Funless
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Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Funless » Do 22 Jul, 2021 09:58

iasi hat geschrieben:
Mi 21 Jul, 2021 21:31

Oder nimm mal das hier - dazu braucht es kleine, leichte Kameras.

Nö, sowas in der Art ging auch schon vor 55 Jahren mit ganz und gar nicht kleinen Kameras ..



Bild

Bild

Es gibt in der Geschichte des Films mehr als genügend Beispiele dafür, dass die eigentliche Essenz der Kreativität darin besteht die im Drehbuch niedergeschriebene Vision mit den zu der Zeit vorhandenen Mitteln zu realisieren.

Die Ausrede "solange die Technik die Umsetzung nicht erlaubt, geht es nicht" ist nichts weiter als eben eine Ausrede und zwar für die Abwesenheit von Kreativität.
MfG
Funless

Leonidas hat geschrieben:THIS!! IS!! SPARTA!!




Frank Glencairn
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Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Frank Glencairn » Do 22 Jul, 2021 10:14

Bin there - done that :P


7538490126_acce8ea52d_c.jpg
7537671730_f3e8a16194_h.jpg

Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.




Axel
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Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Axel » Do 22 Jul, 2021 10:36

Der ist aber nicht gefahren, oder?
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Frank Glencairn
Beiträge: 14026

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Frank Glencairn » Do 22 Jul, 2021 10:43

Natürlich ist der gefahren, sonst hätte ich ja auch die Kamera mit nem Stativ davor stellen können.




iasi
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Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 10:47

Jott hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 04:40
iasi hat geschrieben:
Mi 21 Jul, 2021 22:00

Hitchcock verwies einmal darauf, wie schwierig und aufwändig es ist, das Bild unmerklich langsam auf einen Darsteller zu verengen - mit einer dicken VV-Kamera.
Heute erhält man diese Wirkung in ein paar Sekunden am Computer.
Nö. Hitchcock kannte den visuellen Unterschied zwischen Fahrt und Zoom. Nur letzteres geht in ein paar Sekunden am Computer. Eine Fahrt - ganz was anderes, ganz andere Bildwirkung - natürlich nicht. Muss man dir das wirklich erklären?
Nö. Denn bei einer solchen kaum merklichen Fahrt spielt der Unterschied zu einem Crop keine Rolle.
Zoom ist sowieso nochmal etwas anderes.
Muss man dir etwa den Unterschied zwischen einem Crop und Zoom erklären?




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 10:53

Funless hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 09:58

Bild

Bild

Es gibt in der Geschichte des Films mehr als genügend Beispiele dafür, dass die eigentliche Essenz der Kreativität darin besteht die im Drehbuch niedergeschriebene Vision mit den zu der Zeit vorhandenen Mitteln zu realisieren.

Die Ausrede "solange die Technik die Umsetzung nicht erlaubt, geht es nicht" ist nichts weiter als eben eine Ausrede und zwar für die Abwesenheit von Kreativität.
Echt jetzt?

Gyro-Technik vs. Kameradranschrauben?
Motorrad vs. Auto?

Selbst wenn du noch nie Motorrad gefahren bist, wirst du ja wohl schon mal auf einem Fahrrad durch eine Kurve gefahren sein.

Zeig mir mal eine vergleichbare Aufnahme von einer Motorradfahrt aus früheren Tagen, dann können wir weiterreden.

Bild




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 11:02

Frank Glencairn hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 10:14
Bin there - done that :P

7538490126_acce8ea52d_c.jpg

7537671730_f3e8a16194_h.jpg
Und wo hättest du dich dann hier drangehängt?

Bild




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 11:20

Also nochmal - und bleiben wir bei dem Beispiel:

Wie hätte man mit einer 35mm-Kamera den Wunsch des Regisseurs nach einer solchen Einstellung umgesetzt?




Lean bekam - trotz hohem Budget - nur dies:




Miller musste sich mit damit begnügen:




Immerhin konnten Lean und Miller das Beste aus den damaligen Möglichkeiten machen.




Axel
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Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Axel » Do 22 Jul, 2021 11:39

Ja.
Und?
Die modernen Aufnahmen sind dynamischer. Sie sind leicht zu kriegen. Irgendein Willi schnallt sich ‘ne Actioncam um. Nichts Besonderes mehr. Kann man in der Kaffeepause mal dem Kollegen zeigen, damit der Wow sagt und es zehn Sekunden später vergessen hat. Sportvideo halt.

