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Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?



Alles rund um Lichtsetzung, Lichtausrüstung uä.
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slashomat
Beiträge: 96

Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?

Beitrag von slashomat » Mi 17 Jan, 2018 19:24

Hallo,
ich fotografiere und Filme Innenarchitektur ohne Menschen, und ich hätte gerne Mobiles Licht, eigentlich zum Fotografieren, aber ich glaube hier im Forum haben mehr Leute Ahnung zum Thema:
Ich möchte:
- Teile von Räumen indirekt über die Decke ausleuchten. Erfahrungsgemäß benötige ich dafür ca. 300 Watt bei Halogenstrahlern
- falls es möglich ist, mit viel geringerer Lichtstärke sehr pointiert einzelne Möbel anleuchten können.
- im Außenbereich ein viertel eine halbe Baumkrone deutlich erhellen
- dabei eine Lichtqualität haben, die halbwegs schöne Farben macht (es sind keine Hauttöne, aber weisse Wände sollten nicht ins grünliche abdriften durch schlechtes Spektrum etc. Ich kann schon farben filtern, aber bei sehr schlechter Lichtqualiät hilft das ja manchmal nicht viel.

Was nehmen?
ODer geht das mit Taschenlampen gar nicht?
Wie kann ich bei Taschenlampen die Lichtfarbqualität einschätzen?
Wie wäre es z.B. hiermit https://www.globetrotter.de/shop/niteco ... 8-schwarz/




Auf Achse
Beiträge: 3002

Re: Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?

Beitrag von Auf Achse » Mi 17 Jan, 2018 19:30

Servus!

Als Faustformel: LED Licht Wattzahl x 6 bis 7 = Watt in Halogen

Auf Achse




TomStg
Beiträge: 1701

Re: Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?

Beitrag von TomStg » Mi 17 Jan, 2018 19:40




freezer
Beiträge: 1130

Re: Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?

Beitrag von freezer » Mi 17 Jan, 2018 20:35

slashomat hat geschrieben:
Mi 17 Jan, 2018 19:24
- im Außenbereich ein viertel eine halbe Baumkrone deutlich erhellen
Bei Tag oder Nacht?
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com




Roland Schulz
Beiträge: 1942

Re: Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?

Beitrag von Roland Schulz » Mi 17 Jan, 2018 20:41

CRI - Color Rendition Index googlen - ist die bzgl. Farbqualität entscheidende Größe - wird auch oft in Taschenlampentests angegeben, meist bei den dort verwendeten high power Modulen aber merklich schlechter als bei guten Videoleuchten.

Kann bei Effektfotografie aber trotzdem interessant aussehen.

Nicht vergessen darf man aber nicht, dass die hohen Outputs der Lampen oft nur für kurze Zeit gehalten werden, da bei den schnell ansteigenden Temperaturen der Gehäuse die Leistung schnell reduziert wird um Überhitzung zu vermeiden.

Die Marauder X7 von Olight gibt‘s schon mal für den gleichen Preis - liefert dann allerdings bis zu 9000 Lumen. Streut aber breiter und weicher als die Nitecore (hab die TM26 (ähnlich der von GT) und die X7).
Zuletzt geändert von Roland Schulz am Mi 17 Jan, 2018 20:47, insgesamt 1-mal geändert.




Beavis27
Beiträge: 30

Re: Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?

Beitrag von Beavis27 » Mi 17 Jan, 2018 20:42

Die Leuchte von Globetrotter würde ich eher zum Wandern nehmen. ;-)
Guck mal hier: www.rotolight.com
Die sind eigentlich ideal, weil sie auch als Blitzlicht verwendet werden können und es sie in verschiedenen Größen (und Stärken) gibt.




Jost
Beiträge: 915

Re: Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?

Beitrag von Jost » Mi 17 Jan, 2018 22:06

slashomat hat geschrieben:
Mi 17 Jan, 2018 19:24
Hallo,
ich fotografiere und Filme Innenarchitektur ohne Menschen, und ich hätte gerne Mobiles Licht, eigentlich zum Fotografieren, aber ich glaube hier im Forum haben mehr Leute Ahnung zum Thema:
Ich möchte:
- Teile von Räumen indirekt über die Decke ausleuchten. Erfahrungsgemäß benötige ich dafür ca. 300 Watt bei Halogenstrahlern
- falls es möglich ist, mit viel geringerer Lichtstärke sehr pointiert einzelne Möbel anleuchten können.
- im Außenbereich ein viertel eine halbe Baumkrone deutlich erhellen
- dabei eine Lichtqualität haben, die halbwegs schöne Farben macht (es sind keine Hauttöne, aber weisse Wände sollten nicht ins grünliche abdriften durch schlechtes Spektrum etc. Ich kann schon farben filtern, aber bei sehr schlechter Lichtqualiät hilft das ja manchmal nicht viel.

