Tonaufnahme und -gestaltung Forum



Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht ) Thema ist als GELÖST markiert



Fragen zur Tonaufzeichnung, Ausrüstung (Mikros etc.), aber auch zu gestalterischen Aspekten.
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Jalue
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Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Jalue » Di 18 Jul, 2017 15:44

@Wolfgang

Ich würde Hobbyfilmer keinesfalls als Idioten bezeichnen, es gibt so einige, auch hier, die wissen besser über technische Details Bescheid als ich. Die Denkweise ist aber eine völlig andere, wozu, um den Ball mal zurückzuspielen, oft eine gewisse Herablassung gegenüber Profis zählt:

„… einer Branche, in der die Hälfte der Leute autodidaktisch unterwegs sind, keine diesbezügliche Ausbildung haben …“ Beleg für diese steile These? Richtig ist, dass die Ausbildung in der Medienbranche teilweise nicht nach dem Muster des dualen Systems erfolgt. Trotzdem ist jemand, der jahrelang Schärfenassistent war und dann DoP wird, ganz sicher kein Autodidakt oder gar „ungelernt“. Und btw. ist auch bei stinknormalen Cuttern, Kameraleuten oder Redakteuren ein Studienabschluss heute die Regel, bei Letzteren sogar zwingende Voraussetzung.

Back to topic: Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind Amateure, die sich ständig neues Gerät zulegen, natürlich ein Gewinn, das steigert die Verkaufszahlen, senkt tendenziell die Anschaffungspreise und befördert die technische Entwicklung. Deshalb muss man als Profi längst nicht jeden "Gamechanger“ mitnehmen, wenn es die alte Kamera auch noch völlig tut. Ich für meine Teil gebe das so gesparte Geld lieber anders aus – zum Beispiel für meine Hobbies :-)




Peppermintpost
Beiträge: 2511

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Peppermintpost » Di 18 Jul, 2017 16:13

hobbyfilmer oder amateure, wie immer man sie nennen will sind nicht besser oder schlechter als profis.
profi=profit=des gedes wegen / amateur=amore=der liebe wegen

das sagt mal so garnichts über den wissensstand oder talent, ich kenne unterirdisch schlechte profis und ich kenne begnadete amateure und beides natürlich auch anders herum.

ein hobbyist oder amateur und ein profi haben natürlich an verschiedenen stellen unterschiedliche interessen die sie verfolgen, es gibt dinge die sind im profi lager unverzichtbar und für einen amateur bedeutungslos.

deswegen hobbyisten gering zu schätzen sagt mehr über die eigene persöhnlichkeit als über die person über die man spricht.
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cantsin
Beiträge: 6684

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von cantsin » Di 18 Jul, 2017 17:09

DenK hat geschrieben:
Di 18 Jul, 2017 11:04
Ist das so? Ich persönlich kenne niemanden aus der Branche der 2 Jobs machen muss um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Und schon gleich garnicht mit 2 verschiedenen Tätigkeiten. Und wenn Ich in meiner Freizeit Tätigkeiten nachgehe die bezahlt sind dann ist es ja auch keine Freizeit mehr. Ich sehe da keine Grauzone.
Ich komme mehr aus dem Kunst- und Designbereich, und da ist Job-Multitasking die Regel. Typisch sind z.B. Grafikdesigner, die sich teilweise mit kommerziellen Jobs, teilweise mit Aufträgen und Fördermitteln aus dem Kunstfeld, teilweise mit Hochschul-Lehraufträgen und Workshops über Wasser halten. Und die dann als "Amateurfilmer" beginnen, weil sie ihren Arbeitsprozess mit Timelapse-Fotografie festhalten, und dann irgendwo im Musikvideo-Business landen wie in diesen beiden Fällen:





Darth Schneider
Beiträge: 4412

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Darth Schneider » Di 18 Jul, 2017 21:26

George Lucas war auch Hobbyfilmer, schliesslich hat er, in seiner langen Arbeitskarierre nur etwa 8 Filme gemacht beziehungsweise produziert, wobei die Hälfte von den Streifen nicht mal besonders gut waren.

Hobby ist wenn man etwas aus Spass oder aus Freude macht, ganz egal wie gut.
Ein Profi ist jemand der von der Filmerei leben kann, ganz egal wie gut er ist und genau so egal ob er nun mit 500€, billigem oder mit 500 000€ teurem Kamera (oder sonstigem Equipment) arbeitet.
Eine Berufung ist es wenn jemand 24 Std am Tag an nichts anderes denken kann als das Filmemachen, das über Jahrzehnte lang, und er noch davon leben kann und noch Spass hat dabei.
Gruss Boris
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams

Zuletzt geändert von Darth Schneider am Di 18 Jul, 2017 21:38, insgesamt 2-mal geändert.




