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MPAA - Der Filmproduktionscode



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ruessel
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MPAA - Der Filmproduktionscode

Beitrag von ruessel » Di 30 Nov, 2021 15:54

Bild

MPAA - The Motion Picture Production Code - MPPDA - OCTOBER 1927 -
- The 36 Don'ts and Be Carefuls - don'ts/be carefuls -


Allgemeine Grundsätze

1. Es darf kein Bild produziert werden, das die moralischen Standards von anderen Beleidigt. Daher sollte die Sympathie des Publikums niemals auf der Seite des Verbrechens sein, des Fehlverhaltens, des Bösen oder der Sünde.

2. Korrekter Lebensstandard: nur vorbehaltlich der Anforderungen von Schauspiel und Unterhaltung darf unkorrektes präsentiert werden.

3. Das Gesetz, natürliches oder menschliches, darf nicht lächerlich gemacht werden, noch Sympathie wegen seiner Verletzung erstellt werden.

1. Mord

A. Die Mordtechnik muss so präsentiert werden, dass sie nicht zur Nachahmung anregen.

B. Brutale Tötungen sollen nicht im Detail dargestellt werden.

C. Rache in der Neuzeit ist nicht gerechtfertigt.

2. Methoden der Kriminalität sollten nicht explizit dargestellt werden.

A. Diebstahl, Raub, Tresorknacken und Sprengen von Zügen, Minen, Gebäude usw. sollten in der Methode nicht detailliert beschrieben werden.

B. Brandstiftung muss denselben Schutzmaßnahmen unterliegen.

C. Der Gebrauch von Schusswaffen sollte auf das Nötigste beschränkt werden.

D. Schmuggelmethoden sollten nicht vorgestellt werden.

3. Der illegale Drogenhandel darf niemals präsentiert werden.

4. Die Verwendung von Alkohol im amerikanischen Leben, wenn die Handlung nicht erforderlich ist oder zur korrekten Charakterisierung werden nicht angezeigt.

II. Sex
Die Heiligkeit der Institution Ehe und Heim ist gehalten. Bilder sollen nicht darauf schließen lassen, dass niedrige Formen der sexuellen Beziehung sind die akzeptierte oder übliche Sache.

1. Ehebruch, manchmal notwendiges Handlungsmaterial, darf nicht explizit sein behandelt, begründet oder ansprechend präsentiert.

2. Szenen der Leidenschaft

A. Sie sollten nicht eingeführt werden, wenn sie für die Handlung nicht unbedingt erforderlich sind.

B. Übermäßiges und lustvolles Küssen, lustvolle Umarmungen, anzügliche Körperhaltungen und Gesten, dürfen nicht gezeigt werden.

C. Im Allgemeinen sollte Leidenschaft so behandelt werden, dass diese Szenen nicht stimulieren das untere und das untere Element.

3. Verführung oder Vergewaltigung

A. Sie sollten nie mehr als vorgeschlagen werden und nur, wenn es unbedingt erforderlich ist für die Handlung, und selbst dann nie durch explizite Methode gezeigt.

B. Sie sind nie das richtige Thema für Comedy.

4. Sexuelle Perversion oder jegliche Rückschlüsse darauf sind verboten.

5. Weiße Sklaverei darf nicht behandelt werden.

6. Rassenmischung (Geschlechtsbeziehungen zwischen den weißen und schwarzen Rassen) ist verboten.

7. Sexualhygiene und Geschlechtskrankheiten sind nicht Gegenstand von Bewegung Bilder.

8. Szenen einer tatsächlichen Geburt eines Kindes, tatsächlich oder als Silhouette, sind niemals Präsentiert werden.

9. Die Geschlechtsorgane von Kindern dürfen niemals entblößt werden.

III. Vulgarität
Die Behandlung von niedrigen, ekelhaften, unangenehmen, aber nicht unbedingt Böse, Untertanen sollten immer dem Diktat des guten Geschmacks unterliegen und Rücksicht auf die Sensibilität des Publikums.

NS. Obszönität
Obszönität in Worten, Gesten, Verweisen, Liedern, Witzen oder durch Suggestion (auch wenn es wahrscheinlich nur von einem Teil des Publikums verstanden wird) ist verboten.

V. Obszönität
Zugespitzte Obszönitäten (dazu gehören die Worte Gott, Herr, Jesus, Christus - es sei denn, es wird ehrfürchtig verwendet - Hell, SOB, damn, Gawd) oder alle anderen profane oder vulgäre Ausdrücke, wie auch immer verwendet, sind verboten.

