines hoch entwickelten Industrielandes) auf die Welt hochrechnet, erkennt man, dass kein Hersteller nur von den Profis leben kann. Weltweit wird es keine Million an Profifotografen geben.
Man braucht die Amateure und die Freaks und die haben auch gewisse Ansprüche über die hier genügend geredet wurde.
Top Flaggschiffe reichen nicht, es müssen auch einige Geräte ins Portfolio, die den Massenmarkt bedienen und die müssen heute klein, leicht, gut zu bedienen, voll mit Features und Einstellmöglichkeiten und möglichst preiswert sein. Idealerweise positioniert ein Hersteller seinen Einstieg in die Profiwelt bei maximal 3000 Euro, eher niedriger. Damit findet er auch viele engagierte Amateure, die sich dort bedienen.
Der Markt unter 500 Euro wird sicher kleiner werden, wegen der Handykonkurrenz und der Markt von 500. - 2500 Euro wird der sein, auf dem sich Firmenschicksale entscheiden.




pixelschubser2006
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von pixelschubser2006 » Di 12 Sep, 2017 08:15

Im News-Sektor mache ich das auch und das lässt sich ganz gut händeln. Die besten Bilder habe ich hinterher entweder im Foto oder auf Video. Aber immer alles so gut, daß man es verkaufen kann. Das kommt aber immer auf die Situation an. Es ist hart, beides zu machen. Bei Hochzeiten würde ich das nicht machen, dafür ist das zu anspruchsvoll. Habe das mal partiell auf unserem Schützenfest im Ort gemacht. Nur just for machsochismus, not for the money. Also, das mache ich nicht wieder. Fotostrecken ja, Video nein.

Und ja, Du hast recht. Für Fotografen ist der Einstieg in Video etwas leichter, aber weitaus schwerer als man meint. Ich hab mich jedenfalls schwer auf den A.... gesetzt. Ist doch eine ganz andere Welt. Und ohne meine Fernsehtechniker-Lehre wäre die Sache noch erheblich schwerer gewesen. Und obwohl ich heute Geld dafür bekomme und auch News fürs TV drehe, sehe ich noch viel Luft nach oben und arbeite stetig, um mich weiterzuentwickeln. Das sollte man eh immer.
rush hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 06:32
nachtaktiv hat geschrieben:
Mo 11 Sep, 2017 23:25
hochzeitsfilm PLUS fotos ist natürlich cooler, als nur fotos.
Genau das funktioniert als one man show aber eben nur beschränkt - zumindest gleichzeitig beides am selben Tag... irgendwas bleibt dann immer auf der Strecke.
Der "Profi" auf der Hochzeit hat i.d.R. sowieso zwei Bodies über der Schulter hängen - oder zumindest einen als Backup im Kofferraum liegen... sollte sie bzw. er zumindest.

Allerdings sehe ich den Hybridtrend auch immer weiter voran schreiten... ich könnte mir bspw. vorstellen mit meiner a7rii sowohl eine Hochzeit zu fotografieren - genauso wie sie filmisch zu begleiten. Aber keineswegs beides parallel, sondern jeweils nur eines von beiden. Dem Gerät an sich jedenfalls traue ich beides problemlos zu wenn man damit umzugehen weiß.

Viel relevanter ist letztlich ob man auch den Blick dafür hat und weiß wie Video funktioniert. Viele Fotografen haben logischerweise ein gutes Bildgefühl, aber nicht unbedingt Erfahrung mit der Montage von bewegten Bildern.
Sie bieten es aber vereinzelt mal mit an, weil es von Kunden gewünscht wird... besonders junge Paare haben ja oft schon kaum das Budget für eine professionelle Tagesbegleitung und sind dann empfänglich für solche Angebote.

