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SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?



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div4o
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SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 11:21

demnächst steht mir eine folgenschwere Entscheidung zu treffen, nämlich ob ich den Studiengang Digital Film & VFX Diploma an der SAE Institute Leipzig beginnen will!

Die Sache ist die. Ich kann mir derzeit nichts besseres vorstellen können als im Filmbereich zu arbeiten...Schnitt/Kamera/Regie. Ich habe vor einem Jahr damit begonnen intensiv zu drehen. Während dieser Zeit habe ich extrem viel auf eigene Faust gelernt aber auch Vieles durch Hilfe des Forums hier erlernt. Dennoch kommt irgendwann der Punkt, wo man feststellt, dass einige Sachen gelernt sein wollen.

Aufgrund meiner komplexen Lebenssituation und Alter (30) bekomme ich keine Ausbildung mehr in Leipzig. Also bleibt mir nur die SAE.

Und davon habe ich erst vor einer Woche gehört! Nun ich weiß nicht viel über das Institut, deswegen wollte ich mich an euch wenden, ob sich das Geld für den Studiengang lohnt?

Ich weiß, ist eine überzogene Frage aber im Moment weiß ich nicht, wenn ich sonst fragen sollte :(

Hier den Link zum Studiengang:
http://leipzig.sae.edu/de/course/843/Di ... on_Diploma




PowerMac
Beiträge: 7488

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von PowerMac » Di 13 Mär, 2012 11:58

Was ist denn mit deiner Lebenssituation?




div4o
Beiträge: 638

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 12:14

gemeint ist der Ausbildungsstand, die Arbeitssituation, Familie und rate mal das Geld :) zumindest gesundheitlich geht es mir noch gut :)

1. BA Abschluss an der Uni Leipzig - Kommunikations-- und Medienwissenschaft. 9 Monate Praktika als VJ bei einem Lokalfernsehsender. Und das war es schon mal.

2. seit Mai 2010: MA-Stelle an der Uni nicht bekommen. 13 Absagen von alle ÖR für Volontariat. Mehrere Absagen für Ausbildung Mediengastalter Bild/Ton bzw. Film- und Videoeditor. Begründung, Alter, bereits vorhandener Hochschulanschluss.
In vergangen Jahr über 70 Bewerbungen geschrienen (die vom Lebenslauf und Anschreiben als Musterbeispiele einer vollständigen und guten Bewerbung von der Arbeitsagentur Leipzig aufgenommen wurden). 80% davon im Bereich Film, Fernsehen und Video. Na ja 1 Vorstellungsgespräch, erste Wahl gewesen, trotzdem die Stelle nicht bekommen.

3. Frau und zwei jähriges Kind. Meine Frau studiert Lehramt Gymnasium an der Uni, braucht aber ca. 2 Jahren bis erste Staatsprüfung. Also an der Leipzig vorerst gebunden :(

4. derzeit Teilzeit eingestellt in einem Verein als "Videoproduzent". Zwei weitere Nebenjobs. um über die Runden zu kommen. Null Rücklagen!

Jegliche Freizeit wird in Filmen ausprobieren und Ausrüstung investiert.

Und wenn ich morgen einen Studiengang beginnen will, bei dem ich rund 20.000 investieren sollte, wird mir echt schwindlig...aber ich kann mir nichts besseres vorstellen, als hinter der Kamera zu stehen...:)

Zuletzt geändert von div4o am Di 13 Mär, 2012 13:35, insgesamt 1-mal geändert.




Bernd E.
Beiträge: 8826

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von Bernd E. » Di 13 Mär, 2012 12:40

div4o hat geschrieben:...ich weiß nicht viel über das Institut, deswegen wollte ich mich an euch wenden, ob sich das Geld für den Studiengang lohnt?...im Moment weiß ich nicht, wenn ich sonst fragen sollte...
An deiner Stelle würde ich vor allem versuchen, Infos von Leuten zu bekommen, die bereits bei der SAE (möglichst auch speziell in Leipzig) sind oder waren. Einige Beiträge allgemein zur SAE finden sich auch schon hier im Forum:
viewtopic.php?t=84064
viewtopic.php?t=76406
Im Großen und Ganzen genießt diese Ausbildung nicht unbedingt das allerhöchste Ansehen.




div4o
Beiträge: 638

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 13:34

Danke für beide Links Bernd. Die Meinung aus den Foren deckt sich im Großen und Ganzen aus dem was ich googln konnte :(

- nicht anerkannter staatlicher Abschluss (das ist ein Problem)
- Studiengang hängt großenteils von unterrichtenden Dozenten (vor Beginn des Studium schlecht einzuschätzen :( )
- sehr viel Eigeninitiative gefragt (ist kein Problem)
- je nach Institut variiert die Qualität der Ausrüstung (ein Besuch des Institutes sollte die Frage klären)
- Grundlage Wissen vermittelnd (ich hoffe, das stimmt so nicht :()
- teuer (war klar)

ich weiß nicht, morgen habe ich einen Termin ausgemacht. Ich mache mir einen Eindruck vor Ort...




anselmlier
Beiträge: 27

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von anselmlier » Di 13 Mär, 2012 13:56

Also ich habe genau diesen Studiengang (bis zum Bachelor) in München gemacht und kann daher nur über die SAE in München und meine persönlichen Erfahrungen reden.
Ich denke auch, dass diese Ausbildung nicht die hochwertigste ist, um es mal vorsichtig zu formulieren.
Es gibt Unterricht, der meißtens (aber leider auch nicht immer!) von erfahrenen Leuten aus der Arbeitswelt geführt wird. Die Orientierung ist dabei oft sehr praxisnah, finde ich. Es werden alle grundlegenden Dinge mal behandelt und man hat in Übungen und Prüfungen Gelegenheit alles zu verbessern.
Bei Übungen kann man sich von den Supervisorn helfen lassen, die während der ganzen Öffnungszeit im Haus sind (von jedem Fachbereich ist immer eienr da).
Was die Supervisor angeht: Es wird schon darauf geachtet, dass die das können und verstehen, was sie den Studis beibringen sollen. Aber oft sind die Supis (Supervisor) selbst gerade Studenten an der SAE gewesen oder sind es immernoch. Die können dann zwar genau das, was du lernen sollst, wenn es aber mal um größere Zusammenhänge geht, oder wenn es zu sehr ins Detail geht, wissen die auch nicht weiter (habe ich oft genug erlebt). Da wird meiner Meinung nach ganz viel Geld gespart. Warum soll ich einen Professor 12h am Tag abrufbereit haben, wenn das auch ein Studi für 400,- im Monat macht (übertrieben gesagt).

