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ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023



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Bluboy
Beiträge: 4146

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von Bluboy »

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Frank Glencairn
Beiträge: 21006

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von Frank Glencairn »

dienstag_01 hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 16:13
Der ÖRR wird ja u.a. öffentlich finanziert, damit er nicht ausschließlich nach populistischen Kriterien produziert wird.
Können wir den Begriff "populistisch" bitte vorher erst mal klären.
De omnibus dubitandum



dienstag_01
Beiträge: 13016

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von dienstag_01 »

Frank Glencairn hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 19:27
dienstag_01 hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 16:13
Der ÖRR wird ja u.a. öffentlich finanziert, damit er nicht ausschließlich nach populistischen Kriterien produziert wird.
Können wir den Begriff "populistisch" bitte vorher erst mal klären.
Hier eher im Sinne von populär, bei allen ankommen.



dienstag_01
Beiträge: 13016

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von dienstag_01 »

pillepalle hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 19:16 Nein. Tendenziell werden die Leute die unzufrieden sind ja immer mehr. Weil sie eben für etwas zahlen, das sie im Prinzip nicht großartig interessiert. Und bei zukünftigen Generationen wird das eher noch zunehmen. Der Anteil an Nachrichten/Information, Bildungs- und Kulturprogrammen ist eben recht überschaubar. Arte, 3sat, ein paar Sendungen in ARD, oder ZDF, und das war's dann auch schon. Teilweise gibt es ja schon spezielle Spartenkanäle, aber der Rest ist eben Halli-Galli. Also Unterhaltung jeglicher Coleur. Und dafür wird mit Sicherheit das meiste Geld ausgegeben. Hier und da wird auch mal ein guter Film produziert, aber das ist wirklich die Ausnahme. Wenn man die Größe und die Inhalte um 50% schrumpen würde, hätte man vermutlich keinen großen inhaltlichen Verlust. Nur eben weniger von dem Immergleichen.

VG
Immer, wenn jemand mit Prozentzahlen kommt, die er fühlt, weiß man, dass da was nicht stimmt.
Weißt du übrigens auch.



Cinemator
Beiträge: 874

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von Cinemator »

Die Zwangsgebühren der Anstalten sind zwar durch den Gesetzgeber legitimiert worden, verstoßen aber im moralischen Sinne gegen das geschäftliche Bestell- und Vertragsprinzip. Dieses gilt sonst in sämtlichen anderen gesellschaftlichen, geschäftlichen und wirtschaftlichen Bereichen und berechtigt zur Annahme- und Zahlungsverweigerung.

ARD/ZDF sollten sich dem Wettbewerb stellen und auf Abomodelle wechseln. Mit ihren beliebten und qualitativ hochwertigen Programmen werden sie sicher goldene Zeiten sehen und höhere Preise durchsetzen können. Auf die wenigen ÖRR Miesepeter hier im Land können die ganz gut verzichten.
Er: Was ist mit dir? Sie: Nichts, was du ändern könntest. (Casablanca)



dienstag_01
Beiträge: 13016

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von dienstag_01 »

Cinemator hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 20:14 Die Zwangsgebühren der Anstalten sind zwar durch den Gesetzgeber legitimiert worden, verstoßen aber im moralischen Sinne gegen das geschäftliche Bestell- und Vertragsprinzip. Dieses gilt sonst in sämtlichen anderen gesellschaftlichen, geschäftlichen und wirtschaftlichen Bereichen und berechtigt zur Annahme- und Zahlungsverweigerung.

ARD/ZDF sollten sich dem Wettbewerb stellen und auf Abomodelle wechseln. Mit ihren beliebten und qualitativ hochwertigen Programmen werden sie sicher goldene Zeiten sehen und höhere Preise durchsetzen können. Auf die wenigen ÖRR Miesepeter hier im Land können die ganz gut verzichten.
Abomodell würde ja den populistischen (siehe oben) Druck erhöhen. Das würde dem Grundanliegen widersprechen.



pillepalle
Beiträge: 7984

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von pillepalle »

@ dienstag

Was soll denn daran nicht stimmen, wenn man die Größe der Öffis um die Hälfte reduzieren würde? Damit könnte man die Kosten schon erheblich reduzieren. Genauso wenn nur noch halb soviel produziert würde. 17 Tatorte im Jahr reichen auch ;)

VG
Done is better than perfect.



