Zizi
Beiträge: 1309

ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Zizi » Mo 12 Mär, 2018 08:30

Hallo

Ich drehe im April mit der Ursa 4.6 mini
einen Imagefilm bei Sonne.
Ihre beste Dynamik hat diese ja unter Iso 800.
Drehen will ich das ganze in ProRes 444.
Dazu habe ich das Canon 17-50mm 2.8 + 50,85mm 1,4 mit VarioND.
Ich gehe jetzt davon aus das bei heller Sonne
Offenblendig nicht möglich sein wird ohne den Vario mit „flecken“ auszureizen ?
Macht es Sinn einen 2. fixenND noch davor zu klemmen um auch mit Blende 1.4 bei Sonne zu drehen ?
Hat wer damit erfahrung ?
Worauf muss ich bei der Ursa noch achten ?

Danke
Wär maine Rechdschreipfeler vintet tarv ßi pehallden !




klusterdegenerierung
Beiträge: 10543

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 12 Mär, 2018 09:07

Bekomme bei sowas auch immer Flecken, nutze dann zusätzlich noch einen fixen, oder einen Polfilter.
Besser und oft unkritischer, wenn es die Aufnahme/Szene es zulässt, ist die Verschlußzeit hoch zu drehen.

Würde ich vorher mal ausprobieren, also Vari bis alles noch schick, Rest dann statt 1/50 mal 1/100 oder mehr.




Zizi
Beiträge: 1309

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Zizi » Mo 12 Mär, 2018 09:30

Ja 2 bzw. 3 Filter (ein Vario hat ja 2) sind halt schon ziemlich viel ?
Zerstört man dadurch nicht die Lensflares und Optische Leistung des Objektivs ?
Kann es leider vorab nicht ausprobieren und abschätzen. :(
Mit Iso 200 zu drehen verliert man bestimmt auch 1-2 Blenden Dynamik ?
Shutter reduzieren will ich auch nicht - nachdem die Kamera von der Schulter gedreht wird kann das zu unschönen Bilder führen ?
Ziemlich Problematisch - wenn eine Kamera keine internen ND Filter hat und man halbwegs flexibel bleiben will..
Wär maine Rechdschreipfeler vintet tarv ßi pehallden !




Jost
Beiträge: 1038

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Jost » Mo 12 Mär, 2018 09:57

Zizi hat geschrieben:
Mo 12 Mär, 2018 08:30
Hallo

Ich drehe im April mit der Ursa 4.6 mini
einen Imagefilm bei Sonne.
Ihre beste Dynamik hat diese ja unter Iso 800.
Drehen will ich das ganze in ProRes 444.
Dazu habe ich das Canon 17-50mm 2.8 + 50,85mm 1,4 mit VarioND.
Ich gehe jetzt davon aus das bei heller Sonne
Offenblendig nicht möglich sein wird ohne den Vario mit „flecken“ auszureizen ?
Macht es Sinn einen 2. fixenND noch davor zu klemmen um auch mit Blende 1.4 bei Sonne zu drehen ?
Hat wer damit erfahrung ?
Worauf muss ich bei der Ursa noch achten ?

Danke
Zwei ND-Filter? Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist. Durch das Stapeln riskierst Du unerwartete Farbstiche und Vignettierungen. Das würde ich ohne Test auf keinen Fall riskieren.

Bei Iso 800 liegst Du in praller Sonne etwa bei Blende 22. Also 6 bis 8 Blenden runter - im prallen Sonnenlicht.
Bild

Das sollten Vario-Filter eigentlich schaffen. Die Ursa Pro hat bereits einen ND-Filter verbaut, der in Stufen um 2, 4 oder 6 Blenden reduziert.

Und sonst: Die Datenmengen bei ProRes 444 findest Du im Manual auf Seite 674f. Eventuell ist eine SSD-Recording-Lösung angeraten

Der Ursa-Monitor spiegelt. Dagegen hilft Vikuiti™ ARMR-200 von 3M. Der Monitor ist 4:3 mit 4- (Pro) oder 5-Zoll-Größe. Einfach eine Folie für ein großes Handy kaufen. Die richtige Größe kann man leicht mit Schere oder Skalpell zuschneiden. Sonnenschutz benötigt man dann nur, wenn das Licht in der Mittagszeit von rechts oben einfallen sollte.
Gutes Gelingen




-paleface-
Beiträge: 1974

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von -paleface- » Mo 12 Mär, 2018 12:13

Blende doch einfach etwas ab.
Also ob du jetzt mit 2.8 oder Blende 4 filmst.... den Unterschied sieht man doch kaum!
Vor allem nicht bei nem 50mm Objektiv.