Peppermintpost
Beiträge: 2511

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Peppermintpost » Di 18 Jul, 2017 21:34

Darth Schneider hat geschrieben:
Di 18 Jul, 2017 21:26
George Lucas war auch Hobbyfilmer...
ok also wenn laut definition George Lucas ein hobby filmer ist, dann ist Cameron der einzige profi auf der welt und alle anderen sind hobby filmer. Spielberg ist dann ambitionierter amateur ;-)
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Darth Schneider
Beiträge: 4412

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Darth Schneider » Di 18 Jul, 2017 21:43

Spielberg ? Er ist doch immer noch ein Kind,( einfach ein geniales ) das hat er selber gesagt. ( das mit dem genial nicht ) Also ist er beim Spielen wenn er einen Film macht.
Ps, der einzige Profi auf der Welt, nach meiner (sorry ) idiotischen Definition wäre dann wohl Woody Allan, weil er, produziert, schreibt, führt Regie und spielt nebenbei gleich noch schnell die Hauptrolle, in seinen sicher über 50 Filmen. ( ich bin mir nicht sicher, aber wahrscheinlich war er auch der Kameramann.)
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DenK

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von DenK » Di 18 Jul, 2017 21:56

Profi = Wer damit seinen Lebensunterhalt verdient. So schwer ist das jetzt doch nicht...
Über die Qualität sagt das erstmal garnichts aus. Das wäre dann eher der umgangssprachliche Gebrauch von Profi.




ffm
Beiträge: 192

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von ffm » Di 18 Jul, 2017 22:16

Es gibt einige gebildete und interessante Menschen im Bereich "Film". Im Durchschnitt ist das Bildungsniveau - warum auch immer - frappierend niedrig. Und, eine Diskussion über "Profi" und "Amateur" ist nur bei richtiger Anwendung der Begriffe (siehe Definition von DenK) möglich.




ZacFilm
Beiträge: 209

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von ZacFilm » Di 18 Jul, 2017 22:43

Ich finde das lächerlich, eine Canon mit einer Alexa zu vergleichen, sorry, aber neeeeeeee. Klar, bei kontrollierbaren Umständen kann man so tun als ob, aber wenn man den Himmel nicht überbelichten will, oder Slowmo macht, oder Greenscreen ohne Microblocking keyen will, wirds eng... Von den Farbkorrekturmöglichkeiten ganz zu schweigen... Klar, wenn man eineige Filmchen drehen will, ok. Aber warum keine Pocket. Sehr schönes Bild, und nicht teuer...




Peppermintpost
Beiträge: 2511

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Peppermintpost » Di 18 Jul, 2017 22:57

ja klar, oder ne sony a6000 mit dem zeiss zoom, oder ne gh4 mit dem f2.8 zoom, das ist alles nicht teuer aber zumindest mal scharf. für das zeugs was simon dreht braucht der keine alexa, das steht ausser frage, aber diese kompl unscharfe grütze die er da filmt kann auch nicht die antwort auf alle fragen sein.
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pixelschubser2006
Beiträge: 1663

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von pixelschubser2006 » Mi 19 Jul, 2017 10:55