Frank Glencairn
Beiträge: 21006

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von Frank Glencairn »

dienstag_01 hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 20:32
Abomodell würde ja den populistischen (siehe oben) Druck erhöhen. Das würde dem Grundanliegen widersprechen.
Dein Grundanliegen ist also was zu produzieren, was die Mehrheit der (zwangs-zahlenden) Zuschauer gar nicht sehen will?
De omnibus dubitandum



dienstag_01
Beiträge: 13016

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von dienstag_01 »

Frank Glencairn hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 20:40
dienstag_01 hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 20:32
Abomodell würde ja den populistischen (siehe oben) Druck erhöhen. Das würde dem Grundanliegen widersprechen.
Dein Grundanliegen ist also was zu produzieren, was die Mehrheit der (zwangs-zahlenden) Zuschauer gar nicht sehen will?
Sicher nicht. Aber die Mehrheit der Zuschauer sind nicht das Kriterium. Das ist der tiefere Sinn von Unabhängigkeit.



dienstag_01
Beiträge: 13016

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von dienstag_01 »

pillepalle hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 20:40 @ dienstag

Was soll denn daran nicht stimmen, wenn man die Größe der Öffis um die Hälfte reduzieren würde? Damit könnte man die Kosten schon erheblich reduzieren. Genauso wenn nur noch halb soviel produziert würde. 17 Tatorte im Jahr reichen auch ;)

VG
Kennst du das Bild von dem englischen Bus, auf dem vor dem Brexit die Summe stand, die wöchentlich mit dem Austritt eingespart werden würde.
Ich weiß nicht, ob der noch durchs Land rollt. Was ich aber weiß, ist, dass die Rechnungen, auf deren Grundlage die ganzen Kultureinsparungen im Osten der 90er erfolgten, mehr oder weniger Milchmädchenrechnungen waren.
Würde beim ÖRR besser, ich glaub auch dran ;)



Frank Glencairn
Beiträge: 21006

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von Frank Glencairn »

dienstag_01 hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 20:43
Frank Glencairn hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 20:40

Dein Grundanliegen ist also was zu produzieren, was die Mehrheit der (zwangs-zahlenden) Zuschauer gar nicht sehen will?
Sicher nicht. Aber die Mehrheit der Zuschauer sind nicht das Kriterium.
Die Zuschauer die dafür Zahlen (müssen) sind also nicht das Kriterium?

Warum klingen eigentlich alle deine Vorschläge nach eine Mischung aus DDR und Nordkorea?
De omnibus dubitandum



dienstag_01
Beiträge: 13016

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von dienstag_01 »

Frank Glencairn hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 21:13
dienstag_01 hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 20:43

Sicher nicht. Aber die Mehrheit der Zuschauer sind nicht das Kriterium.
Die Zuschauer die dafür Zahlen (müssen) sind also nicht das Kriterium?

Warum klingen eigentlich alle deine Vorschläge nach eine Mischung aus DDR und Nordkorea?
Vielleicht kennst du beides einfach viel zu wenig ;)



iasi
Beiträge: 23150

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von iasi »

Jörg hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 15:16
Preiserhöhungen gibts da nicht?
keine Ahnung, worauf du hinauswillst??
I c h kann meine Einnahmen nicht per Dekret erhöhen...
zur Übersicht.
2022 betrug die Einnahme von ARD und ZDF über Zwangsgebühren 8500 mio €.
https://de.statista.com/statistik/daten ... nkanstalt/
Werbeeinnahmen nicht eingerechnet
Du kannst deine Preise ohne "Dekret" erhöhen.
Das machen aktuell ja so ziemlich alle reichlicher als früher - nennt sich Inflation.

Auch die ÖR müssen u.a. höhere Löhne und Honorare bezahlen.
Solange sich die Euro-Scheine nicht fortpflanzen, ... :)



iasi
Beiträge: 23150

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von iasi »

Cinemator hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 20:14 Die Zwangsgebühren der Anstalten sind zwar durch den Gesetzgeber legitimiert worden, verstoßen aber im moralischen Sinne gegen das geschäftliche Bestell- und Vertragsprinzip. Dieses gilt sonst in sämtlichen anderen gesellschaftlichen, geschäftlichen und wirtschaftlichen Bereichen und berechtigt zur Annahme- und Zahlungsverweigerung.

ARD/ZDF sollten sich dem Wettbewerb stellen und auf Abomodelle wechseln. Mit ihren beliebten und qualitativ hochwertigen Programmen werden sie sicher goldene Zeiten sehen und höhere Preise durchsetzen können. Auf die wenigen ÖRR Miesepeter hier im Land können die ganz gut verzichten.
Stimmt doch gar nicht.
Im Bildungs- und Gesundheitsbereich gilt das geschäftliche Bestell- und Vertragsprinzip z.B. auch nicht.
Sollen sich die Schulen auch auf Abomodelle wechseln?

Also ich mag das Info-Angebot der ÖR - und in den Abomodellen hab ich da nichts vergleichbares gefunden.

Netflix bietet für reichlich Geld Unterhaltung - mehr nicht.

Die Sache mit den Landesmedienanstalten und dem Föderalismus ist mit zudem lieber, als Medienkonzerne in der Hand weniger.



