Hardware: Schnittrechner, Grafikkarten und mehr Forum



DAS (vs. NAS) - Gehäuse-Empfehlung



Die Hardware ist tot, es lebe die Hardware. Fragen zu Optimierung von Schnittsystemen, den idealen Komponenten sowie Verkabelungen, RAID...
Antworten
andieymi
Beiträge: 254

DAS (vs. NAS) - Gehäuse-Empfehlung

Beitrag von andieymi » Sa 25 Jan, 2020 10:22

Zuallererst die Frage, die sich aus meiner Vorrecherche ergibt: Wieso gibt es eigentlich keine hochwertigen/performanten Direct Attached Storage - Gehäuse (vs. NAS: die dann "zum Saufüttern")?

Habe im Moment ein 6TB Fantec 4-Bay RAID über USB3.0, das neigt sich dem Ende zu und war eigentlich mehr als Experiment mal in Richtung aneinander gekoppelte Speichersysteme gedacht, von USB-Platten weg. Ich bin für den Preis ok-zufrieden, als Datengrab für Master, die dann noch auf eine andere externe HDD gesichert werden ok. Performance in RAID5 weniger.

Nachdem da Platten tauschen gefühlt nichts bringt hätte ich mich mal nach DAS-Systemen umgesehen. Konkret: Ich brauche kein NAS, brauche auch in entfernter Zukunft kein NAS. Von 10Gbit Workflows bin ich weit entfernt, ich arbeite an dem Standort auch alleine. Von dem her ist für mich alles was sich um Netzwerk, dann am besten noch mit mehr als einer Parallelverbindung etc. dreht einfach sinnlos. USB3.0 statt TB wäre praktisch.

Gibt es so etwas von den üblichen Herstellern? Synology, QNAP, Asustor, Netgear, ich tu mich schwer da etwas zu finden.
Was es scheinbar zuhauf gibt ist die Billigsheimer-Lösung auf Amazon: Fantec, Icybox, etc. - da bin ich allerdings bei einer längerfristigen Lösung mit mehr Speicher mit der Performance unzufrieden.




rush
Beiträge: 10039

Re: DAS (vs. NAS) - Gehäuse-Empfehlung

Beitrag von rush » Sa 25 Jan, 2020 14:17

Habe hier des öfteren diesen "Mängel" an DAS Lösungen angeprangert - die Situation beginnt sich aber langsam zu bessern wie es scheint.. wenn du Thunderbolt Anschlüsse hast ist es noch etwas besser aber auch für USB 3.1 Gen2 scheint der Markt langsam in Bewegung zu kommen.

Laut nascompares kommt wohl die nächsten Monate von Qnap das TR-104c auf den Markt, quasi der Nachfolger des TR-004 wie es scheint...

Das sieht für meine Begriffe nach einer durchaus brauchbaren Option aus die ich auch im Blick habe... Kann sowohl autark als RAID genutzt werden oder als Ergänzung zu einem vorhandenen RAID etc...

https://nascompares.com/2020/01/09/qnap ... -ces-2020/

Ansonsten schau Mal hier im Forum via Suche - da haben einige Nutzer auch ein paar Alternativen genannt wie z.B. hier:

viewtopic.php?f=6&t=147850&p=1024009&hilit=Das#p1024009
keep ya head up




Frank Glencairn
Beiträge: 10210

Re: DAS (vs. NAS) - Gehäuse-Empfehlung

Beitrag von Frank Glencairn » Sa 25 Jan, 2020 17:42

andieymi hat geschrieben:
Sa 25 Jan, 2020 10:22

Gibt es so etwas von den üblichen Herstellern? Synology, QNAP, Asustor, Netgear, ich tu mich schwer da etwas zu finden.
Was es scheinbar zuhauf gibt ist die Billigsheimer-Lösung auf Amazon: Fantec, Icybox, etc. - da bin ich allerdings bei einer längerfristigen Lösung mit mehr Speicher mit der Performance unzufrieden.
Du beschwerst dich wegen zu günstiger Gerätepreise?

