Panasonic MFT GH4 / GH5 / G6 / GX7 / GM1 Forum



GH5 Testfotos



... was nur diese speziellen Panasonic-Modellserien betrifft
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FilmerMike
Beiträge: 107

GH5 Testfotos

Beitrag von FilmerMike » Fr 04 Aug, 2017 17:55

Hi zusammen,

meine Firma steht momentan vor einer Kamerainvestition für ein Film und Fotostudio.
Für die Filme würde ich gerne Upgraden von meiner privaten Panasonic G6 auf eine GH5, die dann der Firma gehört (einfach weil ich merke, wie ich mit der G6 an die Grenzen komme und eine höhere Bitrate + 10bit und 4K perfekt wären). Allerdings bin ich mir bei den Fotos nicht sicher, weil meine G6 hier wirklich nicht so gut ist (vorallem, weil die Bilder auch auf große Plakate gedruckt werden).
Da bei der GH5 der Tiefpassfilter wegfällt, das Rauschverhalten besser ist und die Auflösung nochmal höher ist, könnte das in der Theorie schon für meine Zwecke ausreichen denke ich. Aber sicher bin ich mir da eben nicht. Die Alternative wäre eine Canon 5D Mark IV, bei welcher ich seitens Video nicht überzeugt bin. Und zwei Kameras in der Klasse sprengen leider den Rahmen.

Daher meine Frage an GH5 Besitzer / Benutzer:
Habt ihr schon Erfahrungen mit Fotos (Stills) gemacht, vielleicht sogar im Bereich der Produktfotografie?
Könnt ihr mir da eventuell sogar Testaufnahmen (RAW) zukommen lassen, wo sowas zumindest mal simuliert wird?
Da würde es schon reichen, einfach irgend ein Produkt auf einem weißen Hintergrund, gut ausgeleuchtet zu fotografieren.
(Bitte fühlt euch da blos nicht gezwungen, ich frag da echt nicht gerne nach)

Und was meint ihr sonst so? Eventuell doch dann lieber die Canon für die Fotos kaufen? Theoretisch sind Fotos nämlich wichtiger.
Aber im Gesamtpaket finde ich die GH5 deutlich ansprechender + ich besitze ja schon einige gute Objektive dafür.

Schonmal riesen Dank im Vorraus, falls mir da irgend jemand helfen kann.




Darth Schneider
Beiträge: 934

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von Darth Schneider » Fr 04 Aug, 2017 18:17

Also für Produkt Fotografie ist doch die 5D perfekt, da können alle anderen nicht mithalten, zum filmen eigentlich auch, sie hat super Testergebnisse, die Bedienung ist aber nicht so einfach.
Die Gh5 ist überhaupt keine Profi Fotokamera, aber eine super Videokamera. Aber sie hat einen viel kleineren Sensor als die 5D. Das heisst weniger Lichtstark aber einiges einfacher zum filmen. Mit der 5D zu filmen erfordert weit mehr Übung, da das mit der Schärfe viel heikler ist....




Uwe
Beiträge: 1113

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von Uwe » Fr 04 Aug, 2017 18:46

FilmerMike hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 17:55
... (vorallem, weil die Bilder auch auf große Plakate gedruckt werden).
..........................., vielleicht sogar im Bereich der Produktfotografie?
Da würde es schon reichen, einfach irgend ein Produkt auf einem weißen Hintergrund, gut ausgeleuchtet zu fotografieren.
.........................
Also wenn ich sowas lese kommt doch wirklich nur FF in Frage (Nikon od. Canon). Am besten gleich Mittelformat (Hasselblad). Ich kann mir nicht vorstellen, dass euch prof. Abnehmer (Agenturen, Verlage...) Studio Stillife-Fotos für Anzeigen, Plakate... in 4/3 abkaufen würden. Du hast aber auch nicht angegeben, was ihr genau macht.