Ich habe mir nicht den ganzen Beitrag angesehen, nur den Anfang. Kann zwar englisch, aber ist doch etwas anstrengend. Nun, ich bin der Meinung, es braucht sich keiner aufzuregen. Der Markt ist voll mit ganz tollen und bezahlbaren Werkzeugen. Freuen wir uns doch, daß die ganze Branche demokratisch geworden ist. Früher durfte DER filmen, der rd. 250000 Mark für Equipment hatte. Heute genügen 2-3000 Euro, um richtig loszulegen. Möglicherweise sind eine VDSLR und ein einigermaßen flotter PC schon vorhanden. Dann geht der Einstieg noch deutlich billiger. Ich freue mich wie Bolle, wenn meine Beiträge in der ARD laufen (nur NIFs, keine Meisterwerke) und technisch absolut bestehen können. Ich genieße den arroganten Hass der festangestellten ÖR-Kameraleute, wenn ich mit meinem 2000-Euro-Henkelmann unterm Strich die gleiche Qualität abliefere. Technisch, weil man für das Budget sendefähiges Bild bekommt oder sogar besser dasteht, weil deren Schultercams höllisch teuer waren, aber auch mittlerweile uralt sind. Inhaltlich, weil im Nachrichtensektor viele Kollegen einfach satt sind und sich nicht mehr die allermeiste Mühe geben. Klingt hart, ist aber so.
Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, daß Technik in allen Preisklassen ihre Existenzberechtigung hat. Sie ist halt nur dem tatsächlichen Bedarf lichtjahre voraus und mit 4K sind wir wirklich am Limit dessen, was noch irgendwie Sinn macht. Möglicherweise macht 8K noch Sinn, weil es runtergerechnet auf dem 4K-Fernseher mit 2 Meter Diagonale noch einen Tick knackiger aussieht. Dann ist aber auch wirklich Schluss. Zumindest im Wohnzimmer. Und da werden mindestens 90% aller Inhalte konsumiert.
Und sonst? Was haben fette Kameras? Klar: Mehr Zoom. Meine Kamera ist diesbezüglich nicht sonderlich toll, aber mehr als 600mm Brennweite (endsprechend Kleinbild) kriegt man mit bezahlbarem Stativ eh nicht mehr ordentlich gehändelt. Mehr Datenrate... Jo. Sicherlich ist es qualitativ toll, wenn die Datenrate möglichst lange beibehalten wird, aber spätestens auf dem Weg zum Fernseher ist schluss. Meine Cam macht 50 MBit, ich übertrage mit 12 MBit und wenn mal was von mir in Full-HD gesendet wird, sieht das top aus.
Sicherlich sieht man bei Schwenks den einen oder anderen Fehler, aber das interessiert den Zuschauer weit weniger als uns.
Jedenfalls finde ich den Denkansatz, es mit dem Budget für die Kamera nicht zu übertreiben, absolut richtig. Da gibt es andere Stellschrauben, mit denen man mitunter mehr erreichen kann. Meine grottige Nikon D7000 mag kein gutes Beispiel sein. Aber mein Camcorder... der wird in den kommenden zwei Jahren höchstens wegen Ausfall oder Abschreibung ausgetauscht, aber bestimmt nicht wegen der Bildqualität.
Es würde mich nicht wundern, wenn wir auf absehbare Zeit eine Marktsättigung erreichen würden, die zu langen Produktzyklen führt. Im Audio-Sektor haben wir das ja schon. Wenn man sich Mikros anschaut, stellt man fest daß sich Billiganbieter auf professionelle Modelle gestürzt haben, twl. mit beachtlichem Erfolg. Sicherlich gibt es auch einige Nischenanbieter, die High-End liefern. Die Großen in der Branche beindruckt das nicht sonderlich. Deren Produkte gibt es mitunter seit Jahrzehnten. Sowas finde ich cool.




Jalue
Beiträge: 908

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Jalue » Do 20 Jul, 2017 00:51

ffm hat geschrieben:
Di 18 Jul, 2017 22:16
Es gibt einige gebildete und interessante Menschen im Bereich "Film". Im Durchschnitt ist das Bildungsniveau - warum auch immer - frappierend niedrig. Und, eine Diskussion über "Profi" und "Amateur" ist nur bei richtiger Anwendung der Begriffe (siehe Definition von DenK) möglich.
@ffm: Sofern du der interessante und gebildete Mensch bist, für den du dich offenkundig hältst (gleichwohl deine Grammatikkenntnisse diskutabel sind), würde ich mich über valide Belege für das angeblich "frappierend niedrige Niveau" in der Branche freuen.

@Pixelschubser „Es würde mich nicht wundern, wenn wir auf absehbare Zeit eine Marktsättigung erreichen würden, die zu langen Produktzyklen führt.“ Darauf wird es auch meiner Meinung nach hinauslaufen und der Effekt kann nur positiv sein.




ffm
Beiträge: 192

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von ffm » Do 20 Jul, 2017 04:04

Jalue, über meine Grammatikkentnisse und deine Logikfehler möchte ich nicht diskutieren. Und, was zu beweisen war...




pixelschubser2006
Beiträge: 1663

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von pixelschubser2006 » Do 20 Jul, 2017 08:18

Ich würde das auch begrüßen. Wenn höhere Auflösung keinen Vorteil mehr bringt, dann müssen andere Parameter den Fortschritt markieren und einen Neukauf anregen. Doch welche sollen das sein? Selbst wenn die Sensoren immer rauschärmer würden, obwohl die physialischen Limits immer näher rücken: Wer braucht dieses Lowlight-Verhalten noch? Im Profisektor niemand, weil schon jetzt mit sowenig Licht gefimt wird, daß junge EB-Filmer überhaupt keine Chance mehr haben, im Alltag das Lichtsetzen zu lernen. Und dem Hobbyfilmer, bei dessen 1/6"-Chip der Fortschritt sichtbar wäre, der sieht es nicht. Also wofür? Die optischen Fortschritte halten sich in Grenzen. Riesensprünge in der Optik sind auch nicht zu erwarten.
Jalue hat geschrieben:
Do 20 Jul, 2017 00:51
ffm hat geschrieben:
Di 18 Jul, 2017 22:16
Es gibt einige gebildete und interessante Menschen im Bereich "Film". Im Durchschnitt ist das Bildungsniveau - warum auch immer - frappierend niedrig. Und, eine Diskussion über "Profi" und "Amateur" ist nur bei richtiger Anwendung der Begriffe (siehe Definition von DenK) möglich.
@ffm: Sofern du der interessante und gebildete Mensch bist, für den du dich offenkundig hältst (gleichwohl deine Grammatikkenntnisse diskutabel sind), würde ich mich über valide Belege für das angeblich "frappierend niedrige Niveau" in der Branche freuen.