Was nehmen?
ODer geht das mit Taschenlampen gar nicht?
Wie kann ich bei Taschenlampen die Lichtfarbqualität einschätzen?
Wie wäre es z.B. hiermit https://www.globetrotter.de/shop/niteco ... 8-schwarz/


Schau mal bei Armytek. Die Predator in warm ist für Foto eigentlich gut geeignet. Die war eine Empfehlung von unserem DSLR-Forum-Stammtisch.
CRI ist natürlich wichtig, wie Roland schon schrieb, das ist abhängig von der verbauten LED, dann spielt die Lichtfarbe (Kelvin) eine Rolle und dann die Leuchtstärke (Lumen). Wobei man die Lichtfarbe bei Raw-Fotografie leicht ändern kann. Aber Mischlicht ist immer Mist. Der Reflektor, glatt oder gefrostet, spielt eine Rolle.
Dazu kommt dann die Größe des Abstrahlwinkels und die Frage, wie gleichmäßig leuchtet der Lichtkegel aus? Der Suchbegriff hierzu lautet Beamshots.

Dazu kommen Komfort-Merkmale, um zum Beispiel das Licht zu dimmen.

Und natürlich Zubehör: Gibt es Filter, die man einfach aufstecken kann? Gibt es eine Fernbedienung, um die Lichtmenge nach Belieben zu steuern?

Armytec ist hier ziemlich gut aufgestellt:
Bild
Was Du nicht nehmen solltest, sind Lampen mit dedomten LEDs, die sind nicht farbecht.
Die Freaks findest Du im Taschenlampen-Forum. Dort gibt es auch unzählige Beamshots. Man kann sich tagelang damit beschäftigen.
Beste Grüße




Jost
Beiträge: 915

Re: Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?

Beitrag von Jost » Mi 17 Jan, 2018 22:23

slashomat hat geschrieben:
Mi 17 Jan, 2018 19:24
Hallo,
ich fotografiere und Filme Innenarchitektur ohne Menschen, und ich hätte gerne Mobiles Licht, eigentlich zum Fotografieren, aber ich glaube hier im Forum haben mehr Leute Ahnung zum Thema:
Ich möchte:
- Teile von Räumen indirekt über die Decke ausleuchten. Erfahrungsgemäß benötige ich dafür ca. 300 Watt bei Halogenstrahlern
- falls es möglich ist, mit viel geringerer Lichtstärke sehr pointiert einzelne Möbel anleuchten können.
- im Außenbereich ein viertel eine halbe Baumkrone deutlich erhellen
- dabei eine Lichtqualität haben, die halbwegs schöne Farben macht (es sind keine Hauttöne, aber weisse Wände sollten nicht ins grünliche abdriften durch schlechtes Spektrum etc. Ich kann schon farben filtern, aber bei sehr schlechter Lichtqualiät hilft das ja manchmal nicht viel.

Was nehmen?
ODer geht das mit Taschenlampen gar nicht?
Wie kann ich bei Taschenlampen die Lichtfarbqualität einschätzen?
Wie wäre es z.B. hiermit https://www.globetrotter.de/shop/niteco ... 8-schwarz/
Die TM06 scheint nicht so gut geeignet.
Bild
Sie leuchtet nicht sehr gleichmäßig aus.




slashomat
Beiträge: 96

Re: Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?

Beitrag von slashomat » Mi 17 Jan, 2018 23:03

Danke für die vielen Antworten. Ich werde ein paar Tage brauchen, um das in Ruhe durchzuarbeiten.

Kurz noch zu meinem Anwendungsbereich:
- ich fotografiere 360-Grad Panoramen von Hotelzimmern. Da ist oft der Tür/Flurbereich nicht nur dunkel, sondern sieht lichttechnisch langweilig aus. Wenn ich im Bad unter die Decke leuchte, gibt es aber ein schönes indirektes Licht im Flur. Eigentlich blitze ich sonst auch gerne, aber bei HDR-Technik ist blitzen schnell kompliziert. Daher müsste die Lampe gut runterregulierbar sein auf ca. entsprechend 100 Watt Halogen.

- Im Außenbereich in der Architekturtfotografie schafft es manchmal viel Athmospäre, bi Nacht bzw. in der blauen Stunde ein Haus oder Baum anzuleuchten - dann sieht es aus, als ob Strahler da wären. Bei Fotos geht das sehr einfach.