Weil, alles, was es unterschwellig sagt ist: anything goes, inflationär.

Gute Filme bewegen emotional.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Kevin Reimann
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Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Kevin Reimann » Do 22 Jul, 2021 11:44

Und für damals üppige 10 Mio. Dollar gab`s Bond und Aki im Toyota als Rückprojektion oder wie das heisst. Das ist wirklich peinlich.




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 11:54

Axel hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 11:39
Ja.
Und?
Die modernen Aufnahmen sind dynamischer. Sie sind leicht zu kriegen. Irgendein Willi schnallt sich ‘ne Actioncam um. Nichts Besonderes mehr. Kann man in der Kaffeepause mal dem Kollegen zeigen, damit der Wow sagt und es zehn Sekunden später vergessen hat. Sportvideo halt.

Weil, alles, was es unterschwellig sagt ist: anything goes, inflationär.

Gute Filme bewegen emotional.
Will ein Filmemacher eine solch dynamische Aufnahme kann er sie heute umsetzen.

Früher war dies nicht möglich.

Die Technik beschränkte die Kreativität.

Sie tut das zwar auch heute noch, aber eben in weit geringerem Maße.

Übrigens würdest du es nicht offensichtlich nicht hinbekommen, was dieser Willi hier gemacht hat, denn mit Actioncam umschnallen, ist es nicht getan.
Ein Maler muss den Umgang mit Pinseln eben schon auch beherrschen, sonst wird´s nichts mit Kreativität.




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 11:57

Kevin Reimann hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 11:44
Und für damals üppige 10 Mio. Dollar gab`s Bond und Aki im Toyota als Rückprojektion oder wie das heisst. Das ist wirklich peinlich.

Genau - und wie bewegt so etwas wohl emotional.




Axel
Beiträge: 14067

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Axel » Do 22 Jul, 2021 12:56

iasi hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 11:57
Kevin Reimann hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 11:44
Und für damals üppige 10 Mio. Dollar gab`s Bond und Aki im Toyota als Rückprojektion oder wie das heisst. Das ist wirklich peinlich.

Genau - und wie bewegt so etwas wohl emotional.
Zu seiner Zeit: sehr. Ich gebe zu, die Rückpro ist richtig Scheiße. Dafür sind die Spezialeffekt-Stunts -wie immer - besser als heutzutage in inhaltlich peinlichen Streifen wie Suicide Squad, in denen offenkundig nichts echt ist. Bond versuchte in Casino Royal an die alten Zeiten anzuknüpfen mit dem Parkour-Stunt auf der Baustelle im Intro.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 13:08

Axel hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 12:56

Zu seiner Zeit: sehr. Ich gebe zu, die Rückpro ist richtig Scheiße. Dafür sind die Spezialeffekt-Stunts -wie immer - besser als heutzutage in inhaltlich peinlichen Streifen wie Suicide Squad, in denen offenkundig nichts echt ist. Bond versuchte in Casino Royal an die alten Zeiten anzuknüpfen mit dem Parkour-Stunt auf der Baustelle im Intro.
Die Real-Stunts sind das Markenzeichen der Bond-Reihe.

Die einzige Rückpro ist hier auch nur erträglich, weil sie als humoristisches Element entschuldigt werden kann.




Frank Glencairn
Beiträge: 14026

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Frank Glencairn » Do 22 Jul, 2021 13:08

iasi hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 11:54

Die Technik beschränkte die Kreativität.
Das technisch Verfügbare und Kreativität haben nichts miteinander zu tun.

Sich einer - längst an jeder Ecke käuflichen - Technologie zu bedienen, und dann zu behaupten, das Ergebnis wäre irgendwie besonders "kreativ" it so als würde ich einen Akkubohrer kaufen, und behaupten was ich damit machen kann wäre vorher unmöglich gewesen.
Ja, klar kann ich dann bohren, wo ich vorher ohne Steckdose nicht bohren konnte, aber kreativer bohre ich damit nicht.

Seit gut 20 Jahren höre ich immer: mit mit dieser neuen Kamera, mit diesem neuen XYZ Gamechanger-Gear, mit dieser neuen Software und diesem neuen Gimmick eröffnen sich ganz neue kreative Möglichkeiten... blah.