Ich war zuletzt mal wieder Gast auf einer Hochzeit... und dort gab es tatsächlich eine Foto/Videografin in einer Person... geschultert waren je nach Situation ein bis zwei Canon Bodies und es gab einen stetigen Wechsel zwischen der Knipserei und Filmerei. Sicherlich funzt das schon auch irgendwie, aber das Brautpaar war in einigen Situationen durchaus froh auch auf Bilder zurückgreifen zu können die ich parallel und im Hintergrund just for fun gemacht habe.




strassenfilm
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von strassenfilm » Di 12 Sep, 2017 11:10

Ich durfte gestern Abend ein paar Videos bewundern, die ein befreundeter Journalist, fotografisch nicht völlig unbedarft, mit seinem Galaxy S7 in New York gemacht hat. Natürlich hat der Filmer in mir nach 'crushed blacks', 'blown highlights' und Fokuszucken etc. gesucht und das hier und da auch gefunden, aber gleichzeitig hat mich die Qualität der Aufnahmen umgehauen. Die Videos waren schlicht und einfach brilliant und superstabil trotz handheld - jede Stockfootage-Agentur würde die jederzeit akzeptieren und auch verkaufen. Das Footage wäre auch in sämtlichen TV-Dokus problemlos zu verschneiden, es würde (fast) niemandem auffallen:
Fakt ist, daß außer Profis und engagierten, technikbegeisterten Amateuren NIEMAND mehr einen relevanten Unterschied zu Profikameras sehen kann - ich will das nicht werten, nur feststellen. Dazu kommt, daß die Leute mit nem Großdisplay-Smartphone ihr Postproduction- und Distributionstool schon in der Hand halten. Die brauchen kein 4k-Schnittsystem mehr, dafür gibts Apps. Kann man die Nase drüber rümpfen, mache ich auch, ist aber irrelevant. Es ist auch irrevelant, ob ich die Portrait-Funktion vom neuen iPhone belächle - Fakt ist, daß diese Qualität für fast alle Menschen da draußen ausreicht.

Von daher denke ich, daß die Foto/Video-Consumersparte keinerlei Überlebenschance mehr hat. In der Diskussion oben wurden die Auswirkungen auf verschiedene Firmen ja schon beleuchtet, und ich denke auch, daß Konzerne, die breiter aufgestellt sind, hier eindeutig die besseren (Überlebens-)Chancen haben.




Darth Schneider
Beiträge: 934

Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Darth Schneider » Di 12 Sep, 2017 16:07

An Strassenfim
Das denke ich nicht, Viele Hobbyfotografen und Hobbyfilmer wollen nicht nur mit einem Smartphone ihr Hobby ausüben. Nicht wegen der Qualtät der Bilder sondern wegen dem Formfaktor. Ich denke es wird auch in 100 Jahren noch Kameras geben, die mögen anders aussehen und kleiner werden, aber vom Markt verschwinden werden diese ganz bestimmt nicht. Ich denke die Smartphones werden vorher verschwinden, weil es diese in der Zukunft nicht mehr braucht, laut Zuckerberg. Ich denke da hat er recht. Die Technolgie die in einem Smartphone steckt kann man heute schon in Brillen oder Kleidungsstücke einbauen. In 10 Jahren dann in einen Hemdknopf, oder Jackenknopf. Wozu dann noch ein Smartphone ?
Aber Kameras wird es immer brauchen und da unsere Hände nicht kleiner werden in der Zukunft, werden die Kameras, die von den Menschen in der Hand gehalten werden auch in 100 Jahren nicht so viel kleiner werden, aber manche fliegen dann wahrscheinlich automatisch um uns herum. Aber geschnitten wird ganz sicher nicht auf einem Smartphone, sondern mit etwas grösserem, da ja der Editor keine Lust hat seine Augen kaputt zu machen.
Gruss Boris
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Di 12 Sep, 2017 16:27, insgesamt 2-mal geändert.




nachtaktiv
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von nachtaktiv » Di 12 Sep, 2017 16:10