@Pixelschubser „Es würde mich nicht wundern, wenn wir auf absehbare Zeit eine Marktsättigung erreichen würden, die zu langen Produktzyklen führt.“ Darauf wird es auch meiner Meinung nach hinauslaufen und der Effekt kann nur positiv sein.




boxvalue
Beiträge: 140

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von boxvalue » Do 20 Jul, 2017 17:28

Hallo pixelschubser2006,

mit welcher 50-Mbit cam bis Du unterwegs ?

Viele Grüsse




wolfgang
Beiträge: 6007

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von wolfgang » Do 20 Jul, 2017 18:37

DenK hat geschrieben:
Di 18 Jul, 2017 11:04
cantsin hat geschrieben:
Di 18 Jul, 2017 10:57

Die Zeiten, in denen man "Beruf" und "Freizeit" klar trennen konnte und eine Tätigkeit den Erwerb sicherte, sind nun wirklich vorbei. Um so mehr, wenn man in der Kreativbranche arbeitet. Im echten Leben gibt's immer mehr Grauzonen und immer mehr Multitasking zwischen verschiedenen Tätigkeiten, die teilweise bezahlt und teilweise unbezahlt sind.
Ist das so? Ich persönlich kenne niemanden aus der Branche der 2 Jobs machen muss um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Und schon gleich garnicht mit 2 verschiedenen Tätigkeiten. Und wenn Ich in meiner Freizeit Tätigkeiten nachgehe die bezahlt sind dann ist es ja auch keine Freizeit mehr. Ich sehe da keine Grauzone.
Vielleicht liegt das aber auch einfach an zu starren Denkstrukturen, in einer Welt wo es nur noch selten schwarz und weiß sondern viel öfters viele Grautöne gibt. ;)
Lieben Gruß,
Wolfgang




pixelschubser2006
Beiträge: 1663

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von pixelschubser2006 » Do 20 Jul, 2017 22:29

Sony HXR-NX 100. Wobei ich sendergerecht meistens 50i filme. Das bedeutet dann AVCHD und ca. 28 MBit
boxvalue hat geschrieben:
Do 20 Jul, 2017 17:28
Hallo pixelschubser2006,

mit welcher 50-Mbit cam bis Du unterwegs ?

Viele Grüsse




wolfgang
Beiträge: 6007

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von wolfgang » Fr 21 Jul, 2017 00:06

ffm hat geschrieben:
Di 18 Jul, 2017 22:16
Es gibt einige gebildete und interessante Menschen im Bereich "Film". Im Durchschnitt ist das Bildungsniveau - warum auch immer - frappierend niedrig. Und, eine Diskussion über "Profi" und "Amateur" ist nur bei richtiger Anwendung der Begriffe (siehe Definition von DenK) möglich.
Ich weiß nicht wie du das durchschnittliche Bildungsniveau in der Branche beurteilen können willst? Mit Pisa Tests hinter der Kamera? ;)

Und man sollte lieber mal seinen analytischen Verstand einschalten und sich ansehen wie es wirklich in der Branche zugeht. Und sich erst dann hinter längst fragwürdig gewordenen Definitionen verstecken die kaum mehr was mit den Markt- und Arbeitsrealitäten in der heutigen Zeit zu tun haben. Das ist traurig und erschütternd genug.
Lieben Gruß,
Wolfgang




ffm
Beiträge: 192

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von ffm » Fr 21 Jul, 2017 00:30

Wolfgang, warum persönlich werden? Das ist meine Einschätzung, du kannst das gerne anders sehen. Die Definition von Profi und Amateur habe ich mir übrigens nicht ausgedacht.




DenK

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von DenK » Fr 21 Jul, 2017 07:13

wolfgang hat geschrieben:
Do 20 Jul, 2017 18:37
DenK hat geschrieben:
Di 18 Jul, 2017 11:04


Ist das so? Ich persönlich kenne niemanden aus der Branche der 2 Jobs machen muss um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Und schon gleich garnicht mit 2 verschiedenen Tätigkeiten. Und wenn Ich in meiner Freizeit Tätigkeiten nachgehe die bezahlt sind dann ist es ja auch keine Freizeit mehr. Ich sehe da keine Grauzone.
Vielleicht liegt das aber auch einfach an zu starren Denkstrukturen, in einer Welt wo es nur noch selten schwarz und weiß sondern viel öfters viele Grautöne gibt. ;)
Es geht hier um eine konkrete Frage, da muss man nicht mit der abstraktheit der ganzen Welt argumentieren. Wo du da die Grauzone siehst kannst du ja gerne mal ausführen.