Dieses Studium ist so gehalten, dass es auch jemand schafft, der von der Hauptschule kommt. Ich will hier niemandem zu nahe treten, aber man kann das Niveau schon so beschreiben. Den Ansatz finde ich ansich auch fair. Wenn man will kann man aus diesem Studium ganz viel rausholen! Ich habe sehr kreative und intelligente Studenten gesehen, die das total gut genutzt haben. Es kommt also auch sehr auf die Eigeninitiative an, wieviel man von dem Studium am Ende hat.

Was deine Situation angeht:
Mir hat es sehr geholfen, dass die Anforderungen der SAE eher "fair" waren. Man kann den Zeitaufwand (bis zum Diploma) auf einem Minimum halten, wenn man will.
Ich habe während meines Studiums an drei Tagen die Woche gearbeitet, nebenbei ein Kind bekommen und geheiratet. Da war ich 23.

Was ich aus diesem Studium mitnehme?
Ein paar Grundlagen. Als Compositor (anfangs Editor), weiß ich es zu schätzen aus jedem Fachbereich was gelernt zu haben. Ich kann mich mit Kameraleuten, Compositorn und 3D-Artists gut unterhalten, weil ich alle Fachbegriffe kenne (oder zumindest schonmal gehört habe). So kann man sich besser organisieren/ wokflows absprechen.
Den Abschluss. Ein Bachelor macht sich ganz gut auf dem Lebenslauf. Obwohl ich meinen jetzigen Job eigentliuch auch nur habe, weil ich über Kontakte mal an ein Praktikum gekommen bin.

Könnte man sich die Grundlagen selber beibringen? Ja. Mit etwas Durchhaltevermögen sollte das gehen. Geht natürlich leichter, wenn es einer einem zeigt. Zudem hat man dort die ganze Hard- und Software (legal) und kann alles ausprobieren und Fragen stellen.

Komme ich damit besser an einen Job? Erhlich: keine Ahnung. Entweder hast du ein gutes Reel oder gute Beziehungen, denke ich. Der Titel allein macht es sicher nicht.

Weil du "Regie" geschrieben hast: Das lernst du da nicht. Nen haufen Studenten bei einem Dreh zu organisieren bringt dich da nicht weiter. Denke Regie lernt man via learning by doing oder an der HFF. Kamera ebenso.

Die SAE bringt dir aber bei wie man eine Kamera bedient und was ein goldener Schnitt ist. Du lernst wie man Photoshop bedient oder wie man in After Effects ein 4-Corner Pin macht oder wie man in 3D modelliert, texturiert, animiert, rendert, etc. Das macht dich noch nicht zu einem 3D-Artist. Du würdest danach trotzdem als Praktikant in dem jeweiligen Fachbereich bei einer Firma anfangen.

Ich kann nur sagen: Mir hat es geholfen zur SAE zugehen. Ein "normales" Studium hätte ich kaum geschafft.
War es das (viele) Geld wert? Zumindest bin ich heute da, wo ich bin, auch wenn ich vieles erst im Job gelernt habe. Damit bin ich sehr zufrieden und ich habe in der SAE auch einiges gelernt.
Ich denke, es ist ein guter Einstieg in diesen Breich. Wenn du was draus machst, dann ist es das auch Wert.
Ich habe dort Studenten gesehen, die haben nichts draus gemacht und andere, die habe ich um ihre Kreativität und ihr Engagement beneidet. Und die sind auch heute noch gut dabei und haben gute Jobs! Weiß nicht, ob es in Leipzig genauso gelaufen wäre, schließlich ist in München halt ne große Filmbranche...

VG,
Anselm




Pride
Beiträge: 103

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von Pride » Di 13 Mär, 2012 14:12

Hi Div4o,

spielte, ebenso wie du, mit dem Gedanken an der SAE DigitalFilm zu studieren, habe mich letztendlich aber dagegen entschieden. Es spricht einfach zu Vieles dagegen, bzw. zu VIELE sprechen dagegen.

Dass der Bachelor staatlich nicht anerkannt ist, ist so nicht ganz richtig. Du bekommst einen ganz normalen Bachelor, nur, dass dir dieser nicht in Deutschland, sondern von einer Uni in England verliehen wird. Dieser ist rein "rechtlich" in Deutschland genauso viel Wert wie in England etc... England --> EU --> Bologna-Abkommen...

Des Weiteren kannst du dir in der Zeit des Studiums wirklich Top-Equipment ausleihen und damit auch richtig gut arbeiten - rechtfertigt aber nicht die 20,000 € finde ich.

Zum Thema Eigeninitiative: Ist ja alles schön und gut... Ein Freund von mir war auf der SAE und hat mir berichtet, dass Eigeninitiative untertrieben ist. 1. Wirst du von Leuten unterrichtet, die teilweise jünger sind als du, was ja nicht schlecht sein muss... ABER (2.) Bekommt man oft schlichtweg Links zu irgendwelchen Videos/Vorträgen/Workshops im Internet, die du dir dann anschauen sollst und das wars dann.

