Tonaufnahme und -gestaltung Forum



Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?



Fragen zur Tonaufzeichnung, Ausrüstung (Mikros etc.), aber auch zu gestalterischen Aspekten.
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Kamerafreund
Beiträge: 140

Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von Kamerafreund » Mo 23 Jul, 2018 08:42

Hallo,
ich benutze gerade die Sony UWP-D Funkstrecken, habe aber auch schon viel gutes von Rodelink gehört.
Bei den Sony UWP-Ds gibt es natürlich auch ein oder andermal die Situation, wo das Signal gestört ist, trotz sorgfältigem Recherchieren der passenden Frequenzen vor dem Dreh, darum wollte ich da einmal hören, wie das bei Rodelink so ist.
Allerdings gibt es kaum Langzeittests der Rodelinks im Netz, die man ja eigentlich braucht um die Zuverlässigkeit zu testen - meistens sind es eher Youtuber, die sich 100 Meter von der Kamera hinstellen und sagen "funktioniert doch", sogar auf diesem Abstand! Boah! ;).
Habt ihr damit Langzeit-Erfahrung gemacht?

Es geht mir auch um ein mögliches Setup von 4 Sendern und damit auch Empfängern gleichzeitig:
Kann man die Empfänger bei Rodelink nebeneinander in eine Mischertasche stecken, ohne dass sie sich gegenseitig stören?
Funktionieren vier eigentlich noch zuverlässig mit diesem Wlan-System, ich lese immer wieder, dass die Strecken zwischen maximal acht Kanälen auswählen können,
haben die bei vier Strecken gleichzeitig und dann noch bei paar Wlan-Routern im Haus überhaupt noch alle Platz zum aussuchen?

Wäre mal spannend zu wissen, wie sich die Dinger im "echten Leben" so machen! :)




fsrtz

Re: Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von fsrtz » Mo 23 Jul, 2018 09:43

Ich benutze Sie seit etwa 2 Jahren. Aber immer nur 2 Strecken auf einmal. Keine Probleme mit den Rodelink Lavalier Sendern,
ABER ich hab vor ein paar Monaten den Reporter Sender gekauft. Mit Kondensator oder Reporter Mic hatte ich damit keine Probleme aber mit Lav hat das Mic manchmal Störsignale eingefangen, was beim normalen Rodelink nicht vorkam. Lav muss weit vom Sender entfernt platziert werden, dann gehts - Trotzdem störend.
Zum Angeln oder RunandGun mit ReporterMic aber Super.

LG

Franz




Mediamind
Beiträge: 179

Re: Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von Mediamind » Mo 23 Jul, 2018 12:04

Ich benutze seit längerem das Filmmakerkit (2 Kits, die beide nichts miteinander zu tun haben). Es läuft ohne Probleme störungsfrei.




rush
Beiträge: 8580

Re: Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von rush » Mo 23 Jul, 2018 17:44

@Franz... meiner Erfahrung nach ist das Rodelink allgemein etwas anfällig für bestimmte Kabel/Steckerkombinationen... so hatte ich mit meinem alten tram tr50 nie probleme an den EW100er Anlagen.
Am Rodelink Sender dagegen gab es hier und da Störgeräusche bzw Interfernezen die wohl vom Kabel/Stecker herrührten, andere Lavs dagegen verhalten sich wiederum problemlos (z.b. Sennheiser ME Reihe) am Rodelink.
Dazu gab es auf YT auch irgendwo ein Video wo jemand ähnliches festgestellt hat mit Hörproben vom "Fiepen".

Anosnsten bin ich zufrieden, nutze aber auch nur eine Strecke... zweite war mal angedacht aber bisher ging es immer so da meine kleine Sony ja eh nur 2 Spuren aufzeichnet und ich dann lieber noch eine Atmo laufen lasse.
keep ya head up




Kamerafreund
Beiträge: 140

Re: Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von Kamerafreund » Mo 23 Jul, 2018 20:02

Danke!
Die Erfahrungen sind ja alle positiv,
aber ich habe noch nie jemanden gefunden, der mehr als zwei auf einmal nutzt.
Ich befuerchte, dann ist der Vorteil der flexiblen Kanalsuche schnell hin..
Rode warnt auf der Seite auch, dass man ein Setup mit vielen Empfaengern vorher immer am Drehort ausfuerhrlich testen sollte.
Ausserdem koennen sie wahrscheinlich nicht in eine Mischertasche,
da sie laut Rode immer Waagerecht an eine Kamera montiert werden sollen und 15 cm Abstand voneinander haben sollen..




rush
Beiträge: 8580

Re: Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von rush » Mo 23 Jul, 2018 22:38

Solche Angaben stehen teilweise auch in den Manuals von 2000€ teuren UHF-Funkstrecken. Theorie und Praxis eben... wenn du eher außerhalb von Ballungsgebieten unterwegs bist würde ich mir da keine allzu großen Gedanken machen, aber auf Veranstaltungen etc. könnte es schon eng werden wenn Du allein schon 4 Systeme betreibst und vor Ort dann u.U. noch weitere Kollegen damit rumfunken.

Auf der anderen Seite benötigt man bei UHF bei solchen Groß-Veranstaltungen auch gute Absprachen oder besser noch direkt eine Frequenzkoordination - dann passen deutlich mehr Nutzer auch in engere Frequenzraster wenn sich alle daran halten.