Ansonsten bin ich mit der GH5 hoch zufrieden, speziell natürlich im Video-Bereich. Hier kann man übrigens ein paar Fotos downloaden in JPG + RAW
http://www.imaging-resource.com/PRODS/p ... h5THMB.HTM
Gruss Uwe




FilmerMike
Beiträge: 107

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von FilmerMike » Fr 04 Aug, 2017 19:06

Hi, ich durfte schon Videodateien von der 5D schneiden und bearbeiten (allerdings nur FullHD). Ich kann da ruhigen gewissens behaupten, dass ich mit den Videodateien meiner G6 aufs gleiche heraus komme, bzw. die G6 Dateien sich sogar wesentlich schneller bearbeiten lassen.
Die GH5 hat schon so ein paar Sachen, die ich sehr gut für meinen Workflow gebrauchen kann.
Aber ich glaub ich sehe schon, dass das wohl oder übel doch auf zwei Kameras herauslaufen wird.

Eigentlich ist es von mir ja auch blöd von mir zu fragen, ob eine GH5 fototechnisch irgendwie halbwegs mit ner 5D mithalten kann.
Es ist schon komisch heutzutage. Da kauft man sich zwei "Fotokameras", um mit einer zu fotografieren und mit einer zu filmen :)

Danke für den Link! Das werd ich mir mal genauer anschauen.

Zur Frage, was ich genau machen werde: Fotos/Videos von den Produkten der Firma, bei der ich eingestellt bin, erstellen (hauptsächlich im Studio).
Also wir wollen das halt selber machen, bevor wir da jemand externes beauftragen, weil wir oft einfach schnell und spontan neues Material benötigen.
Zudem mach ich die Videos so oder so ja schon immer selber. Die Idee ist einfach, dass ich die Fotos dann halt auch gleich auch noch selbst mache.
Das ist für mich auch sehr praktisch, weil ich mich gleichzeitig auch noch um Printmedien kümmere. Da weiß ich einfach ganz genau, wie ich die Bilder benötige.




mash_gh4
Beiträge: 2004

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von mash_gh4 » Fr 04 Aug, 2017 19:28

das man mit den GHs oder diversen olympus kameras so gar nicht vernünftig fotografieren kann, halte ich für eine völlig überzogene einschätzung. wenn die objektive gut sind und der fotograf was kann, lassen sich selbstverständlich auch mit derartigen gerätschaften ganz brauchbare und professionell verwertbare resultate erzielen.

erinnert mich halt an jene tage, wo alle fotografen darüber entsetzt waren, als die elfi semotan ihre provokativen palmers-werbeplakate einfach mit einer ziemlich durchschnittlichen kleinbildkamera fabriziert hat, und sich um den handwerklich-technischen größenwahn und die equipment-strotzenden kompensationsnöte ihrer kollegen einen dreck gekümmert hat. ;)

Bild
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cantsin
Beiträge: 3577

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von cantsin » Fr 04 Aug, 2017 21:39

Na, es gilt da einfach die Pi-mal-Daumen-Regel, dass jede Verdoppelung der Sensoroberfläche (also 1" -> MFT -> APS-C -> Full Frame) ungefähr eine Verdoppelung der nutzbaren ISO bringt bzw., bei gleichbleibender ISO, eine Verdoppelung des maximalen Formats, auf das man ein Foto vergrößern kann. (Diese Regel gilt aber nur, wenn man Kameras mit ungefähr gleichem Baujahr bzw. gleichem Stand der Sensortechnologie vergleicht.)

Bei MFT liegt halt die Grenze der realen optischen Auflösung, die eine moderne Kamera im Zusammenspiel mit einem Spitzenobjektiv schafft, momentan bei 12 MP, bei APS-C bei 24 MP und bei Full Frame bei 48 MP. Wenn man die maximal sinnvollen 4000x3000 Pixel einer MFT-Kamera bei 300 dpi druckt, kommt man auf 33x25cm bzw. A4-Format mit minimalem noch möglichen Beschnitt (gesetzt dem Fall, es wurde auf der niedrigsten ISO - 100 oder 200 - fotografiert). Und das auch nur, wenn man Abzüge auf High End-Niveau will; bei Plakaten sind viel gröbere Auflösungen üblich.

Eigentlich kann sich jeder ausrechnen, für welche Anwendungsfälle er/sie Kameras mit größeren Sensoren wirklich braucht.

(Und wenn man wie Terry Richardson fotografieren will, kauft man sich für unter 100 'ne alte Yashica T4.)