Was die Firmen so dazu sagen: Personalchefin von Arri riet mir INDIREKT davon ab. Sie sagte, ebenso wie ein Typ vom ZDF, dass die SAE nicht unbedingt schlecht ist, sein Geld allerdings nicht wert iist. Mir wurde dann zu anderen FH´s usw. geraten. (Der Tonstudiengang bei der SAE wiederum scheint übrigens sehr angesehen zu sein.)

Zwei Meinungen aus dem engeren Umfeld: Einer war extrem unzufrieden - hat dann auch nur das Sae-Diploma gemacht. Er sagte am Anfang ist es noch recht cool, später aber denkst du dir, was du hier eigentlich machst...
Von einem anderen habe ich gehört, dass es gaanz ok war... Vielleicht wollte er aber auch einfach nicht zugeben, das Geld sinnlos verschwendet zu haben.

Bei mir handelt es sich um den Standort in München. War dort auch beim Tag der offenen Tür. Wirkt eigentlich alles ganz stimmig, aber wie gesagt, ich habe mich letztlich dagegen entschieden und bin auch ganz froh über meine Entscheidung.

Würdest du nicht in Leipzig festsitzen würde ich dir die BAF in München empfehlen... Vielleicht gibt es sowas in der Art ja auch in deiner Nähe?

Hoffe, dass ich dir helfen konnte, auch wenn du obiges wahrscheinlich alles nicht hören willst...

Gruß Pride




div4o
Beiträge: 638

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 14:16

@Anselm Danke für die Aufmunterung. ich kann gut eine große Portion davon gebrauchen.
anselmlier hat geschrieben: Könnte man sich die Grundlagen selber beibringen? Ja. Mit etwas Durchhaltevermögen sollte das gehen. Geht natürlich leichter, wenn es einer einem zeigt.
leider besteht mein Freundschaftskreis zu 95% aus nicht Film-Schaffende. Mit anderen Worten hätte ich niemand da, der mir bei den Fragen, die ins Detail gehen, helfen konnte. Daher meine Überlegung zur Ausbildung.
anselmlier hat geschrieben: Komme ich damit besser an einen Job? Erhlich: keine Ahnung. Entweder hast du ein gutes Reel oder gute Beziehungen, denke ich. Der Titel allein macht es sicher nicht.
:) Beziehungen, etwas Glück wie bei dir mit dem Praktikum. Tja hier kann man nur hoffen, dass es passt :)
anselmlier hat geschrieben:Weil du "Regie" geschrieben hast: Das lernst du da nicht. Nen haufen Studenten bei einem Dreh zu organisieren bringt dich da nicht weiter. Denke Regie lernt man via learning by doing oder an der HFF. Kamera ebenso.
in der Studienbezeichnung, Stand als Berufsbilder: Regisseur, Regieassistent. Ich hatte gehofft, dass es mehr ist.




div4o
Beiträge: 638

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 14:25

Pride hat geschrieben: Hoffe, dass ich dir helfen konnte, auch wenn du obiges wahrscheinlich alles nicht hören willst...
ganz im Gegenteil, ich danke dir auch dafür. Nur in Leipzig ist alles in dem Bereich der Ausbildung so eingeschenkt, dass ich den Gedanken über den Studium in der SAE nicht einfach so wegschütteln kann...dennoch pokern kann ich nicht bis in die Extreme...wenn die Meinungen aus der Industrie so über der SAE so negativ sind, dann ist, ja fasst klar, was zu tun ist...

...obwohl ich es nicht hören wollte, aber das will ja auch keiner in meiner Situation :)




div4o
Beiträge: 638

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 14:25

div4o hat geschrieben:
Pride hat geschrieben: Hoffe, dass ich dir helfen konnte, auch wenn du obiges wahrscheinlich alles nicht hören willst...
ganz im Gegenteil, ich danke dir auch dafür. Nur in Leipzig ist alles in dem Bereich der Ausbildung so eingeschenkt, dass ich den Gedanken über den Studium in der SAE nicht einfach so wegschütteln kann...dennoch pokern kann ich nicht bis in die Extreme...wenn die Meinungen aus der Industrie über der SAE so negativ sind, dann ist, ja fasst klar, was zu tun ist...

...obwohl ich es nicht hören wollte, aber das will ja auch keiner in meiner Situation :)




Lochkamera
Beiträge: 11

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von Lochkamera » Di 13 Mär, 2012 15:09

Kommt extrem auf die Dozenten an - da kannst du Glück oder auch Pech haben. Bei uns waren auch welche, die sonst auf der Filmakademie unterrichtet haben. Unsere Regielehrer und Drehbuchlehrer war zum Beispiel sehr gut bis super. Dennoch ist die SAE eher Technik-orientiert. Super Ausbildung, wenn du auch abseits deines Studiums Bücher liest und dich intensiv mit der Materie auseinandersetzt. Jedoch, so wie in allen künstlerischen Berufen, gehört einfach ein "Grundgespür/Talent" dazu. Das erlernt man IMO auch nicht wirklich, entweder ist man kreativ oder nicht.

Wenn du ein wenig perfektionistisch bist, dich gerne lange und ausführlich mit einem Thema auseinandersetzt und unter Druck Entscheidungen fällen kannst (oder zumindest diese Entscheidungen den Department Heads überlassen kannst, ohne blöd zu wirken), Leute durchschauen/analysieren und mit diesen arbeiten kannst, dann bist du Regiematerial. ganz wichtig ist die menschliche Komponente und das Bild/die Geschichte in deinem Kopf. Und wenn du ne Ahnung vom Drumherum hast, dann umso mehr. Sonst schreist du wie der Haneke am Set herum, weil die Beleuchter "zu lang" brauchen. Der macht zwar angesehene Filme, jedoch kenn ich genug Crewmitglieder, die nie wieder mit ihm arbeiten möchten...

Danach kommt es eigentlich hauptsächlich auf drei Dinge an - Vitamin B (Beziehungen/Connections), dein eigenes Auftreten (weil in der Arbeitswelt musst du dich verkaufen können) und natürlich, dass du was am Kasten hast (leider der unwichtigste Teil, die meisten haben sowieso gar nicht das Gespür um zu erkennen, ob es gut oder schlecht ist).