Funless hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 00:09
Hä? Ist das dein Ernst? Internet? Wo ist denn das hier? Nicht Internet? YouTube Channel, Facebook Gruppen?? Schon mal was von Influenzer gehört? Meinste etwa wirklich die fünf bis zehn Bloggy-Hanseln auf YT mit ihrem "why I switched from Canon/Nikon to blablabla tralala" sind in irgendeiner Art und Weise repräsentativ, geschweige denn unabhängig? Genau all die Beispiele die du oben genannt hast, tragen zu genau der angesprochenen ...
nachtaktiv hat geschrieben:fanboy filterblase
... bei.
du wirst es kaum glauben, aber im netz findest du neben influenza auch noch nüchterne zahlen. man muss eben nur wisen, wo man sie findet.
Funless hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 00:09
Klar gibt's Millionen von Fotografen, die mit ihrer knipserei Ihr Geld verdienen, aber die wechseln nicht alle zwei/drei Jahre ihr Equipment, erst recht nicht weil Bloggy-Gronk auf YT oder FB rumtönt was für'ne geile Foto-Video-Karre die GHx/A7/9 etc. pp. ist.
nicht alle. das ist richtig. aber ich wüsste nicht, warum der fotograf, der sich jedes jahr ein neues iphone oder galaxy andrehen lässt, nicht auch der gleichen schwäche bei kameras erliegen sollte. GERADE wenn du ne kamera nach 1-2 jahren verkaufst, und eine neue holst, musst du ja nach verkauf des alten modells nicht so viel drauf zahlen, um den heißen scheiss zu haben. da gilt es, solange den vorgänger verticken, solang er noch was wert ist. manche verkaufen auch schon eine cam, wenn das nachfolgemodell kurz vor auslieferung ist. das kann ich auch jedes mal hier im forum beobachten, wenn nach einem hype z.b. auf einmal viele BMPCCs oder A7S in der "biete" ecke aufgetaucht sind. da wird dann schon aufs nachfolgemodell geschielt, oder auf die konkurrenz.

das beste ist aber, das du dir grandios widersprichst :
Funless hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 00:09
Meinste etwa wirklich die fünf bis zehn Bloggy-Hanseln auf YT mit ihrem "why I switched from Canon/Nikon to blablabla tralala" sind in irgendeiner Art und Weise repräsentativ, geschweige denn unabhängig?
also wenn ein kamerahersteller diese channels nicht nur fördert, sondern vielleicht auch sogar mitgründet, dann denkt er sich ja was dabei. und ja, er ist drauf aus, viele menschen anzusprechen, also repräsentativ zu wirken, oder zu werden. sonst würde werbung ja nicht funktionieren, oder?
Funless hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 00:09
Und gerade die Hochzeitsfilmer machen auf Hochzeiten Filme, während die Hochzeitsfotografen (na was? Ja genau:) Fotos machen. Und sollte vom Brautpärchen mal beides gewünscht werden, kommen mindestens zwei "Spezialisten" mit mindestens zwei unterschiedlichen Geräten zum Einsatz. War schon vor 30 Jahren auf meiner Hochzeit so.
ja und wo is jetzt das problem für den fotografen, jemanden mitzunehmen, der gelegentlich für die videokamera zuständig ist?
rush hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 06:32

Ich war zuletzt mal wieder Gast auf einer Hochzeit... und dort gab es tatsächlich eine Foto/Videografin in einer Person... geschultert waren je nach Situation ein bis zwei Canon Bodies und es gab einen stetigen Wechsel zwischen der Knipserei und Filmerei. Sicherlich funzt das schon auch irgendwie, aber das Brautpaar war in einigen Situationen durchaus froh auch auf Bilder zurückgreifen zu können die ich parallel und im Hintergrund just for fun gemacht habe.
videograf. das ist genau die berufsbezeichnung. wie gut das letztendlich klappt, darüber mögen sich die geister scheiden. fakt ist, das dieser beruf existiert, weil der bedarf nach video + foto offenbar da ist. und auch hier hätte man sich eben eine andere hilfskraft dazu holen können.

der punkt ist, daß der kleine unternehmer flexible geräte braucht. eben kameras mit guten videofunktionen.

und was die anzahl an professionellen, also bezahlten fotografen weltweit angeht: es dürften mehr als 10 mio. sein. allein der chinesische hochzeitsfotografie markt wird auf 120-130 mio. $ geschätzt, und es gibt im jahr 10 mio. hochzeiten dort.

http://www.whatsonweibo.com/chinas-boom ... -industry/

https://www.marketingtochina.com/weddin ... -in-china/

das is jetzt nur china, und auch nur ein teilbereich der fotografie. und dahinter kommt dann gleich indien.