Doc3D
Beiträge: 15

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von Doc3D » Fr 04 Aug, 2017 21:47

Also mich hat die GH5 auch im Fotobereich überzeugt. Wer immer fettes Bokeh will sollte nicht unter FULLFRAME gehen und dann aber auch die richtigen Linsen benutzen. Ich habe an der GH5 mit dem Leica DG Vario-Elmarit 12-60 mm F2.8-4 ASPH fotografiert und bin der Abbildungsleistung dieses Objektives erstaunt. Komme von der Canon FF Fotografie mit der 5DMK2/MK3 und mir macht die GH5 mittlerweile als Fotokamera mehr Spass als die 5D. Spiegellose Kamera hat schon einige Vorteile. Einfach mal lautlos Bilder machen, ist was feines.




FilmerMike
Beiträge: 107

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von FilmerMike » Fr 04 Aug, 2017 23:07

Okay danke für die Einschätzungen.
Das Bild so an sich gefällt mir von meiner G6 bestens. Aufnahmen draußen in der Sonne oder allgemein Urlaubsbilder usw. sind super.
Besser vorstellen könnte ich mir diese nicht. Im Studio ist das aber - wie ich jetzt eben merke - alles ein bisschen anders.

Die Produkte, die ich fotografiere, müssen auf dem Bild perfekt aussehen.
Kleinste Kratzer, unschöne Kanten, Fingerabdrücke oder sonstiges sind nicht selten (z.B. aufgrund von Prototypen). Aus diesem Grund muss einiges (in Photoshop/Camera Raw) bearbeitet werden.
Das Rauschen, kleine Artefakte usw. stören hier einfach den Workflow. Das Freistellen geht schwerer; das Aufhellen von bestimmten Bereichen hellt auch Artefakte wie Farbmoire mit auf; das Bild ist nicht dynamisch genug, um zwischen ähnlichen Farbtönen noch gut unterscheiden zu können, usw.

Hab da jetzt mal herumgespielt mit vielen verschiedenen RAW-Samples der GH5 und 5D Mark IV.
Was ich sofort merke ist, dass die oben genannten Probleme bisher bei keinen Kameras spürbar auftreten.
Den Unterschied zwischen GH5 und 5D merke ich allerdings am Rauschen und an der Auflösung.
Die höhere Auflösung lässt genaueres Bearbeiten zu und das geringere Rauschen entlastet mich ein bisschen beim Freistellen und sonstigen farblichen Arbeiten.
Allerdings fehlt mir hier auch wieder ein direkter Vergleich mit gleichem Bild. Ist echt schwer zu sagen.
Ich denke es gibt wohl niemanden, der so im Detail mit einer GH5 arbeitet. Die Kamera gibt es ja noch nicht so lange, und Canon führt hier ja schon seit vielen Jahren.

Das ganze läuft wohl darauf hinaus, dass die Canon erstmal Vorrang hat, bis mal mehr Budget für eine weitere Kamera da ist.
Vielleicht wirds ja bei mir privat auch irgendwann eine GH5. Die reizt mich schon sehr stark...




mash_gh4
Beiträge: 2004

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von mash_gh4 » Fr 04 Aug, 2017 23:31