Eins sollte dir aber zu denken geben: kaum einer der großen Regisseure hat Regie studiert oder hat sonderlich lange und ausgiebig studiert (z.B. Spielberg, wobei der für mich nach Minority Report fast nur Dreck gemacht/produziert hat, der Typ ist ein Krebsgeschwür des amerikanischen Films geworden...). Anerkannte Regisseure kommen oft aus den unterschiedlichsten Bereichen (z.B. Ridley Scott, Bühnenbild).

Ich denke, dass es wichtig ist, dass du etwas zu sagen hast und dass du auch bereit bist, deine ganze Energie hinein zu stecken. Reichtum darfst du natürlich auch nicht erwarten, besonders anfangs. ;)

Ich bin mir sicher, manche hier werden für einen Trottel wegen meiner Meinungen halten, aber rein theoretisch, bräuchte man gar nicht film studieren. Kenne völlig unfähige Regisseure (eine Stadt *hust* Lourdes fällt mir da komischer Weise ein), die auf der Filmakademie waren und in Filmerfamilien geboren wurden und tolle Regisseure, die durch Zufall dazu gekommen sind.

Film ist größtenteils Praxis, Talent, Gespür und Fantasie - das theoretische Wissen ist aber natürlich ein starker Verbündeter. Jedoch hast du ganz unterbewusst sehr viel Filmtheorie genossen, die Filmsprache kennst du dank zahlreicher Filme, die du gesehen hast. Du kennst die Fachtermini nicht , aber den Look/Effekt, etc. und kannst wahrscheinlich vieles reproduzieren. Ich finde ein Studium in dieser Richtung schon ganz sinnvoll, weil man einfach vieles so nebenbei mitbekommt, aber rein theoretisch geht es auch ohne. Es müssen halt nur die anderen Anforderungen abgedeckt sein. Viel Glück!

PS: Zum klugscheißen ist so ein Studium aber immer genial. ;) Nur nach intensiver Auseinandersetzung mit der Materie wirst du dir bei den meisten Filmen und Drehbüchern nur mehr am Kopf greifen. Es wird viel Schund produziert...




0711video
Beiträge: 400

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von 0711video » Di 13 Mär, 2012 17:22

Und wenn ich morgen einen Studiengang beginnen will, bei dem ich rund 20.000 investieren sollte, wird mir echt schwindlig...aber ich kann mir nichts besseres vorstellen, als hinter der Kamera zu stehen...:)
was glaubst du, wie viele leute das gleiche wie du machen wollen? tausende !! wenn du SEHR gut bist, wirst du deinen weg gehen, ob mit oder ohne SAE, zu der ich mich nicht äußern möchte. aber es gibt ja genug bewertungen im netz dazu. eins muss klar sein: das zertifikat der SAE garantiert dir nach dem abschluss nichts, es kann dir auch keinen job vermitteln und es ist auch nicht gesagt, dass du deshalb ein SEHR, SEHR guter regisseur wirst/bist.

leider grassiert zurzeit unter jungen leuten das unstillbare behandlungsbedürftige verlangen, in den medien zu arbeiten. der fatale irrglaube: geld, glanz und gloria. das gegenteil ist der fall. der lauf der IMM-generation ruiniert alle alt eingesessenen und altgedienten, weil die jungen leute bereit sind, fast umsonst zu arbeiten. das ruiniert alle anderen. q.e.d: am ende werden alle arm sein.

kauf dir ne gebrauchte kamera, einen pc (gesamtkosten vielleicht 2000 euro) und dreh mal einen film mit freunden und bekannten. entwickle einen stoff und weise die akteure an. schneide den film und endbearbeite ihn. alles felder, die ein regisseur kennen muss. und dann überlege mal, ob du das die nächsten zwanzig jahre machen willst für wahrscheinlich wenig geld (es gibt 1.000 andere SEHR GUTE arme (!) regisseure und du wirst wahrscheinlich nicht mit mario adorf und senta berger drehen!)

das solltest du bei einer entscheidung alles bedenken, denn 20.000 euro sind richtig geld.




Drive
Beiträge: 81

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von Drive » Di 13 Mär, 2012 17:48

Ich kenne die SAE hauptsächlich vom Audiobereich her.
Insofern mögen meine Beurteilungen zum VFX-Ding nicht ganz zutreffen.

Dass die SAE stattlich soundso nicht oder doch anerkannt ist ist egal. Du wirst ja kein Elektroinstallateur und somit ist das stattliche Wurst. Entscheidend ist der Ruf und der ist in meinem Umfeld wie folgt:
1. Privatschule wo jeder rein darf der zahlt.
2. Absolventen haben es nicht in eine gute Schule geschafft.
3. Dient eher der eigenen Weiterbildung, als Referenz kannst du es in die Tonne kloppen.
4. Gute Kontakte werden während des Studiums nicht geknüpft.

Zu deiner Entscheidung Kameramann zu werden:
Wirtschaftlich gesehen eine Katastrophe. Es gibt einen Haufen Leute die für umme arbeiten (wie du "ich kann mir nichts besseres vorstellen") oder für 400€/Monat 14 Std. Tage als Kabelträger durchlaufen.

Auch gute Leute gibt es viele. Die melden sich dann die meiste Zeit arbeitslos und arbeiten ab und an gemessen an ihrem Können für immer noch wenig Geld.

Die Nachfrage ist einfach verdammt gering!

Die guten Hochschulen (HFF etc.) nehmen nicht ohne Grund wenige auf: Es gibt eben kaum Jobs. Studenten dieser Hochschulen sind wirklich sehr fähige Leute (alle die ich kenne). Sie waren bereits vor Studiumsbeginn 1A-Filmemacher und "konnten schon alles". Trotzdem ist auch deren Zukunft eher mittelmäßig.

Von der Versorgung deiner Familie gar nicht erst zu sprechen.