Ich drehe bei der Ursa fast nur mit VariND. Alles andere ist mir zu stressig.
Außer bei SEHR WEITWINKLIGEN Aufnahmen (12mm) wo man eine ordentliche Farbverschiebung an den Rändern sieht, hab ich eigentlich keine Probleme.

Möglich das du einen billigen Vari hast?

Hier guck dir mal meinen Beitrag hier an:
viewtopic.php?f=1&t=140453&p=936207#p936207

Der Vari kommt sogar näher an den Filter-losen Look als der teurer Tiffen Matte-Box Filter.
www.mse-film.de | Kurzfilme & Videoclips

www.daszeichen.de | Filmproduktion & Postproduktion




Zizi
Beiträge: 1309

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Zizi » Di 13 Mär, 2018 08:28

Blende doch einfach etwas ab.
Also ob du jetzt mit 2.8 oder Blende 4 filmst.... den Unterschied sieht man doch kaum!
Vor allem nicht bei nem 50mm Objektiv.
Ja eh .. gibt aber gewisse Bilder die ich bestimmt so offen als möglich haben will.
Möglich das du einen billigen Vari hast?
Hab grad rausgefunden das es ein Tiffen Vario ist.
Laut Recherche sollte der bis ND 2.4 oder 8 Blenden gehen..
Ist da bei April Sonne Blende 2.8 - 4 möglich mit 1/50 ?
Und sonst: Die Datenmengen bei ProRes 444 findest Du im Manual auf Seite 674f. Eventuell ist eine SSD-Recording-Lösung angeraten

Der Ursa-Monitor spiegelt. Dagegen hilft Vikuiti™ ARMR-200 von 3M. Der Monitor ist 4:3 mit 4- (Pro) oder 5-Zoll-Größe. Einfach eine Folie für ein großes Handy kaufen. Die richtige Größe kann man leicht mit Schere oder Skalpell zuschneiden. Sonnenschutz benötigt man dann nur, wenn das Licht in der Mittagszeit von rechts oben einfallen sollte.
Gutes Gelingen
Ich drehe leider nicht mit der Pro :(
Allerdings mit einem SMallHD Sucher .. das wird schon gehen.
ISO wenn geht immer auf 800 lassen um die besten Dynamik zu haben ?
Welcher Format ist der beste Kompromiss zwischen Datenmenge und Qualität ?
RAW kommt nicht in Frage will aber auch gut Graden können.


Danke
Wär maine Rechdschreipfeler vintet tarv ßi pehallden !




Jost
Beiträge: 1038

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Jost » Di 13 Mär, 2018 11:26

Zizi hat geschrieben:
Di 13 Mär, 2018 08:28
ISO wenn geht immer auf 800 lassen um die besten Dynamik zu haben ?
Ja, aber auch bei niedrigeren ISO-Werten gibt es keinen "Unterschied wie Tag und Nacht".
Welcher Format ist der beste Kompromiss zwischen Datenmenge und Qualität ?
RAW kommt nicht in Frage will aber auch gut Graden können.
Raw 3:1, ein Blackmagic-Sondercodec, den kann meines Wissens aber nur Davinci Resolve bearbeiten. Aber ProRes ist auch ok. Bei Sonne wird es keinen großen Unterschied machen.




WoWu
Beiträge: 14468

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von WoWu » Di 13 Mär, 2018 13:00

Hallo Zizi

Wir haben mit der Kaskadierung von ND Filtern reichlich schlechte Erfahrung gemacht. Wir arbeiten ständig mit extrem hohem Donnenanteil weil wir 4Grad unter dem Äquator arbeiten.

Was, neben den üblichen, auch hier schon genannten Artefakten ins Gewicht fällt ist der Anstieg von Infrarotanteil denn die eingebauten Filter arbeiten meistens erst ab 720 nm, Probleme treten aber bereits ab 680 nm auf.
Dadurch werden alle Bilder (aufgrund der unterschiedlichen Eindringtiefe) merklich unschärfer.
Bei viel Sonne und hohen ND Anteiö ist ein „Hot Mirror“ ein absolutes Muss.
Ansonsten benutz das eingebaute ND und ergänz es nötigenfalls mit einem zweiten „fest ND“.Lass die Finger von vario ND.
Darüber hinaus benutz das „native ISO“ der Kamera, das meistens so zwischen 800 und 1600 liegt. Unter dem nativen Wert wird der Störabstand wieder schlechter. Es gilt also NICHT, wie in der Fotographie, das niedriges ISO besser ist.