Ich brauche für all das nicht unbedingt sauber gerichtetes Licht. Auch die Farbetemperatur ist nicht total wichtig, da ich mal weiss und mal warm benötige, und eh filtere. Was ich jedoch gar nicht leiden kann, ist schlechte Lichtqualität. Ich arbeite ja auch oft in sehr dunklen Räumen, und ältere Energiesparlamoen finde ich z.B. oft einfach von der Farbigkeit her richtig schlimm.
Wie kann ich da bei günstigeren Lampenangeboten denn vorsortieren, welche ich mir gar nicht erst angucken brauch.



@Jost die fehlende Gleichmäßigkeit wäre nicht so schlimm, da ich indirekt über die Raumdecke beleuchte, und da es bei einigen meiner anderen Anwendungen auch nicht so extrem auf Gleichmäßigkeit ankommt.

@ auf Achse:Die WAttzahl steht oft nicht dabei. Ich hatte mir mal notiert, dass Lumen bei LED geteilt durch 10 ganz grob = Watt bei Halogen entspricht. Stimmt das ungefähr Beim dem von mir verlinkten Teil werden ja 3800 Lumen angegeben und dann würde die Helligkeit passen.

@ Roland Schulz: Die Lampe muss nicht sehr lange laufen. Ich schätze jeweils 5-15 Minuten, und dass 3 Mal am Tag. Und auch nicht immer mit voller Leistung.

@Beavis27: Die Rotolights sind ja sehr viel größer gebaut (und natürlich sehr viel teurer als so eine kleine Taschenlampe). Die Rotolights erscheinen mir etwas überdimensioniert für mein Vorhaben. Vielleicht liege ich ja auch falsch. Ich bin kein Pfennigfuchser. Aber ich mag Kompaktheit sehr. Und oft komme ich mit "unkomplizierten", einfachen Lösungen gut klar.

@Jost: Wie erkenne ich, dass eine Lampe gedomte LEDs hat?




carstenkurz
Beiträge: 3823

Re: Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?

Beitrag von carstenkurz » Mi 17 Jan, 2018 23:46

Das mit der Lichtqualität ist ziemlich schwierig - da, wo es helligkeitsmäßig interessant wird, sind regelmäßig die miesesten Lichtqualitäten zu finden. Die höchsten Lumen/Watt Ausbeuten gibt es typisch nur bei miesen CRI Werten. Zumindest wäre mir kein Hersteller bekannt, der mit einem brauchbaren CRI seiner Taschenlampen wirbt (ab 80). Möglicherweise lässt sich mit konventionellen Leuchtmitteln was machen, z.B 12V Spots und einem entsprechenden Akku.
Solche Spots mit hohem CRI zu kriegen ist kein Problem. Man könnte auch sehr helle 230 Volt Led Leuchtmittel zerlegen, allerdings stecken darin eigener Erfahrung nach dicke Reihenschaltungen von LEDs, die mindestens 30-60 Volt brauchen.


- Carsten
and now for something completely different...




freezer
Beiträge: 1130

Re: Stand der Dinge helle LED-Taschenlampen?

Beitrag von freezer » Do 18 Jan, 2018 11:04

Die teure, aber professionelle Variante wären Dedolight DLED7 Scheinwerfer: Fokussierbar von 60-4° (1:20) bei gleichmäßiger Ausleuchtung, 90 Watt, stufenlos dimmbar, flickerfrei, mit V-Mount Akku oder vom Netz betreibbar.
Optionales Zubehör: Softbox, Projektionsvorsatz, Gobos, Farbfolienhalter, Weitwinkelvorsatz
Zum Beispiel 3er Set: https://www.mediatec.de/licht/led-eb-li ... t-klt7-3-d (ist nur Daylight, nix bi-color - auch wenn es unten in der Beschreibung steht)

Ich hab die Dedos und bin sehr glücklich damit - auch wenn es ordentlich Geld kostet. Und: Deutscher Hersteller - das Geld bleibt in der EU :-)


Die Came-TV Boltzen 100W LED soll auch ganz gut sein:
https://www.videodata.de/shop/products/ ... 1ft10csmr6

Oder die Aputure Light Storm 120D:
https://www.teltec.de/aputure-light-sto ... d-kit.html

Auch interessant:
Scangrip LED-Arbeitsleuchte Nova 10 K mit der 84 W COB und 10.000 Lumen, Fluter, 5 Dimmstufen
https://www.amazon.de/gp/product/B01HIGDWE4/

Die Scangrip Lampen sind nicht schlecht, hab zwei von der älteren Generation mit 30W. IP67 Schutzklasse, kann man draußen im Regen nutzen, ideal um einen Baum oder Gebäude anzuleuchten.
CRI > 80, Farbtemperatur 6500K

Schwächere Variante mit Akkubetrieb:
https://www.amazon.de/Scangrip-LED-Akku ... u-03-5443/
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com




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