Im Nachhinein betrachtet wurde mit all dem eigentlich entweder völlig trivialer Kram gemacht, oder das jeweilige Gimmick wurde zum reinen Selbstzweck, bis es keiner mehr sehen konnte. Die versprochenen Kreativergüsse blieben alledings bis heute aus.
Selbst Drohnenshots sind - ob der inflationären Benutzung - mittlerweile oft fragwürdig, wenn sie nicht extrem gut gemacht sind.

Eine Schulterkamera ist nicht weniger oder mehr "kreativ" wie eine Kamera auf ner Steadycam, einem Gimbal oder einem Technocrane.
Es sieht halt (je nach handwerklicher Fähigkeit des Bedieners) etwas anders aus - das ist aber schon alles.

Selbst eine perfekte Achterbahn Kamerafahrt mit einer Arri Artemis, ist da eigentlich nur ein one trick pony, das beim dritten mal schon langweilig wird - siehe den 380 Grad Roll Effekt den die meisten Gimbals jetzt können.
Das war bei Inception vielleicht noch ganz originell (wenn auch nicht wirklich neu), aber wenn das heute einer macht, rollen schon die Augen - wie auch irgendwelche Vertigo Spielerein nur noch ein Gähnen hervor rufen.
Bei Hitchcock war es von der Dramaturgie der Szene her passend, ab dem Zeitpunkt war die Nummer aber eigentlich schon durch, und bei Jaws fand ich es bereits eine unpassende Effekthascherei, die - jedenfalls für mich - überhaupt nicht funktioniert hat.

Ich hab den Eindruck, das solche Sachen oft Notnägel sind, um den Mangel an handwerklichem Können und echter Kreativität durch irgend einen Effekt zu kompensieren, so wie viele die nicht richtig schneiden können, dann das Material mit irgendwelchen gekauften Effektblenden aufpeppen wollen, und das dann für kreativ halten.




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 13:24

Frank Glencairn hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 13:08
iasi hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 11:54

Die Technik beschränkte die Kreativität.
Das technisch Verfügbare und Kreativität haben nichts miteinander zu tun.

It means that I can begin a creative conversation with ‘these are the requirements of our movie’ and then determine ‘what are the technologies we need to do it.’

Es stellt sich also nicht mehr die Frage, ob Aufnahmen, die für den Film nötig sind, technische überhaupt machbar ist.

Heute muss bei der Planung und beim Drehbuchschreiben keine Schere mehr angesetzt werden, weil eine brauchbare und vernünftige Umsetzung nicht möglich ist.

Ein Film wie Gravity war zu Zeiten von 2001 gar nicht denkbar, weil schlicht nicht machbar.

Wenn dem Maler die Pinsel fehlen, kann er seine Visionen nicht umsetzen.




Axel
Beiträge: 14067

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Axel » Do 22 Jul, 2021 14:30

iasi hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 13:24
Ein Film wie Gravity war zu Zeiten von 2001 gar nicht denkbar, weil schlicht nicht machbar.
Ich behaupte, dass der Außeneinsatz an der Discovery, ausschließlich mit (Kubricks eigenen) angestrengten Atemgeräuschen unterlegt, zu seiner Zeit effektiver die Klaustrophobie des Menschen in einem schwerelosen All transportierte als die tatsächlich schwerelose (weil körperlose) "Kamera" in Gravity. Man muss sich bei einem solchen Vergleich auch ansehen, was rezeptionshintergrundbereinigt von einem Film wie Gravity übrigbleibt. Obwohl es ein (bis auf den Schluss) runder und sehr gelungener Film war, hinterließ er im kollektiven Gedächtnis keine Spuren. Im All besser keine hektischen Bewegungen machen. Vorsicht, kein Winterdienst!

Das hängt auch damit zusammen, dass noch heute, in einer so gnadenlosen Auflösung und Dynamik, wie 2001 noch nie zuvor zu sehen war, diese Szenen nicht nur unübertroffen, sondern sogar unerreicht sind. Sie wirken unmittelbar, real. Nicht fotorealistisch (was ein Euphemismus für unecht ist). Dazu trägt freilich das minimalistische Sounddesign bei.

In Gravity wie in Children Of Men ist "grip" (Anne Nerven, was wohl aus ihm wurde?) nur ein Mätzchen, was zugegebenermaßen nicht nur den Produktionswert erhöht hat, sondern für eine geschlossenere Erzählzeit ("Jetzt!") gesorgt hat. In sehr ähnlicher Weise wie der One-Take in Victoria, der ohne dieses Gimmick so arg an den Haaren herbeigezogen gewirkt hätte, wie er es genau betrachtet eigentlich ist.