Darüber hinaus würde ich auch nicht unter über die Blende 5.6 gehen. Das ist meistens die „förderliche Blende“. Blende 2.8 bzw. Offenblende verschlechtert das Bild ebenso.
Also ... natives ISO, Blende 5.6, eingebautes ND + Hot Mirror (falls wirklich erforderlich sein sollte) 1 zusätzliches fest ND.
Was Hot Mirror betrifft, haben wir die beste Erfahrung mit Tiffen gemacht, weil dort keine dicroische Beschichtung benutzt wird, sondern eine Einfärbung, die sich in der Post rückstandsfrei beseitigen lässt.
Das Hot Mirror sollte unbedingt ab 680 nm wirken!
Dichroische Schichten bringen häufig partielle Unschärfenund Wolkigkeit in den Farben, die so gut wie nicht reparierbar sind.
Gute Grüße, Wolfgang

E-Book:
www.provideome.de




Bruno Peter
Beiträge: 3324

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Bruno Peter » Di 13 Mär, 2018 13:29

WoWu hat geschrieben:
Di 13 Mär, 2018 13:00

Wir arbeiten ständig mit extrem hohem Donnenanteil weil wir 4Grad unter dem Äquator arbeiten.
......
Bei viel Sonne und hohen ND Anteiö ist ein „Hot Mirror“ ein absolutes Muss.
Ruessel hat vor vielen Jahren schon zum Einsatz eines Heliopan IR-Videofilter 103 E-43 in den
hiesigen Breiten geraten bei Mittagssonne oder bei der Filmerei in der Mittelmehrregion im Sommer.
Mit dem IR-Videofilter werden Infrarotstrahlen bei intensiven Sommerlicht gesperrt, die Bildwiedergabe
wird schärfer, die Farben werden brillanter und die Trennlinien besser abgegrenzt.

Ich habe damit z.B. eine Marokko-Wohnmobiltour mit dem Canon Camcorder HV30 in 2009 sicherheitshalber
damals aufgenommen.
** S8-Hobbyfilmer seit 1970(zuletzt Nizo 6080), Videofilmer seit 1988(aktuell Panasonic DMC-FZ300) **
www.hennek-homepage.de/video.htm




Roland Schulz
Beiträge: 2752

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Roland Schulz » Di 13 Mär, 2018 13:34

Kommt allerdings auch immer auf den in der Kamera bereits verbauten IR Filter an. Generell notwendig muss sowas „heute“ nicht mehr zwingend sein, bei BMD wäre ich mir da aber nicht sicher.
Sony z.B. hat um die Zeit der EX1 ne Menge gelernt was das angeht.




WoWu
Beiträge: 14468

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von WoWu » Di 13 Mär, 2018 13:40

Bruno Peter hat geschrieben:
Di 13 Mär, 2018 13:29
WoWu hat geschrieben:
Di 13 Mär, 2018 13:00

Wir arbeiten ständig mit extrem hohem Donnenanteil weil wir 4Grad unter dem Äquator arbeiten.
......
Bei viel Sonne und hohen ND Anteiö ist ein „Hot Mirror“ ein absolutes Muss.
Ruessel hat vor vielen Jahren schon zum Einsatz eines Heliopan IR-Videofilter 103 E-43 in den
hiesigen Breiten geraten bei Mittagssonne oder bei der Filmerei in der Mittelmehrregion im Sommer.
Mit dem IR-Videofilter werden Infrarotstrahlen bei intensiven Sommerlicht gesperrt, die Bildwiedergabe
wird schärfer, die Farben werden brillanter und die Trennlinien besser abgegrenzt.