Also ich kann dir auch ein Fantac für den doppelten Preis verkaufen, wen du das unbedingt willst.




rush
Beiträge: 10039

Re: DAS (vs. NAS) - Gehäuse-Empfehlung

Beitrag von rush » So 26 Jan, 2020 00:50

@Frank... Das Problem ist das die "Billigheimer" eben nicht zufriedenstellend abliefern... Ja - die Fantac Gehäuse sind günstig, skalierbar und funktionieren durchaus über Jahre hinweg... Aber spätestens in Sachen Geschwindigkeit merkst Du irgendwie doch die Bremse.
Denn wenn sowohl die Anbindung, sprich alte USB oder eSata Verbindung plus mittelmäßig umgesetztes Software RAID zusammen kann man das ganze wunderbar als Datengrab verwenden (mache ich im übrigen auch) - aber für sehr viel mehr taugt es dann eben doch nicht da die USB 3.1 Gen 2 Anbindung fehlt und größere Backups einfach elendig lang dauern.

Da bringt modernes Thunderbolt oder eben die aktuellere USB Generation schon einen deutlichen Schub mit... Nur ist die Auswahl insbesondere für PC Systeme verhältnismäßig überschaubar im Vergleich zu den unzähligen NAS Lösungen die viele überhaupt nicht benötigen... Und im 10GBe Bereich auch direkt ins Geld gehen mit Switch, LAN Karte und Co.
keep ya head up




DV_Chris
Beiträge: 3145

Re: DAS (vs. NAS) - Gehäuse-Empfehlung

Beitrag von DV_Chris » So 26 Jan, 2020 01:04

Ich verkaufe seit vielen Jahren als high performance DAS ausschließlich ARECA.

https://www.areca.com.tw/products/thund ... 50T3U.html




Frank Glencairn
Beiträge: 10210

Re: DAS (vs. NAS) - Gehäuse-Empfehlung

Beitrag von Frank Glencairn » So 26 Jan, 2020 07:47

rush hat geschrieben:
So 26 Jan, 2020 00:50

Da bringt modernes Thunderbolt oder eben die aktuellere USB Generation schon einen deutlichen Schub mit... Nur ist die Auswahl insbesondere für PC Systeme verhältnismäßig überschaubar ..
Ich hab gerade mal testhalber Thunderbolt RAID in Ebay eingegeben.

Da hast du von Billigheimer RAIDON und OWC, bis zu gebrauchten Areca ARC-8050T3–12 mit TB 3 und dem überteuerten LaCie Zeug 118 Produkte mit TB zur Auswahl.




andieymi
Beiträge: 254

Re: DAS (vs. NAS) - Gehäuse-Empfehlung

Beitrag von andieymi » Mo 27 Jan, 2020 14:43

rush hat geschrieben:
So 26 Jan, 2020 00:50
@Frank... Das Problem ist das die "Billigheimer" eben nicht zufriedenstellend abliefern... Ja - die Fantac Gehäuse sind günstig, skalierbar und funktionieren durchaus über Jahre hinweg... Aber spätestens in Sachen Geschwindigkeit merkst Du irgendwie doch die Bremse.
Denn wenn sowohl die Anbindung, sprich alte USB oder eSata Verbindung plus mittelmäßig umgesetztes Software RAID zusammen kann man das ganze wunderbar als Datengrab verwenden (mache ich im übrigen auch) - aber für sehr viel mehr taugt es dann eben doch nicht da die USB 3.1 Gen 2 Anbindung fehlt und größere Backups einfach elendig lang dauern.

Da bringt modernes Thunderbolt oder eben die aktuellere USB Generation schon einen deutlichen Schub mit... Nur ist die Auswahl insbesondere für PC Systeme verhältnismäßig überschaubar im Vergleich zu den unzähligen NAS Lösungen die viele überhaupt nicht benötigen... Und im 10GBe Bereich auch direkt ins Geld gehen mit Switch, LAN Karte und Co.
Danke für die erstklassige Zusammenfassung des Problems! Vmtl besser, als ich es formuliert habe.