Wie du hier um Rat fragst zeigt mir eindeutig, dass du von einem erfolgreichen Kameramann noch Lichtjahre entfernt bist.

Wenn du dir das trotzdem unbedingt antun willst:
1. Arbeite bei Filmproduktionen (statt SAE). Da verdienst du zwar auch nichts, aber wenigstens wirst du keine 20K€ los.
2. Überlege dir ob es unbedingt einer der Nonplusultrajobs Kamera oder Regie sein muss. Bei Licht, Ton oder Schnitt/Post sieht es etwas besser aus. Und das sind auch durchaus kreative Posten.
In jedem Fall musst du dich mit oder ohne SAE von ganz unten hocharbeiten. Das dauert Jahre und wird dir einiges abverlangen.

Andere Option ist natürlich die Selbstständigkeit als kleine Hochzeitfilmer-Imagevideo-Klitsche. Aus meiner Sicht auch nicht wirklich zu empfehlen, aber da schreibe ich jetzt nichts dazu.




div4o
Beiträge: 638

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 20:40

0711video hat geschrieben: was glaubst du, wie viele leute das gleiche wie du machen wollen? tausende !!...

...leider grassiert zurzeit unter jungen leuten das unstillbare behandlungsbedürftige verlangen, in den medien zu arbeiten. der fatale irrglaube: geld, glanz und gloria. das gegenteil ist der fall. der lauf der IMM-generation ruiniert alle alt eingesessenen und altgedienten, weil die jungen leute bereit sind, fast umsonst zu arbeiten...

...kauf dir ne gebrauchte kamera, einen pc (gesamtkosten vielleicht 2000 euro) und dreh mal einen film mit freunden und bekannten...
ich verstehe deine Aufregung, doch weil man sich etwas zum Ziel neben 1.000 anderen gesetzt hast, heiß es nicht, dass man gleich aufgeben sollte. Denn in welchen Beruf ist die Situation nicht die gleiche?

was der Kauf der Kamera angeht...schon geschehen. Ich habe jedes verdientes Euro im vergangenen Jahr in meiner Videoaufrüstung investiert und einiges in der Zeit geschafft. Aber ich erreiche die Qualität noch nicht die ich gern haben würde:



Aktuelle habe ich einen Kurzfilm gedreht, der von der Idee TOP war nur in der Umsetzung...na ja, der wird bald separat zur Diskussion freigegeben...




div4o
Beiträge: 638

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 20:50

Drive hat geschrieben:...Wie du hier um Rat fragst zeigt mir eindeutig, dass du von einem erfolgreichen Kameramann noch Lichtjahre entfernt bist...
okey das ist ein Schlag unter der Gürtellinie :) Ich mache mir da keine Illusionen über mein künftiger Berufsleben. Doch meine Erfahrung zeigt, dass ich ohne Ausbildung immer wieder hier lande. Nicht dass das unbedingt, was schlimmes ist, ich müsste in der Lage sein mir selbst zu helfen!

Tatsache ist zudem, dass es Wissen gibt, dass man ungern weiter gibt. Die Leute hier verdienen ihr Geld damit und keine Verrät WIRKLICH seine Geheimnisse. UND DAS VERSTEH ICH, ich kann es nicht mal übel nehmen.

Wie schnell mein technisches Können und Wissen an seine Grenze kommt, lässt am besten an diesem Beispiel zeigen:

viewtopic.php?t=97634?highlight=

Hier habe ich bemerkt, wie wertvoll Ausbildung und Berufserfahrung ist. @Frank schaffte es in Minuten mein Problem zu lösen, während ich nachher Stunden gebraucht habe, um nur ansatzweise sein Workflow nachzuvollziehen!!!




marwie
Beiträge: 1116

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von marwie » Di 13 Mär, 2012 21:03

div4o hat geschrieben:
was der Kauf der Kamera angeht...schon geschehen. Ich habe jedes verdientes Euro im vergangenen Jahr in meiner Videoaufrüstung investiert und einiges in der Zeit geschafft. Aber ich erreiche die Qualität noch nicht die ich gern haben würde:

Sieht gar nicht mal so schlecht aus finde ich, jedoch gehören IMHO in ein Reel auch Aufnahmen die scharf, richtig belichtet und mit natürlichen Farben sind, das vermisse ich ein wenig bei dir... Schliesslich möchtest du zeigen, was du kannst, und ganz nüchterne, aber technisch einwandfreie Aufnahmen sollte man halt auch können. (immer sind ja Effekte nicht gefragt...)




anselmlier
Beiträge: 27

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von anselmlier » Di 13 Mär, 2012 21:07

Habe mir dein Youtube Video angesehn. Im Bezug auf Kamera-Arbeit und Schnitt oder sogar Farbkorrektur wirst du an der SAE nicht besser werden. Glaube, da hast du schon zu viel Erfahrung dafür.
Es gibt aber zB. auch Bücher, die Fachwissen vermitteln können:




Glaube, besser die Bücher lesen, Zeit und Geld in ein gutes Reel stecken anstatt in die SAE.

VG,
Anselm




div4o
Beiträge: 638

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 21:15

marwie hat geschrieben:Sieht gar nicht mal so schlecht aus finde ich, jedoch gehören IMHO in ein Reel auch Aufnahmen die scharf, richtig belichtet und mit natürlichen Farben sind, das vermisse ich ein wenig bei dir... Schliesslich möchtest du zeigen, was du kannst, und ganz nüchterne, aber technisch einwandfreie Aufnahmen sollte man halt auch können. (immer sind ja Effekte nicht gefragt...)
ganz genau auf dem Punkt gebracht. Dieses "Reel" zeigt meine Arbeiten aus dem vergangen Jahr. Alles Erstlinge, noch unausgereifte Amateurbilder. Daran arbeite ich jeden Tag, doch ich komme schnell an meinen Grenzen. Also noch mal üben :)

Ich habe sogar in diesem Jahr erstmalig an 99fire-films teilgenommen, zwar ohne erfolgt, denn diesmal war die "Story" nicht i.O.