Ich habe damit z.B. eine Marokko-Wohnmobiltour mit dem Canon Camcorder HV30 in 2009 sicherheitshalber
damals aufgenommen.
Hallo Bruno
Oft werden solche Unschärfen auf alles mögliche bezogen, aber nicht mit der Wellenlänge in Verbindung gebracht.
Unser Problem war, dass die eingebauten Sperrfilter erst ab 720 nm wirkten und die Bildunschärfe im oberen Rotbereich lag.
Mit einem 680 nm Filter war die Sache dann erledigt.
Aber es ist eben auch eine Frage der Einstellungskonstellation.
Wer mit ND und Offenblende arbeitet, macht sich das Bild oft schon dadurch wieder unscharf.
Gute Grüße, Wolfgang

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Bruno Peter
Beiträge: 3324

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Bruno Peter » Di 13 Mär, 2018 13:49

Hallo Wolfgang,
man kann mal eine Infrarot-Fernbedienung hernehmen und damit in das Objektiv leuchten
um zu gucken ob ein Infrarotfleck auf dem Bildschirm oder im Sucher zu sehen ist,
d.h. ob die Kamera einen IR-Sperrfilter braucht oder nicht.
** S8-Hobbyfilmer seit 1970(zuletzt Nizo 6080), Videofilmer seit 1988(aktuell Panasonic DMC-FZ300) **
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WoWu
Beiträge: 14468

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von WoWu » Di 13 Mär, 2018 13:58

Das sagt nicht viel aus, weder über die Intensität, noch über die Frequenz.
Das sagt nur aus, dass die Fernbedienung funktioniert.
Gute Grüße, Wolfgang

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www.provideome.de




Jost
Beiträge: 1038

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Jost » Di 13 Mär, 2018 15:50

Zizi hat geschrieben:
Mo 12 Mär, 2018 08:30
Dazu habe ich das Canon 17-50mm 2.8 + 50,85mm 1,4 mit VarioND.
Schau mal hier rein: unter "Objektivsuche" kann man Deine entsprechenden Objekte raussuchen.
http://www.traumflieger.de/objektivtest ... erview.php
Die alte Faustregel stimmt zumeist: Zwei Mal abblenden sorgt für höchste Schärfe




Bruno Peter
Beiträge: 3324

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Bruno Peter » Di 13 Mär, 2018 16:01

WoWu hat geschrieben:
Di 13 Mär, 2018 13:58
Das sagt nur aus, dass die Fernbedienung funktioniert.
Ach geh zu..., es sagt auch etwas darüber aus ob die Frequenz der Fernbedienung bis zum
Aufnahmesensor durchdringt oder eben nicht...!

Tipp: http://www.heliopan.de/produkte/spezial ... und-video/
** S8-Hobbyfilmer seit 1970(zuletzt Nizo 6080), Videofilmer seit 1988(aktuell Panasonic DMC-FZ300) **
www.hennek-homepage.de/video.htm




Frank Glencairn
Beiträge: 7275

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Frank Glencairn » Di 13 Mär, 2018 18:38

Bruno Peter hat geschrieben:
Di 13 Mär, 2018 13:29


Ruessel hat vor vielen Jahren schon zum Einsatz eines Heliopan IR-Videofilter 103 E-43 in den
hiesigen Breiten geraten ..
Ja auf den schwör ich ebenfalls.
Hatte noch nie ein IR Problem damit. Der fängt auch schon bei 680 an.




WoWu
Beiträge: 14468

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von WoWu » Di 13 Mär, 2018 21:17

Bruno Peter hat geschrieben:
Di 13 Mär, 2018 16:01
WoWu hat geschrieben:
Di 13 Mär, 2018 13:58
Das sagt nur aus, dass die Fernbedienung funktioniert.
Ach geh zu..., es sagt auch etwas darüber aus ob die Frequenz der Fernbedienung bis zum
Aufnahmesensor durchdringt oder eben nicht...!

Tipp: http://www.heliopan.de/produkte/spezial ... und-video/
Nee, leider nicht denn IR Dioden arbeiten oberhalb von 840 nm.
Das sagt über den kritischen rotnahen Bereich ziemlich wenig aus.
Auch die abgestrahlte Energie korreliert nicht mit dem, was real vorkommt.
So ein Test sagt eben nur, ob die FB funktioniert aber hilft im Videobereich nicht weiter.
Gute Grüße, Wolfgang

E-Book:
www.provideome.de




Sammy D
Beiträge: 863

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Sammy D » Di 13 Mär, 2018 21:31

Da habe ich mal eine naive Frage. Viele Kameras haben m.W. eingebaute IR-Sperrfilter. Doch wenn ich einen IR-Pass-Filter fuer Infrarot-Fotografie anbringe, muesste man doch gar nichts mehr sehen koennen?