Zu "nicht denkbar, weil nicht machbar". Das ist der Punkt, an dem du völlig fehl gehst. Niemand hat es je so schön formuliert wie die Kommission zur Erörterung der technischen Anforderungen zur Zukunftssicherheit des Kinos:
If the ultimate end goal of cinema is to visually replicate the real world, then very high requirements result. The practical solutions will come from making intelligent compromises. There is also an element which states that a visual story telling medium will break down if it fully models the real world, and that there needs to be a gap for the imagination to fill.
Der Zuschauer selbst ist ein Filmemacher. Steuert er nicht seine eigene Einbildskraft zu einer Show bei, zu der er nur eingeladen werden kann, funktioniert das ganze Kinoerlebnis nicht mehr. An diesem Punkt sind wir. Es ist eigentlich wurscht, ob bei periodischer Inzidenzlage (Covid-19 bleibt und killt Ungeimpfte mit einer Sterberate um die 2% und ist zehnmal ansteckender als Grippe), der Kultort Kino überlebt, Kino als Erzählform ist in einer Sackgasse. Es ist wie eine tote Sprache, die keine neuen Wörter mehr erlaubt. Und die für Neues keine Namen mehr findet.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




dienstag_01
Beiträge: 11215

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von dienstag_01 » Do 22 Jul, 2021 15:12

Ein Dichter, der einfach so aus den vorhandenen Buchstaben ein Gedicht dichtet, ist nicht kreativ.

Soweit hab ich das bisher ganz gut verstanden.




roki100
Beiträge: 7681

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von roki100 » Do 22 Jul, 2021 16:47

Frank Glencairn hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 10:14
Bin there - done that :P



7538490126_acce8ea52d_c.jpg
auf jeden Fall bombenfest.
Boris, die P6KPro hat all das was Dir bei P4K fehlt. Vergiss daher die P6KPro!




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 17:46

Axel hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 14:30
iasi hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 13:24
Ein Film wie Gravity war zu Zeiten von 2001 gar nicht denkbar, weil schlicht nicht machbar.
Ich behaupte, dass der Außeneinsatz an der Discovery, ausschließlich mit (Kubricks eigenen) angestrengten Atemgeräuschen unterlegt, zu seiner Zeit effektiver die Klaustrophobie des Menschen in einem schwerelosen All transportierte als die tatsächlich schwerelose (weil körperlose) "Kamera" in Gravity.
Nur geht es hier nicht um den Vergleich von Filmen, sondern um die Frage, ob Gravity zu Zeiten von 2001 realisierbar gewesen wäre.
Und die Antwort ist wohl klar.
Auch die Gründe dürften wohl klar sein: Die Grenzen des technisch Machbaren.

Ideen, die man heute umsetzen kann, waren früher nicht zu verwirklichen.




Sammy D
Beiträge: 2046

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Sammy D » Do 22 Jul, 2021 17:52

95% aller groß angepriesenen, innovativen Neuigkeiten langweilen mich als Zuschauer bis in die Grotte. Seien dies irgendwelche Shots ohne Cut, superkrasse Kamerabewegungen oder Darmspiegelungsfahrten durch den Protagonisten. Fast nichts davon trägt auch nur entfernt zur Geschichte bei. Selbst bei miesen VFX-Backgrounds reicht mein Vorstellungsvermögen, um ein realistisches Bild in meinem Hirn zu erzeugen.
Wenn ich Wirklichkeit pur will, filme ich meinen Nachbarn beim Blumengießen. Immer noch spannender als The Fast and the Furious in 8K...




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 17:56

Axel hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 14:30

Zu "nicht denkbar, weil nicht machbar". Das ist der Punkt, an dem du völlig fehl gehst.

Hier liegst du eben völlig falsch, denn es geht hier bei diesem ganzen Thread um:

"Denkbar, aber nicht machbar."

Eben die Idee, die nicht umgesetzt werden kann.

Heute sind es eben viel weniger Ideen, die aus technischen Gründen nicht verwirklicht und ordentlich auf die Leinwand gebracht werden können.

Früher waren die Beschränkungen größer.