Jörg
Beiträge: 10210

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von Jörg »

Hervorragend wie dieser Beitrag wieder abdriftet...
Also ich mag das Info-Angebot der ÖR
ja, ich auch, immer noch.
Aber hier gehts um zahlen oder nicht zahlen, ob freiwillig oder Zwang.
Hier sollte es um Nachhaltigkeit gehen.
Und Nachhaltigkeit hat nix mit Gebühren zu tun.
Wenn die Sender tatsächlich nachhaltiger wären, also ARD und ZDF zum Beisspiel als eine Anstalt
zusammenlegen würden, der Kanzler der für diesen Schwachsinn verantwortlich war, ist seit über 50 jahren
tot...
Weil dieser eitle, alte Mann einen eigenen Kanzlersender haben wollte, verschwenden die Beiden Riesensummen.
Allein diese Maßnahme wäre so nachhaltig ( ich kann den Begriff nicht mehr ab),dass nicht nur
keinerlei Erhöhungen notwendig wären, die Gebühren könnten deutlich gesenkt werden.
Wenn man dann noch Traumschiffe versenkt....



Bluboy
Beiträge: 4146

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von Bluboy »

Und ich dachte, Nachhaltig hat was mit Nachwachsen, zu tun, mit der Kasse die niemsls leer wird

sowas
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pillepalle
Beiträge: 7984

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von pillepalle »

Jörg hat geschrieben: So 19 Nov, 2023 22:07 Wenn die Sender tatsächlich nachhaltiger wären, also ARD und ZDF zum Beisspiel als eine Anstalt
zusammenlegen würden, der Kanzler der für diesen Schwachsinn verantwortlich war, ist seit über 50 jahren
tot...
Da braucht man nichts zusammenlegen. Das ZDF kann man ersatzlos streichen. Mit den Verkaufserlösen der Anlagegüter bekommen die 12.000 Mitarbeiter eine Abfindung und dürfen sich fortan, wie jeder andere Bürger, einen Job suchen. Warum muss man die bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag durchfüttern?

VG
Done is better than perfect.



Frank Glencairn
Beiträge: 21006

Re: ARD Nachhaltigkeitsbericht 2023

Beitrag von Frank Glencairn »

Das hier ist aus einem Artikel von 2016 - schon damals hat sich abgezeichnet daß die steigenden Ansprüche an Betriebsrenten zum Problem werden und daß die ÖR korrupte Selbstbedienungsläden für deren Führungsschicht sind, wissen wir ja spätestens seit diese Tatsache durch eine Skandalreihe es in die Öffentlichkeit geschafft hat.
ARD legt 7,4 Milliarden zurück für Renten
Umso größer ist das Unverständnis, wenn das Geld aus den Gebühren nicht nur fürs aktuelle Programm, sondern auch – und das immer mehr – für Renten ausgegeben wird. Das betrifft nicht nur die Intendanten. Auch die ganz normalen Mitarbeiter der Sendeanstalten haben bis vor einiger Zeit hohe Zusagen für ihre Betriebsrente erhalten, die es zusätzlich zur gesetzlichen Rente gibt. Insbesondere vor 1993 galt: Bist du bei den Öffentlich-Rechtlichen, musst du dir um dein Alter keine Sorgen machen.

Viel zu lange haben ARD und ZDF ihren Mitarbeitern üppige Renten versprochen. Nun ersticken die Sendeanstalten an den hohen Kosten – und schielen schon auf die Mehreinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag.

Zeitweise gab es sogar Mitarbeiter, die in der Rente mehr verdienten als in ihrer aktiven Zeit. Das ist zwar mittlerweile abgestellt, doch immer noch erfreuen sich langgediente Mitarbeiter eines sehr sorgenfreien Ruhestands.

Einst dachte man sich wohl im Rundfunk: Besser heute weniger Gehalt zahlen und dafür mehr fürs Alter versprechen. Nach uns die Sintflut. Jetzt schlägt die Demographie zurück. Die Rentner sind da – und damit die Probleme für die Rundfunkanstalten.

Die Betriebsrenten müssen bezahlt werden. Bei stark gesunkenen Zinsen und damit gesunkenen Erträgen aus dem angesparten Kapital ist das schwierig. Allein die ARD-Anstalten müssen in den kommenden vier Jahren laut ihrer Finanzplanung knapp 1,4 Milliarden Euro an Pensionen auszahlen. Dazu kommen noch die Rückstellungen, die für künftige Rentner gebildet werden, so dass für die Altersversorgung insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in vier Jahren kalkuliert sind. Wie groß die Lasten einmal werden, kann man an den Rückstellungen der Sendeanstalten ablesen. Die ARD allein hat insgesamt 7,4 Milliarden Euro auf der hohen Kante für künftige Pensionen, ZDF und Deutschlandradio zusammen noch einmal eine Milliarde. Und es wird immer mehr angespart.
De omnibus dubitandum



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