Bzgl. der BM-Kameras, haben die neuen wie die URSA eigentlich eingebaute Sperrfilter oder braucht man bei diesen auch zusaetzliche?




WoWu
Beiträge: 14468

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von WoWu » Di 13 Mär, 2018 21:40

Wie gesagt .... das, was am meisten schadet ist der Nahbereich an der Grenze des sichtbaren Lichtes, also ab etwa 680 nm.
Das bedeutet, dass das Filter sehr steilflankig sein muss und sehr präzise.

Ist die Flanke zu flach (z.B. bei billigen Filtern) wird der Nahrotbereich nicht ausreichend abgedeckt und erzeugt Artefakte.

Das alles spielt sich erst ab, wenn die Blende „aufgerissen“ wird und das Licht viel Wärme enthält, also intensives Sonnenlicht.
Auch billige Filter filtern dann die höheren Bereiche aus, aber das Kond ist schon im Brunnen, wenn der untere Bereichdas Bild bereits unscharf macht.

Und IR Passfilter sind ja nix anderes als Sperrfilter für den sichtbaren Bereich.
Aber auch die haben eben Ünertragungskurven. Man muss sich also die Filter genau ansehen.
Übrigens sind die eingebauten IR Filter meistens für den „Normalgebrauch“ ausgelegt und nicht dafür, dass jemand bei extremen Lichtverhältnissen die Blende aufreißt.
Gute Grüße, Wolfgang

E-Book:
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Roland Schulz
Beiträge: 2752

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Roland Schulz » Di 13 Mär, 2018 23:13

Pauschal lässt sich das alles überhaupt nicht beantworten. Einige Kameras (Fuji S2pro, Sony EX1) hatten seinerzeit enorme Probleme mit IR Licht. Schwarzer Stoff wurde da bei IR Beleuchtung oder Sonneneinstrahlung schnell purpurfarben. Spätere Kameras hatten durch "gescheite" IR Filter vor dem Sensor kaum noch Probleme mehr damit.
IR Fernbedienungen funktionieren zudem auch nicht grundsätzlich im Bereich oberhalb von 800nm. Viele IR Dioden arbeiten im Bereich um 650nm und liegen damit teilweise noch im sichtbaren Bereich. Diese kommen z.B. häufig zur IR Beleuchtung bei der Videoüberwachung zum Einsatz. Die "schwarzen" LED´s im Bereich von 800nm und drüber sind im Vergleich leistungsschwächer bzw. deutlich teurer - nicht unbedingt das was man in IR FB´s reinbaut.
Ganz langwellig wird´s dann im Bereich von Lasern für Weitverkehrstechnik auf LWL Kabeln. Da im Monomodebereich schon mal bis 1310 bzw. 1550 [nm].
Da man aber ggf. wenig Erfahrungen hat wie Kamera und Linsen reagieren macht nen Filter zur Sicherheit schon Sinn, wobei der Heliopan "Digital" (FS-NR. 8025) noch deutlich steilflankiger (aber auch teurer) als der 103er ausfällt. Das kann aber je nach Kamera auch komplett rausgeschmissenes Geld sein.
Mit nichts lässt sich so einfach Geld verdienen wie mit der Angst und der Versicherung dagegen ;-).




Axel
Beiträge: 11885

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Axel » Mi 14 Mär, 2018 05:39

Zizi hat geschrieben:
Mo 12 Mär, 2018 09:30
Mit Iso 200 zu drehen verliert man bestimmt auch 1-2 Blenden Dynamik ?
Wenn du Raw drehst sind bei BM die anderen als die native Iso nur "Serviervorschläge", während in ProRes Kurven "eingebacken" würden, mit, wie du sagst, geringerer Dynamik. Und, sofern du auch nur manchmal nach Augenmaß belichtest, über- oder unterbelichtet. Nur native Iso!
Zizi hat geschrieben:Ich gehe jetzt davon aus das bei heller Sonne
Offenblendig nicht möglich sein wird ohne den Vario mit „flecken“ auszureizen ?
Was meinst du mit "offenblendig"? 1.8? Nein, das ist allerdings nicht möglich.
Jost hat geschrieben:Bei Iso 800 liegst Du in praller Sonne etwa bei Blende 22. Also 6 bis 8 Blenden runter - im prallen Sonnenlicht.
Da man ja nicht "VIDEO" belichtet, sondern Raw oder Log, ist ETTR ja sogar, was die BM-Belichtungsautomatik macht! Zwei Blenden über dem Standard. Da wird aus Blende 22 sofort Blende 11. Wenn die Wunschblende z.B. 8 ist (prüfen, wo der "Sweetspot" der Optik liegt), müsste der Vario nur eine Blende runterregeln. Bis drei Blenden ist garantiert kein Problem. Allenfalls im Zusammenhang mit der IR-Verschmutzung. Die ist aber nicht von Vario oder festem ND abhängig, und einen ND brauchst du bei Sonne und dergleichen auf jeden Fall!
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Frank Glencairn
Beiträge: 7275