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 18:00

Sammy D hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 17:52
95% aller groß angepriesenen, innovativen Neuigkeiten langweilen mich als Zuschauer bis in die Grotte. Seien dies irgendwelche Shots ohne Cut, superkrasse Kamerabewegungen oder Darmspiegelungsfahrten durch den Protagonisten. Fast nichts davon trägt auch nur entfernt zur Geschichte bei. Selbst bei miesen VFX-Backgrounds reicht mein Vorstellungsvermögen, um ein realistisches Bild in meinem Hirn zu erzeugen.
Wenn ich Wirklichkeit pur will, filme ich meinen Nachbarn beim Blumengießen. Immer noch spannender als The Fast and the Furious in 8K...
Da belügst du dich aber eben schlicht selbst.

Denk mal darüber nach, welche Filme dir aktuell gefallen und dann überlege mal, welche Techniken genutzt wurden.

Es geht doch hier nicht nur um VFX.




klusterdegenerierung
Beiträge: 20224

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von klusterdegenerierung » Do 22 Jul, 2021 18:10

Axel hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 09:41
Dies kam aus dem Nachbarthread Was schaust du gerade?. Ein Youtube-Kanal, der "Farbkanal" heißt und sich eigentlich mit super nerdigem DVR-Spezialzeugs befasst.
Anfangs fand ich ihn auch gut, dann ging schnelle die Luft raus.
Auch teilt er Handhaben, die oft in anderer Form sinnvoller bzw einfacher oder Zielführen gehen würden.

Ich hab mich schon wieder zu anderen Ufern auf gemacht. :-)
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Axel
Beiträge: 14067

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Axel » Do 22 Jul, 2021 20:08

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 18:10
Axel hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 09:41
Dies kam aus dem Nachbarthread Was schaust du gerade?. Ein Youtube-Kanal, der "Farbkanal" heißt und sich eigentlich mit super nerdigem DVR-Spezialzeugs befasst.
Anfangs fand ich ihn auch gut, dann ging schnelle die Luft raus.
Auch teilt er Handhaben, die oft in anderer Form sinnvoller bzw einfacher oder Zielführen gehen würden.

Ich hab mich schon wieder zu anderen Ufern auf gemacht. :-)
In Resolve führen viele Wege nach Rom. Es gibt neben den bereits erwähnten (Learn Color Grading und Avery Peck) vor allem Waqas Qazi, Darren Mostyn, Miesner Media und Casey Faris. Keiner erklärt dasselbe Tool auf die gleiche Weise. Zuletzt hatte Faris Daria Fisson (BM authorized) als Gast-Tutorin, und man konnte die Spannung greifen. In bisher jedem Tutorial von Tim erfuhr ich etwas Neues, und sowas finde ich am besten.

Das Posting ist glaube ich auf der letzten Seite verschollen, darum zitiere ich hier noch mal den Rest:
Axel hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 09:41


Ich dachte zuerst, prima, das verwende ich gegen den iasi. Dann wurde das Aus-der-Seele-Sprechen zu einem rostigen Schwert, das im Herzen gedreht wird (Aldous Huxley, Zeit muss enden). Es gibt nur Nerds und Filmemacher. Und entgegen allem, was ich verkünde, bin ich ein Nerd. An ihren Früchtchen sollt ihr sie erkennen!
Übrigens habe ich inzwischen iasis Motorradfilm (tatsächlich GoPro) mal wirklich angesehen, und er ist das Langweiligste und Uninteressanteste, was in diesem Thread verlinkt wurde. Dagegen ist Funless' Grand-Prix-Clip von 1966 Dynamit.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Do 22 Jul, 2021 21:05

Axel hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 20:08

Übrigens habe ich inzwischen iasis Motorradfilm (tatsächlich GoPro) mal wirklich angesehen, und er ist das Langweiligste und Uninteressanteste, was in diesem Thread verlinkt wurde. Dagegen ist Funless' Grand-Prix-Clip von 1966 Dynamit.
Fehlt dir eigentlich die kreative Fantasie dir auch einmal vorzustellen, wie man so eine Technik in einem Film einsetzen könnte?

Man muss die Technik auch beherrschen und zu nutzen wissen, um etwas damit zu erschaffen.

Bild
Wer damit nicht umgehen kann, wird auch kein Kunstwerk zeichnen können.

Bild

Und dies sagt etwas über den Pinsel aus, ist aber noch kein Gemälde.