cantsin hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 21:39
Na, es gilt da einfach die Pi-mal-Daumen-Regel, dass jede Verdoppelung der Sensoroberfläche (also 1" -> MFT -> APS-C -> Full Frame) ungefähr eine Verdoppelung der nutzbaren ISO bringt bzw., bei gleichbleibender ISO, eine Verdoppelung des maximalen Formats, auf das man ein Foto vergrößern kann. (Diese Regel gilt aber nur, wenn man Kameras mit ungefähr gleichem Baujahr bzw. gleichem Stand der Sensortechnologie vergleicht.)
dieser faustregel würde ich mich zwar nur sehr bedingt anschließen, weil a.) die vergößerung der sensorfläche fast immer mit einem proportionalen zunahme der pixelzahl einhergeht, also keinen sensitivitätsgewinn zurück bleibt und b.) der flächenunterschied zw. MFT u. APS-C gerade beim fotografieren, wo man ja zum glück nicht an diese unseligen breitwandformate gebunden ist, bei gott nicht so groß ausfällt!
trotzdem macht's keinen großen sinn darüber zu streiten, weil das ja wirklich triviale selbstverständlichkeiten sind, die ohnehin jeder kennt.
cantsin hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 21:39
Bei MFT liegt halt die Grenze der realen optischen Auflösung, die eine moderne Kamera im Zusammenspiel mit einem Spitzenobjektiv schafft, momentan bei 12 MP, bei APS-C bei 24 MP und bei Full Frame bei 48 MP.
auch da würde ich eine realistischere korrektur im sinne des oben gesagten speziell zw. APS-C und MFT empfehlen. nur ändert das nicht viel daran, dass die streuungen zw. guten und mittelmäßigen objektiven innerhalb der selben klasse ohnehin deutlicher ausgeprägter sein dürften als zwischen diesen beispielhaften exemplaren der verschiedenen systeme. man kann einfach nicht die abbildungsleistung irgendwelcher kit-zoom-objektive mit wirklich gutem glas vermischen.
cantsin hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 21:39
Eigentlich kann sich jeder ausrechnen, für welche Anwendungsfälle er/sie Kameras mit größeren Sensoren wirklich braucht.
nur das das alles halt in der praxis gar nicht so sehr nur ausschließlich eine technische frage ist, sondern verschiedene kameras und objektive in einem zusammenspiel von wesentlich mehr faktoren zu anderen resultaten führen. die ergonomie bzw. die dadurch bedingte unterschiedliche arbeitsweise ist in diesem zusammenhang sicher mindestens genauso bedeutsam wie irgendwelche sensorgrößen- oder pixelzahlangaben.




mash_gh4
Beiträge: 2004

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von mash_gh4 » Fr 04 Aug, 2017 23:39

FilmerMike hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 23:07
Den Unterschied zwischen GH5 und 5D merke ich allerdings am Rauschen und an der Auflösung.
das rauschen sollte bei genügend licht bzw. entsprechenden belichtungszeiten, was ja gerade bei solchen aufnahmen ohnehin kein problem sein sollte, eigentlich in beiden fällen keine rolle spielen.

allerdings fürchte ich, dass die entsprechenden optimiereungen bzw. rauschprofile nicht in allen RAW-aufbereitungsprogrammen von haus aus optimal sein dürften. leider ist die diesbezügliche unterstützung bei den panasonic-kameras oft deutlich schlechter als bei den unter fotografen häufiger anzutreffenden apparaten. wenn man sich damit ein bisserl beschäftigt, lässt sich hier aber einiges nachbessern...




FilmerMike
Beiträge: 107

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von FilmerMike » Fr 04 Aug, 2017 23:58

mash_gh4 hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 23:39
das rauschen sollte bei genügend licht bzw. entsprechenden belichtungszeiten, was ja gerade bei solchen aufnahmen ohnehin kein problem sein sollte, eigentlich in beiden fällen keine rolle spielen.

allerdings fürchte ich, dass die entsprechenden optimiereungen bzw. rauschprofile nicht in allen RAW-aufbereitungsprogrammen von haus aus optimal sein dürften. leider ist die diesbezügliche unterstützung bei den panasonic-kameras oft deutlich schlechter als bei den unter fotografen häufiger anzutreffenden apparaten. wenn man sich damit ein bisserl beschäftigt, lässt sich hier aber einiges nachbessern...
Ich meine mit dem Rauschen eher so ein "Grundrauschen". Wie du schon sagst, ist das Rauschen bezüglich Beleuchtung/Verschlusszeit usw. im Studio überhaupt kein Thema. ISO 160, 1/200 und Blende 11 ist bei der Beleuchtung kein problem. Mit den Rauschprofilen beschäftige ich mich dann wohl mal etwas genauer. Vielleicht lässt sich so ja wirklich nochmal mehr rausholen.
Hab gerade auch schon überlegt, ob mich mir so eine GH5 vielleicht mal irgendwo ausleihe. Das ist vielleicht gar nicht mal so unklug... Eventuell dann sogar die 5D gleich mit dazu. Muss da mal ein paar Fotografen im Umkreis fragen.