Funless
Beiträge: 3474

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Funless » Fr 21 Jul, 2017 08:28

Also vom Unterhaltungswert finde ich die Diskussion interessant.

Was wäre denn eigentlich ein professioneller Amateur?

Gibt es sowas überhaupt? Und falls ja, wo trifft man diese Leute?
MfG
Funless

Federico Fellini hat geschrieben:Kino darf keine Kopie der Wirklichkeit sein.
... und ...
Sundance Film Festival 2020 hat geschrieben:Cameras are not crucial factors.




Sammy D
Beiträge: 1476

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Sammy D » Fr 21 Jul, 2017 08:39

Funless hat geschrieben:
Fr 21 Jul, 2017 08:28
...

Gibt es sowas überhaupt? Und falls ja, wo trifft man diese Leute?
Dieses Forum ist vollgepackt damit! ;)




DenK

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von DenK » Fr 21 Jul, 2017 08:41

Funless hat geschrieben:
Fr 21 Jul, 2017 08:28
Also vom Unterhaltungswert finde ich die Diskussion interessant.

Was wäre denn eigentlich ein professioneller Amateur?

Gibt es sowas überhaupt? Und falls ja, wo trifft man diese Leute?
Das wäre dann wie gesagt die umgangssprachliche Definition, die etwas über die Qualität aussagt. Also quasi jemand, der auf dem Niveua eines "Profis" arbeitet, damit aber nicht seinen Lebensunterhalt verdient.
Die Unterscheidung ist hier ja auch nur notwendig, weil an die Leute, die das als Beruf ausüben, ganz andere Anforderungen gestellt werden als an diejenigen, die es als Hobby machen.
Der Druck für einen "Profi" auf 4K umzurüsten kann höher sein als für den "Amateur", und wenn der Grund nur der ist, dass die Konkurrenz es tut und die Kunden das somit erwarten.




j.t.jefferson
Beiträge: 819

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von j.t.jefferson » Fr 21 Jul, 2017 10:18

hatte gestern ne Anfrage auf 8K mit 60fps.
also aufrüsten macht schon Sinn...ist eher eine Frage welche Kunden man bedienen will.




wolfgang
Beiträge: 6007

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von wolfgang » Fr 21 Jul, 2017 10:32

DenK hat geschrieben:
Fr 21 Jul, 2017 07:13
wolfgang hat geschrieben:
Do 20 Jul, 2017 18:37

Vielleicht liegt das aber auch einfach an zu starren Denkstrukturen, in einer Welt wo es nur noch selten schwarz und weiß sondern viel öfters viele Grautöne gibt. ;)
Es geht hier um eine konkrete Frage, da muss man nicht mit der abstraktheit der ganzen Welt argumentieren. Wo du da die Grauzone siehst kannst du ja gerne mal ausführen.
Ach geh - und du meinst es liegt an dir zu entscheiden wie Andere diese Frage sehen, interpretieren und beantworten?

Ist das nicht schon wieder ein Beispiel deiner eigenen starren Denkstruktur?
Lieben Gruß,
Wolfgang




DenK

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von DenK » Fr 21 Jul, 2017 15:04

wolfgang hat geschrieben:
Fr 21 Jul, 2017 10:32
DenK hat geschrieben:
Fr 21 Jul, 2017 07:13


Es geht hier um eine konkrete Frage, da muss man nicht mit der abstraktheit der ganzen Welt argumentieren. Wo du da die Grauzone siehst kannst du ja gerne mal ausführen.
Ach geh - und du meinst es liegt an dir zu entscheiden wie Andere diese Frage sehen, interpretieren und beantworten?

Ist das nicht schon wieder ein Beispiel deiner eigenen starren Denkstruktur?
Es ging darum sich darüber klar zu werden wovon wir reden. Sieht man ja gut im Thread, als Ich zuerst davon ausging dass Darth Schneider mit dem Filmen sein Geld verdient (also "Profi" ist). Da wurde eben deutlich dass eine Definition her muss. Ich habe die offizielle genommen (die habe Ich nicht erfunden). Von dir habe Ich auch auf Nachfrage noch gar keinen Vorschlag gehört.

Es geht hier darum dass jeder weiß wovon der andere spricht. Dafür ist die Definition gut genug. Wenn du eine bessere hast dann lass sie hören.




Frank Glencairn
Beiträge: 10205

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 21 Jul, 2017 16:41

Wenn man schlau ist, kauft man gar nix, sondern leiht was man gerade für einen Job braucht, und stellt es dem Kunden mit Aufschlag in Rechnung.