alleine, wenn ich an die zahlreichen medien denke. vor dreißig jahren gabs hier ein halbes dutzend TV kanäle per antenne zu empfangen, das wars. wie das heute aussieht, brauch ich euch nicht zu sagen. und das ganze, wie "strassenfilm" schon anmerkte, locker TV verwurstungsfähig, schon ab smartphone. dazu kommen noch mal etliche print und online medien. schaut euch doch mal nur alleine an, wieviele kameras auf geschehnissen wie dem G20 gipfel unterwegs sind. da kommen auf 20 demonstranten gefühlt 5 knipser/filmer.
Zitat Beiti : "
beiti hat geschrieben:Ich glaube, dass das Licht am Tag gar nicht so viel anders ist als in der Nacht - nur heller.
"




Funless
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Funless » Di 12 Sep, 2017 17:20

nachtaktiv hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 16:10
das beste ist aber, das du dir grandios widersprichst :
Funless hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 00:09
Meinste etwa wirklich die fünf bis zehn Bloggy-Hanseln auf YT mit ihrem "why I switched from Canon/Nikon to blablabla tralala" sind in irgendeiner Art und Weise repräsentativ, geschweige denn unabhängig?
also wenn ein kamerahersteller diese channels nicht nur fördert, sondern vielleicht auch sogar mitgründet, dann denkt er sich ja was dabei. und ja, er ist drauf aus, viele menschen anzusprechen, also repräsentativ zu wirken, oder zu werden. sonst würde werbung ja nicht funktionieren, oder?
Ich sehe da keinen Widerspruch in meiner Äußerung.

Nur weil irgendein Unternehmen mit seinem Influencer Marketing repräsentativ werden möchte, heißt das ja nicht, dass er es auch ist.

Und in deinen Ausführungen lese ich nur, dass du deine persönlichen Vorlieben, Präferenzen und Anforderungen (was bis hierhin auch völlig okay ist) als allgemeingültig schön redest und auf die bösen Hersteller reflektierst, die deiner Meinung nach ganz besonders wichtige Feature Requests nicht umsetzen und deswegen nun den Bach runter gehen. Also ganz im Stile wie oben bereits von cantsin und Peppermintpost beschrieben.
MfG
Funless


Zitat des Monats:
"Ich werde es Ihnen sagen Mr. Wang, wenn Sie mir verraten wie es sein kann, dass eines der brilliantesten Gehirne unseres Jahrhunderts nicht in der Lage ist Präposition und Artikel korrekt anzuwenden!"




Frank B.
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Frank B. » Di 12 Sep, 2017 18:03

Wenn man z.B. hier im Forum mal die Beiträge liest, die immer wieder im Zusammenhang mit Nikon kommen und dazu Jans Eingangspost betrachtet, darf man doch aber auch zu dem Eindruck kommen, dass Nikon nicht alles richtig gemacht hat.




Funless
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Funless » Di 12 Sep, 2017 19:37

Dass Nikon nicht alles richtig gemacht hat bestreite ich ja auch nicht.

Ich wage nur zu bezweifeln dass es Nikon jetzt signifikant besser gehen würde wenn sie die ganzen Feature-Hype-Schweinchen, die die Leute gefühlt alle drei Monate auf's neue durch's Dorf treiben, allesamt realisiert hätten.

Dass es Nikon (Fotosparte) derzeit nicht gut geht liegt mit Sicherheit nicht daran, weil in ihren Knipsen kein 4K, kein 10 Bit oder sonstwas drin steckt, sondern hat ganz andere Gründe.
MfG
Funless


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Frank B.
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Frank B. » Di 12 Sep, 2017 19:40

Sicher hat das auch andere Gründe. Aber dann muss man eben auch in alle Richtungen reagieren und nicht so weiter machen wie immer.




Funless
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Funless » Di 12 Sep, 2017 19:49

Offenbar reagieren sie doch.

Mit der KeyMission 170 haben sie eine Action Cam rausgebracht, die wohl gar nicht mal so übel ist und das Übernahme-Gerücht an Fuji steht ja auch noch im Raum.

Ob das alles was bringt wird sich zeigen.
MfG
Funless


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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Frank B. » Di 12 Sep, 2017 20:12

Naja, ne Übernahme ist im Grunde die vorletzte Reaktion. Die letzte wäre die Insolvenz.