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Frank Glencairn » Mi 14 Mär, 2018 05:45

Roland Schulz hat geschrieben:
Di 13 Mär, 2018 23:13
.. wobei der Heliopan "Digital" (FS-NR. 8025) noch deutlich steilflankiger (aber auch teurer)
Den hab ich oben eigentlich gemeint. So sehr ich die Filter von Heliopan schätze, an den Bezeichnungen müssen sie noch arbeiten.




Roland Schulz
Beiträge: 2752

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Roland Schulz » Mi 14 Mär, 2018 07:08

Frank Glencairn hat geschrieben:
Mi 14 Mär, 2018 05:45
Roland Schulz hat geschrieben:
Di 13 Mär, 2018 23:13
.. wobei der Heliopan "Digital" (FS-NR. 8025) noch deutlich steilflankiger (aber auch teurer)
Den hab ich oben eigentlich gemeint. So sehr ich die Filter von Heliopan schätze, an den Bezeichnungen müssen sie noch arbeiten.
...die müssten auch nen Stückchen am Marketing und Vertrieb arbeiten ;-)! Das Zeugs kriegt man ja kaum irgendwo (noch nicht mal "zeitnah" bestellt) wobei B+W mit den schlechteren Gewinden/Rändelungen im besser sortierten Fotoladen an der Wand hängt. Schlecht sind die B+W´s aber trotzdem nicht.
Glaube IR Cut haben die aber gar nicht (mehr) weil sowas kaum noch läuft denke ich.

Wirkliche Probleme sollten anständige Kameras (mit Filter vor dem Sensor) heute auch eigentlich nicht mehr haben.

Bei richtigen "Hotspots" würden mir da ehrlich gesagt aber auch die Erfahrungen fehlen und ich würde so´n Ding "aus Angst" wahrscheinlich auch draufpacken oder zuvor mal testen was mit nem IR Pass Filter (hab ich noch von der IR Knipserei) bei Sonne durchgeht.
Wie gesagt, bei der Fuji S2pro konnte man damals ohne Entfernung des IR Filters astrein IR Fotos machen. Bei der D2x danach war dagegen alles dunkel, die D3 war noch "dichter". Das sind aber alles schon uralte Kameras, denke heute sollte das jeder auf dem Schirm haben weil´s auch sonst zu Farbverschiebungen im Rotbereich kommen kann (Fuji konnte eigentlich kein richtiges Rot, nur Orange).




Jost
Beiträge: 1038

Re: ND Problem Ursa 4.6

Beitrag von Jost » Mi 14 Mär, 2018 08:45

Axel hat geschrieben:
Mi 14 Mär, 2018 05:39
Jost hat geschrieben:Bei Iso 800 liegst Du in praller Sonne etwa bei Blende 22. Also 6 bis 8 Blenden runter - im prallen Sonnenlicht.
Da man ja nicht "VIDEO" belichtet, sondern Raw oder Log, ist ETTR ja sogar, was die BM-Belichtungsautomatik macht! Zwei Blenden über dem Standard. Da wird aus Blende 22 sofort Blende 11. Wenn die Wunschblende z.B. 8 ist (prüfen, wo der "Sweetspot" der Optik liegt), müsste der Vario nur eine Blende runterregeln. Bis drei Blenden ist garantiert kein Problem. Allenfalls im Zusammenhang mit der IR-Verschmutzung. Die ist aber nicht von Vario oder festem ND abhängig, und einen ND brauchst du bei Sonne und dergleichen auf jeden Fall!
Nee, Blende 22 ist 80 Prozent Zebra bei praller Sonne am Meer. Belichtet auf das Weißwasser von Wellen. Mitunter landet man sogar knapp unter Blende 32. Natürlich RAW und "Film".




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