...wenn da nicht diese verdammte Gear-Sucht wäre :D




wolfgang
Beiträge: 6007

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von wolfgang » Fr 21 Jul, 2017 18:28

DenK hat geschrieben:
Fr 21 Jul, 2017 15:04
wolfgang hat geschrieben:
Fr 21 Jul, 2017 10:32

Ach geh - und du meinst es liegt an dir zu entscheiden wie Andere diese Frage sehen, interpretieren und beantworten?

Ist das nicht schon wieder ein Beispiel deiner eigenen starren Denkstruktur?
Es ging darum sich darüber klar zu werden wovon wir reden. Sieht man ja gut im Thread, als Ich zuerst davon ausging dass Darth Schneider mit dem Filmen sein Geld verdient (also "Profi" ist). Da wurde eben deutlich dass eine Definition her muss. Ich habe die offizielle genommen (die habe Ich nicht erfunden). Von dir habe Ich auch auf Nachfrage noch gar keinen Vorschlag gehört.

Es geht hier darum dass jeder weiß wovon der andere spricht. Dafür ist die Definition gut genug. Wenn du eine bessere hast dann lass sie hören.
Du überlegst nicht mit. Wenn eine schwarz-weiß Definition den vielfältigen Varianten des heutigen Lebens nicht mehr gerecht werden kann, einfach weil sie keine sonderliche Hilfe mehr ist, warum sollte dann eine veränderte Definition irgend einen sinnvollen Beitrag leisten? Der Fehler ist nicht in der Definition zu suchen, sondern im Glauben dass das Schubladendenken in Definitionen hier überhaupt was bringt.

Es ist doch eher so, dass - wenn das Geschäft nicht mal soviel abwirft dass man sich mal eine halbwegs angemessene Kamera leisten kann, man tunlichst überlegen sollte ob es nicht bessere Opportunitäten für einem selbst gibt. Egal ob man sein Geschäft anders ausrichtet oder in einem anderen Markt tätig wird.

Was immer da zur eigenen Lebenssituation passt, und das sind persönlichste Entscheidungen: aber irgendwann muss man nicht nur seine Miete zahlen sondern vielleicht mal auch seine Kinder ernähren, und da hilft es einem halt eher wenig ob man meint jetzt "Profi" zu sein und sich nicht mal sinnvolles Arbeitsgerät erwirtschaften zu können. Oder ob man "Amateur" ist und damit keine hinreichende Kohle macht.

Das sind doch viel eher die wesentlichen Fragen als irgend eine Mickey-Mouse Definition.
Lieben Gruß,
Wolfgang




Peppermintpost
Beiträge: 2511

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Peppermintpost » Fr 21 Jul, 2017 19:01

ok wolfgang, also wenn ich dich richtig verstehe sagst du zusammengefasst, wenn man sich eine bessere kamera nicht leisten kann dann nutzt es auch nichts wenn man profi ist und natürlich auch anders herum wenn man als hobbyist nicht weis wohin mit seiner kohle dann kann man sich auch eine neue kamera kaufen. hab ich das so richtig verstanden? falls ja, dann hast du natürlich 100% recht, ich frage mich nur wohin diese einschätzung führen soll?

wenn ich darüber spreche ob es sinn macht eine neue kamera zu kaufen oder nicht, dann sollte ja sowieso klar sein das eine neuanschaffung die zum direkten konkurs führt nicht besonders sinnvoll ist. also zu unterstellen das man sich das neue gear auch leisten kann sollte doch die basis der diskussion sein, sonst macht das alles keinen sinn.

vorausgesetzt man kann es sich leisten, dann ist es doch nicht dumm darauf hin zu weisen, das ein profi der mit dem zeugs sein geld verdient und seine anschaffungen auch von der steuer absetzen kann andere bedürfnisse hat als ein hobbyist der das zeugs kauft weil er es halt gerne hätte.

ich verstehe das problem das du damit hast gerade nicht.
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Frank Glencairn
Beiträge: 10205

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 21 Jul, 2017 19:20

Rein betriebswirtschaftlich gesehen, lohnt es sich nur eine Kamera (oder sonstwas) zu kaufen, wenn mieten für den selben Zeitraum teurer/gleich teuer wäre.