Bei dem Clip habe ich erstmalig ein Dedolight-Koffer gesehen. Überhaupt von 3-Punkt Ausleuchtung habe ich kaum was gewusst !!! Eine Tonangel in der Hand gehalten. den Begriff SQN gehört und gesehen...obwohl ich Kamera und Schnitt gemacht habe, fühlte ich mich als zweite Klasse Mitarbeiter in meinem eigenen Film...das ist traurig!




div4o
Beiträge: 638

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 21:24

anselmlier hat geschrieben:Habe mir dein Youtube Video angesehn. Im Bezug auf Kamera-Arbeit und Schnitt oder sogar Farbkorrektur wirst du an der SAE nicht besser werden.
davor habe ich erst recht Angst...Danke für die Buchtipps, ich werde mir die Zeit für die nehmen, Danke :)

Das erste Buchtipp hatte hier vor Monate aufgeschnappt





marwie
Beiträge: 1116

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von marwie » Di 13 Mär, 2012 21:46

div4o hat geschrieben: ganz genau auf dem Punkt gebracht. Dieses "Reel" zeigt meine Arbeiten aus dem vergangen Jahr. Alles Erstlinge, noch unausgereifte Amateurbilder. Daran arbeite ich jeden Tag, doch ich komme schnell an meinen Grenzen. Also noch mal üben :)
üben muss man immer :-) Ich hab grad gesehen, dass du bei deinem Reel aufnahmen von deinem Bulgarien Clip (der nebenbei nicht schlecht ist, allerdings sind gewisse Einstellungen etwas balanglos und das Bild springt teilweise etwas) verwendet hast, nun, ich finde die Aufnahmen sehen natürlich besser aus als mit dem "look" im Reel, aber das ist halt geschmackssache.

Ich habe sogar in diesem Jahr erstmalig an 99fire-films teilgenommen, zwar ohne erfolgt, denn diesmal war die "Story" nicht i.O.

Die technische Ausführung gefällt mir nicht schlecht, nur die Szene am Anfang und Schluss mit dem Spiegel ist etwas rötlich. Die Idee ist zwar ok, aber irgendwie kommt sie nicht so ganz rüber und ich hab erst am Schluss kapiert, um was es geht.
Bei dem Clip habe ich erstmalig ein Dedolight-Koffer gesehen. Überhaupt von 3-Punkt Ausleuchtung habe ich kaum was gewusst !!! Eine Tonangel in der Hand gehalten. den Begriff SQN gehört und gesehen...obwohl ich Kamera und Schnitt gemacht habe, fühlte ich mich als zweite Klasse Mitarbeiter in meinem eigenen Film...das ist traurig!
Ach, andere Kochen auch nur mit Wasser, braucht halt übung und gewisse Grundlagen sollte man kennen.

z.B. 3 Punkt Ausleuchtung ist klassisch, aber man kann auch mit mehr oder weniger Lichtquellen eine Szene gut ausleuchten. (3 Punkt ist für Interviews u.ä. gut, ansonsten kann es auch langweilig wirken)




NEEL

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von NEEL » Di 13 Mär, 2012 21:59

An Deiner Stelle würde mir das sehr gut überlegen mit der SAE. Ich habe an einer regulären Filmhochschule studiert und sehe an meinen ehemaligen Kommilitonen , wie schwer es ist, "drin" zu bleiben (das "reinkommen" haben die meisten hinter sich, danach gibts aber einen lebenslangen Kampf um Klassenerhalt).

Am besten geht es den Tonleuten, die werden immer gebraucht und den meisten ist das Studium der Tontechnik zu wenig fanzy. Auf der anderen Seite stehen die Regisseure. Viele kommen über ein kleines Fernsehspiel nicht hinaus, machen vielleicht noch einen Low-Budgetfilm, der mit ein paar Kopien zirkuliert und sind über den Umweg einiger kleinerer Fernsehformate dann irgendwann weg vom Fenster. Kameraleute sind drin (Minderheit) oder weg, ein "Dazwischen" gibt es kaum.

Schau Dir auch mal die Marktentwicklung an. Immer weniger Leute gehen ins Kino. Film mag bei Machern zwar in sein, auf Konsumentenseite gibt es hingegen einfach zu viele gleichrangige Medienvorlieben.

Da ich auch mal kurz auf Lehramt studiert habe und es fast bereue, würde ich Dir ganz klar ans Herz legen diese Perspektive zu prüfen. Bei gutem Gehalt und sechs bezahlten Wochen Sommerferien (=Drehzeit) kann man bestimmt einiges Wuppen, was man sich als Freier kaum leisten kann. Und mit Deiner Lehramts-Freundin würdest Du Dich auch in zehn Jahren noch gut verstehen;-)




div4o
Beiträge: 638

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 22:07

marwie hat geschrieben:...Ach, andere Kochen auch nur mit Wasser, braucht halt übung und gewisse Grundlagen sollte man kennen.
was jetzt kommt ist WAHR, ich wollte mal nur paar Nudeln kochen, also Topf auf dem Herd, Wasser rein....ich habe die VERBRANNT!!! Fast die Küche in Brand gesetzt....:) Das muss erstmals einer nachmachen :D

aber zurück zum Thema. Mein derzeitiger Ausbildungswahn kommt daraus, dass ich derzeit einfach nicht weiß, wie ich besser werden kann. Das ich noch viel üben muss, soll hier nicht zur Diskussion stehen.

Außerdem will ich nicht künftig mich immer wieder nach einer gescheiterten Bewerbung fragen, ob es daran liegt, dass ich keine Ausbildung in dem Bereich habe...

Der Ruf der SAE und Ausbildungsinhalte macht mir aber echt zu denken, ob es das richtige ist...es gibt ein neuer wahnsinniger in mir, der am liebsten jeden Tag zur Kamera greifen will, um Ideen zu verfilmen und sie zur einer fertigen Form zu bringen. Dann gibt es den Papa, der sagt: ALTER bleibt auf dem Boden der Tatsachen...