Ich habe gerade mal etwas über Fujifilm gelesen, die ja möglicherweise Nikon übernehmen sollen. Ein paar interessante Parallelen zu Nikon aber auch ein paar auffällige Unterschiede habe ich gefunden. Weiß aber nicht genau, ob ich da mit allem richtig liege. Intensiv recherchiert habe ich natürlich nicht.
Also Fujifilm vs. NIKON:

Gemeinsamkeiten
Beides Traditionsunternehmen im fotografischen Bereich
bauen Fotoapparate und Optiken, Hauptschwerpunkt APS-C- Bereich
Nikon hat darüber Topmodelle im Fullframe-, Fuji im Mittelformat

Unterschiede
Fujifilm hat eine Sparte und offensichtlich großen Erfolg mit chemischen Filmmaterial /Trägermaterial gehabt und hat wohl daraus auch eine eigene Sensorentwicklung aufgebaut. Nikon wohl nicht.
Fujifilm hat optische Systeme für den Medizinsektor entwickelt und hat im medizinischen Bereich dadurch ein zusätzliches Standbein. Das ist bei Nikon m.W. nicht so (bin nicht sicher)
Fujifilm setzt inzwischen konsequent auf 4k in seiner Fotosparte und verweigert sich Fullframe. Bis auf ein Topmodell bauen sie alle Wechselobjektivkameras mit ihrem eigenentwickelten Sensor in APS-C. Dadurch ist die kleine aber feine Objektivpalette überall gleich einsetzbar. Fujifilm hat in diesem Kernformat deutlich weniger Modelle und Objektive als Nikon. Allerdings ist die Qualität der Fuji-Geräte überaus gut.




Jan
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Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Jan » Di 12 Sep, 2017 21:37

Funless hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 19:49
Offenbar reagieren sie doch.

Mit der KeyMission 170 haben sie eine Action Cam rausgebracht, die wohl gar nicht mal so übel ist und das Übernahme-Gerücht an Fuji steht ja auch noch im Raum.

Ob das alles was bringt wird sich zeigen.

Die Keymission-Modelle sind ein extremer Ladenhüter und die werden auch nur von einigen wenigen Nikon-Fanboys gekauft, neutral gesehen hat sie zu viele Nachteile zur Konkurrenz. Gopro hat den Actionmarkt noch voll in der Hand, ihre 2/3 Mehrheit geben sie auch nicht so schnell her. Jetzt bald kommt die neue Hero 6 mit HDR/WDR (nicht der Sender sondern Wide Dynamic Range), damit wird Gopro auch vorn bleiben, Sony greift ja mit der RX0 auch an, dagegen sind die Keymission Modelle altbacken, wie eben alles was Nikon im Moment produziert.

VG
Jan
Wer es nicht einfach erklären kann, hat es auch noch nicht verstanden.

Albert Einstein (1879-1955)




Olaf Kringel
Beiträge: 1146

Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Olaf Kringel » Di 12 Sep, 2017 22:12

Frank B. hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 20:12

Fujifilm setzt inzwischen konsequent auf 4k in seiner Fotosparte und verweigert sich Fullframe. Bis auf ein Topmodell bauen sie alle Wechselobjektivkameras mit ihrem eigenentwickelten Sensor in APS-C. Dadurch ist die kleine aber feine Objektivpalette überall gleich einsetzbar. Fujifilm hat in diesem Kernformat deutlich weniger Modelle und Objektive als Nikon. Allerdings ist die Qualität der Fuji-Geräte überaus gut.
...jep,

nennt sich glaube ich X-Trans Sensor und ist recht innovativ.

Ich finde die Fujis auch interessant...




cantsin
Beiträge: 3577

Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von cantsin » Di 12 Sep, 2017 22:27

Olaf Kringel hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 22:12
Frank B. hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 20:12

Bis auf ein Topmodell bauen sie alle Wechselobjektivkameras mit ihrem eigenentwickelten Sensor in APS-C. [...]
...jep,

nennt sich glaube ich X-Trans Sensor und ist recht innovativ.
Tja, das ist auch ein Marketing-Hype, mit dem Fuji seine Kameras geschickt verkauft, denn in Wirklichkeit handelt es sich bei X-Trans nur um ein (ggü. Bayer) anderes Filter-Array, das vor einem gewöhnlichen Sony-Sensor sitzt.