cantsin
Beiträge: 3577

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von cantsin » Sa 05 Aug, 2017 00:06

mash_gh4 hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 23:31
dieser faustregel würde ich mich zwar nur sehr bedingt anschließen, weil a.) die vergößerung der sensorfläche fast immer mit einem proportionalen zunahme der pixelzahl einhergeht, also keinen sensitivitätsgewinn zurück bleibt
Im Ergebnis schon. Wenn Du einmal das MFT-12 Megapixel-Foto großformatig ausdruckst und daneben das Full Frame-48 Megapixel-Foto im selben Format, reduziert sich beim zweiten Foto der Rauschanteil. Deswegen haben ja Full Frame-Sensoren durch die Bank deutlich höhere ISO-Zahlen als APS-C- und MFT-Sensoren, auch wenn sie Pixelmonster sind.

b.) der flächenunterschied zw. MFT u. APS-C gerade beim fotografieren, wo man ja zum glück nicht an diese unseligen breitwandformate gebunden ist, bei gott nicht so groß ausfällt!
Naja, APS-C hat 24*16=384mm^2, bei MFT ist die effektive Sensorgröße 17.3*13=225mm^2, wovon nur noch 198mm^2 übrigbleiben, wenn man (wie bei den sonstigen Fotoformaten) 3:2-Fotos schiesst.

auch da würde ich eine realistischere korrektur im sinne des oben gesagten speziell zw. APS-C und MFT empfehlen. nur ändert das nicht viel daran, dass die streuungen zw. guten und mittelmäßigen objektiven innerhalb der selben klasse ohnehin deutlicher ausgeprägter sein dürften als zwischen diesen beispielhaften exemplaren der verschiedenen systeme. man kann einfach nicht die abbildungsleistung irgendwelcher kit-zoom-objektive mit wirklich gutem glas vermischen.
Folgt man DxOMark, gibt es kein MFT-Objektiv, das mehr als 12 MP Realauflösung schafft. (Das ist ja auch bereits enorm - ein äquivalentes Kleinbildobjektiv müsste 48 MP auflösen, das schafft laut DxOMark nicht einmal das Zeiss Otus 85mm.)
nur das das alles halt in der praxis gar nicht so sehr nur ausschließlich eine technische frage ist, sondern verschiedene kameras und objektive in einem zusammenspiel von wesentlich mehr faktoren zu anderen resultaten führen. die ergonomie bzw. die dadurch bedingte unterschiedliche arbeitsweise ist in diesem zusammenhang sicher mindestens genauso bedeutsam wie irgendwelche sensorgrößen- oder pixelzahlangaben.
Klar. Man kann aber auch ganz einfache Rechnungen anstellen, für welche Medien man normalerweise fotografiert: Zeitschriften im Ganzseiten-A4-Format in 300dpi? Oder doch nur Social/Online Media mit Bildern, die mit höchstens 2 Megapixeln gepostet werden? Nur für den Familienbedarf mit 10x15-Abzügen?

...Und in welchen Lichtsituationen man fotografiert: Studio, Outdoor oder geblitzt mit 100-400 ISO? Oder indoor bei verfügbarem Licht, Konzert- und Clubfotografie mit 800-6400 ISO?

Und auch: Wie häufig fotografiert man welche Situation und für welches Medium? Reicht für den Plakatshot, den man vielleicht zweimal im Leben macht, eine geliehene Kamera?

Und dann sollte man eben nicht denken wie der durchschnittliche Amateur, der glaubt, sich alle Optionen offenlassen zu müssen (und nie zufrieden sein wird, solange da keine Sony A7RII oder Hasselblad in seinem Schrank steht), sondern man nimmt das kleinste System, das man für seine Zwecke braucht.