Ich weiß, ich bekomme die Antwort nicht auf einem Silbertablett präsentiert. Doch es hat mir heute unheimlich viel geholfen, dass ich mich mit euch austauschen konnte :)

Mein Dilemma werde ich heute nicht lösen können, es steht aber FEST, ich filme morgen was. Ich habe gestern eine Olympus Zuiko 28 mm F2.8 bekommen, die nur darauf wartet, getestet zu werden :)

Danke Leute!




Drive
Beiträge: 81

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von Drive » Di 13 Mär, 2012 22:09

div4o hat geschrieben:ich verstehe deine Aufregung, doch weil man sich etwas zum Ziel neben 1.000 anderen gesetzt hast, heiß es nicht, dass man gleich aufgeben sollte. Denn in welchen Beruf ist die Situation nicht die gleiche?
In fast allen!!!

Regie, Kamera, Schauspiel, Musik. Alles sicher äußerst ansprechend. Aber man muss eben SEHR gut sein um damit Geld zu verdienen (es sei denn du könntest dich damit arrangieren Pressekonferenzen abzuschwenken, da mag es noch geradeso gehen mit dem regelmäßigen Einkommen...)

Mit 29 in die Materie einsteigen, mit 30 fragen ob die SAE was taugt und beruflich zielführend ist. Dazu Frau und Kind. Tut mir Leid, jeder vernünftige Mensch MUSS dir davon abraten, zumal bei deiner ungünstigen Startposition.

Kameramann ist ein Traumjob - den man nicht empfehlen kann...

Und slashcam als Forum professioneller Filmemacher zu bezeichnen. Der war gut! (nichts gegen die paar Profis, die sich hier verirrt haben). Slashcam ist ein Hobbyfilmerforum, was ja vollkommen ok ist.
Übrigens habe ich sicher nichts gegen lernen. Kann man aber auch und ich denke besser direkt von Profis am Filmset. (Ich kenne beides)

@NEEL: Du sprichst mir aus der Seele
Zuletzt geändert von Drive am Di 13 Mär, 2012 22:25, insgesamt 1-mal geändert.




0711video
Beiträge: 400

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von 0711video » Di 13 Mär, 2012 22:17

drive ! bitte richtig zitieren. das hab ich garnicht geschrieben!!! war der beitragsersteller!
div4o hat geschrieben:0711video hat folgendes geschrieben:
ich verstehe deine Aufregung, doch weil man sich etwas zum Ziel neben 1.000 anderen gesetzt hast, heiß es nicht, dass man gleich aufgeben sollte. Denn in welchen Beruf ist die Situation nicht die gleiche?

In fast allen!!!

Regie, Kamera, Schauspiel, Musik. Alles sicher äußerst ansprechend. Aber man muss eben
Zuletzt geändert von 0711video am Di 13 Mär, 2012 22:18, insgesamt 1-mal geändert.




div4o
Beiträge: 638

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von div4o » Di 13 Mär, 2012 22:18

Drive hat geschrieben: Mit 29 in die Materie einsteigen, mit 30 fragen ob die SAE was taugt und beruflich zielführend ist. Dazu Frau und Kind. Tut mir Leid, jeder vernünftige Mensch MUSS dir davon abraten, zumal bei deiner ungünstigen Startposition.

Kameramann ist ein Traumjob - den man nicht empfehlen kann...
tja ich würde dir so gern das Gegenteil beweisen...die Zeit wird es zeigen, so oder so läuft mein Vertrag in zwei Jahre aus. Wird nicht verlängert, da die Stelle gefördert ist. Wenn ich es dann immer noch nicht kann...dann ist es endgültig gelaufen. Aufgeben kommt aber HEUTE nicht in Frage :) Der Realität zu trotzen, kann gelegentlich dein bester Freund sein.

Und wenn es doch klappt...tja dann trinken wir beide was :)




Drive
Beiträge: 81

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von Drive » Di 13 Mär, 2012 22:26

@0711 sorry Tippfehler

di4o: Genau;-)




stereosumme
Beiträge: 1

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von stereosumme » Di 13 Mär, 2012 23:14

meine persönliche meinung:
das preisleistungs verhältnis ist nicht gerechtfertigt, spar das geld und stecks in equipment und versuch über praktika oder einem offenen kanal wenn du in der stadt wohnst etwas dazu zu lernen.




slush deluge
Beiträge: 2

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von slush deluge » Do 21 Jun, 2012 18:25

anselmlier hat geschrieben:Habe mir dein Youtube Video angesehn. Im Bezug auf Kamera-Arbeit und Schnitt oder sogar Farbkorrektur wirst du an der SAE nicht besser werden. Glaube, da hast du schon zu viel Erfahrung dafür.
Es gibt aber zB. auch Bücher, die Fachwissen vermitteln können:




Glaube, besser die Bücher lesen, Zeit und Geld in ein gutes Reel stecken anstatt in die SAE.