Ich frag mich ja: Wozu sollte ich in Zeiten von USB 3.0-3.2 eigentlich Thunderbolt brauchen? Dazu gesagt, will ich das Ding mit SSDs füttern gibt's mit PCI4.0/NVME auch bessere interne Lösungen, die Frage nach 16TB+ SSD-RAID stellt sich hier bewusst nicht.
Worum's eher geht: 16TB plus HDD-RAID 5/10, um irgendwie auf knapp auf 250-300MB/s zu kommen, da kann man relativ vernünftig davon arbeiten und hat etwas Ausfallsicherheit (bevor dann eh Backupprozess als solcher einsetzt) gleich mit.

Und das gibt's eben gefühlt nur als NAS. Und wenn man dann die Speeds will halt mit Dual-LAN und anderen Späßen, oder man geht den teueren 10Gbps-Weg. Und mit Fantec (wie gesagt, als Datengrab OK, für mehr meiner Erfahrung nach nicht) & Co komm ich eben nicht auf ansatzweise die 250-300MB/s.

Deshalb: Klar kann ich mir eine PCI-TB Karte dazubauen, ist jetzt auch nicht die Tragik. Aber TB als solches ist eigentlich Overkill in modernen USB-Zeiten?

Hat jemand Erfahrung mit den neuen Drobos? 5C z.B.? Klingt als erweiterbares System durchaus interessant. Die ganzen PC-Mags testen die oft recht wohlwollend, von einzelnen Usern hört man teilweise Negatives. Liegt aber wohl auch daran, dass die (übertrieben gesagt) wohl noch IDE Platten mit Adapter fressen, da darf man sich über Performance nicht wirklich beklagen. Wenn dann jemand über Performance jammert und das Ding mit allen alten Platten der letzten Jahre füttert, naja. Die Geschwindigkeiten in den Tests sind oft gut.

Die QNAP Expansions hab ich auch schon gesehen (die aktuellen), hat da jemand Praxiserfahrung? Sind ja eher als NAS-Erweiterung denn als Standalone-DAS gedacht, deshalb möglicherweise Softwareseitig das Nachsehen gegenüber Drobo?

@Frank: Konkret, geht's um den fehlenden Mittelbereich. Da kenn ich jetzt Drobo und eine Serie von QNAP.
Dass es die 50-250€ Billig-Lösungen gibt klar, dass Areca mit 40 Gbps ab 1000€ anfängt, auch schon gesehen. Aber eben: Die oft goldene Mittelklasse 300-500€, gibt's recht wenig. Konkret eben Drobo + die QNAPS. Viel mehr fand ich bei erneuter Recherche in dem Bereich tatsächlich nicht als DAS.

Schaffst Du 250MB/s mit Fantec & Co?




DV_Chris
Beiträge: 3145

Re: DAS (vs. NAS) - Gehäuse-Empfehlung

Beitrag von DV_Chris » Mo 27 Jan, 2020 15:43

Thunderbolt 3 braucht man bei Verbünden größer 6 HDD, weil die Transferraten dann über der magischen Grenze von 1000MB/sec liegen. ARECA bietet deswegen auch ein 6-fach Gehäuse nur mit USB-C an.




