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Sensorgröße nicht für Schärfentiefe verantwortlich



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Antworten
Axel
Beiträge: 13870

Re: Sensorgröße nicht für Schärfentiefe verantwortlich

Beitrag von Axel » Di 04 Mai, 2021 15:30

iasi hat geschrieben:
Di 04 Mai, 2021 14:38
Nochmal: Bei Zerstreuungskreisdurchmesser von 0,03 oder 0,019mm spielen Pixelabständen zwischen 0,002 oder 0,008 keine Rolle.
Die größere Pixeldichte erzeugt nur eine feinere Auflösung der optischen Unschärfe, ändert aber nichts an der Unschärfe. Man müsste schon Kleinbildsensoren mit PAL-Auflösung nehmen, um den Anschein von Schärfe zu erzeugen, indem der zertreute Punkt gerade mal ein Pixel abdeckt und zu einem Bildpunkt gerechnet wird. Das wäre dann ein Aufrastern.
Ich habe mich für den Beitrag bedankt, weil ich gerade eine Tatsache begriffen habe, die mich die ganze Zeit genervt hat: der Zerstreuungskreis hat mit der Auflösung nichts zu tun!

Es ist aber wohl schon noch so, dass ein Zerstreuungskreisdurchmesser von 0,03 mm lediglich die Grenze anzeigt, wann etwas als scharf empfunden wird. Es gibt also bei KB Zerstreuungskreise, die um das Hundertfache kleiner sind? 0,03 ist das Maximum des noch zu Duldenden, aber nicht das Optimum? Das worst case scenario?

Denn wenn es nicht so wäre, dann könnten höhere Auflösungen auch nie mehr Detail auflösen. Sie würden lediglich mikroskopischen Matsch dithern.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




dienstag_01
Beiträge: 11052

Re: Sensorgröße nicht für Schärfentiefe verantwortlich

Beitrag von dienstag_01 » Di 04 Mai, 2021 16:02

Die Faustformel, die Iasi verwendet, kommt aus der analogen Fotografie und passt nach wie vor für viele (ausgedruckte) Fotos.
Nur hat sich eben die Art der Betrachtung in den letzten Jahren fundamental geändert. Heutzutage überprüfen wir die Schärfe am Monitor in einer 1 zu 1 Pixelansicht.
Und da kommt man eben mit dieser Formel nicht mehr weit. Diesem Umstand haben Tiefeschärfenrechner wie DOF Simulator schon vor Jahren Rechnung getragen.




Abercrombie
Beiträge: 462

Re: Sensorgröße nicht für Schärfentiefe verantwortlich

Beitrag von Abercrombie » Di 04 Mai, 2021 16:08

Axel hat geschrieben:
Di 04 Mai, 2021 15:30
Es ist aber wohl schon noch so, dass ein Zerstreuungskreisdurchmesser von 0,03 mm lediglich die Grenze anzeigt, wann etwas als scharf empfunden wird. Es gibt also bei KB Zerstreuungskreise, die um das Hundertfache kleiner sind? 0,03 ist das Maximum des noch zu Duldenden, aber nicht das Optimum? Das worst case scenario?
Aus dem Objektraum kann nur eine einzelne Ebene perfekt auf die Bildebene abgebildet werden. Alles was davor und dahinter ist, wird nicht mehr perfekt abgebildet. Allerdings gibt es einen fließenden Übergang von "noch scharf" zu "schon unscharf". Um diesen Wert mathematisch greifbar zu machen, brauchte man eine Bedingung und da kamen die 2 Winkelminuten und der Betrachtungsabstand von 50cm ins Spiel. Und in der analogen Fotografie reichte es das auf die d/1500 zu verkürzen, da es noch keine Möglichkeit zum Pixelpeepen gab. Konkret hat ein Agfa APX 25 aber auch eine andere Grenze als ein Ilford HP5, trotz gleicher KB-Dimension.
Bei Sensoren und sind die d/1500 obsolet.




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