VG,
Anselm
holla tholla Anselm , thx so much 4 da AMAZON ..... SAE sucks , Montag Dienstag die Photoshop Klasse mitgemacht. Was ´nen Alptraum !!! zum Glück über Bildungsgutschein v. Arbeitsamt . Ich bin so was von entäuscht .




slush deluge
Beiträge: 2

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von slush deluge » Do 21 Jun, 2012 18:45

@div4o -- deine Clips sehen super aus. Ich bin voll der gleichen Meinung von Anselm, - und bin Newbie Student der SAE digital Film VFX - allerdings über einen Bildungsgutschein der ARGE finanziert.
Auf keinen Fall solltest Du eigenes Geld in diese Ausbildung investieren!!!! Ich arbeite seit Photoshop version 3 (1996 )intensiv mit der Adobe suite und hatte diese Woche die SAE Lektion zu diesem ,meiner lieblings Progis. Was für eine Schande !!! An 2 Tagen die Woche bekommst Du eine oberflächlichste Einführung zu der Materie und dann wirst Du in dem Computerpool mit luschigen Imacs und den online Handbüchern alleine gelassen. Die betreuenden Supis und die Dozenten haben 0 Ahnung von didaktik , Hardware , Betriebssystem oder anderen Fachfragen. Vegiss es .... SAE sucks ......bzw. ist ´ne tolle Zeit , um deren semiPRO Cams zu leihen und Promofilme für Dein Bewerbungsprofil zu erstellen .....




dieselqueen
Beiträge: 37

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von dieselqueen » Di 10 Jul, 2012 16:27

du kannst beim arbeitsamt einen bildungsgutschein für das studium an der sae bekommen.




qwertz13
Beiträge: 1

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von qwertz13 » Do 22 Okt, 2020 16:53

Hey, ich geb hier auch mal noch was mit rein.

Ich hab grad Filmproduktion an der SAE angefangen.

Ich war vorher schon Filmschaffender und meine Kollegen haben mir von der Schule abgeraten.

Es ist tatsächlich so, dass es sich etwas niedrigschwellig anfühlt und naja.

Für mich ist es so, dass ich die Plattform erst mal nutzen werde, um ein paar Grundsachen zu lernen, die Soft- und Hardware zu nutzen, um meine eigenen Filme zu machen um mich dann woanders zu bwerben.

Es ist wirklich so, dass man sich sehr, sehr selber reinknien muss. Gerade jetzt auch mit Corona. Wir haben ein mal die Woche OCE (on campus event) für 1,5h und sonst zwei Onlinevorlesungen á 2,5h.
Das ist schon echt wenig. Und auch die Filme der oberen Semester lassen zu wünschen übrig, ehrlich gesagt. (oh Gott,, fühl mich bisschen schlecht das hier so zu erzählen).

Es hängt auch echt total von den Dozenten vor Ort ab. Bei Film ist es in Leipzig ein Typ, der wirklich sehr engagiert ist und man lernt sehr viel über Dramaturgie von ihm. Den haben wir deutschlandweit in den Onlinevorlesungen. Kann mir vorstellen, dass der zumindest in diesem Bereich dir was gutes beibringen kann.

Ich persönlich bevorzuge von krassen Profis zu lernen, die das erreicht haben, was ich erreichen will. Deshaklb fühlt sich bisschen lau für mich an.

Aber, wie gesagt: wenn du weißt, wo du hin willst und es schaffst, dich dahinter zu klemmen, dann kannst du die Ressourcen dort nutzen und dann weiter gehen. Die Gefahr ist halt groß, dass man faul wird.

Wofür es gut ist:

- hardware und software nutzen
- kleines Gefühl für alle Departmens kriegen
- und du hast Aufgaben, die du dann durchziehen musst. und das ist für mich zb. n gutes Übfeld, weil ich meine eigenen Projekte manchmal nicht durchgezogen hab und das kann ich da lernen.

Hoffe, das hat geholfen.

PS: kann man sich auch unter Umständen vom Jobcenter finanzieren lassen. Haben zwei in der Klasse, bei denen das so ist und im Ton sind auch welche.




Darth Schneider
Beiträge: 5893

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von Darth Schneider » Do 22 Okt, 2020 17:02

„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams




acrossthewire
Beiträge: 688

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von acrossthewire » Do 22 Okt, 2020 20:57

qwertz13 hat geschrieben:
Do 22 Okt, 2020 16:53


Ich persönlich bevorzuge von krassen Profis zu lernen, die das erreicht haben, was ich erreichen will. Deshaklb fühlt sich bisschen lau für mich an.

Das Problem ist, das Leute mit Skills nicht notwendigerweise Leute mit pädagogischem Geschick für die Vermittlung derselben sind.
Be Yourself. Everyone else is already taken
Oscar Wilde




Darth Schneider
Beiträge: 5893

Re: SAE ja oder nein - Digital Film & VFX Diploma?

Beitrag von Darth Schneider » Fr 23 Okt, 2020 05:50

Genau, ich habe damals meine Tänzer Ausbildung in New York gemacht weil dort mit Abstand die weltweit besten Dozenten so praktisch nah aufeinander hockten, wie nirgends sonst.
Ich weiss jetzt nicht wie das bei Film und Fernsehen ist, aber ich könnte mir schon vorstellen das die besten Dozenten für Film und Tv womöglich irgendwo draussen in der grossen Welt gerade am drehen sind...und nicht in Leibzig, oder sonst an irgend einer SAE Schule gelangweilt herum lungern.
Von daher. Was ist mit einem Praktikum ?
Oder mit einem richtigen Filmstudium, an einer renommierten Film Uni ?
Ich persönlich finde diese zwei Optionen bringen dir wahrscheinlich mehr, als das SAE.
Wenn dein Schulabschluss fürs Studium nicht reicht, warum nicht zuerst mal eine Fotografen Lehre ? Oder Ausbildung ?
Oder versuche in einem Theater rein zu kommen, und lerne dort von dem Chefbeleuchter.
Es gibt viele Möglichkeiten.

Wobei ich jetzt wirklich nicht weiss wie es um die wirtschaftliche Lage steht, oder stehen wird, nach dem Corona Dilemma in das wir bald zum zweiten Mal richtig hinein schlittern werden.
Die Experten gehen davon aus das die zweite Welle schlimmer wird als die erste...

Im Moment würde ich von dem her, so aus dem Bauch heraus keinem raten einen kreativen Beruf zu erlernen.
Oder mindestens nicht, ohne mir, eine nicht kreative Hintertür, (sichere berufliche Option) die Geld bringt, falls das mit der Filmer Karriere dann doch nix werden sollte, offen zu lassen.
Vor allem weil du schon 30 bist und Kinder hast.

Gruss Boris
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Douglas Adams




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