Gilt natürlich auch für Videokameras.




mash_gh4
Beiträge: 2004

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von mash_gh4 » Sa 05 Aug, 2017 01:05

FilmerMike hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 23:58
Ich meine mit dem Rauschen eher so ein "Grundrauschen". Wie du schon sagst, ist das Rauschen bezüglich Beleuchtung/Verschlusszeit usw. im Studio überhaupt kein Thema. ISO 160, 1/200 und Blende 11 ist bei der Beleuchtung kein problem.
bis blende 11 solltest bei MFT eher nicht gehen, da werden nämlich die beugungsbedingten fehler durch die kleine offnung doch schon spürbar. der sweet spot liegt bei MFT objektiven gewöhnlich eine blende unterhalb von vergleichbaren FF optiken. das macht aber in der praxis nichts, weil das bezogen auf den kleineren sensor bzw. den unterschiedlichen verlängerungsfaktor ohnehin der gleichen tiefenschäfe entspricht. dafür braucht man halt wirklich ausgesprochen lichtstarkes glas, wenn man dinge auch nur annähernd in gleicher weise freistellen will wie bei größeren abbildungsformaten. letzters ist leider wirklich nicht die stärke derartiger kameras. hier kommt dann doch die spezifische charakteristik der jeweiligen systeme zum vorschein. wobei ich FF in dieser hinsicht auch nicht unbedingt als maß aller dinge ansehen würde. derartige dinge hat man auch schon zu analogen zeiten mit ganz anderem gerät auf die spitze getrieben. ;)
FilmerMike hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 23:58
Mit den Rauschprofilen beschäftige ich mich dann wohl mal etwas genauer. Vielleicht lässt sich so ja wirklich nochmal mehr rausholen.
hier ist das ansatzweise für den RAW-entwickler, mit dem ich gewöhnlich arbeite (darktable), beschrieben -- wobei es mittlerweile schon ein bisserl überholt sein dürfte:
https://www.darktable.org/2012/12/profi ... ton-noise/

solange man mit RAW arbeitet, hat man diesbezüglich ohnehin alle freiheiten der welt.
unguter ist es mit den fertig gebackenen JPEGs, wo ja jeder hersteller etwas unterschiedliche vorstellungen vom zumutbaren ideal hat. bei canon schlägt sich das meistens in deutlich mehr chroma-rauschen nieder, während bei panasonic gewöhnlich luma noise dominiert. was einem hier besser gefällt, ist wohl mehr eine geschmacks- und gewöhnungsfrage.
FilmerMike hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 23:58
Hab gerade auch schon überlegt, ob mich mir so eine GH5 vielleicht mal irgendwo ausleihe. Das ist vielleicht gar nicht mal so unklug... Eventuell dann sogar die 5D gleich mit dazu. Muss da mal ein paar Fotografen im Umkreis fragen.
ja -- es ist schon ziemlich hilfreich, wenn man verschiedene geräte auch aus der praxis kennt.
leider braucht es dann halt doch immer eine ziemlich lange eingewöhnungsphase, bis man aus dem jeweiligen gerät wirklich das herauszuholen vernag. was möglich ist, statt vielmehr an allen eigenheiten anzuecken. in dem sinne vergleiche ich oft lieber aufnahmen, die mit meinem gewohnten gerät gemacht wurden, mit den alltäglichen resultaten diverser freunde, die anderes equipment regelmäßig nutzen.




mash_gh4
Beiträge: 2004

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von mash_gh4 » Sa 05 Aug, 2017 01:33

cantsin hat geschrieben:
Sa 05 Aug, 2017 00:06
mash_gh4 hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 23:31
dieser faustregel würde ich mich zwar nur sehr bedingt anschließen, weil a.) die vergößerung der sensorfläche fast immer mit einem proportionalen zunahme der pixelzahl einhergeht, also keinen sensitivitätsgewinn zurück bleibt
Im Ergebnis schon. Wenn Du einmal das MFT-12 Megapixel-Foto großformatig ausdruckst und daneben das Full Frame-48 Megapixel-Foto im selben Format, reduziert sich beim zweiten Foto der Rauschanteil. Deswegen haben ja Full Frame-Sensoren durch die Bank deutlich höhere ISO-Zahlen als APS-C- und MFT-Sensoren, auch wenn sie Pixelmonster sind.
da hast du schon recht -- obwohl es natürlich nicht viel nützt, wenn man unbedingt darauf besteht, die dinge sofort wieder entsprechend aufzublasen. ;)
cantsin hat geschrieben:
Sa 05 Aug, 2017 00:06
b.) der flächenunterschied zw. MFT u. APS-C gerade beim fotografieren, wo man ja zum glück nicht an diese unseligen breitwandformate gebunden ist, bei gott nicht so groß ausfällt!
Naja, APS-C hat 24*16=384mm^2, bei MFT ist die effektive Sensorgröße 17.3*13=225mm^2, wovon nur noch 198mm^2 übrigbleiben, wenn man (wie bei den sonstigen Fotoformaten) 3:2-Fotos schiesst.
naja -- die auflösung wächst ja zum glück nicht quadratisch an!