Was tatsächlich bei mehr als 8 parallelen Rodelink Systemen geschiet und ob man dann noch einen Kanal bekommt oder nach dem "first-come-first-serve" Prinzip Verfahren entschieden wird habe ich mich aber auch schon gefragt.
keep ya head up




Kamerafreund
Beiträge: 140

Re: Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von Kamerafreund » Di 24 Jul, 2018 07:22

Ich denke da nur an die youtuber messen - von denen wir ab und zu berichten. Da wird ja jetzt fast jeder ein Rodelink haben. ;)




Kamerafreund
Beiträge: 140

Re: Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von Kamerafreund » Di 24 Jul, 2018 07:48

das sagt rode:

Thanks for contacting us.

I myself have used up to 6 transmitter/receiver combos in a shoot with no issues whatsoever. This was all done in a room with WiFi and multiple smartphones operating and the distance was up to 10m from each sound source. The signal will never degrade as they are fully digital but you may experience signal loss if you move too far away from your sound sources (ie the more wireless combos you have operating at once, the shorter your optimal distance will be.

If you are operating 4 wireless transmitter/receiver combos, you should have fairly good range on your recording device.
Let me know if you have any other questions.




Kamerafreund
Beiträge: 140

Re: Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von Kamerafreund » Di 24 Jul, 2018 08:02

und noch einmal zu den Kanälen, müsste also klappen:

"If you think of the channels less as channels and more as digital signatures, it may make more sense. The frequencies used by each kit will be switching back and forth between a few frequencies all the time, these numbers (1-8) are just signatures so that the receiver knows which signal to look out for to connect with the transmitter. They do not indicate physical channels in the freq spectrum so you could effectively have hundreds of Filmmaker Kits connected in the same range and be able to run all of them optimally as the freq band used is actually quite wide."




Blackbox
Beiträge: 99

Re: Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von Blackbox » Di 24 Jul, 2018 15:37

Hab schon 4 Strecken gleichzeitig eingesetzt, allerdings auf Kamerarig in den F8 und nicht in der Tontasche.
2xFilmmaker plus 2 Sets mit XLR Sender.
Kanäle hab ich - ohne weitere Kombinationen getestet zu haben - auf je einen Kanal Abstand gesetzt (1-3-5-7).
Gab keine Probleme/Störungen, Distanzen waren allerdings nur max 20 Meter (indoor ohne Zwischenwände).




Kamerafreund
Beiträge: 140

Re: Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von Kamerafreund » Di 24 Jul, 2018 19:27

Kapiere die Aussage von Rode trotzdem nicht. Pro Kanal-Signatur kann es doch nur einen Empfänger und Sender geben, oder was passiert wenn man zwei auf den gleichen Kanal stellt? Also könnte es auf Messen doch statt Frequenzprobleme Kanalprobleme geben?




Blackbox
Beiträge: 99

Re: Rodelink Langzeittest und vier Empfänger - Erfahrungen?

Beitrag von Blackbox » Di 24 Jul, 2018 20:41

Wlan Funkstrecken funktionieren ja über handshake. Also immer nur eins zu eins.
Bei 'normalem' Wlan (Mehrfamilienhäuser, Veranstaltungen mit vielen wlan Geäten, ...) gibts ja auch keine Kanalbeschränkung. Anders beim analogen Funk, der ja nicht per handshake, sondern per Frequenzauswahl differenziert und somit systematisch keine doppelt belegten Bänder verträgt.
Deshalb gibts bei analog ja auch die schöne Möglichkeit einen Sender auf der jeweiligen Frequenz mit mehreren Receivern parallel nutzen zu können.
Bei Wlan Funkstrecken dagegen einigen sich exakt zwei Geräte auf eine 'Geheimsprache' mit Erkennungscodewort, mit der sie sich dann - quasi abhörsicher - verständigen.
Andere Funkstrecken können im selben Band (2,4Ghz) funken, haben aber sozusagen ein anderes Codewort, bzw. eine andere Geheimsprache.
Jetzt stell dir einen großen Raum vor mit mehreren Dialogpaaren, die sich jeweils in ihrer Geheimsprache was zurufen. Ab einer gewissen Menge kannst du nicht mehr quer durch den Raum kommunizieren, sondern musst du immer näher ans Ohr 'deines' Zuhörers und die Missverständnisse steigen an. Ich mutmaße mal, dass Störungen dann auftreten, wenn die Fehlerkorrektur die unvolltsändigen Signale nicht mehr ausreichend innerhalb der Pufferzeiten rekonstruieren kann.
Es sind also vermutlich keine Frequenz- oder Kanalprobleme, sondern einfach Überfüllungsprobleme.
Bin aber kein IT-Techniker, sondern reime mir das mit Halbwissen so zusammen.
Also ohne Gewähr.
Laut Rode ist es übrigens hilfreich den Receiver möglichst genau auf den Sender auszurichten, also quasi ne hohle Hand hinter die Ohrmuschel zu setzen. Ob die Sender - wie bei modernen Wlan Stationen - einen 'Richtstrahl' in Richtung Empfänger aussenden weiss ich nicht. Wär aber sicherlich sinnvoll.
Wenn ich mal Zeit dazu habe kann ich mal testen was eigentlich passiert, wenn zwei Strecken auf demselben 'Kanal' betrieben werden.
Ich werde jedenfalls wenn möglich weiterhin einen 'Kanal' Abstand halten, und sei es nur aus Gründen von Gewohnheit und Tradition ;)




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