Olaf Kringel
Beiträge: 1146

Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Olaf Kringel » Di 12 Sep, 2017 22:36

cantsin hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 22:27
Olaf Kringel hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 22:12


...jep,

nennt sich glaube ich X-Trans Sensor und ist recht innovativ.
Tja, das ist auch ein Marketing-Hype, mit dem Fuji seine Kameras geschickt verkauft, denn in Wirklichkeit handelt es sich bei X-Trans nur um ein (ggü. Bayer) anderes Filter-Array, das vor einem gewöhnlichen Sony-Sensor sitzt.
...richtig,

der Vorteil ist aber z.B. ein geringerer Farbsaum.

Zudem ist in jeder Zeile jede Farbe vertreten.

Die Häufigkeitsverteilung der Farbpunkte beträgt übrigens für R/G/B 2:5:2 (anstatt 1:2:1 des bayer Musters), was dem Farbsehen des Menschlichen Auges näher kommt.

Das ganze wirkt schon recht gefällig...




Frank B.
Beiträge: 6699

Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Frank B. » Di 12 Sep, 2017 22:42

Dass er von Sony hergestellt wird, ist mir neu. Aber es ist vielleicht ja noch mal was anderes, ob Sony da eine Auftragsarbeit ausführt für Fujifilm und ob Nikon direkt von Sonysensoren abhängig ist. Die X-Trans Sensoren scheinen mir schon eine Fujientwicklung zu sein. Aber so tief stecke ich nicht in der Materie.

Ich habe mir übrigens kürzlich eine X-T2 gekauft und habe dafür den geplanten Verkauf einer GH5 zurück gestellt. Da ich schon eine GH4 besitze. Ich hatte einfach mal Bock drauf, mich mehr mit Fotografie zu beschäftigen. Ich war angetan von dem Material der X-T2, das ich im Internet fand. Und ich habs auch nicht bereut, die Kamera gekauft zu haben. Ein ganz feines Teil, das tolle Bilder macht. Werd in Zukunft zweigleisig fahren. MFT mehr zum Filmen und Fuji APS-C mehr für Fotos. Das jeweils andere kann jede der beiden Kameras auch.




cantsin
Beiträge: 3577

Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von cantsin » Mi 13 Sep, 2017 10:16

Frank B. hat geschrieben:
Di 12 Sep, 2017 22:42
Dass er von Sony hergestellt wird, ist mir neu.
"X-Trans sensors are said to be manufactured for Fujifilm by Sony Corporation."
https://en.wikipedia.org/wiki/Fujifilm_ ... cite_ref-4




Frank B.
Beiträge: 6699

Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von Frank B. » Mi 13 Sep, 2017 10:25

Ja, sollen von Sony hergestellt werden, steht da. Aber eben nicht entwickelt und verkauft. Es kann sich dabei ebensogut um eine von Fuji ausgelagerte Produktion handeln. Sony hat ja nun mal die Sensorproduktionskapazitäten. Ich verstehe es so, dass Fuji diesen Sensor entwickelt und die Produktion bei Sony in Auftrag gegeben hat. Das ist etwas anderes, als wenn Nikon die von Sony entwickelten und produzierten Sensoren kaufen muss.




cantsin
Beiträge: 3577

Re: 100 Jahre Nikon und bald ein Ende für den Fotobereich ?

Beitrag von cantsin » Mi 13 Sep, 2017 10:59

Frank B. hat geschrieben:
Mi 13 Sep, 2017 10:25
Ja, sollen von Sony hergestellt werden, steht da. Aber eben nicht entwickelt und verkauft. Es kann sich dabei ebensogut um eine von Fuji ausgelagerte Produktion handeln.
Wissen wir nicht, in der Tat. Es gab mal bei dpreview einen Test mit der Vermutung, dass der alte 16MP-X-Trans-Sensor von Fuji bis auf das Filterarray identisch sei mit dem 16MP APS-C-Sensor, der in Sonys NEX-Kameras steckte, aber das ist Spekulation.

Zumindest sind Sensoren, wie sie in aktuellen Fotokameras stecken, hochgradig proprietäre und mit Patenten verminte Technologie, so dass höchstwahrscheinlich nicht nur die Fabrikation ausgelagert wird, sondern auch diverse Technologie-Lizenzierungsverträge eine Rolle spielen.




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