breite: 24mm:17.3mm = 139%
höhe: 16mm:13mm = 123%

wie gesagt -- im grunde wäre das ohnehin nicht der rede wert, wenn darum nicht ständig ein derart übertriebenes theater gemacht würde...
cantsin hat geschrieben:
Sa 05 Aug, 2017 00:06
Klar. Man kann aber auch ganz einfache Rechnungen anstellen, für welche Medien man normalerweise fotografiert: Zeitschriften im Ganzseiten-A4-Format in 300dpi? Oder doch nur Social/Online Media mit Bildern, die mit höchstens 2 Megapixeln gepostet werden? Nur für den Familienbedarf mit 10x15-Abzügen?
wie gesagt -- ich glaube dieses krampfhafte festhalten an pixelzahlen und sensorgrößen alleine bringt nicht viel. auf den tatsächlichen output schlagen sich die charakteristiken des benutzten systems in viel verschlungenerer weise nieder.

und mit der praktischen professionelen verwertbarkeit hat das in wahrheit auch sehr wenig zu tun.
ich staune immer wieder darüber, welche bescheidenen qualitativen ansprüche diesbezüglich unter berufsfotografen gang und gäbe sind! im vergleich dazu wirken die bemühungen und standards unter den ambitionierteren amateuren oft himmelhoch übertrieben...




iasi
Beiträge: 10775

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von iasi » Sa 05 Aug, 2017 07:16

FilmerMike hat geschrieben:
Fr 04 Aug, 2017 17:55
+ ich besitze ja schon einige gute Objektive dafür.

Da gute Objektive ganz ordentlich zu Buche schlagen, solltest du dies sehr genau mit einrechnen.

Wenn du eine 5d zusammen mit einem mittelmäßigen Objektiv nimmst, kommt am Ende auch nur Mittelmäßiges heraus.

Für MTF gibt es aber nur vergleichsweise wenige wirkich gute Objektive, da meist die kamerainternen Korrekturen genutzt, statt ordentlich konstruiert wird.




mash_gh4
Beiträge: 2004

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von mash_gh4 » Sa 05 Aug, 2017 14:31

iasi hat geschrieben:
Sa 05 Aug, 2017 07:16
Da gute Objektive ganz ordentlich zu Buche schlagen, solltest du dies sehr genau mit einrechnen.
das stimmt leider. gerade die guten MFT optiken sind leider doch verhältnismäßig teuer.
z.b. gute macro-objektive, wie sie im beschriebenen anwendungsfeld vermutlich nötig sein dürften.
iasi hat geschrieben:
Sa 05 Aug, 2017 07:16
Für MTF gibt es aber nur vergleichsweise wenige wirkich gute Objektive, da meist die kamerainternen Korrekturen genutzt, statt ordentlich konstruiert wird.
naja -- da gehen die meinungen oft auseinander.
ich persönlich kann nicht wirklich nachvollziehen, warum manche korrekturen unbedingt auf optisch-mechanischem weg gelöst werden sollen, wenn das heute tlw. unter einbeziehung elektr. mitteln einfach besser geht bzw. letztlich dann auf diesem weg mindestens gleich hohe effektive abbildungsleistungen erzielt werden können. ein dogmatisches festhalten an der diesbezüglichen reinen lehre kommt mir hier fast so anachronistisch vor, als würde man auch compositing und farbaufbereitung am computer ganz grundsätzlich ablehnen, und statt dessen einfordern, dass entsprechende montagen ausschließlich mit diversen spiegeltricks nach dem vorbild des herrn eugen schüfftan od nur unter zuhilvenahme von div. optischen vorsatzfiltern erfolgen dürfen, um als perfekte bzw. "ordendliche" umsetzung anerkannt zu werden. ;)