Hobbyfilmer sind sowieso raus, weil sie ja kein Geld verdienen, bei Profis gilt das oben gesagte.




wolfgang
Beiträge: 6007

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von wolfgang » Fr 21 Jul, 2017 20:06

Peppermintpost hat geschrieben:
Fr 21 Jul, 2017 19:01
ok wolfgang, also wenn ich dich richtig verstehe sagst du zusammengefasst, wenn man sich eine bessere kamera nicht leisten kann dann nutzt es auch nichts wenn man profi ist und natürlich auch anders herum wenn man als hobbyist nicht weis wohin mit seiner kohle dann kann man sich auch eine neue kamera kaufen. hab ich das so richtig verstanden? falls ja, dann hast du natürlich 100% recht, ich frage mich nur wohin diese einschätzung führen soll?

wenn ich darüber spreche ob es sinn macht eine neue kamera zu kaufen oder nicht, dann sollte ja sowieso klar sein das eine neuanschaffung die zum direkten konkurs führt nicht besonders sinnvoll ist. also zu unterstellen das man sich das neue gear auch leisten kann sollte doch die basis der diskussion sein, sonst macht das alles keinen sinn.

vorausgesetzt man kann es sich leisten, dann ist es doch nicht dumm darauf hin zu weisen, das ein profi der mit dem zeugs sein geld verdient und seine anschaffungen auch von der steuer absetzen kann andere bedürfnisse hat als ein hobbyist der das zeugs kauft weil er es halt gerne hätte.

ich verstehe das problem das du damit hast gerade nicht.
Ich habe damit kein Problem - absolut keines. Nur wurde ich persönlich nach einer Definition gefragt, obwohl ich explizit der Meinung bin dass uns Definitionen nicht weiter helfen werden.

Und das ist ja gerade mein Punkt: uns führt diese Einschätzung "Profi" oder "Amateur" eben nirgendwo hin. Einerseits ist das gar nicht die relevante Betrachtungsdimension - sondern eher ob ich in dem Geschäft drinnen sein will oder nicht. Will ich drinnen sein, dann muss sich eine Investition in eine Kamera natürlich irgendwann rechnen. Nur ob ich mich dann als Amateur oder Profi selbst sehe oder auch gesehen werde ist recht egal. Entweder fliegt das Geschäft oder es fliegt eben nicht.

Will ich nicht im Geschäft sein will und kaufe mir eine neue Kamera, sollte ich mir das halt auch leisten können - klar. Aber dann unterliege ich nicht den Überlegungen das das Gerät einen return on investment haben muss - wenn ich will stelle ich es in den Glaskasten und bewundere es lediglich. Es ist dann auch eine persönliche Konsumentscheidung.

Ob er es sich leisten kann oder nicht, ist aber bei so einem Video schon eine relevante Frage. Im Video oben wird ja die Ablehnung eines neuen Kamerakaufs auch damit argumentiert, dass man eben über einen Vergleich der Kamerakosten zu den gesamten Produktionskosten ca. 0,5% haben sollte. Mal abgesehen davon dass die unreflektierte Übernahme von so einem Benchmark auch problematisch ist (denn er ist offenbar Einzelunternehmer und vergleicht sich mit einer größeren Produktion) und man die Frage stellen kann ob diese 0,5% für sein Geschäftsmodell überhaupt erreichbar wären, ist schon die Frage zu stellen wie den sein kommerzieller Hintergrund ausschaut. Denn wenn der so traurig sein sollte, dass er sich ein neues Gerät gar nicht leisten kann ist das eine andere Situation als wenn er es sich tatsächlich nicht leisten will. Aber natürlich kann man trefflich über Hintergründe spekulieren die man nicht kennt.
Lieben Gruß,
Wolfgang




Frank Glencairn
Beiträge: 10205

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 21 Jul, 2017 21:24

wolfgang hat geschrieben:
Fr 21 Jul, 2017 20:06
[ Will ich drinnen sein, dann muss sich eine Investition in eine Kamera natürlich irgendwann rechnen. Nur ob ich mich dann als Amateur oder Profi selbst sehe oder auch gesehen werde ist recht egal. Entweder fliegt das Geschäft oder es fliegt eben nicht.
Sorry Wolfgang, aber das ist Quatsch.
Welche Kamera du besitzt, oder ob du überhaut eine besitzt, spielt "im Geschäft" überhaupt keine Rolle.
Interessiert niemanden, und da fragt auch keiner danach.




MLJ
Beiträge: 1913

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von MLJ » Fr 21 Jul, 2017 23:58

@All
Ich kann zu diesem Thema nur sagen, man braucht keine neue Kamera. Warum ? Ich bin der Ansicht dass eine Kamera nur so gut ist wie die Person, die sie bedient. Da spielt es keine Rolle was für eine Kamera das ist oder wie alt/jung sie ist denn andere Faktoren sind entscheidend, nicht die Technik alleine. Hier im Forum tauchen immer wieder Fragen zu Kameras auf die, wenn man das Handbuch studiert hätte, nicht aufkommen würden.

Eine Person die die Kamera bedient kennt sie aus dem "FF", kennt alle Vor- und Nachteile, alle Macken auf die es zu achten gilt damit man sich vollends dem Dreh widmen kann ohne alle 2 Minuten nach dem Handbuch zu fragen. Weiterhin macht eine Person die eine Kamera bedient ausgiebige Probeaufnahmen um sich mit allen Funktionen so vertraut zu machen dass man die Kamera am Ende blind bedienen kann.