SIE. Kostüm
1. Vollständige Nacktheit ist niemals erlaubt. Dazu gehört tatsächlich Nacktheit oder in Silhouette, oder jede lüsterne oder ausschweifende Mitteilung davon durch andere Zeichen im Bild.

2. Entkleidungsszenen sollten vermieden und niemals verwendet werden, außer wo wesentlich für die Handlung.

3. Unanständige oder unangemessene Exposition ist verboten.

4. Tänze oder Kostüme, die eine unangemessene Bloßstellung oder Unanständigkeit ermöglichen sollen Bewegungen im Tanz sind verboten.

KOMMST DU. Tänze
1. Tänze, die sexuelle Handlungen oder Unanständigkeit suggerieren oder darstellen Leidenschaften sind verboten.

2. Tänze, die unanständige Bewegungen betonen, gelten als obszön.

VIII. Religion
1. Kein Film oder keine Episode darf irgendeinen religiösen Glauben lächerlich machen.

2. Religionsminister in ihrer Eigenschaft als Religionsminister sollten nicht als Comicfiguren oder als Schurken verwendet werden.

3. Zeremonien einer bestimmten Religion sollten sorgfältig und respektvoll behandelt.

IX. Standorte
Die Behandlung von Schlafzimmern muss von gutem Geschmack und Feinheit bestimmt werden.

X. Nationale Gefühle
1. Der Gebrauch der Flagge muss durchweg respektvoll sein.

2. Die Geschichte, Institutionen, Prominente und Bürger anderer Nationen sollen gerecht vertreten sein.

XI. Titel
Anzügliche, unanständige oder obszöne Titel dürfen nicht verwendet werden.

XII. Abstoßende Themen
Die folgenden Themen müssen innerhalb der sorgfältigen Grenzen von . behandelt werden: guter Geschmack:
1. Tatsächliche Erhängungen oder Stromschläge als gesetzliche Strafen für Verbrechen.
2. Methoden dritten Grades.
3. Brutalität und mögliche Grausamkeit.
4. Branding von Menschen oder Tieren.
5. Offensichtliche Grausamkeit gegenüber Kindern oder Tieren.
6. Der Verkauf von Frauen oder eine Frau, die ihre Tugend verkauft.
7. Chirurgische Operationen.

Quelle: https://www.filmsonsuper8.com/censorshi ... rship.html
Gruss vom Ruessel




tom
Administrator
Administrator
Beiträge: 1373

Re: MPAA - Der Filmproduktionscode

Beitrag von tom » Di 30 Nov, 2021 19:30

Zur Demonstration hier paar Szenen aus Hollywood-Filmen vor der Einführung des Hays Code (Pre-Code) mit sexuellen Anspielungen, Gewalt durch Frauen, Homosexualität usw. :
(zur Erklärung: Der MPAA Filmproduktionscode wird auch Hays Code oder kurz Code genannt)

slashCAM




tom
Administrator
Administrator
Beiträge: 1373

Re: MPAA - Der Filmproduktionscode

Beitrag von tom » Di 07 Dez, 2021 11:07

Und schön anschaulich gleich 10 Hayes-Code Verstöße in einem Bild ;-)

130587790_10223465706933570_8056546240562351239_n.jpg
slashCAM

Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.




Darth Schneider
Beiträge: 9859

Re: MPAA - Der Filmproduktionscode

Beitrag von Darth Schneider » Di 07 Dez, 2021 12:20

Gibt es in den anderen Formen der bildenden Kunst auch so, in meinen Augen eher sinnlose Regeln ?
Schon irgendwie künstlerisch einschränkend.
Müsste man da nicht gleich die meisten Filme von Tarantino verbieten….?
Auch schade wenn es so wäre.
Gruss Boris
Ich werde der dunklen Seite widerstehen und mir die Pocket Pro heute nicht kaufen !




Sammy D
Beiträge: 2190

Re: MPAA - Der Filmproduktionscode

Beitrag von Sammy D » Di 07 Dez, 2021 14:12

Darth Schneider hat geschrieben:
Di 07 Dez, 2021 12:20
Gibt es in den anderen Formen der bildenden Kunst auch so, in meinen Augen eher sinnlose Regeln ?
Schon irgendwie künstlerisch einschränkend.
Müsste man da nicht gleich die meisten Filme von Tarantino verbieten….?
Auch schade wenn es so wäre.
Gruss Boris
Du weißt schon, dass das seit der Einführung des Rating-Systems nicht mehr so ist... ?
Ansonsten könnte man 99,9% der Filme nicht zeigen.




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