nein -- bezüglich der der tatsächlichen abbildungsleistung der betreffenden hochwertigen systemobjektive gibt's auch bei MFT nicht viel zu meckern. wenn sie in den DxO-tests weniger megapixelauflösung zeigen als ihre FF entsprechungen -- was cantsin weiter oben eingeworfen hat --, hat das weniger mit irgendwelchen konstruktionsmängeln od. herstellerseitigen einsparungsbemühungen zu tun, sondern vielmehr damit, dass sie zwar ohnehin die auflösungesgrenzen der benutzten testkameras mehr oder weniger voll ausschöpfen, aber unter derart realiastischen testbedingungen eben natürlich nicht mit der pixelgigantomie der noch größerer sensoren konkurrieren können. bezogen auf rahmenbedingungen des gegebenen systems sind aber die qualitäten meistens wirklich erstaunlich gut. da sehe ich persönlich weit mehr probleme mit diversen lösungen, die ursprünglich nicht für dieses abbildungsformat gerechnet wurden od. nur über optische adapterlösungen genutzt werden können. dort bleibt man fast immer hinter jenen qualitäten zurück, die entsprechendes original-/systemglas bietet -- auch wenn sie natürlich z.b. in puncto mechanischer bedienbarkeit u.ä. tlw. ihre vorzüge haben mögen.

was allerdings im zusammenhang mit den elektronisch-korrigierten optiken tatsächlich ein problem ist, ist die hinreichende unterstützung der betreffenden objektive in den RAW-entwicklern bzw. deren lens-datenbanken. auch hier gibt's wieder das problem, dass gerade die guten und teueren panaleicas und olympus-objektive in freier wildbahn nicht ganz so oft anzutreffen sind, und daher auch oft in den RAW-aufbereitungsprogrammen ein wenig stiefmütterlich behandelt werden od. gar nicht zu finden sind. das ist dann natürlich schon sehr ärgerlich und ein wirkliches arbeitshindernis. genauso muss man einfach akzeptieren, dass sich entsprechendes glas aus diesem konstruktionsbedingten grund eben auch nicht ohneh weiters auf andere systeme adaptieren lässt -- was aber ohnehin bereits durch das geringe auflagenmaß mehr oder weniger ausgeschlossen ist.

trotzdem: in der praxis genügt speziell olympus-glas wirklich allen vernünftigen praktischen anforderungen zeitgemäßer fotografie ohne große abstriche.

ps: tethering, also das fernbedienen und exakte konfigurieren direkt aus den RAW-bearbeitungensprogrammen heraus, wie es in der studio- und sachfotografie oft recht vorteilhaft ist, wird leider im zusammnespiel panasonic-kameras sehr viel schlechter unterstützt als bspw. mit canons od. nikon-kameras (bzgl. olympus bin ich hier leider überfragt).




kmw
Beiträge: 483

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von kmw » Sa 05 Aug, 2017 16:22

http://www.fotointern.ch/archiv/2017/04 ... deo-stark/

Interessanter Bericht eines Fotografen der auch filmt.
Passion is the best gear.




mash_gh4
Beiträge: 2004

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von mash_gh4 » Sa 05 Aug, 2017 16:59

kmw hat geschrieben:
Sa 05 Aug, 2017 16:22
Interessanter Bericht eines Fotografen der auch filmt.
es ist halt ein bisserl schwer, jemanden ernst zu nehmen, der unzumutbarkeiten, wie das AF-pumpen während des interviews gleich am anfang das kochfilms, nicht spätestens beim nachträglichen durchschauen zuhause erkennt und als unbrauchbaren ausschuss behandelt. derartiges tut wirklich weh und ist handwerklich einfach nicht nötig...




FilmerMike
Beiträge: 107

Re: GH5 Testfotos

Beitrag von FilmerMike » Fr 11 Aug, 2017 13:17

Hey, kurze Rückmeldung nach einer Besprechung:
Ich werde die GH5 für meine Zwecke mal testen. Allerdings dauert das noch ein kleines bisschen, bis mein Chef die Kamera mietet.
Ein Bericht wird folgen, sofern ich es nicht vergesse :)

Danke für eure Beiträge!




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