Social Media

       
 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» Making-Of Video: 1917 - der enorme Aufwand für die 119 min. Plansequenz und die Kamera von Roger Deakins
von carstenkurz - Mi 2:54
» Weinstein Prozess: Wie wird das Urteil lauten?
von carstenkurz - Mi 2:52
» Probleme mit Atomos Ninja V/Teradek Ace 500 und Sony A7s II
von pvshl - Mi 0:12
» Für eine 400€ Drohne nicht übel!
von klusterdegenerierung - Mi 0:05
» Premiere CS6 Pro Unterschiedliche Pixel und fps Angaben zu ein und demselben Video
von Jörg - Mi 0:02
» Neue MEMS-Mikrofone lösen die Elektret-Kondensator-Bauformen ab
von handiro - Di 23:59
» BMPCC 4K - Keine Blendenkontrolle
von 4TY8 - Di 23:52
» Blackmagic Davinci Resolve ruckelt
von klusterdegenerierung - Di 22:58
» RAW Format Vergleich - Ein tabellarischer Funktions-Überblick
von klusterdegenerierung - Di 22:47
» Altes Final Cut X Projekt wieder öffnen
von valsoph - Di 22:08
» Samsung zeigt riesiges 583" 8K Micro-LED Display
von Jott - Di 20:50
» LEDs zum Filmen gesucht
von Tscheckoff - Di 20:05
» Ohrwurm 2020
von Jost - Di 19:20
» Sigma oder Tamron auf 6K
von srone - Di 19:12
» Suche gutes Transition Pack
von ksingle - Di 18:47
» Sony A6600 - Dreh Club/Resultat kontrastreich/sw
von klusterdegenerierung - Di 17:40
» Nikon Z6 Firmware Update verfügbar
von pillepalle - Di 17:38
» ATEM Television Studio - 1080i/50 und 1080p/50
von Sammy D - Di 17:24
» iOS Videoschnitt-App LumaFusion 2.2 mit Final Cut Pro X XML-Export von Projekten
von R S K - Di 16:58
» Anamorph + Grain
von Cinemator - Di 15:35
» Neue Cine-Objektive in der Samyang XEEN CF Reihe - 16mm T2,6 und 35mm T1,5
von slashCAM - Di 13:24
» Miller CX2 75mm Fluidkopf und Sprinter II Carbon Stativ - Sachtler-Alternative?
von slashCAM - Di 11:21
» Sachtler SR425 Profi-Regenschutz
von menta83 - Di 11:07
» Video enhance AI Tool: Videos selbst hochinterpolieren - aus SD wird HD, aus HD wird 4K
von Bladerunner - Di 10:58
» Schäden an SDI Equipment vermeiden
von Mantas - Di 9:42
» Ausgabe über HDMI - Alpha 7S ii
von klusterdegenerierung - Di 8:45
» DJI Action
von Auf Achse - Mo 21:46
» Suche Camcorder/DSLR für Interviews, Veranstaltungs-Mitschnitte und kleinere Reporatagen, evtl. Livestream
von Tscheckoff - Mo 17:08
» Preissenkung bei Kinefinity - TERRA 4K, MAVO 6K und MAVO LF
von nuglodegl - Mo 16:32
» Blackmagic Desktop Video 11.5 Update bringt HDR-Unterstützung in Adobe Premiere Pro
von slashCAM - Mo 15:16
» Cinematography (Film/Analog vs. Digital)
von Funless - Mo 15:16
» Videobearbeitung allgemein
von fubal147 - Mo 14:57
» Sony FS7 und Sigma Cine Primes gestohlen
von soderbergh - Mo 14:54
» Kurzfilm Idee
von Darth Schneider - Mo 14:16
» MiniDV in Datei umwandeln - bestmögliche Qualität
von srone - Mo 13:09
 
neuester Artikel
 
Miller CX2 75mm Fluidkopf

Miller ist bislang eher im englischsprachigen Raum mit Stativen und vor allem seinen Fluidköpfen verbreitet. Wir hatten den aktuellen Miller Fluidkopf CX2 für 75mm Halbschale (Traglast 0-8 kg) zum Test in der slashCAM Redaktion. Wir wollten wissen, ob das Miller-System eine Alternative zur etablierten Sachtler-Konkurrenz darstellt. weiterlesen>>

neuestes Video
 

Aktuelles Video:
Succession Composer Breaks Down the Theme Song | Vanity Fair

Für alle, die sich auch für Musik interessieren, geht es hier um die Entstehung der -- wie wir finden extrem gelungenen -- Musik zur HBO-Serie Succession. Komponist Nicholas Britell führt am Klavier durch die verschiedenen tonalen Layer und reizenden Dissonanzen.