Das wurde schon Fotografen eingebläut die Kamera im Schlaf bedienen zu können um entscheidende Momente nicht zu verpassen. Ausgebildete Kameraleute kennen das, Krisengebiet, alles muss schnell gehen, da muss alles sitzen, man muss die Technik kennen und beherrschen um einmalige Momente optimal einfangen zu können.

Von daher nein, man braucht keine neue Kamera und man sollte sich nicht der Illusion hingeben dass eine neue Kamera auf einmal alles alleine macht und man nichts mehr lernen braucht. Nicht alles was neu ist, ist automatisch besser, einfach mal darüber nachdenken ;)

Cheers

Mickey
The little Fox.... May U live 2 C the Dawn




Jalue
Beiträge: 908

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von Jalue » Sa 22 Jul, 2017 04:34

Jein … Kunden stellen Anforderungen und wenn du einem TV Sender kein HD in 4:2:2 10 Bit anliefern kannst, obwohl der das von Auftragsproduzenten fordert, bist du einfach mal aus dem Rennen. Dass die frei nach Schnauze auch mal alle Fünfe gerade sein lassen stimmt zwar, aber so, bzw. damit kannst du als Selbständiger leider nicht rechnen.

Anders ist es mit den ganzen PR-Hypes, die regelmäßig produziert werden und darauf bezieht sich ja auch das Video. Ich kann mich noch an einen redaktionellen Beitrag hier erinnern, dessen Headline sinngemäß lautete: "Wird 2014 das Jahr von 4K?“ Der Autor war dieser Meinung, und was war rückblickend in 2014? Nada, nix, niente, auch drei Jahre später ist 4K, zumindest in der Mainstreamproduktion, immer noch ein Exotismus und das ist eben auch ein Bestandteil der hier durchphilosophierten Amateur-/Profiunterscheidung: Die Distributionskette des Amateurs reicht von seiner Kamera bis zum eigenen UHD-Bildschirm, maximal noch bis YouTube. Im Profibereich sieht das Ganze deutlich komplexer aus und da sind ältere Geräte oftmals sogar die geeigneteren.

Völlig Recht hast du mit deiner Feststellung, dass gute Kenntnisse der Geräte einen Riesenvorteil darstellen, insbesondere bei journalistischen/dokumentarischen Produktionen, wo es auf jede Sekunde ankommt.

Noch ein Wort zu dieser Amateur-/Profidiskussion: Schon seltsam, wie blank die Nerven da liegen. Auffällig, dass vor allem Amateurfilmer dabei, sagen wir mal, emotional aufgewühlt reagieren und z.T. auch pauschal beleidigend werden („erschreckend niedriges Bildungsniveau bei Profis/alles Ungelernte“, etc.). Vielleicht gibt es Überschneidungen mit dem ganzen "Lügenpresse"-Diskurs, der durch die aktuelle Haller-Studie gerade erst aufgewärmt wurde, aber das ist nur eine persönliche Vermutung.

Ich möchte kein Öl ins Feuer gießen, vielmehr den Mitforisten nahelegen, den Kontakt zu Ausbildungsinstitutionen, bzw. größeren Unternehmen der Branche zu suchen. Fast alle bieten Gruppenbesuche oder einen Tag der offenen Tür an, da nimmt sich auch schon mal der Chefredakteur Zeit für ein Gespräch. Vielfach sind Schnupperpraktika oder Hospitanzen im Angebot, nicht zuletzt um Kritikern die Gelegenheit zu bieten, sattsam bekannte Vorurteile zu überprüfen.




wolfgang
Beiträge: 6007

Re: Warum braucht man einen neue Kamera ( oder nicht )

Beitrag von wolfgang » Sa 22 Jul, 2017 06:55

Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 21 Jul, 2017 21:24
wolfgang hat geschrieben:
Fr 21 Jul, 2017 20:06
[ Will ich drinnen sein, dann muss sich eine Investition in eine Kamera natürlich irgendwann rechnen. Nur ob ich mich dann als Amateur oder Profi selbst sehe oder auch gesehen werde ist recht egal. Entweder fliegt das Geschäft oder es fliegt eben nicht.
Sorry Wolfgang, aber das ist Quatsch.
Welche Kamera du besitzt, oder ob du überhaut eine besitzt, spielt "im Geschäft" überhaupt keine Rolle.
Interessiert niemanden, und da fragt auch keiner danach.
Sorry, aber wenn du nicht deine Frames in Hinkelsteine kratzen willst, wirst du irgendeine Kamera brauchen. Ob du nun buy oder rent wählst, ist ja wohl eine ganz andere Entscheidung.
Lieben Gruß,
Wolfgang




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