Ein Dichter muss zuerst einmal auch einen Wortschatz haben und eben auch irgendeine Technik, um die Worte weitergeben zu können, sonst wird niemand in den Genuss seiner Gedichte kommen können.




klusterdegenerierung
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Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 23 Jul, 2021 08:42

Ich finde es immer total knuffig wenn jemand von Kreativität spricht, aber nichts zeigt.
Ich kann wenigstens was vorweisen, zb hier, den Osmo Pocket an eine 30cm Rod getaped und am Motorslide geflanscht und ab geht die Lutzi.


Passwort: rod
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Bluboy
Beiträge: 1948

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Bluboy » Fr 23 Jul, 2021 09:01

Ein Wimpernschlag in der Filmgeschichte ?




klusterdegenerierung
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Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 23 Jul, 2021 10:03

Auf jeden Fall mehr als das posten eines fremden brushstrokes. ;-)
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




iasi
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Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Fr 23 Jul, 2021 10:14

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 23 Jul, 2021 08:42
Ich finde es immer total knuffig wenn jemand von Kreativität spricht, aber nichts zeigt.
Ich kann wenigstens was vorweisen, zb hier, den Osmo Pocket an eine 30cm Rod getaped und am Motorslide geflanscht und ab geht die Lutzi.


Passwort: rod
Und was soll uns das nun sagen?

Hier wird wiederum Technik kreativ genutzt und ermöglicht etwas, das man zuvor nicht gesehen hatte:




klusterdegenerierung
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Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 23 Jul, 2021 10:28

iasi hat geschrieben:
Fr 23 Jul, 2021 10:14
Und was soll uns das nun sagen?
Geniale Antwort!
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Frank Glencairn
Beiträge: 14026

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 23 Jul, 2021 11:32

Axel hat geschrieben:
Do 22 Jul, 2021 20:08

Ich dachte zuerst, prima, das verwende ich gegen den iasi. Dann wurde das Aus-der-Seele-Sprechen zu einem rostigen Schwert, das im Herzen gedreht wird (Aldous Huxley, Zeit muss enden). Es gibt nur Nerds und Filmemacher. Und entgegen allem, was ich verkünde, bin ich ein Nerd. An ihren Früchtchen sollt ihr sie erkennen!
Da kann ich dir den Kanal von Cullen Kelly empfehlen - IMHO einer der besten englischsprachigen DR Kanäle.

https://www.youtube.com/c/CullenKelly/videos




klusterdegenerierung
Beiträge: 20224

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 23 Jul, 2021 12:21

Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 23 Jul, 2021 11:32
Da kann ich dir den Kanal von Cullen Kelly empfehlen
Sorry Frank ich war Dir ja auch noch einen schuldig, dann auf diesem Wege. ;-)
Ich finde den Dude ganz gut, weil er das Thema Resolve auch mal von einer anderen Seite beleuchtet und hat ein paar ganz gute Tipps auf Lager,
die er recht fix auf den Punkt bringt, wie zb moving Davinci Projects. :-)

https://www.youtube.com/c/CreativeVideoTips/videos

"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Fr 23 Jul, 2021 14:49

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 23 Jul, 2021 10:28
iasi hat geschrieben:
Fr 23 Jul, 2021 10:14
Und was soll uns das nun sagen?
Geniale Antwort!
Nein. Das war eine Frage.
Und nun müsstest du eigentlich darauf antworten.




iasi
Beiträge: 17424

Re: The Suicide Squad und Red - "freedom of filmmaking"

Beitrag von iasi » Fr 23 Jul, 2021 14:55

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 23 Jul, 2021 12:21
Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 23 Jul, 2021 11:32
Da kann ich dir den Kanal von Cullen Kelly empfehlen
Sorry Frank ich war Dir ja auch noch einen schuldig, dann auf diesem Wege. ;-)
Ich finde den Dude ganz gut, weil er das Thema Resolve auch mal von einer anderen Seite beleuchtet und hat ein paar ganz gute Tipps auf Lager,
die er recht fix auf den Punkt bringt, wie zb moving Davinci Projects. :-)

https://www.youtube.com/c/CreativeVideoTips/videos

Und wieder die Frage: Was hat das denn mit "freedom of filmmaking" zu tun?

Oder willst du damit nur zeigen, dass Dank der neuen Techniken und somit Möglichkeiten in Resolve, die limitierenden Grenzen beim Filmemachen wieder ein wenig weiter in Richtung "freedom" verschoben wurden?




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